Indiana Tribüne, Volume 20, Number 94, Indianapolis, Marion County, 20 December 1896 — Page 11
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Lrdendig bkgraven. Bon Egmont Eladiu. Dem religiösen Ordenswesen de ;j . Islam und seinen Vertretern, d?n verwischen, truaen die orientalischen Völkerschaften sehr früh bereits einen l.ohen - Grad von Zuneigung und Bewunderung entgegen, und das hat sich bis auf den heutigen Tag wohl kaum geändert. Wenn man den Derfrisch in seinem ganzen Wesen kennt, wenn wir ihn bei seinem Gottesdienst, bei dem das scheinbar sinnlose Wiegen, Hüpfen,' Springen, 'Tanzen oder Heu len doch 'ganz besondere Verkörperun gen seiner vom Feuer entsagungsvoller Gottesverehrung lodernden Phantasie vorstellen,. mit dem erforderlichen Verständnibbet rächtet haben, so - werden wir auch begreifen daß ein solcher Mensch und ein solches Treiben dem ezaltirten Jdeengang d:5 Orientalen vollkommen zu entsprechen und ihn zu sesseln vermag. '.' Die verwische heißen in Arabien zumeist Fakire. Dies Wort bedeutet der Arme, denn der Prophet hat einst gesagt: El ; f akru fach'ri", die .Armuth ist mein Stolz. - Er selbst ist indeß dabei denn doch als reicherMann gestorben. Die Bezeichnung dieser' seil.e: besonders eirigen Jünger" ist auch nach Indien , hinübergegangen. Es sind die dortselöst allbekannten Faiire : sozusagen eine unvermeidliche Staffage der Gegend." , Die verschiedenen - Derwisch-Or-densbrllder unterscheiden sich zunächst äußerlich bereits durch die besondere Urt it)rer ' symbolischen Ausrüstung", Tracht und Bekleidung, wenn diese Lumpen überhaupt noch so genannt werden sollen. - Manche gehen stets entblößten Hauptes, tragen langes, gekräuseltes oder in Zöpfe geflochtenes Haar, einen kurzen Rock aus Roßoder Kameelhaaroewebe, den Haidari (Haidar, ein Beiname Alis, Schwiegersohnes Mohameds, welcher bei allen Derwisch-Orden In hohem Ansehen und bei einzelnen sogar über dem Propheten selber steht und solch' ärmelloses Oberkleid getragen haben soll), auf dem bloßen Leibe. Andere scheeren ihr Haupt (mit Glasscherben) und bedecken, es dannMit einer hohen ke gelförmigen Filzkappe ohne Krempe. Den unteren Rand dieser Kulah" dürfen sie bei vorgerücktem Range mit einem fünf- bis Neunfach gewundenen Tuche, dem sogenannten Terk (Symbol der Entsagung), umschlingen. Die gesammte Lelleihung bei einem anderen ' Orden bestcht aus zwei an !der Sonne . getrockneten Schaffellen, , die eben lose aneinander geheftet sind, so daß eines davon-die Brust, das andere den Rücken ,bed-ckt. Manche tragen schwere, eiserne Ringe, auch gewöhnliche Hufeisen, nn den Ohren, an Hals, Brust und Oberarmen, vermitt:!st langer durch die Haut gestochener Eisenngel an dem Körper befestigt. Diese Pflegen auch zeitweilig ihren llorper mit Glasscherben und sonstigen spieen Gegenständen zu zerkratzen, auch mit glühendem Eisen zu kasteien, so daß man ' da sie beinahe nackt umherlaufen, sie fast mit räudigen Bestien vergleichen kann. Ein besonderes Derwisch-Abzeichen bildet . die Kambamberieh, ein aus Lederriemen und Knotenstricken gedrehter Leibgürtel. Symbolisch soll damit die irdische Lust gebunden werl den. An diesem Gürtel hängt beim IIUI1.U! CSW" .1 l euoimjiDtn großer vaiein, Kana'ad-Taschi, der Stein der Zufriedenheit Arme Derwische sollen nämlich nicht selten ihren Hunger mit kleinen St:!nen stillen, wir haben eine derartige -Sättigung- jedoch niemals selbst gesehen. Außerdem .gehören noch einige absonderliche Ausrüstungsstücke zu den bestimmten Jnsignien, zum religiösen Handwerksgeräth der Fakire, welches sie stets als Unvermeidliches Bademecum. bei sich u führen Pflegen. Der , ... .eoer, ein vreiles wtu m,t kur-em -i;.f. t? o, ri trZ vsiici: oi&njciicn rnii löiiOulCil vdIQL ' I dikvngkn und mystischen Inschriften ''Ik M!Jn'-3' : tunnng Der uvemazasieil ueriinn lt.irv;jt- iv.f bildlichen. Tösbib. ein lanaer Rosen kränz, aus neunundneunzig Haselnußgroßen Holzkügelchen 'zusammenzereiht.', um ; die .neunundneunzig Eigenschaften . Gottes , daran . herzusagen. Der-Tarakein großer Kamm aus Holzfür das 'lange Haar einzelner Ordensbrüder. Tekieh, ein ganz kur7 er Krückstock, der als Arm- oderKopfstütze beim Schlafen dient, weil- derschiedene Derwische ihr 'müdes 'Haupt nicht auf Kissen legen dürfen. K6schluU die Almosen-Schale. Ein , aus starkem Leder,' Hölz Kokosnuß oder Blech: gefertigtes- Schiffchen, gleich dem Beile häufig mit zierlichen ÄrabeSken und. Inschriften versehen. Es wird an ti:Sr Schnur über die Söulter gehangen. Der D:rwisch. der weder Hau2:sen noch UZi führt, lammest darin die Speisen. Uelche ihm Ogsuoer vsrgeieiqi w?r?:n. Im ejajiui yincn.ico Avenvs oann eine sehr ichh2ltie Sx:Zs'kerte5 verförnfxi..f rfi.-i r t T . th :ert: süß und sauer, ..uud kalt, :oUx flüssig, und IU U&l durch. ejnautjt in cr-otrr vrniaer inni.
gern semenye: dq5 setzte, aver desbald keineswegs unwichtigste Stück der Denoisch-Geräthschaft ist der Kascha5 oder Kratzer. Ein hölzernes, kochlöffelförmiges Instrument mit scharf geerbten Flächen, welches, wie schon sein Name besagt, dazu dient, um den unangenehmen Reiz der zahlreichen Parasiten, jener allezeit treuen Genossen des Derwisch, möglichst wirkjum zu bekämpfen.. Der Kaschak hä::g an einer bestimmten Stelle des lust-lindenden-Gürtels. In Indien ist derselbe eine aus Bein geschnitzte Hand an einem langen Holzstiel. . Alle Derwisch-Orden führen ein rauhes, hartes iind einsames Leben. Sie fristen Dasein von den milden Gaben, die ihnen-von den C!äuigcn freiwillig geboten werden. . Berlangen dürfen sie dergleichen nicht, Betteln ist verboten," wenn aber ein Der Wisch sich an eine belebte Straßenoder Bazar-Ecke stellt und stundenlang unausgl.';etztr Allah. Allah, ich bin hungrig!" ruft, so kommt das ungefähr wohl auf dasselbe hinaus. Es würde uns hier zu weit führen, auf die sonstigen Eigenthümlichkeiten Satzungen, Gebräuche und das Treibm der verschiedenen mohamedanischen .Derwisch-Orden einzugehen. Wir wollen daher nur von zweien derselben einiges Selbstmitangesehene erzählen. Eine staunenerregendeLeistung kann man von gewissen indischen Fakiren ausführen sehen, welche ursprünglich meist in Delhi und Lahore zu Hause sind und von da aus ganz Indien ständig zu durchwandern pflegen. Die Hauptroe unter den interessanten Kunststücken dieser merkwürdigen Menschen spielt jedenfalls das Lebendigbegrabenlassen derselben und waö eigentlich noch mehr besagen roill, ihr lZiederaufstehen aus dem Grabe. Dieser höchst räthselhafte Vorgang ist seit langeher bekannt, von manchem Reisenden gesehen, von Vien angezweifelt or für einfache Täuschung i r .
cuey wolZl ganz uno gar sur ein 'Ularchen erklärt worden. - eranss daher irni großer Freude seinerzeit die Gelegenheit, die sich mir bot, einem derartigen Begräbniß bei5uwohnen. Es war zu BenareS, der ttilmen Ganaes-Stadt. Ein dort ansässiger, reicher, holländischer Kaufmann und Eonsul yatte einen solchen Grabes-Candidaten gefunden, mit ihm ausgehandelt, daß er gegen eine gewisse Anzahl von Rupien drei Wo. chen lang unter der Erde zu verbleiben habe, und emige Freunde zu dem interessanten Bearäbniß eingeladen. Ich selbst wohnte übrigens als stand! ger Gast im Hause des Holländers. Der Fakir stellte sich zur bestimmten Stunde ein. Der bereits recht bejährte Mann, ein nur mit runzeliger Saut Lberzoaenes Skelett, bot eine der allerhäßlichsten Erscheinungen, die 'ich im Leben noch gesehen habe, ingem--lich auch kein Wunder, daß er bei sei-, nem Geschäft" nicht gerade üppig und blühend aussah,' denn er hätte ungesähe die halbe Zeit seines Lebens im Grab: zugebracht. Für den Act der Bestattung ist, zunächst eine längere Vorbereitung erforderliche Der Fakir beginnt zu fasten und schränkt den Gemiß der Speise von Tag zu Tag mehr ein, bis er im Verlaufe von ungefähr drei Wochen endlich auf Null gekommen ist. Dann nimmt er drei Tage lana ie eine aroke Dosts Kastor-Lel und würgt gleichzeitig einen ebenfalls mit diesem Oel getränkten Bc?umwol lenzg .- Streifen hinab. Derselbe an die dreißig Met5r lang, zehn bis zwölf Centimeter breit und an beiden Längsseiten charpieartig ausgezupft. Das Ricinus-Oel thut seine Schuldigkeit und alsbald kommt auch, das Band wieder an's Tageslicht. Dann wird es langsam und bedächtig herausgezogen. Nach dieser fast idealen. konnte man sagen Ncmlgung eines inneren Menschen ist der Fakir o weit vorbereitet, die freiwillige Gastreise in's Reich des chades anzutreten.' Er setzt 'sich auf eineir Stuhl und starrt ' längere Zeit - unv:rwandt nach seiner Nasenspitze, bis er schlaff zurücksinkt. -' Er hat sich' selbst hypnotisirt. ' Seine Gehülfen legen - den scheinbar, leblosen 'Körper auf - eine Matte, offnen dessen Mund und orucken die vorher nach' oben umgestülpte Zunge so ' tief wie möglich in- die Schlundhöhle hinab, die Lustwege des hypnötisirten auf diese' Weise Hermetisch verschließend. Dann" verkleben sie ihm alle sonstigen Körperöffnunzen, wie Nase, Ohren u. s. w. sorgsaltig mit wchem Wachs, verpacken ihn in das übliche Leichentuch und legen ihn in den hölzernen Sarg. Ich habe. Die Leiche vorher sorgfältig untersucht und keinerlei Lebenszeichen daran wahrgenommen. ' Kein Pulsschlag, kein Herzstoß war zu verspüren. Aufgehobene Hautfalten standen" längere Zeit und die Glicdmaßen folgten dem Gesetz der Schwere. Das Grab war bis zu einer Tiefe von sechs Fuß gegraben worden und vir bestatteten darin regelrecht unseren .Todten." Polternd fiel die Erde nieder auf den Sarg' und füllte das Grab des Fakirs ' bis zum Rande. Ueber den Hügel und. ringsum säeten wir, um etwaige fernere Eingriffe, sicher zu erkennen, Gerste, deren Keimt oort im Verlaufe timgtrTage bereits wie ein dichter grüner Pelz au3 dem Boden sprießen. Das Grab befand sich überdies in dem für Fremde durchaus unzugänglichen Gärten -des Holländers, dicht vor unseren Schlafzim? merfenstern gelegen und ward Nachts durch mrhrere Laternen heft beleuchtet. Abwechselnd hielten wir selbst Wach vavor und zumUeberfluß wurden noch iwei bissige Kettenhunde im Gartenfreigelassen. Als die drei Wochen um waren, stellten sich die Kameraden deZ Begrabenen wieder ein und wir gingen nicht geringer Spannung an die Auferstehungsseier. . Das Grab ward
gt öffnet, der Fakir auS dem Sarge
genommen vnd wieder aus ei' Malte gelegt. Nachdem die verschiedenen Wachspfropfen beseitigt und ie Zunge wieder in ihre normale Lage gebracht war, wurde eir. in siedend heißes Wasser getauchtes Handtuch auf des Mannes Kopf gelegt. - Damit lehrte augenblicklich wieder Leben und Lesinnung in den starren Körper zurück, der Fakir öffnete die Augen, reckte und rieb sich die Glieder. Nach'' einer halben Stunde etwa erhob er'sich.'augenscheinlich sehr schwach und . , müde, mit Unterstützung seiner Kameraden, nahm tropfenweise, ein wenig Wasser zu sich und blieb bis zUmAbend stumm und ruhig in einem Lehnstuble neben seinem Grübe sitzen. Hernaa,zog er, von zwei Käme" 'den gestützt, mühselig und schlürfenden Schrittes von danneu. Nach dem langen Fasten dqrf er dann nur wieder sehr allmählig yis!) rung zu sich nehmen, welche vorerst lediglich in Milch und Fleischbrühe' hestehen ' muß; Vom Augenblicke ..der Hypnose an bis 'zum Wiedererwachen in Folge der heißen Compressefehlt' ihm' jedwtdeö , Bewußtsein. ' Die Zeitdauer, welche die Leute V in dieser Weise unter der Erde zu . liegen : ptx mögen, ist nach ihrer Ansicht eine ünbeschränkte ülch könntesich auch sogar über Jahrhunderte erstrecken. .' Hiermit habe ich diesen Vorgang erzählt, wie ich ih seinerzeit- und später auch noch einen zweiten' '9 sehen habe. Eine natürliche. Erkl?rung dafür mag ich ebenso nsnig' zu bieten wie andere Beobachter.die chch bisher damit beschäftigt haben. Wir müssen das Bearäbniß der Fakire 'und deren nachherigesWiedererwachenzum Leben vorläufig alo wohl einfach zu jenen bekannten Räthseln legen. für deren Lösuna unsere Schulweisheit eben noch unzureich-eno.'ist.- ' f Nicht minder interessant waren meine Erlebnisse beim Orden der Rusai,. mit dessen Großmeister zu Babylon ich seinerzeit befreundet war. Als Stifter dieses Ordens gilt der islamitische Heilige Seid Ahmed-Rufai, zuAnfang des zwölften Jahrhunderts. Jlzren eigentlichen Ursprung aber führen die Rufaiten auf die mystische Persönlichkeit eines Bava-Reten zurück, welcher fünfhundert Jahre, vor ms evenlo lanae nach dem Propheten Mob'ämed in Indien gelebt haöen soll. : ' y Ich hatte zu Suleimanieh, cm' der babylonisch-persischen Grenze, einmal Geleaenbeit. mit dem erwähnten OrdenZmeister, der gleichfalls den Namen , Kiin.: rvr. ' ".C" tl 1 oes sliiiers elo ymr uyr,.- ge- .. r c . 'i . 9 raoe zur Heu eines oori',eiiens iozi kurdisch-versischen Ordensbrüder ; be sonders feierlich begangenenreligiLse:r Festes zusammenzutreffen.' Är.Folge seiner! Einladüna konnte ich lsarän theilnehmen, was sonst - für Ungläür v ..rvi.ijf . !.. vige.ein Ziemilcy geayrttazes uniernehmen' wäre.' ; ; -1 ! '. ' ! ,Es war Nachts. SchaupUltz der Mer der düstere Hofraum einet persischenurgruine'in 'der Näh der Stadt. Die ftzrchterttch schwule Zt der mesovotamischen - - Sommernacht lag schier erdrückend über dem alten Gemäuer. Etwa tausend Kurden hat- ' ten sich allda eingesunden und rnee gionen der Schlangen, Eulen? Und Skorpione, die sonst allein inneryald der verfallenden Trümmer hausten. aus ihrer Ruhe aufgescheucht.' Das Gethler kroch allenthalben m t wenig anheimelnder Geschäftigkeit an den Wänden :rum. Die frommen Göste ' e r v v-r. rr v .C tteizen ia) im reise am zooen niecr. Inmitten desselben brannten ' einige mächtige Schelterhausen aumaylig zur Gluth zusammen und beleuchteten flackernd das phantastische Rundbild der andachtsvoll in tiefem Schweigen versunkenen Menschen, schöne, wild sanatische Kurdengestalten, in. ihrer malerischen Tracht und bis an die Zähne in Waffen starrend. Ich saß neben meinem Freund, Seid-Ahmed, am Ehrenplatz, einem in der ersten Reihe auf der Erde ausgebreiteten Teppich. Ein langes monotones Gebet er'öffnete die Feier, zeitweilig dh den schluchzenden . Ausruf: Ja. -Ahmed-Rufai!" von verschiedenen Selten auS derFinsterniß her unterbrochen. Dann traten einige jüngere Ordensbrüder in den Kreis, warfen ihre Oberkleider ab, zogen ihre Hanvschars, fojige, gekrümmte Kurdendolche, aus denScbeis den und begannen ein aufregendes Exercitium. Mit scheinbarer Berserkerwuth stechen' und schlagendste nach ihrem eigenen Leibe. Man sieht zuweilen die halbe .Dolchklinge 'in ihrem Unterleib oder im Auge verschwinden man hört dazu daö scharftj eigen, thümliche . Zischen . des die' Weichtheile durchdringenden Eisenö und blutüberströmt knieen sie endlich vor "Seid-Äh med nieder, der die Handel segnend über sie erhebt und dann mst seinem Speichel ihre Wunden" befeuchtet,' der dieselben angeblich bis zum nächsten Morgen vollkommen heilen soll. Dann treten wieder Andere vor, um daz grausame Spiel von Neuem zu begin nen. ' - ' Als nüchterner Beobachter konnte ich nicht im Zweifel darüber' sein, daß die Procedur nur eine sehr- geschickte Mache war und die recht . oberfläch lichen Verletzungen nur dazu dienten, die Sachr etwas. schauerlicher' zu ' ge stalten. . Dabei, sind diese Kurden dolchy ziemlich stumpf und daS ganze schreckenerreende .Voneniviei b, 'r, Fehlt Cnd Lebenskraft tu tr;t& ei nem Theil nirrt Vzstnl, eda rS euer Krr veniystnn zerrüttet durch unveise Leben 5t over irgend welch Nriak s , ?hnlt ir tixt Mtltt mit und ich vill euch cimtxtiUa real m am Triften dalf, da ich ' auS HUfe etdsendig batte.' Zerner sende ich euch frei da Lee rt eis eiüfkche au:rittZ, mied rettete. . , ; VersSiett rchit aus nctg!, ilx lit tbun !o2t CttUt unter chchw eis Vrtewsrre s2r .U2ck.-t xaZZizx CUUx. a D, nc, 7C4, ZzXzz .C -
rotbigen Uekung und Gefchicklichkeit weiter eben nicht sanderlich gefahrvoll. S?äter'einmal oat it Seid-Abmed. in meinem Hause zu Bagdad, am hellen Tooe, mir eine Sonde:vorkelluna zu aerrähren. wozu it sich gern bereit erklärte. Da unö kein Händschar zu Gebote stand, reichte ich ihm ein großes Amputationsmesser, nadelspitz und haarscharf geschliffen. Er nah., besah es und lächelte. Und ,' was dann kam. war einfach großartig und bcwundernswerth. Mein Burfche, ein türkischer Unterofsicier, der jonst keine Memme war und mit der Flinte in der Hand im Kampf recht löblich seinen Mann zu stellen pflegte, schlug nach einigen Augenblicken ohnmächtig auf den .. Marmorboden hin. Geradez verblüfft, aber doch wieder "mit Entzücken, sah ich den Mann vor mir, wie er es mit dem gefährlichenMesser trieb, obwohl ich viele derartige Productionen in Indien und Japan vorher bereits gesehen hatte. Seid-Ahmed stand in der Mitte der. hohen Halle, sein ideal-schönes, sonst bleiches Angesicht war von der Erregung geröthet, aus den großen, dunkelblauen Augen sprühten Flammenblitze, das lange, blonde Seidenhaar flatterte aufgelöst gleich einem Mantel über den entblößten Schultern hernieder, und dabei saugte und blitzte, die blanke Klinge, verschwand zischend im Leibe oder im Auge des Mannes, oder schien we nigstcns darin zu versck-ind:n. Die Technik aber war einfaaz packend und verblüffend. Daß die Sache möglichst blutlos erledigt werde, hatte ich mir vorher ausbedungen. Nachdem es vorüber war, ließ ich eine alte. Flasche Tokayer, bis dahin wie eine Reliquie gehütet, aus. dem Keller holen. : Wir leerten sie miteinander bis zur Neige, nachdem alle unberufenen Zeugen entfernt und die Pforten des Hauseö geschlössen waren, denn der Wein ist ein gar sündhaft Getränk, der gewöhnliche Moslim darf ihn nicht trinken,, und solch erhabener Scheck, der bei den Gläubigen im Gerüche der Heiligkeit steht erst recht nicht, luuüus Yult decipi, im Morgen- wie im Abendlande... . ' Doch kehren wir wieder nach Sulei manieh, in den chloßhof der alten Perserburg zurück, denn daö Schauspl'.l. ist dort noch nicht zu Ende. , Nachdem alle Messerhelden" zur höheren Ehre Allahs ' ihr? blutige Psiicht gethan und mit dem heilbrin gcnden Speichel Seid-Ahmeds deren Wunden gesalbt waren,' kam ein and: res Bild an die Reihe. Vorher bereits war von den Ordensdienern ' eine Anzahl Satsch" hcrbeigebracht worden. .'Dies ist eine runde, etwa sechzig bis siebenzig Een timeter im Durchmesser hattende, et nxis bauchige Platte aus starkem Eiscnblechvon der Form eines Taschen uhr-Glases, natürlich eben in ser bedeutend vergrößertem Maßstabe. Diese Platten dienen im Orient, Iesonders'.in der Wüste, wo kein Backofen zur VersugunS steht, zum Backen der flachen Weizenbrotfladen.' Einige Satsch waren mit den glühenden Kohlen gefüllt worden, so daß das ganze
Eisen 'selbst davon alsbald in' dtothgluth genely. ..Daraus hatte managewartet... Mit dem Rufe: Ja AhmedL!ufail stürzten-'eimge. Derwische da rauf los, zeder packte, yerzhast eine glu h'ende Eisenplatte an den rothen Rändni'män Hort ' ein lautes Aufzischen, wie wenn Wasser mit Feuer sich menget.!"Und dann werden diese un heimischen Schüsseln mit der darüber kegelförmig hoch aufgehäuften, ringsumhin .sengenden Gluth ruhig üoer eir dutzendmal im Kreise herumgetragm. Ich winkte einen dieser JungUnge ' mit dem Feuerofen an mich heran, 'Um mir seinbar die Cigarre daran - in Arand zu setzen, eigentlich jedoch in der Absicht, womöglich ir gend einen faulen Zauber" LN der Sache zu entdecken. Es war erfolg los; ich konnte nichts Unrechtes wahrnehmen und auch die ausströmende Hitze nicht ertragen. Meine Hand, die ich danach au? gestreckt hatte, war im Nu mit Brandwunden bedeckt. Vorher allerdings, unmittelbar ehe die Derwische die . Platten aufgenommen, wuschen sie sich, um dem heiligen Feuer" mit .reinen Händen zu nähen, dieselben in einem bereitstehendenWassergesäß, ohne sie nachher abzutrocknen.. Irgendwo hörte ich einmal von einem anderen Beobachter die Mei-nüng-äussprechen,' daß durch diese nassen Hände eine theilweise Abkühlung der ergriffenen Stele an dem glühenden Satsch-Rande bewirkt, und auf diese Weise daS sonst Unerklärliche Bravour-Stück ermöglicht werde. DaS Verhältniß scheint mir 'indeß bei weitem unzureichend, ich selbst. möchte e jedenfalls . nach . jener kleinen Probe nicht mehr versuchen, und wenn ich mir vorher, die Hände auch, noch so auSgiebig gewaschen- hätte.' ' Nachdem die Gluthplatten eine geraume Weile unter dem Allah! Allah! rufenden Auditorium herumgetragen worden waren, erschien es unö fast als eine angenehme Abwechslung, daß sie nunmehr einigen Kurden auf die glattrasirten Schädel - geset wurden, worauf sie. dieselben, längere Zeit mit sichtlich gottergebenem' Behagen balanzirten. ' ' 7 . . ' Dann folgte wieder ein Schlußgeöet und, die Feier war zu Ende. Ich ließ mir die. Hände und Köpfe der betrefsenden Derwische zeigen, doch keinÄlei Brandspuren waren daran zu sehen. Kopfschüttelnd und zeitweilig Ja Ah-med-Rufai" murmelnd, ging ich nach. Hause. ' : ' ' 5ende?We?kNatt. Meister: Haste nich jehört, det ick jerade jenießt w ä w m c - - avev Warum sagste denn mch Wohl. ,ein-? Jobrian! (Meister muß röie er nteken.) LebrUna: . Woblsein. Jrobian! -
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