Indiana Tribüne, Volume 20, Number 94, Indianapolis, Marion County, 20 December 1896 — Page 10
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Trlchciul Täglich nr oraaat Die tägliche .Tribüne- rostet durch den Xtflaet I Centl per Woche, die SonnragS.Trtbüne'? TentI per Woche Oeide lufacnne IS Senr ke 63 Cent pti ttoxai. Per PcK öerhalb tu td. geschickt U rauSbe,ahlnz Z Y .?ahr. SsNr,, 5L Cüfc laams a&f iaapoliö, 3nd.. 20 Dezember'96 Hlttlsmd Sikvergnkdeu". rzähuno con Ma v. Msißto".. Tausend Silbergulden Belohnung demjenigen, welcher im Stande ist. von Ugo Cuinaldi Mittheilung zu geben, die seine Verhaftung ermäglicki Solche Plakate waren an den Straßenecken der Stadt und auf benrßnnbc beim Geuchtsgebaude und bei den Wirthshäusern angebracht; in schlechtem Holzschnitt sah man auch daneben das Aildniß des von der BehördeVerfolgten und konnte sich die Thatsache r.ich. leicht verhehlen, daß es ein schö-z-.er, interessanter Mann ei. Zur Zeit der revolutionären Bewegungen im Lombardischen war es. wo Ugo Guinaldi eine bedeutsame d.olle gespielt hatte; man behauptete, er allein sei es gewesen, welcher das Volk zgen die Negierung, gegen das Jlap: tal, gegen die Besitzenden aufgewiegelt, cr wurde als Landesverräther betrachtet und war als solcher dcm Galgen verfallen. Tausend Silbergulden hatte man ausgeschrieben, um sich seiner zu versichern; cr war, so glaubte man wenigstcns, in einem der letzten SchÄrmützel zwischen dem Militär und den Insurgenten verwundet worden, es hieß, daß er in der Nähe von Vakason irgendwo verborgen sei. und an dem epheuumrankten Schloßportal, welches zu der Besitzung der Grafen . von San Vito gehörte, sowie an der Wirthshauspforte waren' die odenerwähnten Plakate mit fetten Lettern anaeschlaaen. Die Dorfbewohner standen umher und lasen diese Plakate, besonders jene hatten es ehr wichtig, die, auf dem L:!nuvege vom Markt begriffen, mit offenem Munde zu den buntfarbigen &M:lr. emporblicken, welche sie, des .Lesens ur.türidig, doch nicht so recht entziffern konnten. Sie mußten sich damit begnügen, den Holzschnitt anzusehen, bis irgend jemand sich ihrer erbarmte und ihnen den Tezt dazu vorlas. Dann schwirrten natürlich die derschiedensten Bemerkungen über den In halt des öffentlichen Anschlages durch die Luft; vorherrschend war die Ansicht, daß die Summe eine recht namhafte sei und der Mann zu beneiden wäre, welcher sich dieselbe zu verdienen wüßte. Würde Dir oor keine Mühe kosten. Onorina, Deinen Zins zu bezahlen, wenn Tu jenes Burschen habhaft werden könntest!" sprach ein altes Marktweiö zu einem ernsten tädchen, daZ in ihrer Nähe stand. Ja. gut thäte es mir schon,' aber ich möchte mir das Geld doch nicht verdienen, möchte einen Mann nicht zu Tove hetzen, der muthig seine Ueberzeugung vertritt; er hat kein Verbrechen begangen, und ich will lieber arm bleiben, als einem Mitmenschen zum &iirr:i verhelfen!" Ja. ja. schöne Worte das Du brauchst auch kein Geld. weilDem Vetter Tonio Dich heirathet!" lachte das alte Weib, und die Umstebenden hch ten mit. während das ernste Mädchen sich mit thränenfeuchtem Blck abwandte. Langsam schritt Onorina dahin; nach einer Weile fubr sie sich mit dem Taschentuch über dieAugen; denn wenn it nach Hause kam. sollte ja die Mutter die Thränen nicht sehen. Als sie ein Stück Weges gegangen, öffnete sie eine weiße Gartenpforte und schritt über einen bekmten Weg einem aierlichen Hause zu. Es stand am Eingange des Dorfes und hatte ' an "der einen Seite ein paar bescheidene Wirthschaftsgebäude, welche offenbar dazu gehörten was aber in der Wirtbschaft acleistet werden mußte, däö ruhte jetzt alles aufOnormas jungen Armen; denn die Tage des Wohlstandes hatt aufgehört zu sein, seit der Jäter gestarben, und das arme Mädchen batte genug zu thun, wenn es die Kuh'fütterte. den Garten nach besten Kräften pflegte und die kranke Mutter wartete, so czut es eben gehen wollte. Traurig dachte Onorina über all das nach und fragte sich besorgt, wo sie das Geld für die nächste halbjährige Miethe werde hernehmen sollen; zu Michaeli sollte dieselbe bezahlt werden. Plötzlich zuckte' sie zusammen, denn es war ihr. als habe sie im Buschwerke, knavp neben ihr-vernehmlich seufzen gekört den Athem einha!!er.d, horch. ' te sie ja. da war eö wieder, dasselbe Geräusch.daS mehr einemStöhnen wie 'einem Seufzen glich. Onorina galt als das muihigste'Mädchen, im Dorfe, weil sie im Dunkeln ellmr nach dem Kirchhofe ging, aber trotz ihres Rufes blieb sie mit ängstliche: Scheu stehen und horchte. Die onne war schon vor einer Stunde untergegangen, tiefe Stille, herrschte umher; so viel aber stand fest, d2ß sie nicht ins auö zurückkehren durfte, bis sie nicht wisse, wober dieses Seufzen und Stöhnen herüoerklinge. Und so raffte sie denn ihren ganzen Mutb auf, iog die Kveice auseinander und sah in das üppige Buschwerk hinein. Zu ihrer Erleichterung' bemerkte sie, daß nur ein ewzelner Mann da kauere, offenbar einOeruzundet:?. tem!
trua O'.n emcn Arm Ui der Schünde: ,
ein weißes Tuch, an vem i:cy nur flfcfeu w$t: . tai um seinen Kopf gc wicke!:; niit den Äiwen eines ffebevten Wildes blickte er auf vaju.ige Mädchpn. unh dieses zuckte einen Moincnl änttstliü zusammen, vann aber truq fcs Erbarmen über die Silflostfifeii " - . . . . . inn -er (Vf tt M.NN !!?::: .61 mumam aus dcmEN:nbogcn empor und sprach leise: . Tritt näher, in die Büsche, sonst , sieht man von der Straße aus. van u mit mir sprichst!" .Und was liegt da weiter dan? fragt: O.c.'ina zchselzuckend. Der Mann lachte leite, Dann vf.. .i'. " . Im!.S rrtirf ! A.2diCtß Dn iCirt il?n' vWU wuv " hängen daö ist alles; vielleicht willst Du'6 den Leuten sagen unv oie iausend Sttvergutven veroienen; mi ii nicht viel weiter daran gelegen; ich war irregeleitet, mein Leben ist ein verfehltes! Nur, um aller yelttgen romm, gieb mir erst einen Trunk Wasser!" Die Erwähnung der tausend S?!bergulden ließ daS junge Mädchen sofort an jenes Plakat denken, aber sie fagte nichts, sondern lief in das HauZ und kehrte gleich darauf mit einer Milchkanne zurück. Ihre Mutter lag zu Bett und zwar oben in der Mansardenstub:, und so brauchte sie Niemand Nede und Antwort zu stehen. Nachdem der Mann die Milchkanne a:'. die Lippen geführt und dieselbe fast auf einen Zug geleert hatte, sprach Onorma ruhig: 75b 36'Uao urnalbi, b aus srrs. .fkr. KJ. i L ?1?J" u K lu i Wer sagt Dir das?" ' Eine innere Stimme; aber Ihr habt von mir nichts zu fürchten, ich hlS IC fcib , . . . 1 werde Euch nicht anzeigen; Ihr hierher gekommen?" Der Mann schwieg stm, ohne seme Identität ?u leuonen oder zuzuaeste- 1
l o w r- r Zustande rette Ortonna ihm tage tan des.ManneZ be.i fcit8 runb' als der wilde, angstzu lhm niederbeugend, fragte s... ftn(T' Ausdruck seiner äüce ci-
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hen.undOnorina fragte ihn zum zvei- Z Onorina und Ugo Guinaldi fanden, t mein möglichstes! Eine.n Kuh für meiten Male; jetzt erst antwortete er: j daß die Tage'sehr rasch vergingen, der ! nen guten' Willen, ' Onorina! ,Wer
Ich habe mich im Walde von.San Bito versteckt, aber dort bin ich auch nicht mehr sicher, denn ein paar Kinder ' i 1 ' . ' sahen mich und zeigten mich an; nun wird überall aefabndet nack, mir. eute Nachmittag habe ich mich über die Fel-, der hierher geschlichen, aber es gebrach an Kraft, weiter zu kommen er-, . ' . I schöpft sank Ich hier zusammen und sagte mir. ich wolle bleiben und war-! . ... . t:n, ob der Zufall mir ermögliche, daß ich einen Tr::nk bekomme. Schon wolli . jr. i r t z' r . . t t. ie icy naco oem ijauz geyen uno an die Barmherzigkeit der Menschen avpelliren, welche dort wohnen; plötzlich aber erfaßte mich wieder die Angst, und ich verbarg mich hier im Buschwerk." Ein Glück, daß Ihr es geihan! Ein Glück daß Ihr nicht angepocht, rief Onodina, denn Mutter hätteEuch ganz gewiß ausgeliefert! Sie ist sehr erbittert gegen die Insurgenten! Ihr über seid krank und bedurft der PfleV" Das Mitleid. ba3 aus ihren Augen sprach, brachte einen feuchten Schimmer in die seinen. Du thi'st besser daran. Kind, wenn Du mich meinem Schicksal überlässest und Dir das Geld verdienst. Ich sab das Plakat, als ich über die Felder flüchtete, an einer Gartenmauer an?ebracht Das Mädchen schüttelte verneinend den Kopf. Um den Preis eines Menschenleb:nz will ich mir kein Geld verdienen, aber hier dürft Ibr nicht verweilen. Wird Euch das Gehen beschwerlich?" Ugo lächelte- melancholisch. Ein wenig, ja. Ick fühle, daß ich dem Ende nahe bin. Ueberdies wüßte ich auch nicht, wohin ich gehen sollte!" Ich woll'.c, tf) Qav.it Euch inZ Haus bringen zu uns aber Mutter würde den Nachbarn bald alles offenbaren!" Ich danke Dir!" sprach der.Bermundete; es that ihm so wohl, nachdem er eine Woche lang es gemieden hatte, Menschen zu sehen, und von ihnen gehetzt worden war, als sei er ein selte nes Wild, nun plötzlich dem Ausdruck des Mitleids und des Erbarmens in einem Paar menschlicher Augen zu b:gegnen. Laß mich ruhig hier liegen, ich werde mich vielleicht erholen, der Trunk hat mir sehr wohl gethan, und beim Morgengrauen mache ich mich dann wieder auf den Weg." ' Nein, hier bleiben dürft Ihr nicht! Ihr habt jetzt schon Fieber, und wenn Ihr die ganze Nacht da außen liegt, ist das E?:r sicherer Tod." Ich bin daran gewöhnt sprach Uao Guinaldi mit so wehmüthigem Lächeln, daß das Herz des jügen Mädchens dadurch auf das Schmerzlichste berührt wurde. Ibr sollt auf dem alten Heuboden über dem Stall eine Unterkunft finden, wenn Ihr dort binaufklettern könnt." sprach sie plötzlich. Kommt, ich will Euch behilflich sein!" Onorina lief noch einmal -zu der Gartenpforte zurück, um sich zu überzeugen, daß Niemand des Weges daher komme, dann ihn halb in ihren starken Armen emporhebend, half sie dem Mann das kleine Stück Weges zurückzulegen. Jhr finde! genug Stroh oben, um darauf liegen zu können, wenn Ihr nur im Stande seid, über die Leiter hinaufzuklettern," sprach sie, und eilte dann in das Haus voran, um Wasser zum Waschen seiner Wunden zu holen. Ugo Guinaldi's Augen folgten jeder Bewegung des Mädchens, als ob sie ein Engel gewesen wäre. Als das häßliche Tuch von seiner Stirne entfern! war, daS trockene Blut von den Schlä fen gewaschen, da konnteOnorina nicht
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m,.. f.fcr,i-. jmt)tn ihrem Patenten mit UllLu Interei)e m die Äuzcn ?i ttneri; renn trotz der abscheulichen Wunde, die xqn entstellte, war Uge Guinalw dow einsck'oner, junger Mann mit lrausem, schwarzem Haar und fiimt gebogenen. üppigen Augenvrav'N. vin rem weio-, IZchem Miilei mit inen; hilflosen nein Lächeln der Dankbarkeit Platz ge macht, begriff das Mädchen, darj jetzt, wo sie diesen Mann psl.n und v?rbergen könne, ihr das Leben mit eir.em Mol: inbaltwolle? erscheine, als es ibr um eine Stunde früher voroetommen. Nach einer Weile, nachdem sie ihren Schützling sorgsam auf dcm Str:h gebettet, kebrte Onorina zu ihrer Mutter zurück und entschuldigte sich wegen rer spaten Heimtebr. die alte Frau aber wunderte sich, wie leichtfüßig Onorina heute ihrer häuslichen Arbeit nachkomme. Kind. Du siehst ja glücklicher aus. als es sechs Monate lang der' Fall geWesen. Gewinnst Du Deinen Better Tonio lieber? Er ist ein ehrlicher, gujer, großmüthiger Bursche, verspricht auch, meine Schulden zu bezahlen, wenn Du nur erst verheirgchet bist! Jammerschade, daß er Deinem Herzen ... ri.fcA ! 5r i n TCL . Wenn der alten rau daran gelegen SSS; K !? .! ..if. lmze können als so. Bei der ersten Nennung des Namens ihres V'rloöleq ,r rrnntin telih tttst und hteä. Onorina wieder ernst und hleich ,r.n - der gle che Ausdruck der " ?ru er , .iiuuct iiui ui uit -- .vselben gekennzeichnet hatte, als sie noch . im. Dorfe das Plakat lesen. Und
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yic -auovmv. uiuy uuu, mu i.nnnrinrt rrnibett nn di SSnntt ten Abend, als ihre Mujte? schon,' 9 schlief und sie durch den Hof nach dem kurzem.
Heuboden zuschritt, eine Schüssel mit ' Milch und Brot für ihren Patienten in . Kns m ..wvjv.w cann eryozie w zueyenos oei orr Pflege des Mädchens; mit allerlei Hausmitteln hatte sie seine Wunden f 1 C . 1 f Y . 1 Ort veriorgi, ui'.o oieioen yenien. cicmand beachtete die häusigen Gängk Onorinas nach dem Heuboden, und ihr Kommen war stets der einzige Licht, strahl in Ugo Guinaldis trübem Dar . -r t ' 1, juroeuen yumpeiie oic rranre Mutter des Mädchens auf eine oder . . . . ? 1 W ' f. c zwei Stunden in den Hos hinab und hinderte so emen Besuch auf dem Heuboden. Einmal sogar fügte es sich, daß sie die Tochter. mit einer leeren Schüssel in der Hand den Hof schreiten sah, ab:: das Mädchen hatte rasch eine Erklärung zur Hand. Ge fährlicher gestaltete sich die Situation, als Tonio eines Tages seine Braut be suchte und ihr in den Stall folgte, che sie es bemerkte; von da an war Onorina doppelt vorsichtig und ging nie nach dem Heuboden, ohne sich vorher genau umzusehen und sich zu überzeugen, ob die Mutter schlafe. Die Sorge für ihren Kranken würde bald das interessanteste Ereigniß ihres Lebens. Es gab aber auch noch andere Dinge. welche das Mädchen ernstlich belllmmcrtcn, so daS Herannahen deZ Zinstermins; seit einem Jahre schon war man denZinö schuld!?, und, wenn man diesmal nicht bezahlen konnte, hatte der Hausherr hoch uno theuer geschworen, daß Onorina und ihre Mut ter auch nicht einen Tag länger im Hause verweilen sollten. Die arme Onorina wßte ganz gut, daß das erforderliche Geld sich nicht auftreiben lasse, wenn sie nicht Tonio heirate, der versprochen hatte, als Morgengabe für seine Braut diese Schuld zu bezahlen. Selbst bevor sie' Ugo Guinaldi kennen gelernt, hatte Onorina eine Heirath mit ihrem rohen Vetter verabscheut jetzt dünkte es sie geradezu unmöglich sich mit diesem Gedanken vertraut zu machen. Und doch wußte sie, daß. wenn sie sich nicht opfere, der Meierhof verkauft und ihre alte Mutter heimathlos auf die Straße hinausaeworfen werden würde. Nur die kindliche Liede tur diese Mutter war es a, welche das Mädchen dazu veranlaßt hatte, die Einwilligung zu dieser Heirath zu geben; sie wußte, daß es das Herz der alten Frau brechen werde, wenn sie gezwunaen werden sollte, das Heim' zu verlassen, in demsie von Jugend auf geweilt. Je näher der Michaelitcrmin heranrückte, desto mehr zeigte sich in Onorina's Zügen tiefe Betrübniß und Er,egung. Üo Guinaldi, der yon Tag zu Tag kräftiger wurde, bemerkte dieselbe auch; aber eö währte lange, bis er das Mädchen dazu brachte, ihm die Ursache ihrer Blässe und ihre5 verstörten Aussehen s zu verrathen. Als sie ihm endlich all ihre Sorge offenbarte, lauschte er ibren Worten mit ungethciltem Interesse. Du darfst jenen Mann nicht heirathen!" sprach er bestimmt das war aber auch alles! Onorina hatte von ihm mehr Theilnahme erwartet, sie fühlte, sich ein wenig verletzt, als Ugo Guinaldi aber das nächste Mal ihren Besuch empfing, kehrte er wieder auf das Thema zurück, und es machte den Eindruck,' daß er ernstlich über dasselbe nachgedacht haben müsse, seit sie zuletzt dagewesen. Würden fünfhundert Silbergulden genügen, um eure Schulden zu bezahlen, und Dich davor retten, Deinen Lciter heiratben zu müssen?" fragte er DaS Mädchen schlug die Hände zu sammen. Fünfhundert Gulden mein Gott, damit könnten wir uns ja auch eine zweite Kuh kaufen und' wären davor gesichert, nicht so bald wieder in Verlegenhelt zu gerathen; wo aber sollte ich fünfhundert Gulden hernehmen??
. - ... .. r.iT.fi lairv. mi in San Onofrio habe ich einen Freund, der, wenn mich nicht alles täuscht, Dir daZGeld geben wird, wenn ich ihm einen Lrief schreibe, ihn darum zu bitten!" Ihr sagiet aber. Ihr kästet keine Freunde in der Umgegend!" rief Onorina, die Augen weit aufreißend bei dem bloßen Gedanken an die Möglichkcit. daß ihr ein so namhafter Betrag geboten werden könne. Es klana wic cinMärchen. und athemlos hörte sie zu, wie Ugo Guinaldi fortfuhr: ..Mein Freund würde mir zurFlucht lucht behilflich sein, aber ich denke, das Geld weigert er mn nicht. Kannst Du mir Feder, Tinte und Papier verschafscn. damit ich diesen Brief schreibe?" Onorina selbst benöthigt: niemals Feder und Tinte, das Schreibmaterial mußte Alles auö dem Dorfladm , v - i ' ' ' r ! herbeigeschafft werden, und Uoo Guic '.. ' . i rrr raici verwanoie iincn ganzen Acorgen dazu, um den Brief so. wie er ibm richtig dünlte. zu schreiben. Am Nach, mittag gab er ihn seiner treuen Pflegerin. , - Bringe diesen Brief dem Cavaliere Giovani Galli in San Onofrio und sage ibm, daß Du auf das Gesi warten wollest Dem Cavalien Glovan: Galli dem Gerichtsrath? Wird das aber no w Mi n pf. Klnd- Dn wuchst ihm nicht zu sagen, woher Du diesen Brief hast, ' ?rw"tn .s-c.j, .; m.JJ Ä,!?, Ä beDir denselben Im Qalde von Aal, L''? - bnÄ n . f?k ;T . Z; I 51? ÄÄ ' i-e mit verlegenem Lachen. nrc. j-fc rtT-,,C. Vflfe 1 SS"n ff w . f J.WMVV. VUQ W WVV. wiß sein kannst, jedenfalls that, ich . ri ' t" weiß, ob ich hier bin, bis Du zurucZ kehrst!" Die Erinnerung an die stete Gefahr, in welcher der Verfehmte schwebte, rührte sie, und sie bot keinen Widerstand, als er seinen gesunden Arm um ihre Schulter schlang und sie innig auf den Mund küßte. . Leb wohl, mein Kind!" Leb wohl. Ugo!" In Onorinas Augen standen Thränen, ohne daß sie gewußt hatte, weshalb, als sie von d?m düstern Heuboden herabstieg in den hellen Sonnenschein des Hofes. Ihrer Mutter'gegenüber fand sie eine Entschuldigung für ihren Ausgang und zog ihr bestes Sonntagskleid an, als sie sich auf. den. Weg machte nach San Onofrio. Dorf angelangt, ging sie geraden Weges aus das schöne.siattliche Haus zn. in welchem der Gerichtsroth '..7lli hrAt.) (Bit gab den Brief co und wurde in ein elegantes Gemach geführt, in dcm man ihr Wein und Fleisch vräsentirte. Onorina aber war zu schüchtern, um etwas zu sich zu nehmen. obgleich der. heiße, staubige Weg sie müde gemacht und sie lange iu dem stillen Zimmer warten mußte. Gegen Abend erst trat der Cavaliere Galli, ein dicker Mann mit rothem Gesicht, in das Gemach. Ihre Mittheilungen sind richtig befunden worden, wollen Sie dasGeld gleich mit sich nebmen?" Wenn ich bitten darf!" antwortete Onorina knicksend, öbschon sie nicht wußte, von welchen Mittheilungen er ihr spracy. Der Gerichtsrath legte eine Nolle Gelostücke vor sie auf den Tisch. ie thun leszer daran, nachzuzählen, um sich zu überzeugen, ob dieSache in Richtizkrü ist!"-sprach er. aber das arme Kind wac viel zu nervös und zu besorgt, zurückzukeyren und' dem Manne zu danken, durch den ihr si unverhoffter Reichthum wurde, als daß sie sich Zeit genommen hätte, das üeio zu zahlen. Sie steckte es hastia , ein und wandte sich nach einem erneuren nias oer vure zu. Geben Sie Acht, das Geld nicht zu verlieren!" rief ihr der Cavalier nach. Onorina war es, als fchwebe sie im Traume dahin. Der arme, verwundete FlüchtNng. den sie gevflegt und genährt, war ihr plötzlich zum Feenprinz geworden, und bastig eilte, sie bcimwärts. nur darauf bedacht, ihrem Wohlthäter zu danken. Als sie endlich 'das Häuschen erreichten welchem ihre Mutter wohnte, klettert: sie hastig vor allem auf' den Heuboden. ' Uoo!" flüsterte sie leise ab?r keine Antwort erfolgte, und als ihre Augen sich an die Finsterniß gewöhnten. sah sie. daß der Loden leer war. Besorgt klet-erte sie wieder binab.'da oemerile it unten aus der letzten Stuf der Leiter Blutspuren. Zitternd lief in's Saus und begcgnete ihrer Multer auf der Schnelle ' ' oer nukieniyure. O. Du hast ein aroßartiaes Erei niß versäumt denke Dir nur, Ugo "wli. der Landesvr?"''? :wa? r r . r Vv aus un,erm .euvooen verueai: aum zwei Stunden, nachdem Du fortgegangen. kamen die Gerichtsleute und suchien ihn." ' - Und haben .sie: ihn verhaftet?" fragte Onorina leise. Nicht lebend er riß einem der Polizeisoldaten das Gewehr aus der Hanv und hat sich selbst erschossen doch, was ist Dir, Mädchen?" . y Als Onorina am Abende, von einem plötzlichen Gedanken erfaßt, das Geld zählte, welches Ugo Gumaldiö .Freund" ihr gegeben, fand sie, daß eö nicht fünfhundert, sondern tausend l Silbergulden seien.
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J&& ist unzweifelhaft wabr daß durch ein vernacdlässiate Magenleiden Nikiöfität, degleitet von Äopsschmeen entsteht, eine weitere Vernaalläsnaung erzeugtLeöerkeidenund schließlich wird ras Blut in Mitleidenschaft gezogen .' . . Jeder weiß oder sollte es visseu, daß Dr. August 'koenig's ttamburer Troprfen ein unfehlbares Mittel gegcn obige Lcide ist.
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