Indiana Tribüne, Volume 20, Number 87, Indianapolis, Marion County, 13 December 1896 — Page 10

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Zndiana Lrwüne.

" Erscheint Taglich und Sonntag. Die taliche .Tribüne- koftet durch den lrlg 1 (XenU per Woche, dle onntag.rrbüeI Eetk per Woche, eide lusacrme 15 ent tt Gent J der at. Per Poft nßerhalS dn ?tdt zugeschiSt U VorauSbe,ilunz V i '.lhr. vsfte,, 18 Cü lavama StraKe. Jndicmapolib, Ind., 13 Dezember '96 Schulmelsiers Keiraty. Nach dem Schwedischen deö Henrik Wraner. Wir haben jeder wohl mindestens einmal in unserem Leben Thränen vec. aoffen über einen Roman, dessen Helbin bon einem herzlosen Vater oder Vormund gezwungen wurde, mit dem Tode im Herzen- ihr verzweifeltes Ja zu hauchen! Dann haben wir unsere Thräne in einem Augenwinkel zer drückt" bei dem Gedanken an das arme wehrlose Weib, denn sie gehört ja dem sckwacken Gesckleckt- an. Aber der TfaU ist durchaus nicht so selten, daß einer von uns Herren der Schöpfung den bitteren Kelch desselben Leidens leeren muk. Eines Abends vor Jahren saß ich mit meinem freunde, dem alten Schulmeiste?, in der Laube bei einem Glase Punsch, und lch hatte ihm gerade von meinerHoffnung gesprochen, in nicht zu langer Zeit die blauäugige Pfarrers radier als Braut beimZiufübren. da rief mein 5?reund: Du willst heirathen? Das verstehe ich nicht. Du der Bucher schreiben uno ohne ein Weib sein gutes Brod haben kann bis an's Lebensende. Lieutenants und 2ldere solche Leute, die müssen ein Weib nehmen, um versorgt zu sem. Ach schwatze doch nicht, Schulmei ster! Du warst ja selbst verheirathet.' Ich, ja. Aber siehst Du, ich bin all' mem Lebtag ein dummes Vieh gewe sen. Uebrigens war es auch nicht meine Schuld, daß ich mich verheirathete. Ich kämpfte daaeaen wie ein Kalb, das ab gestochen werden soll. Du glotzest mich an? Ja, ja na, ich werd's Dir er-zählen!-Bis zu meinem achtzehnten Jahre War ich Handlanger in einer Ziegelei damals sprach ich fast nie ein Wort mit einer Dirn'. Plagt man sich am Tag seine zwölf, vierzehn Stunden, dann liegt man nicht Nachts und träumt von Küssen. In meinen freien Stunden und deren waren nicht zu viel las ich Alles, was ich in die Hände bekommen konnte am liebsten Geschichte. Dann kam ich in's Seminar und da hieß es büffeln fast schlimmer als in der Ziegelei. Hier galt es, sich seine Zukunft zu erbauen. Bisweilen baut: man wohl auch ein bischen an WiCin Luftschloß. Aber n.cmals baute ich es für Zwei! Zu rechter Zeit bcjiand ich mein Examen und fuhr nach Hause, um meine eile Mutter wiederzusehen, die natürIich nicht wenig stoM darauf war. daß ihr Junge im Lund gewesen uno ein gelehrter Mann geworden war. hm Ich hatte sogleich ein: Stelle bon'.men und sollte sie in vi?chn Tagen antreten. EinesAbends saßen wir beimAbendbrod ich besinne mich noch so genau darauf: wir hatten gebackene Milchgrütze. Ich war gut gelaunt, denn ich war oben bei Brobstens gewesen und hatte Fryxell's ganze Geschichte geliehen bekommen. Da sagt Mutter leise, ruhig und vorsichtig: Hör', Andres, sagte sie. Du mußt nun wohl auch bald daran denken. Dich zu verheirathen, da Du nun Deine Beine unter Deinen eienen Tisch setzen kannst!" sagte sie. Ich wurde so verblüfft, als wäre mir die Grütze in die unrcchte Kehle gekommen. DieMutter begann laut loszulachen. Du begreifst doch wohl, daß Du als Schullehrer nicht ein alter, trockener Junggeselle bleiben kannst", sagte sie. Dann kannst Du Dein Amt nicht recht versehen. Und Jemand muß ja auch Deine Wirthschaft führen. Ich kann Deiner kleinen Schwester wegen nicht von Hause fort und auch wegen der Kuh und der Schweine das toci&t Du ja. Und nimmst Du ein Mädchen ins HauZ, gibt es nur Streit und Unbehaglichkeit der einen oder andern Art. Und was willst Du die langen Abende anfangen, wenn Du Niemanden haft, mit dem Du ein vertrauliches Wort reden kannst?" Da war ich es aber,' der zu grinsen begann. Ach du allmächtiger Schöpfer!" sagte ich. Erstlich habe ich jetzt den ganzen sryzell, und in der Gemeinde, in die ich komme, gibt es eine Semeindebibliothek und einen Pfarrer, der so gelehrt ist, so gelehrt, daß er im Ausland den Doctorhut bekommen hat", sagte ich. Denn ich glaubte, das wäre feiger, als wenn er ihn daheim im Lande bekommen hätte. ----- Mutter saß ein Weilchen still. Jcr, ja!" sagte sie. Aber das wird auf die Dauer langstielig das wirstDu schon sehen, mein Junge! Und das glaubt Johanne auch!" sagte Mutter. Sie denkt, wie ich!" Ich starrte Mutter groß an. Welche Johanne?" fragte ich. Hampenborg's Johanne, natürlich! Sie will Dich haben, siehst Du. obgleich Du, dummes Thierchm, es ihr niemals angesehen hast: es gibt kein so blindes Geschöpf auf der Welt, als gelehrte Kerle!" Aber du güt'ger Himmel! Ich habe die Dirn' ja seit drei Jahren nicht gesehen und in meinem ganzen Leben keine drei Worte mit ihr gesprochen", sagte ich. Ich willDir sagen, mir wurde ganz 'Trft r Muts.. Wie alt ist sie?" fragte ich ein Weilchen später. nch, sie kann wohl ih:c fünf,. sechs Jahre älter sein als Du aber das ist ganz gut: so ein Junachen wie Du fzawZl ein verständige uraiC, Hub

DU kannst mir glauben, es ist eine hübsche Dirn', groß und stattlich und W c '--c Ol-fi

irasllg uno aus tqiciii -pvcii. war hier den Tag. bevor Du heim- - . ' , 1 !" Jfc kamst, und da dar sie micy, ,a? mocyie hübsch bei Dir vorhören, ob Du schon ünderweitig versagt wärest sonst möchte sie gern. Sie hat es so traurig zu auie. denn idr Vater ist ein Vieu. Sie hat etwas Wolle und Leinen im Kasten, so daß sie nicht mit ganz leeren Händen kommt; und -die alten Kleider ibrer Mutter bat sie aufaehoben, und die bekomme ich, wenn auö der Sache was wird. Du glaubst gar nicht, wie nöthig ich sie brauche ich habe seit zehn Jahren kein neues Sonntagskleid bekommen! Dafür kann schon Rath werden, sagte ich, nun ich einen festen Platz habe. Und der Hund soll mich beißen, . . ..! wenn icd micn verheirate nein, un ter keiner Bedinauna!" Dann sagte sie weiter nichts. Aber zwei Tage später machte sich Johanne bei uns etwas au schaffen. Mutter hatte sie natürlich herberufen. 5la. versteht sich! Ein resolutesMäd chen war es! Anfangs wagte ich kaum sie anzusehen! Nachdem Mutter aber Kaffee und Rosenlikör spendirt. wo sie die Flasche her hatte, weiß Er, der Alles weiß: ich glaube, Johanne hatte sie mitgebracht da begannen wir so allmälig aufzuthauen und zu plaudern. Sie war wirklich nicht so dumm. Na, von schwedischer Geschichte wußte sie naturlich nichts, und sehr breit sprach sie: aber sie war diebsmäßig sicher in dem, waö eine Kuh und em Schwein brauchte und wieviel Kartoffeln.Mohrrüben und rothe Rüben man auf einem halben Morgen Land ernten kann. Ich saß meist und hörte zu. Von der Heirath wurde kein Wort gesprochen und schließlich ging sie. Adieu. Andres!" sagte sie. als sie mir die Hand reichte. Wir treffen uns schon noch öfter im Leben, was?" Und i , r , ir oann guaie sie micy mu iyren gronen, blauen Augen an. Unmöglich ist es ja nicht, obgleich es wohl einige Zeit dauert, bis meine Wege mich wieder hierherführen!- sagte ich. Ja ja! Es gibt Einen, der Alles denkt!" sagte sie und damit ging sie. Das ist eine Dirn'. Du!" sagte Mutter. Das bezweifle ich nicht!" sagte ich. Ich war durch den Luor ein bischen Iu stig geworden. Na ja! Wenn Du sie kriegen sollst, so kriegst Du sie auch!" Nein, das glaube ich nicht!" sagte lch. Aber ich sollte sie doch kriegen! Nächste Weihnachten kam Mutter ein paar Tage vor dem Christabend zu mir. Und das war mir sehr recht, die Wirthschaft mit den Mädchen hatte ich gründlich satt. Ein bischen Essen kochen für mich, das verstanden sie nicht, die dummen Gänse, aber stehen und die halben Nachte im Flur des Schulhau ses zischeln und flüstern das konn ten sie. Und wo meine geräucherten Schinken blieben, das wußten sie wohl besser, als ich ich bekam nicht einmal den Rauch von ihnen zu sehen aber bezahlen mußt' ich sie. Johanne wollte nicht zu Dir kommen, damit die Leute nichts zu reden fänden," sagte Mutter. Aber sie ist bei Deiner Schwester zu Hause und dem Vieh. Du kannst mir glauben, sie kllmmert sich um Alles, und ich soll vielmals von ihr grüßen; sie meint, ihr solltet nun bald Ernst machen." Das ist doch ein entsetzliches Frauenzimmer, das einen armen Menschen nicht in Ruhe lassen kann!" sagte ich. Aber Mutter ließ auch keine Ruh und erzählte nur. wie tüchtig Johanne in Allem wäre Und als sie dann reisen sollte, sagte sie: Aber Du könntest dich wohl für ein paar Tage frei machen und mit nach Hause kommen nur damit Du ein wenig mit ihr zusammen wärest, dann würdest Du Dich schon an sie gewöhnen und sie liebgeMinnen. Du hast doch wohl nicht Angst vor den Mädeln?" Sie Plagte und quälte mich bis ich schließlich mitging. Johanne war mild, wie Morgenmilch, bediente mich, machte sich um mich zu schassen und kochte Essen für mich, so daß ich mir beinahe den Magen verdarb, ich, der verhungert war, wie ein Knecht von einem Rittergut. Na, ihr Essen mir schmecken zu lassen und hie und da ein Wort mit ihc zu reden dagegen hatte ich nichts aber Gefallen an ihr finden, oder sie heirathen wollen nein, davon war keine Rede. Unter keiner Bedingung! Als ich dann wieder abreisen sollte, sagt sie ganz ruhig: Na, ich höre von Mutter, daß Du an mich als Deine Frau gedacht hast?" Du kannst Dir denken, daß mir zu Muthe wurde, als hätte ich einen ganzen Löffel gemahlenen Pfeffers in den Mund bekommen. Ich begann zu stammein: Das ist voll vollständig ja vollständig " : Aber sie klappte wie ein Futtermesser zu: Du fürchtest wohl, einen Korb zu kriegen, Du Dummchen? Das brauchst Du nicht, denn ich habe niemals an einen Andern alsDich gedacht. Und wenn ich nicht reich bin, so verstehe ich doch mit dem, was Du verdienst. Haus zu halten und das ist die Hauptsache. Dann wäre es also am besten, wenn wir zumSommer heiratheten, während Du Schulserien hast, sodaß wir - in Ordnung wären, wenn zum Herbst die Schule beginnt, was?" Und dann ging sie, ehe ich auch nur ein einziges ordentliches Wort vorgebracht hatte. Na, nun ist es klar zwischen Euch!" sagte Mutter. Nun habt Ihr davon gesprochen und Du hast doch wohl nicht das Herz, die Dirn' zum Narren zu halten?" sagte sie. Ich glaube, hol' mich der Teufel. daS Frauenzimmer ist verrückt!" sagte ich. Und weißt Du, ich war so ärgerlich, daß ich hätte w:Znen können. Aber was sollte ich thun?

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neue Mädchen war sieben Mal schlw.. 1VU IMWV WVMI st 1 m, als die. früheren, und UJiutec schrieb durch die kleine. Schtüep wie nett Johanne sei und wie frt webte und nähte und stickte, sodsß aib Alles rn Ordnung wäre. Na. wt'.ßt Du, da begann ich fast Mitleid bekommen mit der Dirn', während Ihre Sicherheit micq uenesic. Die Schulzeit ging im Frühjahr zu Ende und ich fuhr nach Hause. Und sie kam auch dorthw. Und Mutter mahlte jeden Tag aus derselben Mühle. Aber sie brachten mich nicht dazu, auf der Saite zu spielen, wie sie beide wollten. ' Eines Sonntags, als wir zu Hause saßen und Kaffee tranken Johanne auch, wie gewöhnlich, da kommt der Schulze hinein. Er wurde natürlich eingeladen, sich zu setzen, und man plauderte von allem Möglichen. Da sagt er: Dir gefällt es hier wohl gut, Johanne! Du läufst ja täglich her der junge Schulmeister lockt Dich wohl, was? Ja, ja. man ist niemals zu alt, um in die Schule zu gehen!" Ich wurde roth im Gesicht, wie eine Tulpe. Aber Mutter war flink mit der Antwort da: Das ist wohl nicht so wunderbar sie sollen ja zum Sommer Hochzeit haben!" Wie gewöhnlich schwieg ich still ich sagte Dir ja schon, daß ich all' mein Lebtag ein Rindvieh gewesen bin! Johanne stand ruhig wie eine Schüssel saure Milch, und als sie eine Weile später gehen sollte, faßte sie mich bei der Hand und sagte: Adieu, Andres!" Und bevor ich wußte, wie mir geschah, legte sie den Arm um meinen Hals und küßte mich gerade auf den Mund. Das schmeckte gewiß wie Confect?" sagte der Schulze und grinste. Aber weiß der Teufel, was die Leute schämhaft werden müssen, wenn sie in Lund studiren man sollte meinen. Du hättest noch niemals eine Dirn' geküßt." Du kannst Dir gar nicht denken, wie ich mich schämte! Aber ick konnte doch auch nicht sagen, daß es wirklich das erste Mal war. Mir trat der kalte Schweiß auf die Stirn, aber ich schwieg. Und das Merkwürdige war, daß mir von dem Kusse ein wenig wirr im Kopfe geworden war. Als derSchulze gegangen war, sagte Mutter: Ja. mein Junge! Du weist, daß ich Dir wohlwill eine bessere Frau bekommst Du niemals. Und nun verstehst Du wohl, daß Dir nichts Anderes übrig bleibt, als so bald wie möglich zum Herrn Pfarrer zu gehen? Morgen weiß es die ganze Gemeinde, so eine Klatschbo.?). wie der Schulze ist, und Du willst doch wohl nicht, daß die Dirn' zum Skandal werden soll?" Meinst Du. ich hätte Nein sagen können? Solch ein Schaf, wie ich immer gewesen bin! Nein, ich ging also natürlich zum Pfarrer. Es war mein Schicksal darüber ist nichts zu reden. Dann wurden wir aufgeboten. Auf der Hochzeit sagte ich beim Essen nicht ein Wort zu ihr ich hatte den neuen 'Hauslehrer des Pfarrers neben mir sitzen. Und das war ein in Geschichte beschlagener Kerl. Ich dachte nicht einen Augenblick an Johanne. Ich sah nicht einmal, daß sie sich erhob und fortging. Mutter kam und kniff mich ich mußte aufstehen. Sie zog mich hinaus in die Kammer und da sah ich. daß sie weinte. Es ist doch rein zu toll, daß Du auch auch nicht ein Wort mit ihr sprichst!" sagte sie. Mit wem?" fragte ich zerstreut. Na, mit Johanne natürlich. Sahst Du nicht, daß sie hinausging." Nein, warum that sie das?" Sie sitzt ja ganz trostlos da Du siehst sie nicht an und sprichst nicht mit ihr! Gott ist mein Zeuge, daß ich Dein Bestes imAuge gehabt, obgleich ich vielleicht doch übel gehandelt habe!" sagte sie und schluchzte. Man hätte mich wohl in Ruhe lassen können ich sagte ja. daß ich nicht wollte!" rief ich ärgerlich. Ja. ja. Aber nun mußt Du doch gehen und mit ihr reden: sie sitzt in der Flurkammer um der andern Leute willen müßt ihr heute wenigstens dersuchen, froh auszusehen." Ich ging in die Kammer hinaus. Da saß Johanne. Sie weinte nicht, aber bös war sie, sodaß sie lohte. Und wir gerrethen zusammen. Was sie Alle? sagte, davon will ich nicht reden, aber ich wurde natürlich ordentlich 'runtergemacht, und dann gingen wir hinein. Und nun sollte ich froh sein! Na, ja! Ich goß in Eile zwei GlaS Punsch herunter. DaS half so weit, daß mein Mundwerk wieder in Gang kam. Aber froh? Nein, das wurde ich nicht, und wie hätte ich es auch sein sollen? Ich hatte ja niemals meinen Hochzeitstag herbeigewünscht. Na,, er verging auch, wenn er auch lang und langweilig war. Als dieGäste fort waren, sagteJohanne bi mir: So mein Junge! Nun sind wir verheirathet! Nun brauchst. Du Dich um mich nicht 'mehr zu kümmern. Daß Du ver drießlich bist, ist mir ganz gleich ich weiß, Du hast Dir niemals etwas aus mir gemacht! Uebrigens brauchst Du nicht zu glauben, daß ich aus Liebes qual sterben werde. Aber zu Hause hatte' ich die reine Hölle, und Du bist ein armer Junge,- der. wenn irgendner, deinen ordentlichen Menschen braucht, -der nach dem Seinigen, sieht und für ihn sorgt. Lies Du in Deinen dicken Scharteken ich werde den Haushalt führen. Zur . Last werde ich Dir.nicht werden, denn ich werde mein Brod., verdienen, und halte.' ich -.Dein Haus:w'Ordnung, so ist das wohl freies Unterkommen werth. 5?un kannst Du gehen und .Dich hinsetzen und in Deinem Fryxell lesen gute Nacht.7 Und -sie ging v?n Dir fort,'Schu! meister? fragte ich. ; . :- , I a,' das thyt He.- Und ich nahm meinen Fryxell vor Jjh entsinne mich noch, daß Ich von Hustav Adolf tfnd Ebba Braß." , das ? ist jedenfalls eine rübunbe Cetetei: wattDsZMLK-

oe, Du! Jcy entsinne mich, 'daß ich m der Nacht weinte, als ich es las. Einmal bekam ich den Einfall, zu Johanne hineinzugehen und es ihr vorzulesen, aber dann dachte ich wieder: sie versteht ja doch nichts von dem, was poetisch ist!" Na, nun wollen wir nicht mehr von der Sache reden. Bruder. Johanne ruht nun schon mehrere Jahre auf dem Friedhof, und auf ihrem Grabe hat sie ein schönes Kreuz, das von mir selbst wie Marmor angemalt ist, obgleich es nur aus Ahorn ist. Und darauf steht: Uns'rer Liebe ihr Lohn!" Großartig, was? Ich kann ihr nichts Böses nachsagen: wir gewöhnten uns ja mit der Zeit aneinander, obgleich . wir selten miteinander sprachen und sie niemals begreifen lernte, wie ich sitzen könnte und in allen möglichen Scharteken herumschnüffeln wie sie sagte statt ein richtiger Mensch zu sein. Aber sie versah ordentlich das Haus und wir waren niemals ohne Geld. Sie war sehr dahinter, daß ich nie meine Stunden versäumte, immer reine Taschentucher bei mir hatte und alle vierzehn Tage mein Hemd wechselte. Wir haben drei Jungen gehabt zwei kennst Du ja, der dritte ist todt. Die hat sie ausgezeichnet erzogen' dazu hätte ich nicht getaugt. Und sie liebten sie aufrichtig sie küßten sie früh und spät sie küßten sie wohl auch für mich. Versieht sich! Ich hätte ja eine Frau bekommen können, die böse war ich, der ich Jedem zum Opfer fiel, der es recht auf mich anlegte. Aber manchmal habe ich gedacht, daß. wenn eö wahr ist, daß die Ehen im Himmel geschlossen werden, unser Herrgott damals, da er mich und die Johanne zusammenthat, sehr in Gedanken dagesessen haben muß. Er kannte Euch beide besser, als Du, glaube ich." Er verstand wohl die Johanne besser zu schätzen. Er wollte mich vielleicht vor einen Satan beschützen, der mich zu Tode geplagt hätte. Auf Dein Mädel! Prost. Junge!" Danke!" Hör Du. Ich verstand die Johanne niemals, als bis sie starb und daS ist schade. SiehstDu als sie auf ihrem Sterbebett' lag. da bekam ich etwas zu hören und, daran habe ich seitdem soviel gedacht! Ich habe niemals mit'

Jemandem - davon gesprochen, . aber Dir Ja. einesAbends komme ich hinein zwei Tage, bevor sie verschied und da saß die älteste Mamsell von Pfar rers bei ihr. Sie waren so gute Freunbinnen, die, beiden. Die Thüre zur Kammer, in derMutter lag, stand halb offen und sie hatten mich nicht hineinkommen gehört. Als sie meinen Namen nannte, schlich .ich . mich gerade zur Thüre hin.'.. - Aber Du thatest es 'doch aus heißer Liebe zu ihm!" sagte die Pfarrersmamfell. " Ja! Das weiß der Allmächtige. So wie Andres mir am Herzen lag, kann c..... habe an ihn gedacht, seit er noch ela tleiner Knirps war, und das Höchste, das ich wußte, war. seine Frau zu werden: So lange ich kämpfte und rang, um ihn zu bekommen, erschien es mir nicht gefährlich der Kampf selbst hielt mich aufrecht. Und wie oft ich auch abgewiesen wurde.' nachgeben wollte ich nicht, ich mußte ihn haben. Na ich bekam ihn. Da war es aus mit all' meiner Freude. Auf der Hochzeit sprach er kein Wort zu mir, und in der Hochzeitsnacht saß er und las in seinen Geschichtsbüchern, und ich ich lag und weinte. Da wußte ich, daß ich ihn just da verloren, als ich ihn bekam. Mit jedem Jahr ist er weiter von mir geglitten nun scheiden wir bald für immer." Aber es gibt ein Land, wo es keine Nacht und kein Weinen und keine Schmerzen gibt, liebe Johanne!" sagte die Mamsell. Hm! Dort treffen wir uns auch nicht! Und wovon sollten wir dort wohl reden, wir, die hier auf Erden niemals mit einander geredet haben? Unter seinen vielen Büchern ist auch eine ganze Menge von Swedenborg, und Andres hat gesessen und sie ganz durchstudirt. Ich habe einmal in sie hineingeguckt." .Ja. das ist ja aber Irrlehre!" Das kann schon sein. Davon verstehe ich nichts. Aber was dort stand, ist mir auf die Seele, gefallen: dort stand, daß wir in der andern Welt gerade an dem Gleichen Gefallen finden, wie hier. Wie unendlich lieb werde ich dann Andres haben; aber, er . Und dann noch eins, was' tausendmal schlimmer ist!Er. der sovielTalent zum Lernen batte und alle Bücher der Welt, durchstudirt. hat' denki was, hätte aus ihm für ein Kerl werden können, wenn er eine Frau bekommen hatte, die sich darauf verstand, mit ihm zu.-, den! Ich entsinne mich nur,' wenn einmal einer seiner gelehrten Freunde zu ihm herkam 'da entstand ein Leben und eine Witzigkeit in ihm,- daß' man sich wundern mußte.' Hier zu Hause ging er manchmal ganze Wochen um her, ohne ein Wort zu mir zu reden. Aber ich dachte nur'an mich selbst, als ich seine Braut werden wollte ich hatte ihn lieb und dachte nicht daran, ick könnte ihn unalücklick mackeri. Ab. glaubst du nicht, daß der Herr mir ver. ze,ylwas xq. gethan habe? UnsereBer? bindüng begann', auch 1 nicht : in , der richtigen Weise 5 der Mann mun wer--Un eine Dirn'. darf sich nicht einem' cann auszwmgen: Soll .rch. ihm - das Alles sagen. 'ehel ich von. binnen aebe? Glaubst Du. daS 'könnte leine Last erleichtern?""'.' ; r ' t - L. i !'uq jvu, oarm rann ta tt innen Räth geben!? . ..- .: . . ti:l ' -.Ich fürchte, es ist zu spät, daran zu rührenl Jch wollte eö ihm. sagen,, als unser erster. Junge tzeboren.war. Aber, dann schämte ick mich it bat viel-' leicht niemals verstanden.' ba. 4n.

in i JH. -1 11 ii 'ül.' Q5ddS (o M Werkt dieses! I so Ä g) fö j! i ES macht keinen Unterschied. S x -m (o (o sC ühcumaiimu 5 chronisch, akut oder entzündlich in den 9) WM I MuSkeln und Gelenken, (P MS I I krd heilt durch i O) 6 Mj ST. JAKOBS OEL. r " 4 ' TIWMMm 0) jldxi TSTcD'an. . EEELSICK?

Disease cornrnonly cornes on with slight Symptoms, which when neglected increase in extent and gradually grow dangerous.

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