Indiana Tribüne, Volume 20, Number 86, Indianapolis, Marion County, 12 December 1896 — Page 2
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ZRViana Zrwüne. srrschcwt uud Sonntag Die tägliche .Triböne" tostet durch de Xxlitt 1 Jer.ta tft Woche, die sonn.ag5.Tr.bt.ne? ?et rer W?che. Seide ,s'e I et U tfent per ttat. Ver ost auberhalb d !?tdt ::;.;. 5oaul5ttIff-2 I P ahr. ffu?; 18 Güd lab am Straß. 3nS;w.upoli8, 3u:., I- 2i'0..i '33 Briefe aus Teutschland Von Wilhelm Kaufmann. Dresden, 22. Nov. Opfer fallen hier weder Lamm noch &":icr abe: Menschenopfer un erhört und zwar im Dienst, oes Molochs Standesbewußtsein oder Standesvorurtheil. Es schickt sich nicht so sagen die Anbeter dieses Götzenbildes daß der Sohn einen Zöeruf ergreift, welcher nach den ungeschriebenen, aber mit peinliche? Strenbefolgten Gesetzen des StandesvorUrtheils, als geringer gilt, als der Beins des Vaters und so müssen sich die Eltern bis in ihr hohes Alter schwere Entbehrungen auferlegen, damit der Sprößling studiren oder Offizier werden, oder irgend einen andern standesgemäßen Beruf ergreifen kann. Es gehört nun einmal dazu, daß die Familie Gesellschaften geben muß, deren Kosten dadurch aufgebracht wer den, daß man" wochenlang vorher und N2chher am allernothwendigsten kargt und spart, daß man die unglaublichsten Gerichte für die Familie erfindet und es zu einer wahren Kunst dabringt, den Magen zu i betrügen und über dessen nothwendigste Bedürfnisse hinwegzutäuschen. Es schickt sich nicht anders und so werden die bedauernswerthen Töchter solcher Jamilien mit all dem öden Kram und Flitter der modernen Frauenerziehung ausgerüstet und mit allen den Vorurtheilen und B'schränkheiten des Standesbewußtsems - angefüllt denn man glaubt, daß das zum Männerfang absolut unentbehrlich ist es könnte ja doch einmal sein, daß auch e.a armes Mädchen aus diesen .reisen eine standesgemäße Heirath eingehen kann. Der Verkehr diese?- jungen Damen wird derartig beschränkt, daß sie nur mit jungen Herren aus denselben Kreisen in Berührung kommen, und diese Zungen Herren sind wieder nur auf reiche Mädchen angewiesen denn das Standesbewußtsein, welches sonst so strenge aufrecht erhalten wird, macht stets die weitgehendsten Compromisse, wenn es auf die Versorgung .der Söhne ankommt. Selbst die Jüdin, wird dann in diesen Kreisen nicht verschmäht, trotz des herrschenden und scheinbar immer mehr anwachsenden Vorurtheils regen die Semiten, natürlich muß sie Geld mitbrk.igen. Aber Zdie Töchter aus diesen vornehmen und mittellosen Kreisen .sind fast sämmtlich zu' einem liebeleeren, trostlosen, unNützen Dasein verdonnert, aus ihren Kreisen fordert. der Moloch der Stan desvorurthei!: die meisten Opfer. Zuweilen aber tritt eine Katastrophe in. welche den ganzen Jammer des mehr scheinen wollen, als man ist in erschütternder Weise vor aller Welt bloslegt. ewigen Monaten fand ihz in Dresden eine solche Katastrophe statt. Ein talentvoller Schriftsteller, dem c- nicht gelingen wollte mit den Seinigen standesgemäß und so wie er es gelohnt war zu ult., ui-fcubeie mit seiner in denselben Anschauungen auferzogencn Gattin den gemeinschaftlichen Tod. Die Eltern ermordeten ihre unschuldigen Kinder und tödteten sich dann selbst. Es ist nachgewiesen worden, daß diese Familie ihr Auskommen hatte,, wenn sie so hätte leben wollen, wie" Hunderte und Tausende von Fc.milien -kleiner Subalternbeamten. von Geschäftsleuten, Lehrern oder besser situirten Lohnarbeitern zu leben gezwungen sind. Aber die gesellschaftlichen und Klassen-Vorurtheile waren bei diesem Elternpaare so mächtig, daß sogar der - ursprünglichste und stärkste unter, allen.Jnstinkten, die Mutterliebe, dadurch .zurückgedrängt wurde, daß die Mutter einwilligen konnte in die Ermordung Derer, die. sie geboren hatte. Ein noch entsetzlichere: Fall hak sich vorgestern Abend ebenfalls, hier in Dresden zugetragen. Eine ganze Familie, Mann, Frau und vier zum Theil ganz erwachsene Kinder sind freiwillig in den Tod gegangen,.weil die Vermögensverhältnisse der Leute, derartig zurückgegangen waren, daß sie das LeUn, welches sie zu führen gewohnt waten, nicht mehr führen konnten.. .Der Vater, ein Mehlgroßhändler' Franz Uhlmann. W Jahre alt. hatte im Ge schäfte -starke Verluste erMten, und. sich in Folge dessen während der letzten Wochen dem Trunke ergeben. Der l teste Sohn studirte auf der Universität Leipzig, der jüngste., ein ' fahriger Knabe, besuchte das Gymnisium zwei blühend schöne Töchter standen im AlUz von 19 und 17 Jahren, die Mutter, welche als tüchtige und sparsame HavZfra. llhmt,, wird, Wählte , 44 Jahre. Diese ganze Familie hat gemeinsam den Tod gesucht und gefunden. Alle Umstände deuten darauf hin, daß sämmtliche Familienmitglie der, sogar. -Ui 'jüngste. .Sohn,, den Schritt n'ü völliger. Ueberlegung thaten.' Die hinterlassenen Briefe bestattgen das nicht nur, sondern auch alle die That begleitenden Umstände. ' Vor dem gemeinsamen Selbstmorde schafften die Leute 'ihre Betten in die Küche und legten sich dort zur Ruhe, nachdem vorher der Küchenofen, in Brand gesetzt und dann die silappe geschlossen worden war. Da -Haus, in- welchem die grauenvolle That begangen worden ist licgt aneiner bornehmen Straße im sogenannten amerikanischen 'Stadtviertel Äresden's. 'Es ist eine in allen Theilen bewohnte Miethskaserne. Hätte .irge:cd ein Mitglied der .. Familie Einspruch uhsöen gegen die unselige That, oder.um Hilse gerufen, so würde man das sofort gehört baüen. Der
23jährige ältere Sohn war erst am selben Abend vonLeipzig hergekommen, der Vater hatte ihn telegraphisch her-
beigerufen. Auch dieser Sohn muß ! mit der That emverstanoen geweien sein. Weshalb regte sich in diesem doch, äiß lebenslustigen kraftstrotzenden . Menschen kein Widerstand gegen den entsetzlichen Entschluß seiner Angehörigen, weshalb billigte er denselben und ging selbst freiwillig mit in den Tod? Es läßt sich keine befriedigende Antwort geben auf diese Frage. Was in jener unglücklichen Familie gesprochen und verhandelt worden sein mag. in den schrecklichen stunden der Vorbereitung der That, kann nicht ermittelt werden, bleich und stumm liegen diejemgen, welche Auskunft geben könnten, auf der Bahre. Aber die die That begleitenden Umstände, die Andeutungen ;:-.i..f .rr TO rtf r sss, in 1 1 UC lyllllCllUllliilM "II fast zwingender Weise darauf schließen, daß auch diese sechs Menschen dem Moloch Standesvorurtheil geopfert worden sind. Die Familie war durch aus normal, in ihrem früherem Leben und Wandel läßt sich nichts nachweisen, was auf Geistesgtstörtheit deuten ließe, auch kann man nicht gerade sagen, daß die Leute über ihre Mittel hinaus gelebt, haben, wenigstens läßt sich Verschwendung nicht nachweisen. Die erwachsenen Töchter arbeiteten im Hautzhalt, die Familie hielt sich kein Dienstm'äd.en, -diejenige gröbere Arbeit, welche sich für Töchter aus solchen Familien -nun einmal nicht schickt", besorgte der Kutscher, welcher im Väterlichen Geschäfte thätig war, und dieser Kutscher war, es guck, der den sechssachen Sellstmord entdeckte. ' Aber der älteste Sohn einer Familie, die sich kein Dienstmädchen halten konnte, mußte studiren vnv der jüngere Sohn besuchte das Gymnasium, bereitete sich also für das Stium vor. Ich glaube daß man in diesxn Nebenumständen den Schlüssel für den Vorfall und das tragische Ende der Familie - finden kann. Nach den herrschenden Anschauungen. - kann der Söhn .eines Mehlgroß Händlers kein Handwerkkx und kein gewöhnlicher Arbeiter werden, und um das Geschäft des Vaters -später übelmehmen und fortführen zu .können, dazu fehlten ihm die dazu nothwendigen Mittel. Die gesellschaftliche Stellung der Familie und der Ehrgeiz der Eltern., nicht zum wenigsten wahrscheinlich der Mutter, wiesen auf das gelehrte Studium des Sohnes hin, weil ihn dann später der Staat mit kiner lebenslänglichen Anstellung ver sorgt, die Ehre und Ruhm bringt, die ihm das Anrecht gibt, eine reiche Frau zu heirathen und den beiden wahr- , peinlich zur alten Jungsernscho verl -immer. Töchtern emen gesellscl, ,'tit chen Anschluß' bietet, der sie hinwegtäuscht über die Beschwerlichkeiten und Unzutrzlichkeiten ihres zwkc.osenDaseins. Glückliches Amerika! : Hast leine verfallenen Schlösser und keine Basalte. kennst keine Standesvorurtbeile und keinen gesellschaftlichen BaZlast und ehrst überall, die . redliche. Arbeit und das Strsben Tüchtiges zu leisten, einerlei auf welchem Gebiete. Bei Dir fängt der Mensch nicht beim Baron an, oder beim Studirten oder beim GroßHändler, sondern bei Jedem, der es ver sucht., sich dlich durch die Welt ZU Klagen . und sich und die Seinizcn vorwärts zu bringen. In dem Lande der ups" und downs", der Paniken und Krisen . und der plötzlichen 0e schäftsstockungen lommt es zehnmal häufiger vor,- als in dem ruhigen, stabilen, keinen plötzlichen Erschütterungen unterworfenen .Dresdener Geschäftsleben, daß der ehemals vermögende,ja reiche Mann sich mi einem Schlage seines Besitzes beraubt sieht, aber hat man drüben jemals von Fa-milien-Massenselbftmorden gehört, wie sie sich hier in dem ruhigen Dresden zweimal innerhalb drei Monaten ereigneten? - Kann man sich einen dreiundzwanzigjährigen Amerikaner vorstellen, der plötzlich telegraphisch nach Hause gerufen wird, dort seine sämmtlichen Angehörigen von Selbstmordgedanken befallen findet, und der es dann machte wie jener Leipziger Student, nämlich feige mitstirbt? Ich glaube, so etwas ist in. Amerika unmöglich. Dort steht die Selbsthilfe als erprobte und zuverlässige Waffe im Arsenal der Familienschutzmittel gegen die äußeren und inneren Feinde. Da sagt sich der 52jährige Mehlgroßhändler, wenn er in die schwierige Lage kommt, in welcher sich Uhlmann befand, wenn eS so nicht mehr geht, so geht es ja auch anders" und er sucht sich einen Beruf, der ihn und seine Frau ernährt. Und zu den 19- und 17jährZgm Töchtern sagt er, ihr habt tüchtige Arme, seht zu, wle ihr jetzt.allein.weiter kommt. Und von dem telegraphisch von der Universität herbeigerufenen Sohne wird er nicht verlangen, daß er sich neben dem todbrwgenden'Kohknofen niederlege, son dem daß er jetzt zeigen soll, was er ko,n.n..daß er) seine Geistes und Kör perkräfte.im Dienste seiner Anaehörigen verwerthe. Und ganz gewiß wür de . die. amerikanische Mutter zu einem gemeinsamen ' Sterben ihre ' Einwilligung unter solchen Umständen nicht ge-ben.-' Denn -die. amerikanische Mutter ist weit selbständiger und weitblickender, öU ihre deutsche Schwester, welche bei der gegenwärtigen Art der Frauenerziehung und bei den hier herrschenden Vorurtheilen und' Anschauungen , nur ri leicht 'z einemlvillenlosen Dinge in dtt Hand ihres Mannes wird, alle Initiative verliert und häufig genug weiter nichts ist. als eine Gebärmaja,!ne unv Vaö Arbeitslastthier der Fas milie." " ' " Freilich, , man soll sich vor dem Generalisiren hüten, man soll nicht von eem Falle aus. auf die Zustän? in großen Klassen und Gesellschaftsschichten fchließenaber-eZ haben -sich, hier, innerhalb eines kurzen Zeitraums von wenigen Monaten, .zwei derartige Fälle zugetragen von denen ich allerdings behaupte, daß. sie in einem Lande unmöglich 'gewesen, - waren," daS ; den Grundsatz nnettenntlehiNhrlicheArbeit ' schänd't5a?eineManV'unb Standesunteischiede kennt jmd feai
tm -ciemanoen hindert, seinenThätigkeitstrieb den sich darbietenden. Gelegenheiten anzupassen. Außerdem tritt Einem hier die verschämte Armuth gar bald, und zwar wenig verhüllt, entgegen. Sieht man nach, so findet man als den Grund der Armuth solch:r Leute fast immer das Standesvorur.theil. Es sitzt bei den. Leuten so. tief und so fest, daß selbst der Hunger und die schlimmste Entbehrung es nicht auszütreiben vermag. Es fände sich wohl Arbeit für solche verschämte Arme, wenn dieselben es nur über sich gewinnen könnten, dieselbe zu übernehmen, wenn sie wenigstens in der Ausbildung ihrer Söhne weniger große Ansprüche mache.- .Iollten. Hier ist ein Fall unter mehreren, die hier vorgekommen sind. Eine Familie bestehend au? verwittweter Großmutter, verwittweter Tochter, einem S,. von 15 Jahren, einem Töchterchen von 13 und einem ganz kleinen Kinde, dessen Vater, ein Beamter durch einen Unglücksfall das Leben verloren hat. Die verwittwete Tochter bezieht eine kleine .Pension, arbeitet, von früh bis spät in einem Geschäfte bei kargem Lohn. dik. 13jährige Tochter muß die Schule verlassen, um bald verdienen zu können, aber der Sohn besucht vas Gymnasium und soll studiren. Allerdingö wird er darin von einem Onke unterstützt. Aher weshalh soll die ganze Familie darhen und der einzige. Sohn zu einem Herrenleben erzogen werden? Weil daö Standesvorurtheil dies ver langt, der Junge angeblich keinen geringer bewirtheten Beruf einschlagen darf, als es derjenige seines Vaters war. Wer von . solchen Verhältnissen noch mehr erfahren will, der braucht nur eine, Annonce zu erlassen, um eine .Stütze der Hausfrau zu suchen, oder braucht sich nur nach einem Primaner umzuschauen, der jüngerenKindern Unterricht ertheilen, soll. In den zu Hunderten einlaufenden Antworten auf solche Annoncen, Antworten, welehe sich sast. allgesammt wie Bittgesuche und. Bettelbriefe , lesm, finden sich die untrüglichsten Beweise von den sckier unzerreißbaren Banden. . Kelche der Götze Standesvorurtheil um die Deutschen, namentlich. auö den so zahlreichen Beamtenkreisen, geschlungen hat. ' . ' 55m deutschen Reichstage hat vo? ei nlaen Taaen eine bemerkenswerthe Debatte stattaefunden über einen Ge genstand, der' mit den hesprochenenAngelegenheiten eng verwandt ist. Ich P.. . P , ,pt.!. cn hätte gerne emen aussuyrqen richt über dieseDebatte hier anaeschlos fen. aber es fehlt dazu der Raum. Zu? ry V... I (7r,S(Viitn Ergänzung oci.ouigcu uvuuuijtu will ich deshalb nur die Rede des frei sinnigen Abgeordneten Lenzmann hier anküaen. sie ist sebr lehrreich und sie zeichnet sich besonders aus durch freu und unerschrockene Sprache, van delte sich um den Lieutenant von Brü sewitz. 'welchn hekanntlich den Arbeiter Siepmann erstochen ha. " : Sobald der Soldat die Uniform anzieht, wird ihm ja begreiflich gemacht, daß ev mehr ist als ein Civilist. , Und bezeichnend ist es, daß in einer Jnstruktionsstur.de sie ist zufällig bei demselben Regiment vorgekommen, wo der Lieutenant v. Brllsewitz stand, beim 1. badischen Leibregunent der Jnstructionsofficier einen 'Soldaten fragte: Wer ist der innere Feind? Und der Soldat antwortete pünktlich unh prompt: das Civil! (Große Heiterkeit.) So wird das Militär gewöhnt, im Civil den geschworenen Feind des Militärs zu erblicken. Ein anderer Vorfall ist mir.berichtet worden. Ein Officier hat seinen Hund Civilist- genannt, und erst polizeilichem Einschreiten ist eö gelungen, herbeizuführen, daß die Militärbehörde diefer Beschimpfung des Bürgerstandes steuerte, und der Officier angewiesen wurde, seinen Hund umzutaufen, falls er es nicht vorziche, diesen Civilisten" todt zu stechen oder todt zu schießen (Heiterkeit links). Unwillkürlich forderte der Kriegsminister (jetzt Herr von Goßler) zu einem Vergleich m seinem Vorgänger Herrn von Bronsart auf, und da muß ich sagen, wir haben uns hausig mit Herrn von Bronsart herumgestritten, ich für meine Person habe ihm nichts geschenkt,, wenn er irgendwie einen Angriff gegen das Bürgerthum und Civil aussprach. Aber mit ihm zu Zämpfen,.war doch eine Art Vergnügen im Gegensatz zu der Kampfesweise. die wir hei dem jetzigen Kriegsminister beobachten müssen. Ich erinnere an den Fall Kirchhofs. Ja, da entschuldigte .ihn.' der Kriegsminister, der die. Ehre seines Officiers v trat, . ganz homogen mit unsern Anschauungen nicht etwa, damit, daß er yon einer besonders geachteten' Officikröehre sprach, sondern er ' sagte' Kirchhofs mußte so handeln,, weil die Ehre' seines Kindes verletzt war, wett seine Vaterehre ihn dazu berechtigte Wie stellt sich nun aber der KrieqSmiTrister Gokler zum 5?all Brufemid? Er warnt davor, von diesem Fall au, an. here Fälle zu schließen, ihn zu verall' s.emein:rn, daraus Material gegen den' Officiersstand als. solchen zu nehmen.' Das fällt ja gar keinem Menschen ein. Wohl aber haben wir mit Bedauern constatiren zu müssen, daß diese That einest einzelnen OfficierS doch ihre Entschuldigung findet bei dem bersten OMer des deutschen Reiches, ' dem preußischen Kriegsminister. Herr von Bronsart. würde sich hier ganz anders' verhalten haben. ' Er' hätte gesagt: Nehmt; ihn hin, den Mann! - Das ist ein ganz gewöhnlicher, gemeiner Verbreche?, und er soll verurtheilt werden.' Er würde gesagt haben, wie eine conservative Zeitung schreibt: In diesem Falle war der Degen des Officiers nichts anderes als das Accidenzstück eines verkommenen Menschen. Es ist aber nicht richtig, daß solche Fälle vereinzelt sind. Erst vor wenigen Wo chen ist der Fall Brüsewitz passirt. und wir haben schon wieder eine Masse von verbürgten Fällen, daß Officiere die Waffen, die ihnen zu anderen Zwecken anvertraut sind, gegen Civilisten ziehen. Ich erinnere an den Fall, wo daZVoll sich selbst erhob und txztm
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eetruntenen ; HHImMer einfach . ine Lection ertheilt- hat,, die- er verdiente. 'Ich erinnere an den Fall aus dem Riesengebirge, wo der Officier auch die Lection erhielt, die ihm zukam. Vereinzelt sind diese Fälle nicht. Gott sei Dank sind aber Fälle von solcher Scheußlichkeit, wie dev Brüsewitz'sche, Unika. Der 'Kriegsminister und der Redner der natiönalliberalen Partei, Herr Bassermann, sprachen davon. d"J der Officiersstand eigentlich eine besonder.' "hre habe. Der Satz ist ab solut falsch. Ich will eine besondere Ehre eines einzelnen Stande! nicht. Die Ehre des Handwerkers, des Land wirths. des Kaufmanns, des Juristen, des Beamten, sie ist ebenso hochstehend wie di: Ehre des Officiers. Die Ehre ist ein absoluter Begriff, der an sich nicht steigerungsfähig ist. und wenn Herr Bachem zu dem Ausspruch kam, daß die höher gespannte Ehre eineö Officiers ihre Berechtigung habe, so muß ich doch gestehen.daß ich diese Anschauung bei einem Juristen am allerwenigsten erwartet hätte. Bedauerlich ist eö. daß gerade unter den Reserveofficieren eine Menge Leute existiren,' die den Bürgerstolz verloren haben, und da sie nun einmal zwei Stände in sich vereinigen, zu dem wunderbaren Resultat gekommen sind, den Stand, der für sie der erste sein sollte, dem sie ihr Leben gewidmet haben, zurücktrejen zu lassen und den andern, dem sie gewissermaßen im Rebenamte angehö ren, jn den Vordergrund zu stellen. Vor wenigen Tagen habe ich eine Verlobungsanzeige gelesen, da war der Bräutigam unterzeichnet als Lieutenant der Reserve. Ja, ich habe gefragt,, wovon will der Mann denn seine künftige Frau ernähren? (Heiterfeit.) Da habe ich ferner von einem Kaufmann gehört, der sich in seine? Verlobungsanzeige auch nur als Lieutenant der Reserve bezeichnet. Ja. schämt er sich denn, daß er Kaufmann ist?. Muß ev denn das unterdrücken? Ein Bekannter von mir wünschte, daß der Reserveofficier auf seiner Verlobungsanzeige prangen möchte. Der Vater der Braut sagte: Ich habe in. Jhncn einen tüchtigen Kaufmann kennen gelernt und das verbürgt mir das Glück meiner Tochter.. Wenn Sie abev darauf bestehen, dann müssen Sie mir. auch gestatten, daß ich mit meinem vollen Titel unterschreibe, nämlich praktischer Arzt und echer Vorsitzender des Wahlvereins der Forts ch r i st s Partei." Der Reservetz'eutenant hielt diese Verschönerung ctx Verlobungsanzeige doch für so bedenkuch. daß er auf die Hinzusetzung des Reservelieutenants verzicht:.' Der Abq. Bassermann hat gesagt, der Fall Brüsewitz hat mit der Ere nichts zu thun. Aber der Premierlieutenans v. Brüsewitz hat ausdrücklich vor der That erklärt: Jetzt bin ich ein verlorener Mann. .Meine Ehre ist caput, und demzufolge muß ich ihn todt stechen. Er hat also in durchaus militärischer Weise seine Auffassung des Ehrbegriffes als Motiv der That erklärt. Aus l?n Aeußerungen des Kriegsministers konnte ich entnehmen, daß das Urtheil über Brüsewitz gefällt ist. Von vornherein war es Jedermann auffällig, daß Brüsewitz noch zwei Tage, nachdem er den Mord oder Todtschlag begangen hatte, sich frsi bewegen und sich mit Zeugen unterreden konnte. Das wird einem .Mör der aus dem Civil nicht gestattet. (Sehr richtig!) 'Angesichts der Aussage des Referendars v. Jung-Stil-ling wäre es doch sehr wünschens werth, w-nn die Militärstrafproceßovdnung auch die Bestimmung enthielte, daß Untersnchungsgefangene ohne Beisein deö Richtcrs oder richter(icher Personen mit der Außenwelt nicht verkehren dürfen. Dann spricht der Kriegsminister von einer Nothweh?. Aber er bat selbst gesagt, 'daß Lrllsewitz verurthellt worden ist, und man verurtheilt doch nicht Jemand, der in Nothwehr handelt.' Dabei hat er einen anderen bedenklichen Satz ausgesprochen, denn er sagt: der Osficier, der in seincv Ehre angegriffen wird, befindet sich im Zustande der
Nothwehr. Das ist.nicht richtig. Ein Officier darf sich nur mjt seinem Degen vertheidigen, wenn ein rechtswidriger Angriff aus seine Person odev sein Vermögen gemacht wird. Aber einen Angriff auf das ideale Gut seiner Ebre kann er nicht mit dem Denen ab wehren. Wir haben von dem Kriegsminister erfahren, daß der Angeklagte wegen Todtschlags derurtheilt ist. Wie kann man aber von einem Todtschlag reden,, wenn Jemand ein Menschenleben so überlegt vernichtet, wie es hier b. Brüsewitz gethan hat? Nein, das ist vorsätzliche, überlegte Tödtung, und die nennt man nicht. Todtschlag, sondern Mord. 'Nun hat der Kviegsminister sich bemüht, für diesen Mord mU dernde Umstände zu finden, und er hat sie in der Persönlichkeit des Premierlieuienants . von Brüsewitz. und der Person des erstochenen Siepmann gefunden. . Allein er hätte sie nur finden können in den eigenen Instituten, 'die solchen Mann erziehen konnte, wie es Herr, von Brüsewitz geworden ist. Der Abg. Bebel wies vorgestern auf einen Fall hinein dem' von Brüsewitz mit Todtschlag drohte. Ich habe heute einen Brief von einem Augenzeugen dieses Vorfalles erhalten. Vor einiger Zeit saß v. Brüsewitz in einem derart!gen Zustande in einem Lokal, daß verschiedene Civilisten darüber lachten. v. Brllsewit stellt sich vor die Betref senden hin und spricht mit lallender Stimme: .Wenn Sie mich noch einmal anlachen, steche ich Sie todt!" Er zieht seinen Degen,. konnte sich .aber nicht aufrecht erßalten und fiel unter den Tisch. Wenn der Kriegsminister diesen Mann nun', als einen mustergiltigen Soldaten hinstellte, so hätte, er auch den logischen - Schluß : ziehen - können, daß dann, dessen That um so schlimmer war, und dann ist. die That erst recht zurückzuführen auf die Institut tion.' Nun., hat der ', Kriegsminister weiter sich 'veranlaßt gesehen, sich mit dem' inv Grabe ruhenden' unschuldigen Siepmann zu' beschäftigen.' Er meinte derselbe sei ein !treitsüchtir Radau-
iik-'.!
vrüder gewesen 9tach meinen Feststellungen ist dem' unglücklichen Siegmann damit Unrecht geschehen. Ich habe eine Anzahl von Attesten über t Siepmann hier, die beweisen, daß ' Siepmann kein Radaubruder war. Aus seiner Heimath Altendorf habe ich ein Telegramm bekommen, in der die Annahme, daß Siepmann ein Raufbold fei, mit Entrüstung zurückgewiesen wird. Aus einer Patronenfabrik hat er das Zeugniß erhaltn, daß er von 92 94 dort thätig gew:sen sei und ein brauchbarer und fleißiger Arbeiter fei, den man bestens weiter empfehlen könne. Ebenso wird ihn: von der Firma, wo t: zuletzt 'beschäftigt war, das Zeugniß ausgestellt, daß er seit 1894 als Mechaniker dort beschäftigt und ein tüchtiger Arbeiter gewesen sei, dessen vorzügliche Leistungen und musterhafte Führung man gar nicht genug loben könne. Das sind Zeugnisse von Civilisten. Aber auch in seinem Militärzeugnisse wird dasselbe ausgesprochen. Da heißt es, daß oer Gefreite Siepmann fpätev im Reserveverhältniß Unterofficier geworden ist und daß er f " während der Dienstzeit dienstlich und moralisch sehr gut gc'".hrt und keine Strafe erlitten habe. Diesem Militärzeugniß werden Sie doch wohl trauen. Dev Kriegsminister hat nicht in Aussicht stellen können, daß wir über das Urtheil und seine Begründung etwas erfahren. Wir werden jederzeit aus diese Dmge zurückkommen. Denken Sie ja nicht, daß der Fall mit der mehr oder minder harten Bestrafung des Thäters erledigt ist. Wir werden auf diesen Fall zurückkommen, weil wir der Ansicht sind, daß es sich hier nicht um die That emes Einzelnen handelt, sondern um eine Institution, die eine derartig schlecht geartete Person zu diesem Resultate erzogen und geführt hat. Jn dieser Beziehung ist der 7ill Brüsewitz das geeignetste Mittel, eine schleunige Reform dev Militärstrafgesetzgebung zu verlangen. Wir werden immer wieder zu dieser Forderung kommen unh der (Seist des Ermordeten wird immer wieder erscheinen, um die Regierung zur Erfüllung einer Förderung zu zwingen, die das deutsche Volk seit 5 Jahren immer und immer wieder verlangt hat: eine verpändige Strafproceßordnung, die der Ar mee Gerechtigkeit gibt gegenüber dem Bürgerthum, die abev auch dem Bürgerthum Gerechtigkeit gibt gegenüber her Armee. Wir werden, nicht ruhen und nicht rasten, bis diese Forderung erfüllt ist. Sie sprechen von einer Königsnothwehr, es gibt auch eine Volksnothwehr (lebhastev Beifall links), und man könnte in einzelnen. Kreisen des Volkes schließlich zu ' der Auffassung' kommen, daß. diese Volks Nothwehr auch hier Platz greifen könnte. Es wird immer von Revolution gesprochen, aber ob man es nun Revolution oder Volksnothwehr nennj jeder begeht ein Verbrechen, der die Drüne für eine solche Volksnothwehr nicht beftitigt.. Ich behaupte, daß. wenn es zu einer Revolution kommt, Was ich wahrlich nicht zu erleben hoffe und wünsche, daß dann die Verantwortuna diejenigen auf sich nehmen müssen, die gegenüber der Üeberhebung eines bestimmten Standes dem Volke versagt haben, was es so lange ver? langt hat: die GleZchsteyung vor dem. ohne Berücksichtigung, einer be sonder? Klasse. Wenn sie versagt . -t .-C V . j . . 1. 1 wiro. io wiro vas mogliazermelie emen dev Gründe bilden, die zur Revolution fuhren können, -und die Verantwor tung haben dann nicht wir, sondern diejenigen, welche die Erfüllung dieser nothwendigen und dringenden Förde rung versagen vo Iulanve. 'Soweit die Beseitigung der Abfallstoffe in Betracht kommt, kann Oakland, Cal., vielen Städten unseres Landes als Vorbild dienen. Früher bezahlte die genannte Stadt ca. 5500 monatlich, um die Abfälle los zu werden, und jetzt bezieht sie aus dem Verkauf derselben eine nicht unbei?jfci? - sraWlücye mnaome. VondemPaitorE. B. King in Paterson. N. I.. wurde jüngst ein sauberes Pärchen, Lizzie Leonard und Wesley G. Gordon, getraut. Die 23 Jahre alte Lizzie Leonard wurde vor einiger Zeit, wegen Diebstahls in das Gefängniß . genannter Stadt gesteckt und machte hier die Bekanntschaft des Wesley G. Gordon, der auf eine ge fälschte Note hin eine Kuh - erlangt hatte und in's Gefängniß gesandt worden war. Aus der Äekanntschaft wurde eine Liebschaft, und obwohl daZ Paar sich nicht sprechen konnte, verständigten sich die Liebenden durch Zettel. Als Lizzie. entlassen wurde, setzte, sie die Correspondenz fort, . und sobald Gordon die Freiheit erlangte, begab sich daö Paar zu Rev. E. B. King und ließ sich trauen. Gordon. bezahlte mit einem ZIO-Check der Ersten National. Bank, der jedoch werthlos war, wie der Pastor zu spät ausfindig machte. In San Jose. Cal.. hat sich eine grauenhafte Familienttag'ödie abgespielt. Der Juwelier P. & Kelly, welcher aus Australien dorthin gekommen war, versuchte seine Gattin sowie seine zwei Kinder aus der Welt zu schaffen und dann sich selbst das Lebenslicht auszublasen Zuerst feuerte er auf eines der Kindev und dieseö erhielt eine Kugel durch den' linken Arm, dann wurde die Frau durch Kopf und Unterleib geschossen. Ihr Geschrei zog eine Anzahl Polizisten herbei; dieselben, versuchten vergeblich, die Hausthüre einzubrechen und eröffneten sogleich durch daö Fenster Feuer auf den Mann, den sie bei- seinem Mordwerke sehen konnten. Ein' Schuß in den Unterleib brachte denselben zu Falle und die Polizisten drangen darauf in das Haus ein. Die , Frau wurde' sogleich ärztlicher Pflege übergeben und ebenso der Mann Beider Wunden wurden für tödtlich erklärte : Eine jener.Megä ren-denen . 1. c i rn . ver Aoiismuno ven oezeicynenoen via men .Engelmacherin" beigelegt hat. ist' in San .TranciLco verSaffci-fcortra. i
Das Weib. CornMa Allen mit'Nam'en. hatte eine sogenannte Babyfarm", in welcher Kinder, deren Elt'n Gründe zur Verheimlichung' derselben haben, in Pflege" genommen werden. .Die Frau hatte es seit längerer Z'.. verstanden, ihren Aufentbaltsort so. ae-
heim zu halten, daß V.z Behörden. ihr : Nicht benommen, konnten. - Endlich r:. :W-..x. ..t-j ac . . iuuiijc ic jcuuu ui ciuci cioaimujgca Hütte. 378 Natoma Str.. ausfindig gemacht. Die Beamten -nden bei d:r Frau drei schrecklich oerwahrloste, halb verhungerte Kinder. Das älteste ist 8 Jahre, das zweite 4 und das dritte, ein Krüppel. 2 Jahre alt. Das Weib verweigert jede Auskunft-über die Herkunft der Kinder und sagte, sie sei von deren Eltern für ihr Stillschweigen bezahtt worden. Erst kürzlich iZ nach Angäben der Polizei einer de? Pfleglinge dieses Scheusals wegen vollständiger Vernachlässigung gestorben. Der S ch o o n e r I. M. W e atherwax" geriethauf seiner Reise von Grays Harbor nach den Fidschi-Jn-seln etwa 400 Meilen westlich von Cap Mendocino in einen heftigen Sturm, der dem Schooner so arg zusetzte, daß er leck wurde. Das Wasser stürzte' in St: "men in den Laderaum, so daß alle Pumpen bemannt werden mußten, um das Schiff nur über Wasser zu halten. Dasselbe hatte eine aus 123.000 Fuß Bauholz bestehende Deckladung, welche zum großen, Theile den Wellen preisgegeben werden ' mußte, um Schiff und Mannschaft vor dem Untergange zu bewahren. Die ganze Mannschaft, einschließlich des Capitäns Hughes, arbeitete volle vier Tage und Nächte lang ununterbrochen an den Pumpen, während der Koch, als Steuermann fungiren mußte. Das Schiff, mußte schließlich San -Zran-cisco. als den nächsten Hafen, anlaufen, da die Mannschaft vollständig erschöpft war. Die Bemannung eines Schleppdampfers löste die Erschöpften in der Nähe der Farallonen-Jnseln ab und brachte das Schiff in den Hafen. Her mußte eine Eztra-Mannschast an dic Pumpen gestellt werden, um dieselben imGange zu halten, h!s der Sch)0 ner nach dem Trockendock gebracht wern konnte. UM Ooo ans laats Im nordöstlichen Thüringen, der Gegend von Nordbausen bi? fast nach Eisleben, sind zur Erntezeit von jeher Felddiebstähle in großem Umfange verübt worden. Ganze Trupps von Personen rücken Nachts an. schneiden das Getreide, dreschen an Ort und Stelle aus und führen den Ertrag zu Wagen ab, ohne daß es gelingt, Jemanden zu fassen. Alles Maaß aber übersteigt die neuliche Ent Wendung mehrerer zweispanniger Fuhren Hafer yon eine..' Plane des Kammerguts in Preitungen. Die Nadspu ren führten nach manchem Kreuz und Quer nach einem mehrere Stunden entfernten Harzdorfe. Hier fand man das entwendete Getreide in drei Scheunen aufgestapelt. Der Besitzer der einen , Scheune , hatte keine Ahnung hiervon. Wie es sich in den beiden an, deren Fällen verhält, wird die Unter suchuna eraeben. - In Essen ist eine Sigi-Plantagen-Gesellschast ronstituirt worden. Zweck des Unternehmens ist Plantagenwirthschaft auf einem durch Dr. Hindorf von der Ostafrikanischen Gescllsaft erworbenen Complex von 2000 Hektar .in Umsambara, dem Kasfeelande" von Deutsch-Ostafrika. der nördlich vom Sigi-Fluß liegt.'Hier sollen Kaffeebäume angepflanzt werden. und man rechnet nach einer BePflanzung mit 500,000 Bäumen in 3 4 Jahren auf einen stetig steigenden Rohertrag und auf eine erhebliche Verzinsung des Anlagecapitals. Es wurde aber schon in der constituirenden Versammlung betont, daß die sich betheiligenden Capitatisten für einige Jahre auf ein ertragsloses Anlegen deö Geldes rechnen müßten. Die Form des Unternehmens ist eine Gesellschaft mit beDer Führer einer klei tten russischen Truppenabtheilung, der Kosakenlieutenant Sawitzki, stieß mit dem . Kundschafter Commando des 10. oststbirischen Linienbataillons, (unter dem Befehl des Lieutenants Michaillow) und 19 Kosaken in der Nähe der Staniza . Wenjukowä am linken Ufer deZ Ussuri auf eine Räuberbande, die an Kopfzahl den Angreifenden weit überlegen War7 Trotz des hartnacki gen Widerstandes der Chunchusen, die ihre vortheilhafte Stellung tapfer vertheldigten und trotz des sumpfigen schwer passtrharen Geländes wurden die Räuber geworfen und 20 Meilen weit verfolgt, bis der einbrechende Abend ein Ziel setzte. Die... Räuber büßten 7 Todte. 20 Gesungene und eine MengeWasfen und Munition ein; die Russen verloren einen Todten und einen Verwundeten. . Die n ä h e r n U m st ä n d e eines Mordes.' der auf den äußern Boulevards w Paris 'verübt wurde, zeigen, daß auch in der 'Verbrecherwelt Vertrauensbruch schwer geahndet' wird. Ein gewisser Ploquet, der eben -auö dem Gefängniß, entlassen worden war, wandte sich als' Mitglied einer ver zweigten Diebesbande an seine Spieß gesellen um Unterstützung und erhielt von dem Haupt der- Bande Namens Nougat 50 Francs zugebilligt. Ein junges Mitglied dieser Bande, Pergue, bkam denAuftrag. die 30 Francs dem Ploquet zu Lberbrwgen, verwandte sie aber für sich. Da Nougat Kenntniß von dieser Unterschlagung erhielt, berief er die Mitglieder der Verbrecherbände, zu. einer. Sitzung zusammen, in d:r. der Tod des . jungen Pergue beschlössen ''wurdet Als keiner sich frei, willig zur Ausführung dieses Mordeö meldete, wurde durch "das Loos ge wählt.;. '.Derunge Pergue. ivurde in einen Hinterhalt ..gelockt, .festgehalten und von' dem -durch das Löos. bezeich' neten lrancois ' Toucker durck einen Jnrrrftti ar?IVf Vii'ßrfdfT s JJ V fc . JlVIUfVil V IW VVWt.fcW. Vfc" dtt d erletzt,: , daß . ex kurze Zeit '-darauf, starb. Der Thater wurde verhaftet."
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