Indiana Tribüne, Volume 20, Number 86, Indianapolis, Marion County, 12 December 1896 — Page 1

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Gditorielles. 3n der Politik sieht e zur Zeit äußerst trostlos aus. Die beiden de-

mokratischen Faktionen stehen sich noch feindselig dllCind flf flCNÜbtt UND ktiNt I w DU ischeint zum Nachgeben geneigt. DaS ist freilich kaum anders zu erwarten. So kurz nach der Wahl ist kein Verständniß möglich und die Spaltung wird noch längere Zeit, wenn nicht für immer anhalten. ' Inzwischen dreht sich alle Rederei bei ihren Zusammenkünften um die Silberfrage oder Doppelwährung. wie sie eS fälschlich und ganz unwissenschaftlich und gegen alle Erfahrung nennen. DaS wäre nun an und für sich gleichgültig, wenn dadurch nicht wirtliche Reformvorschläge in den Hintergrund gedrängt würden. Unsere Politiker Paradiren mit ihrer Unwissenheit und Oberflächlichkeit, su. chen die Quellen der Uebel wo sie nicht zu finden sind, und die Arbeiter ma'n die gehorsamen Diener der Politiker , Eine allgemeine Altersversicherung wird von der Colonie Neu-SüdwaleS geplant. Nach dem Vorschlag der parlamentarischen Commission soll pensionöberechtigt sein jede Person, die über 60 Jahre alt ist, 18 Jahre in der Colonie. gelebt hat und wenig'? alS 50 Pfd. St. jährliches Einkommen hat Die Pension soll bei Unverheiratheten 10 Schilling, bei Ehepaaren 17 Schilling die Woche betragen und soll ein Recht der betreffenden Person bilden, kein Almosen sein; denn eö wird angenommen, daß jede Person, die 18 Jahre im Land ist, so viel zu seiner EntWickelung und zu seinem Wohlstand beigetragen hat, daß eine Pension von StaatSwegen gerechtfertigt ist. Die Kosten dieses VersicherungSplaneS belaufen sich auf 90.000 Pfd St. a)x lich, zu deren Deckung besondere Steuerquellen erschlossen werden würden. Ohne die beschränkende Bestimmuvg deS 18jahrigen Aufenthalte? im Lande veranschlagt man die Kosten aus 40.000 Pfd. St., und daS erschien der Kommission zu viel. ,,, Beim Durchlesen unserer Wech elblätter stießen wir heute auf fol gende zwei kurze Artikel, die wir ohne -gend welchen Commentar hier wiedergeben. 2n dem einen Blatte hieß ?S : Eine Hungertod - Statistik. Im Laufe deS vorigen JahreS hat die Jury deS CoronerS in London, der reichsten Stadt der Welt, 71mal den Wahrpruch abgegeben: Tod infolge Verhungernö." Im Jahre 1894 waren nur" 33 HungertodeSfälle conftatirt worden. Die Zahl der Frauen, die HungerS starben, war elheblich größer, als die der Männer, die derart zu Grunde gingen. Die Wittwe eines DockarbeiterS war von langer Entbehrung so entnervt, daß ein ihr gereichte? Mahl sie lödtete." Und in dem anderen : DaS Organ der englischen HeilSar mee, die Sozial Gazette", verbürgt sich für die Echtheit folgender Rechnung, die eine feine Londoner Dame jüngst einem fashionablen Hundeschneid" gezahlt hat : Beschlagener Kragen und Silber bracelet 17 Mark, sechs Nachthemden 12 Mark, zwei Paar braune Schuhe 8 Mark, zwei Paar Gummischuhe 8 Mark, ein Seafide"-Rock 6 Mark 60 Pfennig, ein Morgenrock 7 Mark, ein Gesellschastkanzug (goldbeschlagen) 30 Mark, ein pelzgefütterter Ueberrock 20 Mark, Summe 108 Mark 50 Pfennig." Schade, daß wir keine Hunde da ren!" könnten die 71 ..Ebenbilder GotteS", die nach dem Londoner Poll zeibericht während deS vorigen JahreS in London HungerS starben, sagen, wenn sie noch lebten." Drliittdjricljlcn. Inland. Wetterbericht. WolkigeS Wetter heute Nacht; käl tereS, schönes Wetter am Sonntag Gestrige Temperatur: Minimum 44 Grad, Oerä?derung in 24 Stunden 10 Grad. AndenGalgen. Frankfort,12.Dezember. DaS ApellationSgericht .hat-heute Morgen das Schicksal Alonzo WallivgS besiegelt. Er wird jetzt definitiv gehäng für seine Theilnahme an dem Pesr Bryanschen Mord.

Wichtig für Pythiasritter. Milvaukee, WiSc., 11. Dez. f 3m Superior-Gericht gab heute Rich-, ter Austin eine Entscheidung in dem Prozeß der Frau Bertha Ruggaber,

gegen die Supremeloge. der K. os P. ab, welche für Hunderte von Fallen von ausschlaggebender Bedeutung ist. . Frau Ruggaber forderte 51000 Verficherung für daS Leben ihreS Gatten, welcher im November 1893 in einem Anfall von Geisteskrankheit Selbstmord beging. Die Auszahlung der Versicherung wurde aus dem , Grunde verweigert, daß, wenn ein Mitglied in urechnungifahigem oder unzurechungSfähigem Zustande Selbstmord begeht, alle Rechte aus dem MitgliedsZertifikat hinfällig werden. Von C u b a. M a e e o s Tod ,. och immer fraglich. H a v a n a, 11. Dez. GeneralkapiSa Weyler ist hierher zurückgekommen und wurde festlich empfangen. Die Stadt wurde ihm zu. Ehren dikorirt und illuminirt. Dr. Zertucha hat deS Weitereu mittheilt, daß Maeeo nicht die Trocha der die Militärlinie überschritt, sondern in einem offenen Boot in die Provinz Havana fuhr.., DaS Boot hielt nur acht Mann und machte die Fahrt fünf Mal, so daß Maceo nur vierzig Mann bei sich hztte. Die Nacht war finster und stürmisch. Er anbete bei BaneS und eS war ganz unerwartet, daß er auf spanische Solbaten gitß Trotz all dieser Mittheilungen, wird hier der Tod MaceaS nicht allgemein geglaubt und Viele nehmen an, daß die angeblich an den Leichen gefundenen Ringe und anderen Dinge gar nicht Maceo gehörten. Key West, Fla. 11. Dez. Die hiesigen Cubaner glauben nicht an MaceoS Tod. Von. zuverlässiger Seite wird behauptet, daß Zkrtucha gar nicht MaceoS Arzt war. Madrid, 11. Dez. Die Freudenbemonftrationen wegen deS TodeS MaceoS dauern fort. Der Königin wurde heute bei ihrem Erscheinen im Theater eine Ovation gebracht. - Ausland. Der GeheimpolizeiSkandal. B e rl i nll.Dez Die Presse giebt in einer Besprechung deS Ausfalles deö ensationellen Leckert-Lützov-Prozes-seS dem Bedauern Ausdruck, daß so Manch. 's unklar geblieben ist Noch aber wird von den Nachspielen Vieles erhofft. DaS nächste Nachspiel ist die Prozesfirung deS CommissärS der pilitischen Polizei v Tausch. Tausch ist im Gefängniß den verschiedensten StimmungS - Anwandlungen unterworfen. Bald bricht er vollständig zusammen und weint wie ein Kind, bald wüthet und droht er, er werde, nachdem er seine Stellung verloren habe, nun auch frei von der Leber weg reden. Der Sturz deS Mannes ist ein um so tieferer, alS er bisher hoch gestanden hat. Bei seiner Verhaftung trug er zwei werthvolle Ringe an der linken Hand; der eine ist ein Geschenk deS Zaren, der andere eine Gabe deS Prinzen von Wales. ' DaS Gerücht, daß Tausch Selbstmord im Gefängniß begangen habe, ist unbegründet. Er wurde heute dem die Untersuchung führenden Richter Land gerichtSrath Herr vorgeführt und hatte vor diesem ein mehrstündiges Verhör zu bestehen. Die Anklage laut, aus Meineid, Amtsmißbrauch und ' ..stif tung zur Fälschung. Die Annahme von Bürgschaft ist verweigert worden. Wie die Verhältnisse stehen, ist mit Sicherheit auf eine Zuchthausstrafe für lange Zeit zu rechnen. Zahllose Tausch-Geschichten werden mit großem Eifer verbreitet. Der Commissär bezog nur ein geringes Ge halt und lebte doch auf großem Fuße. Viele möchten nun wissen, woher er die Mittel zu einem solchen Äufwande hatte. Der Botschafter Gras Philipp zu Eulenburg ist heute vom Kaiser in Audienz empfangen worden. WaS da zur Sprache gekommen ist, entzieht sich natürlich vorläufig der Oessentlichkeit Man nimmt indeß allgemein und woh nicht mit Unrecht an, daß eS der Geschmeidigkeit.deS Grasen gelingen werde, Wieder festen yoden, welcher bereits arg

seine Füße zu bekommen. ES heißt weiter, daß der Botschafter einen neuen Angriffsplan, dieömal gegen den Fürsten Biömarck und den Grafen Walderfee, ausgeheckt habe. Und die Moral von der Geschicht'? Die National-Zeitung" sagt, diese Moral verlaute : 'So versuchte man den Kaiser politisch zu beeinflussen." Den Berliner Neuesten Nachrichten" zufolge steht die Sozialdemokratie als tertiuS gaudenS" (der sich freuende Dritte) daneben. Die Sozialdemokraten erheben denn auch ein Freudengeschrei. Der Vorwärti" erinnert an die berüchtigteHalöbandgeschichte Marie Antoinette'S und geberdet sich so, alS ob ein neuer Bastillen-Sturm unmittelbar bevorstände. Und Bebel wirft sich

in die Brust und redet große Worte. 3a einer sozialdemokratischen Ver ammlung hat er sich gerühmt, er werde an anderer Stelle schon Auskunft über die Hintermanner Tausch'S geben, und zwar glaube er in diesem Falle an 'eine Dreieinigkeit". Dem fortdauernden Gerede über eine angebliche Nebenregierung", welches von der ..Kolnischen Zeitung" mit hrem Artikel über die glügeladju-anten-Politik" angeregt worden ist, will der Ober-StaatSanwalt Drescher mit dem MajestatS.BeleidigungS.Pa. ragraphen deS Strafgesetzbuches zü Leibe gehen und die Deutsche TageSZeitung" billigt diese ftaalSanwaltliche Drohung. Ob mit dieser jedoch auch nur daS geringste Resultat erreicht werden wird, muß um so unwahrcheinlicher erscheinen. alS der soeben beendete Prozeß, wenn er auch keine volle Klarheit gegeben, so doch derchiedene Streiflichter aus obwaltende Mißstände geworfen hat, welche stark aus die Existenz einer solchen Nebenregierung" hinweisen. Sin kräftiges Wort.. N o m, 11. Dez Slgnor Mriani,' der Führer der' Sozialisten, erklärte heute bei Besprechung deS TodeS Anonio MaeeoS, daS HauS müsse sich zur Anerkennung MaceoS verpflichtet fühen, welcher für die Freiheit seine? LandeS wacker kämpfend gefallen sei. Die vom Redner ausgesprochenen Gefühle anden bei der Linken lebhaften und lauten Anklang. Signor Jmbriani setzte hinzu. Ausstand sei die Pfl cht der Unterdrückten, und mit Ruhm bedecke- sich Derjenige, welcher sein Leben für die Freiheit deS Vaterlandes opfere. Aufsehen erregte, daß - Jmbriani nicht zur Ordnung gerufen wurde, und daß man von den Hochrufen der Gallerie bei seiner Lobrede auf Antonio Maceo keine Notiz nahm. ES heißt, der Präsident habe nicht remonstrirt, weil er fürchtete, eS möge dadurch zu heftiger Diskussion kommen. Präsident Faure geht nach Rußland. L o n d o n, 11. Dez. Eine Pariser Depesche der Daily Mail sagt, Präsident Faure habe eine direkte Einladung von der Zarina zum Besuche Rußlands erhalten, und er sei entschlossen, sie anzunehmen. Die Krawalle in St. P eterSburg. St.PeterSburg,11.Dez. ES verlautet jetzt, daß die Studenten. Unruhen anläßlich der .geplanten Feier zum Gedächtniß der bekannten Kataftrophe auf derKhodinSkoje-Ebene bei der KrönungSfeler, ernster waren, wie früher gemeldet wurde. Die Kosacken mußten die-Menge angreifen und 1600 Verhaftungen wurden vorgenommen. Großsurft SergluS, der frühere Gouvernör von Moskau, ist sehr unbeliebt und man hat ihm den Spottnamen Herzog von KhodinSkoje beigelegt. Man glaubt, daß er bald zurücktreten wird, da er ständig der Gegenstand feindseliger Manifestationen ist und durch öffentliche Anschläge bedroht wird. Der Untergang deS Salier. Zwischen 400 und 600 Menschen umgekommen. B e r l i v, 11. Dez. Eine Depesche der Kölnischen Zeitung" von Eoruna sagt, daß der Salier" Antwerpen allerdings mit 210 Passagieren verlas sen, aber weitere in verschiedenen spa nischl Häfen aufgenommen habe. Der Korrespondent schätzt die Anzahl der Opfer der Katastrophe auf 400 biö 500. -

Der Salier wurde vom Kapitän Wempe kommandirt, als er unterging. Das Unglück ereignete sich während eines dichten Nebelö und sehr schweren Wetters. Der Salier hatte eine furchtbare Fahrt von Bremen nach Corüna. Zwei seiner Boote wurden von schweren Wogen über Bord gerissen und er erlitt auch anderen Schaden.

Man glaubt, daß ungefähr 400 Personen umkamen. Der Dampfer rannte in der Montag-Nacht auf ein Felsenriff, etwa 2 Meilen von Cap Carrubedo, aus der Fahrt von Coruna nach Villagarcia, wo er eine weitere Anzahl von Passagieren für Buenos AyreS aufnehmen sollte. ES wird gemeldet, daß diele Trümmer an, die Küste gewaschen wurden. Die Nachforschungen nach etwaigen Ueberlebenden ist bis jetzt vergeblich gewesen und man hat wenig Hoffnung, daß Jemand dem Tode entgangen ist. DaS Wetter war dick und schwer. ES war Nacht und Kapitän Wempe scheint in Folge deS Nebels und Regens die Richtung verloren und zu rasch auf den Hafen zugehalten zu haben. . Dadurch vermied er die Felsen unterhalb deS CapS Carrubedo nicht und ging mit dem Schiffe und Mann und Maus unter. Man weiß, daß der Salier einen Lsotsen an Bord hatte, als er aufrannte. DaS Wetter aber, daS der Dampfer durchzumachen hatte, nahm die Natur eines Orkans an. Die Depesche auS Coruna sagt veiter : In Folge deS Umstände?, daß eS keine Ueberlebenden der Katastrophe giebt, kann man nur Theorien über die Ursache deS Unglücks aufstellen. Hiefige Fachmänner glauben, daß beim Verlust des Salier" ganz ähnliche Umstände mitwirkten, als bei dem Verlast des britischen Dampfers Drum mond Eastle an dem äußersten nordwestlichen Ende Frankreichs im letzten Juni. Wie im Falle deS Salier war LäS Wetter' bor "denr'Uatergana7 deS Drummond Castle" und dem Verluste von fast 2S0 Menschenleben, sehr schwer und gefolgt von dickem Nebel, der den Kapitän Pierce verhinderte daS Leuchtfeuer zu sehen. Der Stoß muß'e, wie damals allgemein angenommen wurde, den Dampfer ganz aufgerissen haben. Er glitt augenscheinlich über daS Riff und rersank sofort im tiefen Wasser. ES wurde keine Spur deö SchiffeS gefunden. AuS Vigo, Spanien, wird gemeldet, daß mehrere Leichen von dem Unglücklichen Schiff Salier anS Land gespült wurden, darunter die deö Kapitän?. Der Hamburger Streik. London, 11. Dez. Wie sich da? CZfAnlß1M Ant Aifit nlKaM c if tvuiviii u u v yuuivuty MIVIU laßt, hält man in Kreisen, welche mit den streikenden Dockarbeitern sympathifiren, die Schlacht für verloren, und die Fonds fi'd der Erschöpfung nahe. Au? Südafrika. Pretoria, 11. Dezbr. Präsi. dent Krüger sagte heute bei Eröffnung der Sitzung deö VolkSraad, die BurgherS wünschten friedlichen Fortschritt, würden nur aus der Defensive bleiben, und sich nie aus die Offensive begeben, und wünschten freundliche Beziehungen zu Großbritannien zu unterhalten. nn Ochiffs-Nachrichten. Angekommen in: Liverpool: Campania" von New Sork New Sork: California" von Hamburg. M o v i l l e : Ethiopia" von New öork nach Glasgow. Liverpool: Rh;nland" von Philadelphia. ' m ,, m allerlei. Die städtische ArbeltSnachweisstelle in Straßburg verösfentlicht den Bericht über ihr erstes . Geschäftsjahr. Hiernach wurden 7650 Gesuche von Arbeitgebern und A.'beitneymern getragen, on oen euchkn wurden 3724 (48.6 Procent) be? riedigj. Auf die männliche Abtheiuna entfielen 1463 Gesuche von Arbeitgebern und 2657 von Arbeitnehmern.' Von ersteren konnten 952. von den Letzteren 931 befriedigt werden im Ganzen also 4120 Gesuche mit 1V33 (46,9 Procent) Erfolgen. In der peiblickien Vbtbeiluna wurden 1673 tzeiucye yon Arbeitgebern unh

z von Dienstboten und Arbelterinnen , eingetragen. Befriedigt wurden 880 der Arbeitgeber und 911 d:r Arbeituehmer. im Ganzen also 3530 Gesuche ' mit 1791 (50 Procent) Erfolg. Die ! Arbeitsnachweisstrlle wurde bei der männlichen Abtheilung hauptsächlich ' . i w i rw r.

von ungelernten vitoeuern ln ÄNjprucy genommen. - Die gräßliche That eines Wahnsinnic?en hat in Albigny. bei Lyon, die Bevölkerung in Sch:eck:n versetzt. Hier lebten in einer kleinen Farm die Brüder Aime und Michael Large beisammen, der. Erstere 66, der Zweite 60 Jahre alt. Michael Large hatte seit einiger Zeit Spuren von Geistesumnachtung gezeigt, sodaß dcrBruder bereits Schritte gethan hatte, um ihn demnächst in ein Hospiz zu bringen. An einem der letzten Tage nun bemerkten Nachbarn in der Frühe,- wie Michael Large plötzlich einen mensch lichen Körper aus dem Fenster seines Zimmers in den Hof hinabwarf. Man trat hinzu und fand hier den Leichnam des Aime Large, den Kopf sfl vom Rupfe losgetrennt, und im Üebrigen am Körper auf daZ Gräßlichste verstümmelt. Als der Thäter den Umstehenden und den herbeigerufenen Poli zisten in dem ruhigsten Tone erzählte, daß er seinen Bruder getödtet und den Körpu hinabgeworfen habe, merkte man, daß man einen Wahnsinnigen vor sich habe. Natürlich wurde de?Jrre noch in derselben Stunde nach der H:ilanstalt befördert. In Littau (Mähren), wurde der Varitonist Livowsky. Mitglied der Theatergesellschaft Truka, von einemArbeiter erstochen. Lipowsky hatte nach Mittemacht in Gesellschaft eines Freundes ein Gasthaus verlassen, um sich auf den Heimweg zu begeben. Plötzlich trat ihnen ein Mann entgegen, der sich mit einem scharfen Jnstrumente auf Lipowsky stürzte und dasselbe ihm in die Brust stieß, so daß er zusammenstürzte und bald dauf starb. Sein Begleiter, der ihm beispringen wollte, truz ebenfalls einige Verletzungen davon. Lipowsky ist, wie man allgemein annimmt, das Opfer eines Irrthums. Der Thäter, der Arbeiter Stockert, hatte nämlich mit anderen Arbeitern Streit und lauerte denselben des Nachts cuf. Als nun Lipowsky und sein Begleiter auS dem Gafthaufe kamen,"glaubte.Stockut .in, ihnen die Personen zu erkennen, die er treffen wollte, und stürzte sich aus sie. Er wurde bereits festgenommen und legte ein vollkommenes Geständniß seir.er ruchlosen That ab. Welche Unsumme von Aberglauben noch in manchen Kreisen vorherrscht, lehrte eine in Leipzig stattgehabteGerichtsverhandlung gegen eine weise Frau." Im dortigen KrankenHause lernte eine Köchin einen jungen Assistenzar-t kennen, den sie sich einbildete." ohne daß er davon eine Ahnung hatte. - Der Assistenzarzt ließ sich in Ehemnitz nieder, und die liebesbedürftige Köchin wändte sich an die Frau Erone, die seit 14 Jahren daZ Gewerbe als Kartenschlägerin und Sympathiekäuferin- betreibt, welche einträgliche Beschäftigung nur unterKrochen wurde durch zweimalige schwere Bestrafungen. Die Sibylle verkaufte ihr denn auch allerhand Mittelchen" und wandte jegliche Art von Sympathie an. natürlich ohne den gewünschten Erfolg. Außer den Liebessympathien" vertrieb Frau . Crone auch zu dem civilen Preise von fünf Mark und sieben Pfennigen" ein Mittel. welches gegen den Staatsanwalt" schützen sollte. Das erwies sich als recht wenig schutzkräftig, denn Frau Crone wandert auf 2 Jahre 4 Monate in's Zuchthaus und hat außerdem 300 Mark Geldstrafe zu bezahlen. Die von dem Ephoren Leonardo in Athen geleiteten Ausgrahingen in dem thessalischen District Agyia haben zwei sehr interessante Kuppelgräber zu Tage gefördert, die der letzten mylenischen Epoche angehören. Man hat zum ersten Mal au' tbcisalisüem Boden derartige A' declunaen gemacht, in denen man V r. ' Beweis für die Ausbreitung der mykeNischen Civilisation bis in die nördlichsten Theile Thessaliens zu erblicken hat. Die beiden Graber sind 44 Meter von - einander entfernt. Die Höhe jedes einen mißt 3 Meter. Es ruht darin ein Todter, de? das Antlitz nach dem Ewgang. die Füße nach Süden den gerichtet hat. In der linken Hand hält er ein 0.50 Meter langesSchwert, dessen Griff mit Zierrath geschmückt war. Außerdem fand man 40 Gefäße in allen Größen und Formen sowie zahllose Hunde- und Pferdeknochen darin. Das zweite, 0.60 Meter breite Grab scheint beraubt worden zu sein, doch fand man auch darin einige interessante Gefäße. ' Noch weitere'Grät l . m c m . ver uno oie ruilomauern aner joau ten wurden ausgedeckt, so daß die Vermuthung zulässig erscheint, daß an der Ausgrabungsstatte die von Lwws erdähnte alte Stadt Siklrion lag. ES lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut brault Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungeventzündung, DiphteritiS oder Fieber. Hood'S Pflanzen von den auSaesuchlestenPillen sind sorgfältigst zubereuer.

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