Indiana Tribüne, Volume 20, Number 70, Indianapolis, Marion County, 26 November 1896 — Page 2

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ZndZsna Zrwüue.

Erscheint Täglich und Somüag. Die tZzliche .Tribüne kostet durch den Tilget i Cent per Woche, die e,ontaa,TttbaeI Cent per Woche. Leide ,usau'en IS Cent ode, 65 CentJ per IKonat. Per Post außerhalb d .tbt iugefchiSt l Voraubethlnnz f pe, aHr. onutt io Lüd labama Lirabe. Indianapolis, 3nd., 26' Nov'br 1L9S. Gin Diplomfchwwdel In Melun ist dieser Tage ein Protefj verhandelt worden, welcher eine interessante Vorgeschichte hat und zur Aufdeckung eines weit verbreiteten Schwindels die Veranlassung gewesen ist.- Angeklagt war der 60 Jahre alte Marquis de Casaux aus Etamps und zwar auf eine Anzeige seines eigenen Sohnes Bertrand, der von seinem Vater sehr strenge gehalten war und sich dafür mit einer Anzeige wegen Gewaltthätigkeit und Urkundenfälschung revanchirt hatte. Ueber die Vorgeschichte und den Abschluß des Processes gibt ein Correspondent die solgende Darstellung: Der Marquis de Casaux ist 60 Jahre alt, untersetzt, vierschrötig, das aufgedunsene, rothe Gesicht von einem weißen borstigen Schnurrbart durchquert. Nichts verräth an ihm die Abstammunz von der königlichen Hugenottin Jeanne d'Albret. Aber der Schein trügt; er prügelt in unverkennbar aristokratischer Weise den Pfarrer durch, mißhandelt die Dienstboten, verleumdet seine Gegner in seinem Leibblatt L'Anticrapule" (Der Lumpenfeind) und waltet seiner Kinder mit einer Strenge, die ihm im alten Sparta einen hohen Rang gesichert hätte. Leider fehlt unserem verweichlichten Zeitalter dafür der Sinn. Daher fand er sich auf der Anklagebank; der eigene Sprößling hatte ihn wegen allzu harter Kasteiungen und Urkundenfälschung dem Gerichte angezeigt. Und welch' elender Sprößling für den Nachkommen der Tochter des Königs von Navarra, dieser junge Graf Bertrand de Casaux! Ein ausgemachter Kleiderleib mit einem stark gewichsten Schnurrbart in dem ausdruckslosen Puppengesicht; bet Freund von Circusreitern ' selbst eine Circusfigur. Kaum 20 Jahre alt schuldete er schon 3000 Francs seinem Schuster, so daß der Marquis ihn bei der Großjährigkeit unter Curatel stellen ließ. Nicht einmal höhern Ehrgeiz besaß der Bengets nachdem er fünf Mal vergebens sich für die Baccalaureatsprüfung hatte einpauken lassen, um sich für die Cavallerieschule von St. Cyr zu melden, wollte er als gemeiner Soldat eintreten. Ein Casaux mit dem Kalbfell auf dem Rücken! Jeanne d'Albret hatte sich im Grabe umgedreht. Entweder Du gehst nach St. Cyr oder ich enterbe Dich," schrieb ihm der gekränkte Vater. Du Schafskopf, Du hast nur die eine Idee, zu schlemmen. Glaube nicht, daß es mir Vergnügen macht, einen Tropf wie Dich zum Sohne zu haben!" Da war denn guter Rath theuer. Seine Circusbekanntschaften liehen Bertrand wohl Geld, aber ihm durch das Examen zu helfen, das konnten sie nicht. In seiner Noth eröffnete er sein Herz einem derunglückten Advocaten, Diard, der ihm früher Unterricht ertheilt hatte. Eine Kleinigkeit rief dieser aus. Weshalb lassen Sie die Prüfung nicht durch einen andern abmachen? Sie brauchen nur Ihren Namen Herzugeben. Ich felbst habe das schon für einen andern besorgt." Ein Stein fiel darob Bertrand vom Herzen. Der gute Diard machte sich auf die Suche nach einem Stellvertreter und stöberte zwei auf, Courtois und Deon. Der letztere, ein Hungerleider jugendlichen Aussehens, hätte besser für den jungen Grafen gepaßt, alö der schon mannhafte barttragende Courtois; aber Deon h?.tte sich schon anderwärts für eine ähnliche Rolle verdungen; und da Courtois versicherte, nach Abscheerung seines Bartes im Schülergewande den Bertrand ganz leidlich spielen zu konnen, so wurden sie handelseinig. Nur war Bertrand so unklug, Courtois schon im Voraus dieSumme von 1000 Francs, die er von seinem Freunde, dem Cittusstallmelster PhiliS. geborgt, auszuzahlen. Die Folge war, daß Courtois sich nicht die geringste Mübe s ah und schon vor der mündlichenPru ung gründlich durchplumpste. Daraus kam die Reihe an den zweiten Candi dattn, Deon; aber er verlangte HOOO Franks; bei Grasen blsherigtr Banlier PhlllS war in der Provinz verduftet; wohl oder Übel hatte Vertrand sich an seinen ahnungNosen Batcr zu wenden. Dies geschah zu Paris im Cafe dn Helder. Der Alte schäumte anfangs aus; aber und hier beginnt sein Verbrechen der Stolz, einen Sohn untcr den sashionablen Galnt Crzrianern zu haben, beschwichtigte sein, Bedenken. Er willigte in dtn Betrug nicht allein ein. sondern unter stUtzte ihn thatsächlich, indem er als Bürgermeister von Grez die NamensUnterschrift des Pseudo-Vertrand, der sich an die Facultät von Caen gewandt, als die seinesSohneS beglaubigen ließ. Hätte er nun, wie dies vereinbart worden. dem Vertreter die Summe von 3000 Francs ausgezahlt, so wäre, wie über so viele andere akademische Flunkereien, auch über diese schon GraS gewachsen. Deon bestand nämIich die Prüfung und Bertrand erwachte eines Morgens als glücklicher Baccalaureus; aber leider ließen sich mit diesem Diplom allein die Thore von Saint-Cyr nicht stürmen. Es bedurfte dazu einer schriftlichen Prllfung; Bertrand reichte ein unbeschriebenes Blatt ein; er konnte eben nicht mehr geben, als er in sich besaß. Saint-Cyr blieb ihm also verschlossen, zum größten Aerger des Marquis, der darob seine Wuth an dem armen Deon ausließ, ihm zwar. 500 Francs ein händigte, den Rest von 2500 Franci

aber durch eine gute Tracht Prügel im Taft Helder auszugleichen suchte. Deon ging natürlich auf diese Zahlungömethode nicht ein; er besaß zahlreiche Briefe des jungen Grafen, die den Betrua bestätigten, verfolgte seit-

dem den Marauis mit der Drohung von Enthüllungen, wie er dies schon mit andern Candldaten gethan, für die er in's akademische Gefecht getreten, bei denen iekt. nack sieben Jahren, die ganze saubere Geschichte vor Gericht ruchbar ward. Der eigene Sohn, rnc eigenen Verwandten.thaten dem adelsstolzen Vater diesen Schimpf an. Der alte Marquis war namuch nachgeraoe unerträglich aeworden. wüthete in seinem Scklosse aeaen seine Kinder, gegen die Dienstboten, gegen die Pfarrer. Um ihn unschädlich zu machen, vielleicht ihn für verrückt erklären zu lassen, wurde der Klage über Mißhandlungen noch der Vorwurf der Fälschung hinzugefügt. Indessen das Gerickt sprach ihn frei: es dachte an die zahllosen Processe, denen die Verurthellung des Grasen als Pracedenzsau dienen könnte; an die vielen Baccalauiei in partibus. die sich ihr Diplom auf ähnliche Weife verschaffend begnügte sich bannt, den komischen Schwindel aufzudecken und dadurch in dieser lachebedürftigen Zeit zur allgemeinen Heiterkeit wohlthätig beigetragen zu haben Der Aderlaß alö Heilmittel. Die wissenschaftliche Heilkunde hat es schon mehrfach erlebt, daß Heilmittel, deren Wirkungslosigkeit lange Zeit hindurch in weiten ärztlichen Kreisen feststand oder die wohl schon der Vergessenheit anheimgefallen waren, spätechin wieder zu Ehren kamen. Zu solchen langst überwundenen" Mitteln gehörte auch der Aderlaß. Bis in die Mitte dieses Jahrhunderts wurde dizfe kleineOperation, die das ehrwürdige Alter von mindestens 2000 Iahren hat die alten Inder haben sie zuerst geübt von den Einen auf's Höchste geschätzt und der Aderlaß als ein Heilmittel gegen jedwedes Gebrechen gepriesen, von den Anderen auf's Tiefste verdammt und seine Anwen, dung geradezu für ein Verbrechen erklärt. Freilich hatte die letzte Partei wohl Anlaß zu einem solchen Verdammungsurtheil; denn so lange der Aderlaß das A und O der ärztlichen Kunst war, wurde er. arg gemißbraucht, man ließ auf Tod und Leben zur Ader, und Hunderte und Tausende mögen den Blutverlusten zum Opfer gefallen sein. Die neuere Wissenschast warf den Aderlaß also zum alten Elsen, er wurde so selten noch gehandhabt, daß es genug Aerzte gibt, die während ihrer Studienzeit niemals einen Aderlaß gesehen haben. Nur vereinzelte Praktiker aus der alten Schule griffen in gewissen Fällen immer noch auf das Verfahren zurück; sie hielten auf Grund ihrer Erfahrrnfgen trotz aller Anfeindungen an der Ueberzeugung fest, daß dem Verfahren etwas Gutes innewohne und daß ein energischer Aderlaß unter Umständen lebensrettend wirken könne. Und dieses Gute, wenn auch zeitweise unterdrückt und verkannt, hat sich in neuester Zeit wieder größere Anerkennung runaen. Oberstabsarzt a. D. Dr. Aug. Dyes in Hannover war der Erste, der 1883 wieder vle ÄUsmerrsamkeit der Aerzte auf den Aderlaß lenkte, und zwar als ein Heilmittel gegen die Bleichsucht. Es wird auf den ersten Blick geradezu widersinnig erscheinen, gegen eineKrankheit, die man gemeinhin auch wohl als Blutarmuth bezeichnet, noch Blzrtentziehung anzuwenden. Verächtliches Achselzucken war wohl die eiiizige Kritik, die man zunächst sür diesen Vorschlag hatte. Indeß im Jahre 1890 erstanden Dr. Dyes in Dr. Wilhelm! (Schwerin) und Dr. Scholz (Bremen) schon zwei Zeugen, welche bestätigten, daß in manchen Fällen von Bleichsucht sich ein kleiner Aderlaß noch heilsam erweist, wenn alle Eisenmittel u. s. w. längst versagt haben. Ein warmer Lobrede ntt entstand dem Aderlaß schließlich rt in 5r. Sckubert (Neinerz). der seine Anwendung nicht nur bei Bleichsüchtigen, sonvern aucn nsco oei anderen Krankheiten empfahl. Das romt ttt also der Veraessenheit ent rissen, und seine Freunde mehren sich rtH Tslsl in Taa. NeuerdinaS tritt auch Dr. KrLnig vom Krankenhaus ?rr edrichshain in Berun zur öt gun ' . ' k. - n.k. . - t - ft . 1.. . i v m riiinn Dti vioeiia c in oer ... -n ; Wa .u (fi nnti itraninciiSAU uanucii ein. Ytt&fc'rßHbtrt bei Bleicuiucktiaen sah 1 i - - ' i r i . . , ' VI 1 . . .4 A Irfll auch dieser Kliniker nach otiwtflcn Aderliflen nie eine Berschleckterung der (ZrschelttUttgtn, wohl aber in clnl sten Fällen eine ganz außerordentliche. hiirLinuiä einwandfrei ans den voran, gegangenen Aderlaß zurückzuführende Besserung, vezw. cuunn, uno er ein hfifhft. bei bUlllfltrn Neb schlagen aller r, -i ,, ernt bei Blcichsuch! uvllchen wwwwu el drei kleine Aderlässe nicht unver. ucht zu lassen, ckhr ykilsam. ja elbit lebenSrttend. bat sich diesem Arzt der Aderlaß bei Herzkranken mit itarkm Kreislaullzmderntlltll Msoiae von Herzklappenfhlern erwiesen. D'nch Verringerung der Alutmenge t rw m t i t k . rönnen Äiuijiauungen veiemgl werden. das Herz ersährt eine Entlastung und erhält Zeit zur Erholung. Maner, der an Lungenentzündung litt und dessen bläuliche Gesichtsfarbe eine beginnende Erlabmuna des reckten Herzens erkennen ließ, verdankt einem kühn eingeleiteten Aderlaß sein Leben. Wohl können in solchem Falle auch starke Reizmittel, z. B. Champagner, Kampfer u. f. w.. manchmal noch die Kraftleistung desHerzens erhöhen, damit es die abnormen Druckverhältnisse im kleinen Kreislauf überwinden kann; aber vermag deren Wirkung seine Pumpkraft nicht mehr zu heben, so schreitet die Blutstauung in den Lungen weiter vor, der Gasaustausch wird immer mangelhafter, es droht Ueberladung des Blutes mit Kohlensäure und infolge dessen Erstickung. Eine Verringerung der Blutmasse durch einen Aderlaß rettet hier geradezu das Leben. Eine kleinere

Blutmenge kann as Herz noch in Vewegung setzen, es erholt sich ein wenig, es ist Aufschub einer Krankheit erzielt, bei der von einem Tag -zum andern von selbst eine günstige Wendung eintreten kann.' In solchen' kritischen Augenblicken griffen auch wohl Aerzte Fvl r l r ri f.?

zum Averlan, oie ioni von icincc Nutzlosigkeit tief überzeugt waren. Aber ebenso wenig, wie es Zufall war, wenn er sich hier wirksam erwies,' wav es Zufall, daß so Mancher, dessen gedunsenes Gesicht, dessen hämmernde Schläfen einen drohenden Schlaganfall verriethen, durch einen energischen Aderlaß gerettet wurde; ein starker Aderlaß zur rechten Zeit kann oftmals noch eine Gehirnverblutung verhüten. r . r . . (sl.id. AtlVsAVIl Ü5 ließen jitg nou) uuc yiciiyc umuu Krankheitszustände nennen, in denen ein Aderlaß auch nach neueren Anschauungen heilsam sein kann natürlich ist er kein AllerweNsmittel, das nie versagt. Seine Wirkungsweise ist in allen den Fallen, wo er vurch erringerung der Blutmenge mechanisch erleichtert, durchsichtig. Das Blut strömt verstärkt dem Gefäßbezirk zu. I V VW 1 W IN dem nach ver mienrzieyung oer geringste Druck herrscht, und von den blutüberfüllten Theilen (Gehirn. Lunge u. f. w.) findet ein starkes Abströmen statt. Die Blutentzieyung setzt den Blutdruck in allenGefäßgebieten herab, außerdem führt dieVerminderung der Gesammtblutmenge zu Veränderungen in der Blutzusqmmenfetzung. Der Korpev äußert sofort das Bestreben, sobald als möglich den normalen Druck wieder hexzustellen; er paßt der veränderten Fluffigrettsmenge die Weite des Gefäßsystems an, indem er durch Nervenetnslutz den Binnenraum der Gefäße verengert; dann wird aber zur Deckung de Verlustes von allen Seiten Gewebsslüssigkeit aufgesaugt, das Blut wird also verdünnt. Es werden große Gewehsgebiete entspannt, und vielleicht entspricht diesem Vorgang dasGefühl der inneren Erleichterung. daS die Kranken meistens angeben. Nach 3 5 Stunde. (st indeß per normale Druck wieder hergestellt, Daneben' fygnri auch sofort die innere Arbeit deS Körpers, um die noch fehlenden Bestandtheile des Blutes zu ersetzen. ' Die Stätten der Bluthildung, d. h. das Knochenmark, in vem die rothen Blutscheiben entstehen, werden, dielleicht ähnlich wie unter dem geringeren Luftdruck im Gebirge, zu energischerer ölrbeit angeregt, die rothen Blutscheiben vermehren sich und das hlasse Blut eines Bleichsüchtizen erhält bald eine frischere Farbe. Gemewnüdigeö. Boraxwasser als MundwasserundWaschmittel. Mehrere große Stücke Borax löst man in einer Flasche in so viel Wasser auf, bis sich kein Bodensatz mehr zeigt, und versetzt das gewöhnliche Waschwqsser jedesmal mit etwas Borazwasser. H o l z w ü r m e r, die sich zuweilen in alten Möbeln zeigen und an den frisch gebohrten Löchern durch daS daraufliegende oder herabgefallene Holzmehl sich bemerkbar machen, beseitigt man dadurch, daß man mit Hilfe eines feinen Spritzchens Karbolsäure in daS Bohrloch bringt und die Oeffnung des letzteren dann gut verkittet, beispielsweise mit Leim oder Syndetikon. Hierdurch ersticken die Käfer und ihre Larden. Die Möbel müssen öfters nach etwaigen neuen Löchern abgesucht werden. Rettig-Bonbons'. Man schält und reibt einen Nettig, drückt den Saft davon durch ein Tuch oder Sieb in den zu kochenden Zucker und kocht den Zucker zu starkem Bruch. Nun wird dieser Zucker gezogen. Nachdem derselbe fest genuy ist, windet man ihn zusammen und zieht ihn in Stangen aus, die man, nachdem sie erkaltet, in einen Zoll lange Stücke zerschlägt. MeckleuvurgerPunsch. Auf zwei Pfund Zucker, an dem die Schale von zwei Citronen abgerieben ist, gießt man 1$ bis iz Quart guten Thee, vier Flaschen Bordeauxwein, eine Flasche französischen Weißwein und eine Flasche Cognac, läßt Alles über einem Kohlenbecken heiß werden und servikt den Punsch, nachdem er gehörig umgerührt ist. MittelgeaenWanzen. 1. Man löst eln Pfund Alaun in einem Quart kochendem Wasser aus und streicht odtt spritzt es auf die Wände, Fußböden und Möbel. 2. Man spritzt unverdünntc Se!fensiedeauge in die Äettstellen und scheuert mit verdünnter Lauge nach. 3. In einem Quart Was. ser locht man Ü00 Gran grUne Seife aus und wäscht damit Wände. Möbel und BettsteUenz östereS Wiederholen ist nothwendig. Eine gute Salbt für Bau m wunden, welche der Kälte und der Wärme gleich gut widersteht, die Wunden dicht abschließt und den gesunden Jhellen nichts schadet, besteht in einer Mischung von zwei Zhellcn Äheer und einem Uheil ganz gewöhn, lichem ttopallack. Beide Stosse werden zusammengemischt, kurze Zeit gekocht und kalt aufgeitrtchen. Der rein Lolztheer ist ebensallö ein vortressli ches Mittel gegen sckars ausgeschnittene Wunden an Obstbäumen. Umgraben des Gartenlandeö im Herbst. Ein im Herbst gegrabenes und in rauherFurche über Winter liegen gelassenes Gemüseland wird durch die Winterwitterung fruchtbarer und milder gemacht. Beim Umgraben wird daS in der Erde derborgene Ungeziefer an die Oberfläche gebracht, wo es den eintretenden Nachtrösten oder dem Geflügel zum Opfer allt. Die meisten Gartengewächse und Feldfrllchte lieben einen gelagerten Boden und macht dieS ein Graben im Herbst zur Nothwendigkeit. Im Frühjähr ist das vor dem Winter gegrabene Land nur glatt zu rechen. S ch i m m e l p i l z e an den Wänden sind eine schwer zu umgehende Folge von Wasserdämpfen, welche sich im Winter an kalten, namentlich Fensterwänden niederschlagen. ES ist dabei nicht einmal notbwendia. datiwirk.

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Iich Wasser sich'atif dem Ofen kochend in Dampf' verwcmbelt. wie eS in Küchen und nianchem ' Wohnzimmer geschieht. Auch .wir "selbst dünsten so viel aus, daß wir dampfen-, d. h. die dunb die Lunge tweichende Luft führt genug ' und sichtbar werdende Wasserdämpfe mit sich, die dann im kalten Raume sich Nieverichiagen, wayrend sie in der Wärme von der übrigen Luft aufgesogen werden. Dieser Niederschlag aus unserer eigenen Ausdünstung ist die Ursache der feuchten Wände in ungeheizten Schlafzimmern, während geheizte Raume sie vul weniger zeigen. Die Schimmelbildung wird aber nicht nur durch Feuchtigkeit, sondern auch durch Mangel an frischer Luft bei gleichzeitiger Wärme bezünstigt. Durch öfteres Lüften während des Heizens läßt sich also dagegen ankämpfen. Allerdings Protestiren die meisten Hausfrauen lebhaft gegen die Zumüthung die warme Zimmerluft mit der kalten Außenluft zu vertäufchen. Außerdem trifft der frische Luftstrom auch nicht in jede Ecke; es bleiben noch genug Keime, die sich bei der erstbesten Gelegenheit vermehren. Eine besonders giinstige Brutstätte für Schimmelpilze ist der Kleister, womit die Tapeten auf die Wände geklebt sind, hier bilden sich große Kolonien unsicht. dar für daS Auge, so lange die Tapete jn ihrer Lage bleibt, höchst wahrnehmbar aber für den Geruchssinn, besonHers Denjenigen, welche yus der x fchen Vuft kommen. Nachdenken und Ausprobieren ließen ein Mittel finden. d?r Calamität zu steuern. Es ist dies das ganz gewöhnliche Benzin. Mit einem Schwämmchen tränke man alle von Moder befallenen Stellen, und binnen wenigenMwuten ist dieser ausgetilgt. Die Anwendung ist allen anderen Mitteln vorzuziehen, weil es keinerlei Flecke hinterläßt und sich sofort verfluchtet. Natürlich und selbstverständlich nimmt man die Arbeit bei Tage vor und sorgt, daß im Ofen kein Feuer brennt. Der Geruch schwindet sehr bald durch ein geöffnetes Fenster, DtlttsÄe Ypkal-Lachrichteo. Bauern. München. DaS Landgericht bat den Sokkunstbändler Adolf ffriedrick Ackermann w?gen Betrugs (Verkauf kines Bildes zu Reprovucttonszweaen, obwohl der Maler des Bildes die Erlaubnjß zur Reproduction nicht gegeben) zu 600 Mark Geldstrafe verurtheil. Der Hauptcassirer Klocker von der BayerischenHypotheken- und Wechselbank hat sich, in Folge begangener Unterschlagungen vergiftet; dieselben belaufen sich auf 133.000 Mark. ? A u g s b u r g.' Auf dem katholischen Gottesacker schoß sich der Bictualimhändler Scorzek zwei Revolverkugeln in den Leib. Ein hinzukommender Geistlicher hörte von dem Unglücklichst, der noch einige Stunden lebte. Beici!e. Den Mann, einen Wittwer. trieb der Gedanke in den Tod, demnächst einer zweiten Frau, gegen welche er eine Aversion empfand, die Hand zum ehelichen Bund reichen zu müssen. ' So wenigstens stand auf einem Zettel, der neben dem Selbst mörder lag. B a m b e r g. Die Strafkammer verurtheilte den Brauer oh. Püls von Lichtenfels, welcher einen Sud Bier zum Ausschank gebracht hatte, obwohl er wußte. , doß eine Ratte in ihn gefallen und milgesotten worden wär, wegen Vergehens wider das Lebensmittelgesetz zu 80 Mark Geldstrafe. D e i n i g. Dieser Tage brannte die Münchsmühle total ab. Es wird Btansiistung durch einen Handwerksbu'rschen vermuthet, welcher am gleichen Tage um Verabreichung von Fleisch in der Mühle vorgesprochen hatte. Füssen. Josefa Anirer von Faulenbach wurde auf dem hiesigen Bahnhöfe überfahren. Die Unglück liche gerieth unter einen zum Rangiren abgestoßenen Waggon und war sofort todt. . H a l ö b a ch. Auf dem Wege von hier nach Sandizell wurde der 50jäh ria'e verheirathete Taglöhner Färber erschlagen ausgesunden. Am OderIchenkel der Leiche war ein großer und tatker Messerstich sichtbar, am Kopfe 'tfanden sich mehrere große Wunden, welche von Zaunlatten herrührten, in denen sich Nägel befanden. Färber hatte ' im Wirthshaus zu Halsback Streit bekommen und machte sich AbtndS 8 Uhr auf den Heimweg, wo kr überfallen, und todtgeschlagen wurde.' Am, andern Tag wurden in Ha bach ein Knecht und zwei Männtr verhaktet. Wittttcmvcrg. Blick in gen. Hum dritten Male innerhalb eines Zeitraumes von drei Wochen ist die Gemeinde A'öckingen von eintm großen Brande heimgesucht tvorden. und zwar brannten vier Scheunen nieder. Der angestrengten ÄhLtigkeit der Böckingkr und Hell bronner Feuerwehren ist es zu verdan ke; daß die angrenzenden Wohnge bäude gerettet wurden. . Der Schaden ist bedeutend.' D e g m a ? n. Die ledige. 01 Jahre alte Kunlgunde Taglleber von hier wurde in ihrem Wohnhause aus der Bühnenstiege erhängt ausgesunden. Anjder Lebensmüden, welche in guten Bermögensverhältnissen stand, sollen schon seit längerer Zeit Spuren von Schwermuth wahrgenommen worden sein. Die 22jährige Maria Theresia Dieming, Nachtwäcbterstochter von hier, wurde wegen KindStödtung verhastet. : Dieselbe hatte ihr neugeboreneS!Kind in, einen mit Lumpen gefüllten 'Waschkorb gesteckt, wo eö den ErstickungStod fand.' G ö p p i n g en. ' Der hiesige Liederkranz feierte sein 70jährigeS Jubiläum in den Sälen des Apostels. Er ist neben dem Stuttgarter Liederkranz einer der ältesten Gesangvereine. I r r e n d o r f. Der bei dem Bauern Johann Baptist Trick im Dienste gestandene 14 Jahre alte Dienstbube Hieronymuö Beck von Berenthal trieb die an einen Göpel zu einer Dreschma-

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$ine gespannten Pferde. Während dieser Arbeit sbielte kick der 5ak-n nn derGopeldeichsel heraus. Diese schnellte zurück und traf den Dienstbuben auf den Unterleib. Die hierdurch entstandenen inneren Verletzungen haben nach einigen Stunden den Tod des Knoben herbeigeführt. ' ' I a g st h e i m. Die Frau des BahnWärters Wörtz wurde bei Ausübung des Ablösungsdienstes ihres Mannes von dem gegen 10 Uhr passirenden Zuge erfaßt und ihr der linke Arm unter der Schulter abgefahren. Außerdem erlitt sie noch schwereVerletzungen am Kopfe. Pfullingen. Zwischen UnterHausen und der Krauß'schen Papierfabrik in Pfullingen ereignete sich ein schweres Unglück. Vier Lehrer, die der Beerdigung eines College in UnterHausen beigewohnt hatten, wollten in einem Wagen nach Hause fahren. Wohl infolge des strömenden Regens gewahrte der Fuhrmann nicht, daß ein Lokalzug herankam, als er gerade über die Schienen, die nicht gesperrt waren, fuhr. Der Zug erfaßte den hinteren Theil des MagenS und zertrümmerte ihn. Ein Lehrer wurde mitten entzwei geschnitten, ein anderer schwer verletzt. Die übrigen Lehrer sowie der Kutscher wurden gleichfalls herausgeschleudert, konnten sich aber zu Fuß nach Hause begeben. Die Pferde waren ruhig stehen geblieben Baden. Karlsruhe. Hier soll ein neues Postgebäude, das ein der Stadt Würdiger Monumentalbau werden wird, errichtet werden ; die Plane sind dem Großherzog bereits unterbreitet, D i n g l i n g e n. Ein von Offenbürg kommender Zug überfuhr den 19 Jahre alten Stationögebilfen Beise!,' dessen Tod sofort einirat. Distelhausen. UnterleherVShm stand mit mehreren Collegen aus der Straße; einer davon tr.ug seinen Stock wagrechd unter'm Arm, machte eine rasche Bewegung und zerschlug dem Böhm die Brille, wobei GlasspUUe? n das Auge drangen. Das Auge ist verlorin. Donaueschingen. Der 23 jährige Telegraphenarbeiter Richard ritzer fiel beim Anbringen von Leitungsdrähten auf dem hiesigen Bahn. Hof von einer Leiter in die Tiefe. Dabei verletzte sich der Mann am Kopfe so schwer, daß er nach wenigen Stunden starb. 'Heidelberg. Die hiesige Ortökrankenkasse hat wohl als erste für ihre Angehörigen eine hygienische Station mit Badeanstalt (enthaltend Badezimmer-, Douche- und Massageräum, Dampfbad etc.) errichtet. DaS Bad kommt die Mitglieder auf nur 5 Pfennige zu stehen. Meissenheim. Der 55 Jahre alte Waldhüter Sensenbrenner erwijrgte in einer Wirthschaft nach einem heim Kartenspiel entstandenen Streit den LaZdwirth und Bürgermeister Änmel. ' R o n n ? ri w e i n. Beim Kiesfahren ertranken im Rhein die Landleute Frank und Wirth. Mannheim. Hier tödtete sich auf dem Fnedhof hmter dem Krieger denkmal ein 25 Jahre alter Kaufmann Namens Hotz durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe. Das Motiv des Selbstmords soll Liebeskummer sein. Rheinpsalz. Frein sheim. Am hiesigen Bahnhofe erfolgte ein Zusammenstoß de von Grunstadt kommenden Personenzugs mit dem rangirenden Güterzuge. Dabei wurden die Maschinen der beiden Züge nur gering, der vierte Wagen des Personenzuges aber sehr stark beschädigt, so daß ein Materialschaden von 3000 4000 Mark zu verzeichnen ist. Zum Glücke funktionirte die Luftbremse des Personenzuges vorzüglich, sonst -wäre das Unheil jedcnsalls großer. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Zehn Personen wurden leicht verletzt, einige am Kopfe, andere erlitten Arm- und Beinquetschungen. L a n d a u. Ein rascher Tod ereilte die Gemahlin deö MaZö GUrleth vom 18. Jnfanterle-Reaiment. Sie war allein zu Hause und im Begriffe, an einer Spirituslampe eine Brennfcheere warm zu machen. Frau Gürleth scheint hierbei der Flamme zu nahe gekommen zu sein, denn ihre Kleider singen Feuer und aus Schreck hierüber traf sie ein Herzschlag. der ibren sofortigen Tod zur ftotoe batte. 'Der pfälzische Lehrersterbekasse. Verein hat seine' zweite Klasse wegen zu .' schwacher Bklyelligung auslö müssen. Die Mitglieder erhalten t Rückzahlung von 80 Procent ihrer e ttt t N gezahlten Beitrage. ' C'lsahothmlgm. Straßbura. Der Tabakbau in Elsaß Lothringen, weicher bis zu dem Jahre 1803 eine stetige Abnahme erfahren hatte, ist seit dieser gelt wie. der etwas im Zunehmen bcgrissen, indem die Zahl der Tabakvslanzer und der! Flächeninhalt der mit Tabak be bauten Grundstücke gestiegen ist. Wäh. rend im Jahre 1893 die Zahl der Tabakpjlonzer sich aus 11.620 belief. wurde im Jahre 1894 von 12,071 Personen 2abak gebaut, im Jahre 1895 von 12.580 und im Jahre 189 von 13.005 Personen. Der Inhalt der mtt'Tabak bepflanzten Grundstücke betrug im Jahre 1893 112.637 Av und stellte sich im Jahre 1894 auf 129.695 Ar.'im Jahre 1895 auf 170.607 Ar und im Jahre 1896 auf 180.306 Ar. Brumath. DaS auf der Gra-fenburg-neu errichtete Spital ist eröffnet worden. Mecklenburg. 0 U st r o w. Die Arbetterwlttwe Oernitt und ihr Liebhaber der ViehHändler Brilagemann aus Neubrandenburg würbe vom Schwurgericht wegen Giftmordes, begangen an dem Oernitt, zum Tode verurtheilt. N l ü tz. Aus unbekannten Gründen machte der hier beheimathete.'bisher in Elmenborst als Kuhfütterer bedienstete Arbeiter Neppenhaeen seinem Leberr durü Ertäncea'ew (.nde. Der

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selbe war ein hoher Sechziger und stand überall in gutem Ansehen. Oldenburg. Oldenburg. Hier wurde der Deserteur Stolle, der seit längerer Zeit in den Mansholter Büschen sich umhertrieb, gefänglich eingebracht. Der Flüchtling stammt aus Mansholt und hat bei der Marine gedient. Im Dienste erhielt er eine sechsmonatliche Strafe, die er nach feiner Militärzeit verbüßen sollte. Er entzog sich aber dem Dienste und der Strafe durch die Flucht. Einige Tage hielt er sich dann im Elternhause auf. Als er dort aber verhaftet werden sollte, sprang er durch das geschlossene Fenster und eilte in die Mansholter Büsche. Mitteldeutsche Staaten. Altenburg, S.-A. Kürzlich wurde der Steinbruchs-Pächter Seyffarth aus Stünzhain von dem Schnellzuge Hof - Berlin bei Paditz (zwischen Altenburg und Größnitz) todtgefahren. - Aposd'a. Schneidermeister Liebetraut, welcher nach der Klinik zu Jena überführt wurde, ist ungefähr die zwanzigste Person, die in diesem Jahre, aus unserer Stadt als irrsinnig auf Kosten der Stadtgemeinde der genannten Anstalt übergeben wurde. Gebhavdshagen. . Hier erstach der 14jährige Sohn des Schlächters Starke den 16jährigen Sohn des Arbeiters Feldgeber. Braunschweig. Der älteste Feuerwehrmann der Welt ist wohl der hiesige Hofschornsteinfegermeister W. Unger. Ungev ist seit 1838 ununterKrochen im Feuerwehrwesen freiwillig thätig, jetzt als Hauptmann der städtischen Feuerwehr. Freie Städte. Hamburg. Hinter dem flüchtigen Musikverleger Hugo Pohle, der in einer Broschüre gegen den Hofrath Pollini den Polizeirath Röscher beleidigt hatte und zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, ist ein Steckbrief erlassen. Der Fall erregt nicht geringes Aufsehen, da Pohle derSchwager eines Senators ist. Ein Verbrecher. Namens Staackmann.-der inGemeinschaft mit einem Mädchen einen Kassenboten beraubt und dann durch Messerstiche verwundet hatte, sprang aus einem Fenster des dritten Stocks im Stadthause, wo er photographirt worden war. heraus. Staackmann blieb mit den Beinen im Schlamme des Eanals stecken und wurde unter ungeheuerem Zusammenlauf unbeschädigt aus dem Wasser gezogen. Ocstcrreich-Ungarn. ' Wien. Der oberste Gerichts- und Kassationshof hat die gegen das Urtheil gegen den Raubmörder Kögler eingebrachte Nichtigkeitsbeschwerde ver worfen. Der Eoneipist der Finanzlandesdirection. Dr. Aurel Ritter v. Pichler. ein Sohn des SectionschefS im Eisenbahnministerium. Hofrath Ritter v. Pichler. hat seinem Leben mit einem Revolverschusse ein Ende gemacht. Die Sängerin Maria Mazel wurde in ihrer Wohnung. Wieden. Wohllebengasse Nr. 1. von ihrer Bedienerin todt im Bette aufgefunden. Die herbeigerufenen Aerzte constatir ten, daß Marie Mazal sich durch einen in den Mund abgefeuerten Revolver schuß getödtet hatt. Der 24jährige Commis Albin Pseilschmidt ist nach Herauslockung von 32.000 Francs auf Grund zweier gefälschter Checks fluch tig geworden. M.a s s e r ö d o r f. Der 85jährige Greis Joseph Futsch wurde, als er um Mitternacht das Gasthaus verlas sen hatte, vor seiner Wohnung von ei nem unbekannten Thäter durch zwei Stiche m den Rücken getodtet und be raubt. Vom Mörder ist keine Spur. Holleschau. Der verdienstvolle Lehrer I. Forell an der hiesigenSchule feierte bei vollster geistiger und korperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. Der greise Pädagog, welcher im vorigen Jahr die seltene Feier der goldenen Hochzeit beging, übt noch seinen Beruf mit vollem Eifer aus. Schweiz. Bern. RegierungSrath Marti, der ehemaligeDirector der Jura. Bern Luzern-Bahn und Jura-Simplonbahn ist gestorben. Basel. Beim Einsturz eines Neubauö verunglückten vier Maurer. Einer der Verunglückten starb beim Transport in das Spital. Die ubri gen wurden leicht derlekt. E h u r. Stmon Geqner von Gal aenen. ein bekannter Bauer und Obst Händler, war auf einer Geschäftsreise in Graubiindtn begrissen und hatte bei dieser Gelegenheit ein Bferd gekauft. Auf dem Heimwege oberhalb Chur schlug ihm das Pferd mit dem Huf derart an den Kops, daß der Schädtl fl0u n g tnKtn zweiundjwanzig jähriger Mann Namens Mainnet wollte ein seit fünf Monaten geladenes Gtwebr losschießen. Der Laus sprang und ein Sp'.engstllck zerstörte dem jungen Mann das rechte Auge. HäuSlenen A a w a n g e n. Lehrer Wehrlt stierte sein 50j5hr!geS Dienstjubllaum. L e y s t n. Dr. Burnier, Arzt der hiesigen Heilanstalt, wurde von einem Pensionär eines Gasthoss, einem Volen, durch vier Revolverschüsse getödtet.' vlten. Im hiesigen Spital starb ein unbekannter, etwa sechzigjähriger Mann, der sich :m Wald eine Revolverkugel durch den Kopf gejagt hatte. ' Lunmburg. Bissen. Letzthin schickte sich' die Frau deö Bahnwärters Theodor Hintgen.' die in der Nähe deö hiesigenBahnhoseö die Barriere an ihrem WärterHäuschen bedient, beim Herannahen deö Zuges an, ihren Dienst zu versehen, als ihr dreijähriges Kind, das jenseits der Bahn spielte, zu ihr herüberlaufen wollte. Der Kleine wurde von der Locomotive erfaßt und kam zwischen die Schienen zu liegen. Wie durch ein Wunder blieb das Kind am Leben, er litt ljedoch einen doppelten Beinbruch und, eine erhebliche Verletzung am Kopfe. De, Arzt hofft, eS retten zu Unnen. . A ,

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