Indiana Tribüne, Volume 20, Number 68, Indianapolis, Marion County, 24 November 1896 — Page 1

0 0 rN AA rC 0 A M W O kY A AA v y W w w o y w v Offiee : No. 18 Md Mabama Straße Indianapolis, Zndiana, Dienstag, öen 24. November 1896. J khrang 20 No. US

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Frenzel irofhers, N. 1 West Washington StraSe, (Merehants National Bank.)

Tin europäisches Departement. Wechsel, Creditbriese und Postanweisungen aus alle Städte Europa?. Schiffsscheine nach und von Europa. An und Verkauf ausländischen Geldes.

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3j(. Stiftungsfest! de festai JstestoteiH-te in der Mannercdor'Hall-, am Drenttaa 24 November 1896 i ' I 9IUMfrMMl4ets wnomiic. - . . . m. v Office der Malis Wg takc'ls. i r- I v M m i (Dikrnti ICO I Die ve.ei-iaten Vanken von Indianapolis iwi" werde am Donnerstag. ,g. Novem er. (Dank, , . . . . X ..-xf.ir.. rj v.k.io. kl i lJB'ä,aB7 BC H)iS lcia. vv" u" I diese Tage fäiig erde, sollten am Mittwoch, dkaiS.November bezahlt werden. I ZZrederm BaggS. Manager. Vergessen Sie nicht Ihre Cigarren lm ?zu 'kaufen und Sie für sich aufheben zu lassen. Preise von SI..00 daS Klstchn aufwärts. zzgk istto Oigsr torB, 01 Ost Washington Str. OüaüiQt Anlange für (Ersparnisse. 88 z? h- iinl 5ta-u-.t.it fcTf.:;;f;r;4i ?z,z,nk für Summen von $50 00 und aufwärt, Eine vorzügliche Gelegenheit erwordene Gelder anzulegen. Pgsltiv leinen Verlust heim Austritt, Näbe uikunft .u erkalten von: Lllbert. Netzger. YMat. rt Bob. e.k,tär. w oi&.m 0; sifsua Uhtn Qanüaa Abend - c i Deuttrsten SauS. ' .k,. ,.. Ö " ' t Pf -Den feinsten Punsch und leckern Lunch, .Den wärmsten Sitz, den schlechtesten Witz, - Daö findet 2he bei Theo. Dietz. tTto$ Ligarren, welche rauchen, 5.Wes Shr vollt kein Pseifchen schmauchen. Ebenso 'nen sie Sein, Darum kehret fleißig ein, . bei 'H?a2OD. M W20O C)üd Delaware tr.

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Lditorielles. Von San FranziSko auö wird gemeldet, daß Jemand dort ein lenkbares Lustschiff erfunden habe, daS sickz bei Probefahrten vortrefflich bewährte. Daö wäre ja wohl möglich, aber die mysteriöse Art und Weise, wie die Sache berichtet wird, veranlaßt uns einstweilen die Botschaft ohne Glauben zu hören. , Die Zeitungen machen jetzt ein riesiges Wesen aus den Auslassungen

deS Herrn Schurz und deS Herrn Wilson. Beide Herren, ersterer in seinem Glückwunschschreiben an McKinley. letzterer in einer Rede gelegentlich eines Bankett der New Jorker Handels kammer sprachen sich ungefähr dahin aus, daß die große Zahl der Stimmen, welche Bryan erhielt, keine auöschließli&e 8Ifle ber Unwissenheit int Volke Ullv vev vttlivel, Plll!cigr,ilcv, vlivern v v . a c t : i . cr n r.v ohne Zweifel auch des Bestehens einer n;xi nnnt rtrltnMnsn llnin frlhtifii

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" Ö"S Mj .v...y... war, deren Ursachen mit Offenheit. Sorgfalt und Muth untersucht werden r - ..- . . . . . l )le verren laaen oamll aar ntwlS ci m an : v V ai:n.. t I M W V I ruc,. öu uny unvrrc turr ben dasselbe zu wiederholten Malen ! . . fX t t L CII . I und vtel scharfer gesagt. Wtr haben I mebrmalS dte Ueberkuauna auSae-I tytrt)i,n wenn hti hmrtfmtisA I ir....., - k ..m.v....,. Programm statt deS Vorschlags der Silberfreiprägung wirkliche ReformVorschläge enthalten hätte, ein Sieg der Partei wahrscheinlich gewesen wäre. Indeß eS ist a ganz gut, die Ansicht zu verbreiten, daß den Stimmen, welche Bryan erhielt, die allgemeiae Uazu. friedenheit mit den wirthschaftlichen Verhältnissen zu Gründe lag, wenn aber die Herren Schurz und Wilson glauben, daß die republikanische Partei Reformen einfuhren wird, welche dieser Unzufriedenheit gerecht werden, so find sie gewaltig im Irrthum. D e Republikaner haben sich biö jetzt noch zu re:ner yoyeren vlesormivee auszuschwingen vermocht, alS zu der des Schutzzolls. Aber der Schutzzoll ist ebensowenig im Stande, an den allgemeinen wirthschaftlichen Verhältnissen etwas zu ändern, wie auf der anderen Seite die Silberwährung. ES soll unbestritten sein, das der riesige Aufschwung unserer Industrie dem Schutzzoll zu verdanken ist, wir vollen gar nicht in Anschlag bringen, daß bei dem heutigen Stande der I. ll . ou,irle vie orlye,le oes cyuzoues ansangen, ,eyr zwelselyasler Natur zu lwerden; eS soll auch unbestritten bleiI 1 i

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r r.z:.rmun swcic w uyuwtiu, ivkicii luniicn, ato I.. ywir c M aa.:r. t (aäm a 3 .11 i "e lnsuyrung oer ttverwahrung, .. v . r. . v 01 t . namcniiiu uivca ic ven xxxutwix nAf srt tttimit f sflrt sArthtrtt trt t Ktaf Mvu,,v In.! ftnn 1ImftSnhn nfi (nnnd Einführung eineö höheren ZollHiltV .... -.M.I.MMV. MVk Vtltl.V tarisö als eine Neformmaßregel be trachtet werden, durch welche die Lage deö Arbeiters wesentlich gehoben würde. Wir müssen offen gestehen, daß wir bei dem Charakter der republikanischen 9n rnTA-r n?nsnrn.n F.ihif V uttvii jr.wf.. r W I w 1 umtA f h Vfttr Knripi ?,.NMMf ! r Verhältnissen entsprechende Reformen erwarten. Ihre Maßregeln werden da und dort, dann und wann vielleicht von wohlthätigem Einfluß auf den gkweinen Geschäftsgang sein, aber I l ! . II.LaI V UtlktM MM Va.MAM die Uebel der Zeit werden in keiner lQeise dnrch dieselbe geheilt werden,

Da wird eö nun von großem Jnte -

resse sein, wie sich die Parteiverhält-. Gemeinde heute eine Prügelei stattfand, nisse bei den Demokraten gestatten ES wurde mit Knüppeln dreingeschlagen werden. Mit der Silbergeschichte ist? und die zwei Parteien warfen auf einnichts anzufangen, daö ist klar. Wenn ander. Etwa 20 Personen wurden der-

auch einzelne populistische Stimmen! laut werden, daß die Silberbewegung eben erst begonnen habe, so beruht daö auf Selbsttäuschung. Damit soll nicht gesagt sein, daß nicht die Möglichkeit besteht, daß sie im nächsten Wahlkämpfe noch einmal auftaucht, wenn aber der letzte Wahlkampf ein Anfang war, so war er der Ansang vom Ende. Werden nun die beiden Faktionen der Demokraten wieder zusammengehen ? ES ist möglich, daß selbst, wenn die Demokraten die Silberfrage fallen lassen, die? nicht geschieht, denn eS könnte sein, daß die Partei auch außerdem so radikale Vorschläge macht, daß die konservativen Elemente der Partei nicht mitthun werden. 3n diesem Falle hätte die demokratische Partei nach unserer Ansicht Aussichten für die Zukunft. Dann wäre eö möglich, ja wzhrscheinlich, daß sich in ihr alle Elemente vereinigen, welche Ursache haben, mit den bestehenden Verhältnissen unzu frieden zu sein, der Arbeiterstand, sowohl wie der Mittelstand, und nicht abgehalten werden für die Partei zu stimmen durch die Furcht vor der unmittelbaren Schädigung durch eine vorgeschlagene falsche Maßregel. Sollten sich dagegen die beiden Flügel der demokratischen Partei wieder vereinigen, dann wird die Partei konservativ werden, sie wird den Standpunkt von früher einnehmen und nichts thun. Denn eine aus so heterogenen Elementen zusammengesetzte Partei wäre nicht fähig, Reformen einzuführen. Aus die Populisten setzen wir keine Hoffnung, so lange sie sich nicht von der 2dee befreien können, die Verhält isse durch Geldmaßregeln" bessern zu können. Würden sie diese Idee fallen lassen und im Verein mit den Demo traten andere radikale Resormvor irr. .. .. lyiage macyen, cann ronnie oaraus vielleicht eine wirkliche Neformpartei ..m.i.... IU4CUCII. Wir wagen vorläufig nicht n Bezung auf diese Dinge auch nur eine Vermuthung auSzusprechen. Bei den ammunalwab,- im näcktten Jadre ... .. .. .. . W . W . . . W .. ww w V ' I V

ya-lwerven N) vle velven glUgei ver ve-

. . ... . makkatilcken Bartei dielleickt mit einr ander vertragen, möglicher Welse auch ' ' t b,i den Staatwablen in 19R und .... rc-if a.:v..ma . i.:-n.:j; jm viiucivuiiy iv u iv vituciut c i i j vi Jahren kommen. Warten wirS ab Sicher ist indeß, daß vorläufig die Ursachen zur Unzu friedenheit bei den Massen deS Volkes weiter bestehen werden. Die Zustände werden sich in kapitalistischer Richtung weiter entwickeln wie bisher. Die Gewinnung deS Lebensunterhaltes wird für die großen Massen immer schwie xiger werden, die Zahl der Millionäre wird dagegen immer wehr wachsen, die gesellschaftlichen Gegensätze werden sich immer mehr zuspitzen und die damit wachsende Unzufriedenheit wird sich in irgend einer Wtise fundgeben und schließlich auch daS richtige Mittel zur Besserung der Verhältnisse finden. ZjrllhlNchnkljlell. Inland. Wetterbericht. Kälteres, wolkiges Wetter, mög licherweise Reen heute Nacht; wolki geö Wetter am Mittwoch. Gestrige Temperatur: 8 Uhr Morgen?. 54 Grad, Minimum 52 Grad. . . , Er will daö Bter be teuern. Washington. 23. Nov. Senator Iameö K. JoneS von Arkansaö, der Vorsitzende deS demokratischen Na tionalcomiteö, kam heute hier an. Er sprach sich in einer Privatunterredung dahin auö, daß die Dingley Bill, welche Zollerhöhungen vorsieht, wohl schwer lich im Senate pasfirt werden würde. Er sei dafür, daß die Steuer aus Bier um $1 per Faß erhöht würde. Dieö würde 30 Millionen Dollorö jährlich i. fm f , , rn n I h.(MM IV I . tf . .M iM vl.H.t v"w5tt' I" U'U"' vtpw o.. u..ii if.Ti.- Ärriuiiy vvu jjuuK, wut vs(civc uu uu. gemeines Nahrungsmittel ist. Prüsselei in einer Kirche Detroit, Mich., 22. Nod. Sine Lpezialdepesche aui Lah City eldet, daß zwischen den zwei gaetionen der

!polnisch - katholischen St. Staniölauö

letzt. ' Bei der Messe um 9 Uhr begann der Streit. Die Kirche war biö auf den letzten Platz besetzt. Nev. Bogacki, der Nachfolger von Rev. MatkowSki, dessen Handlungsweise die Gemeinde in zwei Parteien getheilt hatte, tadelte die Anti-Matkowöki-Partei, weil sie ihren eigenen Friedhof ankaufte. - Der Geistliche sagte, diese Partei werde keine Kirchenämter erhalten. AIS der Pfarrer sich nach dem Gottesdienst in seine Mahnung begeben wollte, wurde er in die Kirche zurückgedrängt. ES folgte ein Handgemenge. Die Polizei erschien und viele Gemeindemitglieder erhielten Schläge von den Polizisten. Erst gegen Abend gelang eö, den Geistlichen vor der wüthenden Menge in Sicherheit zu bringen. Eö bedürfte deö Auftretens des MayorS Wright, bis sich schließlich die Menge vertheilte. ES ist ihm zu hc i ß. Jackson ville, gla, 23. Nov. Eine Chiffre Depesche von Havana meldet, daß General Wehler nach Havana zurückgekehrt ist. Als Grund giebt er an, daß daö Wetter zu heiß für Operationen sei, aber man sagt er fürchte sich, weil Maceo einen Prei aus seinen Kopf gesetzt hat. 3n der Stadt herrscht deöhalb große Aufregung. 5100,000 unterschlagen. L e b a n on, Pa , 23. Novbr. Am Sonntagmorgen ließ John H. Hoffer, der Kasfirer der Ersten National Bank, den General Cobin, einen Direktor der genannten Bank, zu sich rufen und machte er demselben ein vollständiges Geständniß seiner Unterschlagungen. Er sagte, daß sich sein i Verbrechen aus eine Periode von 6 Jahren erstrecke. Die Direktoren der Bank sind in der Lage, die Summe bezahlen zu können, so daß die Depositoren keine Verluste erleiden werden. Man glaubt, daß Hosserö Spekulationen in Grundeigenhum seinen Ruin verursacht haben. Barbarische Behandlung wahnsinnigerPatienten. Montpellier. Vt., 23. Novbr. DaS Comite, welches ernannt war, die Staatsirrenanstalt in Waterbury zu untersuchen, berichtet heute der LegiS.tu?, daß Dr. W. Giddingö, der Arzt der Anstalt, Patienten entblößte und itschte. Auch der Superintendent und andere Beamte der Anstalt werden der Mißhandlung von Patienten beschuldigt. Die Kranken wurden in halbnacktem Zustande in Räumen gehalten, welche ohne Möbel waren und Cementfußböben haben. Die Zimmer waren bei kaltem Wetter nicht geheizt. Deutschland alö IndustrieStaat. Washington, 23. Nov. Eine reffliche Darstellung von der rapiden Umwandlung deö deutschen Reiche? auö einem ackerbautreibenden in einen Industriestaat giebt Konsul Monaghan dem Staatsdepartement. Ueberall schießen die Fabriken wie Pilze auS der Erde und namentlich in Chemnitz und Umgegend ist die Entwickelung eine enorme. Fortan, sagt der Konsul, wird Deutschland alle seine Fabrikartikel selbst verfertigen und im Auslande nur landvirthschaftliche Artikel und RohMaterialien kaufen. Schon jetzt kauft Deutschland keine Stahlfchienen im Auslande, sondern sabrizirte für den Export in 9 Monaten 18,905,000 Tonnen, oder 3 Millionen Tonnen mehr, wie im Vorjahre. Dagegen muß Deutschland auch sernerhin auö Amerika Baumwolle, Mai? und Petroleum, sowie Holzwaaren, Wagen, Schuhe, Schreibmaschinen, Crackerö, BiöcuitS etc beziehen. Die Einfuhr amerikanischer Textilwaären sank im letzten Jahre stark. Umgekehrt betrachtet Deutschland Amerika noch immer alö den besten Markt für Teztilwaaren. ES lohnt sich, Hood'S Sariapanua zu gevrauaen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zuhaben vor Grippe, Lungenentzündung, Diph teritiö oder Fieber. Hood'ö Pflanzen von den auögesuchteftenPillen sind sorgfältigst zube reitet.

Ausland.

. Tod eines Sängerö. L o n d o n, 23. Nov. DaS Chronicle" meldet, daß der berühmte Tenorist Campanini in Parma starb. -- Neue Enthüllungen über Criöpi undComplicen. Rom, 23. November. Premier Rudini hat die Rechnungsbücher verschiedener Departements auö der Periode der Criöpi'schen Leitung untersuchen lassen ud dabei find Dinge an den Tag gekommen, die man sie auö Conftantinopel zu vernehmen gewohnt ist. So hat der Landwirthschastö-Mini-" ster zum Beispiel jährlich $20,0C0 für Teppiche seine Ministerialgebäudes verrechnet, obschon dieselben nicht den zehnten Theil werth waren. Für ein paar messingene Beschläge an den Bücherschränken verrechnete er $750. 3n Criöpi'ö Ministerium deö Äuöwärtigen ist für Stecknadeln innerhalb 10 Jahren nahezu eine Million Dollarö gebucht worden. Und vielen Eisenbahn-Kontraktoren ist der Staat Geld schuldig geblieben, ohne daß bisher auö den Budgets ersichtlich war, warum die Reste nicht beglichen wurden, da daS Geld hierzu vorhanden. Eö scheint, daß diese Beträge aus Wunsch der Kontrartoren ftehengeblieben sind, damit sie hohe Zinsen bekämen; thatsächlich machen dieselben jährlich eine Summe von anderthalb Millionen Dollars aus. - Italienische AuSwande -rung. S enu a, Italien, 23. Novbr. Die italienische Auswanderung nach Südamerika ist im Zunehmen. Am Samstag und Oonntag brachen 3000 Personen nach Lä Pläta und 150 nach den Ver. Staaten aus. Dreitausend Personen gehen nächste Woche nach Argentinien. -mSpanien beschwert sich. Madrid, 23. Nov. Die Spanische Minister in Washington, Senor Dupuy de Lome, wurde instru'it, über daö Flaggenereigniß in New Castel, Del., wo in der Waffenhalle der Comp. H. der Staatömiliz junge Männer die spanische Flagge niederrissen und verbrannten, Beschwerde zu führen, , ,, Ochisss-Nachrichten. Angekommen in : Queenötovn: Catalonia" von Boston nach Liverpool. Gibraltar: Emö" von New Jork. Marseilles: Patria" von New Jork. Liverpool: Umbria" von New Jork. H a v r t : La Champagne" von New Jork. N e w I o r k : La Gaöeogne" von Havre; Etruria" von Liverpool. m , tm Allerlei. Mit gepökelten Füßen durch diese schöne Welt zu wandern ist ein Vorzug, den seit einigen Tagen Abraham L. Sloper von East North Port auf Long Island genießt. Sloper ist Werkführer in 'dem dortigen Pökelhaus von H. H. Salmon. Neulich Abend machte er eine Jnspektions tour durch die Fabrik, nachdem sich sämmtliche Angestellte entfernt hatten. Er überschritt dabei mehrere riesige Bottiche von acht Fuß Tiefe und zehn Fuß Breite auf schmaler Planke. Plötzlich verlor der arme Abraham das Gleichgewicht und sauste, Kopf voran, in die salzige Fluth. Glücklicher Weise war dieselbe nur einen Fuß hoch. Nachdem er seinem Herzen Luft gemacht, suchte Sloper den Rand des Bottichs zu erreichen, doch vergebens. Er ist nämlich ein kleines Männchen nur. So blieb er denn die ganze lan ge Nacht über in der salzigen Fluth stehen. Bei Tagesanbruch gelang es ihm, eine kleine Kiste zu erreichen und, nachdem seine Füße zehn Stunden lang gepickelt" worden waren, aus dem Bottich zu entkommen. Jetzt smd Sloper's Füße so groß wie ein Paar Schinken und so roth wie abgesottene Krebse. Er erklärt, in Zukunft nicht mehr Pökelfleisch und Sauerkraut essen zu können, ohne auch an seine Nacht im Pilkle" zu denken. Daß der vierjährige Arthur Henderson in Portland, neulich Morgen nicht begraben wurde, ist nicht dieSchuld deö 7jährigen Bruders Jimmy. , Die beiden Hoffnungsvollen spielten neulich mit einem leeren ??ak

unv, nachdem sie dasselbe ein 'Zeitlang

hrn und her gerollt hatten, kam Jimmy auf die brillante Idee, Haus" zu spielen. . Er veranlaßte Arthur das Faß zu beziehen, indem er dasselbe über ihn stülpte, worauf er auf dem Dache" Platz nahm und mit den Absätzen an die Wände trommelte. Da der Rand des Fasses dicht am Boden anschloß, so ging dem kleinen Bewohner binnen Kurzem der Sauerstoff aus, er schrie und strampelte zuerst, dann stöhnte er und seufzte und schließlich war Alles still. Jimmy saß indeß vergnügt auf dem Dache und sah und hörte nichts als die eigenen Eselsglocken. Glücklicherweise erschien jetzt die Frau Henderson und das Mutterauge vermißte sofort ihren Jüngstgeborenen. Wo ist Arthur?" fragte sie den Hausbesitzer". Drinnen, wir spielen Haus!" erwiderte Jimmy vergnügt. Schwupps! flog Jimmy vom Dache, das Haus wurde umgedreht und drunter mit blauem Gesichte, die Züge verzerrt, lag der besinnungslose Arthur. Es erforderte 20 Minuten harter Arbeit, bis Arthurs Luftpumpe wieder arbeitete, bedeutend länger aber wird es dauern, bis Jimmy ohne Schmerzen wird sitzen können. AuöMouscron ist der Wlchselagent Emile Phalanpain mit seiner Frau unter Zurücklassung von sechs Kindern entflohen. Seine Angestellten, denen das Geschäft anvertraut war, vermochten die sich inzwischen meldenden Gläubiger nicht zu befriedigen, und so erstatteten diese Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, die die Bücher Phalanpains beschlagnahmte. Es ergab sich ein Fehlbetrag von 600bis 800,000 Franks. Verschieiene Gläubiger verlieren ihr ganzes Vermö-a-n. ' W i e Armuth zurWel.t kommt, erhellt aus der folgenden Geschichte. In der ärmlichen Wohnung des Tischlergehilfen Alois Körber in Wien herrschte große Aufregung. Seine Gattin war um Mitternacht mit einem Knaben niedergekommen, und nun erinnerte sich der Vater, daß kein Stückchen Wäsche für den Neugeborenen vorhanden sei. Kurze Zeit vorher war nämlich die Pfändungs-Com-Mission in der Wohnung des Ehepaa-res-und hatte an den Kasten,- inwelchem sich die Wäsche für das neugeborcne Kind befand, das Amtsstegel angelegt. Körber stand deshalb rathlos da. Die Hebamme drängte auf Verabfolgung der Wäsche für das schreiende Kind, und die Mutter wieder beschwor den Gatten unter Thränen, doch. Rath zu schaffen. Körber entschloß sich deshalb, das Amtssiegel vom tasten zu entfernen und die Wasche herauszunehmen. Für diese Handlungsweise mußte er sich jedoch vor dem Strafrichter des Bezirksgerichtes Hernals verantworten. Er schilderte dem Richter mit bewegten Worten seine damalige Situation, die ihm keinen anderen Ausweg offen ließ. Richter: Wenn Sie gewußt haben,. daß in dem Kasten die Kinderwäsche liegt, hätten sie dies einige Tage vorher dem Gerichte melden sollen. Angeklagter: Das habe ich nicht gewußt. Der Richter erkannte sodann Körber der Uebertretung des Paragraph 316 (Eröffnung angelegter Amtsstegel) schuldig und verurtheilte ihn zu vierundzwanzig Stunden Arrest. Man. hat keinen b e sseren Maßstab, um den allgemeinen Rückgang des spanischen Volkes zu beurtheilen, als indem man die sociale Stellung des Stierfechters mit der des Schulmeisters vergleicht. Beide sind freilich denselben Volksschichten ntprossen uno stehen, was allgemeine Bildung betrifft, ziemlich auf gleicher Stufe; der Stierfechter kann meistens veder lesen, noch schreiben, und auch ver gewöhnliche Schulmeister beherrscht sie beiden genannten Künste nur sehr mangelhaft. -Während aber der Stierrechter überall die höchsten Ehren geliefet und bei Weitem populärer und angesehener ist als der König und die Königin - Regentin, kommt der arme Schulmeister in Hunger und Elend um md muß bettelnd von Dorf zu Dorf ziehen. Zur Illustration des Gesagten nögen folgende Vorkommnisse der üngsten Vergangenheit dienen. Der Ftierfechter Algabeno kämpfte in der llrena von Sevilla; der Bürgermeister seines Heimathsortes Algaba setzte sich ourch das Telephon mit dem Stiergefechtsplatz in Sevilla in Verbindung und ließ vom Valcon des Nathhauses ?us durch einen Polizei - Commipr den Verlauf des Stiergefechts der annächtig lauschenden Menge mittheileii. Das telephonische Gespräch soll dem Ztadtsäckel ein anständiges Geld 'ge'ostet haben. Zur selben Zeit ereignete Zch in Madrid etwas anderes. Ein anständig gekleideter Mann wollte sich ?on dem Viaduct Segovin in die boicnlose Tiefe hinabstürzen, wurde aber son der Polizei daran verhindert. Auf der Polizeiwache erklärte er, daß er Lolksschullehrer sei und seit langerZeit kein Gehalt mehr bezogen habe. Seit vrei Tagen habe er keinen Bissen mehr zu sich genommen, und da ihm das 3Wd fehle, um sich eine Waffe zu kaufen. habe er seinem Leben durch einen Sturz in die Tief ein Ende machen vollen! ., verlaugt Mucho's veft Havsnna Eiar?."

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