Indiana Tribüne, Volume 20, Number 63, Indianapolis, Marion County, 19 November 1896 — Page 1
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AnLditorielles. Der immer wieder in der Presse " I auftaucbende Vorsckilaa. den aeaenwärtiaen Modu der Vräkidentenwabl ' i " I . abzuschaffen, und daS Electoral Colleaium in die Rumpelkammer au werfen und dafür direkte Volkswabl ,u seben. laßt viaUiü wieder die Thorbeit erkennen, welche die ..Väter dieser Republik" begingen, als sie die Ver0 0' I fassung mit einer chinesischen Mauer umaaben. Die Aenderung der Bundekverfassung ist so schwierig und um- " V I ttandlick. dak die Vornabme derselben nur unter außerordentlichen Umständen möglich erscheint. Ein Amendement ,ur BundeSdttfassuna muk in beiden Säusern deSCongress.ö mit einer Mehrh,t hnn mi Trifs n,nnnin,,n dann den Leaiölaturen sämmtlicher v v g j v 99 j Staaten unterbreitet und von zwei Dritteln derselben ratisizirt werden, Untt di.s Umständen ist eine Ameniruna der Verfassung nur dann ,u erzielen, wenn eS eine Forderung betrifft, welche nahezu von dem ganzen Volke verlangt wird. Bei der Annahme von Verfas sungS - AmendementS ist ja die Volks Mehrheit und sei sie noch so groß, nicht! ' ' '..A der StaatSlegiSlaturen und da ist die ' I "IT U U I " w Stimme deS kleinsten Staates der heg I größten vollständig gleich. Ist daS Bewußtsein der Souveränität der Einzelstaaten und daS Verlangen dar nach auch heute nicht mehr so stark, wie t,ftr hnnh,t Xzht,. s ist k.. Wa.tt. fuIfltUmu. bofi nocb in aenüaendem Mabe vorbanden, miede Aenderuna . . . . 7 er Bersaung, we.qe oaran elwao m tm anverk. u Verbindern. I Ä. ' - ' .. ...... in eine nomane, oap em vra-r noem von einer Boirsminveryeil gewählt werden kann. 3n 1883 sielen ,, ,.e 'ic v . M . . . Mfc ..V.IHUV UfUUU,iiüUf U. yU.Ull nur 5.9.216 Stimmen, aber lekterer bekam 222. ersterer nur 168 Slektoral. ' ' ' I stimmen, und Harrison wurde gewählt. 3m Ankanae wukte man nickt von d.' Aufstellung d andidal.n S.I. ' " r T I , , j. mrSB(..ni . 7n . . :. . g.wzktt und s. nackdem das klekto-ral-Collegium den Wahlakt vollzogen. O 7 J w e.fnhe da. Blk ee PrSfibenl ge.. den war. Leute ist da ander. Die Wabl durch daS Clektoralcollegium ist zu ksi. !?.,r. ..x. h einer bloßen Formsache geworden, bie aber noch mit derselben Förmlichkeit vollzogen wird, wie seüher. Trotzdem wirb auS den angegebenen Gründen die bisherige Wahlmethode nach lange fortbegeben. Die Väter unserer Republik" un,erer epuviil" krankten an derselben falschen Anschauung, an der noch heute mancher fAfMiritiH n-nf-niic fr glaubten, daß freiheitlichere, fort7 . ' heben. Die manchesterliche Freiheit 7 " die denkbar arökte rei. war damals die denkbar größte reibatte eine Verfassung auf Grund d Theorie, daß aue Zvcen,qen ,W,n s,Zen. 25a8 tostt (ivi I n i pi rn nvnnwrr iripn fliiiiH Kiiiri ""V WV J; : 7 Ion noä möaltca 7 C war vaW ? mal wirklich nichts weiter möglich. 1 Land zur Besiedlung gab eS in Hülle und gülle, Dampfmaschinen gab ek
miuiuujc uip uic i98ca ur " ... b 01 mußte und
nicht möglich seien. Sie waren nicht s niederländischen
im Stande, td über ibre Reit in er- revöle.oea vepeyen ,ou. er und nach
wenige oder gar keine, von den wunder-'
baren automatischen Maschinen, welche Heute allenthalben in der Zndusttlt benutzt melden, mußte man noch nichts, das Land hatte überhaupt roch keine Industrie, also auch noch keine "captain of industry", keine mächtigen Korporationen, keine Millionäre. Niemand dachte daran, daß die Entwicklung der wirthschastlichen Verhältnisse Zustände, wie die heutigen schaffen könne, daß die wirthschaftlichen Zustände die politische Freiheit je würden so vollständig illusorisch machen können, wie da in Wirklichkeit heute der Fall ist. So dachte man den höchsten Gipfel der Freiheit erklommen zu haben und man baute durch vorerwähnte Bestimmungen eine Mauer so hoch und so dick herum, um daö kostbare Werk für alle Zeit vor frevlen Neuerungen zu schuhen. Nun sieht et aber heute in der Welt ganz ändert aut alt damals und man kommt allgemach zu der Ueberzeugung, li .r . . . nr ..r .ti n , ? I daß eö eine Thorheit ist zu glauben, daß man ein Gesetz für alle Zeit und! Ewigkeit formuliren kann. DaS waS für heute alö daS Beste erscheint, mag einer künftigen Zeit als daS Schlecht.fie erscheinen. ES ist Thorheit für alle Zeit hinaus die Vorsehung spielen zu r t m M I wollen uno man mup oen vcen,qen leberzett ble MSguchkett leicht machen, . .... . . . - . I. sich nast) lhren eigenen Bedürfnissen einzurichten. CmstmalS waren geschriebene erfassungen ein Schutz der Völker gegen die Uebergriffe der Großen und Mächtigen, heute bilden sie für die MächtiI gen emen chutz gegen oaS Bolk; besonders in der Nepubllk. Der hundechahrige Fetisch unserer Versassung . . . wird von bezopften Richtern dazu benutzt, dem Geiste unserer Zeit den Eintritt in unsere Gesetzgebung zu derwehren. Jedwedes fortschrittliche GeM daS geeignet wäre, die Lage deS IBolttS ,u verbessern, verstödt nalur-I "ch gegen die hundert Jahre atte Berw' fassung.' Das ganze Machwerk, groß und erhaben vor hundert Jahren paßt nicht mehr in unsere Zeit, Arst(lf 11 ftsfirf sflf Ptl UUllJlllllUJl lUlljlU Inland. fttttvfivirttt . .,. s.ftig, tu 0 . M . ""e acht und Freitag. Gestrige C . l . um M rr t. I UJX morgen, a urao, Cd !u!U4.u OO I Minimum 38 Grad. Sovereign wiedererwählt. N och ester, N. ö , 18. Nov. DaS Hauptgeschäft, das heute von den ArbeNSrittern erledigt wurde, war die Uwahl der Beamten. IameS R Sokereian würd- bn- Qvvntian wi-. ii r r r i iiiii n i i j n 111 iin r ri w r 1 1 nraniir r i r m o-- , mfl tih 1Um totnntil Wnrtfih (i u . T: VmT .in Amsterdam,. S. erwählt. Vereinzige Gegenkandidat war Philip L. rnnn- miirnr j nnmn n Miri.nuir. mi - ... mon aus Jersey ity. General irr . c. !..! rti . r em elreiar uno qa?meir oyn W. HayeS von New Jersey wurde sein gener acysolger uno ,n oen eneraiCY.rr... ....rx..c i v o. .i. ca ' """ rninnrap. uno wni .. u, mtt Ei.y. Montana. litu ? wurde ein Beschluß angenommen, . X. V!- O . !f .
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iiinnpn ni. nn .iirn niTnn m i m "" " Platze von Streitern angenommen haben, verweigert werden soll. Hierdurch soll auch verhindert werden, daß . . " . , ... ni spater als Mitglieder aufnehmen, waS yrr yaung gr,q?. Max Alvarh schwer krank, , w A r t. ir. Nak Mar ttr, " 'r r ' ' ' ... e w V o r r, i. scov Zvcak m ori,r, negr rn WH,"'H,M' c.rrantt varmever. BorelttqenWocyen begab er sich nach Jena, um sich einer ,w,it,n sMtin w,, insu v. I O - t lt n i T, , M ? M . ,unenozunano e. angers war f ... r i m r ... r i t r i i.nl schon seit Jahren ein schlechter, giebt '7 ' j . . 'i-l-" x uniaP' . Plöhllchtk Tg d. 1 ff ,o a m winy in,du.rio. vv, I . . . Die EröffnungSsttung der Eroßloge der DaughterS of Rebekkah wurde heute in trauriger Qeise durch dak
Indianapolis, Zndlana, vsnnrstag, itn ), Nsveinber
plöhliche Ableben der ltaplanin der Vrohloge, grau Mary B. Stevens aui Lale, 3H, unterbrochen, welche in dem Augenblick todt zusammenbrach, alt sie die ersten Worte ihre Gebetet über die Lippen brachte. Ihr atte, der angesehene Kaufmann D. K. Sievent, welcher der Sitzung der Großloge der Odd gellowt beiwohnte, wurde sofort benachrichtigt und traf die ersorderlichen Anordnungen, während angemessene Resolutionen dem Vorfall Rechnung trugen. Ausland. LiHung Tschang spielt nicht mehr mit. L o n d o n, 18. Nov. Eine Depesche aut Singapore meldet ein Gerücht, wonach Li Hung Tschang aut Aerger über die ihm bei seiner Heimkehr zu Theil gewordene Behandlung beschlos(en hat, sich int Privatleben zurückzuziehen. : D,e Depesche sagt auch, der neue chinesisch. japanische Vertrag gewähre Ausländern keine Conzessionen. Unterhandlungen. London, 18. Nov. Der Berliner Eorrespondent deS Standard" sagt: . r. mr nt r r i H r f 'vle granisurrer viaapxqiw omaj ten, daß zwischen ken Der. raalen . . . nn. , und Deutschtarv Unleryanviungen vezüglich der Einsuhr von Wein und Malzgetranren tm ange fino. Zvcan glaubt, daß dieselben mit dem Vor schlage deS Ackerbau-SekretärS Morton, verfälschte Artikel als Antwort r . . r . r , , aus oen Auejchtup amerllaniiqen Rindviehs und Fleisches von der m- ...... . . . m fuhr in die Ber.Ltaaten auözujchttepen, in Verbindung stehen. Die ganze Frage wird wahrscheinlich im Reichs tag zur Sprache gebracht werben. isvpzer atv vleoner. London, 18. November. Der Berliner Korrespondent der imes" sagt, baß General Gopler zu seiner Theilnahme an der gestrigen Debatte tm NeichStage nicht graluurt werben kann. Der Correspondent sagt: Die seS stellt die AuSsichten.für die Sicher beit der ReaierunaSvorlaae für die Militärreformen sehr schlecht. Eine Depesche der Daily Mail" von Berlin beschreibt General Goß ler'S Debüt als Kriegsminister als ein vollkändigeS ZiaSco und sagt: ..Ein unfähigerer Redner ist kaum denkbar. . . eine ungeschickten Pausen wurden i tu i n t- r i i fi'ff ... mit schallendem Gelächter und Zischen ausgefüllt." OchisfS. Nachrichten. Angekommen in : N e w S o r k : Lahn" von Bremen, '"'"'" - lkenfington" von Antwerpen, Ann : . . , . r....,. vKvw.. w..v von t Sork, Rumidian" von Mon treal, WäSland" von Philadelphia, Soutbamvton- St Paul" . ouroampron. Tl. Paul von New Lork. allerlei. .n,, ... w!rd I ."".,2: W.i : '7:,:r.:j-.- .. BmrÄ'K 0-1--7-- w i . . der Mmen am Puget Sund und m Vritish Columbia, sowie Australien I trT4 afil. rAl tfrtrr. I ir Ml) r T t i " 7 i -zj , " ati lti. Kobe werden bereits b roke Koklendamvfer für Gan Francisco beladen und weitere zwei Dampfer sind gemiethet worden, um iU,1;! w,n Z '7' ,ch Me abzudampfen "'"j, des von Liv er Pool in New York emaetroffenenDampftrs Britannic befand stch auch die schiffbrüchige Mannschaft der Bark .76" von MaZne. Letzteres Fahrzeug datte auf der ööbe von Bermuda wäbSturmes so schwere Havatten, datz die Bemannung, nach dem sie die schrecklichsten Leiden m gemacht, dasselbe in den Boote. perschllehlich von einem Dampfer ausgenom Liverpool gebracht wur I. . . r . M ve von wo aus )it aifocrnn mt vtua .!f. m.t. nf reise nach New York antrat. Nrträtmle? cten eigenthümlicher Auftrag geworden. Er soll nämlich fürderhin die Bewohner der Ströme der Pacificküste zu . .... .. - . - Modellen Wahlen. Herr Raschen wd n. rfc.ir. k. .r,.. v v,?. I UUl AWfcttV Vfc iVM tl VI UlU(tl UUV V. rch. n allen ihren Gewohnheiten j nach dem Lebm studiren und nach yollmduna d;es Studien wird er
sich nach Wajhlnaton begeben, um m Dienste der Vundksrkgierung die Aeniohner der Ström; (lglisornlcn's in ihrer Farbenpracht auf derLeinwand zu verewigen. Einerdergr'öbtenFracht dampser der Welt lief neulich Newport Newö an. um Kohlen einzunehmen. ES war der britische Dampser Samoa", (Tttpt. Hansford. Das Schiff fuhr früher nur nach ostindisch:n Ha fen, kam jetzt aber von New Orleans und fährt zurück nach Liverpool. Die Ladung bestand aus 11.000 Ballen Baumwolle, 160.000 Bushels Weizen und einer großen Quantität Mehl und Baumwollsaamen'Producte. Die Bemannung war zum größten Theile aus Hindus zusammengesetzt. Die Samoa" ist 465 Fuß lang. 54 Fuß breit und hat einen Tiefgang von 35 Fuk. . . Aon dem eigenen Sohne über den Haufen geschossen wurde der Farmer Eugene Reed von Hillsboro. N. I. Reed wollte vor Tagesanbruch mit seinem Sohne eine Bicyclefahrt unternehmen. Dieser fuhr voraus, als plötzlich hinter ihm bedrohliches Knutren und Bellen eines Hundes erscholl. In der Meinung, er habe es mit einem der bissigen Köter der Umgegend zu thun, zog der junge Mann seinen Revolver und schoß in der Dunkelheit nach dem Angreifer. Da hörte er einen Ausschrei, der ihm das Blut in den Adern erstarren machte. Er hatte seinen Vater getroffen, der ihm leise nachgelaufen war und, um ihn zu foppen, so deutlich die Thierstimme nachgeahmt hatte. DemTodedesErtrinkens
in einem Gasometer ist mit genauer Noth der Jnspector Dwight H. Strick. land vom Wasserdepartement in Providence entgangen. Um das Quantum des consumirten Wassers festzustellen, mußte der Mann in einen mit Wasser -gefüllten Raum zwischen der eigentlichen Gasometerwand und dem großen Reservoir hinabsteigen; dabei brach ein schwaches Holzgerüst und er stürzte in die Fluth. die über seinem Kopfe zusammenschlug. Als er wieder an die Oberflache kam, rief er um Hilfe und feine Rufe wurden glllcklicherwelse von" mehreren Arbeitern aehört, die ihn mit Noth und Mühe aus dem nassen Element zogen. Ohne Hilfe wäre Strickland sicher ertrunken. AufdemJahrmarktezu Münster i. W. entstand eine große Panik, weil in einer Akrobatenschaubude in Folge der Explosion einer Benzinlampe auf der Bühne Feuer ausbrach. Die hohe Feuersäule, die aus dem Zelte emporschlug, ergriff auch daö Nachbarzelt, wo eme Serpentmtanzerin sich producirte. Aus allen Zelten stürzte daö Publikum in's Freie nicht blos durch die Eingänge, sondern auch durch Löcher, die es in die Leinwand wände schnitt. Unter das schreiende Publikum mischten sich Clowns in ih rem bunten Auszug und Circusdamen in Tricots. Viele Personen kamen in dem Gedränge zu Fall und erlitten schwere Verletzungen. Daö Feuer war bald bewältigt. Der Feld aaer Ernst Schulze zu Schermke im Krei e Wanz leben begab sich wie gewöhnlich früh Morgens gegen 5$ Uhr auf seinen Rundgang. Als er weder, wie sonst M rf mm w ii uviicy, um 1 ui)T, nocy 'umiags zurückkehrte, wurde alleö aufgeboten, um die Spur des Vermißten zu entdecken, doch ohne Erfolg. Am folgenden Morgen um 7 Uhr. also nach 26stündiger Wesenheit, traf der Vermißte in einem unbeschreiblichen Zustande in Schermke ein. Daö Gesicht war blutüberströmt. Schwankenden Schrittes ohne Kopfbedeckung, Rock, Gewehr und Rucksack kehrte r heim. Leider war er nicht vernehmungsfähig und konnte über seine schwere Verletzung keinerlei Angaben machen. Er hatte eine volle Schrotladung in den Kovf erhalten. Der unglückliche, allgemein beliebte und geachtete Beamte wurde noch an demselben Tage in die Augenklinik nach Halberstadt gebracht, wo r im Fieberwahn aus dem Fenster sprang und sofort todt war. Man glaubt allgemein, daß S. die schwere Verletzung durch einen in mörderischer Absicht auf ihn abgegebenen Schuß vielleicht von einem Wilddieb erhielt. AuchinderimAllgemeinen als aufgeklart- bekannten RheinPfalz fehlt es nicht an krassem Aberalauben. besonders auf dem Lande. Ein neuer Vorgang in einem Dorfe der Südpfalz. in Thalfröschen, in derNähe der pfälzischen Schustermetropolis Pirmasens. ist in dieser Beziehung befonders bemerkenswerth. Es handelt sich dabei um eine der berüchtigten Teufelaustreibungen", die man an einer geistesgestörten Frau vornahm. Ein gewisser Stumpf verbreitete die Schauermär, in daS unglückliche Weib fei der Teufel gefahren. Aberglaube fche Leutchen beiderlei Geschlechts wa ren sofort davon überzeugt und so nahm man die Prozedur der Teusel austreibuna vor. Eine Corona um stand das Bett der kranken Frau, sang und betete, während Stumpf auf der Bettdecke herumschlug und rief: Mache dich hinaus. Satan, fahre zur Holle!" Diefe traurige Procedur wurde mehrmals wiederholt, der .Teufel- scheint jedoch teuflischer, Weise bis zetzt auf diese drastischen Provocattonen nicht reaglrt zu lzaben.
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hiesiges. Leichenräuber. Von eim erfolglosen Jagd in den Wäldern nahe MillerSville heimkehrend, bemerkte ein Waschbärjäger, NamenS Lash, beim Vorbeigehen an einem Kirchhof um Mitternacht auf Letzterem drei Manner, welche sich an einem Grabe beschäftigten. Die Kerle hatten einen Sack neben sich, in welen sie, wie es schien, gerade einen Leichnam hineinzwängten. Im ersten Augenblick wollte er auf die Kerle schießen, rief ihnen aber erst ein krastigeö Halt" zu, worauf sie unter Mitnahme deö Sacke sofort die Flucht ergriffen und Lash nichts besseres thun konnte, als nach Haufe sich zu begeben. Bis gestern Mittag hatte er nichts gesagt, dann aber erzählte er Jemandem ein Erlebniß und wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Neuigkeit im Umehen unter den Bewohnern von MillerSville. Eine große Menge begab sich auf den Kirchhof, wo man die Entdeckung machte, daß daS Grab eineö am Sonntag begrabenen, an der Schwinducht gestorbenen, starken, robusten Negers, Namens George Patterson, anscheinend geöffnet und der Leichnam entfernt worden war. Ein Freund deö Verstorbenen, bei dem Letzterer bis zu seinem Tote gewohnt hatte, NamenS RufuS Rich, kam sofort hierher und erwirkte Haftefehle gegen sämmtliche medizinischen Anstalten. Mit mehreren Polizeibeamten ging er um 3 Uhr Abends auf die Suche. Der gerade nicht angenehme Anblick von Leichentheilen bewirkte bei Rich, daß er schon halb und halb zufrieden gestellt war, als man knapp den Anfang in dem Medical College gemacht hatte. Als man dagegen sämmtliche Räumlichkeiten deö Gebäudes durchsucht hatte und sich keine Spur-deS geraubten Leichnams sinken ließ, erklärte Rich rund heraus, daß er überzeugt sei, seineS Freundes Leiche befinde sich überHaupt nicht in der Stadt. Er verschwand mit unheimlicher Schnelligkeit auS dem Hause und auS der Stadt und kehrte nach MillerSville zurück mit dem befriedigenden Gefühl gewissenhaft erfüllte? streundekpflkcht. , , OchluHberlcht der (Srogefchworeucn. Folgende Anklagen wurden erhoben : Frank StnbbS wegen Verstummelung deS OhreS deS Polizisten Cronin. Iameö ginn wegen Einbruch in die Aeme Mill und Entwenduna von Messing im Werth von $30, George Catt wegen Einbruch in den Laden von H. Stout & Co. und Entwendung eines Paar Schuhe im Werth von $3. John Brennan und Frank Hahn wegen Pferdediebstahls. Frank Covington wegen Entwendung von 59 Dtzd. Spulfaden im Werth von $22. ChaS. öork wegen auf John Honeh am 4. November verübten MordangriffS. George Catt wegen Entwendung einer Schoßdecke im Werth von $4. Derselbe wegen Einbruch und EntWendung von Juwelen im Werth von tz30. Peter Green wegen Entwendung von $10 25 von Henry Morrison. Frank Carver wegen Pferd- und WagendiebstahlS im Werth von $100 von Zoe Baker. Bei Folgenden wurde die Entlassung wegen mangelnde? Beweise empfohlen: Peter LarkinS und Joseph Tingle, GroßdiebstahlS; John TameS und John Bach, EinbruchSdiebstahl. Die Fälle von Porter und George White, sowie von IameS Thomas, welche deS MordeS beschuldigt find wurden aus die Dezember-Sltzung ver schoben. 39 Anklagen wurden seit dem letzten it.ir. :r... o-tl . r loenweiien Zvericyr oeryorr. Die Zahl der verhörten Zeugen be trug 341. Gesammtzahl der einge brachten Anklagen 61. Zahl der Ent lassenen 5. m ,, . . ES lohnt sich, Hood'S Sarsaparilla zu gebrauchen. Bei reinem Blut braucht Ihr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, Diph teritiS vder Fieber. Hood'S Pflanzen von den auöge suchteftenPlllen sind sorgfältigst zube sMet,
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