Indiana Tribüne, Volume 20, Number 61, Indianapolis, Marion County, 17 November 1896 — Page 1

K 0 h f AA 1 w As sl US A kV l5 'i r s i r s r i i k J i iV v W V V W O W V Ofsieo : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Zndiana, Dienstag, öen 7. November 1896. Jahrgang 80 No. Öl

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17 t IQ rCi n r TtnWhr glaubte, daß der Civilist seinen Stuhl ach verraucht die Entrüstung wieder ?jisti?te HZ, 1890 eine geheime Eon-kl-, Uv''1' angestoßen hatte und eine Cntschul. man hat ja an so viel Andere zu den- vention zwischen Deutschland und Ruß-

Musik: Hart'o Oroliostor1 bead : mkkana Samstag Abemd : off ..The little Uebel." Smstag Nachmittag : Kinder - Ball. uuttx Leitung bc Herr krenntkt. Eit,ittpr.ik: fcirnttta! 25 gen. Abend 30 Cent. XiicrotTtc Sitz fit Aieadunterhaltungea 23 Cent irtra. tkftt U kauf ia et tj F. rickel.Ossic. Der 4- 4-

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rf--H44rtl2!&4rle "Uliqe Bourgeolfte ist selber 50Wy5vWiUVvH Schuld daran, daß der Militarismus I Alle überwuckkrt und di? hM,Krf-

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AnGditorielles. Kaiser Wilhelm bat wieder einmal eine Rede gehalten und er hat sich und die deutsche Nation vor der ganzen Welt blamirt. Die Rede hielt er ge. I legent'icb der Cinschwörung der Rekru ten und dabei sagte er : Haltet Cure Uniform in Ehren. Der Mann, welcher Euren Rock belei. digt, beleidigt Euren König. Wer den Rock deS RönigS beleidigt, beleivlgt uren obersten Kriegsherrn." . . . . .. Unter gewöhnlichen Umständen hätte man diesen Worten vielleicht keine BeI

athiunn nrf tarnst hnn 9IfrnftA Wirani TIQ ZU ClN Blvkyen UNlIUlling I

' I Mann schon oft ae aat. Aber da I kurz vorher ein Lieutnant (Brusewitz) m m . m . I tlnen MvMsten einfach deshalb niederstach, weil er sich dadurch beleidigt diguvg verweigerte, deshalb glaubt : crri. r, :.rr-..cv:.f rt.r I iuiun icuc smun ycuu uu üic eil 3U I Uqien zu können, und erblickt darin I auf Seiten des Kaisers die Abficht dem brutalen Offizier Recht zu geben. Englisch- amerikanische Blätter, welche sonst solchen Vorgängen' wenig Aufmerksamkeit zu schenken Pflegen, sprechen wie z B. daS hiesige Jonrnal" ihre Verwunderung darüber auS, daß sich daS deutsche Volk so etwaS ge fallen lasse. Ein Zustand, der solche Vorkommnisse ermöglicht, ist allerdings eine Schande für ein Kulturvolk, aber die teutsche Bourgeoisie ist selber V v. VHtlWk Burg.isie b.sibl nicht m.br die m. ralische Kraft denselben abzuschütteln. Da wo der BourgeolS eine Stellung als Reservelieutnant gesellschaftlich hoher schäht als dle ihm durch feinen vurgerNchen Beruf aeaebene. I VW 1 M . I vrauchk man Nch über dergleichen Ereignisse weiter gar nicht zu wundern. Allerdings, die Entrüstung über den Vorfall l rm Augenblicke allerdings "V m m m fm . . I groß. An den Reichstag ist eme Petition in Umlauf, in welcher die AusHebung der militärischen GenchtSbarkett und die Beseitigung deS DuellwesenS verlangt wird. In dieser Petition, die in ganz I

Deutsckland Sunderttausende von Un-Iwie

, , t,tn ciyuii, icipi co u. . wörtlich: Wir dürfen unS daraus be-l schränken, den besonderen Grund hervorzuheben, der uns veranlaßt, mit diesen Wünschen an unsere gewählten Vertrete gerade jetzt heranzutreten. Die grenenvolle Blutthat .in Karls-

ruhe, unter deren Eindruck wir alle seine Frau und zwei Söhne prügelten noch stehen, hat sich als eine Frucht deSIden armen Louit biS er bewußtlos war.!

in falscher Richtung entwickelten, kon-! venttonellen Ehrbegriffs erwiesen, der! in unserem Ossizieröstande systematisch gepflegt und durch den von der ftaat-t lichen Autorität gestützten Duellzvang befestigt wird. Wir verlangen, daß die Machtmittel des Staates nicht länger der Förderung von Anschauungen . , n , , , dienstbar gemacht werden, die dahin! führen, daß der Ossizier unter ÄmftSnden die Verletzung deS Gesetzes als Gebot seiner StandeSehre ansehrn muß. i (tx x :xr tl. n.i...Mv k:. aJUGi nii vit vu uutiu uv viki Motive, denen sie entsprungen ist, empören unser sittliches Empfinden; unser RechtSgefühl wird auch durch den bei dieser Gelegenheit wieder hervortretenden Unterschied in der BeHandlung deS Verbrechers, je nachdem eri Bürger oder Offizier ist, verletzt. Daß

der Thäter frei und ungehindert den Schauplatz seines Verbrechens verlassen kann, daß er erst nach mehreren Tagen in leichte Hast genommen wird, daß seine Verurtheilung in geheimem

Verfahren vor einem ausschließlich auS seinen Standeögenossen gebildeten Gerichtöhofe stattfindet, alleö dieö ent springt nicht dem Rechtöbewußtfein deS Volkes. Wir dermöaen nickt anzuerkennen, daß in einem Falle wie diesem irgend u , I ein Grund bestebt. die Gleichheit aller StaatS-Angehörigen vor dem Gesetz ' i aufzuheben. Deßhalb fordern wir zweiten? die Beschrankung der MilitärgerichtSbarkeit auf DiSziplinarvergehen. Nicht einer Mißachtung der Armee oder ihrer Angehörigen entspringen unsere Forderungen. Wir wenden unS dagegen, daß stets und überall, wo vermeintliche militärische Interessen mit solchen deS bürgerlichen Lebens zusammenstoßen, diese hinter den mii r r - i r ? . ? I litärifchen zurückstehen sollen, toi duS von Tag zu Tag mehr der Fall ist." ES wird gemeldet, daß die Petition die Unterschriften der guten" Bürger, die Unterschriften von LandgerichtsPräsidenten, Lehrern, Recht?anwälten, enaloren u. ,. w. lrage. rogoem lauoen wix uns nugi zu irnn, wenn ... - X.1. ... $ . I wir annehmen, daß im Reichstage, von der sozialeemokratlschen Partei und vielleicht auch von der Bolkspartei abgesehen, kein männliches Wort gegen

. . . wlro, oenn oer oeulzqe Bourgeois legl och immer gegen die von unten droyenoe vievomnon ,e,ne Possnung aus X Geht hm auch einmal e,n einzelner Vorfall über die Hutschnur", dann f?i ..f.. ... V . ... e r no zu ner Penuon aus, oamu aoer l..fif..fi it j. e.t cnii.-ri i I er.cyopsl sicy auq seine Wioeruanoof M A t& 6 M mAamaaS m 4 V 2 QTT aÜÜam I uwwjhbiwi h vmon, lch"W am Jöirnitt), ao nach und "N und eS bleibt alleS hübsch beim VlUfn Tsie $ituttnant& stfAen tnthrm I lose Bürger nieder und der deutsche trr r . i. i. Ä?r v ? I " v- I Bourgeois hat den Kaiser, der für ihn paßt Archlttachlchleil. Inland. Wetterbericht. Viel kälteres und trübes Wetter heute Nacht und morgen. Gestrige Temperatur: 8 Uhr Morgens, - Grad, Minimum 54 Grad. 56 Eine verrückte Familie. Rownanville, Ont., 16. Nov. Auf einer Farm in der Nähe der Stadt ist eine ganze Familie von religiösem Wahnsinn befallen worden. Elijah Tltiet hatt di?s,lk, mit Untr 55? nnh I ?tV I IHN HU I I deren 15 Kindern bewohnt und sich und die Seinen schlecht und recht ernährt, biö vor Kurzem sein ältester 22jShriger l Sohn Louis wahnsinnig wurde, sich sür den Prinzen der Sandhügel" ausgab und sagte, daß Christuö ihm befohlen habe, die ganze Welt zu bekehren. Diefeö muß wohl ansteckend gewirkt haben, denn bald schnavvten auch Bater Elijah und seine Frau, sodie Kinder über. Statt ,u ar-I .

den Militarismus gesprochen weroen grst Hshenlshe über die Enthüllun ., i . ir r . c f.iil" ' 7 ' 7

iuciicm, uvumi is umiuvuiumuiut uujutudiuiu uiiv juyid'

W ki.h.. AIim G m ki. J m I Singen und Beten. Vor einigen Tagen nun bekam Rice die size 3dee, daß der Teufel in Louis gefahren sei und daß er aus ihm wieder heraus geprüIgelt werden müsse. Slijah brach ein! Bein von einem Stuhle ab und er, Gestern nun beschlossen die Eltern, ihr jüngstes Kind zu opfern. Eines der Kinder jedoch erzählte hiervon einem Geistlichen, der dann die Polizei be - nachrichtigte. Diese arretirte die ganze Familie. Der alte Rice und LouiS wurden in daS Irrenhaus zu Kingston geschasst. Man hofft, daß die übrigen Mitglieder der Familie genesen werden. w GefesselteWasserkrast. 5 k ? i a ct. m.xi.

-j u u w, xu. wuu, vwGfsim uicijcpi wie juwut uu uu0iuiem gegen Maschinerien alle ausgestellt find, wird seitigen Vertrauen erfüllt sind Inder

heute kurz nach Mitternacht die enorme Kraft der NiagaraFälle der Menschheit zu Nutze gemacht. In den letzten Tagen haben Oachverftandige allek auf daö genaueste geprust und dem Unter'nehmen, auf die 27 Meilen von den'

Fallen entfernt liegende Stadt Bufsalo eine Krast zu übertragen, die stark genug ist, deren sämmliche Straßenbahnen zu treiben, scheint nichts im Wege zu liegen. ES war ursprünglich beabsichtigt, die Maschinen heute Mit-

tag in Gang zu setzen, da jedoch der Vater deß Herrn Wm. B. Rankin auö New Sork, der Sekretär der Niagara Falls Power Co., ein Geistlicher, sich dagegen verwehrte, so ist dieseS biS Mitternacht verschoben worden. ww ' l ' U e bersch wemmu n g im y. ott , weften. Port land, Ore., 16. Nod. ES hat im ganzen Nordweften 12 Stunden lang ununterbrochen geregnet und das Wasser ist in allen Flüssen sehr hoch. Der Williamette Fluß ist auS seinen Usern getreten und hat daS Land über schwemmt. Hler steigt der Fluß zwei Zoll die Stunde und die Kaufleute in den dem Flusse nachftgelegenen Straßen schaffen ihre Waaren auS den . i V . Hil T:f. . ellern in die oberen tagen. Utn bahnen und Telegraphenlinien leiden schwer. Die Stadt Seattle ist von der übrigen Welt völlig abgeschlossen und nur auf Böten zu erreichen. YlttKWnTl. '- B i S m a r ck' S A u S p l a u d e r u n g im Reichstag. Berlin. 16. Nov. 3n Erwartung .kläruna deS ReiebökanilerS ' n. welche ürst BiSmarck in seinem Organe, die Hamburger Nachrichten," den geheimen Vertrag, der zwii.. .... schen Deut chland und Nußland von 1886 bs 1890 istirte. hatte sich beute htx gt5ffnunst deS Reichstages eine I nrnt,. sn,ss hnn WtUnUPT 0-1' ' mt Gs von Hompresch, ein Führer deS entrumS, reich'e die Interpellation cin Det func 3n6ait d ftraae war : lanb unb tocnn dieses der Fall war. . . v. f . .x . maiUM HJU10C NC NlMl DCIlflNacri l" Ferner: Hatten die neulichen Ent. hügungen Einfluß auf den Dreibund und Deutschlands Beziehungen zu anderen Mächten? Fürst Hohenlohe sagte als Antwort : Bezüglich der Unterhandlungen zwischen Rußland und Deutschland in den Jahren von 1887 bis 1890 wurde damals vereinbart, daß vollkommenes Stillschweigen darüber beobachtet werden solle. Daher kann der Zeitpunkt, m welchem ixtyt Berpsuchtuna auf hört, nicht allein von unS bestimmt werden. Ich befinde mich daher im Augenblicke nicht in einer Lage, offizielle Informationen über daS Resul tat jener Unterhandlungen geben zu können. Bezüglich der Tendenz der deutschen Politik gegenüber Rußland seit hrm ruklina 1 kQ0 ift l ,s,,nfN n W CJVV7V1 WWW f V WM NHV MM möglich, eine eingehende Erklärung so lange, als jene Verpflichtung besteht. geben zu können und überlasse ich eS dem Minister deS Auswärtigen, der an den Unterhandlungen theilnahm, daS zu sagen, waS darüber gesagt wer den kann. Nach sorgfältiger Eiamination deS erreichbaren Materials kann ick nickt anders, als die Motive, von welchen Deutsckland Politik aeleitet wurde. l v " ' w M n amm mmm Jh ttmmMmM . u V ... . I . . . cher Zeit kann ich die Ueberzeugung ausdrücken, daß sich keine ungünstige Abänderung unserer Beziehungen zu Rußland fühlbar gemacht hat. Die damals gemachte Behauptung, daß britische oder irgend welche andere aus ländische Einflüsse eine beitragende Wirkung ausgeübt hätten oder jetzt ausüben, muß als aller Begründung I entbehrend zurück gewiesen werden," (Vravo, bravo!") 1 Ich freue mich über die Wirkung, welche neuliche Veröffentlichungen aus die Stellung Deutschlands im Dreibunde und auf seine Beziehungen zu anderen europäischen Mächten hatte, erklären zu können, welcke anfänalick ? 1 O " 7 unter einigen Klassen der Völker jener Länder fühlbar wurde, wieder verschvunden ist und unsere Verbündeten :. ... .tr.f.i selben Weise haben unsere Beziehungen zu Rußland nicht einen Augenblick aufgehört, gut und freundlich zu sein." (Applaus von allen Seiten des Hau seS.) Der Freiherr Marschall von Biber

siein erklärte, daß nie ein Vkltrag abgeschlossen wurde, der mit anderen Verträgen in Widerspruch gerieth. Eugen Richter nannte die Snthülluügen BiömarckS einen Vertrauensbruch. Eine Abstimmung fand nicht statt. j Die Dürre in Indien. London, 16 Nov. AuS Allahabad, Indien, telegraphirt ein Eorrespondent der Times" daS Folgende: In den abgetretenen Distrikten von Madras beginnt sich die HungerSnoth fühlbar zu machen. Der englische Missionar Campbell dringt von Euddapen auS darauf, daß amerikanischer MaiS importirt werde. Derselbe koste nur halb so viel als Weizen und werde in den Oertern deS Oberlandes leichtAbsah sinken. Da derselbe dem Cholam sehr ähnlich ist, wird er dem ReiS oder Ragi vorgezogen werden. Vor dem Schluß . deS Monats Dezember wird kein Regen erwartet."

Erzbischos Ireland. R o m, 16. Nov. Die Ztalia" erklärt, daß daS Gerücht, daß der Erzbischof Ireland von St. Paul abgesetzt worden sei, zweifellos unbegründet sei, da der jetzige Papst bisher nur eine einzige Absetzung vorgenommen habe. ES war daS die deö Bischofs Tournai, der irrfinnig war. DaS Blatt fügt jedoch hinzu, daß eö möglich sei, daß Erzbischof Ireland aufgefordert werden könnte, zu resigniren, wenn er fortfahre weitere Unklugheiten zu begehen, wodurch er den Papst reize. I st gegen geheime Verträge. L o n d o n, 16. Nov. Der römische Correspondent deS Chronicle" erklärt mit Bestimmtheit, daß Oesterreich inolge der Biömarck'schen Enthüllungen vorschlagen werden daß den DreibundVerträgen eine neue Clausel angehängt werde, um geheimen Verträgen entgegenzuwirken. Allerlei. Eine Frau in San Diego, Cal.. ist bedenklich an der Druse erkrankt, die sie sich durch Ansteckung von einem Pferde zugezogen hat. DerNichterVreathittvon dem County - Gericht in Christian County, Ky., gilt m den Augen fernes Sohnes nicht als große luristiscye Leuchte. Der Sohn, welcher das Amt eines Kreisrichters bekleidet, hat nämllch em von seinem Vater abgegebenes Urtheil umgestoßen. In San Francisco wurde dieser Tage Alfonso I. Witeman von Duluth, Minn., der Held einer abenteuerlhen Carriöre vom Bankprasidenten zum Mayor, Legislator, Gründer und bis herab zum Falscher und Sträfling, nach einjähriger Gefangenschaft aus dem Gefängniß entlassen. Er hatte den Namen eines Freundes auf einen Check über einen hohen Betrag gefälscht und war zu längerer Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Das Obergericht in Californien stieß jedoch das Urtheil um und bewilligte Witeman einen neuen Proceß. Er wurde gegen Bürgschaft entlassen, obgleich die Klage gegen ihn nicht zurückgezogen worden ist. Poultney Vigelow, der Schriftsteller und Schulfreund des deutschen Kaisers, hat neulich in der Brooklyner Supreme Court manifestirt. Col. Pope, von der Pope Mfg. Co. in Boston, hatte ein Urtheil auf Bezahlung von $24,325 gegen ihn erwirkt. Diese Summe soll er nämlich Pope für die Zeitschrift Outing" schuldig geblieben sein. Herr Bigelow erklärte, daß er arm sei wie eine Kirchenmaus, und seit seine Mission in Berlin im Interesse der amerikani schen VersicherungS - Gesellschaften fehlgeschlagen, nur von seinem Literaten - Honorar gelebt habe. Trotz seinem Dalles- trat Herr Bigelow nach der Manifestation mit seiner Familie eine Vergnügungsreise nach Deutsch land an. JnderNähevonOkonoko, W.-Va., ist Frau Margaret Dorsey. Gattin des Bahnbeamten I. W. Dorsey von der Baltimore & Ohio-Bahn, auf eigenthümliche Weise um's Leben gekommen. Die Frau ging auf dem Geleise der Bahn mit einemMilcheimer entlang, als sich auf dem anderen Schienenstrange einFrachtzug näherte. Gerade, als dieLocomotive an ihr vorbei sauste, warf der Heizer ein großes Stück Schlacke von der Locomotive herab, welches die Frau mit solcher Wucht an den Kopf traf, daß sie ohnmächtig fortgetragen werden mußte und an dem erlittenen Schädelbruch nach sechs Stunden starb. Der Heizer hatte die Frau nicht bemerkt, alg er das 40 Pfund wiegende Schlackenstück herabwgrf, ....

Einen ungeheuren Umfang hat die diesjährige Obsternte des Staates California erreicht. Der Versandt von frischemObst allein hat über 200.000.000 Pfund betragen. Getrocknet und eingemacht sind nahezu 400.000.000 Pfund. Im Jahre 1885 betrug die ganze Ernte nur 25 Millionen Pfund. In elf Jahren hat sich also die Ernte vervierundzwanzigfacht. Dies kann nicht Wunder nehmen, denn nahezu eine halbe Million Acres dient bereits der Obstcultur und jedes Jahr werden neue Obstpflanzungen angele. Der z u lebenslanglichem Kerker verurtheilte Raubmörder Karl Kienreich machte aus der Strafanstalt Karlau einen kühnen Fluchtversuch, indem er Abends das Fenstergitter so weit auseinander bog, daß er sammt einer Leiter sich durchzwängen konnte. Die Leiter verschaffte er sich in derTischlerwerkstätte, wo er beschäftigt war. Er hatte mit Benutzung der Leiter schon zwei hohe Mauern überstiegen, als ein Militärposten ihn bemerkte und anrief. Da Kienreich weiter kletterte, versetzte ihm der Soldat mit dem BaZonnet einen Stich, so daß Kienreich zurückstürzte und festgenommen werden tonnte. Unter den' Gemälden, die der königl. Pinakothek zu Mailand von dem dortigen Erzbisthuvi überlassen worden sind, findet sich auch eine Anbetung der hl. drei Könige, die nach dem Urtheil des Galerie-Directors Bertini und anderer Fachmänner zweifellos als ein Jugendwerk Antonio Allegris da Coreggio anzusehen ist. Das Bild ist auf Leinwand gemalt, enthält über zwanzig Figuren voll Leben und Ausdruck in einer sonnigen Landschaft und zeigt gleich Correggios übrigen Jugendarbeiten noch den Einfluß der Montagnaschen Schule. Der Zeit nach setzt Vertini das Bild zwiscken 1513 und 1514, vor die berühmte Madonna di San Francesco im Dresdener Museum, welche bisher als Correggio's erstes größeres Werk galt. Ein junger Jndier aus vornehmer Vrahmanenfamilie, Mr. Chatterji. hat dieses Jahr in dem schweren Examen für den Jndia Civil Services zu dem sich die talentvollsten Besucher englischer Universitäten drängen, mit Leichtigkeit alle seine englischen Mitbewerber geschlagen und den ersten Preis errungen. Und noch einen anderen kaum weniger bemerkenswerthen Sieg hat Jung-Jndien auf einem anderen Gebiet davongetragen. Wie Chatterji als facile princes aus dem geistigen Wettkampf hervorging, so hat sich sein Landsmann Prinz Nanjitsinhji in dieser Saison durch ganz außerordentliche Leistungen an die Spitze der englischen Cricketer geschwungen und damit einen Triumph geerntet, der dem Durchschnittsengländer zehnmal höher steht, als ein erster Preis im schwersten Examen. Ueber eine ganz merkwürdige Folge der fürchterlichen Springfluth in Japan berichten japanische Blätter: In der am schlimmsten betroffenen bergigen Provinz Jwateken haben viele Jamainu (den Wölfen ähnliche wilde Hunde) wahr scheinlich damals viele Menschenleichen angefressen. Seitdem treten die Hunde besonders zur Nachtzeit in gefährlichster Weise auf; sie überfallen und verzehren die Menschen und hindern alle Leute, in der Nacht zu reisen. Am meisten sind aber die Postboten gefährdet, die bis Abends zehn Uhr Postsendüngen austragen oder Tag und Nacht den Verkehr zwischen den einzelnen Postämtern vermitteln müssen. Sie alle laufen zu Fuß und haben oft meilenweite Strecken zurückzulegen. Mehrere Angestellte wurden von den wilden Thieren getödtet und der Postverkehr erlitt bedeutende Störungen. Der Verkehrsminister traf nun eine Anordnung, die sich schon auf der Nordinsel Hockaido gegen die Wölfe bewährt hatte: er ließ nämlich die Postboten in den gefährdeten Gegenden mit Trompeten versehen. Und wie die Wölfe das Schmettern einer Trompete nicht vertragen können und davonlaufen, so nehmen jetzt auch die Hunde Reißaus, sobald ein Postbote in seine Trompete stößt.

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wahrscheinlich.

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