Indiana Tribüne, Volume 20, Number 60, Indianapolis, Marion County, 16 November 1896 — Page 2
Zndiana TrwKne
Erschmt Täglich und Sonntagv. Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Xtlat fT.wfk STIn,. hU lnnntrtflSTrsfiflnt"B n. v . v f. vfr B - - - - Cent! per Zoche. Selbe ufarwe 15 Cent der I 65vicn:s pixnmai. vr bbw Sttbt zugeschickt U oraukbk,ilung p pe, sJar. Ostui 1 CÜ& labama OtraKt. Indianapolis, 3nd., 16 Nov'br 1896. Llpfelernte nnd Lluöfuhr. Am verbreitetsten von allen Obsiarien ist wohl der Apfel und unter allen Aepfel producirenden Staaten der Union nimmt New York unstreitig den ersten Platz ein. In den Counties Niagara, Orleans, Wayne und Monroe, am Ontariosee und Genesee und weiter südlich sind gedehnte Landcomplere der Apfelculwr gewidmet wie auch in Columbia County im Hudsonthale. In New Jersey, Pennsylvania, Maryland sowie im nördlichen Ohio sind ebenfalls ausgedehnte Apfelgärten zu sin den; ebenso wird die Cultur dieser Obstart im Süden don Ohio, in West Virginia, Kentucky, Jndiana, Illinois, Michigan und Wisconsin in großem Maßstabe und mit gutem Erfolge betrieben. Am Missouri in dem gleichnamigen Staate sowie in Kansas, in Iowa, Nord- und Süd-Dakota und westlich von den Rocky Mountains in Washington, Oregon sowie California gibt es sogenannte Apfelgürtel und soweit unser nördliches Nachbarland, Canada, als Apfelproducent in Betracht kommt, nehmen die Landstriche am nördlichen Ufer des Onta rio- und Eriesees. östlich vom Huronsee, an der Georgian Bay, auf dem linken Ufer des St. Lawrencestromes und im Annapolisthale einen hervorraaenden Platz ein. Alle diese Districte, Kon kleinen Ausnahmen abgesehen, sind in diesem Jahre mit einer so reichen Apfelernte gesegnet, wie nie zunor, während in Europa diese Obstart nur sehr geringe Erträge ergeben hat, und dieser Ausfall wird durch die Einfuhr amerikanischer Aepfel gedeckt. Nach den Berechnungen der bedeutendsien Exporteure beläuft sich die gesammte Apfelernte unseres Landes auf ca. 40.000.000 Faß, während Canada an 4.000.000 Faß producirt hat. Im Staate New York haben die Apselgärten durchschnittlich eineGröße von 15 Acres, während im Westen Pflanzungen von 50 bis 100 Acrcs durchaus nicht zu den Seltenheiten ge, hören. In dieser Saison kann man zwei Faß als den Durchschnittsertrag im Osten annehmen, während derselbe im Westen geringer ist, da die meisten der dortigen Gärten erst vor wenigen Jahren angelegt sind und ihre Bäume noch nicht die volle Tragfähigkeit erreicht haben. Die bedeutendsten Ausfuhrhäfen für Aepfel sind Halifax, Montreal, Boston, New ?)ork und (nach Schluß der Schifffahrt auf dem St. Lawrence) Portland. Me.; auch Philadelphia und Baltimore senden recht stattliche Quantitäten über See. Selbstverständlich wird die Menge der von jedem Hafen exportirten Aepfel durch die Ernteergebnisse der einzelnen Districte bedingt, da die Frucht nach den am nächsten gelegenen Küstenplätzen gesandt wird; in diesem Jahre werden von aU len exportirten Aepfeln etwa 30 Procent über Boston, 20 Procent über New York, 30 Procent über Montreal bzw. Portland und der Rest über die andern Häfen zur Ausfuhr gelangen. Bis zur vierten Woche im October dieses Jahres sind aus allen Häfen 1.081.647 Faß exportirt woiden, während die Ausfuhr in demselben Zeiträum des Vorjahres sich nur auf 159.875 Faß belief; im Ganzen dürste der diesjährige Export die kolossale Höhe von 2.000.000 Faß erreichen. Der größte Theil der exportirten Aepfel geht nack Liverpool, London und Glasgow; ein geringeres Quantum direct nach Deutschland, Dänemark und Schweden, ja sogar Cuba sowie die spanisch-amerikanischen Länder beieben Aepfel von uns. Da canadische Aepfel in diesem Lande einem Einfuhrzoll von ca. 60 Cents pro Faß unterworfen sind, ist an einen Absatz derselben hier nicht zu denken und komnun sie daher unter Zollverschluß nach unseren Häfen, von wo sie nach Eurova aesandt werden. Angesichts der außerordentlich reichen Ernte erzielen die amerikanischen Farmer m vieler Saison sehr geringe Preise und manche Sendungen haben dem Producenten nur 40 bis 60 Cents pro Faß gebracht, wovon noch die Kosten für dasPflücken, Verpacken und Fässer abzuziehen waren. Die Producenten, welche ihre Aepfel nach Europa senden, haben wenig Mühe damit; sie liefern dieselben auf der nächsten Eisenbahnstation ab. worauf die Commissionshändler alleZ Weitere besorgen. . Sobald eine Scndung in Europa verkauft ist, wird der Erlös per Kabel angewiesen und der Farmer erhält prompt sein Geld. 1 (Zin Pompeji AlaSka'S. Professor Alfred Eldridge von Montreal, welcher vor vier Jahren sew kanadisches Heim verließ, um unbekannte Theile unseres hochnordischen Territoriums Alaska zu erforschen, kommt mit der Kunde Zurück, daß er daselbst endlich auch ein wahrhaftes amerikanisches Pompeji entdeckt habe: eine uralte, unter einer See geschmolzener Lava verschüttete Stadt mit Spuren bedeutender Civilisation. Er mag hiermit selber das Wort zum Bericht über diese merkwürdige Entdeckung erhalten: Obwohl beinahe erschöpft von der Unzulänglichkeit der Verkehrsmittel, habe ich nie eine größere Freude erlebt, als bei der Ankunft an der Mündung deö KuwalikflusseZ, an der Mündung des Kotzebue - Sundes.' Hier stieß ich auf eine kleine Ansiedelung Indianer, welche in mir einen lebhaften Drang erweckten, in das gänzlich wilde und unerforschte Gebiet weite? stromauf.
wart? zu dringen. Sie wußten freilich selber nichts Bestimmtes über die Eigenthümlichkeiten dieses Gebietes und waren sehr überrascht, als ich mich thatsächlich in dasselbe. wagen wollte, in das kein Weißer junalS seinen Fuß gesetzt habe, und welchem sie selber in folge unheimlicher abergläubischer Vorstellungen sich .stets Zlferngehalten
hatten. Ihr Häuptling Dersüchte alles Mögliche, mich davon abzubringen; aber mein Entschluß stand fest, nachdem durch gewisse Sagen meine Wiß begierde erregt war. So drang ich denn hinein in -blesc Hochwalds - Regionen. Am Saume eines kleinen Sees, wo ich rastete, wurde meine Aufmerksamkeit auf eine Stelle,' ungefähr in halber Höhe eines steilen Berggipfels, gelenkt, der offenbar in neuester Zeit irgendwelche Veränderung erlitten hatte. Beim Naherkommen sah ich, daß eine gewaltige Erdmasse sich losgelöst hatte und bergabwärts gerollt war. und . in dieser Masse bemerkte ich zu meinem größten Erstaunen ein Stück .eines zerbrochenen, hellbraunen, ihönernen Gefäßes, daö eine sehr kunstvolle, nach antiker griechischer Art .gearbeitete Randver zierung in schwarzer Farbe-hatte. Mehrere Jahre zuvor hatte ich unten in New Mexico . ein ebensolches. Stück gefundm. Eifrig forschte ich nun .weiter, namentlich an den Bergseiten, wo die Erdlawine sich losgerissen hatte, und schon von Weitem sah $) eine Mauer von trübgrauem Steinwerk dort hervorragen. Als ich unmittelbar an Ort und Stelle untersuchte, entdeckte ich Spuren noch zahlreicher anderer Mauern, in einem Abstände von 30 oder mehr Fuß von einander. Manche dieser Mauexn waren 3 Fuß, andere sogar 5 Fuß breit; sie bestanden durchweg ,au3 behauenen Sandstein - Blöcken in sehr vollkommener Mörtel - Einhetjung und zeigten ohne Ausnahme eine bewundernswerthe Symmetrie, würdig egyptischer und altariechischer Cultur. . Kein Zweifel mehr ich stand hier vor einem am? rikanischen Pompeji, welches die Erdlawine für mich bloßgelegt hatte. Eine Menge anderer Gefäße und sonstiger HaushaltungS - Gegenstände fand ich ebenfalls, und als ich endlich mit einem vorgefundenen hartkupfernen Spaten, an den ich vorläufig einen hölzernen Stiel machte, fast 6 Fuß tief gegraben hatte, kamen zu meinem Entzücken Töpfere!?Artikcl zum Vorschein,, welche die unverkennbarsten Reliquien einer vorgeschichtlichen, hochcivilisirten Rasse Alaska's bildeten. Manch Kruge und Porzellan - Vasen von etwa drei Fuß Höhe waren wunderbar gut erhalten, unh ihre herrlichen Dekorationen waren in einer Weise gemacht, die , für unser Zeitalter eine verlorene Kunst bildet." Hoffentlich wird nan noch mehr über diese Entdeckung zu hören bekom men, auch von anderer Seite. Ursprünglicher wilder Stall? Man hat zwar - , schon vor vielen Jahren festgestellt, daß der Mais speciell Amerika angehört und ausschließlich amerikanischen Ursprunges ist; weder in Europa noch .in. irgend eioem der anderen Erdtheile findet man irgend welche Spuren von Mais aus der Zeit v o r den Fahrten von Colunt bus odev Pizarro. Aber man glaubte früher, daß diese i Pflanze in ihrem wilden Urzustand gänzlich ausgestor ben sei, und damit '. fiel : eines der stärksten Argumente für das Uranu rikanerthum- des MaiskS weg. In neuerer .Zeit hat man jedoch den richtigen UrmaiS in wildem Wachsthum .noch in Arizona, im. südlichen Tezas, im Thal von Mexico und in Centvalamerika da und dort vorgefunden. Sechs Gattungen desselben sind bereits beschrieben worden, obwohl sie nur Abarten von einer einzigen ursprünglichen Gattung gewesen sein mögen. Der Beschaffenheit dieses Maises nach erhält man erst einen Begriff von den Wundern, welche die Cultur, schon bei den alten Jncaö und Indianern, an. dieser Pflanze bewirkt hat, von welcher wir in unserer Zeit mehr als .hundert. Spielarten besitzen. Dieser wilde Mais hat sich so wird !. C verncyert oyne auen cuilivlrenoen Einfluß bis auf die Gegenwart fortgepflanzt. Die Körner seiner dünnen Kolben unterscheiden " sich schon von Maiskörnern,..die man in uralten Gesäßen in Peru entdeckt hat, bedeutend. Obiges sind die Mittheilungen, ml che ein Mitarbeiter der angesehenen Zeitschrift .Garden and Forest" macht. Pflanzen - gelehrte' werden freilich geneigt sein, erst genau zu prüfen, ehe sie anerkennen daß dieser wilde Mais wirklich die Überlebende, unveränderte 'lrpflanze ist, und nicht etwa doch eine theilweise rückwärts entwickelte Cultur - Gattung. Uederreste uralter Cultur. Den unermüdlichen Forschungen deö New Forker Mineralogen William Niven hat die Wissenschaft höchst wichtige Funde, die über das in tiefstes Dunkel gehüllte Leben der Urbewohner von Mittel-Amerika wohl einiges Licht verbreiten' dürften, zu verdanken. Herrn Niven ist es nämlich gelungen, die Ruinen der prähistorischen Stadt Quechmictoplican, welche in denUeber lieferungen der .Eingeborenen eine sehr große Rolle spielt,' jn dem mezicanischen Staate Guerrero pnd zwar in nordwestlicher ' - Richtung don ' der Hauptstadt Chilpamingo aufzufinden. Ursprünglich ..hatte ',Herrn ' Ittven'S Aufenthalt in Mexico die Erforschuna der. von den Eingeborenen 0zaloitot genannten Lager von Rosengrgnaten zum weck: als er aber mit einem Peon zusammentraf,, der die Lage der . A ' n w i u urcmen nmmniiaol genau; ja mica behauptete, beschloß er dieselbe aufzusuchen. . Mehrere Tage lang ging eS durch eine unberührte Wildniß und der Forscher wollte . schon .unverrichteter Sacke umkebren. als er von 'seinem Führer . auf ewen offenbar, von Men lcdenkanv- attstitttn jmo von Ulanen
Bäumen überwachsenen Weg aufmerksam gemacht wurde, der angeblich nach Quechmictoplican führen sollte.' Nachdem sie auf diesem Wege eine weitere Tagereise zurückgelegt hatten, gelangten sie in ein Thal, das weithin mit Ruinen übersät war. Eine ober-
slächliche Untersuchung der Ruinenstadt .überzeugte Herrn wrnn, vay nur systematische Ausgrabungen zur Hebuna der für die archäologischen und ethnologischen Forschungen wichtig: cckäke südren könnten, und da es ihm an den dazu nöthigen Mitteln gebrach, trat er die Ruareiie an. 'jtaq vutd York zurückgekehrt, gelang es ihm, einen reichen Gönner für die Forschungen zu interessiren, und mit den erforderlichen Mitteln versehen, trat er Ende August eine zweite Expedition nach Quechmictoplican an. An Ort und Stelle anaekommui. ging Herr Nevin vor allen Dingen daran. eine möglichst genaue lopographische Ausnahme des Ruinenfeldes zu veranstalten und die vortheilhaftesten und am meisten versprechenden Punkte zur Vornahme von Ausgrabungen zu ermitteln. Einer der ersten wichtigeren Funde war ein mächtiger Steinaltar. der unzweifelhaft den AztekenPriestern zur Vornahme blutiger Menschenopfer gedient hatte, Aber weitere Ausgrabungen führten zu dem überraschenden Resultate, daß die Opferstätten du Azteken auf den Ruinen einer älteren Culturperiode errichtet waren, die offenbar einen durchaus friedlichen Charakter trug. Um über diese ein genaues Bild zu erhalten, sind allerdings noch ausgedehntere Forschungen erforderlich. Herr Niven beschrankte seine Ausgrabungen nun nicht auf Quechmictoplican, sondern besuchte auch die umliegende Landschaft und in weitem Umkreise fand er uralte Ruinen von Tempeln sowie anderen Gebäuden in Menge. Auf einem Jabalin genannten Platze wurden Mauern, die mjt merkwürdigen Hieroglyphen bedeckt waren, ausgegraben und bei Ferbabuena stieß man auf einen Tempel, dessen Altarruinen eine Höhe yyn 12 Fuß haben.Tbeile von. zerbrochenen Götzenbildern, Dekorationen in Terra Cotta und Steinhieroglyphen lassen erkennen, daß dort eine der ersten Culturstätten gewesen sein muß. Im Ganzen wurde 22 Tempel gefunden. Auf verschiedenen Stellen, wie in Organos, Tejas, Xochocolzin. Texcal u. s. w stießen die Leute auf unterirdische Wohnstätten, in denen sich zerbrochene Geschirre und andere Gegenstände befanden. Bei Cerrp Portrerio und Chalchiatepeti wurden zwei Pyramiden von 65 Fuß Höhe und ein Tempel von 600 Fuß Länae bei 200 Fuß Breite entdeckt, unter dessen Ältat in kin;r Tiefe von 9 Fuß eine mächtige Terra Cvtta Vase mit 72 Perlmuttergegenständen gesunden wurden. Die meisten stellten Fisch, Aöael sowik andere Thiere und nur vier Menschenköpfe mit eigenartigem Schmuck dar. Leider wurde die Vase wrch dZe Haue eines Peon zerbrochen, doch gelang es Herrn Nevin, die Fragmente wieder zusammenzusetzen. Die interessantesten Funde, welche bisher qemacht wurden, sind dem New gorker t AWV S Museum zugedacht. Aller ayrsckeinlicbkeit nack wird Serr Nevin seine Forschungen in der Ruinenstadt i. ' i ' 1' . II t 1 Zuechmiciopüdsl, nocg rocuci sonseken. da die bisherigen Resultate in so hohem Grade befriedigend ausgefallen sind, Die Kloaken von ParlS. Wer als Fremder nach PariS kommt, sollte nicht nur den SehensWürdigkeiten über der Erde nachaehen, sondern sich auch mit einer der bejeutsa.msten unter der Erde bekannt machen. Am zwfjten und vierten Mittwoch jeden Monats - ist ihm die Gelegenheit kostenfrei geboten. Im Hotejl de Ville erlangt er ohne Umstände Eintrittskarten für die tfgorrts (Kloaken), das großartigste unterirdischeCanalnetz. das jemals gebaut worden. Alle Spülwasser aus Fabriken und Privathäusern, auch der überflüssige Regen, finden hier Ableitung in die Gfine, jedoch erst weit außerhalb der Stadt, im Dorfe Gennevilliers, wo sie noch zur Düngung dienen. Die Besucher der 6gont8 müssen sich zu vorgeschriebener Stunde am Springbrunnen auf derPlace du Chatelet versammeln, steigen durch eine Fallthllr im Gänsemarsch die Wendeltreppe hinab und errzichen den elekirisch erleuchteten Tunnel. Baedeker spricht von einer Wanderung" durch die Kloaken, dem ist indeß nicht so. Vielmehr stehen bequeme niedrige offene Wagen mit Petroleumlampen versehen, zur Aufnahme des Publikums bereit und rollen alsbald auf Schiene!) über den Styx dahin mit der Geschwindigkeit eines Eisenbahngüterzuges. Dle Fahrt führt, so erzählt ein Besucher, ourch einen der beiden Hauptcanale. In zahllosen Nkbeznuflüssen rauschen die Wasser wie Gebirgsbäche. Tafeln an den cementirten Mauern der Wölbung bezeichnen die Straßen der Stadt, unter denen man fortgleitet. Den größten Theil des Weges nimmt die Rue de Rivoli ein. Bisweilen blitzt Tageslicht in die nächtliche Welt, im Vorbeifliegen an diesen Punkten gewahrt man die eisernen Treppen, die den Canalarbeilern das Emporsteigen in'S Freie ermöglichen. Nach einer halben Stunde hält der Zug. Männer in weißen Blusen geleiten uns - auf schmaler Bretterbahn - an '. flache, . geräumige Boote die von ihnen durch das unrnittelbar neben und unter, unö rasch flieendeSchlammwasser, worin alle möglichen Abfälle schwimmen, gezogen und geschoben werden. Trotz seiner Schmutzfarbe verbreitet der Strom keine belästigende Ausdünstung. Die Bedienungsmannschaft, der Boote, die täglich. : vier Stunden . in der Region zubringt, macht den Eindruck vollster Rüstigkeit und Kraft. Lachend ' und scherzend schleift sie die Fahrzeuge vorwartö. obgleich die Stiefel nicht selten bis über? die Knöchel der Füße in dem feuchten Element verschwinden.- AberI mal sind etwa dreißia Msnuten ver-
strichen, da tönt plötzlich das Commando Halt" unfc Aussteigen !" Sind wir an die Plave duChatelet zurückgelangt? Die Wendeltreppe, di: man hinaufklimmt, gleicht der ersten, die uns in die Tiefe geehrt, zum Ver wechseln. Doch welche Uleberraschung: wir erblicken den Himme? an der Kirche St. Madeleine nieder! Die eine, kurze traumschnell verri anende Stunde läßt den Laien natürlich nur einen ganz oberflächlichen E.lnblick in die staunenswerthe Canakmlage gew?nnen, befähigt ihn aber wenigstens, vom Theil auf das Ganze zu schließen. Sämmtliche VerzweiauLgen des unterirdischen Bauwerks, ihrer Länge nach berechnet, ergeben eine Wegstrecke, welche die Entfernung von Paris bis Berlin (1079 Kilometer) um 170 Kilometer übersteigt.' Und trotz der colossalen Ausdehnung reichen die Canäle noch nicht für die Riesenstadt hin, 250 Kilometer fehlen zur Vollendung. Jeder Meter kostet durchschnittlich 100 Francs, allein dieSummen, die darauf verwendet werben, sind nicht verschleudert wie jene, die Ludwig XIV. seiner Zeit an die Herstellung des Versailler Schlosses setzte, von dem Voltaire mit Recht gesagt, es sei eine eibhue de ddpenac3. Wie Paris in alten Zeiten LutorJa Parisiorurn (Kothstadt der Pariser) hieß, würde es heute ohne 6grnt3 zweifellos eine Peststadt genannt wer den müssen, während es durch die unterirdische Abfuhr seines gewaltigen Umfangs und der engen Straßen der Altstadt zu einer der gesündesten, wohnlichsten Städte erhoben ist, m m m CU neuesten Marsbeobachtungen.
Am 10. Dezember d. I. tritt der Planet Mars m seine Opposition und damit in seine größte Erdnähe; einige Monate vorher und nachher bietet sich die günstigste Gelegenheit, seine Oberfläche zu beobachten. Leo Brenner hat auf seiner Sternwarte in Lussinpiccolo in Dalmatien schon am 14. April seine erste Zeichnung von dev Oberfläche des Planeten angefertigt, auf welcher die Golfe Aonius undd.Titqn und die Eisflächen um den Südpol deutlich wahrzunehmen sind. DaS Südpolareis des Mars erstreckte sich an jenem Tage bis ungefähr zum 50. Breitengrade südlich des MeirsäquatorS. Von diesem ersten erfolgreichen Tage an hat Brenner, nun den Planeten in der zweiten Hälfte jeder Nacht beobachtet, fo oft es das Wetter irgend zuließ. Bis zum August konnte er be. reits 25 Zeichnungen der Marsoberfläche sammeln. Am 24. April glaubte Brenner bereits den Canal Titan zu sehen. Am 18. Mai erschienen dieCanäle Phasis und Eumenides deutlich und schwach gekrümmt; die Wahrneh muna erfolgte also 7 Monzte vor günstigsten Beobachtungszeit und zwei Monate vor der Sommersonnenwende bk? siidlicken Marshemisphare m Juni wurdm die Canäle Ganges und Iris wahrgenommen, die eine Verlangerung von Phasis zu bilden schienen. Im Zzull tauchte em neuer Canql aus, und cim 15. konnten bereits 11 voiz den Canalen beobachtet werden, die von den frühern Oppositiongperioden bekannt sind. Die Canäle Deukalion, Hellas, Noachis, Ausonia wurden zum ersten Mal am 15.Mai gesehen. Lacus Solis (der. ponnensee) folgte am I9.t Ärgyre I um 26. Mai, Thyle II m 14. Juni. Mitte Juni sah Brenner ein neues Landgebiet, eine Art Landzunge, welche die Länder Lybien und tellas verbindet. So lange dieser heil dev Oberfläche in der Gegend des mittlern Meridians stand, ähnelte er sehr einer Insel; je mehr er sich nach dem Rande des Planeten hinbewegte, nahm er an Glanz ab. Die Stelle konnte jedoch bis zu ihrem Verschwinden am Rande deutlich, wenngleich ziemlich schwach, unterschieden werden. Daö Südpolareis schmolz im Laufe der Beobachtungsmonate rasch zusammen; Brenner berechnete, fraß es gegen Ende August gänzlich verschwunden sein müßte. ipu'rttaner und Cavaliere". Ueber diesen Gegenstand leistet sich neuerdings eine anglo - amerikanische Seitschrift eine interessante Plaud:rei, und es lohnt sich auch für Deutschamerikaner, denselben einige Auenblicke näher zu treten. Wie merkwürdig können sich Sitten und Gebräuche selbst conservativer Bevölkerungen verändern, mitunter sogar derart, daß Bevölkerungen verschieden Theile desselben großen Landes ihren Charakter sozusagen gegen einander austauschen! Letzteres ist auch mit den beiden obenerwähnten Classen der Amerikaner in manchen Beziehungen der Fall. Wenn man bei uns pon Puritanern namentlich im classischenStnne spricht, so denkt gewöhnlich Jeder an den Volksschlag, welcher Neuengland seine weiße Vesiedelung gab und die Ideen, Sitten und Bräuche jener Gegend und weiterhin auch anderer nördlicher Gegenden modellirte, während andererseits die Cavaliere" unseren Süden besiedelten und der Bevölkerung desselben ihr dauerndes Gepräge aufdrückten. Die Ausdrucksweise unserer eingeborenen Schriftsteller und Redner hat sich so beständig in dieser Richtung bewegt, daß noch bis in die neueste Zeit hinein nicht selten von unserem ganzen Norden als dem Land der Puritaner gesprochen wurde, und dagegen der sonnige Süden in Sang und Sage als das Land der Cavaliere galt. Vor zweihundert und auch vor hundert Jahren, und ein Bischen später noch, war in der That diese hübsche Vorstellungsweise zur Genüge begründet. aber heutzutage? Man kann heute von diesen beiden Typen im alten ßjnne so wenig noch im Ernste sprechen, 'wje von echten Möpsen. Die Einwohner' Ux ' beiden Landestheile machen schon längst " sine" Umbildung durch, wozu namentlich der Bürger krieg und die Einwanderung au? Europa beitrugen. Dem fremdländischen Beobachter, welcher derzeit unsere
Gestade besucht, muß es geradezu borkommen, als ob der Süden heute der puritanische Landestheil sei, und der Norden im beträchtlichen Maße vom Cavalier-Geist beherrscht werde. Damit braucht noch lange nicht gesagt zu sein, daß die Südländer sich dem Fasten und Beten ungewöhnlich widmeten, oder daß die Nordländer einem Leben müßigen Vergnügens ergeben seien. Aber die Literatur, der Journalismus, das gesellschaftliche Leben und sogar die papierene Gesetzgebung des Nordens zeigen wenig mehr von dem puritanischen Geist, trotz des Bischens herkömmlicher Heuchelei. Alles bewegt sich hier in raschem Schritt, sowohl in der Politik wie in der Religion und anderen Dingen. Die Auflehnung gegen das Herkömmliche macht beim männlichen und beim weiblichen Geschlecht sehr bedeutende Fortschritte. Das junge Element beherrscht die ganze Situation. Ehescheidungen sind leicht und zahlreich. Die fashionablen Kirchen umgeben sich der maßen mit weltlichem Zubehör, daß sie vielfach zu bloßen Lyceums" oder Clubs werden. Bei allen temperenzfanatischen Dickthun und Trinksucht, nebst Spiel-Lust und Verschiedenen, was damit in Verbindung steht, bei unserer eingeborenen nördlichen Jugend zehnmal so gewöhnlich, wie vor vierzigJahren, und Pistolen-Affären werden immer häufiger. Von Handel und Wandel ganz zu schweigen. Die meisten dieser Dinge pslegte man mit Vorliebe zu den CavalierS-Lastern zu rechnen. Die Südländer sind freilich gerade auch keme besonderen Tuaendspiegel. Aber es ist in den letzten dreißigJahren
eme bemerkenswerthe Aenderung Mit ihnen vorgegangen, nachdem sie als Besiegte und vielfach halbverhungert vom Bürgerkriege heimgekehrt waren, und Zerstörtes wieder aufzubauen hat ten.. Jahrelang nach dem Krieg hatten ihre Jungen sich größtentheils ohne Schul-Erziehung zu behelfen. Sie mußten sich auf denFeldern und in den Werkstatten tüchtig ablagern. Wie konnten sie wieder aus ihre Fuße kom men? Das war die brennende Haupt frage. Und so nahmen sie sich die Me thoden der alten Puritaner, dieser gelderwerbenden Rasse, vielfach zum Vorbild. Der durchschnittliche Sud länder von heute ist nicht nur so spar sam, wie nur irgend ein classischer Fankee. sondern religiös orthodox, tn den meisten Beziehungen mit conserva tiver Strenge - bis zur Unduldsam keit sich an das Hergebrachte haltend und die Temperenzlerei viel aufrlchti ger verehrend, als der durchschnittliche Nordlander, schon weil sich die Börse am besten dabei steht. Abgesehen von der üblichen Gewohnheit deö Lyn chens in gewissen Fällen, ist er sonst sehr sriediiebend. Geflucht wird im Süden heute weniger, als im Norden. Die ganze südliche Literatur von heute trägt einen anderen Stempel, als früher. '. Man kann daher mit einigem Recht sagen, daß unsere Civilisation cin neue Rasse von Puritanern entwickelt habe, deren Heim südlich vom Potomac liegt, und desgleichen im Norden eine neue Nasse von Cavalieren, obwohl keine von beiden Classen dem alten Vorbild wörtlich entspricht. Wel hätte das vor dre: b:8 vr Jahrzehn ten gedacht? . Gemeinnütziges. Wachstuch decken und -Scho ner, derenAussehen gelitten hat, frischt man wieder aus. wenn man ein Viertelpfund Paraffin in einem Quart Terpentinöl hei gesinde? Wärm? ans? löst und noch warm gleichmäßig mit einem Schwamm auf die Wachstuchschen aufträgt. Man läßt den Ueberzug vierundzwanzig Stunden unberührt darauf trocknen und reibt dann mit Flanell blank. Vertilgung der Regenwllrmer aus Töpfen. Ein Stück Kampfer wird in Spiritus aufgelöst, die Lösuna mit Wasser verdünnt, von Zeit zü Zeit tüchtig geschüttelt, nach 3 4 Tagen durch Leinwand filtrirt und dann die Blumen Morgens und! Abends mit der Flüssigkeit begossen. Aufbewahren der Gemüse Kohlköpfe erhalten sich am besten, wenn man dieselben mit den Strünken im Keller in Sand einschlägt und von Zeit zu Zeit die faulenden Blätter entfern was eine Hauptbedingung zur Erhaltung ist. Solange nicht starker Frost eintritt, muß man recht fleißig lüften, später aber zuweilen mit Schwefel räuchern, der sich als vorzügliches Conservirungsmittel bewährt. Blumenund Rosenkohl schlägt man auch r Sand ein, doch schadet es nicht, wenn, derselbe im Frost stehen bleibt. Kohlund Mohrrüben werden vom Kraut befreit und in trockenen Kellern aufbewahrt. Alle Wurzelarten, z. B, Sellerie, Petersilie und . Zuckerwurzeln, schlägt man entweder imFreien inErde ein und bedeckt sie mit Stroh oderLaub, oder man legt sie in den Keller, urn.si dort ebenfalls in Sand einzuschlagen. Ebenso verfährj man mit Porree und Endivien, Rothe Rüben verwahrt man im Keller im Haufen, Teltowe? und weiße Rüben in Tonnen in trockenem Sand. Neue Kartoffeln auf ihre Güte zu prüfen. Um sich zu überzeugen. ob Kartoffeln, die man kochen will, sich gut und mehlig kochen, beobachte man folgendes Verfahren: Man zerschneide eine Knolle und reibe beide Theile aufeinander; wenn dieselbe gut und mehlig . ist, so kleben die . beiden Stücke zusammen, und es zeigt sick an den Rändern und an der Oberflache ein leichter Schaum. Wasser, darf selbst beim Druck kein Tropfen ausfließen. Wo dies der Fall ist, kochen sich , die Kartoffeln wässerig und sind von schlechtem Geschmack. In der Farbe soll das Fleisch weiß sein oder'etwaS in'S Gelbliche spielen. , Von ganz gelbem Fleisch behauptet man, daß sich die Knollen nicht gut kochen; dies ist jedoch nicht-immer begründet, denn eS gibt Sorten mit gelbem Fleisch, die.itt Bezug aus Güte nichts u'" wünschet Lbria lassen.
Flechten. Waschungen mit kräftiger Theer- oder Karbolseife, bei entzündeter Haut kalte Umschläge mit Vleiwasser oder zweiprocentigem Karbolwasser. F e u ch t e F ü ß e. Peinliche Sau-
berkeit; häufigerWechsel derStrümpfe; laue Fußbäder; darauf, Einreiben mit dreiprocentigem ' Carbolwasser oder Einstreuen von Salyzilstreupulvcr in oie sirumpse. Gerstenkorn. Man macht kleine, warme Breiumschlage aus die ent zündete Stelle. Für die Nacht: Bestrei chen des ganzen Lidrandes mit Base line. Nach dem Aufbruche Bestreichen mit einhalb - procentiger Carbolsalbe. Krankenkost: Fleischsaft. (Vorschrift von Professor Rosenthal in Wien.) Man schabt die Fleischtheile von einem halben Pfund magerem Rindfleisch und von 3; Unn Kalbs milch sorgfältigst und möglichst fein auf einem Teller, füllt sie dann in eine Flasche, verschließt diese, nachdem sie mit Wasser aufgefüllt ist, mit Papier oder ungeleimtcr Watte und stellt die Flasche m ein Gefäß mit Wasser von einer Temperatur von 145 Grad Fahrenheit, welche Hitzehöhe drei Stunden festgehalten werden muß. Dann preßt man den Brei durch ein Porcellan- oder silbernes Theesieb und erhält eine rosenrothe Flüssigkeit inMenge von circa 8 biS 9 Eßlosfel voll. Man kann, um den Wohlgeschmack zu erhöhen, einen Eßlöffel voll Citronensaft beifügen, und verabreicht dann diese Bouillon eßlosselweise. Es empfiehlt sich, den Fleischsast zeden Tag frisch zu berei ten! H DieKasseericchcr. Wie der Tabak, der Thee, der Pfeffer, die Seife, so hat auch der Kasse: r.:.. . iiic irrigen OMiaie Durchzumachen gehabt, bevor er zu der allaemeinen Herrschaft gelangte, deren er sich heute erfreut. In seiner zweiten Heisls.:. ..ri. n i u" uuicii ulsprungiiH nammi aus der abessinifchenLandschaftKaffa, wonach auch sein Name gebildet ist) wurde er zu Anfang des 15. JahrHunderts bekannt, um hundert Jahre lpaier (ibii) durch den Statthalter von Mekka, Khair Bei, verboten zu werden. Die Niederlagen wurdezi vernichtet, und auch sonst fanden sich, wie An? V.. t ; r js. r i r uu uci uraoiillM mieraiur hervorgeht, manche Gegner des Trankes, ver ave? schließlich doch über alle Widerwärtigkeiten triumvhirte. Jn Europa, wohin ihn im Jahre 1624 die Venezianer brachten, fand er zwar eine oejjere Ausnahme, wenngleich er auch hier von Verfolgung nicht frei blieb. Jn allen großen Städten entstanden Kaffehäuser, seit 1652 in London. 1671 in Marseille. 1672 in Paris. 1683 in Wien. 1686 in Nürnbera und Regensburg. 1687 in Hamburg, 1700 in Danzig, 1712 in Stuttgart, 1720 in Leipzig, endlich seit 1721 auch in Berlin, obwohl man dort den Kasfee in hrfsfi?Sntt Ortldn r: ICstst Vir (nvnini -LKJOJ kannte. Es soll erwiesen sein, daß die zweite Gemahlin des Großen Kurfürsten, eine geborene Prinzessin von Holkt: rtUr.Jit. i"t;. i.!. rn icmiuuim(y, ßyyqnucg oie randenburgische Agrippina genannt, im Jahre 1675 den Versuch gemacht habe, ihren Stiefsohn, den' Kurprinzen Friedrich, durch Gift in einer Tasse assee aus dem Wege zu räumen, um. ? n rf v . . l iqrein erugeoorenen oyne Pyiiipp oie Thronfolge zu verschaffen. Was nun die gegen den Kaffee in's Werk gesetztenVerfolgungen anbetrifft, so ging die erste von der Negierung des Königs von Dänemark aus, wo das Getränk gegen Ende des 17. JahrHunderts bekannt wurde. Obwohl (vielleicht auch weil) ziemlich scharf zu Werk gegangen wurde (man bezeichnete den Kaffee als em Leib und Seele verderbendes Getränk), hatte das betreffende Verbot kernen Erfolg; auch fcheint es, daß man eS bald wieder preisgab. Auch in Schweden wurde der Kaffee streng verboten, so daß man selbst zls Fremde? im GastHofe keinen Kaffee erhalten konnte: trotzdem aber konnte man soviel Kafsee trinken, wie man Lust hatte, wenn man braunen Thee" bestellte. Das Verbot hatte also nur die Verbannung des Namens bewirkt, nicht aber des Gegenstandes selbst. Das dritte Verbot erfolgte in Preußen. Friedrich der Zweite fand, daß durch den Kaffee zu viel Geld aus dem Lande ging, weshalb er die Einfuhr untersagte,. Auf die zur Aufhebung des Verbotes an ihn gerichteten Petitionen antwortete er in seiner gewohnten, drastischen Weise: er selbst sei mit Biersuppen auferzogen worden, und damit könnten die Bittsteller ebensogut gedeihen Es blieb also einstweilen bei dem Verbot. Die natürliche Folge war aber, daß' geschmuggelt und heimlich Kaffee getrunken wurde. Die Polizei erhielt daher die Weisung, em wachsames Auge auf diese Hinterziehungen zu haben und alle Uebertreter des Verbotes, die Trinker sowohl wie die Verkäufer, streng zu bestrasen. Der Volkswij nannte die damit beauftragten Polizeiorgane die Kaffeeriecher, von der Voraussetzung ausgehend, daß nur die Nase hier den Verräther spielen könne. Gar manches Schnippchen wurde den Kaffeeriechern geschlagen, indem man z. B. die Kaffeekanne an einem sichern Versteck unterbrachte, auf den Tisch aber Thee stellte, den man auch in dti Tassen ausgoß. aber nicht trank. Ueb: rigens war das Regiment der Kaffee riecher nur von kurzer Dauer, wahrfcheinlich aus dem Grunde, weil man einsah, daß dadurch das Ansehen d Behörden nicht gewinnen könne, möglicherweise auch aus dem Grunde, weil gestrenge Herren nicht lange am Rüde, bleiben. Nach einigen Jahren erfolgt. die Ausheduna des Verbotes. Meersöaunivfeisen. lanae deutsöe yfeifen, Cigarrensviken bei Wm. tttft. 199 O Wasbwaton St? rt sor by Abu stf. 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