Indiana Tribüne, Volume 20, Number 58, Indianapolis, Marion County, 14 November 1896 — Page 2

Zndwna Tribüne

Erschemt Täglich uud Somtagö. Die tägliche .Tribäne- kostet durch en Xxlaer j dtntt per Woche, die EountagSTrib2ne'S gcatt per Woche, eide ittfasraai 18 et Ui ei den per onat. Per yoft Serhalb n übt geschickt Ib VorauAöetAiluvg V p Jahr. OtTUi 18 CÜD labama Girat. Indianapolis, Ind., 14 Nov'br 1896, Qwen Hedin'A Forschungen am ' Lob'Nor. Ueber den. in Oftturlestan an der Südseite der Wüste Gobi liegenden See Lob-Nor herrschte bis vor Kurzem eine große Unklarheit. Er bildete zwei Jahrzehnte hindurch eine Streitfrage, in der sich namentlich der russische Forschungsreisende Prschewalskij und der deutsche Geograph Freiherr von Richthofen gegenüberstanden. Jetzt ist V . V r .1 1 1 . C-.-. AlYin tn uuiuy . vzn tu mcyicicu outiuu "k Centralasien weilenden schwedischen Forschungsreisenden Dr. Swen Hedin die Lösung gefunden. Prschelwalskij war der erste Europäer, der in neuerer Zeit zum Lob-Nor reiste (187677). Er fand den See einen ganzen Grad südlicher, als ihn die alten chinesischen Karten angeben, nach denen der LobNor auf 40j Grad nördl. Breite liegt. Da zudem nach Prschewalskij der See Süßwasser enthielt, suchte v. Richthofen. nachzuweisen, daß der von Prschewalskij entdeckte See nicht der alte berühmte Lob-Nor, sondern ein Gewässer sei, das sich in neuerer Zeit südlich von jenem gebildet habe. Ein Wüstensee wie der Lob-Nor, der keinen Abfluß zum Meere habe, müsse unbedingt Salzwasser enthalten. Prschewalskij'war auf seiner Reise zum LobNor dem großen Wege gefolgt, der zwischen dem untern Tarim und dem Kontsche-Darja (einem von VagraschKöll .und Korla kommenden Fluß) entlang führte, und er hatte daher nicht entscheiden können, ob auch weiter östlich ein See lag. Alle Europäer, die nach Prschewalskij den Lob-Nor besuchten, reisten auf demselben großen V , . ä . i. . r i naraivanenlvege. eoin schlug oayer einen bisher nicht betretenen Weg ein. Von Korla, an der Nordseite der Gobiwüste bis Tikkentik, einem kleinen Orte an der Stelle des untern Kont-sche-Darja, wo zwei Arme des Tarimklusses ausmünden, führen drei Wege, der eine längs des Kontsche-Darja, der andere längs der Gebirgskette Kuruk-tag und der dritte mitten zwischen ihnen durch eine Sand- und Steinwüste. Diesen letztern, der unbekannt war, wählte Hedin. Er entdeckte dabei in der Wüste zwei alte, aber noch gut erhaltene chinesische Festungen und eine ganze Menge sögenannt Potais-, hohe Pyramiden von Holz und Thon, die den Abstand in chineslscken LiS anaaben. Diese Entdeckung war von großem Interesse da sie zeigte, daß einst von Korla aus hier ein bedeutender Verkehrsweg entlang ging, und der Weg hatte ohne Zweifel zum alten Lob-Nor geführt. Von Tikkenlik zog Hedin mit vier tüchtigen- Begleitern östlich weiter. Er fand, daß der Kontsche-Darja in einen See. Maltak-Köll. fiel. Von diesem floß ein Theil der Wassermenac aus und vereinigte sich mit zwei von Tarim ausgehenden Gabelflüssen KokOla, um sodann unter dem Namen Kunchekkisch-Tarim zum See Tschwil-lik-Köll und von dort zum Tarim zurückzufließen. Der Rest der Wassermenge dagegen fließt unter dem Namen Jlek gegen Ost-Süd-Ost. und zu seiner Genugthuung fand Hedin nach oreitägigem Marsche längs des Flus"ses daß er, - ganz den Chinesen und ichthofen entsprechend, in einen langzestreckten See mündet, dessen östlichem Strande er drei Tage folgte. Der See ist jetzt fast ganz mit Schilf bewachsen, vährend noch vor wenigen Jahren die -Bewohner der Gegend dort gefischt hatten. Dieser See liegt entsprechend den chinesischen Karten auf 4Q Grad nördl. Vr.. und dazu kommt, daß die Chinesen noch heutigen Tages die . Zegend zwischen Tikkenlik und Arzyan 'mit 55od-Nor bezeichnen, ein Z?ame, der an dem von Prschewalskij entdeckten See völlig unbekannt ist. Dagegen fand Hedin die Längenrichtung des Sees verändert, was indessen in Naturverhältnissen, in erster Linie !n den vorherrschenden Winden und ?em vonTarim mitgeführten Schlamm seinen Grund hat. Dieser langgestreckte See bildet die Reste des alten LobNor. Vom südlichen Ende geht wieder der Jlek aus. der in den wildesten Windungen südlich geht und schließlich :ine ganze Reihe . kleinerer Seebecken bildet, um sich zuletzt wieder mit dem Tarim zu vereinigen. Bemerkenscoerth ist., daß diese ganze Seenlette erst im Laufe d:r letzten neun Jahre durch die sich ; - gabelnden Arme - des Tarim mit Wasser gefüllt worden ist. tti PriHewalskli nach der Heimkehr von seiner zweiten Reise - vor zwölf Jahren das Vorhandensein eines Sees östlich vom Tarim . bestritt, hatte er somit-durch einen Zufall Recht. Noch mehr im Rechte war jedoch v. Richt-hosen,-der grade in dieser Gegend das Vorhandensein eines Sees ahnte. Der südliche Lob-Nor war zu Prschewalskij's Zeit ein recht bedeutender See, and der genannte Forscher konnte von ttm: Ort' Abfall aus eine ! viertägige 'Löotfahrk ostwärts ' zum Fischerort Kara-Kurtschin mächen. Als Hedin letzt eine ähnliche Bootfahrt ausführen wollte, kam man mit Mühe nur zwei VnnTfrt YnH VinJk S3 (c! lk W ttwvlv wi .vuiu; uua vuyuj, uU das alte Kara-Kurtschin war nun derlassen, da der See an dieser Stelle ,ganz zugewachsen war. Ebenso fand Hedin vom . Kara-Buran, . der zu Prschewals kijs Zeit ein großer See - var, nur einen kleinen Rest. Kurz gesagt, lieferte der Tarimfluß jetzt diel weniger Wasser zum südlich! LobNor, als dies früher der Fall war. Da nun die Reste des alten Lob-Nor !m Laufe, btr letzten neun Jahre mit Wasser, gesüllt wurden, der neue LobNor in den 'verflossenen zwölf Jahren aber zu Sümpfen zusammenLeschuul-

zen ist. geht daraus hervor, daß beide in einem engen Wechselverhältniß siehen. Im Uebrigen ergibt, sich auö den Hedm'schen' Forschungen im Lob-Nör-Gebiet. .'daß das ? gigantische Stromsystem. daS das ganze Zentrale

Becken des innern A Uens' vewa erl. nicht hinreichend ist; lm Herzen , ver Gobiwüste ' einen 'dauernden See' zu bilden. Der Wüstensand saugt daö Wasser wie ein Schwamm auf. und die Atmosphäre absorbirt gleichfalls ungeheure Wassermassen. Kein Wunder. daß der kleine Rest, ver einen Verzweiflungskampf um das Dasem fübrt. in Laae und Wassermenaen so großen Veränderungen unterworfen ist. Ein gelehrter Sonderling. In dem Krankenhause Dubois zu Paris ist ein Manit' gestorben, der mit knapper Noth dem Schicksal entgangen ist, als mittellös' in dev fosse com mune (Armengrab) bestattet zu werden, und der doch durch seine gelehrten Arbeiten ein ganz -' anderes Schicksal verdient hatte.. Dieser Gelehrte, den das Geschick sogar verfolgte, indem es ihm den Namen Trecul gab. war einst ein bekannter 'Bctaniker.und hinterläßt nicht ' genug Um den Todtengräber zu zahlen, nachdem er die 'letzten zwanzig Jahre seines Lebens in der größten Armuth zugebracht. Trecul war Mitglied der Akademie der Wissenschasten und hätte sicherlich eine staatliche Anstellung ejcfunben; wenn die Liebe zur Natur nicht sein ganzes Streben in Anspruch genommen und ihn zur vollkommenen Verachtng aller anderen Dmge gezwungen hatte. y(aq dem er seine Laufbahn als Arzt begönnen hatte, zog er die Aufmerksamkeit der wissenschaftlichen Gesellschaften durch mehrere ' botanische Berösf,ntlickunen auf fiffi und wurde im Jahre 1348 von dee Regierung mit ei ner Mission betraut, denn 5toeck da rin. bestand.die den nordamerikanischen Indianern ' als Hauptnahrungsmittel dienenden Wurzeln und Kräuter zu untersuchen und ihre BeschaNenykit festzustellen. Nachdem er diese Aufaabe erlediat batte. aina er nach Texas und Mexiko und kehrtk im Jahre 1850 nack Baris Zurück, wo er den deutlichsten Beweis von seiner unpraktischen. Gelehrtennaturgad.lNdem er dengrotz ten Theil des für seine Reise bewillig ten Geldes dem Ministerium zurück gab. Seine Ausgaben waren so gering gewesen. d?ß 1 nwi ßuder Annahme aeztvunaen ist, Trecus habe in Amerika selbes von den Wurzeln und Kräutern gelebt, die er untersuchte und classisizirte. Wegen der uagave des Ueberschusses gerieth er sogar in Streit mit den Beamten, denen die Eintragung dieser langst im regelmäßigen Budget verzeichneten ' und verrecbneten Summe unliebsame 'Mühe machte, und die deshalb vergebens dem Gelehrten zuredeten, vag o:e ganze Summe ihm gehöre und von jym pebalten' werden müsse.' Trecul gab sich nicht zufrieden, hiö man ihm das Geld abgenommen hatte. Aus diesem um stände sieht man zur Genüge, daß Trecul nickt in die moderne Gesellschaft paßte' und daß es ihm hjenieden nicht nderS als scklecvt 'aeven konnte. zx lebte als Einsiedler unter seinenPflan int Ms tr im ?kabre 1866 von der Akademie der Wissenschaften zumMit aliede aewäblt wurde, dock ab damit sein' iurückattoaenes Leben nicht auf, sondern ergriff in der Akademie nur selten das Wort. In vie Uttnu lichkeit ist sein Name später nur noch einmal gedrungen, und zwar, als wegen der Theorien Pasteur's im Schoone dev Akademie befttae Diskussionen entstanden, wobei Trecul einer der entschiedensten Gegner Pasteur's war. Später ließ er sich noch seltener in der Akademie sehen, an deren Thüren er Käufia für einen alten Bettler gehalten würde, so fadenscheinig und dünn war der einzige Rock, den ev seit sUnsuno zwanzig ?kakren Taa für Taa aetra gen hat. Er bewohnte eine ärmliche Dachkammer im fünften Stock -emes Hauses der Rue Lmne. Dremnv fünfzig .Jahre lang stand er zur.sel ben 3eit auf.'.beaab sich auf die Pflan zensuche im Jardin des" Plantei, setzte sick dann an die Arbeit bis 11 Uhr. kaufte sich sein.,.Mttagessen. das er aus Furcht vor Vergiftung selbst auf einem kleinen' Herd kochte, arvenele dann bis SlUbr" bereitete sich sein Abendessen, arbeitete 'wiederum bis 2 Uhr . . Nackts nd 1 fc&licf dann ein. freunde besaß er nur unter den Rat ten und Mausens die ihm beim Essen Gesellschaft leisteten." Geld und' Ehren verachtete er. Die Ehrenlegion, die ihm Freycinet, sein College w der Akademie der Wissenschaften und damals Minister, selbst' Überbrachte, schlug er 'aus und er wäre' möglicherweise Qunaers aestorben'wenn die Akade die sich nicht seiner angenommen und hinter semem NUaen lemen'HausHerrn, seine Haushälterin u. s. w. be zahlt hätte, wovon ver nur im Pslan zenreick 'lebende Naturforscher nich das Geringste merkte. Trecul hatte weder Verwandte noch freunde, und wie die Akademie , für ihn im Leben gesorgt t)at, so hat sie auch die Kosten der Bestattung getragen - und, ihn so vor dem gemeinsamen Armengrab bewahrt. Jedenfalls vilvet die Erjchei nun dieses aelebrten Sonderlinas ei :r.en-auffallenden- Contrast zu' seinen ! und unseren- Zeltgeiiossen' deren Bestr'ebungen und Anschauungen! sich in den Herren Jay Gould und Russell Saae verkörpern. V. , .. . " . . - o t h g e d r zn.g e n e B e richtigung. Ja, meine Freunde," sagte der Pfarrer, als er die Leichenrede hielt, der V.erKoxbene 'wurde sckn'ell dabinaerasst und binterläk' iitu trauernde Wittwe, von pierundzwayzig Jahren!" ' -Äitte .'sehr.", triht eine schluchzende Frauenstlmnu', zwemnd zwanzig!- . GuteGeleyenheitz Pro, fessor: ., Jü -muß mir doch mal deinen neuen'. AllaS usen'. Frau: Ach, dann laus, nie 'c$ cug Uic welfien i einen Müin.'flUb."

ZNem erster Client. Von fttora Gronau. . ' Vor zwei Monaten hatte ich mein Assessoreramen alllcklich bestanden und war nun seit vierzehn Tagen wohlbe stallter Rechtsanwalt m Berlin. Eme passende Wohnung m emer ver belebtesten Straßen der Stadt war bald gesunden, das Bureau mit ven nöthigen Möbeln. Papieren und pro sorrna auch mit einem sogenannten Büreauvorsteher ausgestattet, und nun wartete ich der Dinge oder, lichtiger gesagt, der Mandanten, die da kommen sollten. Bei iedem Ausaanae liebäugelte ich mit dem Schilde an meiner Hausthür, dessen Buchstaben von der anderen Straßenseite aus lesbar waren, uno kalkul rte. dak von hundert Vorübergehenden es mindestens fünfzig bemerken mußten, und von diesen doch wohl durchschnittlich einer mich aufsuchen würde; eine Berechnung, welche bei der großen Belebtheit meiner Straße zu einem außerordentlich günstigen Resultate führte. Dock es waren, wie aesaat. schon vierzehn Tage seit meiner Niederlossung vergangen, und noch immer sa ich einsam und auein in meiner Svreckstunde". Meist war ick nab vergeblichem Harren auf einen Rächsuchenden sanft entschlummert und tu wackte erst, wenn wem Bureauvorm her nach Schluß der officiellen EmpsangSze erschien, um sich zu verarschieden, und dabei mit' ironischem Zucken dev Mundwinkel fragte: ob per Herr Rechtsanwalt sonst noch was wllnschte. O, dieser Schlingel! Vor ihm schämte ich mich fast noch mehr als vor mir selbst, und diese Scham hinderte mich auch, ihn danach ,u fraaen. ob er die endlos' lanaen Büreaustunden mit dem Drehen von Papierkugeln aus meinen Formularen oder mit eine? gnden gleich gewinnbrinaenden Beschäftigung ausfülle. Da endlich! Ich fuhr wie elektrisirt in die ööbe. Sollte meine erviktt Vkantasie mir einen heikersehn ten Ton vorgegaukelt hahen oder , - .;. iif i - jC yarie es roirincy geilingens : wjou) noch ehe es mir recht klar war, ob ich träumte oder wachte, stürzte schon mein Büreauvorsteher ins Zimmer mit der Meldung, van im lincnt. cm wirklicher Client im Vorzimmer warte. Mit fieberbakter Eile waren die Spuren des NachmitZqgsschlummers perwifcht. Der ' Roman, in dem jch vor dem Einschlafen geblättert-hatte, flog in den Papierkorb, der Paletot, den ich als Plaid benutzte, hinterher. i rufet nock schnell ern paar diam bige Äinde des Handrechts auf den Sckrnotisch aeleat und meine Mema keit selbst davor aesekt. scheinbar ln daö Studium eines .Actenstücks thatsächlich eines leeren Actendeckels vertieft und alles war zum Em vfange ies langen Erwarteten be reit. . Und er erschien. .- 9?ur wer sich jemals in gleicher Lage befunden, sann nachfühlen, mit welchem Gemisih vsn Neuaierde und Ehrfurcht ich dem Ein tretenden entgegensah. Während der lanaen Wartezeit hatte ick aenua sam Mufc aebabt. mir meinen ersten Clienten auszumalen. r- Ja. eigent lich hatte ich ihn mir doch ganz anders vorgestellt. Die hochgespannten Erwartunaen von einem hohen Beamten. der. m den falschen Verdacht einer strafbaren Handlung geksmmen,meine Hilfe begehrte, oder 'zum Minesteft von einem großen Finanzier,;' dessen ganzes Vermögen auf dem Spiele stand, und der gerade mich mit der Wtnhmfhnnm.', tntr unteren en ve, V V"7 " ' Z I " " j II traute, waren in den Tagen ungestör ten Alleinseins zwar oft ins Wanken aekommen. dock tn diesen lekten Minuten wieder aufgelebt. Was 'sich da zaghaft zur Thur memes Zimmers Kinernsckob. sah nach ernem von Be: den aus. Es war ein Mann von mittlere Größe mit rothblondem Kopf- und Barthaar, angenehmen Zugen, in der Kleidung eines' biederen Arbeiters im Sonntagsstaat. . Meiner Aufforderung. Platz zu nehmen, leistete er bescheiden '.Folge L ' i . m . i 1 1 . uno oegann Mil vor Erregung gnlkltt der Stimme, mir sein Anliegen vorzu traaen. Er biek Gottlieb Schul.' Seit fünfzehn Jahren arbeitete er in einer bekannten Maschinenfabrik und ernährte durch seiner Hände Fleiß seine Familie. Hochgeachtet im Kreise der Genossen, geschlitzt von semen Arben aebern. lebte er alücklich mit den Sei nen. und nun brack unverschuldet das Berhängniß übev ihn herein, 7 Er war besckuldiat. emen Diebstaul ve aanaen iu baben. er. dessen aanzes Le ben makellos und nur treuer Pflichterr??Y . ... .!ti . v r fuuung geweiyl war, oer jcmen in dern vor allem anderen den Spwch an's Herz legte: Was nicht Dein ist. rubr' Nicht an! . - , Öier erschütterte ein' convulsivisches Schluchzen den Körper des'biederen Mannes, uny ich hatte Muye, ihn so weit zu beruhigen, daß er sortfay ren konnte. Unter Thränen erzählte er weiter, dak sein Colleae Krause, mit dem er seit Jahren in innigste? Freundschaft verkehrte, gegen ihn die Beschuldigung erhoben habe, ihm bei Gelegecheit ei nes gemeinsamen Abendtrunksunbemerkt die Uhr aus der Tasche gestohlen zu haben. Nun sei er. der unbescholtene Mann das Blut erstarre ihm noch jetzt bei dem Gedanken' daran auf Grund her Denunciation vor de? Polizei vernsmmn worden, und' da man dem Verleumder uhr Glauben schenke als ihm, stehe jetzt gar die LrHebung her Anklage bevor. Sein Brodhirr, dtk p.on der Sache' Kenntniß Erhalten,' habe ihn auf den bloßen Verdacht hin ausser Stellung entfgs, sen, da er nur ehrliche Arbeiter brauchen könne. Nu? )ebe er und. seine' Fa milie schon seit Wochen don ihren lärglichen Spargroschen, renn '.eine neue Existenz' wofle er lick erst arün- -

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ven, wenn rein iVdkrt mehr an seinem Namen hafte. Der Erzähler ' sprach mit immer größer werdender Lebhaftigkeit; mit gerungenen Händen beschwor er mich, ihm als Vertheidiger zur Seite zu ste-

hen und 'dadurch ihn und seine ganze Familie vor dem Untergange zu retten. Nachdem ich ihm versprochen hatte, mich seiner Sache nach Krusten anzunehmen, empfahl er sich unter tausend Dankesworten, und nur mühsam entzog ich ihm meine Hand, die er mit Küssen bedeckte. Ich begann sofort, mich mit ferner Angelegenheit zu beschäftigen. Daß sie auf dem Gebiete des Strafrechts lag, war nach meinem Sinne, denn zum berühmten Vertheidiger hatte ich von jeher den Beruf in miv gefühlt ; nun sollte meine erste Leistung den Grundstein dazu legen. Die ganze Existenz, sogar das Leben nnes Menschen stand auf dem Spiele, denn daß ein Mann mit solchen Gesinnungen die Schande einer Verurtheilung nicht überleben würde, stand für mich fest. und in meine Hände hatte er seine Sache gelegt, von mir erhosste er Rettung! Ja, das Gefühl, das ihn zu mir trieb, sollte ihn nicht getäuscht haben! Mit flammenden Worten wollte ich den Richtern feine Lage schildern, meine- Begeisterung, mein unerschütterlicher Glaube an die Grundlosigkeit deö über seinem Haupte schwebenden Verdachtes mußte sie mit fortreißen, und der günstige äußere Eindruck meines Mandanten würde mich unterstützen. Im Zimmer auf und nieder gehend, begann ich schon damit, miv mein Plaidoyer im Geiste zurecht zu legen : Meine Herren Richt-, so sprach ich halblaut vor mich hin, blicken Sie den Angeklagten an, und fragen Sie sich selbst, sieht so ein Verbrecher aus ? Können diese offenen Züge lügen? Bedenken Sif. daß in diesem Augenblicke das Geschick eines Menschen in Ihren Händen liegt, daß ein Wort von Ihnen ein blühendes Menschenglück vernichten oder einem geknickten Mann neue Lebenshoffnung geben kann! Die Darstellung des Zeugen Krause davs für Ihren Urtheilsspruch nicht aus? schlaggebend sein; sie trägt den Stem pel der Unwahrheit an der Stirn. Wie hätte ein mit solcher Frechheit ausgeführte? Diebstahl unbemerkt bleiben können? Dem Krause würde der Griss nach'seiner Tasche nicht enjgan gen sein, und es wäre ihm ein Leichtes gewesen, den Dieb in Sagranti zu ertappen, r- Ich bitte Sie inständigst, machen Sie meine tiefinnerste Ueber? zeugung von der Unschuld meines Clienten zu der Ihren, und geben Sie den Unglücklichen seiner verzweifeln, den Gattin.seinen fast verwaisten Kin drn wieder!" So! Das mußte wirken! Und befriedigt ließ ich mich wieder vov meinem Schreibtische nieder. Es dunkelte bereits stark, und der Schluß der Sprechstunde nahte wohl schon.' Ich griff nach meiner Taschenuhr sie war fort. Doch ich mußte mich ir ren, noch vor einer halben Stunde hatte ich sie sn der Hanh,--Jch stürzt, wieder an den Schreibtisch, durchsto berte Bücherschrank, Papierkorb, jeden Winkel meines Zimmers. sie war und blieb verschwunden. Sollte etwa Gottlieb Schulze? ? r- Doch nein! Fort mit dem häßlichen Verdacht! Diese offenen Züge können nicht lügen! Und doch! Es war Niemand sonst im Zimmer gewesen. und bei genauem Zusehen erkanntt ich. daß die Uhrkette dicht am Knopfloch der Seste mij ejnem scharfen Instrument durchschnitten war. DaS also war dein Handkuß. Gottlieb Schulze! O. Gottlieb Schulze, wa rum hast du mir das gethan! Wie lange ich in dumpfem Brüten dagesessen habe, weiß ich nicht; mich weckte ttst das Oesfnen der Thür und die heute noch um ine Nuance ironi? scher klingende Frage meines Äüre'aü, Vorstehers: ob der Herr Rechtsanwali sonst noch etwas wünsche. Jawohl, zum Teufel wünschte ich ihn und Herrn gottlieb Schulze dazu. Aler'l?gs half das alles, und daß ich m'.ch s?lbst mit den schmeichelhas' testen Namen der Zoologie titulirteZ Meine Uhr und meinen ersten Clien tcn sah ich niemals wieder! . Asm Kasernenhof. Korporal (zu einem Rekruten, welcher, hilflos am Reck baumelnd, nicht abzuspringen wagt): Kerl scheint hier mit der Stange ein Schäferstündchen feiern zu wollen! Wort gehalten! Onkelz Aber Fritz, fchon wieder! Wie Du Dir vor zwei Monaten Geld von mir geliehen, hast Du gesagt, Du brauchst es nur für kurze Zeit. Student: Richtig, ich habe es auch nur eine halbe Stunde sang gehabt., Was fie weiß. Professor: Was wissen Sie von Goethe?" Junges Mädchen: Er hat uns sehr gelieb!!Diplomatisch.' Freundin (zur jungen Frau, die ihrem Manne xine hstusliche Scene bereitet hat): Dein Mann ist außer sich 'was wirst Du thun? Frau: Ich kaufe ihm ein Kist chen Havaneser und warje ruhig,' b!? lern Zorn verraucht ljt. -Stimmt, Miß Lcnox: ; Sagen Sie einmal, Mr, - Smith, seit ihr Freund Grover Bicycle fährt, läßt er sich ja gar. nicht mehr sehen. Er liegt wohl den ganzen Tag auf der Lany. straße?" Mr. Smith: Stimmt!" Aberglaube. Hausfrau (bei einem? Souper zum Dienstmädchen): List, hab' ich Ihnen nicht schon 'oft gesagt, daß Sie beim Serviren immer von links reichen müssen!" Tienstmädchen: Goit, Mödamlm, dat is ja doch man blos Aberglooben!" Mildernde Um stünde. Fräulein (pie. in einen Roman vertieft, plötzlich von ihrem leise hinzugetretenen Vetter geküktvird): Das paßt gerade zu per Stelle,' pie ich eheu lese, Cousin sonst .hZte Ihnen für eine solche grechZey ejxpaS Anderes eesazt!" j

Ov Inlands

Nicht bloö die Walfischfänger aus New'Bedford hatten auf ihrer letzten Fahrt keinen Erfolg gehabt, auch ihre Collegen von der Pacificküste haben kaum das Salz zum Brot" verdient. Nach den Aussagen desCapitäns McGregor, von, dem nach achtmonatlichem Walfischfang aus den arktischen Gewässern nach San Francisco zurückgekehrtenDampfer Orca". gibt es in diesen Gewässern nur noch sehr wenige Walfische, und auch diese werden, bald aussterben, wenn nicht Schutzmaßregeln für sie ergriffen werden. Während des achtmonatlichen Aufenthaltes in den arktischen Gewäsi sern hat die Mannschaft des Orca" I num k.i! OTf rifjC. r ir m iiuv uuiiu;c gefangen. )er gewinn aus denselben wird etwa gerade die Unkosten der Reise decken. S e i n e B e f 7 e i u n g aus den Händen zweier Straßenrauber hat der Farme? Frank Moore in Bennett's Chapel. Ky.. seinem Maulesel zu verdanken. Während der Mann zu später Stunde auf. dem Esel heimwärts :Ztt. wurde er von zwei Strolchen ahackirt, von denen einer dem Thier? ''n die Züg:l fiel. Allein der 5selatt: dc.sür kein Verständniß, sondern packte die Hand des Räubers mit seinen Zähnen und hielt ihn fest. Als der andere Wegelagerer feinem Kameraden zu Hilfe kommen wollte, erhielt er einize so gewaltige Hufschläge, daß ihmH'oren und Sehen verging; Moore selbst ' wurde dabei auf den ersten Räuber geschmissen. Entsetzt flohen die Kerle, während der Maulesel durchging. Schließlich gelang es Moore, sein Grauchen wieder einzufangen und zu bezeigen, worauf er, ohne weiter belästigt zu werden, nach Hause .'itt. Nach vierjähriger Abwesenheit ist der bereits todt geglaubte Montrealer Prof. Alfred Eldridge von einer Forschungstour aus Alaska heimgekehrt. Prof. Eldridge ist ein tüchtiger Archäologe und seine Reise nach Alaska batte den Zweck, neue Beiträge zur Geschichte jenes Landes an's Licht zu fördern. D Professor hat 'ine Reihe hochinteressanter En.tdeckungen gemacht. Die wichtigste darunter wirft Helles Licht auf die Menschenrasse, die in der grauen Vorzeit Alaska bewohnte. Vierhundert Meilen von r Mündung des Kuwalik Flusses, yn pem Ufer ejnes kleinen Sees, in tU ner bisher ganz unerforschten Gegend, stieß Herr Eldridge auf die Ruinen einer großen, von einem Vulkan - vm schütteten Stadt,' Die Mauern, der Häuser waren aus kunstvoll bebaue nem Sandstein symmetrisch aufgebeut und die noch erhaltenen Töpfereien, Qasen. Kruge und Waffen zeugen von einem hohen Grade der Cultur. Prof. Eldridge. wird demnächst über seineq zmchtiaen Fund ausführlich- berichten Ein unsreiwillzge Ätld in einem mit Bits gefüllten Bottich hat jüngst der in der.Stein'schen Brauerei zu Louisville, Ky., angestellte Eharles Roberts genommen. Der Mann 'stand im Begriff, einen neuen Reifen um den 15 Fuß tiefen Bottich zu legen, gsS er liüSglist und jn ' das hrauns ; Rah stürzte. Seine Hilferufe wurden anfänglich nicht gehört und um sich vor dem Ertrinken zu retten, mußte er eine ziemliche Weile in dem Bottich unchcr. schwimmen, ehe andere Arbeiter zu seinem Beistande herbeieilten und ihn mit Haken aus dem Bier pgen. Millionär untz Rech'isanwalt Philip Van Valkcnburgh in New Jork war von einem Flevatormann angeklagt worden.- ihn angegriffen zu haben. Im Gerichte nun öehauptese dtt Millionär FslgenDes: Richter frägt; Haben Sie ihn ge schlagen? Ban Valkenburgh: Nein! Ich habe ihn nur mit meiner Faust weggeschoben und dabei traf ihn eben meine Faust über'm rechten Auge; es !var aber kein Schlag." Dieses sanfte Lonsichschieben einesMenschen soll zur Zolge gehahj haben, daß der Elevgtornann eine tüchtige Beule davontrug. Weil aber Valkenburgh behauptet, ihn nur geschoben" und nicht geschlagen zu haben, wurde er freigesprochen. Wu muß ein Schlag von der Hand dieses Mannes aussehen? Fälschungen von Naturalisationspapieren sind in der Stadt Jltto Fork entdeckt worden und aller Wahrscheinlichkeit nach haben dieselben sehr große Dimensionen angenommen. Wie viele der gefälschten Papiere, die vas gefälschte Siegel der Stadt und zie nachgemachte Unterschrift von .Thomas Boese. Chef-Clerk der Su-gerior-Court", tragen, in die Welt gefetzt wurden, wird sich erst durch eine Untersuchung, die von der Polizei vorgenommen werden soll, berausstellen, Der Betrug wurde in ver County-'.lerks-Office entdeckt, wohin Registrar 5. P. Pringle vom Departement für Äraßenreinigung sich begeben hatte, im ein Bürgerpapier prüfen zu lassen, ias Guiseppe Colnecio. ein Bewerber im Anstellung als Kehrer, eingereicht zatte und das ihm nicht geheuer vorzekommen war, Als Colnecio das Papier mit seinem schriftlichen Gesuch im Anstellung Herrn Cringle vorzeigte, bezeichnete , er als Fälschung. Zetzt war. die Frage, wo die unausge-. üllten Formulare, die augenscheinlich cht sind, hergekommen , waren, und zann erinnerte man sich, daß vor etwa nnem Jahre etliche Tausend Blanks" rbhanden gekommen waren, während ie sich auf dem Wege vom Drucker zur Office des Cserks der Superior Courj befanden. Cringle nahm nun den Italiener Colnecio ins Gebet, und diescr gestand dann, aß er für das Bürzerpapier $10 an einen Landsmann bezahlt habe, der selber in die Heimath zurückgekehrt sei. Eine Durchsicht de? Kegistrationslisten ergab, daß der Name Giuseppe Colnecio in der Liste ?es U!. Wahlbezirks des 33. AssemblyiftItji eingetragen war. Verschiedene Andere Italiener, hie sich UM Anstellung alsKehrer beworben und zwei felloS auch gefälschte Papiere im Besitz hatten, machten sich nunmehr anS dem Staube: sie Mti thi RtL den -Ve? jfujl ihrer zehn Dollars zu heklsFen.

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'"?n!lvon unerhörter Ausbeutung der Kinderarbeit wird aus dem Crefelder Vororte Hüls berichtet. Ein 10jähriger Knabe besorgt m seiner freien Zeit das Raddrehen für 30 Pfg. Tagesverdienst. Morgens 6Z Uhr steht er am Rade und dreht bis 7$ Uhr. Dann geht es eilenden Laufes zur Schule, die bis 11 Uhr währt. Direct von der Schule muß der Knabe wieder bis 1 Uhr zum Rade, von 24 Uhr zum Unterrichte und dann von 49 Uhr zu seinem Drehwerke. Das sind einschließlich des Unterrichtes 1213 tägliche Arbeitsstunden. Wollen Eltern und Kinder keinen Hunger leiden, so bleibt ihnen kein anderer Auswea. I n Norwegen besteht. Wie wohl nicht allgemein bekannt ist, ein Einführungsverbot gegen Hunde, das mit solcher Strenge gehandhabt wird, daß weder die englischen Jäger, die zur Jagdzeit Zahlreich nach der Westküste und dem Innern Normegens kommen, ihre vierbeinigen Jagdgefährten mitbringen, noch sogar die ernannten Consuln fremder Staaten ihre Lieblingshunde in ihre neue Heimath mitnehmen dürfen. Wenn die Hunde nicht auf irgend eine Weise zurückgeschafft werden können, so werden sie ohne Weiteres erschossen. Der Grund liegt darin, daß man in Norwegen, wo die Tollwuth der Hunde nicht vorkommt, jede Möglichkeit der Einschlevpung dieser gefährlichen Krankheit fernhalten will. Zwischen dem Lehrer Semmler in Hünfeld und dem dortigen Bürgermeister Breitung war ein Competenzconflict ausgebrochen, in welchem letzterer dem biederen Schulmeister durch Einschüchterung zu imPoniren suchte. Aber das Schulmeisterlein forcht sich nit" und nun ist der Ortstyrann zu Kreuze gekrochen, wie aus folgendem, im .ünfelder Kreisblatt veröffentlichten Widerruf zu ersehen ist: Ich, der Unterzeichnete, nehme hiermit die gegen den Lehrer Senimler wiederholt, selbst auf offe? ner Straße ausgesprochene Beleidigung. z. B.; .Sie sind mein Knecht." U. s. w, zurück und bekenne, daß ich keineswegs ein Recht habe, in SchulAngelegenheiten zu reden und ' dem Lehrer diesbezügliche Vorschriften oder Weisungen zu' geben. Großentaft. Der Bürgermeister: Breitung." DengrößtenSchatz WestAustraliens bildet nicht sein Gold, denn dieses ist bisher zur Enttäuschung der Speculanten nicht sehr reichlich in der Colonie aufgefunden worden, sondern seine Jarrah-Wäl-der. Das Holz dieser Bäume ist das stärkste und dauerhafteste, welches es gibt. Jn London und anderen englischen Städten braucht man es deshalb zur Hoizpslauerung. Wer JarrahReichthum West - Australiens ist geradezu unerschöpflich. Es wird nicht lange dauern, o werden Jarrah und Kirrab die aröfüen Ausfuhrartikel dei Colonie bilden. Längs der. australischen Südwesthzhn, der Eisenbahn Ngch Dyttnzzdroyk. der Eisenbahn nach den 5ohlmseldern in Collie und der Eisenbahn nach Bridgetown gibt es Zarray - naiver. )&aqtt kann das Holz leicht nach den Häfen geschafft werden. Merkwürdigerweise benutzt man !n Australien selbst das Jarrah Holz nicht zum Pflastern. -De.rR ecssrdermineralogischen Staatssammlungen in München, Dr. Friedr. Grünling, hat im Auftrage des Curatoriums der Tamlaustiftung der Universität Berlin :ine wissenschaftliche Forschungsreise nach Ceylon angetreten. Er wird die vortigen Edelsteinablagerungen und sonstige mineralogische Vorkommen" untersuchen. Da die Fundorte meist t'.ef im Innern liegen, wird den Erzebnissen der Forschungen des bedeu lenden Fachmannes, der in sechs Molaten zurückzukehren gedenkt, mit zrößtem Interesse entgegengesehen. JmWiener Polizeige'angniß befand sich ein junger Mann, ser sich, wie man gleich vermuthet:, fälschlich Hermann Sorge nannte. Auf Irund mehrfacher Tätowirungen auf ?er Brust und an den Armen des junzen Mannes wurde schließlich dasGejeimniß des Häftlings gelüftet.' Auf ser Brust hatte er das Vildniß Kaiser Zriedrich's III. mit den Worten deö verewigten: Lerne leiden ohne zu Ilagen." Auf dem rechtenArm prangten ?in Baum und ein Mädchen und auf )em Handgelenke links zwei Mädchen. in den Fingern Ringe. Nun erhielt die Wiener Behörde aus Preußen einen liefe Tätowirungen enthaltendenSteck?rief gegen den 27 - jährigen Paul Vamsel vor. Samsel ist zu Glatz gewren. Müller von Profession und am Z. September 1894 aus dem Lazarethe lu Neisse. wo er als Musketier der 9. Kompagnie des 62. Infanterie - Reginentö zur Untersuchung seines Geis,uftandes in Behandlung stand, ntsprungen. Samsel gestand schließlich in, der Gesuchte zu sein. DasgrößteRaturwun)er auf Java, wenn nicht der ganzen Welt, ist die berühmte Gheko Kandka öomba-, die Heimath der heißen Teufel", Den Europäern ist der Ort nter dem Namen Feuerinsel- dclannt. Diese geologische Seltenheit öildet in Wirklichkeit einen See von kohendem Schlamm. Er liegt mitten in er Grobogana Ebene. Man nennt ihn nne Intel, weil die blühende tropische Legetation ringsherum ihm das Aussehen giebt. Die Insel- mißt zwei mglische Meilen im Umfang und ist 50 Meilen von Solo entfernt. Jn der Nitte steigen fortwährend ungeheuere Gäulen von weichem heißen Schlamm -n die Luft und fallen dann wieder Zrde. Auch große Blasen bildet der Zcklamm. Diel kladen in hpr Puff mit mehr oder weniger Geräusch. Nach ki A M 11 a9 Im . vci iuuuuiuycu -dUUlllUU ljUl c ciu nal am Westende des Sees eine hohe, trockene Schlammsäule gegeben, aus kelcber -ftä oanze Strablen reinen laU , , V ,- - , len Wasser? ergössen. Daö war aber in' längst vergangenen Zeiten.

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schlimmerer Art leiden, und das Resultat, .5.. wir bekommen Verstopfung. Eö ist ein Zustand welcher durch Dr. Jugng König's Hamburger Tropfen auf's Wirksamste gehoben wird, dieselben kuriren prompt die schwersten Fälle. '

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