Indiana Tribüne, Volume 20, Number 57, Indianapolis, Marion County, 13 November 1896 — Page 2

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VVWH Erscheint Taglich und Sonntags Die tägliche .Tribüne- kostet durch ftenXxlaet Cent per Woche, die 0ntaa8XTt6Üne"B cstKt per Woche. Leide iufm 15 Cent 65 Cent per IKoiut. Per Post ußerhälS be, t,dt zugeschickt U orau?be,ahlg M i rJlt. omtt 13 Süd Madama trabe. JudianapoliS, Ind., IS Nov'br 1896. NSdch'enhattdel' in Tüd-Amerika. Trotz aller Bemühungen, dem scheutzlichstm aller Gewerbe, dem Madchenhandel in Süd - Amerika, einEnde zu machen, blüht derselbe immer noch ' und wie aus den Mittheilungen des Comite de protection et ae Fecours aux femmes amenes" in Buenos Ayres hervorgeht, haben erst kürzlich wieder neun moderne SklavenHändler eine Reise nach Europa angetreten, um von dort Mädchen nach Argentinien zu exportiren. Wie viele arme Eltern in Deutschland. Ungarn, Oesterreich und Rußland," schreibt das Comite, trauern und klagen um ihre unglücklichen ver schwundenen Töchter, von welchen sie nie wieder Nachricht erhielten, und die von den gewissenlosen Hallunken längst nach Brasilien verkaust, dort dem gelben Fieber oder jenen entsetzlichen Krankheiten erlegen sind, die das berussmäßige Laster erzeugt. Den hier lebenden Europäern gereicht es sicherlich nicht zur Ehre, daß sie den fortwährenden Import junger Mädchen aus Europa mit ansehen, ohne eine Hand zu rühren, damit diesem frevelhaften Treiben Einhalt gethan werd:; allein es wäre auch nicht leicht, dagegen erfolgreich aufzutreten, denn die unglücklichen Geschöpfe, die in demGlauden erhalten werden, hier bei vornehmen Familien Unterkunft zu finden, werden schon während der Reise von den Mädchenhändlern derart instruirt, dak die hiesige Polizei nur schwer einschreiten kann. Die Regierung hinwieder kümmert sich absolut nicht um diesen Menschenhandel. Die Bevölkerung ist hier zu Lande genußsüchtig, verschwenderisch, und die schönen Töchter Ungarns, Oesterreichs und Deutschlands stehen hier gar hoch im Kurse. Diesen Umstand macht die bedeutende Zahl von Ehrenmännern, die an der Schande sich bereichern, sich zu nutze, und dreimal, viermal im Jahre werden Expeditionen nach Europa angetreten, um frische Waaren nach Buenos - Ayres. Montevideo und Rio Janeiro zu liefern. Man hat uns versichert, daß die jungen und alten Roues von BuenosAvres und Rio Janeiro ganz colossale Summen bezahlen, um solche Opfer der empörendsten Niedertracht in ihre Gewalt m bekommen, und daß zur Erreichung dieses Zieles häusig die schändlichsten und strafbarsten Mittel angewendet wurden. Bor gar nicht langer Zeit erließ der Schweizer Eonsul in Buenos - Ayres in schweizer!schen Zeitungen eine Bekanntmachung, worin er das Augemerk der BeHorden und des Publikums auf jene Verführer lenkte; die Mahnung scheint aber nur wenig geLtzt zu haben, denn nach wie vor wird dieses scheußliche Handwerk m der ungen'.rtesten Weise fortgesetzt, und wenn auch ab und zu der eine oder andere Gentleman m Europa der Gerechtigkeit in die Hände fällt, so ist der in Aussicht stehende Gewinn ein so großer, daß die Mädchenhä.ldler allen Eventualitäten frech die Stirne bieten. Und wie treten dieseSeelenhändler hier auf! Sie führen eine Lebensweise, die der Beschreibung spottet. Sie kleiden sich mit auffallender Eleganz, trage riesige Brillanten, gehen täglich in die Oper oder in's Schauspielhaus; sie haben ihre eigenen Clubs und Vereine, wo die Waare" sortirt, verkauft, versteigert wird. Schlank, klein, hochgewachsen, blond, brünett Alles hat seinen besonderen Kurs. Sie haben ihren eigenen telegraphischen Geheimcodez, sind nach allen Regeln organisirt, und lieber Himmel, in Süd-Amerika ist Alles möglich! nächstens entsenden sie vielleicht auck noch einen Vertreter in den argentinischen Congreß. In Europa, wohin sie nur dann gehen, wenn neuer Vorrath zu beschaffen ist, und wo sie nur so lange weilen, bis der Transport complet ist, in Europa unterhalten sie eigene Agenten, welche die Befrachtung via Genua, Havre, Cherbourg, La Palice und Southampton besorgen. Man unter suche nur die GenueserHotels und man wird da erschreckende Erfahrungen machen über die Größe des ständigen Vorrathes an weißen Sklavinnen, die der Weiterbeförderung harren. Und die unglücklichen Mädchen ? ! Selbst eine Feder, die immer und immer nur die finstersten Nachtseiten des Lebens schildert, wäre unvermögend. den Jammer zu beschreiben, der in dem hiesigen Ghetto derVerlorenen herrscht. In der Calle Junin leben 400 bis 600 solcher beklagenswerthen Madchen und eine andere Straße, die Calle Lavallc, wo nahezu 2200 europaische Frauen, zumeist Entführte, dahinsiechen, heißt im Munde der Bevölkerung nur mehr Calle ßangre j Lajrrimo: Blutund Thränenstraße. Wie die Mädchen leben? In Schmach und Elend, ln Schande und Sklaverei. Verkauft wie das liebe Vieh, ziehen die Unglücklichen in die Toleranzhäuser ein, wo sie um Willen und Freiheit gebracht, von Megären hinter Schloß und Riegel gehalten und scharf bewacht werden. ' Wird ihnen alle heilige Zeit einmal ein Spaziergang gewährt, so begleitet eine Duenna die Armen, die mit Niemandem, selbst mit ihren Unglücksgefährtinnen nicht, ein Gespräch anknüpfen oder gar Freundschaft schließen darf. Briefe an die Familie werden einfach unterschlagen, damit aber das arme Opfer der Seelenverkäufer auch hierüber, im Unklaren bleibe, erhalten sie regelmäßig Antwort, die natürlich hier fabricirt wird. Geld erhalten die beklagenswerthen Geschöpfe niemals, selbst der Sündenlohn fließt in .die Tasche der MädchenZändler, die tl

stets so einzurichten wissen, daß die Unglücklichen scheinbar noch in ihrer Schuld stehen. Und das Ende? Nach jahrelanger entwürdigender Sklaverei haben diese Armen auch den letzten Schatten der Achtung anständiger Menschen verloren; an Leib und Seele . , I 1 C .

vergiftet, vorzeitig gealtert uno verfallen, siech und hilflos gelangen sie in die Spitäler, wo sie unterdrückt, verfolgt, erniedrigt, verlassen, verachtet, ' . . It . elend, ohne Familie uno oyne reunve, O A&n Cfirnftitrm aitritsf VI) UZ AillUZ UHU Vlllfr ,Wivj 0- - kehren zu dem Schöpfer, den sie durch ihrn 5,f,nswandel beleidiat haben. Keine sterbliche Seele geleitet den kahJt 1.1 JC len Voiziarg, in meiazem eine jinc llnniüc?licke in die Erde aesckarrt wird selbst die Schicksalsgenossinnen v:. xzuiiXs M.vk,N, IV giauocii, nie fuv$tlu ouvvv nach Ev.ropa heimgekehrt auch nicht V. . "ic vi (Sri.i, das germgue Zeiten verruß nc i le. wo die t vellagensweriyen Geschöpfe ruhen, die daheim einst umgeben waren von der liebenden Fürsorge zärtlicher Eltern " Wir haben versucht, in schlichten Worten das namenlose Unglück anzudeuten, welches hier der Mädchen aus der Fremde" harrt.' Wir bemerken zu diesen Mittheilungen desComites noch, daß eine statistische Nachforschung über die Nationalität d unglücklichen rwr si,ndes Resultat aab: Polen 40 Procent, Russen 15 Procent, Italicr . . . ' n je. 11 ner 11 Procent, jueiiericicn uai"" 10 Procent, Deutsche 8 Procent. Franzosen 5 Procent, Engländer 4 Procent, Spanier 4 Procent. Argentinier 3 Procent. Die Polizei von Buenos-Ay-res ist aber schon seit Jahren bemüht. diesen Mädchenhändlern ihr unhellvolles Handwerk zu legen, leider haben die Händler, die nahezu ausschließlich polnische Juden sind, eö verstanden, ihr Sklavengeschäft so zu umhüllen, daß man ihnen sehr schwer beikommen kann. Ein internationales Vorgehen in dieser Sache wäre daö ejnziae Mittel, um mit Erfolg diesem mörderisches Treiben entgegenzutreten, und es wird versichert, daß mgn in d argentinischen Regierung und Pslize: pie größte Bereitwilligkeit zurHilfe sinden würde. Ein opfex dir Justiz. Vor dem Schwurgericht in Amien? hat sich jetzt der letzte Act einer Gerichtstragödie abgespielt, in der eine völlig unschuldige Frau als Giftmischerin und Mörderin ihres Gatten und ihres Bruders zu lebenslänglichem Zuchthause verurtheilt worden war. Acht Jahre lang schmachtete die Unglückliche im Zuchthause von Qltu mont, ehe ihre Unschuld zu Tage trat. Sie wurde sofort freigelassen und der neue Proceß wurde eröffnet, um die arme Frau zu nhabilitiren und für die ausgestandene Kerkerhaft zu entschädigen. Der Sachverhalt ist in Kürze folgender: Frau Druaux bewohnte in Malaunay (Seine - Jnferi. eure) eine kleine, ärmliche Hütte, in der sie ein Schankgewerbe betrieb, indeß ihr Gatte ' jn einer benachbarten Margarinefabrik arbeitete, Die Ehe war keine besonders glückliche, obwohl Druaux seine Frau aus Liebe und gegen den Willen seiner Familie geheirathet hatte. Frau Druaux trank, wie dies bei ihrem Gewerbe kaum anders möglich war, trank aber mebr als zuträglich und vergaß daroo, wie es scheint, auch manchmal ihre ehelichen Pflichten mit einem als Hexenmeister gefürchteten Individuum, Namens Lebougne. Am Gründonnerstag des Jahres 1887 kam es zwischen den Eheleuten Druaux zu einem heftigen Auf.tritte; am folgenden Ostersonntag starben Druaux und ein 16jähriger Bruder seiner Frau gleichzeitig eines geheimnißvollen Todes. Ein Gast klopfte an das feit drei Tagen geschlossene Wirthshaus. Frau Druaux öffnete in einem Zustande, den der Gast sür Trunkenheit hielt, und erzähsjt diesem in unzusammenhangendeg Worten, -ihr Gatte sei todt. Die Nach, richt verbreite sich rasch im Dorfe, und die Bewohner, die fr das Haus eindrangen, fanden in der That Druaux und dessen Schwager leblos. Frau Druaux sprach wie gcistesyerwirrt und ihre Aussagen erschienen der Gendarmerie so verdächtig, daß sie sofort in Haft genommen wurde. Die Obduction der Leichen fand statt, allein die Gerichtsärzte konnten keine Spur von Gift entdecken; die Chemiker zerbrachen sich die Köpfe, rieben mit den Exkrementen der Leichen sechs Tage alte Ratten ein, die ruhig weiterlebten, und da keine Giftspuren gefunden wurden, sprachen .sich die Sachver ständigen einmüthig dahin aus, Drüaux und dessen Schwager wären durch ein Pflanzengift, das keine Spuren zurücklasse, wahrscheinlich Wolfsmilch, oder durch spanische Fliegen um's Leben gebracht worden. Frau Druaux wurde zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt. Ihre junge Tochter wurde durch die Armenverwaltung m die Pflege gegeben ihre' wenigen Habseligkeiten verkauft, aus deren Erlös die Gerichtskosten bestritten wurden, und daö kleine Häuschen in Malaunay vermiethet. Frau Druaux verbüßte ihre Strafe in Clermont. Im Jahre 1889 starb die Frau des Schankwirths Gauthier,, die das Haus der Druaux gemiethet hatte, plötzlich; die Aerzte schlössen auf einen Schlaganfall, allein Gauthiir, der schon zu verschiedenen Malen in dem verdächtigen Hause erkrankt war, floh aus demselben. . Die Eheleute 3)j? bault. die dasselbe hierauf bezogen, erkrankten unter den gleichen Symptomen und jetzt erst entschlossen sich die Gerichte dazu, daö HauS durch inen llrchitekten untersuchen zu lassen. WaI die Aerzte und Chemiker vergebens sucht, die Todesursache Dxusur unh ocssen Schwagers, fand der Architekt bald: längs de? Mauer des Hauses lief ein Schornstein - eines, Kalkofenö, cen ein Nachbar ohne Erlaubniß Kngelegt hatte. So oft der Ofen angesteckt wurde, drangen Kohlenoxydgase durch die zahlreichen Risse in das Haus und vergifteten dessen , Bewohner. Die Leiche der Frau Gauthier wurde ausgegraben und die ' hervorragendsten Autoritäten auf dcm Gebiete der We

dicin, die Doctoren Brouardel, Laugier undDescouts, erkannten, daß eine Vergiftung durch Kohlenoxydgas vorlag. 5letzt war kein Zweifel mehr darüber möglich, daß auch der Gatte und der Bruder der Zuchthäuslerin

von Clermont den gleichen Tod gefunden. Das, was man bei Frau Druaux als Trunkenheit bezeichnete, war (infach eine Betäubung durch das giftige Gas. Frau Druaux wurde im dortgen Jahre freigelassen und ihre Tochter ihr wiedergegeben. Dieses junge Mädchen war in dem Glauben aufer zogen worden, dah ihre Mutter eine Mörderin sei; sie wohnte der VerHandlung bei und folgte mit einem fieberhaften Interesse den verschiedenen Aussagen, die oft ihre Kindesliebe auf eine harte Probe stellten. Indessen schwanden ihre Zweifel mehr und mehr, und als schließlich die Schuld lostgkeit der armen Frau bis zur Evidenz erwiesen war, milderte sich der harte Ausdruck ihres Gesichtes und schluchzend warf sie sich der schwergeprüften Mutter in die Arme. Die ersten Sachverständigen, die diesen Juftizmord auf dem Gewissen haben, wollten noch immer nicht zugeben, daß sie durch Unwissenheit gesündigt, und weigerten sich, die Autorität der genannten Professoren anzuerkennen Es kam darüber zu einer sehr peinlichen Auseinandersetzung zwischen den. verbohrten Ignoranten und den Pariser Sachverständigen, Wie bereits, bemerkt, sprach das Schwurgericht unter lebhaftemBeifall deö Publikums die Frau Druaux frei. Der GerichtsHof proclamirte feierlich die Unschuld der Wittwe, ersügte einen öffentlichen. Anschlag des Urtheils spruches und erkannte auf eine Entschädigung von 40,000 Francs. Das Spektroskop in der Wetter Prognose. Es dürfte nicht allgemein besannt sein, daß die Spektralanalyse des Sonnenlichts zugleich wichtige Auffchlüsse über den Zustand der Erbatmosphä'xf zu geben im Stande' ist. In dem continulrlichen. die bekannten Regcnbogenfarben der Reihe nach zeigenden Streifen, als welcher sich das Spektrum, der Sonne darstellt treten viele schwarze, sogenannte Fraiznhoserz sche Linien auf, welche matt mij Äecht als vgn den nichtleuchtenden Gasen herrührend ansieht, die daZ Sonnen, licht durchdringen muß. ehe es zu un. serem Auge gelangt. Solche Gase stn den sich in der Atmo phäre der Sonne, aber auch in der unserer Erde, welche die Sonnenstrahlen a gleichfalls Pas siren müssen. Auf diesen Einfluß un serer Atmosphäre wurde matt' hesonders aufmerksam als man wahrnahm, daß die Starke von gewissen 'Linien, sich veränderlich zeigte, alsy aus eint Veränderung jn der Menge des wirk? samen Gases hinwies, Die Vermüthung. daß dieses Gas - der Wiassex, dampf, dieser fir die Meteorologie so wichtige Bestandtheil unserer Luft hülle, sein könnte, wurde durch eigenZ zu dem Zwecke ungestillte Beobachtungen bestätigt. Es ist besonders eine Linie, welche der Wellenlänge von 594 Milliontel Millimeter entspricht, inj gelben Theile des Spektrums, dl'e hier in Frage kommt. 3U Entscheidung dieser Frage haben Egersff. Jqnsseq und zuletzt der italienische Astrophyst, ker Ricco Bergeshöhen aufgesucht, aus welchen die von der Sonne, durch strahlte Luftschicht geringer ist. als in der Ebene, und deshalb auch du Menge deH In ihr enthaltenen Wasserdampfes. Ricco' 6eodächtete nach ewz ander an drei Orten, ' in Catania (65 Meter über dem Meere). Nicolosj (700 Meter) und auf demAetna 13000 Meter), und konnte nachweisen, daß mit zunehmender Erhebung die Linii 594 immer schwächer wurde. Auch war durch gleichzeitige Beobachtungen der Luftfeuchtigkeit der Nachweis zu führen, daß die Linie um so starker auftrat, je mehr Wasserdampf bis Luft enthielt. Da somit diese Linit dem Wasserdampf unserer Atmosphäre ihr Dasein verdankt, so wird sie mii dem Namen Regenband zutreffeny bezeichnet und ist berufen, in der Me, teorologie eine Rolle zu spielen.' Bot dem gewöhnlichen Hygrometer, daö nur die Feuchtigkeit in er Nähe des Erdbodens anzeigen kann, hat sie da bei den Vorzug, durch ihre größere und geringere Dicke die Menge deZ Wasserdampfes bis zu den höchsten Höhen der Atmosphäre anzugeben unt damit die Wahrscheinlichkeit eintreten Un Regenwetters vorher anzukündi gen. Allerdings ist dieser neue Hhgro. meter nur bei Sonnenschein zu hrau chen. ' GmeWnüölgkS. Mitesser und Pückel im Äesicht werden durch Waschen mit Weizenkleie beseitigt. Man thut Weizenkleie in ein dünnes Säckchen, koche dasselbe in weichemWasser, drücke es Lfter. damit der meylenthaltende Stoff herauskommt pnd wasche sich Morgens und Ahendß damft. , Auch ganze Bäder von WeizenkleZe sind zux Hautreinigung zu empfehlen. Man kann auch ein wenig Franzbranntwein in das Waschwasser gießen, aber muß vorsichtig sein, daß dasselbe dann nicht in die Augen kommt. Schweinefleisch darf nicht gegessen werden.Butter ebenfalls nur .wenig. Dagegen ist reiner Honig sehr zu empfehlen, da derselbe blutreinigend wirkt, auch jeden Monat ein Ahführüngsmittel. MöbelbezügezureiniSen, ohne sie herunterzunehmen. ' Für diesen Zweck bereitet man sich eine Lösung von Salmiakgeist in waxmkm Wasser, ungefähr für 10 Cents Salmigk. jn y bis 10 Quart Wasser, und fügt diesem ein klein wenig Mschseife bei. In diese Lösung taucht man ejne sauherg Kleiderbürste und bürstet nun strich? weise das Sopha; es empfiehlt sich jedoch, hieraus mit Znem reinen Leinentuch sofort trocken nachzureibep. Der Erfolg ist gut und wird Zeij und GeZd dabei krspart. Zimmerdecken unh Wände Abzureiben. Ocn Mehl und

Waffer bereitet man einen derben Teig, der nicht mehr naß'sein darf, und reibt mit demselben. über die Tapete. Ist die oberste Schicht 'schmutzig, so wird sie dünn abgeschnitten, bis daö Quantum Teig schließlich ein so geringes ist, das man gut thut, die schmutzige Oberfläche anstatt abzuschneiden, nach innen zu kneten. Dieses . Mittel ist dem Schwarzbrot, dessen man sich gewöhnlich zum Reinigen von Tapeten, Decken etc. zu bedienen pflegt, aus mehrfachen Gründen vorzuziehen. Erstens ist das hier beschriebene Verfahren ein billigeres; denn zu einem größerenZimmer genügt ein Pfund Mehl, das von der gröbsten Sorte sein kann. Zweitens werden, da die Fläche des gekneteten Mehls eine glättere ist, die Tapeten weniger angegriffen, und dann wird das durch Schwarzbrot verur sachte lästige Krümeln dabei vermieden. Die Samen der Sonnenblumen haben für den Hühnerzüchter als Hühnerfutter großen Werth. In einer landwirtschaftlichen Fachzeitschrift werden sie dafür warm empfohlen, sie sollen nicht nur daö Eierlegen befördern, sondern den Thieren selbst auch ein glänzendes Gefieder derlei hen. , Jn England soll der Sonnen, blumensame schon länger bekannt und beliebt als Hühnerfutter sein. Wer viele'Kürbisse geerntet hat, kann aus ihnen einen xtU liehen Honig bereiten. Die. Früchte werden geschält, von Fasern und Ke?-. nen gründlich befreit Und in.roalnußgroße Stücke geschnitten. Ohne sie zu waschen oder ihnen Waffe? zvzisetzen jhuj mqn di MrbiWcke jn groß Kochtöpse. die zu drei Vierteln mit ihnen gefüllt werden, und kocht sie so lange, bi eine dünne Brühe entstanden ist. Diese wird durch Leinwandtüchev gepreßt und solange unter beständigem Schäumen eingesotten, bis sie eine syrupähnliche Beschaffenheit hat. D?r siürhishonig m Uherall a Stelle des Farinzuckerö in dtt Küche zu yerwenden. Aepfelk'alat. Geschält Aepfel werden fein geschnitten, ebenso Apfelsinen ohne Kerne, und lagenweise mit Zucker und etwas Wein in eine Schüssel gelegt. Das Compott wird einige Stunden vor dem Gebrauch gemgHi. Pralinsö. Man läutert ein. halbes Pfund Zucker bis zumjleme Flug, schneidet die Hälfte emfVanilleschote in kleine Stücke und giht dieselbe mit vier Eßlöffel dickem, süßem Rahm hinzu. Nachdem man Alles hat unter gutem Umrühren einmal aufkochen lassen.. stellt man die Masse bei Seite und läßt sie erkalten. Nun liest man die Vanille heraus und bearbeitet den Zucker mit hölzerner Spachtes zu eittkm dicken Zeig aus welchem, man h'aseln'ußgroße Kügelchen formt, Unterdessen kocht man einen Chocoladenbrei, indem man ein halbes Pfund Vanilienchocplade mij twgZ geläüter tem Zucker zu einer dicken Masse verrührt, in diese legt man mit einem Theelöffel die kleinen 'Kugiln hinein) dreht sie gut darin um und nimmt sie behutsam mit einer Gabel wieder heraus. Auf einem Blech läßt man sie kalt und trocken werden. VeimKochende.sSpjnats braucht män gar kein Wasser zuzusetzen. ' Man wäscht denselben sorgfältig. setzt ihn im Topf hinten auf die Ofenplatte. wg ?r sich ganz langsam erwärmt. Nach kurzer Zeit fällt das Gemüse zusammen, eö sammelt sich so viel Saft cm.dah man es weiter schmoren kann, ohne Wasser hinzuzusetzen. Auf diese Weise braucht man keine BrHe !vgzugi?ßn, die Nährsalze bleiben alle darzn und der Spinat schmeckt yiel kräftiger. FtlzhUts zu reinigen. Nachdem man den Hut sorgfältig mit einer Bürste gereinigt hat, tauche man bei schwarzen Hüten einen schwarzen LgPPn, hei grauen Hüten ein weißes Tafchentuch In Petryleumäther und reibe damit den ganzen Hut gründlich gh,' Etwaige Flecken betropfe man erst mit Wasser und reibe sie dann tüchtig mit einer Lösung von Petroleumäther und Spiritus aus. , ,, , Bon, Jnlande, Der alte Staat Airginkq hat $0,0(X) Quadratmeilen und davon sind Aktts Mij Hypothesen öklastct. Die Kunde von einem neuen Beweise für die Wahrheit des Sprichworts, daß ein Prophet in seinem eigenen Lande nichts gilt, kommt aus Lansing, Mich. Ein Bewohner dieses Ortes, welcher sich um die Bürgerpapiere bewarb, war außer Dtande. den Namen des derzeitigen Bundespräsidente. zu nennen, Von der eigenen Mutter ist ein Ächterchen des Farmers John Kelly in Anderson, Ind., für immer entstellt worden. Das Kind war im Begriffe, durch ein Loch im Zaune zu kriechen, und die Mutter goß der Kleinen einen Topf kochenden Wasfers in das Gesicht, wähnend, es mit einer maraudirenden Katze zu thun zu haben. Eine merkwürdige Ehßschließung fand jüngst auf den Stufen des Gerichtsgebäudes zu Kokomo, Ind., statt. Das contrahirende Paar waren der 85 Jahre alte George Washington und die um 20 Jahre jüngere Martha Rockwell aus Brookville. Es war dies das dritte Mal, daß der heirathslustige George einen Bund für das Leben" schloß. In Süd - Dakota findet Welschkörn immer mehr Verwendung als Feuerunasmaterial. ,'Hartkohlen werden jetzt m den Ortschaften östlich pom Missouri zu ?1Y und 511 die Tonne verkauft, und westlich yyn; Flusse in den Ortschaften in den schwarztn Bergen und dem, angrenzenden Gebiete zu noch höheren Preisen, Sachverständige sind der Ansicht, vak zwei Tonnen Welschkorn ebenso weit reichen und so viel Hitze erzeugen, wie eine Tonne Hartkohlen. Zu einem Brude'rmgzi) führte in Waldoboro. Me., der Streit

um rn TsütA n Cider und zwar in der l.Jiütrie Edward D. Mink von s.'ins.'l um vier Jahre älteren Bruder Orrin G. Mink erschossen worden. Eduard hatte seinem Bruder, weil er aus einem ihm gehörenden Fäßchen eine Quantität Cider entnommen, eine Tracht Prügel verabfolgt. Aus Rache dafür streckte der Geprügelte seinen Bruder nachher mit einem Flintenschuß in's Herz todt nieder. Der Mörder trägt nicht die geringste Reue über seine That zur Schau. Beide jungen Leute Söhne des Farmers Jotham S. Mink, in North Waldoboro gelten übrigens für geistig beschränkt. '-Herr Ernst C. Fischer. N o. 349 Ost 14. Straße in New York, ist der Besitzer der merkwürdigstenSchlange der Welt. . Besagte Schlange hat nämlich zwei Köpfe. Sie wurde vor einiger Zeit in Guatemala gefangen und von dem gegenwärtigen Besitzer nach New York gebracht. Sie ist noch jung, hat eine braune, mit gelbweißenFlecken getupfte Haut und wird eineLänge von etwa 12 Fuß erreichen. Jeder der beiden Köpfe ist normal entwickelt. Seltsamer Weise scheinen sie sich nie einig zu sein; es ist, als ob jeder einen eigenen Willen hätte. Bei der Fütterung zeigen sie sich neidisch aufeinander und suchen nch gegenseitig die besten Bissen wegzuschnappen. Die Nahrung der Schlange besteht aus Milch undFleisch. Großer Nothstand herrscht im nördlichen Theile des Staates Louisiana. Dort hat lang anhaltende Dürre Mißernten hervorgerufen und zahlreiche Familien sink jetzt schon von allen Subsistenzmitteln entblößt. Nach dem Berichte eines BürgercomiteA aus New Orleans, welches die Nothdistrikte besucht hat. haben 1640 Familien rein gar nichts mehr und sind, da sich ihnen auch keine Gelegenheit zum Broterwerb bietet, auf die öffentliche Wohlthätig keit angewiesen. 2440 weitere Familien hsbkfl noch Lebensmitte! für sechs bis acht Wochen. Wie es im Winter werden soll, daran mag man gar nicht denk;. Man erwartet, daß Gouverneur Foster aus Staatsmitteln der Bevölkerung in den Nothdistrikten Hilfe zu Theil werden lassen wird; sollte er das jedoch ablehnen, waö bei den bestehenden gesetzlichen Vorschriften nicht unmöglich ist, so wird sich das Hilfscomite an die Menschenfreunde des Landes wenden, In tzen Etshäu'fern an den tlkern des Penohscot im StaateMaine nisten so ungeheuere Massen von Tauben. daß sie zu einer schlimmen Landlage für die Farmer jener Gegend zu werden beginnen. Von dem Wintecrognen und der Gerste, die länger als ei- ; Tag außerhalb der Scheune lagen haben die Tauben ca. 25 Procent gewssen; Hafen Heizen sowie Mais 5ind ebenfalls hrimttnitrhi fnniVnn itnX

; v v V V V V t 411V in vielen Fällen hat sich das Drachen ?on Erhsen , sowie Bnchwzize.li als so .Vßflig kohnind erwiesen, daß .die Far wer ihre respectiven Ernten nur noch llö Streu benuken. Bei den Landleusten in einem Umkreise von fünf Meilen W Jedermann, der aus die Taubenagd gehen will, willkommen. Ein gewisser Johns aus Bangor hat auf dez igrewer'schen Fqnn bei Eaft Hempde'n fct dem 'h.. September mehrereHundert Tauben geschossen und im Ganzen sind jn jen Hegenh Wndestens gn alöQ Mck ersegj worden, ohne daß eineAHnähme her Schwärme zu bemerken ist. Wenn dem Nisten der Tauben in den Etshäusern nicht Einhalt gethan wird, 'dann werden die Tbiere am Vcnobs'cot bald zahlreicher werden, als es die wilden Tauben ie waren. Trytz d , , gewaltigen Entwicklung des Eisendahnwesens w den Ver. Staaten sind Prairieschooner- immer .noch im Gebrauche. So traf .jüngst ', in California ein? Emigranienfamilie aus McFall, Ma., ein, welche die weite Reise urch Kanss, Oklahoma,' New" Mexico und Arizona in solch', einem antediluviani? schen Vehikelgemacht hatte, Ein FmüsTnter Vorfall spielte stch neulich in Bath.' Me.. ab. Einer wohlbeleibten Frau zerriß ein Strumpfband,' als sie einen Straßenbahn Wagen zu besteigen im Begriffe stand, und $56 in Greenbacks flatterten auf das Pflaster. Die Gute hätte ihren Strumpf als Bank benutzt und dieselbe war nach dem Reißen deZ Strumpfbandes .gebrochen". JnderStadt New York und ihrer nächsten Umgebung gibt es 23 Yachtclubs, deren Mitglieder Vergnügungsboote im Gesammtwerthe von ca. $20,000.000 besitzen und die m einer einzigen Saison an laufenden Ausgaben für dieselben mindestens die gleiche Summe aufwenden. Manchen. Nabob kostet der Nachtsport an $100.000 pro Jahr unh Leute, die für dasselbe nur $10.000 ausgeben, werd'.n kaum für .voll" angesehen. Die Russendistel, welche in manchen Gegenden der Ver. Staaten zu einer wahren Landplage geworden ist, beginnt sich auch in Arizona zu zeigen.' Jn der Gegend von Whipple hat das Unkraut- viele Saumpfade derartig überwuchert, daß dieselben sowohl für Menschen wie für Thier? pollständig unpassirbar geworden sind. Die Bewohner des Territorium dringen deshalb' energisch darauf, daß unverzüglich - radikale Maßnahmen zur Ausrottung des Unkrauts ergriffen werden. AuchEifersuchtkann unter Umstanden gute Früchte tragen. Frau PHLbe A. Hearst .in San Francisco, die Wittwe des mehrfachen Millionars und Bundessenators Hearst, ist eifersüchtig auf die dortige Wittwe Stanford. welche zusammen mit ihrem per.jtoröenen Mgnfl, dem Eisenbqhnkynig und , Bundessenator Stanford, di? Stanford-Universität zu Palo Also in Califsrnikn gestiftet hat. Um es der Stanford gleich zu thun, läßt die Hearst der kalifornischen Staatsuniversitöt Summe aus Summe zukommen; kürzlich schenkte sie eine Million, und jetzt gibt , sie $300M) mehr fü; Errichtung von Universitatsgebäuden Frau Hearst erwarb sich in Washington den ?tus einer einsichtigen Fr,eundin der Wissenschaft und Kunst.

Vom Auslande.

Aus reiner Neugierde öffnete der Postgehilfe Adolf Wachsmann in Holzwickede Briefe, besonders solche, die an Frauen und Fräulein gerichtet waren. Diese Neugierde brachte den jungen Mann um Amt und Brot; außerdem verurtheilte ihn die Strafkkrmmer wegen Vergehens im Amte zu fünf Monaten Gefängniß. Als .Unglücksnachricht aus der Rheinpfalz" wird aus Neustadt a. H. Folgendes gemeldet: Die Weinlese ist zum größten Theil vorüber. Seit Jahren ist der .Neue" nicht so sauer gewesen, wie dieses Jahr. Der Volksmund hat den 96er Li-Hung-Tschang getauft. Der 94er, wie bekannt auch ein minderwerthiger Wein, hatte denNamen .Wei-Hei-Wei" erhalten. DieGattindesfranzösischen General-Residenten Laroche auf Madagaskar ist im Palaste der Königin Ranavalo von einer Prinzessin geschlagen und der General-Resident. der sie vertheidigen wollte, zerkratzt worden. Diese Prinzessin, eine Schwester der Königin, fröhnt dem Laster der Schnapssucht. Der General-Resident hatte ihre Entfernung vom Hofe verlangt, und dafür nahm sie Rache. Das Schwurgericht in Königsberg i. Pr. verurtheilte die 19jährige Dienstmagd Kranke wegen Giftmordes, begangen an der 71jähNgen Wittwe Glage zu Weidehnen. Kreis Fischhausen, zum Tode. Die Angeklagte hatte auch an der Tochter der Ermordeten, der Besitzersfrau lWiemann zu Weidehnen und deren beiden Söhnen einen Mordversuch fcurch Vergiftung begangen. In der Beiertheimer llllee zu Karlsruhe wurde der Kutscher örZmm-von dem Fabrikarbeiter Gerher aus, Oberdielbach. nachdem zwische Beiden zuvor in einer Wirth schaft ein Streit stattgefunden hatte, mit einem Taschenmesser in den Unterleib gestochen und starb, bevor ärztliche Hilfe zur Stelle war. Der Thäter behauptet, von dem Getödteten selbst mit etlichen Stockhieben am Kopfe verfundet worden zu sein. Der Getödtete war aus Breitenbach in Bayern. Der Commissionär Knorr in Traunstein, welcher sich zur Verbüßung einer dreimonatigen Gefängnißstrafe nicht stellte, sollte in seiner Wohnung verhaftet und in Arrest abgeführt werden. Dq Knorr als excentrisch bekannt lfl, so begaben sich iwei Polneifoldaten dahin. Knorr yerfteckte sich auf dem Dachboden in einer Kiste; als ihn die Polizei dort fand, gab er zwei Revolverschüsse auf sicy ay und vrachte sich so schwere Verlvunoungen am Ztopse bei. daß er ih aen am folgenden Tag: tzlzz. AufderGemarkungder. rtjchast Hucklngen steckte ein unb kannter Mann einen Strobbauken in Brand, legte sich inmitten her Ffam men nieder und, erschoß sich dann mU telst Revolver. Herbeieilende Leute konnten der Flammen wegen die Leiche oes Mannes nicht bergen. Er verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. -Aus der Aumühle bei scermalyen traf dieser Tage eine Gerichtscommission ein wegen eines von der ledigen Inwohnerin Joseph Staudigl verübten Verbrechens des Kindsmordes. Es wurden ohn wei. teres Suchen aus einem Kamin vier ttindZIkichcn hervorgeholt, von denen drei bereits zu einer Art Mumie vertrocknet waren. Die Mörderin, die kürzlich verhaftet wurde, bat im Ge fängniß ein Geständniß abgelegt und oen urt selvtt angegeben, wo sie die Opfer ihrer Verbrechen hingethan yatte. DiereickeWittwe Maria Salvagi wurde in ihrer Villa zuTriest durch zwei Revolverschüsse getödtet im ooenraum ausgesunden. DerSchwieger ovn der Ermordeten, der ausbe sitzer Mangachi, der mit ihr seit lange materieller Interessen halber in Streit lebte, ferner die Magd detz Hauses, mit der Manaacki ein Liebes Verhältniß unterhielt, sowie zwei ö?oyne Mangachl's. 14 und 11 5!abre alt. wurden verhaftet. Der 11jährige Wilhelm Mangachi gestand, seine ronmutter ausHaß und Erbitterung wegen ihrer Lieblosigkeit gegen seinen Vater getödtet zu bäben. . Venedig ist jüngst von emer prmgsluty überrascht worden, wie sie in gleicher Heftigkeit seit 18 Jayren nicht stattfand. Die Riva dei Schiavoni, die Piazzetta und derMarcusplatz stehen einen halben Meter tief unter Wasser, das fortwährend noch im Steigen begriffen ist. Ebenso steht der Sockel des Victor Emanuel - Denkmales an der Riva dei Schiavoni unter Wasser, das Cafe Specchi und die übrigen Arcadengeschäfte auf dem Marcusplatze sind theilweise überfluthet. Die Marcuskirche und die Geschäftsläden sind geschlossen, der Gondelverkehr müßte eingestellt werden. Dienstmänner und Lastträger (facchln) transportiren die Passanten auf dem Rücken. JndrAcetylenfabrik des schweizer Chemikers Raoul Pictet, die sick in dem Pariser Stadttbeile Montmartre befindet, hat eine furchtbare Explosion stattgefunden, bei welcher mehrere Arbeiter ihr Leben verloren. Wie furchtbar die Gewalt war, mit der die Explosion erfolgte, bewiesen die entsetzlich verstümmelten Leichen der Getödteten. Dieselben waren voll-. ständig ihrer Kleider beraubt. Die ei-' gentliche Ursache der Explosion ist noch nicht festgestellt. Ein seltsamer Zufall wollte, daß wenige Stunden vor dem Unglücksfall ein Pariser Blatt eine Aonz brachte, oerzusolge Prof.Berthelot durch Versuche festgestellt hatte, daß das Acetylengas nur dann explodiren könne, wenn man in dasselbe einen .-otygluyenden Draht eintauche oder ein Zewicht von 286 Kilogramm aus einer hyh? Yyn 9 Meter fallen ließe. ' ufl s'S i,Ce2 Citrö

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