Indiana Tribüne, Volume 20, Number 55, Indianapolis, Marion County, 11 November 1896 — Page 1
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V 0 T rlC AsV rlC o I M AO IA fiA -V ii i r i i u v v y o w vy w v w Office : No. 18 Cüb Mabama Straße. Indianapolis, Zndiana, AUttkyoch, öen . November 1896. Jahrgang 20 No. 55
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Der Telegraph" schreibt : ar c.. v: :v v:. n?.t: . won onciana wwu ic wcmiiuu uui s0 ücx unb ctt cintrcten, da die neu erwählte Legislatur überwiegend republikanisch sein und ohne Zweifel stark auf völlige Prohlbinon lossteuern wird. Und wie auf die aroße demokratische Schlappe von 1894 die glorReiche Erwählung Taggart's in 1895 folgte, so wird sich dann wieder ein demokratischer Sieg in unserer nächsten Stadtwahl ergeben." ES hat doch wahrhaftig keinen Zweck, sich jetzt, nachdem kaum die Wahl vorüber ist, sich mit der nächsten Stadtwähl zu beschäftigen. Ein Jahr ist eine lange Zeit und die nächste Wahl kann man einstweilen getrost der Zukunft überlassen. Aber die Lüge müssen wir festnageln, daß die nächste (l,Zst? iift,ffoinh rhiiMtfrttl?sA ijiviMtM. MVbiviQi. sein und stark aus völlige Prohibition lossteuern wird. In gemeinschaftlicher Sitzung werden die Republikaner allerdings eine genügende Mehrheit haben, um einen Republikaner als Bundessenator zu wählen. Weiter aber geht ihre Stärke nicht. Sie haben im Hause 61 Stimmen, genau so viel wie nöthig ist, um irgend ein Gesetz zu Passiren. Aber eS ist noch nie vorgekommen und wird so leicht nicht vorkommen, daß alle republikanischen Mitglieder für eine Temperenzmaßregel, geschweige für m m eine ProhldttlonSmaöreget tlmmen. Man darf getrost behaupten, daß in der nächsten Legiölatursitzung don Prohi &ttion gar nicht die Rede sein wird. Mit den VrobibitionSaelüsten ist eS in 3nbiflna überhaupt vorbei, womit nicht rt,srtrtf r,: cnn hn(t ;rn,v IÖ I Ö v "p iV7 , iunv ein Crank finden kann, der einen dabw .jenden Vorschlag macht, jedoch nur, um densel en nachher für immer im Papierksrb verschsinden zu sehen. Sollte aber trotz alledem wieder eine derartige Gefahr entstehen, dann wird man sie zur geeignete Zeit wohl ebenso gut wie früher abzuwenden wissen. Wenn die vergangene Wahl in dieser Sache überhaupt einen Einfluß gehabt hat, dann hat sie ihn in entgegengesetzter Richtung gehabt, denn schon &TV, ,T ' lalS Mayortkandrdaten einen Mann i.Lk r. i i: . a.i...CT:i v i. aufzustellen, der voraussichtlich eine liberale Politik befolgt. Blätter vom Schlage deS Telegrgph" wissen nicht? Anderes, als bei Zeder Geleaenieit da VrobibitionSI U , - ' gespenst an die Wand zu malen. Sie sten darin doch etwa vorsichtig sein b M txXm H die Nicholson Bill ohne die Unterschrift eine demokratischen GouvernörS keine Gesetzeskraft hätte erlangen können. Sie ssllten nicht vergessen, daß dieser demokratische Gouvernör sowohl die persönlichen Vorstellungen deS Herrn Tlbert Lieber, wie die schriftlichen Vorstellungen deS Redakteurs dieses BlatteS, sowie überhaupt alle Vorstellungen von liberaler und deutscher Seite gänzlich unbeachtet ließ. . Wie gesagt, jedwede Temperenz gesetzgebung in der nächsten Legislatur ist eine Unmöglichkeit, ek müßten sich denn Demokraten finden, Kelche ach dem Beispiele des GouvernörS den Republikanern hilfreiche Hand leisten, falls die Republikaner überhaupt ge neigt sind, in dieser Richtung etwaö zu n, was wir bezweifeln. Aber eS giebt Leute, welche die Po litik von keinem anderen Gesichts punkte auS betrachten können, als von dem der Temperenzgisetzgebung. Diese Leute lind zumeist unter den SaloonkeeperS zu finden und zwar Hauptfach lich unter den irischen. Wie in jeder Klasse, so giebt eS auch unter den SaloonkeeverS vernünftige und unvernünftige Leute. Die irischen Saloon keeperS gehören meist zu den letzteren. raG&fA?;a n r 5. r, IkI s iv v v it u wtUtuiivt; uß ?e vu wm, tu nw u I n r . c x. ... e.t moirauiq ur cm Beroreqen oai I ten. Sie find kurzsichtig genug zu glauben, daß eS in der ganzen Welt keine Interessen gebe, welche den ihria awunw siad. I Nun nehmen wir eS keinem Menschen übel, wenn er in der Politik vor Allem nach seinen eigenen Interessen sieht. DaS thun unter hundert Men schen neunundneunzig. Wir rechnen eö ihm auch nicht an wenn er sich in Bezug auf daS, waS in seinem Interesse ijr, irrt. Irren ist menschlich. WaS wir aber übel neh men. daS ist die Selbstüberhebung und 'die Unduldsamkeit. Es hat kein Nensch
daö Recht zu verlangen, daß die ganze
übrige Welt sich nach ihm richte. Zn dieser Beziehung ist der irische Saloonkeeper der schlimmste, und eö ist schwer, ihm zu Gemüthe zu führen, daß er eö dadurch oft mit seinen besten Freunden verdirbt. ES find unS verschiedene unter ihnen bekannt, welche in der letzten Zeit mit Leuten von anderer politischer Gefinnuvg als sie, ihre GeschäftSverbindüngen abgebrochen haben. DaS ist politischer Boycott. 3m politischen Boycott kann auch der Stiel umgedreht werden. Eö giebt auch Goldleute, welche Bier und Schnapö trinken, und welche sich wohl hüten würden, Wirthe zu besuchen, welche sich auf den politischen Boycott einlassen. Der politische Boycott kann unter Umständen sehr gefährlich werden. Wir haben sehr viel Lust, die Namen der Betreffenden zu veröffentlichen, aber daö hat ja keine Eile. Vielleicht thun wirö noch, vielleicht auch nicht, je nachdem Einstweilen begnügen wir unö die Betreffenden daran zu erinnern, daß eS außer ihnen auch noch Menschen giebt, welche die Freiheit der politischen Ueberzeugung beanspruchen. - Bi(is)liiiid)iiis)lni. Inland. Wetterbericht. Bewölktes Wetter, viel kälter heute Nacht; kälteres, schönes Wetter am Donnerstag. Gestrige Temperatur: 8 Uhr Morgens, 28 Grad, Minimum 23 Grad. DaS allgemeineGoldangebot. Washington, 10. Nov...Daö Schatzami gab heute 327,000 in Goldmünzen und $21,000 in Barren ab, wonach der Bestand der Reserve $121,526,304 beträgt. An Gold wurden in New Jsrk und San Francisco vereinnahmt $1,034,700. Die Nachfrage nach Noten in allen Beträgen ist so groß, daß daS Schatzamt kaum soviel beschaffen kann, als gefordert wird. Zn dielen Fällen derangen die Inhaber deS GoldeS Bundeönoten in großen Beträgen, welche sich zu Reserven ebenso eigenen wie Gold, aber sie nehmen auch ShermanNoten und nöthigenfallS Silbercertisikate und kleinere Denominationen. Die Berichte auS allen Landektheilen zeigen, daß daS in letzter Zeit bezogene Gold lediglich zum Aufspeichern benutzt worden ist, und jetzt bei den Unterschatzämtern gegen daS bequemere Papiergeld ausgetauscht oder bei Banken deponirt wird, und so wieder in daS Schatzamt zurückkehrt. In New Aork läßt sich die Nachfrage nach Papier kaum bewältigen und in mehreren Fällen hat man das Papiergeld erst von anderen Unterschatzämtern kommen lassen müssen. Die Reserve überstieg heute 120 Millionen und man erwartet eine weitere Steigerung deS Goldvorrathö vor Ablauf deS SahreS. Die erwartete Entwickelung deS GeschäftS wird auch die Einnahme an Zöllen und Jnlandfteuern bedeutend erhöhen, so daß daS Defizit deS Schatz amteS vor der Inauguration McKinleyS noch bedeutend herabgesetzt werden wird. DieVenezuela-Angelegen-heit. Washington, 10. Nov. Die Erledigung der Venezuelafrage durch ein Schiedsgericht ist eine abgeschlossene Thatsache. Alle Arrangements sind vollendet und alle Einzelheiten deS Ar bitrationSvertrageö zwischen den Ver. Staaten und Großbritannien sind arrangirt. Die endgiltigen Bedingn gen deö Vertrage? wurden gestern Abend festgesetzt, nach London gekabelt und dort angenommen. Der Vertrag bezieht sich nur auf Venezuela und schließt keinen allgemeinen Arbitra tionSvertrag für alle späteren Dispute zwischen England und den Ver. Staaten ein. Daö Schiedsgericht wird aus fünf Mitgliedern bestehen, von denen zwei von den Ver. Staaten und zwei von Großbritannien ernannt wer den. Diese vier werden daö fünfte Mitglied erwählen. Venezuela wird in der Commission nicht direkt vertre ten sein. Der Bertrag Hellt sechzigjährigen unbeanstandeten Besitz alö Qrund für ferneren rechtmäßigen Besitz angesie delter Distrikte fest.
König OScar don Schweden und
Norwegen ist durch den Vertrag zvischen den Ver. Staaten und Großbritanien als fünfte Mitglied deö Schiedsgerichtes erwählt. Die anderen vier Mitglieder der Commission werden, zwei vom Lord Oberrichter von England, zwei vom Oberrichter der Ver. Staaten Supreme Court ernannt werden. Der Vertrag wurde gestern Abend in der britischen Botschaft abgeschlossen. Sir Julian Pauncefort vertrat die Königin von England und Sekretär Olney die Ver. Staaten. Die Torrenö - Bill verfassungöwidrig. Ottawa. Zllö., 10. Nov Ein Erkenntniß deS Suvremegerichtö von Illinois erklärte heute daö von der Legislatur von Illinois angenommene TorrenS'sche Landbesitztitel-Gesetz für verfassungswidrig. m in Ausland. Au ö Deutschland. Fried r. Nietzsche. Eine BeftelI u n g.-E in sozialistischer Sieg. B er l in, 10. November. Li Hung Tschangö Besuch in Deutschland hat soeben die ersten Früchte gezeitigt. China bestellte in Clbing und Schichau 4 Torpedo-Zerstörer von 32 Knoten Schnelligkeit. Zn einem Jahre wird die Bestellung abgeliefert. In Voriger-Woche wurde berichtet, daß Friedrich Nietzsche in dumpfes Brüten verfallen sei und seine vier Wände nicht verlasse. Run fand man aber im Fremdenbuche deö, Wirths hauses auf dem Hohentwiet (der Bergbeste im Württembergischen Schwarz waldkreise, welche besonderö alö Schauplatz von Schesselö Ekkehard" bekannt ist) folgenden Eintrag : Ich kann mir keinen größeren Gegensatz denken, alö Poesie und Fremdenbücher. Friedrich Nietzsche." Mit meinem Bruder hier anwesend am 18. September 1896. Elisabeth Förster - Nietzsche." Karl Schulz,, Krankenwärter bei Nietzsche'ö." Eö kann demnach kaum einem Zweifel unterliegen, daß die? der Philosoph Nietzsche war; nicht bloö der Name, sondern auch der Spruch und der Krankenwarter deuten darauf hin. Nietzsche ist also noch im Stande, größere Reisen zu machen und Gedanken aufzuzeichnen. 3n der Wohnung deö kürzlich verhasteten Anarchisten Graab hat die Berliner Polizei eine außergewöhnliche Photographiensammlung gefunden, die man füglich alö ein Gegenstück zu einem internationalen Verbrecheralbum bezeichnen könnte. Diese Gallerie enthält die Portraits sämmtlicher bekannten Detectiveö aller zivilisirten Völker der Erde und auf der Rückseite befindet sich eine kurze Beschreibung deö Original? mit Angabe seiner charakteristischen Eigenschaften. Diese kleinen EssahS wäre in deutscher. frastzSfisqer, englischer, russischer und polnischer Sprache gedruckt, offenbar für den Gebrauch der Genossen in der ganzen Welt. AuS der im ReichStagSwahlkreise Brandenburg. Westhavelland nothwendig gewordenen Stichwahl, bei welcher sich der konservativ-agrarische Candidat Landrath v. Löbell in Rathenow, und der Candidat der Sozialdemokraten, Schriftsteller P?uö, gegenüberstanden, ist letzterer mit der knappenMajorität von 35 Stimmen alö Sieger hervorgegangen. Die Nachwahl war nothwendig geworden durch daö Ab leben deö bisherigen nationalliberalen Vertreters, Gutsbesitzer Wiesike. Der Wahlkreis war seit 1870 fast immer liberal vertreten; nur in einer LegiSla turperiode besaßen die Konservativen daö Mandat. Allmählich aber ist die Sozialdemokratie auch dort stark angewachsen. Wieder ein B lutbad. C o n ft a n t i n o p l e, 10. November. Der Bericht, daß in einem armenischen Dorfe nahe Caesarea ein Blut bad stattgefunden habe, in welchem 60 Personen getödtet wären, war nicht übertrieben. Im Gegentheil. ES pellt sich jetzt herauö, daß daö Gemetzel blutiger war, alö zuerst gemeldet wurde. Dasselbe fand im Dorfe Cverek statt; eö wurden 100 Personen getödtet und die Häuser fast aller Armenier geplün dert.
L o n d o n, 11. Novber. Eine Depefche der Daily News" von ConstanAI 4 tf t - a . v i . - m
inspel jagr: vas lulvao m zvtxtz bantttt von Freitag, den 30. Oktober, zur Mittagszeit anfangend, bis zum Sonntagabend und wurde durch Trup pen von Caeserea endlich unterdrückt. Die Armenier sagen, daß 300 Perso nen getödtet wurden." Entlassen. L o n d o n, 10. Nov. Frau Walter M. Caftle von San Francisco, die am vorigen Freitag von den Clerkenwell Assisen zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt wurde, nachdem sie sich auf Anrathen ihrer Anwälte des Ladendiebftahlö schuldig bekannt hatte, wurde heute auö Gesundheitsrücksichten auf Befehl deö Home Sekretärs. Sir Mathew White Ridley auö dem Womwood Gefängnisse entlassen. " Johann Ort HS Nachlaß. St. Gallen, Schweiz, 10. Nov. Ein Cantonal - Gericht hat an die Bank in St. Gallen den Befehl erlassen, den Verwandten der Gattin deö seit langer Zeit verschollenen Erzherzogö .Johann Nepomuk Salvator von Oesterreich die Summe von 1,000.000 Franc auszuhändigen, welche derselbe vor seiner Abreise nach Südamerika deponirt hat. Bekenntlich entsagte im Jahre 1889 der Erzherzog, der jüngste Sohn deö GroßherzcgS Leopold deö Zweiten von Toöcana seinem Range, seinen militauschen Titeln, nahm den bürgerlichen Namen Johann Orth an und verschwand spurloö mit seinem Schiffe auf der Fahrt nach Südamerika. .Daö Volk in Wien ist noch immer der Meinung, daß Johann Orth noch n Leben sei und in irgend einem Winkelnder Welt mit seiner. Gattin, der Sängerin Marie Stubel lebe. Allerlei. Das Schwurgericht in Marburg verhandelte gegen den 26jährigenMalergehilfen Klein, der im dori in.r r i . f. l ngen ?esangriiy unicrgeoracgi roai und von da in's Zuchthaus übergeführt werden sollte, wo er eine zehnjährige Zuchthausstrafe wegen mannigfacher Einbruchdiebstähle abzubützen hat. Wenige Tage vor der Ueberführung überfiel er den Gefangenenaufsehe? Sauer, schlug ihn nieder und verletzte den zu Hilfe eilenden Obergefangenenaufseher Lautenschläger nicht unerheblich. Wegen Mordversuchs, Körperverletzung und Widerstandes erhielt Klein weitere 5 Jahre Zuchthaus. I n Schottland gibt eS einen Arzt, Harrey, welcher Tag für Tag im Wagen auf den Dörfern um herfahren muß, wo sich seine Kranken befinden, welche oft sehr weit von seinem Wohnorte entfernt sind. Er hat sich deshalb die Unterstützung einiger Brieftauben gesichert, von denen er jeden Tag mehrere mit sich nimmt. In Fällen dringender Noth sendet der Arzt einen dieser geflügelten Boten mit den nöthigen Anordnungen nach seiner Behausung. Sobald eine Brieftaube im Taubenschlag angekommen ist, untersucht sein Diener die Flügel der Taube und nimmt unter ihnen das Rezept hervor, welches er sofort zur Apotheke bringt. , Dann eilt er mit dem Medicamente nach dem ihm angegebenen Ort. Der Arzt hat auch die Gewohnheit, bei Personen, deren Zustand sich jeden Augenblick verschlim mern kann, eine oder mehrere seiner Brieftauben zurückzulassen, damit er in dringenden Fällen sofort durch eine derselben herbeigerufen werden kann. D i e Frau des bekannten französischen Scharfrichters Deibler in Paris ist gestorben. Deibler, den seit der Hinrichtung der Anarchisten Vaillant und Emile Henry kein Hauseigenthümer mehr als Miether aufnehmen wollte, weil die Anhänger und Freunde der Hingerichteten das Leben und auch die Wohnung aller Personen bedrohten, die in dem . Processe eine Rolle gespielt haben, war gezwungen, sich ein eigenes Heim zu gründen, und kaufte in dem Stadtviertel Anteuil ein kleines Haus mit Garten, wo er mit seiner Familie in stiller Zurüögezogenheit ein ruhiges Dasein führte. Die Verstorbene war die Urenkelin des Henkers Samson, der Ludwnz XVI. hinrichtete, und in dessen Familie das Amt von Vater auf Sohn überging. Deibler, der als erster Henkersgehilfe unter dem Scharfrichte? Roch thätig war, heirathete die Urenkelin Samson's nach dem Tode seines Meisters, dessen Amt ihm zufiel.. . Dieser Tage ging einem in Wiesbaden wohnenden Amerikaner, der einen Theil seines Vermögens bei einem Bonner Vankhause niedergelegt hat, seitens des Bankhauses eme An frage zu. ob u thatsächlich die Rück
Von der GrZpK. Wie Dr. Milcö' Nervine einem von KentuckyS Geschäftsmänner die Gesundheit wiederbrachte.
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Keine rankhnt hat jtmal s diele kigenthSmIich keilen gezeigt, wie die Gnpve. eine rankhnt läßt ihre Opfer so geschwächt, unfähig. Ichlaslok, uervenlo wie tit Grippe. Herr D. W. HUto. EtaatS.Zlgent der Mutual Lise Insurance So. von Kentucky. sagt : .Ja 1889 und 90 hatte ich zwei schwere nfälle dn Grippe, von denen der letzt mein Nervensystem so bedenklich zerrüttete, daß man an meinem Lebe ver zwnselte. Zm Monate lang genoß ich keine Schlaf, auher mit Hilfe von Schlafmitteln, die mich zwar be täubten, aber keine Erholung gewahrten. Ich war mich nur einer große geistigen Schwäche, todtdrin gen der körperlicher Schmerzen und der Thatsache be wukt. datz ich stündlich schwächer wurde. In diefem Zustande verlachte ich et mit Dr. Mikr Nestorative Nervine. Nach zwei Tagen gewahrte ich eine merkliche Besierung und nach Verlaus eine Mo vatZ war ich hergestellt, zum großen Erstaunen Aller, die meinen Zustand gekannt. Ich erfreue mich seither ausgezeichneter Gesundheit und habe Ihre Heilmittel vielen mnner Freunde empfohlen. LoulLvllle. 22. Jan. 1336. $. O. HUto. Dr. Mileö' Heilmittel machen gesund. zayiung seines CaMls wünsche. Der Herr bat bestürzt um Aufklärung, da er weder Zins- noch Capitalsrückzahlung verlangt habe. Hierauf erhielt er von der Bank die Mittheilung, daß bei ihr einBrief mit seiner Unterschrift eingelaufen sei. worin um CapitalrückZahlung postlagernd Wiesbaden gebeten werde; jedoch hege sie Zweifel an der Echtheit der Unterschrift und habe deshalb angefragt. Auf Anrathen der Polizei sandte die Bank einen Brief postlagernd Wiesbaden ab, in dem aber nur Papierschnitzel enthalten waren. Die Post wurde benachrichtigt und es gelang, den Betrüger zu verhaften. Es ist ein gewisser Kaufmann Jörn aus Gera, der schon seit einigen Jahren hier weilt und mit den Verhältnissen des Amerikaners genau bekannt geworden war. Am Donnerstag, den 12. November, Nachmittag? und Abend?, veranstalten die Frauen der evang St. Johannes Gemeinde, Ecke Süd East und Dunlap Str., ein Kaffeekranzchen, wozu Mitglieder und Freunde freundlichst eingeladen sind. Wenn ihr ein gutlS Mittel hben wollt Suer Blut zu reinigen die Nerven zu stärken und die Constitution zu kräftigen, gebraucht Hood's Sarsaparilla. Gibraucht nun Hood'ö. Hood'S Pillen heilen Brechreiz. Kopfschmerzen auS dem Magen und UnVerdaulichkeit. 3n des Friedensrichters Lockmannö Ofsice kam gestern Morgen roährend einer Gerichtsverhandlung ein betrunkener Mann und verlangte in der größten Aufregung einen Haftbefehl gegen den ihn verfolgenden Konstabler auS MartinSville. Kaum hatte er die näheren Umstände angeführt alö auch schon der Konstabler hineintrat, bei dessen Anblick der Betrunkene förmlich rasend wurde, so daß sich schließlich mehrere Männer aus ihn werfen mußten, ehe der Konstabler im Stande war ihm die Handschellen anlegen zu können. Er erzählte später, daß der Mann wegen eines Vergehens zu $15 Strafe verurtheilt war und da er zur bestimmten Zeit daS Geld nicht abgeliefert hatte, habe er sich hinter ihm her gemacht. Leider konnte man keine Namen erfahren. Der New York Store. lEtablirt 1853.) Hemdenkragen für Männer. Ein großer Einkauf. 600 Dutzend garantirte leinene Kra gen für Männer, in neuester Mode, alle Großen. Besser wie die meisten Kragen, welche zu 15c das Stuck verkauft werden. Für 2 Tage sind selben zu haben für die U, das Stück, oder 6 für felM Wz 1! s.
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