Indiana Tribüne, Volume 20, Number 53, Indianapolis, Marion County, 9 November 1896 — Page 1
O A 0 AO 0 ttS rlO tP O US A A svO l5 yy iy w v w l AV o o y v Office : No. 1s Güb Alabama Straße. I hrgang 30 Indianapolis, Zndiana, Montag, Jen 9. November j.896. No. 53
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Inland. Wetterbericht. Wärmeres, wolkiges Wetter heute Nacht; warmer, womöglich etwas vit aen oder Scknee am Dienstag. Gest rige Temperatur: 8 Uhr Morgens, 28 Grad, Mmlmum 28 Grad. Auö K entucky. L o u i S v i l l e, 8 SZovember. 3m republikanischen Hauptquartier wird mit Bestimmtheit eine Mehrheit für McKinley erwartet. Die offizielle Zahlung ergiebt biS jetzt 445 Mehrheit für denselben und man glaubt, daß die noch ausstehenden die Mehrheit eher vermehren als vermindern werden. ES wurde im Staat die riefige Zahl von 425.000 Stimmen abgegeben, eine Zunahme von 70,000 gegen voriges Jahr. .,, Verunglückte blinde Passa g i e r e . Wellö ville, N. I , 8. Nov. Zwei Männer und ein Knabe, welche versuchten, in einem mit eisernen Nöhren beladenen Frachtwaggon der Eric Eisenbahn eine Fahrt zu stehlen, wurden in letzter Nacht getödtet, als eine Rangirlokomotive den betreffenden Frachtwaggon auf ein anderes Geleise führte und die eisernen Röhren durch einen plötzlichen Ruck durcheinander geworfen wurden. Die Verunglückten wurden furchtbar zerquetscht. Einer der Todten wurde als Dick Allen, ein Neger von Boston, Mass., identifizirt und der Knabe wurde als Harry Baker, von Athens, Pa , erkannt. Der dritte Todte ist ein starker Neger, dessen Name unbekannt ist. Ein Coroners Jnqukst fand statt und die Erie Compagnie wurde von aller Schuld freigesprochen. , , Ausland. Allerlei auö Deutschland B e r l i n, 7. November. Seit langen Jahren hat keine amerikanische Präsidentenwahl mehr in Deutschland iolchkS Interesse erregt wie die eben zu Ende gegangene. Während der Wocht vor der Wahl brachten die Zeitungen aller politischen Schattirungen Artikel, in denen sie die Fragen, um die sich die Campagne drehte, besprachen. Die allgemein? Anficht geht dahin, daß man, soweit Deutschland in Betracht käme, die Wahl zwischen zwei Uebeln habe, von denen McKinley als das geringere zu gelten haben. Namentlich die hiefigen Finanzkreise verfolgten die (Farn pagne mit gespannter Aufmerksamkeit und man traf alle Vorbereitungen, um möglichst schnell in den Besitz von zuverläsfigen Nachrichten zu gelangen. Mehrere Banken und ähnliche 3nstitute erhielten am Mittwoch fortwährend Kabelgramme, die sie über den Stand der Dinge aus dem Laufenden erhielten. Auf den Börsen herrschte ein flotteö Leben und eS wurden bedeutende Geschäfte in amerikanischen PaPieren erledigt, als man sah, daß McKinleyS Sieg so gut wie gesichert sei. In geschäftlichen Kreisen dagegen ist daS Gefühl ein weniger zuversichtliches, weil man Angst hat vor einem neuen Hochzollgesetze. Die weiteren Enthüllungen der Hamburger Nachrichten" nehmen immer noch daS allgemeine Interesse in Anspruch. Die Antworten im Reichsanzeige?" stammen, vom Reichskanzler Hohenlohe und vom Minister der auSwältigen Angelegenheiten, Baron Marschall v. Biederstem. Erlanzler Graf v Coprivi, welcher immer noch in der ländlichen Einsamkeit seines Gut:S weilt, ist verschiedentlich von seinen Freunden aufgefordert worden, sich gegen die Angrisse der Biömarckpresse zu vertheidigen, allein er hat dieS auf S Bestimmteste abgelehnt und gedenkt auch fernerhin Stillschweigen zu bewahren. Fürst Biömarck ist immer noch in bitterer Stimmung, wiewohl die AnWesenheit seines jüngeren Sohnes Wilhelm wesentlich dazu beigetragen hat, seinen Groll und seine Ausregung zu mildern. Gesundheitlich geht eö ihm besser als seit vielen Monaten. Nachrichten von Hamburg und Friedrichöruh besagen, daß alle Bewegungen BiSmarckS, die Personen, die ihn besuchen, ja sogar die Correspondenzen, die er empfängt scharf beobachtet und bewacht werden. Diese Spionage ist
wahrscheinlich auf die Initiative der Regierung zurückzuführen und sie wird geleitet durch den Lieutenant von Bobmer von der politischen Polizei, dem ein ganzes Corps gewiegter Detektivs
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untergestellt ist. Die Hamburger Nachrichten" sagen heute in einem weiteren Artikel: Fürst BiSmarckS Gegner sind die Zei tungen, aber nicht daS Volk " Der Correspondent der Associirten Presse erfährt heute, daß die Antwor ten, welche der Reichöanzeiger" auf die Artikel der Hamburger Nachrichten" brachte, mehr für die Höfe von Rom und Wien als für den Fürsien Biömarck bestimmt waren. Noch heute kennt man weder in Wien noch in Rom den Wortlaut deS von dem Fürsten adgeschlossenen Bündnisses mit Rußland, und man wünscht lebhaft, darüber reinen Wein eingeschenkt zu erhalten. Die deutsche Negierung aber stellt sich auf den S.andpunkt, daß daS Versprechen, den Vertrag geheim zu halten, auch heute noch bindende Kraft sür sie habe. Unter dem Kommando deS Prinzen Heinrich wird demnächst ein Geschwader, bestehend auS den Panzerschiffen König Wilhelm, Sachsen, Württem berg und der Gesion nach Stockholm und Christian fahren. Der Prinz wird eine längere Unterredung mit König Oökar haben und er hat Vollmacht, mit dem König wegen deS BeitritteS von Schweden und Norwegen zum Dreibunde zu unterhandeln. 3n der Vosfischen Zeitung" sind mehrere, angeblich von einem hohen Btamten deö Ministeriums der auSwärtigen Angelegenheiten stammende Artikel erschienen, welche bedeutende? Aussehen erregt haben. Der Versasser beschäftigt sich mit der politischen Stillung der westindischen Inseln, bespricht die Monroedoctrin, bestreitet den Ver. Staaten daS Recht, sich in die politischen Beziehungen der westindischen Inseln zu mischen und deutet an. daß Deutschland in naher Zukunft die dortigen dänischen Besitzungen kaufen werde. Berlin, 8 Nov. Gestern Abend zirkulirte hier ein Gericht, daS allge mein Glauben fand. Eö hieß nämlich, daß der Kaiser vom Fürsten Biömarck verlangt habe, nach Berlin zu kommen, um mit ihm und dem Fürsten Hohenlohe eine Covferenz über die bekannten, in den Hamburger Nachrichten" veröffentlichten Enthüllungen über das früher bestandene deutsch-russische Defensivbündnlß zu haben. Fürst Hohenlohe, der in eine sehr schmierige Lage gebracht ist und den Wunsch nach einem ruhigen offiziellen Leben hegt, hat vorgeschlagen, daß beide, der Kaiser und Fürst Biömarck Schritte thun, um eine sofortige Einstellung ihrer Streitereien, welche den Frieden Europa'S gesährden, herbeizuführen, llnter den eifrigsten Anhängern des Fürsten Biömarck herrscht die Anficht, daß die Sache schon zu weit getrieben sei und daß die Controverse eingestellt werden müsse, keiner deselben hat aber bis jetzt einen Plan vorgeschlagen, auf Grund dessen daö geschehen könnte. AuS München, Carlsruhe und anderen Plätzen, wo Fürst Biömarck in hohem Ansehen steht und einflußreiche Freunde hat, weiß man positiv, daß dem Fürsten Vorstellungen gemacht wurden, den KurS, welchen er eingeschlagen hat, nicht weiter zu verfolgen. um gefährliche Wirren zu vermeiden. Abgesehen von der Verantwortlichkeit für die Enthüllungen deö deutschrussischen NeutralitätSvertrageö und anderer gemachter Enthüllungen, ist in Berlin die Sache besprochen, ob Dr. Hoffmann, der Redakteur der Hamburger Nachrichten" nicht angeklagt werden sollte; eö wurde aber beschlossen, von einer Anklage abzustehen, weil dieselbe nicht möglich sei, ohne auch den Fürsten Biömarck selbst unter dem Artikel deö Strafgesetzes, unter welchem Graf von Arnlm und Dr. Geffken prozessirt, verurtheilt und eingekerkert wurden, zu verfolgen und der Kaiser würde ein solches Verfahren unter keinen Umständen erlauben. Bloß ! P a r i ö, 8. Nov. Martin" verkündet, daß Sidney Odanna in Paris angekommen ist und beabsichtigt, in den französischen Gerichten eine Klage gegen die deutsche Botschaft anhängig zu machen. Er verlangt 37,650,000 Francs Schadenersatz. Odanna hat soeben einen Otrafter-
min in einem Berliner Gefängniß beendet. Er war wegen Intriguen zum Zwecke, einen französisch - deutschen Krieg zu veranlassen, verurtheilt. Er behauptet, daß er unschuldig verur-
theilt wurde. Noch mehr Kanonenfutter. L o n d o n.9. Nov. Eine Madrider Depesche deö Standard" sagt, daß die spanische Negierung vor Mitte De zember 20,000 Herbftrekruten nach Cuba absenden werde. Ochisfö Nachrichten. Angekommen in : New Jork: St. Paul" von Southampton, Umbria" von Liver Pool. Abgefahren : Campania" von Liverpool; Russia" von Hamburg; Mississippi" von London; Spaarn dam" von Rotterdam; Fulda" von Neapel; Willehad" von Bremen; State of California" von Glasgow; La Bourgogne" von Havre. Angekommen : La Champagne" von Havre und Veendam" von Rotterdam. Havre: La Bretagne" von New Jork. allerlei. Das Lümmel löckleinwar in Roseburg, Ore., bisher nur sür die männliche Jugend dasSrgnal zum Heimgehen. Da aber auch die Mägdelein am sväten tobend allerlei Allotria treiben, sollen die Bestimmungen der betreffenden Ordinanz auch auf das schöne Geschlecht ausgedehnt werden. ' Ein merkwllrdigeZ Urtheil wurde jüngst von einem Richter- in Effex - County. N. I., gefällt. Einen Mann, der auf die Anklage, einen Re genschirm gestohlen zu haben, verhaftet worden war, entließ der Richter mit der Bemerkung, djg seines Wissens Regenschirme nie gestohlen, sondern stets nur geborgt würden. . Die größten Städte des Landes, nämlich New JorZ, Chicaa.o. Philadelphia. Brooklyn, St.' Louis, Boston, Baltimore, San Francisco, Cleveland, Buffalo. New Orleans und Pittsburg. sind nicht im Bundessenate vertreten und haben seit Jahren keine Vertretung im Senate aedabt. DerschnellsteTraberder Welt ist John R. Sentry-. welcher kürzlich bei dem Rennen in Portland, Me.. eine Meile in 2.00z Minuten zurückgelegt hat. Das Thier stammt in zweiter Generation von George Wilkes" und in erster von Hambletonian 10-. Sonderbare Rache nahm Christopher Winters in Nutley. N. I. Während einer Nacht hatten Diebe seinem Quittengarten einen Besuch abgestattet und die sämmtlichen Quittenbäume ihrer Früchte beraubt. Christopher gerieth darüber in eine derartige Wuth, daß er schwur, nie würden die Gauner ihm wieder eine Quitte stibitzen. Mit einer Azt hieb er sodann die sämmtlichen Quittenbäume nieder. Der 11 Jahre zählenden Tochter des unweit von Osakis.Minn., ansässigen Farmers Friedrich Schwarz hat eine Unvorsichtigkeit das Leben gekostet. Das Mädchen band ein Seil, an welchem es eine Kuh führte, um den Leib, und trat den Heimweg an. Unglücklicherweise wurde das Thier durch das Bellen eines Hundes scheu gemacht und rannte davon. Das Kind stürzte zu Boden und wurde mitgeschleppt. Als man die Verunglückte aufhob, war sie bereits eine Leiche. Als Bertreter von 80 japanischen Baumwollfabrikanten hat kürzlich Herr Tsurutani aus Kobe den Staat Texas bereist, um Verbindungen mit den ersten Vaumwolleproducenten und Exporteuren behufs direkter Versendung tezanischer Baumwolle nach japanischen Häfen anzuknüpfen. Derselbe versicherte, die dortigenJndustrielsen beabsichtigten, fernerhin in gleicher Weise alljährlich Einkäufer nach den Vereinigten Staaten zu entsenden, wie das seitens der europäischen Spinner geschieht, statt wie bisher ih Einkäufe in England zu machen. Die erste directe Versendung von texanischer Baumwolle über San Francisco per Dampfer nach Japan soll in Kürze erfolgen. Dem Einbrecher Edward Turner in Asbury. N. I.. ist seine ßroßmuth verhängnißvoll geworden. Der Bursche verübte einen Einbruch in die Wohnung ein?r Frau Vail, packte die alte Frgu bim Halse und verlangte Geld von ihr; als er aber hörte, daß Frau Vail selber in Noth war und nicht einmal etwas zu essen hatte, ließ er von ihr ab und sandte ihr so gar eine Anzahl Lebensmittel. Die Kiste, in welcher dieselben verpackt waren. war mit einer eigenthümlichen Sorte Schnur zugebunden, und die Polizei ermittelte durch diesenUmstand den Grocer. bei welchem die Lebensmittet gestohlen waren, und dannTurner. Derselbe befindet sich jetzf im ountygefangntß W Freehyly,
EineFeuersbrunst brachte an das Licht, daß der in Canton. Vradford County. Pa.. ansässige Farmer Martin Morse die barbarische Gepflogenheit hatte, die 90 Jahre alte Großmutter seiner Frau angekettet zu
halten. Neulich Nachmittag sahenNach barn Rauch durch das Dach desFarm Hauses dringen. Als sie hinzueilten. fanden sie die Thuren und Fensterladen geschlossen, aber durch das Knistern der Flammen horten sie leises Wim mern. Das Haus wurde erbrochen. und in der mit dichtem Rauch erfüllten Stube fand man die alte Frau Serry an der Wand festgekettet und mitMühe wurde sie vesreit. Man vermuthete, daß em Verbrechen vorliege, und such te nach Morse. Man fand den Farmer m emem Felde, em Vlertelmerle von seinem Hause weg, arbeitend. Als man ihm von dem Brand und der Gefahr, m welcher sich fei? alte Frau befand, Mittheilung machte, erklärte der Farmer kühl, es sei beim ihm Brauch, die Frau anzuketten, da sie kindisch sei. und sich sonst Schaden zufügen könne. Mit einem Korbe Weintrauben hat neulich Frau Mary Pinder auf Staten Island das weise Haupt eines Richters bearbeitet, der ihr mit dem Gefängniß gedroht hatte. Sie war wegen Trunkeüheit verhaftet, vom Richter jedoch nach eindringlicher Ermahnung wieder entlassen worden. Zu Hause fing nun Hold - Mariechen mit ihrem glücklichen Gatten Krakehl an, der die ganze Nacht über dauerte. Der Mann erwirkte am nächsten Morgen gegen sein anmuthiges Gespons einen Haftbefehl. Die Schöne erschien aber ebenfalls beim Richter und verlangte die Verhaftung ihres Gatten. Als der Richter die Frau zu beruhigen versuchte, ergoß sie eine Fluth von Schimpfworten über ihn. und als ihr der Vertreter des Gesetzes mit Gefängniß drohte, versetzte die Megäre dem Kadi einen Faustschlag in's Gesicht. Damit nicht zufrieden, stülpte die Rasende dem Richter einen mitWeintrauben gefüllten Korb über den Kopf, fo daß der Rebensaft in Strömen heruntcrfloß. Erst ein telephonisch herbei2nufener Blaurock vermochte den armen Kadr aus den Handen des 'vüthenden Weibes zu befreien. HdldMariechen muß nun ein halbes Jahr drunlmen. .' Man wird sich deL.von Mülhausen stammenden Gardisten Pröhler erinnern, der sich beharrlich weigerte, die Waffen zu berühren. Zwer Jahre sind zetzt verflossen, seit der Mann zum Militär einberufen wurde. und wahrend dieser Zeit hat er semer Weigerung wegen drei Festungsstrafen verbüßt, zuletzt eine folche von 6 Monaten mit erschwerter Einzelhaft. Jetzt sind die mu ihm Ausgehobenen wieder heimgekehrt, er aber muß noch 1 Jahr in Spandau absitzen. In der festen Ueberzeugung, recht zu handeln, hat er alle Strafen still und ruhig ertragen und sich auch sonst willig gezeigt, nur die Waffen wollte er aus religiösen Skrupeln nicht ergreifen. Seine Familienangehörigen haben unter dem, was den Sohn betraf, der die einzig Stütze der Familie ist. schwer zu leiden gehabt; eö ist mit ihnen seither immer mehr bergab gegangen, so daß sie jetzt in die höchste Noth zu sinken drohen. Der Vater kann fast nichts mehr verdienen, die ebenfalls lahme Tochter nur wenig und die alte kranke Mutter gar nlchts. Der alte Prohler foll sich unter diesen Umständen endlich entschlössen haben, ein Gnadengesuch einzureichen. . Selbst ein schlafender Fakir braucht sich nicht alles gefallen zu lassen. Das ist jetzt gerichtlich entschieden und wird jedenfalls zu Manchefter als Präcedenzfall gelten. Dort wurde in einem Variety-Theater ein Fakir in hypnotischen Schlaf versetzt und laut Programm erst nach einer Woche wieder aufgeweckt; unterdessen aber staunte ihn die Menge an. Nun lud die Leitung der Veranstaltung das Publikum ein, sich dadurch von der Echtheit deö Schlafes zu überzeugen, daß auS seiner Mute sich ein Ueberwachungsausschuß bildete, der den Fakir dauernd zu controliren hatte. Wirklich fanden sich einige Herren, die sich bereit erklärten, eine Nacht beim Fakir zu durchwachen. Mit einer ordeutlichen Batterie Blerflascken verse hen, stellten sie sich Abends ein. Zuerst spielten sie Whist und Poker, aber wie die Stunden verstrichen, wurde ihnen daö zrn zahm, und so begannen sie denn, den Fakir etwas handgreiflich zu .controliren". Dem Kitzeln und Kneifen gegenüber hielt der Indier wacker Stand; als aber Emer ihm die brennende Cigarre an die Nase hielt, sprang er aus dem Sarge und persetzte dem Verwegenen einen wohl gezielten Faustschlag auf das linke Auge. Eine Viertelstunde lang ging eö recht lebhaft zu, dann zog man auf die Sanitätswache. Und der Polizeirichtn entschied, daß brennende Cizarren nicht zu den legitimen Controlmitteln schlafender Fakire gehören. Kürzlich ist in Lyck in hohem Alter der Mann gestorben, der Napoleon im Jahre 1812 bei feinem Rückzüge auö Rußland mit Fuhrwerk über die Grenze nach Kallinoroen gebracht hat, von wo aus der Franzosen kaiser die Flucht über Mqrggrabyw peiterfortM.
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Kopfschmerzen untergraben die Gesundheit. Cte führen ,u EedSchtnitzschwöche. Gereiztheit. Nervd fitüt und geistiger Erschöpfung, eie begünstigen andere Krankdeitssormen. wie: Fallsucht, leiden. Echlagflutz. Wahnsinn u. s. w. Dr. Miles' Nervine heilt. Frau arl . Myer. 201 Hanva et?.. Fort Wahne. Ind.. schreibt unterm 7. Oktober 1894: Ich litt furchtbar a Kopfschmerzen. Schwindel. Rückenschmerzen und Nersösität und lnein Zustand wurde beständig schlechter biS man a meinem Lebe vkrzwrifelte. Wa? immer auch versucht wurde, e brachte nicht die erwünschte Besserung, biS ich UlÜ Dr. SRileS' Nervine anfing. Ich habe fünf Flasche, geaomme, und halte mich jetzt für eine gesunde Iran. Cu wögen diesen Brief deröffenllicdea. wenn Sie wünsche und ich hoffe, datz dadurch da Lebe, mancher anderen kranken Mutter gerettet wird vne da, einige. Zu haben bei alle votheker. Buch öder Herz und Nerven frei verschickt. Dr. Mlleu Medlcal Co., Elkhart, Ind. Dr. Nileö' Heilmittel möcht gesund. Die NegistrirungSlilten im Staate Kentucky enthalten eine Co, lumne, in welcher die Parieizuaehöria keit der Wähler einzutragen ist. AIS nun W. F. Wickles. ein Bürger von Frankfort, um die betreffende Mittheilung ersucht wurde, ließ er neben seinem Namen eintragen elf Dreizehntel Demokrat, zwei Dreizehntel Pvpu list. Zwei junge Burschen, der 16jährige Frank I. Palmer von West Parsonsfield und der 4 Jahre ältere Charles S. Savage von South Ef. fingham. N. H.. sind in Alfred. Mass.. wegen Mordes undBrandstiftung verhaftet worden. Sie sollen am 6. October m West Parsonsfield die bejährte Wittwe Betsey Hobbs ermordet und zur Weroeckung der That deren Haus in Brand gesteckt haben. Der Eine, Savage. hat bereits einGeständniß abgelegt. Nach demselben soll Palmer um sich für eine vor mehreren Jahren für das Zerbrechen einer Fensterscheibe von ihr empfangene Züchtigung an der alten Frau zu rächen dieselbe erschossen haben, wo rauf die Beiden gemeinsam das HauS in Brand steckten. . Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken ensteht durch zu viel Säure im Blut. Hood'S Sarfaparilla Heilt Rheumatismus. Hood'S Pillen find die beste Absühr-und Leber-Medizin sür gamilengebrauch. 25?. Der New York Store, tEtablirt 1853.) Wichtiger SpezialVerkauf von Pelzen diese Woche. Haben Sie die Anzeige davon in der Sonntagözeitung gelesen? Versäumen Sie eö ja nicht zu kommen und die Waaren zu sehen. 1 ""I Clemens Yonnegut 184 & 192 Oft Washington Str. Eisen-und Stahlwaaren Krauthobel, Fruchtpressen, Fleifchhack-Maschinen. Die größte Auswahl von -andwerkzeugen aller Art.
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