Indiana Tribüne, Volume 20, Number 52, Indianapolis, Marion County, 8 November 1896 — Page 9

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Zleverraschungm. Humoreske von Ernst Iahn. Ein Auftrag meiner Frau führte mich eines Tages in . eine bekannte Straßburger Delikatessenhandlung. Da ich nicht zu den regelmäßigen Kunden des Geschäftes gehörte, mußte ich eine Zeitlang warten, bis die übrigen Käufer abgefertigt waren. Unter anderen war da ein Mann, dessen Einteufe gar kein Ende nehmen wollten. Er hatte eine Liste, auf :. der die von ihm gewünschten Eßwaaren verzeichnet waren, und die er mit dem Tone eines Auktionators ablas. Vor dem Ladentische thürmten sich die Blechbüchsen, Gläser und Porzellantöpfe zu einer großen Pyramide auf. -Daß er eine Terrine Gänseleberpastete erwarb, fand ich löblich, ja in Rücksicht auf den Ort des Einkaufs, Straßburg. ganz selbstverständlich. Auch sein Verlancen, Büchsenhummer und Büchsensalm in seinen Besitz zu bringen, schien mir menschlich. Aber aufmerksamer betrachtete ich den Mann, als er (es war zur schönen Jahreszeit der grünen Erbsen) Eonserven dieses Gemüses und endlich aar Conserven von verschiedenen Suppen und condensirt: Milch als Gegenstände seiner Wünsche bezeichnete, was mir unmannUai vorkam. Die genauere Betrachtung führte zu dem überraschenden -Ergeb-riß, daß der Kauflustige kein anderer war, als mein Freund Dr. Bornmüller, der da irgendwo in einem Ilcincn Bogesenstädche'n die Heilkunst ausübte. ' Bornmiiller!" sagte ich, indem ich dem Angeredeten auf die Schulter tippte, wollen Sie etwa eine Nordpolreise antreten, oder sind Sie Wittwer geworden? Sie verproviantiren sich ja, wie wenn die Sündfluth bctior stünde und Sie Koch auf der Arche des Noah wären! Oder haben wir Krieg .und Belagerung zu erwarten?" Bornmüller war sichtlich ein wenig verlegen, faßte sich jedoch und bat den Verkäufer, den Eonserventhurm in transportfähigen Zustand zu bringen. , Dann ersuchte er mich, mit ihm in das anstoßende Frühstückszimmer einzutreten. Er bestellte eine Flasche Rießling und sagte: Da meine brave Frau Gott sei Dank noch lebt, ihre HausHaltungskunst aber Ihnen in der That fragwürdig geworden sein könnte, bin ich genöthigt, Ihnen eine Erklärung zu liefern. Haben Sie schon einmal gebratene Brieftauben gegessen?" 1 Gebratene Brieftauben? Nein. Meines Wissens nicht." Sehen, Sie," so fuhr er fort, im belagerten Paris hat man Affen und Elephanten verspeist, aber ein Gericht prämiirter Brieftauben war selbst den reichen Parisern zu kostspielig. Ich für meine Person habe letzten Sonntag pramnrte Brieftauben zu Nacht ge speist." Ich sah meinenFreund, den ich meh rere Jahre nicht gesehen hatte, beküm mert an. - Sie scheinen mir in Ihrer ländlichen Abgeschiedenheit em ganz greulicher Gutschmecker geworden zu sein, Bornmllller!" sagte ich ernst. Und da wagt ihr entarteten Landbe wohner noch, uns Städtern die Ruhe und Gleichmäßigkeit des Landlebens als die Panacee anzupreisen, die uns zu Sitteneinfalt und zu körperlicher und geistiger Gesundheit zurückführe? Im Ernst, ich finde Ihren Geschmack pervers, Bornmüller!" Mein Fr.ind lächelte. Wohnen Sie erst einmal einige Sonntage bei mir auf dem Lande, in einer sogenannten schönen Gegend, in der Nähe malerischer Burgruinen, die von allen todten und lebenden Dichtern und Versmachern besungen, hunderttausendmal photographlrt, tausendmal in Holz geschnitten, in Stahl gestochen, in Oel gemalt und' in jeder Art gezeichnet worden sind, und an denen überdies r.och der beste Wein im' Elsaß wächst! Dann wollen wir über ländliche Abgeschiedenheit reden. Was aber die gebratenen Brieftauben betrifft, so bitte ich Sie, aus ihnen vorerst noch keine Schlüsse auf meine moralische Gesundhc'lt zu ziehen. Ich verzehrte sie in bester Gesellschaft, aber ich ziehe ihnen gesottenes Rindfleisch unter allen Umständen vor. Sie werden mir fußfällig Abbitte thun, wenn Sie nur erst die Hälfte der Umstände gehört haben werden, die zu diesem nicht so sehr zweifellosen, als seltenen Genusse geführt haben." Bornmüller that einen kurzen aber ergiebigen Trunk aus seinem Glase und fuhr fort: Letzten Sonntag, den ersten wirklich schönen Tag dieses Jähres, sagt meine Frau zu mir: August, die Köchin und das Kindermädchen plagen mich schon lange. Sie wollen endlich auch einmal die Burgruinen besteigen und die fünf ältesten Kinder mitnehmen. Wenn du dich heute Abend mit einer von mir selbst bereiteten Eierspeise und mit Kartoffeln begnügen willst, beurlaube ich sie sofort. Lis neun Uhr können sie wieder zurück sein. Einverstanden! sag' ich. Verproviantire die Rangen und schicke sie in die Berge. Ihr Gelärm und die verwünschte Doctorei Tag für Tag richten selbst die stärksten Nerven zu Grunde! So waren wir denn im schönsten Frieden allein: meine Frau, ich und der kleine Säugling. Meine Frau setzte sich mit demKleinen in die Laube, und ich sagte zu mir: Heute streichst du einmal, obschon es Sonntag ist. die neugezimmerten Holzbänke im Garten n. Das ist nämlich (lachen Sie nur!) .meine Lieblingsbeschäftigung, Bänke rün anzustreichen. Sie glauben

Ncht, wie. e'jrte Nerven beruhigt, da? i ' . , . sri r . . W!.

Oelmaien . en gros: iciroxc vic bemalte Fläche, so wird bei dieser Beschästiguna..auch ?tn unserem alles glatt und eben, alle Rauheiten. Furchen und Ritzen unseres Daseins verschwinden dabei. Vernunft fängt wieder an zu sprechen. Und Hoffnung wieder an zu blüh'n, WemnUtt du nur alle Flächen Unb jede Bank mit sanftem Grün! So' würde Goethe sicherlich gesungen haben, wenn er in der Farbenlehre und in der Oelmalerei nicht zeitlebens ein anerkannter Stümper geblieben wäre.Ach, was war das nach. den Anstrengungen desTauffestes der letzten Woche für ein schöner friedlicher SonntagNachmittag! Die ganze Bevölkerung war ausgerückt in's Gebirge, -das Städtchen wie ausgestorben. Meine Bänke glänzten '.bereits großentheils tadellos in meiner Lieblingsfarbe cda ertönte in all den Frieden hinein mit gellendem Ton die oftverwünschle Thorglocke. Den Pinsel in der Rechten, den Oelfarbentopf in der Linken, umgürtet mit einer meistenstheils grünen Schürze, pknde ich mich zum Gartenthore. Ein schwaxzgtkleideter Herr mit glattrastrtemAntlitz und eine in die Farbe von Syringenblllthen gekleidete Damen stehen davor. Ich erkenne den Pfarrer Düsterwea aus Basei und seine Gemahlin, DUsterweg hält in besonderem Grade auf sanften Lebenswandel und Sonntagsheiligung. Ich bin überzeugt, er dankt alle Morgen Gott, daß er ihm gesunde Glieder bescheert hat, die ihm erlauben, der Arbeit rechtschaffen aus dem Wege zu gehen. Er wzrst einen kurzen Blick über seine Brille auf meine sündhaften Malgeräthe, und seine Gattin sagt mit sanfter Stimme: Mein Mann hat für seine Beichtkinder, zu denen auch Ihre liebe Frau gehört, ein gutes Gedachtmß, und da er den langst sehr nöthigen Erholunqsurlaub von vier Wochen endlich erhalten hat, wollten wir nicht verfehlen, Ihre ländliche Abgeschiedenheit auf einige Stunden mit Ihnen zu theilen. Eine ebenso seltene, als hohe Ehre! versetzte ich als wohlerzyae.n?f Mann. Wir bleiben aber gewiß nur bis zum letzten Zuge. Meine köchinnenlose Gattin und ich beamnen insofern sehr abwechslungs reiche Unterhaltung der Gäste, als nach einer Weile alle fünf Minuten abwechselnd meine Frau und ich verschwinden, umFeuer anzuzünden (was bei. Ueberstürzung bekanntlich Zeit kostet). Kaffee zu mahlen, das schreiende Kind trocken zu legen, grüne Oelfarbe an Kaffeekannen, ; Servietten und Händen zu entfernen,' Wein 'aus dem Keller zu holen, die irrthümlich auf den Tisch gestellte Terpentinölflasche endgültig zu beseitigen, und auf der Straße vergeblich aus jemand zu lauern, der uns einen Gang zuln.entlegenen Zuckerbäcker unternehme. U :' Nach kurzer Zeit ertönte wieder die Tborglocke. Zwei hübsche Damen in der kleidsamen Tracht flotter Nadfahrinnen büvfen lackend die steinerne i Treppe herauf und salutiren schelmisch, indem sie die Rechte an das weiße Mützchen legen. 'Des Pfarrers Düsterweg Blicke suchen möglichst neben den leiden augenerquickenden frischen Gestalten vorbeizukommen; sein Gericht nimmt etwas von der Miene ms Märtyrers aus der Zeit des Nero an. Die ältere Amazone fliegt an dieArust meiner Frau. Seit acht Jahren habe 'ich vergeblich danach getrachtet, dich wieder einmal zu umarmen, und daß die Veranlassung, dich in deiner ländlichen Abgeschiedenheit aufzusuchen, nicht der heutige Eztrazug war. sondern reinste heißeste Sehnsucht, verrathen unsere bestaubten Stahlrosse. Also ein Extrazug 'ist nach unserem berühmten Neste abgegangen! Das hatten wir ganz vergessen! Da kann die Sache ja noch gut werden! So seufzte ich imGeheimen, während meine Frau die Angekommenen vorstellt: Frau Regierungsrath Riedhelm nebst ihrer reizenden Tochter Fräulein Ludmilla! Richtig, es klingelt wiedi? ganz kräftig. August, alter Troglodyte! Wer dich genießen will, der muß sich persönlich in deine ländliche Abgeschiedenheit bemühen!" So oder ähnlich tönt eine tiefe Baßstimme in das heftige Geschrei des hungerndm, an äußerste Pünktlichkeit gewöhnten Säuglings. Es ist die des pensionirten Majors Eisentraut. Der alte Regimentska-, merao tragt cm umfangreiches, seltsam aussehendes Gepäckstück, eine Art von mit Leinen bezogenem Reisekorb. Er war zu allenZeiten originell m Erfindungen und Improvisationen auf technischem Gebiete. ; Wo kann ich das Ding hinstellen?' fragt er, auf das Reisegeräth zeigend, und fügte die Worte dunklen Sinns hinzu: Man muß auch in pensionirtem Zustande noch ' dem Vaterlande zu dienen suchen. Ich verbinde stets das Angenehme mit dem Nützlichen Meine Frau nimmt ihm sein Bündkl ab. Aber bitte, nicht in 'die Sonne .stellen, sondern . luftig.Meine Frau nickt und verläßt mit dem Packet, das Zimmer. Im Vorbeigehen an mir flüstert sie mir zu: Nichts im Hause als Eier und Kartosfeln! Und wegen des Sonntags olle Läden geschlossen! erwäge ich unruhig im Gemüthe. ' '' Von dem Bewußtsein unserer culinarischen Impotenz gefoltert, mache ich dem Pastor gegenüber ; eine z?te Anspielung auf das Gesetz der Sonntaasruhe, die auch bei uns . .auf dem Land von 5.edermann. einschlieklick ler Metzgerladen, gewissenhaft eingehalten werde. Hierbei aber fällt mir meine Oelmalere: rin; bei der er mich ertappt hat, und schuldbewußt setze' ich hinzu, deck er freilich über meine eigene Uebertretung bei dritten Gebotes hinwegsehen möge. Der Pastor jedoch meht Mn Bemerkung auf mevie i

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vköycr' entwickelte kellnerartige Thäg. leit 'ishb sagt tröstend! Mein Freund. Sie brauchen 'sich vor mir nicht zu ent schuldigen. .' Sie sind durch uns in eine ' Zwangslage versetzt, und die Werke der Liebe - und . der Noth sind auch am Sabbath . gestattet. Sie brauchen wirklich kein so verlegenes Armesündergesicht zu machen." Er spricht es mit so herzlichem Biederton. daß ich, der ich Menschlichkeit jederzeit über alles schätze, mit wirklichem Vergnügen die ältesten Flaschen meines Kellers herbeihole. ' Meine Frau hat mittlerweile der Regierungsräthin gebeichtet, daß sie ihre Dienstmädchen beurlaubt hab?. Aber, liebes Kind, warum sagst du. mir das erst jetzt?" ruft die energische Freundin "Flugs, Milla, die Frau Doctor hat ; ihre Mädchen beurlaubt. Geh': in die Küche und zeige, was du bei deiner Mutter gelnt hast!" Die schlqnZe Ludmilla klatscht vor Vergnügen in die Hände. Vortrefs lich! Ich werde schalten und walten. a!S ob ich die Herrin im Hause wäre. Darf, ich?- Sie drängt meine, Frau, die . .mir' angstvolle Blicke zusendet, sanft aus jhrsn Gjtz zurück und eilt aus dem Zimmer. - ' Wie erstaune ich und meine braoe Gattin, als nach einigen schauerlichen stunden, wahrend deren die Regle rungsräthin meine Frau mit Gewalt in der Stube festgehalten hat. Fräulein Ludmilla lächelnd den Tisch deckt und zuerst whlgerathene Spiegeleier mit Kartoffeln in - der Schale, dann tadellos gebratene Tauben mit vorzüg lichem Ginkensalat herbeibrint! Sie sind eine Zauberin!" ruft meine Gatsin, ihren Augen kaum trauend, und umarmt überglücklich das Madchen. Herr Pfarrer, ich beginne an Wun der zu glauben!" rufe ich selbst ent zückt und gebe der Köchin in Männerrcsen (zum Entsetzen des Herrn Du' sterweg) einen herzhaften Kuß. Glaubt ihr. Ludmilla Riedhelm fürchte sich. Tauben zu schlachten, wenn sie Hunger hat? 'fragt unser: mrrliche Nothhelserm. ' Die Tauben schmecken allen Tiscbg? r.ossen vortrefflich; nur ein wenig nii ger kommen sie mtr vor. ' Vielleicht kam das daher, daß ich das mir bis dahin, unbekannte Radfahrercostüm ccim Essen oster betrachtete. Das Mahl verlauft unter fröhlichster Stlm mung. Besonders der Maior ist bester Laune. Es freut mich. August," ruft c? aus. daß du Taubenzüchter bist. -ie ich und ieder vernünftige Euro päer! Daß ich dir darin aber über bin, das sollst du nach Tische ersah .A . Selbst Herr Düsterweg schei.it zuzugeben, daß am Sabbath außer den Merken der Liebe und der Noth auch dtei Betrachtung schöner Tischnachbcz rinnen durch daö grüne, dlendungver hütende Glas gefüllterRömer hindurch hne Todsünde sei. I Wo habt ihr denn meinen Korb hingestellt?" fragt nach Tische M Maior. Ich bin nicht blos zum Schlemmen gekommen. Man muß auch im pensionirten Zustande noch dem Vaterlande zu dienen trachten! Wir wollen zetzt 'mal nach Straßburg depe schiren, daß wir glücklich hier ange kommen sind." ; . ' Ich entgegne ihm. ' daß das Tele eraphenamt am Sonntage geschlossen ei. . Brauchen wir nicht, Freundchen! Selbst ist der Mann. Brauchen blos den Korb, den ich, deiner liebenswur digen Gemahlin gegeben habe, und etwas Garten." ' - ! Ihr Korb steht in der Küche," sagt meine Frau. ' . Gut, dann kommt nur mit! Sieht zwar verdammt einfach aus be Geschichte. Also in der Küche?" Die ganze, bis auf den Säugling sehr fröhliche Gesellschaft begicbt sich nach' der Küche. Da sieht eZ nun allerdings etwas bunt aus. Kartof-fel-und Gurkenschalen und blutige Taubenköpfe und Federn- bilden ' cmf der Anrichte em unschönes Durchem ander. ! WaS ist das? Hat der Major so schwache Nerven, daß sie den Anblick von etwas Blut nicht ertragen? Mit bleichem verzerrtem Angesicht starrt er auf die blutigen Ueberbleibses der hier geschehenen Metzelei hin, stürzt auf einen runden Weidenkorb los, an dem einStück grauer Leinwand hängt, und schreit: Donner und Doria, wo sind mein Brieftauben?" t - ' Ein dunkler Verdacht steigt in uns auf. ' Fräulein Ludmilla aber, noch bleicher als der Major, enteilt und wirst, sich, ihr Angesicht mit den kleinen Händen bedeckend, auf eine . meryer risch und mit sastlgem Grun ange nichenen Bänke. Mein Schrei des Entsetzens verhallt in dem ihrigen. ' Än anderes Antlitz, eh' sie geschehen. Än anderes zeigt die vollbrachte That! itiri der Pfarrer, ein großer Aesth tiker. , :. ; '' 1 ' Ü Ludmilla hat die sechs Brieftauben geschlachtet und gebraten, die der Majop äüs der Festung mitgenommen' bat. t'.m sie in den Vogesen auffliegen, zu lassen. Wir haben Brieftauben ge speist, das Stück zu zwanzig Märk. prämiirtk Wettflikger, ciransches p genthum. - Der Major heftete einen heftigen Mit auf die Gestalt der Unalücklichen. Ktt ßtiuiiun auples aus ver arun alanzenoen an: tat. Aber merk. 1 C CV 4 , , r I würdig! Je länger er die pumphosige aubenmorderm betrachtet, desto miU der : werden seine Gesichtszllge. Ich mächt de? gefährlichen Situation 'ein Ende,' indem ich hn Major Zn den Weinkeller führe, Barbaren seid ibk." grollte er. Wie afrikanische Wilde habt ihr berühmte Reisende der-r'-iri' c c r w m . 4. piji, oie oie izalve Amt iahen: Jyr seid bethlebemitische Kindsmörder an der Cultur!" Ich machte ihn darauf aufmerksam, daß die Strafe, was die Hauptschuldige betreffe, zwar Nicht auf dem Fuke aefolat sei. aber auf einem

denachdarten Theile in Gestalt grüner Oelfarbe. Zwischen der dritten und vierten Flasche verzieh er. ja. er erkun digte sich,-tö man mit Benzin grüne Oelfarbe aus hellblauem Trikotstoff entfernen könne. Unglücklicherweise hatten meine lieben Gäste während der dem geschil derten Zwischenfalle folgendenAusein ondersetzung und während einer theil weise. nöthigen Umkleidung den letzten Zug versäumt, und da nur ein emzi gcs Gastbett zur Verfügung stand, bi wakirten in der Nacht meine hnmge kehrten Kinder auf der Teraffe. Frau lein Ludmilla in einer größeren Kin derwiege. wo sie, gebrochen wie sie war wohl auch Platz gefunden hat, und ich, der Major und mein Aeltester imGastHose deö.Städchens. Sie werden nunmehr den Ankauf einiger Conserven durch mich nicht mehr sür Verschwendung oder für Wahnsinn halten. , denke ich, sondern haushälterische Weisheit und Vorsicht in ibm erkennen." Als Bornmüller noch nicht ganz geendet hatte, vernahm man im Delika? tessenladen Stimmen, bei deren Klang mein Gewährsmann plötzlich aufhorchte. ' Ich glaube, .meine Gef schichte, hat noch eine Fortsetzung sagte er am Schlüsse seiner Erzählung und trat zu dem soldatisch aussehen den Herrn und der stattlichen jungen

Dame, die in den Laden- gekommen waren. Eisentraut! Wahrlich, er iit's." - . Jawohl, der Major Eisentraut und Fräulein Ludmilla Riedbelm' feine Braut! Ist das nicht der beste Reim, der jemals gemacht wurde? & i& im hnRnTlm Ult.muß uuuy im y ttiiivuitum o, stände dem Vaterlande noch zu dienen suchen. Wir, wollen Champignons kaufen. Vassen dorzüalich zu gebrajenen Tauben, und die sind meiner Braut Specialität und mein Leibge richt!" j Dak ick diese dramatische Fortse tzung der Erzählung Bornmllller's mit eiaenen Auaen sah. freut mich: unk zwar Bornmüller's wegen. Denn er steht im Rufe, zu lugen wie georuai. und soll in seinen Mußestunden yeim lich Humoresken schreiben. , ttrn Traum. ' Aechtsanwalt Dr. Hacki betrachtete seine kleine, hübsche, sonst nicht mehr nervöse Frau während des Frühstücks em um's andere Mal mit wachendem Erstaunen und Mißbehagen. Hör' mal, Laura", sagte er . endlich, ich weiß nicht. Du siehst heute so furchter lich abgespannt aus! Dein sonst so r T J STt . r jt ii ri r i c sriiqes .enazikyen iu oiaß uno vie leuchtenden Sterne Demer Augen ent behren ihren Glanz. . Hast .Du denn qtqt geMalen. .r, . I O!" seufzte die junge Frau. . Ei nen so entsetzlichen Traum wie diese Nacht, hatte ich nicht, seit ich denke!" ! Aber was hat Dir denn Schreck liches geträumt?" frug er verwundert. Nur mit Schaudern erinnere ich mich daran!' erwiderte sie fröstelnd. Ich befand mich plötzlich in einem Labyrinth, in dem von allen Seiten lange, garstige Gespensterarme nach mir grapsten und Eulen mit glühenden Augen mir über den Kopf pfiffen. Nirgends war ein Ausweg zu finden. Pa in 'meiner Verzweiflung erblickte ich mit einem Mal eine winzig kleine, häßliche Gestalt mit einem riesigen ro then Barte und einer Unzahl von Warzen auf der Nase. Dieses Kerlchen. das eine hell leuchtende Laterne trug, bot mir, mitleidig grinsend.seine Führung an und brachte mich auch glücklich nach Hause, wo ich mich rasch und erschöpft zu Tette legte. Aber nun begannen die Qualen erst recht ! Neben meinem Lager sah ich plötzlich auf dem Boden einen großen grüngelben Frosch mit kolossalen Glotzaugen sitzen, der auf einem Stiefelknecht Sijiten aufspannte; es waren dies aber "in der That Haupthaare von mir, die er mir mit einer staunenswerthen Virtuosität gerade an den schmerzhaftesten Stellen meines Kopfes ausriß. Kaum war er fertig, fo hub er an. schreckliche Weisen auf diesem gräßlichen Jnstrumente zu spielen, und trommelte dazu mit einem seiner Füße, den er mit meiner., Zuckerdose beschuht hatte, aus unsere Theekanne, Während dieses Concertes kroch plötzlich auf der anyeren Seite ein scheußlich. Drache mit feuchten, watschelnden Entenbeinen am Bette empor und fauchte mir entsetzliche Dinge zu, wovon Wahnsinn, und Tod noch bei Weitem nicht' die ärgsten waren. Aber noch nicht genug! Jetzt kam plötzlich auch der Zwerg der zur Entschädigung für seine Führerdienste inzwischen, aus einer großen Schwefelpfeife dampfend, meine Gardinen verqualmt hattet stieg herauf, setzte sich vor mir auf die Bettdecke und hypnotisirle mich mit seinen stechenden Augen. Ich war wie ge lähmt. . Dann machte er sich mit großem Geschick an eine Operation , und schnitt mir das Herz heraus. Ich sah deutlich, wie der Grausame hierauf unser Gewurzgefaß holte imd-mit Salz. Pfeffer und Senf mein Herz kunstgerecht ä la tu i-tai-e zubereitete, daß es zuckend wie ein Fisch auf dem Tische ' umherhllpfte. his er es verschlang. In die Wunde qber stellte e$ mir seine, alte rostige Laterne und weg war-er ! Zum Glücke konnte ich ohne Herz auch im Traume nicht mehr lange leben und erwachte daher krank, in Schweiß gebadet, elend!" . Aber, ärmstes Kind", rief der Anwalt entsetzt, wer hat Dir denn das angethan? Was hast Du denn gestern Abends gelesen oder wohin bist Du. denn Nachmittags, währenh ich vkrrei? len muszie, gegangen r mV , Umit sie. ich hab' Dir's noch nicht gesagt; Ich war in ver Kunstaus, steuung!"

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