Indiana Tribüne, Volume 20, Number 51, Indianapolis, Marion County, 7 November 1896 — Page 1
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i tä'ft O rlO t V KV i$ l iV y ys W W W y w v Office : No. 18 Süd mabatna 3ttafc. Jahrgang 30 Indianapolis, Zndiana, Samstag, öen 7. November 1896. No. 51
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Editorielles.
Wir beschäftigen unS höchst unnn mit hrr f.! rtrrthf". kenn ffitt v.il Ullt VM y , w... Sauvtaraumente betteben meist in' rohen persönlichen Insulten und wo er nicht insultirt ergeht er sich in Behauptungen, welche jeder rationellen Grundlage entbehren. Trotzdem können wir nicht umhin, unö mit dem, waS dieses Blatt in den letzten paar Tagen schrieb, etwaS näher zu beschäftigen, denn der absolute Mangel an Verständniß für die wirthschaftlichen Verhältnisse und Zusammenhänge, der sich auS dessen Aeußerungen ergiebt, ist so unerhört, daß man unmöglich dazu schweigen kann. DaS Blatt sagt: Die Sache der Doppelwährung lebt und wird schließ! ch siegen. Wie lange haben die Abolitioniften nicht vergeblich gekämpft und doch wurde ihr Bemühen endlich mit Erfolg gekrönt." Große Reformen verlangen Zeit, bi, das Volk die dafür notbwendige Reife verlangt hat, und im Kamps mit der Geldmacht im Lande deS allmächtigen Dollars konnte kaum der erste Ansturm gelingen." .... Ihr (der Geldmacht) großer Sieg wird ihren Uebermuth steigern und ihre künftigen Raubzüge noch drückender machen, als die bisherigen waren; neue Goldanleihen und BondauSgaben 'rcrden folgen, alle sozialen Verhältnisse werden sich verschlimmern und so weiter xr." Man weiß in der That nicht, waS man zu solch absolutem Unsinn sagen soll. ES ist gänzlich unbegreiflich, wie man heute noch nach allen Ergebnissen sozial-wissenschaftlicher Forschung und nach den vielen praktischen Erfahrungen innerhalb unseres eigenen JahrHunderts von der Doppelwährung sprechen kann, welche gegenwärtig eine Unmöglichkeit ist. Der Telegraph" zeigt in dieser Beziehung seine Unkenntniß, oder wenn man will, seine Unaufrichtigkeit dadurch, daß er sich selbst widerspricht und sich mit seinen eigenen Worten schlägt. - Denn in demselben Artikel sagt er: De? Mann (McKinley) steht vor der absouten Unmöglichkeit der Goldwährung, zu welcher die Geldmacht ihn mit rückfichtSloser Arroganz drängen und treiben wird." Nun denn, wenn die Goldwährung unmöglich ist, wenn die Geldmacht dazu drängen und treiben wird, dann heißt daS doch so viel, daß die Goldwährung jetzt nicht da ist, denn man braucht doch Keinen zu dem drängen, waS bereits ist, und daS waö unmöglich ist, kann doch auch nicht sein. Wenn wir aber nicht die Goldwährung haben, waS ha den wir öann ? Bann mußten wir doch Silber- oder Doppelwährung ha ben, denn etwas anderes, (von Papier abgesehen) giebt eS nicht. Wenn wir aber Silber- oder Doppelwährung haben, wozu braucht man erst sich dafür abzumühen ? Und wie kann man etwas Vernünftiges von Jemandem erwarten, der nicht weiß und versteht daß wir seit 1879 trotz Silberankäufe, GreenbackS und Nationalbanknoten doch die Goldwährung haben ? Weiß man daS aber und spricht doch von einem Drängennach derGoldwäh rung, so ist daS unehrlich, denn eS soll den Eindruck erwecken, als hätte auf der anderen Seite die Absicht bestanden, die Währung zu ändern, waS doch keineswegs der Fall war. Und wenn wir bereits Silber- oder Doppelwährung hätten, vorm bestünde dann die große Reform, welche Zeit verlangt, bis daS Volk die wunderbare Reife erlangt hat, welche der Redakteur deS Telegraph" bereits besitzt ? Wäre eS denn heute, einige Tage nach der Wahl nicht der unehrlichen, bombastischen Phrasendrescherei ge nug ? ES ist eine Frivolität sonder Gleichen die Silberbewegung mit der Abo litionSbevegung zu vergleichen. Die Sache der Aushebung deS Men schenhandelS hat!e denn doch einen gan anderen ethischen Hintergrund, mußte schließlich jeden fühlenden Menschen begeistern und war eine Sache der gan zen Kulturmenschheit. Eine wirkliche Reformbewegung wird immer Erfolg haben, dauere eö auch noch so lang, ein Irrthum aber kann wohl dann und wann große Verbreitung gewinnen, sich plötzlich in dielen Köpfen festsetzen, aber Erfolg wird er auf die Dauer nicht haben. .
. Daß unsere Partei auf einer ( secondhändigen" Gold-Platform und? ai.xci i co .i...(.f:i... .k..f 2i3ajocicnn ver icpuuiuuncc cucuu sicher und schwer geschlagen worden wäre, haben die Wahlresultate von 1894 bewiesen " Ist eS möglich, in fünf Zeilen noch mehr Unsinn zu schwatzen ? War eS denn absolut nöthig für die Dewokraten, sich die Geldfrage aufzwingen zu lassen ? War für sie denn wirklich gar vichtS anderes übrig, als entweder den Populisten oder den Republikanern nachzubeten ? Wenn eS richtig ist, daß die demo kratische Partei auch alö Nachbeterin der Republikaner geschlagen worden wäre, folgt daraus etwa, daß eS richtig war, den Populisten nachzubete.i ? ES folgt dieS doch Angesichts der gewaltigen Niederlage erst recht nicht daraus. Vielmehr würde ein vernünftiger Mensch aus den Gedanken kommen, daß die Nachbeterei überhaupt nicht lohnt. Hätte sich die demokratische Partei auf eine wirklich fortschriftliche, den heutigen Verhältnissen entsprechende Platsorm gestellt, dann hätte sie vielleicht gesiegt, gewiß aber hätte sie unsere und die Unterstützung Tausender fortschrittlich gesinnter Menschen gefunden. Und nach wirk lichen Re'sormvorschlägen braucht man wahrhaftig nicht lange zu suchen. DaS Gebiet deS ArbeiterschutzeS bietet deren allein mehr als genug Tausende wer den alljährlich auf den Eisenbahnen getödtet oder vekstümmelt, durch Uebel lauf Gebieten, auf denen die LandeSGesetzgebung die Macht hätte einzugreifen, und geschähe eS nur durch Erzwingung der Einführung automatischer K'.ppler. Eine durchgreifende Gesetzgebung in Äezug auf die EntschädigungSpflicht der Arbeitgeber bei Verletzungen wäre nöthig in einem Lande, in welchem die gesetzliche gikion der vollsten wirthschaftlichen Frei heit deö Arbeiters zu Recht besteht. Regulirung der Arbeitszeit speziell für Frauen und Kinder, Uebernahme der öffentlichen Verkehröanstalten durch Land, Staat oder Gemeinde u. s. w. ind Vorschläge . wirklicher Reform Wenn man dem Arbeiter helfen will, muß man die Hand an der Stätte feiner Thätigkeit anlegen, nicht aber da. wo er nichts au suchen und nichts zu sinden hat. Hätten die Demokraten ein Programm tn vleiem Sinne aufgeneuk, dann hätten sie weder eine secondhändige Goldplatsorm," noch Nachbeterei gebraucht, dann wäre ihre Sache eine wirkliche Volkbsache geworden, und dann wäre auch ein Sieg möglich geWesen. (Fortsetzung folgt ) , Im Repräsentantenhause unse res Staates werden die Republikaner gar keine Mehrheit, oder höchstens eine solche von einer einzigen Stimme haben. Eine verschärfte Temperenz oder Liquorgesetzgebung wäre also nur möglich, wenn sich unter den Republi kanern nicht ein einziger fände, der dagegen ist, oder wenn die Demokraten genug Stimmen zur Passirung solcher Gesetze liefern: . Ersteres war noch nie der Fall, letzteres schon oft. Auch daö Nicholson Gesetz wäre ohne die bereit willige Mithilfe deS GouvernörS Mat thewS nicht möglich gewesen. Ebenso ist in der nächsten Legiölatur jede Temperenzgesetzgebung eine Unmög lichkeit, wenn die Demokraten nicht die Stimmen dazu liefern. öS dürfte also gerathen sein, in die sem Punkte den Mund nicht zu weit aufzumachen. AwlllUchrichleil. Inland. Wetterbericht. Kälteres, schöne Wetter heute Nacht; schön, S Wetter am Sonntag Gestrige Temperatur: 8 Uhr Mor. genö, 38 Grad, Minimum 36 Gcad. , U'n f a l l zur See. N e w I o r k, 6. November. Der Dampfer Fürst BiSmarck" kam heute Nachmittag von Hamburg mit etwa 14 Stunden Verspätung hier qn. Ex hqtte ejnen Bruch der Starbord Ma schinenwelle erlitten. Der Unfall er eignete sich um 3 Uhr Morger.S am S ! November 464 Menen pftuch von 'Sandn Hoos und da? Schiff mußte
Ferner sagt der Telegraph
mit einer Maschine und reduzirter Geschwindigkeit weiter fahren. Die 403 Eajüten- und 235 ZwischendeckS-Pas-sagiere wurden in keiner Weife alarmirt, da der Unfall sich bei sehr leicktem Südostwind ereignete und wenig oder gar keinen Lärm verursachte, der sie wecken hätte können.
McKinley'S Antwort. E an ton, O., 6. Nov. Herr McKinley erhielt heute Morgen daS Telegramm deS Herrn Bryan, in welchem ihm derselbe zu seiner Erwählung gratulirt. Er saß gerade beim Frühstück und benutzte die erste Gelegenheit, sich in die Bibliothek zu begeben und folgende Antwort zu senden : Canton, 0 , 6. November 1896 Hon. W. 3. Bryan, Lincoln, Nebr. Ich bestätige den Empfang Ihrer liebenSwürdigen Glückwunsch - Depesche mit Dank und bitte Sie, meine besten Wünsche für Ihre Gesundheit und Ihr Glück entgegenzunehmen, Wm. McKinley " ,,, Massenmord. Nash vil le, Tenn., 7. Nov. Ein Mann l namens Tom Lynch mordete heute Morgen seine Frau und zwei Kinder, indem er ihnen die Hälse durchschnitt. Auf gleiche Weise mordete er daö Dienstämdchen und tödtete sich dann selbst. Sturm in P ennsylvanien S c r a n t o n, Pa, 6. Nov. Archibalb Borough, daS im engsten Theile deS Lackawanna Thaleö liegt, wurde in der vergangen Nacht von einem furchtbaren Wind- und Regenstürm getroffen. Daö Dach der lutherischen Kirche wurde abgerissen und der Turm stürzte um und zerschlug daS Dach deS Scanlon Hotels. BishopS Eisenwaarenladen wurde seines Dacheö beraubt, eine hölzerne Brücke wurde in den Fluß geworfen, der Wachtthurm der D. und H. Bahn wurde umgeblasen, gerieth in Brand und wurde zerstört. Bäume wurden entwurzelt und Häuser in der ganzen Stadt stark beschädigt. Niemand wurde ernstlich verletzt, der entstandene Schaden ist aber sehr bedeutend. Auslanv. Der Fall Eastle. London, 6. Nov. Der Prozeß deS Castle'schen Ehepaares aus San Francisco wurde heute vor dem Schwurgericht aufgerufen. Die Anklage lautete auf Ladendiebstahl zum Betrage von 43 Pf. St. ($215 ) Richter McConnell führte den Vorfitz; rechts und links von ihm faßen je 3 Richter. Der ZuhörerRaum war bis auf den letzten Platz besetzt; viele Damen hatte die Neugier inS Gericht getrieben. Der Sekretär und der Chefclerk der amerikanischen Botschaft waren gleichfalls da. Die Angeklagte, Frau Eastle, trat in Begleitung ihrer zwei Krankenwärterinnen und ihres Gatten ein. Letzterer plaidirte Nichtschuldig" in allen 7 Fällen; für die Frau gab der Vertheidiger -Sir Edward Clark ein Schuldbekenntniß ab. Die Angeklagte seufzte tief. Der Staatkanwalt Avory erklärte, daß er gegen Eastle keinen Schuldbeweis erheben werde, da er sich feit der Eröffnung der Untersuchung von der Unschuld deS Gatten überzeugt habe. Der Gerichtsvorsitzer bemerkte, doß er aus den Akten dieselbe Ueberzeugung gewonnen habe und instruirte die Jury den Angeklagten freizu sprechen. Dieö geschah und Herr Caftle wurde sofort in Freiheit gesetzt. Hieraus erfolgten die PlaidoyerS von Anklage und Vertheidigung in Sachen der Frau Eastle. Der Vertheidiger meinte, die Angeklagte könne nicht ge straft werden, da sie die Diebstähle im Zustande geistiger Zerrüttung verübt waö der Sachverständige, Frauen Arzt Dr. Grisgö, mit seinem Gutachten bestätigte; er hatte grau Eaft'e arztlich behandelt. Ein zweiter Sachverstandiger, Pr Savage, bestätigt- da? Urtheil deö Ersteren; ihm folgte Dr. Gabriel alö Dritter, Dr. Scott als Vierter Da half aber Alleö nicht; daS Gericht verurtheilte nach IS Minuten Be rathung die Angeklagte zu 3 Monaten Yefavgnih ohne harft Arbeit. Frau
Eastle verfiel in hysterisches Schreien uad wurde von ihren Pflegerinnen hinausgebracht. Man nimmt an, daß der Minister des Innern daS sofort eingereichte
Gnadengesuch berücksichtigen werde. Erdbeben in Island. London, 6 Nov. Hier eingetrossene Nachrichten besagen, daß die Erdbeben im Südwesten der Insel Island sich wiederholt haben, daß 150 Bauernhöfe zerstört find, viel Vieh getödtet ist und Futtervorräthe zu Grunde gerichtet find. Unter der Bevölkerung errscht großes Elend und eS fehlt den Leuten vielfach an Obdach. Der Verlust ist auf über 500.000 Kronen geschätzt. Die Erdbeben begannen am 26. August und haben sich seitdem mehrmals wiederholt. Solider gebaute Häuser widerstehen denselben, icht aber jene, die durch auseinanderschichtete Steineohne Mörtelverbindung hergestellt sind. Walter Damrosch's Ens e m b l e. Berlin, 6. Nov. Walter Damrosch hat für sein New Jorker OpernEnsemble die Damen Lilli und Marie Lehmann, Frau Gadöki und Frau Mahor-Ravenstein engagirt und, sich auch der zeitweisen Mitwirkung der Calve, der Melba und der AmerikaNischen Primadonna" Emma Eame gesichert. Ebenfalls gesichert ist daS Engagement der Herren Paul Kaiisch, KrauS, Ernst, Somer und Stehmarn, welch' Letzterer den früheren Regisseur Harder ersetzen soll. Dirigenten werden die Herren Schenk und Fried sein. Milde Herrscher. Honolulu, 6 Not), via San Francisco, 6 Nov In einer Sitzung des Staats am 23. Okt. in dem Präsident Dole den Vorkitz führte, wurde einstimmig beschlossen, der Exkönigin Liliuokalani volle Amnestie zu gewähren. . Allerlei. Vier vergebliche Selbst, Mordversuche an einem einzigen Tage machte William Weed in Bay Shore. L. I. Erst stürzte er sich aus dem Fenster, und als er unverletzt davonkam, versuchte er sich mit seiner Halsbinde zu erwürgen, woraus er sich wenige Minuten später mit seinen Fingernä? geln eme nicht unbedeutende , Halswunde zufügte, und schließlich rannte er mit dem Kopf gegen die Wand. Nach einigen Stunden beruhigte er sich und erklärte, wieder iiter leben zu wollen. Jung, aber ein gefährlicher Verbrecher ist Alonzo Hart jr., der auf Veranlassung seiner Eltern der Staats - Reformschule von KansaZ als unverbesserlich überwiesen wurde. Der jetzt erst 12 Jahre zählende Junge hat schon im Alter von 8 Jahren die Bahn des Verbrechens betreten. Seine erste Missethat war der Diebstahl aller Bibeln und Gesangbücher aus einer Kirche, bald entwickelte er sich zum Pferdedieb und kürzlich führte er mehrere Einbrüche in Geschäftsläden aus. SeitKurzemwirddie Gegend von Westminster, Md., von zwei Mormonenaposteln unsicher gemacht. Einer derselben, George M. White, behauptet. von der Hauptkirche in Utah nach dieserGegend gesandt zu sein, um die Einwohner, über die MormonenKirche aufzuklären. Die beiden '.Vielweiberer" reisen in einem Wagen, der die Inschrift trägt: Komm! und laßt Euch retten Es sind dies die ersten Mormonen, die sich inWestminster und Umgegend haben blicken lassen. Im Alter von 102 Jahren ist in Harlem, N. I., Reuben Rosenthal, eine in ganz Harlem bekannte Persönlichkeit, entschlafen. Den meisten Leuten, welche das H:ranbli'chen Harlem's zu einem Stadttheile der Metropole mit durchlebt haben, war seit 40 Jahren die gebeugte, Gestalt deö immer heiteren Greises bekannt. Reuben Rosenthal hinterläßt Kinder, Enkel und Urenkelkinder. Er war im Jahre 1794 in der Provinz Posen geboren und als . junger Mann nach Amerika ausgewandert. An Bären ist in gewissen Gegenden des Staates New Z)ork in dieser Saison kein Mangel, wie folgender Vorfall beweist. Als der unweit von Westday in Saratoga County ansässige Edward Marcellus neulich jn seinen Obstgarten käm, bemerkte er fünf Bären in demselben. Schle.untgft bolte er seine ZKmchestsrhUchse und er, legte, drei von her Gesellschaft, mäh rend ?r einen viertm schwer berwundete. Meister Petz Np. 5, der mit hej, sex Haut da.vongekomznen war, wurde in her folgenden Nacht von Marcellus' Nachbar Fredmck Perkins in einer Falle cefanäen. . . , r
Der trinkkundige V a -terlandsredakteur m München ist über das Hofbräubier aufgebracht; er macht folgende bissige Bemerkungen über den Stoff". Das Staubwasser" im k. Hofbräuhaus ist z. Z. wieder derart, daß selbst die verbissensten Bierfilze ausrcißen. Das sind die Resultate der vielen Millionen, die einer unqualificirbaren Liebhaberei geopfert wurden und einem Regime entsprechen, wo Aerzte, an die Spitze des Verkehrs-
.Wesens, Gendarmen in der Verwaltung des Hofbrauhauses und gelernte Buchhalter Pächter" von Schankhallen sind. Landboten, schaut euch doch das HofbräuhausLertel an der Wiener Straße an und versucht eine Stehmaß; aber seht euch vorher um einen guten Doktor um! Muß Dem das Vier geschmeckt haben! Staubwasser heißt der technische Leiter desHofbräuHauses. ; Ein gewaltiger Krach, wie von einer Explosion herrührend, und eine aus der Erde emporschießende Feuersäule von Mannshöhe erschreckte dieser Tage die Bewohner der Mauerstraße an der Ecke der Schützenstraße in Berlin. Im Nu waren viele Hunderte zusammengeströmt und konnten nur noch sehen, daß schon nach einer Minute ein aus zwei Wagen bestehen, der Zug der elektrischen Bahn Trep-tow-Behrenstraße. dem augenscheinlich etwas zugestoßen war, weiterfuhr.ohne daß anscheinend weiteres Unheil vorgekommen . war. Ganz ähnliche erschreckende 'Vorfälle haben sich bei dem elektrischen Straßenbahnbetrieb mit unterirdischer Stromzuführung schon früher zugetragen. Vor einigen Wo chen war einem spielenden Knaben sein Rad in die Rille der unterirdischen Leitung gerathen. Welche Ursache diesmal die Störung herbeiführte, wird erst noch festgestellt werden. Ein zweiter Unfall derselben Art ereignete sich eine Stunde später, etwa 10 Jards von der.ersten Unfallstelle entfernt, in der Schlltzenstraße. Wieder war das Geräusch ein sehr starkes, während eine Feuersäule emporschoß. I m Jahre 1881 tauchte im Tonga-Archipel eine vulkanische Insel auf, die innerhalb der 13 Jahre ihres Daseins von drei Mächten in Anspruch genommen wurde, aber starken. Wandlungen unterlag.. Die Englander waren, wie Prometheus" schreibt, die Ersten,' welche sich 1889 dort niederließen. Damals war die Insel mit Palmen und tropischen Ge wachsen bedeckt, und ihre höchste Spitze erhob sich ungefähr 150 Fuß über dem Meeresspiegel. .Ein Jahr darauf sah man nur noch, einen Felsen, der sich wenig über die Wasserlinie erhob, und es schien, daß Falcon das Schicksal der gänzlich verschwundenen vulkanischen Inseln Late und Tofua in demselben Archipel theilen, würde. Aber 1892 fand ein französisches Kriegsschiff dort ein mit frischem Grün bekleidetes Vorgebirge, welches sich etwa 40 Fuß aus dem Wasser herausgehoben hatte. Im April 1894 war die ganze Insel verschwunden und nur das Senkblei erreichte ihre frühere Lage. Sollte sie nun im Schooße des Meeres verborgen bleiben? Keineswegs, sie ist vielmehr seitdem zum dritten Male 50 Fuß über dem Wasserspiegel emporgestiegen urld der König von Tonga hat seine Fahne darauf gepflanzt. Wird' seine Herrschaft glücklicher und- dauernder sein, als die englische oder französische? Die einstige schwebt sche Nachtigall". Christine Nilsson. die gegenwärtig ein reizendes Häuschen in Madrid bewohnt, hat bei der Ausstattung und Decorirung - ihres HeimS eine.wenn auch nicht gerade allerliebste, so doch zum mindesten höchst drollige Idee zur Ausführung gebracht, infolge deren zwei Zimmer von den Freunden der Sängerin mit dem Spottnamen Archiv für Mustk- und Magen" be. legt worden sind. Die große Sängerin hat nämlich beide Zimmer in höchst origineller Weise tapezieren lassen: ihr Schlafgemach mit den Noten all der Lieder und Partien, die sie in ihrer langen Künstlerlaufbahn so oft gesungen hat, und ihren Speisesalon mit all' den wohlverstanden quittirten Rechnungen aus den Hotels aller Herren Länder, in denen sie auf ihren Gastspielreisen dinirt, soupirt oder gefrühstückt hat. Wie viel heitere und trübselige Erinnerungen sich an diese : Reliquien einer KUnstlerlaufbahn ; knüpfen müssen! Wie vieler Freunde und Netoer die Sängerin täglich gedenken muß. wenn sie bei der Toilette und bet den Mahlzeiten die Tapeten an ihren Wänden studirt! Und man kann sich vorstellen, wie die musikalischen Geisterstimmen ihrer Wandpartien sie allabendlich in Schlummer sin l gen, wie der Anblick all' der einstigen und woylvezaylten Taselsreuden ihren Avpetit für die Genüsse gegenwartiger Mahlzeiten schärft! . - 1 - ES lohnt sich, Hood'ö Sarlaparma zu gedrauchen Bei reinem Blut brauet Ihr keine Angst zu haben ' vor Grippe, Lungenentzündung, Dlph ? 1 . A! m v. .- renn over grieoer. Hood's Pflanzen von den auSaesuchkeften?lußn sind sorgfältigst zuve ttet.
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