Indiana Tribüne, Volume 20, Number 50, Indianapolis, Marion County, 6 November 1896 — Page 1

(7

O 1 H v O rlC AA r1 A O IA A A V sH liV v O W vv W x O A V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Zndiana, Freitag, öen 6. November 1896. Jahrgenlz 20 No. 50

I

irzsÄrSÄia

MUMI tT- ' riÜ "i iv--nsif

WWlilM

tmtw.$

- WMM JETGrH ' 1 j i

Freiizel

No. 1 West Washington Strahl, (Merchants National Bank.)

ftin europäisches Departement. Wechsel, Creditbriese und Postanweisungen uns alle Städte Europas. Schissöscheine nach und von Europa. Anund Verkauf ausländischen Geldes.

Chrysanthemum Ausstellung Blbmenfest ! Tomlinson - Halle! den 10.11,12 und 13. November. Große Eröffnung Dienstag Abend, 10. November. E3Ltis zz:nrtl jeden Nachmittag und Abend. Eintritt 23c am Tag u. 30c Abrndö. Red Lzirte Raten aus allxn Bahnen. Freundlich eingeladen find alle diejenigen Leser, welche 299 Süd Delaware Str. passiren, dem OTilaeo XLD-üxtlzz einen Besuch abzustatten und ihre "Nidels" und "Dimes" umzusetzen, Ein auteS GlaS Bier, feine Liquöre I und gute Cigarren finden Sie immer " . v(l TIIE0.DIETZ, 299 Süd Delaware Straße. ?Wü!r?W!?s.8. Neue Aktien werden jeden Samstag ausgestellt. Beiträge 23c per Woche. ' Keinen Verlust beim Austritt. Vermittelt günstige Anleihen. &tine AksckZkuna8aebübn. ' . . , . wt . Versammlung jeden Samstag Abend im Deutschen Haus. ' Albert E. Metzger. Präsident. . ArÄs??d Sekretär, ffatld Lieber, hahmkistn. Der 5 4f . I , r.. 7 tf tnoiuüiu w mpsiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorten einheimischer und importirte Cigarren

RIAI-TO

und eine große Auswahl von Raucher-121,000

Artikeln. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller Nömlev Qargaw - Werkauf bei C. H. ine, 7 Virginia Avenue. M ii P I l sN w I 3'0Vaar seiner Knöpf, unv Schnürschube für Damea zu tz1.43da,Paar kosten übn. OHullchuhe für naöen vsn öOc bis Zl.öO. ' . Ochulschuhfdchendonk0cbiszi.2Z. Gute sol,de Schuhe. Otssen Lis dm Plaz nit! 479 Virginia Tlveuue.

He

o 1 lJ) 5 il W i P 5 4! VA l o

.i-.iivl.wi

roihers. Editorielles. Wenn wir uns darüber freuen, daß die Wahl vorüber ist, so ist es deshalb, weil wir uns keiner Wahl erinnern, in welcher Parteileidenschaft und Gehässigkeit sich in so hohem Grade geltend machten, als in dieser. Ob daö überall so war, oder bloß hier, vermögen wir nicht zu sagen, sicher aber ist, daß eö im ganzen Lande woh! kaum zwei Blätter giebt, welche in gleichem Maße, wie der hiesige Sentinel" und der hiesige Telegraph" GeLässigkeit, Verleumdung und Roheit benühen und großziehen und in gleich roher Weise Wahlkampfe zu persönlichen Kämpfen machen. ES ist bezeichnend, daß der Telegraph" gestern Morgen noch Folgendes schrieb : Die ersten überschwenglichen Siegeöberichte der Republikaner, meistens auf absichtliche Ueberschätzung und das Votum der Städte bafirt. baden fia im Laufe deS gestrigen Tage durch daö allmählige Eintreffen der Berichte aus r .. . n i r . , . m oen anooi,irlllen we,enlttq zu UN. sten Bryan's verändert, so zwar, daß K a tTVli4if it (iam ((.taiXhliini v i A vi( uiv))iiviit iiun viivuyiutity iiiui mehr ausgeschlossen ist, aber ein bestimmtes Resultat liegt zur Zeit, wo wir dieses schreiben, noch immer nicht vor, selbst nicht aus Jndtana, wiewohl dasselbe gleich Kentucky, Calisornien, KansaS, Rebraöka etc für Bryan ge wählt zu haben scheint. Daß bxt Berichte über daS FarmerVotum so spät einlausen, deutet republikanische Fälschungsversuche an, welche der Chef deS demokratischen NationalkomiteS, Senator JoneS. in Bezug auf Kentucky direkt behauptet; und daß die Republikaner noch immer behaupten Jndiana mit 20.000 Mehr heit gewonnen zu haben, trotzdem alle h.gh eingelaufenen Berichte diese Angabe als lacherlich darstellen, fuhrt unö zu dem Glauben, daß die gewissen losen Burschen, an ihrem Erfolge in Kentucky verzweifelnd, den Staat 3ndiana atö den einzigen auSschlaggebenden Staat betrachten, welcher zwischen McKinley und Bryan entscheidet und den sie daher um jeden Preis für den Ersteren kapern wollen. Aber sie mögen sich Huten ; denn der Th.t. - Avi& (Avwttifc! Ait( IbllV'ttl ' yUl WUtVttlVtt Ullll UH ohne "ie etn Ms n Folgen uachsiVzu jqcn. Am Mittwoch Abend waren bestimmte Berichte aus 81 CountieS des Staates da, welche zusammen rund 45.000 Mehrheit für McKinley und für Bryan, also netto 24,000 für McKinley ergaben und trotzdem fabelte daö Blatt noch von einer demo kratischen Mehrhiit und erging sich in rohen Schimpftiraden. Wahrlich eö wäre doch der Hetzerei und Rohheit ge nug während der Wahlcampagne ge vesen und man brauchte sie nicht noch nach derselben fortzusetzen. Daß die rohe Hetzerei der beiden ge nannten Blätter Nachahmung fand. daß die Wahlaufregung in Folge des sen sich in marchen Schichten der Bevölkervvg zu einer durch Nichts zu ent srfuilfciflrndcn Bitterkeit und GehhiRa, n-"'B i-o feit steigerte, darüber werden wir woh auch noch ein Wort zu sagen haben. ES war eine der traurigsten Er scheinungen in diesem Wahlfeldzug & . fc. r oap es oen Berlrekern ver iiocrjaqc gelang, ihre Sache alö die deö Volke? als die der arbeitenden Massen barzua.n i : . Iuen uno oaourca oiv zu einem ge wissen Grade einen Klassenkampf ,u " . . " 11 l erzeugen, oer ner bejjeren aqe I würdig gewesen wäre. Denn gegen

den Klassenkampf an sich haben wir

nichts zu sagen, der ist ja doch unvermeidlich, wohl aber gegen einen Klafsenkamps, der sich um eine falsche Idee dreht. ES zeigte dieser Kampf, daß eS unter den Arbeitern gar Viele giebt, welche nicht die blasse Ahnung von den wirlhschaftlichkn Zusammenhängen haden und welche bereit find, ihrem argsten Feinde von . gestern nachzulaufen und Glauben zu schenken, wenn er ihnen nur für morgen goldene Berge verspricht. ES hat trotz deS republikanischen SiegeS sich gezeigt, daß wenn morgen Christus auf Mr. Welt käme, man ihn zwar nicht kreuzigen, wohl aber eine zivilifirtere TödtungSMethode anwenden würde, daß aber die Menge lieber dem ersten besten Charatan, als einem Christus nachlaufen würde. Zu dieser Anschauung ist man trotz deS republikanischen SiegeS berechtigt. denn eS bleibt immekhin die Thatsache bestehen, daß mehr als fünf Millionen Menschen der silbernen Fata Morgana nachliefen. Eö ha'en Leute, welche' eS besser wissen sollten, Leute, welche sich Sozialisten nennen und Sozialisten sein wollen, sich eingeredet, daß sie den Kapitalismus angreifen, wenn sie die Großsinavz schädigen. Eö ist ihnen nie beigefallen zu untersuchen, ob sie nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Eö ist ihnen nie beigekommen, daß doch der Arbeiter bereits ausgebeutet sein muß, ehe die Finanz ihren Antheil erhalten kann, daß man dem Arbeiter nur an der Stätte seiner Beschäftigung elber, d. h. bei der Produktion helfen kann. Kann man etwa den Militarismus angreifen, indem man versucht, dkn Vrosit deS Gewehrfabrikanten zu derleinern ? Karrn man den Monarchis mus angreifen, wenn man die königichen Beamten und Minister angreift ? War eS denen, welche nach Phantomen jagten, denn wirklich so schwer einzusehen, daß der ganzen wissenchaftlichen Welt, den bewährten Führern der deutschen Sozialdsmokratie doch mehr Glauben zu schenken war, als den phantastischen Versprechungen der populistischen, volköwirthschastlich ungeschulten Führer und den Verficherungen einer Presse, die sich noch vor Kurzem die Finger für den KapialiömuS wund schrieb ? Wenn erst Alle wieder einmal im Stande find, nüchtern über die Sache nachzudenken, dann werden sie das Phantom, dem sie nachjagten, wohl erennen. Ruft die neue Nicholson-LegiS-atur weitere ZwangSgesetze inS Leben, o wird Farmer Mount als Gouvernör dieselben mit affenartiger Behendigkeit unterzeichnen. (Evanöville Demokrat ) Welche Sorte Geschwindigkeit war eö doch, mit welcher Farmer Matthewö die Nicholson - Bill unterzeichnete ? U. A. w g. ,,, m Sms)üiflifjiiljten; Inland. Wetterbericht. Zunehmend wolkigeö Wetter, wahrscheinlich etwaö Regen oder Schnee heute Nacht; kältereö, fchöneö Wetter Samstag. Gestrige Temperatur: 8 Uhr Morgens, 32 Grad, Minimum 32 Grad. AuöClarkCounty. Zeffersonville, 6. Nov. AlS I. T. Nance, ein im StaatSgefängniß Angestellter stimmen wollte, wurde ihm von einigen rabiaten Leuten mit dem Tode gedroht, wenn er versuchte, zu stimmen. Ein Freund drückte ihm ei nen Revolver in die Hand, und nur dadurch wurde eö ihm möglich, unver sehrt dem ihn verfolgenden Mob zu entkommen. 3n Carr Tovnship kamen grobe Unregelmäßigkeiten vor. Der demo kratische Trustee setzte eigenmächtig die Wahlkommission ein, und lieferte die Berichte in einem Papiersack ab Da "Tally sheet" ist ebenfalls' schlechter Verfassung. l t ? ... tn Qm. J.vrvan an McKinley Lincoln, Nebr., ö. Nov. Heute Abend um ö 20 erhielt Herr Wm, Oryan vom yenator Zone? eine Oe-

pesche, in welcher derselbe sagt, daß er

die Erwählung Mr. McKinley'S anerkennt. Herr Bryan sagte, daß er die Crwählung ebenfalls anerkenne, und daß er heute Nacht eine Erklärung erlassen werde. Lin coln, Nebr., 5 Novbr. Herr W. 3. Brown hat folgendes Telegramm an Major McKinley abgesandt. Senator JoneS hat mich soeben informirt, daß die Wahlberichte Ihre Erwählung anzeigen und ich beeile mich, Ihnen meine Glückwünsche auSzudrücken. Wir haben die Jssue" dem amerikanischen Volke unterbreitet und der Wille desselben ist Gesetz." Ausland. Noch immer der russischdeutsche Vertrag. L ond o n, 6. Nov. Der Berliner Correspondent deS Standard" sagt: Der Zar hat befohlen, daß alle Dokumente, die sich auf den rusfisch-deut-schen geheimen Vertrag beziehen und die sich im russischen auswärtigen Amte oder in Händen der Familie deS Grafen Schuvaloss, welcher 1890 russische? Botschafter in Berlin war, befinden, ihm sofort unterbreitet werden sollen. Auch Kaiser Wilhelm ist entrüstet über die neulichen Enthüllungen. Graf Herbert von BiSmarck ist ärgerlich, daß ihn die Zeitungen beschuldigen, mit den Enthüllungen in Verbindung zu stehen. - Eine stürmische Sitzung.' P a r i s, 6. November. In der Deputirtenkammer beschuldigte M. Iaureö, der sozialistische Führer, die Regierung, sich mit M. Kossignier, dem Eigenthümer der CarmauZ'Glaöwerke, zur Organisirung der Demonstration M m m mt 0 Ofe. 1 i gegen die ojtaltü$en nepulltten, welche am vorigen Sonntag eine neue kooperative Glasfabrik in Albi, nahe Carmavx, eröffneten, und zur Vertreibung einer sozialistischen Versammlung verbunden zu haben. M. Barthou, der Minister deS Innern, stellte unter Unterbrechungen von Seiten der Linken in Abrede, daß die Regierung der Gründung der neuen Glaswerke, deren Etablirung von Arbeitern in Carmaux ausgegangen sei, opponirt habe. Die Regierung habe die rothwendigen Maßregeln ergriffen, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. M. Milleraud und Goblet unterstützen M. ZaureS und M. Barthou wiederholte, daß die Polizei nur ihre Pflicht gegenüber den i der Halle 'tattgefundenen Störungen gethan habe. Unter sozialistischen Unterbrechungen schrie M. Bonter: Sie haben gelogen !" Schließlich ging man, naaoem ei Berlrauensvolum ür die Regierung mit 316 gegen 238 Stimmen angenommen war, zur Tageöordnung über. Cchisfö, Nachrichten. Angekommen in: P l y m o u t h : Normania" von New Jork nach Hamburg. Queenötown: Pennland von Philadelphia nach Liverpool. Bremerhaven: , Lahn" von New Jork via Southampton. Rotterdam: Obdam" von New Jork. Amsterdam: Schiedam" von New Jork. London: Massachusetts" von New Jork. Livervool: ..Germanie" von New Jork; Pennland" von Philadel phia. New A o r r : Britannie" von Liverpool. allerlei. Eine Paleftrevolution' droht in der Marine-Academie zu An napolis, Md., auszubrechen. Vom Capt. Cooper. dem Superintendenten per Anstalt, ist die Ordre erlassen wor den, daß die Cadetten beim Grüßen von Damen nicht die Kopfbedeckung abnehmen dürfen, vielmehr, m dm Zeigefinger der rechten Hand an den Mützenschirm zu segen hahen. Darllber ist die Mehrzahl der Cadetten entrüstet und die officielle Jnspec tions-Commission in so hohem Grade empört, daß sie in einem Bericht an den Congreß empfohlen hat, Capi. Cooper's Ordre zu annukliren, da den Damen von Seiten der Cadetten der selbe Gruß gebühre, wie von gebildeten Civilisten,.

Einen arä'klZck-n 5oS k.it

der Picador Jose Angulo vor den Augen einer entsetzten Zuschauermenge in der Arena zu Nogales, welche Stadt dem gleichnamigen Orte von Arizona gegenüberliegt, gefunden. Unter den Hufen eines wüthenden Stieres mußte der Unglückliche sein Leben lassen. Die Volksbelustigung- wäre dann beinahe in eine Panik ausgeartet, wenn nicht ein Todesstoß das Thier noch rechtzeitig niedergestreckt hätte. Während der Schaustellung hatte der Stier, gereizt und gequält, sich plotzlich in rasender Wuth auf seine Verfolge? gestürzt. Ein Stoß mit den Hörnern entleibte das Roß eines Malaoors. dem ,m Augenblicke der höchsten Gefahr der Picador Angulo zu Hülfe eilte. Es gelang ihm. daß wüthende Thier auf sich zu lenken, dann wollte er durch eine schnelle Wendung entkommen, wurde aber von demStier eingeholt und auf die Hörner gespießt. Vergebens bemühten sich die Umstebenden. unter den Schreckensrufen der Zuschauer, den verunglückten Kämeraden zu befreien. Der Stier ließ nicht von seinem Opfer. Mit kraftvollem Schwünge schleuderte er den Mann von den Hörnern ab und trampelte mit den Hufen den Sterbenden zu Tode. Erst dann gelang es, demStiere beizukommen und durch einen Degenstoß ihn unschädlich zu machen. Der siebzehnjährige Ernst Srika. Sohn eines Gastwirthes in Dürnkrut. besuchte in Wien ein Gymnasium und brachte stets die besten Zeugnisse nach Hause. Kürzlich kam er wieder in's elterliche Haus zu Besuch und beaab sich kurz nach seiner Ankunft auf den Hausboden, wo er sich eine Kugel m die Schlafe zagte und todt blieb. Ein zurückgelassenes Schreiben an seine Eltern klärte das Motiv des Selbstmordes auf. Srika yatte seit drei Jahren das Gymvastum nicht besucht, in Wien aebummelt und ein Liebcsverbältnik unterkalten: die Zeugnisse, die er nach Hause brachte. waren alle gefälscht und von einem Collegen ausgestellt. Da sich dieser nun weigerte, die Fälschungen fortzusetzen, machte Srika aus Furcht vor Strafe seinem Leben ein Ende. 1.111.125 Mark sind im ?labre 1895 96 der Stadt Berlin zu wohlthätigen Zwecken gestiftet worden. Bemerkenswerth.lst eme Spende von 15.000 Mark; aus den Zinsen sollen Zwel mannllcke und awn weib liche Personen, welche in Berlin geboren, über zo Jayre alt und unverschuldet im Berliner öffentlichen Verkehr verunglückt sind und sich dadurch ein dauerndes Leiden zugezogen haden. laufend unterstükt werden. Noch nicht eingegangen ist die landesherrliche Genehmigung zur Annahme der vielbesprochenen Simon Blad-Stiftuna mit rund 600.000 Mark, der Stiftung der Gustav Borstell'schen Eheleute in Höhe von 300.000 Mark sowie des für die Siechenanstalten bestimmten Vermächtnisses der verwittweten Frau Thieme geb. Dittmar mit 100.000 Mark. Ein wegen Mordes be reits verurteiltes Mädchen wurde von der Strafkammer des Landgerichts zu Cöslin freigesprochen. Am 14. März d. I. wurde von derselben Strafkam mer die 15jährige Auguste Elisabeth Kaatz auö Streitzig für überführt erachtet, das 1 Jahr 7 Monate alte Kind ihres Dienstherrn, des Buchhalters Ahrenberg. am 21. Januar d. I. vorsätzlich getödtet zu haben, und zwar durch Vergiftung mit Schwefelsäure. Das Urtheil lautete auf zehn Jahre Gefängniß. Gegen dieses Erkenntniß legte die Vertheidigung wegen eines Protokollfehlers mit Erfolg Revision bei dem Reichsgericht ein und dieSache wurde zur nochmaligen Verhandlung an die erste Instanz zurückgewiesen. Schon nach dem Tode deS KindeS wurde von vielen Leuten angenommen, daß nicht die Kaatz, sondern das vierjährige Schwesterchen des Kindes diesem die ätzende Flüssigkeit beigebracht habe. Bei der jetzigen Verhandlung bekundeten Zeugen Thatsachen, die Wohl darauf schließen lassen, daß dem Schwesterchen des verstorbenen Kindes zuzutrauen sei, daß es der Kleinen die Flüssigkeit eingeflößt habe. Die Staatsanwaltschaft hielt die Klage aufrecht, der Gerichtshof kam aber zu einem freisprechenden Erkenntniß, da die Möglichkeit anzuerkennen sei, daß das Schwesterchen des Kindes die That usaefüürt babe. Hiesiges. Melea Kemmett, eine Aage stellte bei Daggett & Co. war gestern Nachmittag mit dem Schneiden von Zuckerwerk beschäftigt, paßte nicht ge nügend aus und gerieth mit den Fin gern unter daö Messer. Im et! Bin cent Hospital muhten ihr zwei ging amputirt werden. Der Slcherheitörath hat die Restauration in der Tomlinsoa Halle geschlossen, da. die Miethe nicht be zahlt wurde und den Platz für $720 v't 3ubr an die fiforifttn der Qkadt ! permiethet, sür die Markttage.

Ncruösc Erschöpfung licsciligl durch Dr. JMcsy Vereine. nbaltende Zerrüttung M Nervensystem? beeinflußt nicht nur da? Gehirn und die geistige Fähig ketten, sondern führt auch zur Erkrankung kbenk Wichtiger Orzane. Die gesährlichste dieser indirekten Folgen besteht in rinem Srgriffenvxrden deS Herzen?. Diese? war der Fall mit Rev. N. F. Lurface. ffawne Niver. Ind. Er schreibt:

Vor vierzehn Jahren hatte ich einen leichten Schlag, ansall. Ueberardeirnng führte nervöse Erschöpfung herbei. Ich wurde ungemein ervöS und die An ftnngung bei öffentlichem Sprechen verursachte Herz, klopfen, welches mein Leben bedrohte. Ich gebrauchte zwei Flaschen Dr. Miles' New Heart Cure für meine Herzbeschwerden und zwei Flaschen Tr. MileS' Sie storative Nervine für meine Nervosität und bin besser al? ich jemals wieder zu fein erwartete. Ich kann stundenlang sprechen ohne zu ermüden oder dr u Herzklopfen befallen ,u werden, wie die? früher der Fall war. und ich fühle mich Ihnen zn Dant dervslichtet. Zu haben bei allen Avothekern. Tr. MileS' Buch öder Herz und Nervenleiden frei per Posr. vr. MItes Medical Co., Elkhart, Ind. Dr. Mileö' Heilmittel machen gesund. Die Knaben, welche bei einer republikanischen Versammlung am 22. Oktober an der Ecke von Lir coln Lane und East Str. Herrn W. Keller durch Steinwürse verletzten, wurden im Polizeigericht freigesprochen, weil die eigentlichen Steinwerfer nicht zu ermitteln waren. tP Der Kontrakt für die ArmenBegräbnisse wurde von den County Kommissären annullier. Derselbe wurde anfänglich mit 3. W. Fontz abgeschlossen, aber dann dem Leichenbestatter JoneS übergeben, welcher wiederum den Kontrakt ChaS. Britton übergab. Die Untersuchung ergab daß Britton seinen Verpflichtungen als Leichenbestatter nicht nachkam. Wer noch nicht weiß, warum die Republikaner gewonnen haben, dem wollen wirS verrathen. Herr Szwirschina, der am 18. dö. hier eine Vorstellung geben wird, schrieb an Herrn Sprengpfeil, daß er um drei GlaS Bier gewettet habe, und da die Republikaner wußten, daß er ein armer Teufel sei, wollten sie ihn nicht um die 15 EentS bringen. Dieser Grund ist allerdings sehr einleuchtend. Die auffallendsten Seilungen von Scroseln, die man kennt, sind mittelst Oood's Sarsavarilla erzielt. Dieses Mittel sucht seines Gleichen der Blutkrankhetten. Gebraucht nur H o o d'S. Ho o d'S Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anGröße und Gewicht. 25. GT ChaS E. Jork wurde gestern von Polizist Gerber unter der Anklage ve,haftet einen gewissen John Kaney letzten Mittwoch in Mantels Barrel Hauö an West Washington Str. gestechen zu haben. Kaney, der noch in der Office dcö Dr. Eisenbe.ß liegt, identifizirte ihn als seinen Angreiser. Kaney arbeitet für Pugh Broö. in Haughville und Jork in den Cerealine Werken. Im heutigen Polizeigericht wurde daS Verhör auf den 17. Nov. verschoben, da der Zustand deS Kanev ein Verhör nicht zuläßt. Der New York Store, lEtablirt 1853.) SprzialVerkauf Wollener Bettdecken. BargainS in wollenen Bettdecken zu allen Preisen. Zum Beispiel : Eine feine, schwere wollene Bettdkcke, früher immer $4 50, jetzt $3.75. Sehen Sie unsere feinen ganz wol lenen tzö Decken. Der größte Werth in der Stadt. tatö.H! B W.

Öi I ''QyKWL w'jS t Kfk s MW lM y 4 4jh ZR Av

. Unsere vorzueglichen Flaschenbiere, darunter Cisber's Cafelbier, Schmidt's Budweifer und Maus' Topaz, baden sich laengst in der Gunst des Publikums festgesetzt. In der That haben Publikum wie Chemiker und Fachleute sich dafuer entschieden, dass es heute keine kraeftigeren, gesunderen und wohlschmeckenderen Biere im ganzen Lande giebt als die der Indianapolis Brewing Co. Bestellungen auf Flaschenbier mache man per Telephon, 578, oder im Tonica Tempi.

piellmaren Deutsche Bilderbücher

rliia!lc Mayer uiiad Co., 29 & 31 West Washington Straße,

haltet Euere Mße

Die größte Auswahl von warmem Fußzeug zu den billigsten Preisen findet ihr bei cüxcidö. cd. X55 irorDXE No. 73 Ost Washington Straße LTo. 73.

Warme Hausschuhe für Damen 50 Cents.

Knöpf- und Schnürschuhe zu $1.00 bis $2.00. Tuch-Stiefel für Herrn zu $2.00

Möbel, Teppiche und Oefen,

zu den mäßigsten Preisen. GHAS. WZL&m, No. 79 Mest Washington Straße. gegenüber dem Park Theater.

vp-to-vatv Schnellwasserheizer.

Kein Geruch von verbranntem Gai". Keine Verstopfungen und Geräusche in den Röhren. Hunderte im Gebrauch in allen Theilen der Stadt. Die bekanntesten Architekten dieser Stadt cm psehlen dieselben. D AjmeIInaeimeH 5 DoM ZNnrion Block, ßc&e ZNeridinn und Shio Btxnfce-

Deutsche Feuer- Versicherungsgesellschaft von 2ImLdnJLsa:cii.C3 Hauptofsice : 27h Süd Delaware Str., Indianapolis, Ind. Die älteste Berficherungö. Gesellschaft mit 42jährigem ehrenhaften Bestände Solid! Sicher! Billig! Cap ital $1 00,0 0 O. Beserve-Fond $270000. Versiöert auch gegen Gas'Explosion und oivituüzltVL !

Theodore Stein. Präsident. Lorenz Schmidt, Sekretär. Oovald öcidcncticlicr, Csliskr.

Inämnapalis Bis wg 6o.

Bottling Dep't. ! Puppen! in größter Auswahl. warm.

Wir verkaufen unser ganzes Lager von Nefrkgeratoren, Gaö-, Gasolinund Sovlenöl-'Oesen, Hänge matten und Kinderwagen, tn Raum zu bekommen für daS größte Lager von Heizöfen in der Stadt. & HARTMANN, 103-169 Oft Wajbingtou Ltrahe.

Theodor Itoycr, C3a$:?. August Döppcro. kC?röial und Clzzi:Zzn