Indiana Tribüne, Volume 20, Number 45, Indianapolis, Marion County, 1 November 1896 — Page 5

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5!o. 133, 140 und 143 Virginia Lvnrue. Lomsrvills, Nanaq.

SffenerSchreibebriefdks Philipp Lauerampfer. CepTrif ht i8q6 by th Ccrrnan Pret Plt. C. Mein lieber Herr RedaNionär!

Wie wir mit das Boot in den Hafen von Nei )ork eingelaufe in, do hen ich seiest wie der krischtof Klum. bumbus, wie er die Juneited Stehts erfunde hat. So ya pig hen ich nit mehr aefiehlt, seit den Dag an den ich geborn worde sin. Me? hen e Band an das Boot gehabt un die Hot die schöne Arie aus die Jungfrau von Orleanz: ohm, schwiet Hohm" gespielt, so schon, daß mich d:e helle Thräne aus mei Auge gelaufe sin. Jesser, der Dichter Hot -recht, sell find rner erscht aus, wann mer emol iwwe? die große Bach war. Der Wedesweuer Hot sich arm gut behehft un Hot einiges gedahn, for mich zu pliehse. Mir hen in Nei Jork noch e paar Stunde Zeit gehabt, bifor, daß die Trehn for heim gestalt Hot. Ich hen reitewea e Dispätsch an die Lizzie geschickt, daß ich da sin, un so Hot der Wedesweuer. An en Platz, wo en Landsmann von de Wedesweiler gehalte Hot, un wo mer e wenig Lunsch gehabt hen, hen ich e Tschehns gehabt, en Poppie, so en ilklne Pinscher, zu lause. Sell ls ebbes vor den Karlie, hen ich gedenkt. Der Karo werd doch bald an Qld Ehtsch sterwe un die Lizzie gleicht enidau nit, so en große Hund m s Haus zu hen, wo eem nit nor sei Bohns. sondern auch set iwm fresse duht. Ich en das Hundche in en Sack gesteckt un dann sin mer in arig gehobener Stimmung in de Trehn. Wie mer e paar Stunde geträwwelt warn, do sagt de? Wedesweiler: Phil Hot er gesagt, ch bitte dich um alles in die Welt, geb mich nit .eweg, mei Alte deht krehsig werde, wenn se ausfinen deht, daß ich ntendet hen, de: Ehnne zu heirathe. Willst de mich das prammisse?" Allrecht, hen ich gesagt, ich geb ernhau nicks drum, un damit war die Geschicht erledigt. Es war so ebaut acht Uhr Owends, do Hot die Trehn gestappt un mer warn heim. An das Dipoh Hot cn ganze Peil Männer gestanne un wie mir aus die Kar gesteppt sind, do hen ich erscht ausgesunne, daß es derSing verein Einigkeit war, wo ich dazu belange. Der Singlehrer Hot bis drei gelaunt un dann hen se das scheene, neie Lied Ich gneße Dich gesungk. No. no, wie mich des awer gefreut Hot! Wie se fertig warn, do Hot der Presstdent en Spietsch aemacht. Mister Sauerämper," Hot er gesagt, mir freie uns, daß Sie Widder da sin un ich glaube, daß ich im Sinn von all unser Membersch spreche, wenn ich die Ressolutzion vorbringe: wen Sie Widder beim komme sin, so sei es beschlossen, daß mer uns all freie un daß Jhne Ihr liewe Frau un Jhne Ihr newe Kin nercher sich auch freie un daß, un wenn un mir freie uns enihau." Do hen se all Hurah gehallert UN hen t arig mu sikalisches Hoch ausgebracht. Ich hen cf Kohrs auch en Spietsch gemacht. Schentelmanner , hen ich gesagt, des heißt, Sie sin kei Schentelmänner, ihr seid mei Freinde. So unvorbereitet wie ia) mich habe, muß ich doch, ob ich will oder nit, mein herzlichste Dank sage, for die Surpreis, wo Sie an mich aufgemacht hen un das ih all. Do hen se Widder Hurrah gerufe un dann sin mer in die Hahl g?martscht, wo mer e arig gute Zeit gehabt hen. Der Pressident Hot mich e neie Schnussbacks, so groß wie e Bushelbäsket fort Pressent gewwe. Ich denke, sell war arig schon von den Mann. Mir hen lattse Fonn gehabt UN auch e gut diel Bierche. Es war so ebaut zwölf Uhr Stenderd, do kam eenö von die Membersch zu mich UN sagt: Mister Saueramper, Se misse mich ecksjuhse, awer ich hen's vergesse. Jbne Ihr Frau wollt - hawe. daß Se reitewea von daö Dipoh heim komme sollt, bikohs die ganze Fammillie is do un will Jhne surprise. Ich sin sorrie, daß ich's vergesse hen Wisse Se. wie ich do gefiehlt hen? Ecksäktlie. als ob ich dem Feller sei Fehs smäsche sollt. Ich hen mich reiteweg rettig gemacht. Mein Sack, mit dem Poppie Hot uf en Stuhl geleae un owedruff so ebaut e dozzend Jwwerkutte. Ich hen schuh? gedenkt, daö arme Luderche war söffe kehted, awer eS Hot ihm kein Harm nit edabn. ?kü stn dann for heim ae start. In das Haus war alles dunkel un ich hen. weil ich keen Kieh mitgehabt hen, dorch das Kitschenfenster kleime 'tr i is m . . r. !i . f flfiMBi. wtn Poppie qen ico in c ilei nes Rudm newia die Kitschen ein? sperrt un dann sin ich in's Bettruhm. Die Lizne bot lckon vutiniehr drei Stund ln'S Bett gestocke un ich hen dorchln un dorchaus kein fremdlicheRe stpschen gehatt. Bei un bei is awer das Eis geschmokze UN mer hen Widder ufaemacht. Wie lang daß ich ge schlafe hen weiß ich nit, awer uf emol gibt mich die Lizzie en Pusch un sagt: Philipp, es ZS Jemand in's Haus: ich sin schuhr. sell is en Burglar.- Ich hen die Ohre gespitzt und hen ganz dlstinktle gehört, wie Jemand daun siehrs rumort Hot. Dattel duh", hen !ch gesagt, hen mei Gönn genomme un sin daunstehrS. Die Lizzie mit nicks als ihr Neitgaun an, is hinner mich komme. Der Kerl war in das kleine Ruhm newig de Kitschen. Ich hen e Matsch geleit un hen die Dohr ufae macht. Die Lizzie Hot e große Schüssel voll , Deia gesetzt vor Küche M Schneckenudeln ?u backe un der klein? yoppie war in du Schüssel gefallen. Der Deig iö ihm purtinier bis an den Kopf gerutscht un daS arme Diehrch: war fast gestorwe. No, no, was Hot der Poppie mit sei Fleßcher in den Well, hen ich ge denkt, wer von den Küche esse duht, der werd auch manches Haar Mn sinne.

i 00 JWV V ttW gegreint, wie e Kind, bikohs ihr Deig war gespeult. Der Poppie Hot ge guckt, ich sage Jhne, sell war e Seit. Alliwwer war er voll Deig gepehst un mer hen ihn auch nit kliehne gekönnt. Ich denke der Poppie werd sei ganz Lewe lang voll Deig sticke. Womit ich verblelwe Jhne Jhrn lieber Philipp Sauerampfer. Das Deib des ZZanditen. Vsn Hermann Eeyfsert. Einige Meilen von Neapel aelanak man an einen Hügel, der zwar nicht sehr hoch, aber dicht mit Strauchwerk überwachsen ist, so daß er von ferne fast wie ein ansteigender 'Mald aus sieht. Ungefähr im Mittelpunkte dieses Hügels befindet sich eine sehr tiefe und geräumige Höhle, deren Eingang ebenfalls ganz von Gestrüpp verdeckt und kaum so breit ist. daß ein Mensch durchzuschlüpfen vermag. Diese Hohle war nun aber der Äufluchtsort einer berüchtigten Bandi. tenrotte, die das Land ringsum beunruhigte, die Reisenden ermordete, die reichen Abteien zerstörte und oft mals den wachsamsten Gensdarmen Trotz bot und ihnen ein Schnipp chen schlug, wenn sie schon dachten, endlich einen glücklichen Fang zu ma chen. Genug, diese Bande war so kühn und verschlagen, daß die Neapolita ner, wenn sie Abends am Feuer bei sammen saßen, sich die schaudervollsten Geschichten von ihren Wagnissen er zählten. Und thatsächlich war es niemals emem Schergen gelungen, sich auch nur eines Einzigen der Banditen zu bemächtigen. Und da sie unterein ander den Schwur geleistet hatten. durch Ausnahme neuer Glieder ihre Familie nicht zu vergrößern, so ver mehrten sie sich nur durch Geburten innerhalb ihres geschlossenen Kreises, verminderten sich aber allmälig durch häufigere Todesfälle so sehr, daß schließlich nur noch em einziger Rau ber mit seinem Weibe und seinen bei den Kindern von . der ganzen Truppt übrig geblieben war. Dieser Mann, mit den Seiniaev nunmehr alleiniger Besitzer der Höhle, nannte sich Ullo-Guru. Er war un gefähr vierzig Jahre alt, besaß Pech, schwarzes Haar, ein im Gegensatz hier, zu auffallend bleiches Antlitz. Kühn heit sonder Gleichen und was das Schlimmste war. einen wüthenden Barbarismus. Man erzählte sich dit ungeheuerlichsten Legenden über ihn ; schon als Knabe sollte er seine Jugendgespielin, ein herrliches, schönes Mädchen, jählings mit seinem Dolck erstochen haben, nur wen sie emem Andern, als ihm, einen bedeutungsvol.len Blick zugeworfen hatte. Das Morden war überhaupt seine Lieb lingsbeschäftigung. Es verdroß sei nem furchtbaren Auge, etwas Lebende zu sehen, und nur seme Hohlen-Cum pane, sein Weib und seine Kinde, verschonte der Unmensch. Als de, troglodytische Räuber sich immer mehi vereinsamt fühlte, fing auch seim mörderische Beschäftigung an, ihn zu langweilen, und er führte seitdem mehr und mehr ein zurückgezogenes, beschauliches Leben, denn die Beute, welche er während der Reihe von Iahren selbst gemacht und von den verstorbenen Genossen geerbt hatte, reichtt hin, ihn bis an sein Ende zu ernähcen. Mit Hilfe Pfiffiger Verstellungskunst wußte er sein schreckliches Räu-Ker-Exterieur zu jeder Zeit in ein ganz unverdächtiges zu verwandeln, und in solcher Gestalt tauchte er plötzlich ungesehen irgendwo auf öffentlichem Markte auf, versorgte sich mit LebensMitteln und verschwand wieder unbemerkt. Das währte Jahre lang, und die Gensdarmen hatten ihn längst vergessen. Ullo-Guru wiegte sich immer mehr m Sicherheit und verließ emu Tages, als ihm das Pulver auSgegangen war, in Begleitung semes Weibes Oriella, früh Morgens stin Versteck, und zwar ohne zede Berkleidung, ganz keck die doppelläufige Flinte überem Rücken und furchtlos das dichte Ge holz durchquerend. Als er am Saume desselben angelangt war, machte er Halt, schickte sein Weib nach der Stadt. um für andern Bedarf zu sorgen und versprach ihr, sie an dieser Stelle wieder erwarten zu wollen. Der ehemalige Rauber schweifte nun umher, um einen Jäger oder Wilderer zu erspahen, den er erschießen und ihm sein Pulv?rhorn abnehmen könnte, Da erblickte er auf der Landstraße eine Staubwolke, und sein scharfe? Auge erkannte deutlich die Umrisse von Bewaffneten, die ihre Richtung geradenwegö auf das GeHolz zu nah men. Gut, sagte Ullo-Guru vor sich hin, indem er kaltblütig seinen Carabmer von der Schulter nahm, die werden Pulver für mich haben. Und als die Gensdarmen. die offen bar ausgezogen waren, aus einen an, dern Uebelthäter, als den längst ver gessenen Räuberhauptmann, Jagd zu machen, sich in Schußweite befanden, wurden auch sofort zwei von ihnen todt zu Boden gestreckt. Ullo-Gurus Gewehr traf gleich mitten du ichs Herz. Der Verfolger waren aber noch drei und da dem großen Räuber leider M allerletzte Pulver ausgegangen t& mit den beiden abgegebenen Schüssen, so mußte er sich verstecken. Er ward nachdrücklicher bedrängt und verfolgt, als er erwartet hatte. Wie em Fuchs mußte er sich durch die Gebllsche drängen, da die Verfolger ihm stets auf den Fersen saßen und ge schworen hatten, blutige Rache, fiir jhry qetödteten Kameraden zu nehmen.

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Unaufbljrlich den Athm Ma.lte.nd.

schleichend und im Stillen di'e Blakter

verfluchend, die unter und neben ihm rauschten und gestreift wurden, schlich er von Busch zu Busch. Zuweilen horte er, wie die Gensdarmen die Aeste zerbrachen, die ihn verborgen hielten, dann erblickte er seme Verfolger gar selbst.und einmal tauch ten ihre rothen Wammse nur wenige Schritte weit von ihm auf. Endlich, nach einer dreistündigen Angst, gelangte er zu seiner Höhle. Doch es dauerte nicht lange, da erschollen schon wieder die Schritte und die Verwünschungen der Gensdarmen, und em vielfältiges Echo raunte dem Einsamen die Gefahr semes Lebens um so grausiger ins Ohr. Einmal schien es, als entfernten sich die Schergen wieder, als wenn sie die Spur verloren hätten, gleich darauf aber vernahm der Umzingelte wieder ihre Stimmen und Fußtritte. Der Eingang zu der geheimnißvollen Hohle war so versteckt, daß sein Bewohner so gut wie sicher sem durfte, der Gefahr entronnen zu sein. Nur für fein zurückkehrendes Weib fürchtete er noch. - Minuten waren ' wieder vergangen. fernt'zu haben. Ebenso gut mochten sie aber auch m unmittelbarer Nahe lausie aber auch m unmittelbar Nähe lauern und sich absichtlich still verhalten. UlloSuru lauschte, sein Ohr war noch scharfer als sem Auge, und er wurde den leisesten Athemzug eines im Hinterhalt befindlichen Lebewesens geHort haben. Alles war ruhig. Da. plötzlich ein knisterndes Geräusch. Ullo-Guru hielt den Athem an und horchte wie ein Luchs. War es ein Scherge oder sein Weib, was sich in einiger Entfernung, seinem Auge unentdeckbar, bewegte? Mit einem Male begann der kleme Jambo, der seit langen Stunden nicht gestillt worden war, nach der Mutter Brust zu schreien und zwar so heftig. daß es Nicht möglich schien, ihn anders als durch Nahrung zu beruh! gen. ... . Und nun borte Ullo-Guru wahrend der kurzen Pausen des kindlichenJammergeschreis wieder die verdächtigen Geräusche der Spürer. Verdammt !r fluchte da der schreckliche Räuber ingrimmig in sich hinein, und der Todesschweiß trat ihm auf die Stirne, dieser Balg wird mich und diesen Schlupfwinkel verra then !" Er lauscht mit Anstrengung aller Nerven, aber das Geschrei seines Kindes übertönt das auffälligste Geräusch außerhalb der Höhle. Ullo-Guru verschließt mit eiserner Hand den kleinen Mund des Kindes und nun hört er, wie die Gensdarmen ganz nahe schon am Eingange sind. Noch' kön nen sie die Oeffnung nicht entdeckt ha ben, aber jeden Augenblick kann es ge schehen. Die krampfhaften Bewegungen des armen kleinen Jambo sind so heftig, daß er. schon halbe erstickt, den Mund unversehens wieder befreit hat uni nun mit doppelter Gewalt in das zu rückgedrängte Geschrei ausbricht. Da ergreift der wilde Raubersmann den Knaben voll jäher, qualvoller Wuth und schleudert ihn mit heftiger Kraft gegen dieFelswand.daß die feinenGlie derchen wie Glaö zerschellen. - Fahr' zur Holle, Du Wurm r suchen leise seine bebenden Lippen da noch zuckt die kleine Leiche . tritt Ullo-Gurus Weib in die Höhle Sie hatte das Gehölz voller Srnrren gefunden und sich bis jetzt verborgen halten müssen. Das verdächtige Gerausch, das Ullo-Guru , veranlav, kurzer Hand sein Kind zu zerschmettern, rührte nicht von den Verfolgern her, sondern von Jambos Mutter. Sie brachte Nahrung für den Knaben. nun war'S zu spät. - Sie hatte nur noch den letzten Aufschrei des kleinen GeschöpfchenS vernommen. Mit stierem Blick stand daS Ungeheuer von Vater vor ihr. Oriella schwieg. Einige Sekunden starrte sie auf die blutrünstige kleine Leiche, dann verließ sie die Höhle, stumm, ganz stumm. Vor dem hohen Rathe von Neapel erschien noch am selbigen Tage ein bleiches, armselig gekleidetes Weib. Ihre Augen glänzten, und ihre Nasenflugel vibnrten. Wer seid Ihr, und was wollt Ihr?" fragte man sie. Wer ich bin, mag, Euch aletch sein", antwortete sitz m sicherer Stimme. WaS will? Euch Mv Guru gusliesern, den letzten Räuber, der in der geheimnißvollen Hohle bei Neapel haust Wie? Ullo-Guru. den wir längst wie die Andern verschollen glaubten er lebt noch r So lange ich ihn nicht verrathe. Und wie kommt Ihr dazu, ihn zu verrathen, seid Ihr sein Weib?" Er ist ein Ungeheuer ich bin nicht ein Weib So ist es auch wohl Ullo-Guru. der zwei unserer besten Gensdarmen heute früh getödtet hat?Er wird es sein, und er würde vielleicht alle seine Verfolger getödtet haben, wenn er noch Pulver gehabt hätte Und Ihr wollt uns die verborgene Hohle verrathen? ' Ja. das will ich. Und sogleich." Wird er Widerstand leisten?- ' Ich glaube nicht. Er wird sich be rauscht haben, wie er immer zu. thun pflegt, wenn er gemordet hat. Und Oriella führte die bewaffneten Soldaten an den urt ves rouc Als sie in die Hoble traten, sandm sie den Räuher. auf cjnern. Steine f . i ' . f C1..2W. liveno, ven rannen ops aus vrivr Fäuste aeftützt. vor sich hinbrütend und seine entgeisterten Augen auf den ent seelten Kindesleichnam heftend. Er I war nicht berauscht, diesmal datte

ferne Mordlust nicht in feurigem Wein erkränkt. Die Lust am Lebenwar ihm verraucht, Ullo-Guru war 'zu Tode ernüchtert. Ruhig ließ er sich ergreifen und fesseln und leistete auch nicht mit einem Worte Widerstand. . Sechs Tage später ward er in Nea-

pel hingerichtet. Das Weib des Banditen blieb verschwunden, aber die Ungewißheit ihres Schicksals beschäftigte noch lange das Gespräch der Neapolitaner. Erst nach Jahren hörte man wieder von ihr. Viele Meilen von Neapel entfernt hatte man ein Bettelweib getroffen, daö an der Hand ein hübsches, kräftiges Mäd chen führte und überall erzählte, sie fei Oriella, das Weib des hingerichteten Banditen Ullo-Guru. und ihre kleine Begleiterin fei Geta, ihr gerettetes Kmd, die Schwester deö erbarmungslos vom Vater zerschmetterten Jambo. Man schenkte der armen, gebeugten Frau überall Mitleid und reichliches Almosen, bis die schöne, graziöse Geta eines Tages von einer herumziehenden Cirkus-Gesellschaft aufgenommen und zur Kunstreiterin ausgebildet wurde. Ihre alte Mutter behielt sie bis zu deren baldigem Tode bei sich, sie selbst aber ward schnell eine gefeierte Artistin, die ihren Namen ebenso berühmt in Akrobatenkreisen machte, wie ihr Vater Ullo-Guru den seinigen berüchtigt gemacht hatte. DaS Aepfelchen. Der österreichische Dickter Easselli wollte sich einmal in einem ungarischen rLLi.x. . r: rr rr vsiuuiujni iuiicu iuicii. vjü lam ein kleiner Kerl, der sich unter vielen Bücklingen als der Barbier vorstellte und geschäftig Messer, Scheere, Seife, Schleifstein, Abzlehrlemen.Puderquaste, Serviette und einen kleinen Avfel auspackte. Dann stellte er einen Stuhl zurecht und sagte in seinem mangelhaften Teutsch: Haben Gnade sich nieder lassen!" Währenddes Einsehens meinte er selbstzufrieden: Stinko gut, Gnaden, nit wahr?" Darauf zog er das Messer ab und fuhr fort: Habe oft Gnade gehabt, gnädige Herren zu bedienen !" und zahlte mit großer Jungengeläufigkeit deren eine Menge her. Unterdessen war aber die Seife wieder eingetrocknet, . und er sagte in ein Ichmeicheinoem Ä.one: Gnaden müjjen sehr hitziger Herr sein,, weil Seif' so leickt eintrocknet." Nun erarin er das Aepfelchen und bat: Haben Gnaden Gnad und nehmen Aepfel m Maul, damit ausfüllt Wangen." Castelli that das. weil der Apfel wirklich appe titlich aussah, und wurde über den Apsel rassrt, gewaschen, abgetrocknet und gepudert. ' (sastelli war ganz zufrieden und gab dem Barbier seinen Lohn. Ta bat dieser ganz gehorsamst um sein Aepfelchen. ..Das habe ich gegessen und hinunter geschluckt" sagte (sastelli arglos. bestürzt erwiderte der kleine Barbier. 0, habe schon viele Kunden mit diesem Aevfelcken ranert: wo soll ick nun der. nehmen Aepfelchen so kleines?" T b e n r e s Andenken, ftraii (zu : ihrem Manne, der seine .Papiere l i v rw . rf e . -v . -v.-v-oronet): 'vas yan oenn da? vcann: Theure Erinnerungen an unsere Hochzeitsreise. Frau: Ach, Du süßer Mann, was für Erinnerungen sind das denn? Mann: Die Hotelrechnungen. Genaue Auskunft. Zeuge: Das kann ich Jhne ganz genau sage. Es war uss en Sonntag Nachmittag. Ich saß und las in der Bibel, und schlief. Da sab ick. wieder Anaeklaate dem Ankläger en Eimer über de Kcpf schlug, dafe em de Reise um den Hals hänge bliebe. Ob er'n aber aetroffe hat. das kann ich so bestimmt net b Haupte. fvri v

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