Indiana Tribüne, Volume 20, Number 44, Indianapolis, Marion County, 31 October 1896 — Page 2

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Zndiana JrivNne.

Erschemt Täglich und Sonntagv. Die tägliche TribKne- kostet durch den Xtlger 1 Gent per Woche, die SontaaS.rrbane'H Cent! per Oche. Seide usar? 15 Tent der U LentI per Ctintt. Per Poft uKerhalS dn ttdt ,ngefchit tm vraISilnnz V p ahr. onufi 18 eüd rttadama trabt. IudiznapoUS, 3nd.,31 Oktober 1896. LluS der Pony(?xprebzelt. Sie liegen noch nict sehr lange hinUz uns, die ,omantlschen..Tage bei Westens, ehe die Eisenbahnen ihr Netz werk über die gr.en Ebenen spannten, die Tage der Pony-Expreßreiter.welche auch im Postdienst eine bedeutende Rolle spielten und noch größeres Interesse beanspruchen können, als die Ezpreß-Kutschen. Vor Kurzem wurde in einer Zeitung behauptet, daß es bei uns ; nur noch fünf überlebende Pony-Expreß-Neiter gebe. Gegen diese Angabe legt einer der übersehenden Veteranen dieses Dienstes, der Coloradoer T. R. Miller, Verwahrung ein und versichert.daß wenigstens dreimal so viele noch unter uns weilten. Jch bin stolz auf meine Erfahrungen in diesem Dienst," erzählt er und ich habe College gehabt, welche verdienen, von der Nachwelt in dankbarer Erinnerung behalten zu werden, so unter Anderen Samuel Gibson, den Entdecker der Asphaltlager in Utah, welcher gleichfalls noch nicht in das Jenseits eingegangen ist. Wie viel Romantik aber auch für den Zuschauer und Leser in diesem Wirkungskreis gesteckt haben mag, sür uns selbst war dieser Nimbus wenig fühlbar, und unser höchster Genuß war schwere Arbeit, gelegentlich gewürzt durch ein gefährliches Abenteuer. Die erste denkwürdige Probe mit . der Pony-Ezpreßreiterei war die Bei förderung der Botschaft des Präsiden ,'ten Buchanan, im Frühling des Iahres 1857. Unsere Gesellschaft hatte die Route von St. Joe aus über Salt Lake City, dieselbe, welche später von Ven Holliday betrieben wurde. Eine südlichere Route,' die von der Butterfield'schen Gesellschaft versehen wurde, ging durch Arizona. Wir hatten gewohnliche Berg.Ponies im Dienst, die andere dagegen benutzte Zuchtpferde. Und doch ritten wir damals der anderen Gesellschaft den Rang ab, und als Butterfields Leute in Mojave eintrafen, sahen sie bereits die Präsidentenbotschaft. aus San Francisco zurückkommen. Butterfield erlangte aber mit der Zeit die Controlle über beide Linien und betrieb die südliche weiter, bis er sich auf die Begründung einer Kutschen-Linie von St. Joe nach San Francisco, in der erstgenannten Richtung, verlegte. Meine eigene Reltstrecke ging von Eczan Canyon bis nach Antelope ' Springs, in Nevada. Wir hatten 60 bis 80 Meilen weit zu reiten. An meiner Strecke hatte ich zwei Pferde-wechsel-Stationen. und ich konnte den Ritt, wenn Alles programmgemäß ablief, in sechs, oder acht Stunden machen. Stets batten wir mehr oder weNiger vor den Rothhäuten auf der Hut zu fein; doch hat man über diese Gefahr bedeutend übertriebene Darstellungen verbreitet. Wir hatten keine Zeit zu verlieren, und wenn wir es irgend vermeiden konnten, ließen wir es auf keinen Kampf ankommen, so schneidig- uns auch zu Muthe sein mochte. Meistens umgingen wir die Indianer, wenn wir solche in der Nähe wußten, oder 'sprengten sogar gerade vor ihnen davon; wenn wir uns aber schlagen mußten, so schlugen wir uns gut. Das Land war indeß so groß, und die Zahl der Indianer Verhältnißmäßig .so gering,- daß wir geradezu in einen Schwärm derselben hineinreiten mußten, ehe die Geschichte ernst wurde; auch dann nahmen wir es noch mit einer ziemlich bedeutenden Uebermacht auf. Von solchen Indianern, wie ich sie meistens getroffen habe, konnten noch keine zehn einen der Unsrigen so leicht überwältigen, und wer es mir nicht glaubt, dem kann ich nicht helfen. Manchmal wurde freilich einer der Unsrigen gefangen, und auf eine Verwundung durfte es uns auch nicht ankommen. Auch ich trage noch einige Narben solchem Wunden. Unsere Stationen waren durchaus nicht befestigt. Es waren Blockhütten oder auch Rasenhäuser, mit je drei oder vier Mann als Besatzung, und obwohl sie immer und immer wieder niedergebrannt wurden.' ging es mit dem Wiederaufbauen sehr schnell, und solche Vorfälle .konnten keinen bedenklichen Verlust oder tmt bedeutende Unzuträglichkeit in unserem Dienst verursachen. Stets wußten wir, wann wir den Reiter von der nächsten Station zu erwarten hatten, die Pferde standen allezeit fix und fertig, und wir hatten gewohnlich neiter nichts zu thun, als die Post umzuladen was im Nu geschehen war. . Die einzige Verzögerung entstand durch das Trinken eines Schlucks Wasser wenn es auch mitunter Feuerwasser gewesen sein mochte oder eine Tasse Kaffee, und dann hurre-hopp-hopp sauste die Post wieder weiter. Dieses Reiten war. ein t)r. harter Dienst, und ein kühler Kopf sowie ein scharfes Auge thaten dringend Noth dabei. Nicht blos von Indianern wurde es uns erschwert, auf unsere Zeit zu kommen, sondern wir hatten mitunter auch mit garstigen Stürmen zu kämpfen, bei welchen kein Umgehen möglich war. Die Indianer waren am bösartigsten-im Jahre 1861;. da.'mals kam es , zu etlichen schlimmen Kämpfen. Das Unheil war aber auch dann nicht groß, da die Indianer niemals lange . am. selben Platze, weilttn. Selbst die größten Aufregungen wur den für uns etwas . so Gewöhnliches und Prosaisches. wie . in anderen menschlichen Berufsarten-harmlosere, ptnn auch ärgerliche' Unfälle."

Amerikanische Mumien. Weit verbreitet ist die Annahme, daß nur im fernen Orient, speciell in Egypten, gut erhaltene Mumien gefunden werden, welche die Gestalt und

das Aussehen, das die velressenoen Personen bei Lebzeiten hatten, .erkennen lassen. Dies ist jedoch irrig, denn in der Smithsonian Institution zu Washington befinden q aucy amenkanilcbe Mumien, wiewohl dieselben von den egyptischen weit verschieden sind. Für die alten Ägypter yaue der Tod eine andere Bedeutung, als für die Urbewohner unseres Landes, und aus diesem Grunde trafen pe schon bei Lebzeiten die umfassendsten und sorgfältigsten Vorbereitungen für ihre Bestattung, damit letztere mit ihrem Stande im Einklang stände und keine Schande über sie brächte. Unter diesenUmständen kann es durch aus nicht überraschen, daß in Egypten die Kunst des Einbalsamirens sowie der Einhüllung der Leichen in Seide zu großer Blüthe gelangte und in den Königsgräbern Mumien gefunden wurden, an denen Jahrtausende spurlos vorübergegangen sind. Mit der artigen Mumien lassen sich die amerikanischen Funde freilich nicht vergleichen, immerhin aber lassen dieselben das Aussehen der Urbewohner unseres Landes erkennen und die als Umhüllungen der Mumien dienenden Matten wie Kleider ermöglichen uns eine klare Vorstellung von der Handfertigkeit jener wilden Völker. Me amerikanischen Mumien-stammen aus einer Vegräbnißhöhle in Alaska, wo sie von einem Agenten der Alaska Commercial Company gefunden wurden, der sie der Smithsonian Institution über wies. Nach den Mittheilungen des russischen Priesters Jnnocenti ist eine interessante Legende mit den Mumim verknüpft. Auf dem alaskanischen Eiland Kagamil lebte einst ein vornehmer Toyon", ein reicher Mann, der einen einzigen Sohn von 13 Jahren besaß. Diesem war er auf das Zärtlichste zugethan und um dem Knaben eine Freude zu bereiten, baute er ihm eine kleine Vidarka- (Ledercanoe), die er nach Vollendung selbst zum Wasser brachte. Der Knabe tummelte sich vergnügt in seinem Canoe auf dem Wasser und gewahrte dabei einen Tauchervogel, den er zu erlegen wünschte. Immer weiter entfernte er sich vom Ufer, gefolgt von einem anderenJndianer, der ihn erschrecken wollte und zu diesem Zwecke einen Pfeil auf ihn abschoß. Das Geschoß traf das leichte Canoe, letzteres kenterte und der Knabe ertrank. Nicht ohne Mühe zog man den Leichnam aus dem Wasser, der dann, in die schönsten Matten und Kleider gehüllt, w einer Höhle unweit von dem Hause des alten-. Toyon- bestattet wurde. Am Tage'derBestattung that die Schwester,des Ertrunkenen einen unglücklichen Sturz, der ihr dasLeben kostete, und sie wurde an der Seite ihres Bruders zur letzten Ruhe gebettet. Dasselbe geschah mit dem Vater, der vor seinem Tode befohlen hatte, seine Leiche sorgsam in Matten einzuwickeln, um dieselbe länger pzät serviren zu können. Dies geschah und nach der Bestattung des Vaters wurde die Höhle geschlossen, in welcher die Leichen vollständig murnipcm )vxü. In der Smithsonian Institution haben diese Mumien ihrm Platz neben den egyptischen erhalten. Der Sohn ist in sitzender Stellung placirt. Gewebe wie Muskeln des Körper? sind theilweise zu feinem Staube zerfallen, doch ist die Haut noch zum größten Theile erhalten, ebenso wie der pergamentähnliche Skalp, der mit struppigem Haar von schwarzer Farbe und secks 5o Länae bedeckt ist. Um den Oberkörper waren Streifen einer sehr feinen Grasmatte gewunden, deren Herstellung unzweifelhaft mühsame Arbeit von monatelanger Vauer ersordert hat. Die ganze Leiche war dann in eine gröbere Matte gehüllt, die an dem unteren Rande mit einem Besatz von Seeotterfell verziert war. Codseindschast. Von Wilhelm Herbert. Man war früher sehr intim gewesen. Da auf einmal kam die große Fehde. Es ließ sicb nicht mehr genau feststel len, ob es das grauseidene Kleid der Krau Bauamtmann oder das aetüpfelte Moirekleid der Frau Stadt räthin gewesen aber daß die Damen und deren Kleldneid den Zwist auch unter die Männer getragen, das stand fest und feitdem herrschte zwischen den Familien erbitterte Feindschaft. Denk' Dir nur." sagte der Stadtrath, als er heimkam, in höhnischem Tone, jetzt wollen sie gar morgen ein Festessen veranstalten Wer?" fragte sie ein wenig mißtrauisch. .Na, wer sonst entgegnete er, als die städtischen Collegien und Beamten ein Gemeinde Festessen tm .Rotten Roß- hast Du schon einen solchen Unsinn gehört? Wenn wenigstens ein Ehrentag von irgend Jemand wäre aber so ganz ohne Grund und noch dazu aus dem Stadtsäckel da mag sich die Bürgerschaft etwas Schönes bei denken! .Wer hat denn die Geschichte wieder angestiftet?" erkundigte sich die Frau Stadtrathin uneremrt. Leicht zu rathen!" sagte er gereizt. Er, von dem alles Gute und Kluge kommt unser ganz specieller Freund Felser der Bauamtmann!" Ich geh' natürlich nicht hin!" setzte er bei. - Du mußt hingehen!" entschied sie. Du bist das unserem Ansehen Du bist es Deiner Stellung Du bist es mir schuldig!" Er that einen schweren Seufzer. Gut!" sagte er dann. Ich gehe hin. Dir zu Liebe lediglich um die Opposition zu markiren sonst hat's ja keinen Zweck. Der Stadtrath empfing an diesem

Tage und am nächsten Morgen noch eine Reihe von geheimenJnstructionen wie er sich zu verhalten, wie er die Fa milienehre' der Müller zu vertreten, wie .er insgeheim auf die Reden und

Verleumdungen des Bauamimanns zu lauschen habe kurz und gut. er kam sich vor wie ein mit einer colossal wichtigen Staatscommission Betrauter, als er am nächsten Abend in seinen Beamtenrock fuhr und sich dann bei seinerMonarchin jut Abschiedsaudienz meldete. Nimm Dich vor Weinflecken in Acht," sagte sie und reichte ihm die Binde, man bringt sie schwer heraus und hier hast Du den Hausschlüs scl und hier " Sie gab ihm zehn Mark, die er mit einer ziemlichen Enttäuschung betracktete. Käthe", sprach er, .Du weißt, wie mäßig ich lebe aber man kann nicht sagen, was für Fälle vorkommen ich will auch für alle Fälle unsere Familie anständig repräsentiren gieb mir noch zehn Mark!" Ohne Widerrede behändigte sie thm noch ein zweites Goldstück. Dann schüttelte er ihr mit einem zärtlichen Gutenachtkuh die Hand und stieg die Treppe hinunter. Du bleibst selbstverständlich nicht zu lange!" rief sie ihm noch nach. O o!" gab er noch einmal zurück, was sie für einen Schwur, daß er spätestens bis elf Uhr daheim sein werde, nahm. Dann ging er seiner Wege. Da, kurz ehe er daS Rothe Roß" erreicht, kam Felsen der Bauamtmann und Todfeind des Weges. Sie sahen sich und wie zwei KampfHähnen riß es ihnen die Köpfe empor. Die Stirnen runzelten sich in Falten, die Blicke nahmen eine gewisse Hohheit an und der Eine legte dieHand auf den Rücken, während der Andere sich mehr rm . r. . i f : . ijirillNF Dcijptapj, rocn er jic in vie Tasche steckte. Jeder beschleunigte seine Schritte, um dem Anblick M Gehaßten möglichst bald entrückt zu sein, und so kam es, daß sie gerade am Eingang des Rothen Rosses zusammentrafen. DaS Dekorum mußte gewahrt werden. War man doch heute gewtssermaßex Amtswegen da und. wo der Dienst befiehlt, da müssen die Gefühle schweien Man lüpfte gegenseitiA den Hut. ßmttm Bitte!" Dann schritt der Stadtrath gemessen voraus und der Andere ebenso ge messen zwei Stufen hinterdrein. Oben im Ehrensaal beim .Rothen Roß" war es herrlich. Die Wandvertäfelung glänzte im goldenen AbendSonnenschein, als spiegelte sie all' die rothen Nasen wieder, die hier oben schon entstanden waren. Die prächtigen Eichentische waren blendend weiß deckt und Humpen. Becher und Aufsätze. Römer. Gläier und Krüge fU deten 5in vielversprechendes Stmlebend'rauf, zwischen dem es bald erheblich laut werden solltet Als dann die Oberhäupter der Stadt sich eingefunden hatten, setzte man sich angeblich zwanglos gruppirt; in Wirklichkeit war aber doch schon lange voraus vorsichtig alles. Für und Äider genau erwogen und darauf gesehen worden, daß nur gleichgesinnte Elemente in unmittel, barer Nähe zusammentrafen. Wie immer bei solchen Gelegenhei-' ten hatten es aber doch die Tischord ner hier und dort nicht ganz getrossen und so kam es. daß die beiden Todfeinde sich Plötzlich schief gegenüber saßen. Müller stieß, als er dies bemerkte, empört und mit einer gewissen Arroganz sein Bein unter den Tisch, prallte an das des Gegners, das er offenbar hier nicht vermuthet hatte, brachte ein verlegenes Pardon heraus und erlebte die Genugthuung, daß der Andere, welcher ursprünglich ein Attentat vermuthet, dann aber doch die Sache milder aufgefaßt hatte, sich zu einem kühlen Bitte sehr!" herbeilassen mußte. Etwas ernster gestaltete sich die Sache beim ersten Toast, welcher der guten Vaterstadt galt. Mes erhob sich die Römer klangen zusammen es war unvermeidlich, daß man, wollte man sich nicht vor der ganzen Corona eine Blöße geben, gleichfalls die Gläser zusammenstieß. Mit einer Grandezza, wie man sie diesseits des Ebro nimmer vermuthet hätte, geschah dieses Ereiqniß und Beide hatten fest vor, kaum wje eine Biene am Glase zu nippen, um nicht etwa den Andern vermuthen zu lassen, als wäre das Prosit" irgendwie vom Herzen oder aus dessen Umgebung gekommen. Aber der köstliche Trank legte die Kehlen in seinen Bann. . Todfeindschaft und Welt vergessend soa und sog der hüben und der drüben den Kelch bis zur Neige leer und blinzelte dann erst mit feuchtfröhlichem Blick wieder von seinem Grunde auf. Diese Blicke trafen sich ein jäheö Erschrecken, ein plötzliches Stirnrunzeln und die Todfeindschaft war wie der markirt. Mit einem Male brach unten am Tisch ein heftiges Wortgefecht über die Restaurirung des großen Rathhaussaales los, das sich rasch herauswälzte. Der Stadtrath, der von diesen techn!schen Fragen außerordentlich wenig verstand, widmete sich mit scheinbar um so verständnißvollerem Eifer dem Weine und warf nur plötzlich ein lautes Sehr richtig!" dazwischen. Nicht wahr!- sagte sein Nachbar eifrig, .Sie geben dem Herrn Bauamtmann auch recht?" .Ich dem Herrn Bau ich dem stammelte Müller entgeistert. .Aber Sie haben doch eben seine Ausführungen mit einem .Sehr richtig!" begleitet!" fuhr der- Nachbar lächelnd fort. .Also wir bilden eine Gruppe, meineHerren, um seinen Plan durchzuführen! Herr Stadtraih Müller, ich, dann Sie und Sie ." Der Stadtrath hörte mit Entsetzen, daß er plötzlich und wider Willen eine Gruppe bildete eine Gruppe' zur Durchführung eine VlaneS -seineZ

Todfeindes es war zum TollHäuseln! Er wollte aufstehen Protestiren, einwenden da toastete es gerade wieder vonoben herunter; man mußte anstofcr und es war selbstverständlich, daß

die unvermutheti miteinander vergruppirten" Feinde ihre Gläser etwas freundlicher an einander klingen ließen.' Wie finden Sie den Kaffee?" frug dann der Bauamtmann unvermittelt. Ausgezeichnet!" rief der Stadtrath, ganz paff, mechanisch, hustete und setzte bei: .Das heißt es thut sich!" Ja, gewiß!" sagte der Andere. .Mir ist der zu Hause auch lieber von meiner Frau " Frau! Hm! Natürlich Die! Die! Mit einem Ruck war beim Gebenken der Hüterinnen des Herdes das Flämmchen Anknüpfung wieder erstickt, undTodfeindschaft brütete neuerdings über den Gemüthern. Die Stunden verstrichen und die Herbstnacht mit ihnen. Frau Stadtrath Müller lauschte mit Entsetzen dem, was der Kuckuck rief, machte sich die eindringlichsten und schwersten Vorwürfe, daß sie diesem -wortbrüchi-gen und ungetreuen Manne den Hausschlllssel anvertraut hatte, und entwarf endlich die Disposition für eine sehr eingehende und ausfällige Gardinenpredigt über die Schändlichkeit der Männer im Allgemeinen und eines gewissen XaveriuS Müller im Besonderen. lznvttch' es graute deretts vernahm sie einen sehr lebhaften Abschied vor dem Hause, dann hörte man ein Geräusch an der Hauspforte, als fuche ein schüchterner Schlüssel nach dem Schloß. Darauf wurde der m.ehrfayZ pergeblich unternommene Versuch, hgs Hausthor Wieder zu schließen, laut pnd a!S es endlich gelungen war, keuchte und sang - ja, es sang leise trällernd dazwischen etwas, über di.e Treppe herauf. DaS Ungeheuer! Das Unseheuer brauchte neuerding? fünf Minuten, eh? ihm das Oeffnen der Wohnungsthür, gelang, dann tappte und polterte es einigermaßen fremd auf dem Corridsr herum und endlich kam'S noch immer leise trällernd allmälig sn die Schlafstube herein. Allmälig nämlich deshalb, weil ursprünglich npr der jrgllernde stopf erschien dann der Oberkörper und erst ziemlich spät lin Paar sehr strapazirte und dienstunwillige Beine, Ein? fürchterliche Fluthwelle von Worten prasselte aus den Vermsten herein, Aber zum ersten ZNal versagte, die. Wirkung. IN vem J-raumzuanv, m dem sich der Stadtrath augenscheinlich befand, schien nur ein t' denn er of auna sein. : gnüglich weitertrallernd, unter dessen Schutz seine Bestrebungen, sich zur Ruhe vorzubereiten, fort. ' ßjnige Minuten nachher schlief er henn such." ' Sejne Frau sah mtt Grauen, die vollkommene Wirsungsfosigkeit ihrer Ansprache ejn, nahm und schloß den Schirm und versparte sich sodann die weiter? Execution auf den hellen Tag. ibtt vermehrte nur die Schrecken, Eine nähers Prüfung her hesmgebrachten Baarbestände ergab solche, siberhaupt nicht mehr, vielmehr in dez rechjey Westentasche ein kleines Zettelchen' mit hingezitterten arabischen Ziffern, die, der Summe einer hier aus notirten Zechschuld außerordentlich ähnlich sahen, Sect natürlich! Der Bratenrock enthielt auf seinen Vermeln und seinem Rücken einen sehr deutlichen Abdruck des Anstrichs im Treppenhaus? und einen derStiefel des Stadtraths fand die entsetzte Gemahlin an seinem Uhrtäschchen hängen, während der goldene Chronometer neben'dem andern Stiesel vor der Stubenthür lag. Ungeduldig und nach Rache schnaubend ging Frau Müller hin und wieder. Aber der Stadtrath schlief den Schlaf des Gerechten, der er doch nicht wat. bis tief in den Morgen hinein. Sie sehnte am Fenster und sah, um ihre' Sehnsucht nach einer freundlichen Aussprache' etwas zu bemeistern, aus denibelehten Platz hinaus, " Da was war das? Nicht möglich!' Und doch! ES konnte nicht anders sein! Sie stand erst wie eine Salzsäuledann kam dreifaches Leben in sie sie eilte an daS Bett ihres ManneS und' rüttelte diesen auf. .Xaver rief sie. Müller Stadtrath - Mann 7 m Endlich schlug er die Augen auf, Waö soll denn das heißen?- frug sie athemloö. Der der Bauamtmann unser Todfeind - kommj direct auf unser Haus zu!" Ja freilich," lachte er, noch sehr schlaftrunken und der fürchterlichen Bedeutung seiner Worte sich nicht be wußt, wir haben ja Brüderschaft mit einander getrunken! Er will mich zumj Frühschoppen abholen und Ihr Frauen sollt auch mit!Dann plötzlich über! ihrem unheimliche'n Schweigen kam ihm Alles wieder dieTodfeindschaft so viele Jahre lang dann diese Nacht und jetzt die Wirklichkeit - Ja',' Käthe," sagte er mit veränderter Stimme, da läßt sich nun einmal nichts mehr machen zieh nur Dein Staaiskleid an er ist übrigens ein seettngute? Kerl und sie soll auch sehr nett sein jetzt." Wie er daS draußen hatte, athmete er sehr tief; denn das war allerdings von gestern auf heute ein starkes Stück. Aber dann läutete eS und dann präsentirte sie sich im StaatSkleide und dann - ging' man mitsammen zum Frühschoppen und dann war auch die Bauamtmännin sehr nett- kurz, die Todfeindschaft wurde schnell und unerwartet vollends in einer zweiten Auflage Festessen beerdigt. ... . .rn . t Cnb:i News'S üt$

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Os Jnlesvß.

- Im Gefängnisse zu Denion, Caroline-Eounty, Md., ist der Neger Joseph W. Redden, welcher seine Frau geschlagen hatte, mit 20 Peitschenhieben bestraft worden. Man steckte die Hände des Mannes durch das Gitter seiner Zelle und fesselte sie dann zusammen, worauf die Prügel Procedur vor sich ging. Dies ist die zweite Vollstreckung einer derartigen Strafe während der letzten zwei Jahre. Eine merkwürdige Ehe schließung fand jüngst in Eloud Ehief, O. T., statt. Dort schlössen nämlich Herr und Frau Drake zum dritten Male den sogenannten Bund für das Leben Mit einander. Im Jahre 1870 fand m Mlssoun die erste Trauung des Paares statt' da sich aber beide eines ziemlich heftigen Temperamentes erfreuten, wurde bald zur Scheidung geschritten. Von fechs Jahren machten sie in El Reno zum zweiten 3lat Hochzeit, aber zwei Jahre später ließen sie sich wiederum scheiden. Ob sich in diesem Falle daS Sprichwort Aller guten Dinge sind drei- wohl bewähren wird?. Der . Anzug eines vollstandig ausgerüsteten Tauchers wiegt 169z Pfund und kostet ca. $500. Das enorme Gewicht vertheilt sich wie folgt: Unterkleider 8 Pfund, eigentlicher Anzug 14 Pfund, Stiefeln mit Bleisohlen 32 Pfund, Brust- und Rückengewicht 80 Pfund, Helm 35 Pfund. Die größte Tiefe, in welcher ein Taucher mit vollständiger Sicherheit arbeiten kann, beträgt 150 Fuß, doch sind in einzelnen Fällen Taucherarbeiten in einer Tiefe von 804 Fuß ausgeführt worden; in der letzteren Tiefe hat der Taucher einen Druck von 88j Pfund auf jeden Quadratzoll seiner Körper Oberfläche auszuhalten. Das Institut sü? Schulschwänze.? in Brooklyn, N, Y.. hat jüngst feinen ersten Zögling erhalten. Es war dies der 9 Jahre alte CharleH Burnö aus No. tUS Vanderhilt Ave., Welcher so unbändig ist. daß seine QU tern ihn wie einen Hund im Zimmer angekettet halten mußten. Vor zwej Wochen war er dem elterlichen Haus? entronnen, Drei Tage später wurd er eingefangen und von der Mutter in Mädchenröcke gekleidet. Trytzdem wgttz fr sich bei der nächsten Gelegenheit wieder aus hie Straße und trieft sich mehrere Vage, unh Nächte umher, bis. er von einem Polizisten eingefangen, und nach Hause, gebracht wurde, woselbst er an einem. Bettpsosien gngeket tet ward, sstach Ausweis des neue ften Bulletins, des Bundes ArbeitscommissarS Carroll D. Wright hatten t Strafanstalten unseres Landes verflossenen Jahre 54,244 Insassen en 41,887 tm Jahre 1885. Von den im Vorjahre vorhandenen Sträf-lingen,-unter denen sich 1967 Weiber befanden, wurden 38,415 d. h. 70. Procent mit produktiver Arbeit befchästigt, gegen 30,85$ ode? 3.7 Pro'z cent im Jahre 2q Gefammtjverth her Waaren, welche in allen Strafanstalten unseres Landes erzeugt wurden, stellte sich im Vorjahre auf $19.042,472, Im Jahre 4885 bezahlten die Eontractoren für dje träflingsarbeit nu? $3,512,976, wijhrlstd das ArheitSproduct. derselben. sich guf 523.753.999 stellte, es kam somit auf $9.18 an Arbeitserzeugnissen der Sträflinge nur $1 an Lohn. Zur Zeit heträgt die sür die Sträflingsarbeit gezahlte Summe nicht über $2.500.000. Eine Weitere Geschichte. welche dem Methodistenprediger Rev. W. M, Ward in Northville.Mich., passirt ist und welche eine drastische Jllustration zu dem Spruche Der Herr wird sorgen" bildet, gab der Genannte kürzlich in der von ihm geleiteten Sonntagsschule zum Besten. DaS Brennholz war ihm am Samstag Vormittaa ausgegangen, und da er keinen Cent' in der Tasche hatte, konnte er seine Gattin, die Holz verlangte, nur mit den Worten: Der Herr wird sorgen" trösten. Als er am Abend von. einem Ausgange heimkehrte, war' er auflas Angenehmste überrascht bei der Mittheilung, daß im Laufe des Tages thatsächlich ein unbekannter Wohlthäter eine Führe gespaltenes Holz gesandt hahe. Am Tage darauf stellte sich gber heraus, daß Rev. Ward das. Holz np? aus Versehen erhalten hatte, da dasselbe für den BaptistenPrediger Rev. Nightingale bestimmt gewesen war. DieanOnkelSamzuentrichtende Schnapssteuer ist so hoch, daß die Mondscheinbrennerei als ein sehr einträgliches Gewerbe nicht blos in abgelegenen Gegenden, sondern auch u Herzen mancher Großstadt schwpnghaft betrieben wird. Eines der größten Etablissements dieser Art. dessen Capacität vier Barrels pro Tag betrug, wurde dieser Tage in South Boston von der Polizei überrumpelt und George H. Brown alias Blair sowie Thomas Dooner dabei verhaftet. Die Brennerei nahm ein vierstöckiges Gebäude ein, und Dank der günstigen Lage des Hauses, unmittelbar am Wasser, war es möglich, die Rohmaterialien und den fertigen Schnaps unauffällig hinein- und herauszuschasfen. In der Nachbarschaft hielt man das Haus sür eine Maschinenwerk, stätte.. Die Polizisten erhielten unter dem Vorwand, Wasserinspectoren zu sein. Zutritt, und fesselten die GesetzesÜbertreter,, ehe diese ahnten, mit wem sie es zu thun hatten. Um sich gegen eine : eventuelle Ueberrumpelung zu schützen, hatten die Mondscheinler. im Eingang des Gebäudes verschiedene Rohren angebracht, aus denen jedem unberufenen Eindringling Wasserdampf . entgegengeblafen werden konnte; da sie aber gegen die verkleideten Polizisten keinen Argwohn hegten, ließm.sie diese ohne Wttteres ein, und erst als es zu spät war, wurden sie ihres.' verhängnißvollen' Irrthums lnne.'- -

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Die beiden Sönne des :Marsckalls Bazaine,'die bekanntlich im ! spanischen Heer dienen, waren beide dem ErveditionscorkS für (5uba ;uaetheilt. Nun kommt die Nachricht, daß der eine an der Rubr aestorben sei und der andere an derselben Krankheit darmederlieae. In Folge einer Explosion eines Petroleumgefäßes gerieth auf dem Bahnhofe zu Smichow die Maschine einesRangirzuges in Brand. Der Maschinist und der Heizer stürzten von der Maschine herab; der Zug fuhr führerlos davon. Ein unabsehbares Unglück wurde durch die Geistesgegenwart des Maschinisten verhütet, indem derselbe unter eigener Lebensgewahr wiedr auf die Maschine sprang, das Ventil schloß und so den Zug zum Stehen brachte . Es hat sich die That, sache herausgestellt, daß der Präsident Krüger in der Transvaalrepublik aus dem im Kreise Salzwedel gelegenen Dorfe Mehrin stammt. Dort hat sich die Erinnerung noch lebendig erhalten, daß feiner Zeit ein Mann, Namens Krüger, .der weithin Handelsgeschäfte getrieben hatte, nach Holland ausgewandert sei. obne dak man über seinen weiteren. Verbleib je wieder etwas gehört hatte. Durch Missionsinspector Merensky in Berlin ist es sür zweifellos erklärt, dak Vrälident Krüger der Enkel jenes ausgewanderlen Meyriners ist. Daß der Leiter der Transvaalrepublik aus der Altmark stamme, war wohl bekannt; über seinen Stammort aber wußte man bis jetzt nichts und es fehlte das Bindeglied zwischen, ibm und dem ausaewanderten Krüger. Die Familie. deS jetzigen Schulzen Kruger zu Mehrin bewohnt noch heute den Stammhof des afrikanischen Präsidenten. In letzter Zeit gingen über ganz Grieckenland Wolkenbrüche von außerordentttcher Stärke'und verheerender Wirkung nieder. In Euböa ist ein ganzes Dorf vernichtet worden. Nur mit großer Mühe vermocht ten seine Bewohner das nackte Leben zu Zeiten, Der Schaden wird auf mindestens 100.000 Drachmen geschätzt. Auch über Poris entluden sich schwere Unwetter, wobei mehrere Hirten den Tsd fanden. Ein tragisches Ende sand d!e Frau eines in Athen ansässigen Deutschen, die mit ihrem Manne während, der Sommermonate in Kephisia eine kleine Gastwirthschaft betreibt, Ihr Hau liegt in einem tie fen Thake. vaö die Regengüsse in weni gen Minuten in einen See verwände!ten, Die Frau, ihr 7jähriger Sohn und ein Mann, der zur Rettung herbeigeilt war, wurden von der Strömung fortgerissen. Die Frau fand man nach 24 Stunden als Leiche in schrecklichem Zustande, der Knabe ver. mochte sich an einen Baum anzullammern und wurde gerettet. Auch der schon mit dem Ertrinken kämpfende Mann hatte noch die Kraft, ein ihm zugeworfenes Seil zu erfassen und das Land zu erreichen, Aus anderen Theilen Griechenlands werden eben falls Ueberschwemmungin und Un glückssalle gemeldet, --Der Vater des unlängst Hingerichteten . Knabenmörders Breit. rück, ein sehr wohlhabender aber nie in veonyers gutem Nufe stehender Manu, wurde, vor einiger Zeit wegen Verdacht eines Verbrechens gegen die Sittlichkeit verhaftet, dann aber einstweilen wieder auf freien Fuß gefetzt und zwar ohne Hinterlegung einer Vürgschsft. Der alte Breitrück hat nun mit etwa 40.000 Mark Baargeld versehen, das Weite gesucht und seiner Frau von Amsterdam auö brieflich Auftrag ertheilt, all ihr gemeinsames Besitzthum in' Hamburg und Altona zu Geld zu machen. Eine wunderbare Warnungfindet sich auf einem Kartoffelfelde in der Nähe von Ranis (Sachsen). Sie lautet: .Das Ausruvien oder Stehlen - der Ziegen - und Gänß 9 & M " mA m mm . löitxDtx aus meinem Grundstück, seidt der Blllde bis jetzt Cirka 2 Centner Kartoffel. 5lck beantrabae keine Bok. lizei Strafe, ich werde mihr Mühe ge pen venieiven zu Erttaven neig auf meinen Gruntstück gehörig ap zu Straffen. Ihn Veiscken bebäld . ein jedes Gruntbesitzer sein Eigenthum, mehr Ordnung Ich habbe mir die Kartoffel theier kauft Kauft eicü welche ihr fres' Banthe ich mein, die ii . ii ol.syuoen," ' . ra.w i . i u i u u a ( in c i i c in Unteritalien und aus den Inseln hat seit einiger Zeit Gluck be, lyrem zumeist seyr mmhvollen Vorgehen gegen den Briaantaaaio. Der rotten in Gallico rn der Provinz Neggio Calabria, bestehend aus dem !wacytmeister Luciano appa und drei arabinieri, war benachncytigt worden, daß ein gefährlicher Bandit, Namens Michele Berte, aus dessen Kopf wegen eines in Gallico begangenen !vtordeö und eines Mordversuches ein Preis gesetzt war, sich in der, Burazzana genannten Gegend des Weichbiides von vteggio aufhalte. Verstärkt durch einen Zollwächter und zwei Führer, begaben die Genannten sich Nacyts nach dem ihnen bezeichneten Hause, das sie umstellten, worauf der Zwächtmeister an die Thür klopfte. Der Brigant öffnete ein Fenster an der entgegengesetzten Seite. Gewahrend, datz ihm das Entkommen unmöglich war, schoß er auf den ganz nahe vei dem Fenster aufgestellten Carabiniere Bartolomeo Monteforte, der aber unverlekt blieb und. nacbdem er das Gewehr' des Briganten zwei mal veijeite gejcy lagen, einen Schutz auf diesen abgab. Er traf ihn ebenso wenia. wie er selber durch einen neuen Schuß getrosten wurde, und mußte sicy hinter eine iac des Hauses zurückstehen, da Berte, die wiederholten Aufforderungen, sich zu ' ergeben, mit Hohn, be.uwortend, aus dem Fenster sprang und aus einer gedeckten Stelluna weiter auf Monteforte feuerte. Endlich streckte jedoch - ein Sprenggezcyon Montesorte's den Berbrecher me der. und aleicbzeitia erbielt er eine Ku?el durch den Führer Lazzaro, Apotheti in Gallico. "

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ES zweifelhaft wahr " o daß durch ein vernachlässigtes Msgenleidcn AiNosität. degieitet von Lioxfschmezcn entstebt. eine weitere Vernachlässigung erzcugtLceerreidcn und schließlich wird daS Blut in MitZkikenschaft gezogen Jeder weiß oder sollte es wissen, daß Dr. August Aoentg's NamburKer Tropfen ein unfehlbares Mittel gegen obige Leiden ist.

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Disease commonly comes on with slight Symptoms, which when ncglected increase in extent and gradtxally grow dangeroas

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