Indiana Tribüne, Volume 20, Number 44, Indianapolis, Marion County, 31 October 1896 — Page 1
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Office : No. 18 Güb Mabama Straße. aiSrncaa 20 Indianapolis, Indiana,.. Samstag, öen 3. Vktober 1896. No. 44 . . " . 1 , - 1
Office der
Isdianapolls Clsarisg Eouss Assqo'15. 81. Oktober 1896. Die veieilligten Banken von Indianapolis werden am Dienstag, de L. Novem' er. (afcl taa) ae'chlossen sein. Papiere die an ouiem Tage fä'ig werden, sollten am Montag. dez. November hov otirt werden. Tkrederick BaggS. Manager. Freundlich eingeladen sind alle diejenigen Leser, welche 299 Süd Delaware Str. passiren, dem UUln.. UDiLt3:z5
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Editorielles. Nach wissenschaftlichen Annahmen sollte der gesunde normale Mensch
ein Alter von hundert Jahren erreichen, n störende abnormale Ein flüsse aller Art vorher den Lebenssadcn abschneiden würden. Der bekannte Professor Jäger nahm in einem Artikel seiner Monatsschrift kürzlich Bezug auf das erreichte Alter des alten Kaisers Wilhelm, der mit 92 Jahren noch nicht sein natürliches Lebensende gefunden hat, da er nicht an Altersschwäche, sondern an einer EntI zündunaskrankheit gestorben ist. Das " Lebensdauer des Menschen höher als Q2 un& minOcftcn3 Zenseits des 100. Jahres liege. i llnS hrtsfi Irni Hiortirt Witifrfin fnni I V V Vl VV 44lt WVtl " . men nur annähernd an jene Altersgrenze heran! Selbst die Alter von 90, 80, ja 70 Jahren sind Ausnahmen, Ausnahmen besonders -in der großen breiten Masse des Volkes, das sein Leben in Arbeit und Sorge verbringen muß. Die größte Sterblichkeit sindet man Ibei Erwachsenen schon in dem Alter ImaX V .... r i ot4it ' ' iiuuj ucui ov. xcucuoiuuic. z. , ,j" Grn ftfirhtn miff So starben nach, einer Statistik in Preußen von 181 bis 1860 im Alter von 20-30 Jahren von 100 12,6 3040 100 11,9 4050 .. 100 14,6 über 50 ..100 60,9 Hierzu bemerkt ein deutsches Arbeiterblatt : Die Einflüsse im kapitalistischen Produktionszeitalter können höchstens eine Herabdrückung der Lebensdauer von 50 auf 45 und 40 Jahre bringen, und in einer Reihe von Berufen fällt die Durchschnittssterblichkeit sogar in die 30er Jahre. So starben, entsprechend der, obigen Tabelle, Solinger Eisenarbeiter 30,1, 16,6, 17,4 und 45,9; Schleifer dagegen 31,6, 26,9, 23,4 und 18,1. Bei letzteren war die Sterblichkeit zwischen 20 und 30 Iahren am größten. Bei Berliner Buchdruckern zeigten sich folgende Verhältnißzissern: 23,7 21,4, 14,1 und 30,9, welche auf einen niederen Stand der Sterblichkeit zwischen der dritten und vierten Stufe deuten, nachdem eine ziemlich hohe Prozentzisser schon zwischen 20 bis 30 Jahren (28,7) zu be1 7 N merken war. Und dabei ist die durchschnittliche Lebensdauer von 30 auf 83 Jahre gestiegen, d.h. Kind und Greis eingerechnet, lebt der Durchschnittsmensch drei Jahre länger als im vorigen Jahrhundert. Suchen uns auch Pest Cholera und andere Krankheiten des Mittelalters heute weniger heim, weil die Lebens-und Wohnbedingungen im allgemeinen besser geworden sind, so morden dafür die Berufskrankheiten die Arbeiter in Massen dahin und die Ueberarbeit ist der moderne schwarze Tod", der sich seine Opfer im Mittag ihres LebenS holt, eben wenn sie glauben, es endlich ein weuig mit ihren Einnahmen vorwärts zu bringen. Ueberarbeit und Arbeitslosigkeit, an diesen entgegengesetzten Polen, gehen die Arbeiter und Arbeiterinnen, namentlich die der Saison, haufenweiö zu Grunde. I Doch nicht nur die Berufskrankheiten wirken dem hohen Alter entgegen, auch ie Lcbcnsbedmgungen der Arbeiter- . . m 1 I klaffe. Dieselben entsprechen in den meisten fallen Nicht der Verausgabung an Nerven-, Hirn und Muskelrrast im 9sffnif Svi& ivispw)vp. Unsere modernen Arbeiterkinder brinden erforderlichen Lebensfond oft .. . gar mcyl mil aus oie Weil, 'anr ocr vernichtenden Frauenarbeit in Fabrik und Hausindustrie, der Abgewöhnung von der Muttcrbrust nach 14 Tagen bis drei Wochen und der tausend ande - (.MÄ.iinAS(.(iT. st l ich Vi-niuyvujiy nnt, ii itu yiupii I lTfiT Sr itrtfirti-ttn hrtit hrtmr? c . i x.Zll. tt.
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jähre, ein weiterer großer Theil zum kraft-und muskellosen Aufwachsen, zum Siechthum und Blutarmuth verurtheilt. Die Kinder können gar nicht als Er-
wachsene ein 'Alter von 70 und mehribeute Morgen aus ihrer Tour durch
Jahren erreichen, Konstitution und Lebensverhältniß verhindern gleichmäßig daran. ES ist wahrlich leicht gesa man -1- V 7 I J nzit Weisheit sein Lebensader erhöhen UNO Vielleicht CUf 0aS doppelte VNNgeN könne, die größere Weisheit bestünde eben darin, die, arbeitenden Klassrn in ArbeitS- und. Lebensbedingungen zu
versehen, unter welchen ihnen die.
Möglichkeit der Erreichung dieses Zieles winkt. AmljlNchlcsjlen. Inland.' Wetterbericht. Schöne Wetter heute Nach! und Sonntag; kälter heute Nacht. Gestrige Temperatur: 8 Uhr Morgens, 46 Grad, Minimum 44 Grad. - S ch r a d e r, der Glaubensheiler". Philadelphia, 30. Okt. Schrader, der göttliche Heiler" ist hier und zieht Hunderte von Leuten täglich in seine Wohnung, 262 Süd 9. Str. Eine dichte Menschenmenge schiebt und drängt sich den ganzen Tag auf dem Trottoir Alte und junge, ärmlich angezogene und hochelegant gekleidete Männer und grauen, Kinder und Greise werten geduldig, bis die Reihe an sie kommt, vor den großen Heilkünstle? hinzutreten und von ihm Hilfe gegen irgend ein körperliches Uebel zu holen. Ein armer Krüpp'l, der auf Krücken ging, wartete gestern mehrere Stunden biö er endlich in die Stube deö HeilerS gelangen konnte. Auf Krücken humpelte er. mühsam die Treppe hinauf und in daS HauS hinein, heraus aber kam er o Wunder der Wunder ebenfalls ouf Krücken. Mehrere Patienten kamen in eleganten Kutsch?n angefahren, ein Zeichen, daß eS in allen Kreisen Leute giebt, die nicht alle" werden. Pekuniär scheint sich Schröder nicht schlecht zu ft llen, obgleich er den Mühseligen und Beladenen" seine göttliche Heilkraft" ganz unentgeltlich zur Verfügung stellt, ja dieselben durch seinen Privatsekrelär noch mit seinem Bilde beschenken läßt. Aber der Privatfekretär läßt mit der vornehmen Nonchalance des Portlers oder OberkellnerS.eineS europäischen HotelS die Trinkgelder in seine unergründlichen Taschen gleiten. Mancher giebt viel, Mancher wenig, Mancher auch gar nicht, doch bei der riesigen Anzahl der Besucher, muß sich im Laufe des Tageö doch schon ein ganz hübsch: Sümmchen zusammenläppern", DAA (.st ' ls.t. v,lg'rr n veoenog e s a h r. L h n n, Mass , 30. Okt. 3n Folge Versagen der Lustbremsen gerielh heute Abend auf der Ostdivision der vston und Maine - Bahn der nach Rockport um 4 Uhr 10 auS Boston ab. gehende Expreßzug in Gefahr, in den SaugaS-Fluß zu stürzen, und immerhin sturz'e die Lokomotive wirklich hinab, während der Tender und der erste Passagierwagen auS den Schienen geworfen wurden und heute Abend un ter dem Rand deS Auszuges der Brücke wenige Fuß über der Wasserfluth hän gen. Der Aufzug der Brücke war unter Ausstellung aller Warnungösignale ge öffnet, um eine Kohlenbarke passiren zu lassen, und man war im Begriff, ihn wieder zu schließen, alö der Zug Heranfuhr, und wie gewöhnlich s.ine Geschwindigkeit verringerte. Trotz aller Versuche gelang eö jedoch dem Ma schiniften Doherty nicht, die Lustbrem ien rn yaligreik zu jexen, um zum "fc. . Halt.n zu kommen, so daß er im letzten Augenblick noch das ignal zur An wenoung oer Panodremlen geben Imti&t p.. Daö Zugpersonal legte sofort Hand an'S Werk, aber ehe der Zug zum Hali... v. cm r j ren ram, erreikyre oie aicyine lazon den Auszug und stürzte in den Strom. Maschinist Doherty und Heizer 3ame son retteten sich im letzten Augenblick ! durch Abspringen und wurden glücklich I iihV nit 1 i A4.n i 1 tt n H S i uuv uu iim tuivit puuiu um. I hftvt WXnRe nunfttn $T Qilrt httitp I qaa Mk7:... "" Valmerund'Buckner. P'a r i S, Mo , 30. Okt. Die Gent räle Palmer und Buckaer trafen die Missouri ein und wurden von etwa 500 Personen am Bahnho'e emvsan gen, von denen sich jedoch erwieS, daß sie in nichts weniger als freundlicher Absicht erschiene? waren. A!S nämlich die Kandidaten entblößten HaupteS auf der hinteren Platform ihreS Waggons erschienen, wurde sie von einer Ochaar junger Ourschen umgeben, welche ihnen
ein großes Lryan-Banner entgegen-
hielten. Mehrere Versuche deS Genera'S BucknerS, zu sprecht, scheiterten afl einem wabren Hohngelachter der Hölle und Viele riefen Seht den McKinley UnterftützungS-Verein." Gereizt durch diesen Ausdruck, wieS General Buckner auf daS Banner und rief : Ich werde Ihnen sagen, wer den McKinley Unterstützung? - Verein begründet hct und wodurch. 3m Zahre 1892 wählten wir auf einer Gutgeld-Platform Grober Eleveland, aber die letzten Wahlen in Missouri, JllinoiS, Kentucky und Ohio waren verhängnißvoll, weil ihre Heerführer mit ihren Häresien die Partei in Unheil und Verachtung brachten. Haltet daS Banner hoch. ' DaS ist daS Emblem deS McKinley HilfSvereinS. Seht, da i.) eS". Der Zug mußte weiter fahren, um a':ö der Menge der Bannerträger herauskommen. Viele in der Menge sprachen ihr Bedauern über den Vorgang auS. Erschoß die Geliebte. Butte, Montana, 30. Oktober. Der Grubenarbeiter JameS Kelly hatseine Geliebte, Jesse Hill, im Verdacht der Untreue und verwundete sie durch einen Schuß, der ihrem Leben ein Ende machen sollte, worauf er die Waffe gegen sich selbst wandte und sich erschoß. DaS Mädchen ist noch am Leben. m Ausland, i Berliner Sonntagsruhe P o lizeichikane gegen die Arbeiter-Vers a m mlu ngen. Der Vorwärts" droht mit Amerikavis ch e r Nevolver - Gegenwehr gegen Offiziers.- ' M AttackenaufdieBürger. Berlin, 31 Okt. Am 1. Nov., also dem nächsten Sabbath, treten für Berlin d e neuen verschärften Beftimmungen über die Sonntagsruhe in Kraft. Zu dem, was bisher schon am Tage deS Herrn Verboten war, kommen olgende Verbote für die Stunden des Hauptgottkkdienste, 10-12 Uhr Vormittags, hinzu : Oeffentliche Versammlungen und Auszüge nicht religiöser Art; Leichenbegängnisse; Theaterproben; und endlich alle mit Geräusch verbundenen gesellschastlichen Vereinbarungen und Vergnügungen an öffentlichen Orten. desgleichen alle die Sonntagsruhe störenden Belustigungen in Privaträumen oder Privat-Gärten." Unter Letzteren kann man unter Umständen schon den häuslichen Gesang unter Klavier-Begleitung, und resp. daö Jauchzen und Spielen der Kinder im HauSgarten verstehen. Die vor einigen Tagen gesandte Depesche, daß daS Klavierspielen von 1012 SonntagS Vormittags verboten sei, beruhte auf dieser Auölegung Ganz besonders wird aber die Arbeiterschaft von diesem PassuS betroffen,' welcher die Abhaltung öffentlicher Versammlungen während der Zeit deS HauvtgotteSdiensteS verbietet. Eine ganze Kategorie namentlich solcher Arbeiter, die Wochentag? biS in die Nacht hinein beschäftigt werden, ist geradzeu darauf angewiesen, ihre gewerkschast lichen und in daS Gebiet der Politik fallenden Angelegenheiten am Sonntag Vormittag in öffentlichen Versammlungen zu besprechen, und da ist die Zeit von 10 bis 12 Uhr Vormittags aus mancherlei Gründen die einzige, in der die spärlichen Versammlungsrechte wahrgenommen werden können. 3n Arbeiterkreisen hat diese Ehieane große Erbitterung hervorgerufen. Der Kaiser setzt seine komischen, fruchtlosen Versuche fort, in die Welt geschichte die Bestimmung einzuführen, daß sein Großvater der Große" heiße. So hat er nunmehr den Wortlaut deß von ihm auSerwahlten WidmungSsprucheS als Inschrift auf dem Natio nal-Denkmale Kaiser Wilhelms deS Ersten bekannt gegeben. Die Inschrift soll lauten : Wilhelm dem Großen sein treueS Volk". Der frühere Hauptmann O'Oanne, welcher auS England ,mportirt" und von der Kaiserin Friedrich zum Erzieher deS damaligen Prinzen Wilhelm bestellt war, hat heute seinen längeren Otraftermin wegen vierfacher Ochwin deleien verküßt. Man erwartet, daß
er des Landes verwiesen werden wird.
In Hamburg ist eine Schiffsladung amerikanischer Aepfel eingetroffen. Sie werden zur Hälfte biö zum Viertel des Preise deutscher Aepsel verkauft. Die Brüsewitz-Affire ist dieser Tage nur durch die BiSmarck'sche Enthüllung" zur Ruhe in der Presse gekommen. Der sozialistische VorwärtS" aber erklärt auö Anlaß der Verurtheilung deS Lieutenants zu nur 4 Jahren Festung: Gegenüber den OffizierS-Attacken auf bewaffnete Bürger würden wir die Einfühlung amerikanischen Re-volver-LebenS unbedingt vorziehen; denn da sind wenigstens beide Theile bewaffnet. Wenn dem Mißbrauch der Waffen seitens deS Militärs nicht Einhalt geschieht, wird eS bei unS dahin kommen, daß jeder Bürger, wie ehedem in Amerika seinen Revolver bei sich trägt." Während die Erregung über den Fall Brüsewitz in Karlsruhe noch andauert, hat sich ebendort ein Vorkommniß abgespielt, welches leicht eine ähnliche blutige Wendung hätte annehmen können. Ein Zahlmeister der dortigen Garnison belästigte in betrunkenem Zustande eineu Civilisten und zog, alö sich dieser die Belästigung verbat, den Degen. Er kam an den Unrechten. Der Civilist entriß ihm den Degen und prügelte den Mann gehörig durch. Ochisss. Nachrichten. Angekommen in : New S o r k : St. Louiö" von Southampton; Campania" von Liderpool. Rotterdam: Ohio" von Balder 5Q u een canla" von New Vork. -- allerlei. 25,000 Quadrat meilen be trägt der Flächeninhalt des Staates West-Virginia und davon sind nicht weniger als 3,928,000 Acres mit Hy potheken belastet. An das häuf! erörterte Schulmeisterelend im alten Vaterlande erinnert eine aus Ealhoun llounty. Mich., kommende Mittheilung. Dort lbl -s eine Tmrtctslehrerin, welche für daö fürstliche Salair von $10 pro Monat nicht nur die Jugend unterrichtet, sondern auch das Reimgen sowie das Heizen der Schulräume besorgt. Myriaden sogenannter Müllerfliegen haben kürzlich inPendleton, Or., alle elektrischen Lichter zum Verlöschen gebracht. Die Jnscctm flogen durch em offenes Fenster drs Kraftstationshauses der elektrischen Lichtanlage und wurden hier ron dem Luftzuge, den ein nach dem Dynamo führender Treibriemen oerurjachle, angezogen, so daß in Folge der Utisot der. Fliegen die Maschinerie außerTöätigkeit gerieth, und die säm:atlichen elektrischen Lichter in der Stadt erloschen.' In den Granit - Steinbrüchen bei Long Code in Maine fand dieser Tage eine Sprengung statt, wie sie so bedeutend wohl selten vorkommen dürfte. In einen Felsberg war ein (SA Fuß tiefer Schacht getrieben worden. Vom Fuße desselben aus grub man nach den Seiten hin zwei Tunnel von 23, resp. 20 Fuß Länge, an deren Ende man je eine Sprengladung von 2 Tonnen Pulver legte, das dann mittelst Elektricität entzündet wurde. Die Wirkung war eine gewaltige. Ter ganze Gipfel des Hügels wurde 60 bis 75 Fuß in die Höhe geschleudert; einzelne Fclsstücke flogen mehrere Hundert Yards weit.' Auf eine Meile in der Runde bebten die Häuser, und kaum eine einzige Fensterscheibe blieb ganz. Das seltene Schauspiel hatte aus der Umgegend eine Menge Neugierige angelockt. Ein merkwürdiges Abenteuer hatte jüngst der im Dienste der Erie - Eisenbahn stehende Conducteur Peter Pohren von Vort Jarvis. Während der Mann auf einemLandsee dem. Angeln oblag, hemerkte er, o ein Von Hunden gehegter Hirsch in da? Wasser sprang und sich durch Schwimmen zu retten versuchte. Pyhrey wollte nun selbst das Thier sangen und bemühte sich, demselben mtt sel nem Boote den Weg abzuschneiden. Anfänglich schien daS Unternehmen gelingen zu sollen, gls her der Hirsch keinen anderen Auswea sab. versente er dem Boote einen so gewaltigen Vtotz. van dasselbe kenterte und Bob ren in das Wasser stürzte. Nur mit knapper Notb vermochte der Mann das Ufer zu erreichen, während der Hirsch schnell an daö Land schwamm und tm Walde verschwand.
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-Ein Warschauer Techniker hat der dortigen Stadtverwaltung einen Plan für Pflasterung der Warschauer Strafen mit Strohwürfeln, statt mit Holzwürfeln, eingereicht. Zur Herstellung solcher Würfel wird Stroh, gleichviel welcher Art, in Theile von gewisser Länq: zerschnitten, mit einer besonderen Mischung getränkt und darauf in Würfelform gepreßt. Nach der Aussage des Erfinders ist sein Pflasterungsmaterial billiqer als Holz, aber von ebensolcher Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Der Rentier Friedrich Leyer aus Kaldus, der früher inMocker beiThorn wohnte, wurde ermordet aufgefunden. Das Gesicht der Leiche zeigte Verstümmelungen; sie muß nach der Fundstelle hingeschleift worden sein. Im Rock des Todten wurde ein Depositenschein über 4200 Mark und ein
Sparkassenbuch über 3000 Mark vorgefunden, während die Uhr und das Portemonnaie fehlten. Veyer wollte in nächster Zeit heirathen. Zwei Tage vor dem Auffinden seiner Leiche wollte Beyer im Ellmann'schen Gasthause zu Kulm einen 100 - Markschein wechseln und nachdem ist er nicht mehr gesehen worden. Ein Arbeiter ist als der That dringend verdächtig verhastet worden. D e r 53 I a h r e a l t e Ackerer Jacob Gödelmann in Böbingen hat seine 81 Jahre alte Mutter erschlagen. Jacob Gödelmann. der seit dem im November 1893 erfolgten Ableben seiner Ehefrau dem Trunke und Müßiggang sich hingegeben hat, seine Feldguter nicht mehr regelmäßig bestellte, Wirthshaus- und andere Schulden machte, weshalb seine zwei großjahrigen Kinder und eine minderiähriae Tochter jede Gemeinschaft mit ihm gebrachen haben und ihm kürzlich ein Beistand bestellt wurde, gerieth mit seiner yochbetagten Mutter, die ihm das Hauswesen führte, wie schon öfter in Wortwechsel und ließ sich bei seinem jähzornigen Character hinreißen, der im Bette liegenden Frau mit einer Schnapsflasche wuchtige Hiebe auf die Stirne zu versetzen, infolge deren der Tod alsbald eintrat. Der Thäter, der zeltweise vom Sauserwahnsinn befallen ist, hat sein scheußliches Verbrechen zugestanden und wurde sofort verhastet. JnOranienburgistder Villenbesitzer Franz Tomczyk, früher Polizeiwachtmeister in Berlin, von seinc.r Gattm Ottilie nach einem vordergegangenen Wortstreit vor dem Hausthore erschossen worden. Das Paar war erst drei Jahre verheirathet und lebte in unglücklicher Ehe. Die Frau soll eine Megäre gewesen sein. Nach der That die Frau hatte sechs Revolverschüsse auf ihren Gatten abgefeuert ging sie festen Schrittes in ihre Wohnung und ließ sich ruhig verhaften. Die Frau Ottilie Tomczyk war auch eine grausame Stiefmutter gegen die beiden Kmder ihres Mannes gewesen. Diese, zwei allerliebste Mädchen. erhielten für das geringste Vergehen furchtbare Schlage. Die Leh:erin der Oranienburger Schule, welche die Kinder besuchte, hatte nahezu taglich die Wunden kühlen und verbinden müssen. Wiederholt sind auch die Kleinen in der Schule vor Hunger ohnmächtig geworden. Als seitens des Schulvorftchers wegen der Mißhandlungen mit einer Anzeige gedroht wurde, nahmen die Eltern die Kinder aus der Schule und gaben sie nach Berlm in Pflege. B e i .derAufmerksamkeit. welche die armenische Frage erregt, dürften einige Daten über die armenische Presse willkommen sein, zumal da die Armenier wohl unter allen orientalischen Völkern die größte Zahl von politischen, literarischen und commerciellen Preßorganen besitzen. Man schreibt darüber: Die erste armenische Zeitung,der Aßtarn" (das ist Bote-) wurde schon 1794 in Indien gegründet. aber die wichtigste periodische Zeitschrift Hdosdon" erschien erst 1846 in Armenien.hörte 1851 auf und wurde durch die Zeitung Mafsis" ersetzt. Dieses ist das älteste aller noch gegenwärtig in Armenien erscheinenden Blätter (kommt jetzt als Monatsjournal heraus). Die größte Zahl armenischer Zeitschriften "und Journale (sieben) weist Constantinopel auf. Die größte Bedeutung, allerdings wesentlich in literarischer Hinsicht, hat das Tageblatt Hairenik" (.Heimath"), welches für die liberalste Zeitung gilt. Die zweite Stelle nach Constantinopel nimmt bezüglick der armenischen Presse Smyrna ein; die dortigen armeNischen Zeitungen vermitteln weit mehr ls die Constantinopeler die Kunde von den westeuropäischen Ver Hältnissen, schon weil Smyrna rege di. recte Handelsbeziehungen mit Deutschland, Frankreich, England und Jta lien besitzt.- - ' ' Die auffallendsten Hei lungen von Scrofeln, die man kennt, find mittelst Hobd'S Sarsaparilla er zielt. Dieses Mittel sucht seines Glei chen bei Blutkrankheiten. Gebraucht nur H o o d S. Hood'S Pillen sind mit der Hand gemacht und völlig gleich anSröpe UNS twlcht.. 25,
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