Indiana Tribüne, Volume 20, Number 31, Indianapolis, Marion County, 18 October 1896 — Page 2

Armer Kerl. Von Alphonse AllaiS.

f Armer Kerl! Eines Tages ut er sich entschlossen, ihr seine Liebe zu erklären. All die p?ahnsmnige, glühende, flammende Lie fce, die in seinem Herzen lohte. Die junge Dame hörte ihn mit artigem Lächeln an. und als er seine Ertlärung endlich fertig gestammelt hatte, da bat sie ihn, sich den Gedanken an sie doch gefälligst lieber aus dem Sinne zu schlagen. Armer Kerl! Er stand da wie geknickt; er wurde todtenbleich, seine Lippen versuchten weiter zu stammeln, aber es ging nicht. Dafür rannen zwei dicke Thränen über seine Wangen. Das junge Mädchen wurde durch den Anblick dieser Thränen gerührt. Sie reichte ihm ihre Hand, sprach ihm einige freundliche Worte des Trostes zu und fchloß: Sie sollen stets eiite Schwester an mir haben, eine aufrichtige Schwester! Wollen Sie?" Armer Kerl! Er sah sie unsäglich traurig an, stammelte wieder ein paar Worte und ging. Ging.um sich auszuweinen und auszuschluchzen. Und da das zu lange dauern zu wollen schien, so schickte sei Papa ihn auf Reisen. Armer Kerl! Drei Monate waren vergangen.' Es war Hochsommer. i Der junge Mann kam an Bord bei Normandie" von Amerika zurück, ohne vergessen zu haben. - Durch einen Brief, den er zu Hause entraf, erfuhr er. daß Alice Alice hieß die unbeugsame Schöne uf Sylt sei. . Auf Sylt?! Natürlich fuhr er sofort dorthin. Armer Kerl! i Er kam auf Sylt an. Bei jedem Mädchen, jedem Weibe, das er fah. klopfte sein Herz höh, denn in jedem Weibe sah er, sder glaubte er Alicen zu sehen. Auf dem Strande kommt ihm eine junge Dame entgegen. Diesmal ist es Alicc. . Armer Kerl! ' Sie streckt ihm beide Hände entgegen und heißt ihn willkommen. Ach, und wie schön sie geworden ist. Noch viel tausendmal schöner als sie gewesen; so frisch, so rosig, so duftig, in ihrem Kleide von weißem Piquee. Sie aber hält feine Hände fest und sieht ihm zärtlich m die Augen. Armer Kerl! Erinnern Sie sich noch sagte sie ZU ihm. .jener Tage, da ich Ihnen sagte, ich wollte Ihnen eine Schw:ster sein? Ach Gott! und ob er sich erinnert! Ein tiefer schwerer Seufzer sagt es ihr mehr, als alleWorte es ihr sagen könnim. Armer Kerl! Nun denn," sahrt das Zunge Madchen fort, jetzt will ichJhnen nicht mehr Schwester sein. Ich will Ihnen mehr sein, das Theuerste, was es auf Erden giebt!" ' Und sie preßt seine Hände so innig und sieht ihn so an. so zärtlich, so ... . . . . . . Armer Kerl! i .Wäre es möglich?" -ruft er. ' Da senkt sie wie verschämt ihr KöpfLhen. .Ja." sagte sie, ich will Ihnen mehr sein, viel mehr: eine Mutter!" .Eine Mutter?!?!?!!,. !?" .Jawohl, eine Mutter! Gestern hat Ihr Papa um mich geworben." Und Sie?!" ' .Ich... habe Ja" gesagt. ' Arme? Kerl! An dem Tage hatte er 'keinen großen Appetit. Und das Menu war so gut. , Armer, armer, armer Kerl!! Vor-und Nachher. Der jugendliche Liebhaber Felix Po. serl am Stadttheater in Kleingroßijrim hatte die üble Gewohnheit, der Vertreterin der jugendlichen Liebhaberrollen, sobald es das Stück vorschrieb, nicht den üblichen Theaterkuß, sondern allemal statt zu .markiren", einen sehr feurigen wirklichen zu zeben. Die Dame war wuthend. sie hatte ibm sogar schon coram publico eine Ohrfeige verabreicht der Direktor schäumte und nahm Poserl in immer höhere Strafen es nützte aber alles nichts, Poserl wollte absolut nicht markiren. Im Gegentheil, er verfolgt: die hübsche Collegin sozusagen Tag und Nacht nun auch außerhalb des Diensies mit seinen Liebesbetheuerungen. Endlich ließ sie sich erweichen und heirathete ihn fast am selben Tage girgen sie in ein anderes Engagement. Unlängst nun besuchte eine Collegin. wele die Kleingroßheimer Kußgeschichte mitdurchgemacht hatte, Frau poserl. .Nun", war eine ihrer ersten fragen, .küßt Dich Dein Mann nach seiner alten Gewohnheit noch immer so feurig bei Eurem Zusammenspiel?" Jäb nein." sprach diese mit einem Seufzer," jetzt markirt er..." Merkwürdig. Mikosch (zu seinem Freund): Hob' ich mir gekauft schön's Glaserl in Berlin, schau durch, schau 's Brandenburger Thor. Komm ,ch zuHaus, seh' durch, is meiSchweinstall! Fatal. Soldat (der eine Köichrn mit einem Anderen gehen sieht): -Schau.schau, die Kathi! Morgen wollt' ich mit ihr eine Liebschaft anfangen tob h cufc wird sie mir untreu! , -

Die erste Wayk in Snake Sulch. Skizze aus dem fernen Westen, von W. v. Schierbrand.

Heute ist Snake Gulch ein flottes, lebhaftes und ziemlich volkreiches Minenstädchen in Arizona geworden, aber damals lag es noch sozusagen in den Windeln.. Zu den ältesten" Ansied. lern und hervorragendsten Bürgern gehörte Col. Yellowbuck und Major Ruft. Der Colonel war aus Kentucky und hielt viel auf seine Eigenschaft als Gentleman, weßhalb er auch von den übrigen Ansiedlern, nach dem Motto: Nur der Lump ist bescheiden, mit einer gewissen Rücksicht behandelt wurde, die nicht allein seiner außerordentlichen Treffsicherheit mit dem Revolver und seinen umfassenden Kenntnissen auf dem Gebiete des Sports zuzuschreiben war. Man erzählte sich sogar von ihm, er sei ein durchgebrannter Buchmacher, der seiner Zeit als Autorität auf allen Rennplätzen des Blau-Gras-Staates gegolten habe. Auch war Col. Yellowbuck ein sehr stattlicher, großer Mann, dem die Portweinfarbe im. Gesicht fehr gut zu seinem ergrauten, üppigen Haarwuchs stand. Ihm zunächst an Ansehen stand der Major, ein Missourier; obwohl er beinahe einen Kopf kleiner wa? als der Colonel hatte er doch einen Bulldognacken und die Stärke eines Stiers. Die Beiden waren große Freunde, und jeden Morgen tonnte man sie zusammen in Pete Dozle's Apotheke den Eve Opener", Abends die Nachtmütze" und selbst während des Tages eine Anzahl Dosen Medizin hinunterschlucken sehen. Gewöhnlich bestand diese Medizin in einfachem Whiskey, ohne Wasser. Jhnen zuhören war ein Genuß, denn sie besaßen beide die Gabe des Südländers, über Alles hübsch und lebhaft zu reden. Eines Morgens im August standen die Zwei wieder vor der blanken Mahagonybar und schluckten ihr Lieblingsgetränk mit Grazie hinunter. Mehdscher", sprach da plötzlich der Colonel, dies ist eine sehr nette Ansiedlung das reine Paradies. Nur Eins fehlt." .Richtig. C'örnel, Eins fehlt die Mäjestät des Gesetzes." Correct. Mehdscher wie wär's, wenn wir die Sache in die Hand nähmen? Eine Localwahl, um Ordnung in der Ansiedlung zu schaffen, die Aemter richtig vertheilt was?" Stimme vollkommen überein mit Ihnen, Cörnel die Aemter richtig vertheilt dann würde Snake Gulch einen großen Aufschwung nehmen. Wir schulden das unseren Mitbürgern, Cörnel, wir Zwei, zu denen sie aufschauen." Ganz recht, Mehdscher laßt unS an die Sache gehen. Vorläufig genügt ein Friedensrichter, ein Rath der Supervisoren und ein, hm, hm " Ein Sheriff, Cörnel, ein Sheriff laßt uns den nicht vergessen, CLrnel wichtiges Amt, wozu ein Mann von Charakter gehört " und der Major sah dem Anderen scharf und spähend in's Auge, so daß der Colonel etwas röther ward. Ja, ganz recht, em Sheriff das hätte ich beinahe vergessen." Und sie schüttelten sich die Hände und traten vor das Haus auf die Straße, wo der eine rechts, der andere .links abbog. Eine Woche verging so, eine ereignißreiche Woche. Denn es wurden drei Personen gelyncht in jener Woche. Erst Jim McFarland wegen Pferdediebstahls, dann dessen Bruder Per lins, weil der zwei der Regulatoren auf offener Straße niedergeknallt hat te, und schließlich Aleck White, der im Red Star Saloon beim Falschspiel er tappt worden war. Es ging damals überhaupt noch -etwas wild zu m Snake Gulch. Fast keine Woche, ohne daß die Regulatoren es nicht für nöthig befunden hättm. .an dem großen Cottonwood-Baum.der inmitten derPlaza stand, eme Schleife anzubringen und Jemand dann kurze Zeit darauf darin hängen blieb. Wenn es so weiter ging.so war zu befürchten, baß binnen wenigen Monaten die BeDötterung bedeutend abgenommen haben würde, was doch im Hinblick auf die stekgenden Preise der Baustellen und uuf das Geschäft nicht wünschenswerth wur. Der obigen Unterredung zwischen dem Colonel und dem Major folgte denn .auch bald eine zweite. Ich :habe einen Mann im Auge. Cörnel", nahm der Major daZ Wort, der mir sehr passend erscheint, um der wachsenden Gesetzlosigkeit Einhalt zu gebieten", nnd wieder blickte er den Andern emgenblinzelnd an. Der Colonel errothete. Haben Sie, Mehdscher, haben Sie? Das freut mich," murmelte er. Ja, einen tüchtigen Mann, einen von Principien, der auch das Herz auf dem richtigen Flecke hat." Was wollen Sie nehmen, Mehdscher?" frug der Colonel, indem seine Augen glänzten. Die übliche Dosis. Cörnel, die übliehe Dosis, und, wie" gesagt, es wird Zeit, daß wir uns an die Arbeit wenden, Ordnung ist das erste Gesetz deS Himmels." Gut, thun wir das, Mehdscher", brummte der Colonel. Und sie begaben sich wirklich an die Arbeit. Beide agitirten wie die Biber, um die erste Localwahl in Snake Gulch zu Wege zu bringen. Und ihre Idee fand Beifall. Das Lynchen hatte doch auch seine Schattenseite darüber war sich nun Jeder klar, nachdem Laufe fc'i letzten sechs Monate säst (

Jeder schon diesen oder jenen Freund ; auf so unerwartete Art verloren hatte. . Das Datum der Wahl wurde bestimmt und Candidaten für die verschiedenen Aemter schössen auf wie die Pilze, obwohl es doch eigentlich nur zwei Posten gab. die der Mühe werth waren die des Friedensrichters und des Sheriffs. Aber für Friedensrichter, darüber waren sie alle einig, paßte doch nur Einer Lame" Aldredge, der zugleich Postmeister und Agent für die Expreß-Compagnie war. denn der war der einzige, der eine blasse Idee vom Gesetzbuch hatte, und der konnte auch so leidlich orthographisch schreiben. Hingegen für Sheriff, so stellte eö sich bald heraus, waren Zwei im Felde. Und dies waren, wie Snake Gulch mit Erstaunen constatirte. der Colonel und der Major. Doch das Erstaunen der Stadt war nicht so groß darüber wie ihr eigenes Erstaunen. Es lag offenbar ein böses, ein schlimmes Mißverständniß vor. Denn bis vor einerWoche hatte der Colonel geglaubt, sein Freund, der Major, arbeitete" für ihn, und der Major wieder hatte angenommen, daß der Colonel sich für ihn aufopfere von früh bis spät, umsomehr als sich die Zwei nicht mehr in ihrem gewöhnlichen Rendezvous, bei jpete Dozle's, getroffen hatten. Als der Colonel von dem Verrath seines Freundes hörte, da nahm sein rothes Gesicht eine bläuliche Schattirung an und er murmelte etwas in den Bart von der Schlange im Gras". Der Major dagegen, als er die Nachricht vernahm, schlug die Hände über dem Kopf zusammen, tippte sich dann vor die Stirn und sagte nur: Also deßhalb nahm er meineJdee so günstig auf hm. hm!" Das war Alles. Und so waren die Beiden denn thätig von früh bis spät, um ihre Chancen für den Wahltag, jeder für sich, zu verstärken, und kein Haus, kein Saloon. nicht einmal die zwei chinesischen Waschonkel, die seit Kurzem in Snake Gulch ihre segensreiche Thätigkeit entfalteten, blieben von ihnen verschont. Und wenn sie sich auf der Straße begegneten, der Colonel und der Major, fo strichen sie an

einander vorbei wie zwei knurrige Köter. So kam der Wahltag heran. Es ging sehr lebhaft zu. Sowohl der Colonel wie auch der Major strengten ihren Credit auf's Aeußerste an, um ihre Freunde und Parteigänger nicht trocken werden zu lassen. Im Wahlzimmer hielt sich, als der Tag auf die Neige gmg. eme kleine Anzahl von prominenten Bürgern auf, um zu sehen, daß Alles mit rechten Dingen zugehe. Als der Colonel Mezican Joe, einen des Englischen völlig unkundigen Maulthiertreiber, herbeischleppte, da erhob sich ein Murmeln der Unzufrie denheit unter den Freunden des Majors, denn der Mexicaner war, soviel man wußte, nicht einmal Burger der Vereinigten Staaten. Aber als dann der Major mit den beidenChmesen an langte, und diese lächelnd und unschuldig ihre Zettel in die Urne werfen wollten, da gab es einen Aufruhr untec den Anhängern des Colonel, und Letzterer selbst suchte zu verhindern, daß die beiden Mongolen stimmten. Indessen bemerkte der Major ganz richtig und geschäftsmäßig: Every thing goes, Colonel Mexican and Chinee." Und knurrend mußte der Colonel zusehen, wie wieder zwei Stimmen mehr für seinen Gegencan didaten fielen. Dies waren indeß die letztenStimm zettel. die an jenem Tage abgegeben wurden. Sonst hatte schon jeder Mensch in Snake Gulch semer Bürgerpslicht genügt. Und dann ging, im Beisein und unter spannendster Aufmerksamkeit der Candidaten und ihrer Freunde, das Zählen der Zettel los. Es dauerte lange, und derSchweiß lies den Wahl richtern stromweise vom Antlitz bei der ungewohnten Arbeit. Um sie herum im dichten Kreise standen die Männer, jeder mit einem düster entschlossenen Ausdruck im Gesicht und einen großen Navyrevolver im Gurt. Hinten, sich gegenüber, saßen die zwei Hauptcndl daten, der Colonel und der Major. Der Colonel hatte einen Demijohn Old Vourbon vor sich stehen, und ab und zu goß er sich sein Glas voll und leerte es. Der Major that dasselbe. Plötzlich erhob sich die Stimme des Wahlrichters: Colonel Yellowbuck 87 Stimmcn, Major Ruft 88." Ein wildes, jubelndes Geheul erhob sich unter den Anhängern des Majors, der wie eine Feder von seinem Sitze ausschnellte und sich anschickte, eme Ree zu halten. Aber ehe er noch dazu kommen konnte erhob sich der Colonel von seinem Stuble. Sein Gesicht glühte und mit rauher, zorniger Stimme rief er: . Ich Protestire die Wahl ist ungültig." Wieso ungültig?" schrie der Major. "Ungültig, .weil' Major Rüst.' der verd Schurke, zwei Chinesen hat mitstimmen lassen." Und Sie. Colonel, einen Mexicaner, der nicht Bürger ist." Sie lügen. Sie Schurke-, brüllte der Colonel.und langte zur selben Zeit mit schnellem Griff nach seinem Revolver. Aber der Major auch, und gleichzeitig ertönten zwei Schüsse scharf und hell.' Als der Rauch sich verzogen hatte, saßen sich die beiden Gegner und ehemaligen Freunde friedlich gegenüber am Tisch. Sie waren auf ihre Stühle gefallen. Beide waren todt beide hatten eine Kugel in's Herz er-Kalten.

So endete die erste Wahl' in Snake Gulch. Eine Woche später fand die Supplementärwahl statt. Pete Dozle wurde zum Sheriff erwäblt. Man mußte ihm doch Gelegenheit geben, seine großen Verluste am Wahltage, die er durch den Colon?l und den Major sowie deren beiderseitige Freunde erlitten, wieder einigermaßen auszugleichen. Zcr Sanftmutyspreis. Von Eugen Fourrier.

Ich war fünfunddreißig Jahre alt und Junggeselle, was meine Eltern zur Berzweiflung brachte, und fortwährend mußte ich Vorwürfe hören. Du wirst doch nicht Dein ganzes öeben lang Junggeselle bleiben? Du willst also ein unnützes Mitglied der menschlichen Gesellschaft werden? Ein alter Junggeselle ist ein todter Zweig am Lebensbaum, den man abschneiden muß! Was soll denn aus Dir werden, wenn wir nicht mehr sein werden? Wer soll Dich Pflegen, wenn Du krank bist? Wer soll für Dich kochen? Es fehlt doch nicht an jungen Mädchen. Wir kennen prächtige Partieen." Nuu mußte ich zum hundertstenMale die Aufzählung all' dieser prächtigen Partieen aus demBekanntenkreift meiner Eltern über mich ergehen lassen. Tizma. Bobinhard, einzige Tochter, alte Eltern, Vater früherer Fabrikant, hübsche Mitgift; Celestine Rosenville, Tochter eines Viehhändlers, Waise, schönes Vermögen, einzige Erbin einer kranken Tante, die seit Jahren mit tu nem Fuß im Grabe stand; Henriette Pochaud, Tochter eines Notars, de? Unglück gehabt hat. Opfer eines Justizirrthums (er ist freigesprochen worden) hat ein großes Vermögen erworben, das einen dichten Schleier über seine Vergangenheit wirft. Jvette de la Braucherie, eine fehr wohlerzogene junge Person, nicht sehr reich, aber sckLne Beziehungen; Malonia Frainbois. Tochter eines Kaufmannes, Künstlerin bis an die Haarwurzeln, musikalisch bis zu den Fingerspitzen, spielt die schwierigsten Stücke, sogar auf der Zither. Ich habe Mißtrauen gegen musikalische Damen, selbst wenn sie nur Zither spielen. Lucie Rascaille, Tochter eines hohen Eisenbahnbeamten, sehr häuslich und stickt vorzüglich. Mir wurde die Wahl schwer. Was mir ganz besonders mißfiel, war der Umstand, daß immer nur vom Vermögen die Rede war. Da ich selbst ziemlich wohlhabend war, so wollte ich vor allen Dingen ein junges Mädchen heirathen. das mir gesie-l. Daher blieb ich auf alle Ermahnungen taub. So standen die Dinge, als meine Tante und meine Cousine meinen Eltern einen Besuch machten. . Wir traben eine passen.de Partie für Emil," nef meine Tante? Emil bin ich nämlich! Aha!" sagte ich zu mir; schon wieder eine Partie!" Eine prächtige Partie!" erklärte meine Tante. -?ta,u fuhr meine Tante fort, ein reizendes junges Mädchen, sehr wohlerzogen .zeichnet wie Raphael und singt wie eine Lerche." Und wie heißt diese Perle?- frag, te ich. Charlotte Verduret!" Und was auch nichts schadet," setzte meine Tante hinzu, sie hat eine

schöne Mitgist; ihr Vater ist Armeelieferant gewesen." Ja, ja," meinte ich, bei dem Geschäft wird Keiner arm!". , .. Wenn Du Fräulein Verduret nicht haben willst, so bist Du wirklich schwer zu befriedigen." Jawohl," fuhr meine Cousine fort, Charlotte ist ein Engel. Wir waren zusammen in der Pension; sie hat den Sanfmuthspreis bekommen; was sagst Du dazu?" Wenn sie den Sanftmuthspreis bekommen hat," versetzte ich. so habe ich nichts mehr einzuwenden." Es wurde beschlossen, mich vorzustellen. Einige Tage später erhielt ich eine Einladung von den Verdurets; meine Tante führte mich ein. Fräulein Charlotte. eine Brünette von 25 Jahren, ein sehr hübsches Mädchen, gefiel mir fofort. Sie schlug die Augen zu Boden und musterte mich dabei von Kopf bis zu den Füßen. Ich war entschieden bezaubert. Ich kam wieder, und man gestattete mir, Fräulein Charlotte den Hof zu machen. Das junge Mädchen war zurückhaltend und sprach nur wenig; desto mehr aber thaten das die Eltern. Abends wurde ich eingeladen, den Thee mit ihnen zu nehmen; meine Zukünftige setzte sick an's Klavier und sang uns mit ziemlich angenehme? Altstimme etwas vor. Während dieser Zeit zählte mir die Mutter die guten Eigenschaften ihrer Tochter auf. während der Vater, der in einem Fauteuil ausgestreckt lag. fortwährend Cigarren rauchte. .Eines Abends öffnete die zukünftige Schwiegermutter einen Bibliothekschrank und sagte: Das sind diePreise. die meineTochter nach Hause gebracht hat; sie war stets die erste in der Pension." Ich bezeigte meine Bewunderung. Sie hat auch den Sanstmuthspreis bekommen." Das wußte ich.- sagte ich. Soll ich ihn Ihnen zeigen?" Ich wagte nicht, Sie darum zu bitten!" Die Schwiegermutter reichte mir den Band: Geschichte der unglücklichenKöniginnen." Es muß wohl sehr viele unglückliche Königinnen gegeben haben, denn der Land war sehr dick. Außerdem war er illustrirt. . . Ich blätterte darin. ' .

Ein Holzschnitt stellte die unglückliche Jane Grey dar. wie sie der Henker eben ergreift; ein 'anderer zeigte Marie Stuart, den Kopf auf dem Block ; ein anderer Marie Antoniette, auf daS Schaffst steigend. Madame Verduret zählte mir sämmtliche Preise auf, die ihre Tochter erhalten. Ich mußte einenBlick in jedes Buck werfen und der glücklichen Mutter Compliniente machen. Mit meiner Braut hatte ich mich noch nicht viel unterhalten können; daher benutzte ich einm Abend, als wir allein waren, um sie nach ihren Gefühlen, mir gegenüber, zu befragen. Mein Fräulein," sagte ich zu ihr, ich stehe im Begriff, Ihr Gatte zu werden, und möchte gern wissen, ob meine Persönlichkeit Ihnen angenehm ist!- : . . . Mein Herr," versetzte sie,'meineEltern haben Sie als Schwiegersohn angenommen und ein wohlerzogenes junges Mädchen muß seinen Eltern gehörchen." , . . . So meine ich es nicht!" rief ich; die Einwilligung Ihrer Eltern genügt mir nicht; ich will vor allen Dingen dieJhrige haben!" Sie schlug die Augen zu Boden. Ich habe nicht gesagt, mein Herr, daß ich nicht einwillige!" Wie! Sie willigen ein?"

Außer mir vor Freuden ergriff ich ihre Hand, die ich ehrfurchtsvoll an meine Lippen führte, und drückte einen heißen Kuß auf zwei Finger, die sie Nicht allzu hastia. zurückzog. Meine Cousine hatte Recht, meine Zukünftige war ein Engel, ich war gar nickt würdig, einen solchen Schatz zu besitzen. Trotzdem hielt ich mich bei die ser Betrachtung nicht auf und dieHochzeit wurde festgesetzt. Sie wurde mit Pomp gefeiert und acht Tage lang folgte ein Diner und ein Ball dem andern. Zahlreiche Gäste wurden eingeladen. Meine Frau war zu allen liebenswürdig und zeigte sich als vollkommene Weltdame. Ich war stolz auf sie. Als der letztkGast, ein alter Vetter, der garnicht gehen wollte. verschwunden war, sagte ich zu meiner Frau:Endlich allein! Jetzt sind wir. Gott sei Dank, die langweilige Gesellschaft los." Sie sind nicht höflich gegen unsere freunde und Verwandten," entgegnete sie. Weil ich so glücklich bin," versetzte ich zärtlich. Dabei zog ich meine Cigarettentasche heraus und wollte mir eine anzünden. Ich hoffe, Sie werden hier nicht rauchen!" memte meme Frau. ..Eine Ciaarette. eine aanz kleine Cigarette 'Jttckt um die Wett!" riet ne im lebhaften Tone. Aber mein liebes, kleines Frauchen!" Nein!" iDie Cigarette ist Ihnen so unan aenebm?" Sie ist mir nicht unangenehm; aber jr. 'r jt l c r ! . . t u icn wiu Nicyr, oag ie raucycn. Ihr Vater raucht den ganzenTag! Mein Mann wird nickt raucken Ich bin nicht wie Mama, ein Lamm, das sich abschlachten läßt." Aber das ist ja garnicht meine Frau," dachte ich, man hat ste mir ausaetausckt." .In einer Ehe." fuhr ich fort, muß man sich gegenseitig zu besauen leven; und dasCigarrettenrauchen ist für mich eine alte Gewohnheit." Sie werden sie eben aufgeben, das ist alles!" Das ist nicht ernsthaft, Sie scherzen sickerlick?" Ich verbiete Ihnen zu rauchen, nun versuchen Sie es doch!" Und ich." versetze ich. verbiete Ihnen, in diesem Tone mit mir zu sprechen!" Ich hatte noch nicht ausgeredet, als ich einen dicken Band an den Kopf bekam. ck bückte mich, um das Buch aus zuheben und wich entsetzt zurück. Es war der Sanstmuthspreis! Und trotzdem trotzdem leben wir noch immer zehn Jahre sind seit unserer .ockieit vergangen sehr glücklich. Wie süß ist die Versöhnung nach solchen Scenen! Ich glaube nicht meyr daran, daß eine Frau dcnSanftmuthspreis besitzen muß, um ihren Mann glücklich zu machen.... Auf dem Zaun. Von I. Trojan. Die kleinen Vögel schweigen, Bald wird die Heide braun. Ein Vogel nur gar eigen Singt Abends noch vom Zaun. Ein muntrer Vogel, wißt es, . Der gerne hüpft und springt, Ein lust'ger Vogel ist es. Der von dem Zaune singt. Doch wenn im Abendschauer ' So still die Welt umher. Nur hinter schwarzer Mauer Des Waldes rauscht das Meer, Wenn dann vom Zaun in Tonen Es schallt um diese Zeit, Hör' ich etwas von Sehnen Heraus, von Lieb' und Leid. Wenn ich dann singen höre Den Vogel, klagt er mir: Mein Schatz ist Lber'm Meere, Ach, wär' mein Schatz doch hier! , Wie würd' ich dann wohl munter, Wie flog' in einem Nu Ich von dem Zaun hinunter Und grade auf ihn zu!" Die besten Handlungen sind oft die, für die man keine Gründe hat.

Der sprechende Kund. ' Von Professor KlugschmuhS. '

. Daß es sprechende Canarienvögel gibt, haben wir erst kürzlich auf dem letzten Hamburger Dom gesehen, wo bekanntlich ein derartig kleines, gelbes Vieh ausgestellt war. welches auf die Frage: Wat magst Du leewer smöken. en Cigahr oder 'n Piep?" mit gar nicht mitzzuverstehender Geberde erwiderte: Piep!" Und warum nicht? Existiren doch singende und tanzende Mäuse, pfeisende Stare und sogar auch pfeifende Gemsen, also weshalb sollte nicht ebenfalls mal ein sprechender Hund vorkommen können? Der Herr Bürgermeister von Dämlichhusen glaubte bisher freilich nicht daran. Er war nämlich, trotzdem er im Uebrigen als unumschränkter Gebieter in feinem kleinen Landstädtchen herrschte, geistig doch etwas beschränkt, genau so, wie es für seine Gemeinde paßte. Deshalb mochte ihn auch Jeder gern und man verehrte ihn förmlich wegen seiner vernünftigen" Ansichten. Nun aber hatte unser braves Stadtoberhaupt dasGlück, mit geradezu hervorragend intelligenten Lebewesen umaeben zu sein, ein Umstand, der im Laufe der Zeit zu einem höchst unangenehmen Confllkt für ihn fuhren sollte. wie wir bald sehen werden. Da war in erster Linie Karo, sein kleiner Teckel, ein Hund von so überaus großer Begabung, . daß er seinen Herrn m allen Dingen, be: welchen eö nicht nur auf Instinkt, sondern auch auf Ueberlegung ankam, bei weitem übertraf. Karo konnte z. B., um nur eins anzuführen, mit Leichtigkeit m einen Dachsbau hineinkriechen, und das brachte. der dickleibige Bürgermeister trotz seiner vornehmen Stellung Mit dem besten Willen nicht fertig. Ferner war der Johann, der Hausknecht, ein welterfahrener Mann, der seine vier Jahre ehrlich bei den Gardedragonern m Berlin abgedient hatte, und daher in Dressur und Schliff den klugen Karo womöglich, jedenfalls aber seinen nichtgedienten und nicht gereisten Chef leicht aus dem Felde schlug. Und last not least, zählte zu der Umgebung des hohen Herrn auch noch Trina, die Haushälterin (der Herr Bürgermeister war nämlich unbeweibt), eine große, starke Brünette von circa dreißig Jahren, deren weibliche Schläue von Niemandem angezweifelt wurde, ebenso wenig wie ihre Energie, vermöge deren sie ihren Brotherrn und somit im weiteren auch das ganze Gemeinwesen des Städtchens beherrschte. Was man sich sonst noch von dem zwischen den Beiden obwaltenden VerHältnisse erzählte, das gehört nicht hierher, weil es erstens nicht erwiesen ist und weil man zweitens der hohen Obrigkeit ' kein Mißtrauen entgegenbringen soll. Soviel steht aber fest, zwischenTrina und Johann existirte nicht das beste Behältniß. Sie zankten sich unaufhörllch. Dennoch wagte der Herr Bürgermeister den Johann nicht hinauszuwerfen, denn derselbe war ihm eben zu klug! Er wußte so allerlei. Nun finden wir aber in unserer heutigen verderbten Zeit den sögenannten Hang zum Wohlleben", sogar auch schon bei Hausknechten, und besonders unser Johann mochte sich diesen Hang" während seiner vierjährigen Berliner Dienstzeit wohl in hohem Maße angeeignet haben, denn er lebte unendlich gern mal einen guten Tag" oder auch mehrere. Wenn man sich so was nun aber als Hausknecht mal leisten will, so muß man dies selbstverständlich besonders schlau anfangen. Deshalb trat Johann eines Morgens, als sein Herr sich in seinem Amtsbureau gerade mit der Dressur des kleinen Teckels beschäftigte, ohne weiteres zu ihm und begann ein freundschaftliches Gespräch: En bannigen klauken Hund, uns' lütt Karo!" Allerdings, das ist er auch, mein lieber Johann." meinte der Bürgermeiste? in liebenswürdigem Tone, wirklich ein überaus kluges Thier!" Ja, dat meen ick ok, un wenn he en beten snacken kunn, .denn weer he noch veel mehr werth!" Gewiß, gewiß, lieber Johann, aber daran ist doch bei einem solch unvernünftigen Vieh gar nicht zu denken, daß es jemals sprechen könnte!" Oho, Herr Burmeister, dat seggen Se man jo nich. As ick dunntomalen in-Berlin bi de Dragoners stunn, da lewte dor en Professor, de kunn de Hunn'n dat Snacken bibringen!" Aber, Johann, das ist doch Wohl unmöglich!" Nee, dat is ganz miß un wohrhaftig so, un mi schient, wenn überhaupt en Köter dat Snacken lehren kann, denn is uns' Karo doch wull de Neegste dorto, denn so'n klauken Hund gisst dat doch up de Welt nich wedder!" Das leuchtete dem Herrn Bürgermeiste? endlich ein und geschmeichelt erwiderte er: Darin hast Du allerdings durchaus Recht, lieber Johann! Einen klügeren Hund gibt's wohl kaum. Aber wie sollte man es nur anfangen, jenem Professor' den Hund hinzuschicken, da Du vermuthlich die Adresse nicht weißt?" Oh, dat's ganz eenfach. Ick reis' sülwst mit unsen Karo nah BeMn! Den Professor finn ick ganz fäcker. ick weet dor jo gaud Bescheed!" Wie. Johann? Du wolltest Dich wirklich dieser weiten Neise unterziehen?" Jawull, dat dhau'k giern! Wenn ick den Herrn Burmeister en Gefallen dhaun kann, mak ick mi ut so'ne Strapaz niz!" Nun, uin die Sache kurz zu erzahlen, Johann bekam also von feinem

wohlhabenden Herrn reichlich Neisege?d eingehändigt, nahm den klugen Karo an die Leine und fort ging's, freilich nicht nach Berlin, denn dies Geld konnte man ja sparen, sondern einfach bis nach Hamburg, was viel weniger weit entfernt lag, nicht so viel Reisegeld kostete, und wo man sich ja auch recht hübsch einige Tage - vergnügen und den Hang zum Wohlleben" be friedigen kann. Hier verjubelte der kluge Johann in wenigen Tagen also das gesammte Reisegeld, verkaufte den klugen Karo auch noch obendrein und verjubelte dieseSumme ebenfalls, worauf er ohne: alle Baarmittel und auch ohne den. Hund, sonst aber äußerst vergnügt wieder in der Heimath eintraf. Nun, Johann, wie ist denn dieSache bei dem Professor abgelaufen?' Hast Du denselben gefunden?" empfing ihn der Bürgermeister in größterSpannung. Jowull! Dat's allens in beste-, Ordnung! De Herr Professor seggt. so'n klauken Hund hett he noch gornich. in de Fingern hadd un in'n Viertel--johr sall ick kamen un den Hund wed--der afhalen, denn kann he so gaud snacken, as wie beiden! Kost't äwer hunnert Mark!" Nun, das soll mich denn aber wirklich doch mal verlangen! Wie weit eS. doch die Wissenschaft in unserm Jahrhundert gebracht hat! Es ist thatsächlich erstaunlich! Die hundert Mark opfere ich gern für diesen Zweck." Also das Vierteljahr veraing und Johann wurde auf's Neue mit diesmal noch reichlicherem Reisegeld und gleichzeitig mit dem Honorar" für denProfessor ausgerüstet und nach Berlin geschickt. Selbstverständlich fuhr er wieder blos bis Hamburg, blieb aber diesmal bedeutend länger fort und kam auch merkwürdiger Weise in überaus, ärgerlicher Stimmung zurück! Von einem Hund natürlicherweise keineSpur, höchstens von demjenigen Hund, auf den er inzwischen körperlich und moralisch gekommen war. Der Bürgermeister empfing ihn mit. erstaunten und wohl auch vorwurfsvollen Blicken. Nun, Johann, Du hast den Hund' Wohl noch auf dem Bahnhof zurückgelassen?" Nee!" Hm, hat er denn bei dem Professor, etwa noch nicht ausgelernt?" Ja!" iWas soll das heißen? Ist dennetwas Unangenehmes passirt?" Ja un nee!" Zum Donnerwetter, Johann, ich. verlange jetzt Auskunft von Dir, wc bist Du mit meinem Hunde, mit meinem lieben, prächtigen kleinen Karc' geblieben?" Na, denn is't gaud. Wenn dr Herr Burmeister dat denn affluts weten will'n, denn mutt ick't jowull man vertellen: Ick kam also richtig wedder in Berlin bi den Herrn Professor an,, stieg de Treppen herup un klopp an de' Dör. Herein!" röppt dat ganz lud vun binnen. Ick mak also de Dör up un wat meenen Se wull, dor sitt uns'' Karo ganz alleen up'n Sopha un kicki mi so recht kluksnautig an. Ick weer ganz fürchterlich verwunnert! Dat känen Se sick wull denken, Herr Burmetsier. Allerdings! Nun, und dann?" Up eenmal makt de Hund dat Mul up un fangt an fo snacken, grad as ob't de Herr Burmeister sülwst weer. He snackt vun düt un von jenes, wo schön em dat in Berlin gefallt un so wider un so wider!" Erstaunlich, wirklich erstaunlich!" Jowull.dat weer dat ok un ick hadr ok min helle Freud an den klauken Köter. Mit'n Mal fängt he äwer an hier von uns' Verhältnissen tau snacken." Nun. das war doch sehr hübsch von ihm. daß er sich der alten Heimath erinnerte." So? Na. denn passen'S mal up. Up eenmal fröggt he: Na. Johann, wat makt denn de Herr Burmeister? Pussirt he noch Lmmer mit de Hushöllerin Trina?" Weten Se. Herr Burmeister dor kunn ick mi nich mehr Hollen. Aewer düsse Niederträchtigkeit würd' ick in den Oogenblick so wüthend, dat ick soforts minen Knüppel nöhm un den Hund up de Städ dodt slög!" Das hast Du recht gemacht, mein lieber Johann!"

Gewohnheitsspiel. Dame: Also jetzt wollen wir Pfänder spielen." Student: Bitte, keine unangenehmen Erinnerungen er-' wecken!" Wunderbares. Herr : Nun, haben Sie sich auch der Alpen Wunderwelt angesehen?. Tourist: Ja, 's ist dort wirklich wunderbar was in den kleinsten Wirthshäusern für größte Preise Platz haben! M e r k S. Herr (zum Nachbar bei der table d'hote, der sich immer die besten Stücke wählt): Sie scheinen sehr fromm zu fein!" Wie so?" Nun Sie handeln nach dem Spruch: .Prüfet alles und behaltet das Beste!" . Fatale Schlußfolg er rung. Professor (zu seiner redseli- , gen Frau): Erzähl' nur nicht imme: - meinen ranzten - jamzn von 10mischen Verwechslungen, die mir Pas. sirt sind sonst glauben sie ainnde. ich habe Dich auch nur aus Zerstreut-. heit geheirathet! KräftigeWirkung. Kaufmann zu einem anderen): Die Wir kung des Karlsbader Wassers ist wirk, lich eminent, mein Buchhalter kam um zwanzig Kilo leichter zurück! Das ist noch garnichts, mein Kassirer hat sich einen Urlaub nach Karlsbad ge nommen und ist überhaupt nicht mehr wiedergekommen. ... -

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