Indiana Tribüne, Volume 20, Number 24, Indianapolis, Marion County, 11 October 1896 — Page 5
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GsscncrSchreilicbriefdes Philipp Sauerampfer. Copyright i8jf by the Gcrman Press Plata Co. Mein lieber Herr Redaktionär! Ich im in Berlin, awwer bei Tjchortsch sell is e seine Taun! Cell biet doch einiges, was ich so weit gesehen hen. Ich sin so ' froh wie alles , daß der Wedes ! weiter nit mit mich is. Zum erschte mol, seit ich us . de Tripp sm siehl ich iesig und häppig. Wann un dann muß ich als noch emol an den Schuwia! denke un an dieEhntie auch, awwer, ich geb doch nit mehr ; so arig viel drum. Er soll nor die alte Schachtel heirathe, sor all was ich ' drum geb. Ich stecke zu mei Lizzie, ! was mei Altie is, die is gut genug sor mich, un. was sell betrisft. Geld hen c f i ; . r - v.c il. !k, fn xcg aucq picrnic, u uut ILV tiivuu v keen dreckige Drick zu spiele brauch. Awwer der Wedesweiler soll mich noch emal in die Quer lause. Ich kille den Feller us den Spatt. Ich siehle nor sarrie sor sei Frauche. die er so mien getriet und disertet Hot. Well, mehdie ich kann Erehnschments mit se ma che; ich kann keen Ennimell sossere ehn. viel weniger so e gutgucnges Fraucke. In Berlin sin ich aus das Diepoh n die Friedrichstritt angekomme. Ich hen en Bliesmann wo an das Korner erum gehangt Hot, gefragt, wo e dieentes Hotel ls un do Hot er mich nach das Nahschenel Hotel rikommendet. Celles Hotel is ganz mer bei das Diepoh un es war iesig genug mit mei Sätschel un mei Umbrella hin zu komme, mit aus daß ich e Hack genomme hätt. Off Kohrs hen se mich e wenig iwwer die Acksel angeguckt, bikohs mei Suht wo ich gewähre hen, Hot mt so arig gut gesitt, un dann hen mei Schuhs auch schon seit e Woch zerick een Schein mt mehr gehatt. Us das verdollte Nest, wo die Ehntie wohnt, do giebt's nor Wichs wenn's Kerb is. Well, wie ich in das Hotel mei Packetbuch eraus gepullt hen un in Ettwehns bezahlt hen, do wor die Sach different. Se hen mich an de vierte Flohr e Ruhm gewwe. Es war nicks pertikeler eckstraes. awer es war gut genug for mich, wisse Se, die mehrschte Zeit sin ich ja doch nit heim. Ich hen mit den Porter un den Hettwehter en Tahk getatt. ebaut. was ich duhn sollt, for die Snts zu sehn un die Zeit zu kille. For's erschte Hot der Hettwehter gesagt, misse Se in die GewerweAusstellung gehe, die biet die WeltsFehr zu Pitses." Hot's denn da auch ebbes zu schlucke? hen ich gefragt. Juh betschuhr Buhts", sagt der Porte?. fraae Se nur nach das nasse Viereck. Ich hen reiteweg gestart nach die Ecksiplschen un Wie ich hinkam, do hen ich auch schon Dorscht gehatt. Mitaus zu. frage, hen ich das nasse Viereck gefunne. Well. Herr Redaktionär, sell iö en Platz, do kann einiger deutscher Mann hingehe. Mer Gutneß, mer meint. mer wär in die Juneited Stehts: een Saluhn newlg den Ann e r n, un wenn mer da aus e i n Platz errausgeschmisse werd.da bett ich Jhne einiges, daß mer mitaus Fehl in en annern enei fällt. Sehn Se, o ebbes gleich ich. ßs Hot ziemlich lang genomme. befor daß ich mein Dqjschj unner Kontrohl gehabt hen, do hen ich mich nit mehr unner Kontrohl ge habt. Ich hen gestäckert un hen so tschallie gefiehlt. wie in mei ganzes Lewe noch nit. Un die Leit sin so arig plessent zu mich gewese. En Bnesman is zu mich gekomme un Hot gesagt, ich sollt nit zu viel Neus mache, sonst mißt er de griene Wage so ruft mer in Berlin de Hurriopp Wage ordern und mißt mich einronne. Ich hen ihm e Siaahr gewwe un sagt; Se sin en Schentelmann. schmohkeSe eins an mich, un zehn Mmnits spater, war ich Widder ganz sauwer. Ich sin dann in e Dipahrtement komme, vo hen ich mt viel Fonn gehabt. Wre ich e halbe Sekkend inseid war, uf cenmal stahrte so ebaut fünf Hunnerd Bells zu ringe, große un kleine, das Hot e Neus gemacht, daß ich puttiniehr dies bin geworde. So schnell wie en Hund gauzt, war'n ich Widder autseid. Ich hen mich sage losse. deß sell die Ecksibischen for Rehlroad Sicknells wär. Well, ich geb nicks drum was es war, gegliche hen ich's ennihau nit. Bei die Zeit, hen ich Widder so t foniges Fiehle kriegt un ich hen mein Meind uffgemacht, noch emol en Abstecher nach das nasse Viereck zu mache. Ich hen noch inS bis mehre Schoppe gepackt un sin dann mit die Stritt Car nach das Hotel. De annere Dag hen ich die Wachtparehd von das dritte Garde Retschiment gesehn. Es war schon e großes Kraut do. wie ich hin sin gekomm? st es Hot nit mehr lang genomme, da . Hot. di Bänd en Mahrtsch gespielt un Penn itz es loö-gange'. "Maus W ich'-tM konnt, hen se mich an mei ArmS gehackt un denn sin mer in Front von die Muhsik gemartscht. Es ging durch die Roßstritt was e arig en Stritt
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is. Ich sage Jhne, do sin ich awer gepuscht worde! Uf eemol Hot mich eener zu packe kriegt un befor. daß ich helfe hen körne. Hot er mich uf sein Schohlters gesetzt un Hot mich geritte. Sell war gar nit so iwwel. wenn ich nor nit immer gedenkt hätt, ich deht aus die Vällanz komme un an das Pehfment falle. Mer sin dorch die Wrangelstritt un dann dorch die Vreitestritt bis ans Schloß. Dort Hot mich der ausverschehmte Kerl mit eemol falle geloß. Ich hen gedenkt, all mei Bohns dehte mich verbreche. Awwer es Hot mich keen Harm gedohn. Ich mutz sage. die Parehd war schön. Sie hätte nor eemol sehe solle, wie streht die Sohldschers gemartscht sin.es Hot put tiniehr so schön geguckt, als wenn bei uns die Singers martsche. Blos hen se so kee schöne Bädsches gehabt. Well, wie ich den Dag zu des Dinner komme sei, do Hot mei Suht geguckt, als wenn ich bei die Brickleger geschafft hätt. Es war gut. daß ich noch e Dreß Suht in mein Tronk gehatt hen. Die hen ich angezoge un do hen ich geguckt, wie en Millionär. Ich hen den Wehter bei Seit gerufe UN sagt: Seh, ich deht gleiche auch emol de Kaiser zu sehe, un Händs mit ihm zu schehke, gibts do kein Tschehns?" Schuh? Ding," Hot er gesogt, gehe Se nor us de Schloßplatz un warte Se, bis er autseit kommt. Wann er komme duht, dann gehe Se zu ihm un sprecheSe zu ihm." AllrechtHen ich gesagt un sin nach de Schloßplatz. Dort hen ich auch gesehe, wo se den alte Willem sein Maniument bilde. Mer kann zwar nicks davon sehe, awwer ich denke, es werd arig scheen. In Front von das Schloß war Widder e große Kraut un ich hen mich hingestellt un hen gewart. Es Hot eene Stund gedauert, un noch e Stund un noch zwei Stunde un er is immer noch nit komme. Die Kraut is bei un bei fort, awer ich hen immer noch gewart. Ich hen mei ganze Schnuffbacks leer geschnusft un mei Fieß sin mich von das. lange Stehe ganz belzig worde. Wie's Abend is geworde, do hen ich en Kapper gefrogt, ob denn der Kaiser nit bald komme deht. Do hen ich denn erfahre, daß er gar nit in de Sittie is un ick Hen de
ganze Nachmittag for natting gewart. fcrtll hol mich mayv gemacht. Well, hen ich zu den Kapper gesagt, ich komme mt mehr her. Es macht enihau nicks aus ob ich den Feller seh oder nit." Ich hen hardlie die Words gefinnischt, do Hot mich auch schon der Bliesmann bei den Kaller aebabt un Hot mich uff die Stehschen genomme. (se hen gesagt, ich hatt den Kaiser insollet. 3ch hen mich so aut difendet. wie ich gekonnt hen. Ich hen gesagt: Ich sin nit giltig. ich sin en American Zitissen un wann Se mich nit reiteweg gehn losse. dann kriege se Trobbel mit den Onkel Sim. TiA ben dorchaus nit gemeint die Fiehling von den Bliesmann zu horte, un hen nor en Eckspreschen aeiuhst. die in die reited Stehts ganz kämmen is." Der Tschodsch Hot mit sein Kopp gesch'ähkt un sagt: Ich sin unner die Jmpreicyen. van der Mann krehsig is, ich mache die Mobschen, daß mer ihn distschartsche." So is es auch komme un ich sin Widder en freier Mann. Herr Redaktionär, ich hen e Nohschen. emal nach den Gnmewald zu gehn auf die 5olzaukscben. Wann nicks dazwischen häppene duht, dann geh ich hin. Womit ick verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Zveivlillze Zorschn. Frauen können Helden sein!- Die ses Dichterwort findet seine Bestatt gung auch in Bezug auf weibliche For schungsreisende. Wie die Geschichte von Männern erzählt, die. erfüllt von unbezähmbarer Wanderlust und heißem Forscherdrange, siegreich die Unbilden des Windes und Wetters, die Gefahren der Wüsteneien und die Bedrobungen der wilden Völker überwanden, weiß sie auch Frauen zu rühmen, deren moralische und körperliche Thatkraft die gewaltigen Hindernisse überwältigte. welche eine weite Reise in frühe ren Zeiten zu einc.m kühnen, wagehalsigen Unternehmen stempelten. Zu diesen kühnen Frauen gehörte Madame Godin des Odonais. Unter den Gelehrten der Pariser Akademie war 1735 ein heftiger Streit über die j Gestalt der Erde entbrannt. Um die- ' se Fehde durch genaue Gradmessung i schlichten zu können, unternahmen ver- ! schiedene Gelehrte Reisen, einige nach den Aequatorländern, andere nach den Polargegenden. Frau Godin begleitete ihren Gemahl nach Quito und Peru. Die Messungen entfernten bald die beiden Ehegatten von einander, fünfzehn Jahre lebten sie so getrennt, Endlich beschloß das von Sehnsucht getriebene Weib, den wohl 600 Meilen entfernten Gatten aufzusuchen. Ihr Weg führte über die Cordilleren, durch die Urwälder Süd-Pmerikas. über, breite Ströme, mitten durch die Hei matb der wilden Jndianerstmme. : Am Amazonenst?ym wurde si? von den . Indianern, diy ihr als Führer dien- ' ten, verlassen, und so sah sie sich mit , 1 1 iyren wenigen Begleuern. zu oenen iore beiden Brüder gehörten, auem unheil preisgegeben, das der düstere Urwald in sich birgt. Zu ihrem Unqlück starben die beiden Brüder in derWildniß. JhrenSohn an der Hand durchstreifte sie, eine zweite Hagar. das Land; ihre Kleidung bestand cuA, Lumpen, die ihren Korpe.l nur rjoihdürftig bedeckten, ihr, Rahruy waren Schlingpflanzen undWurzeln. End lich wurde, sie "'voii mitleidiW Zrothhäuten aus LranyeH zu einem Stjssiynihgusy gchracht, und von hier aus eilte sie aus ßinem Schiffe in die Arme deS Gatten,' mit dem vereint sie nun heimwärts nachFrankreich segelte. Glücklicher gestaltete sich die Forschunasreise. die Sibvlla aeaen .Ende,
irr a . 17. Jahrhunderts nach Surtnam
des unternahm. Sibylla, 1647 zu i Frankfür geboren, batte durch die Geschick - lichkelt. mit der sie Bwmen und Inselten zeichnete große Berühmtheit erangt chre leiden chaftüche Liebe zur nstktenkunde führte sie nach dem neuen Erdtheile. Hier war sie zwei Jahre lang unermüdlich im Einfängen von Schmetterlingen, im Einsammeln von Raupen, im Beobachten der Verwandhingen, und erwarb sich hierdurch um die Wissenschaft ebenso große Verdiensie wie um die Kunst. Ihre Kupferwerke über dieMetamorphose der Raupen, ihre Geschichte der Insekten Europas und ihre Abhandlung über die Entwickelung und Verwandlung der Jnsekien Surinams sichern ihr einen bleibenden Ruf. Sie starb 1717 zu Amsterdam als die berühmteste Kunstlerin der Blumen- und Jnsektenmalerei. Durch Schönheit, Geist und gelehrte Kenntnisse zeichnete sich vor anderen weiblichen Reisenden aus Lady Mary Montagu (geb. 16S0, gest. 1762), die Tochter des Herzogs v. Kingston. Unter dem Schutze, ihres Gatten, der englischer Gesandter in Konstantinopel war, lernte sie Sitten und Gebräuche, Land und Volk der Türkei und besond'ers das Haremsleben der türkischen Frauen als die erste Westeuropäerin kennen. In den Briefen an ihreSchwester. an die Schriftsteller Addison, Aoung und Pope entwarf sie Schilderungen derMittelmeerländer. die durch scharfe Beobachtungen und Zartheit des Gefühls den Ruhm der Mit- und Nachwelt verdienten. Sie war die erste, die nach türkischem Gebrauche die Pockenimpfung an. ihrem Sohne vollziehen ließ. Als Erforscherin Indiens verdienen Amalie Heber, die Gattin des Bischofs Heber in Kalkutta, und Frau Helfer aus Berlin genannt zu werden. Jene durchwanderte mit ihrem Gatten ganz Hindostan und Bengalen und war ihm auf seinen Forschungsreisen eine kundige Förderin seiner Studien. Hervorragender in wissenschaftlichen Leistungen war Lady Rich. die Gattin des englischen Orientalisten James Rich, die an allen orientalischen und antiquarischen Arbeiten des Gemahls regenAntheil nahm und mit ihm geme..sam die Ruinen von Babylon Und Ninive beschrieb. Zu Pferde durchzog sie mit ihmVorderasien bis nach Konstantinopel, und auf der Rückreise Kleinasien bis zum Tigris. Selbst das wilde Kurdistan schreckte sie nickt; sie erforschte es. und beschrieb es nach dem Tode ihres Mannes in einem zweibändigen Werke. Mit größerer Thatkraft als alle die genanntenFrauen, tritt uns JdaPfeisfer (gest. 1858) als Weltreisende ent gegen. Ohne allen Beistand, nur auf die eigene Kraft gestützt, führte sie Wagnisse aus, die das Staunen aller erregten Mehr als einmal warnten sie ihre Freunde vor allzu kühnen Unternehmungen; doch an ihrer unbändigen Reiselust waren Warnungen und Mahnungen verloren. Vcnaun's", sagte sie in ihrer Wiener Mundart, wie es den Maler drängt, ein Bild zu malen. denDichter, ein Lied zu d'.chten, so drängt es mich halt, die Welt zu sehen. Reisen ist einmal der Traum meiner Jugend gewesen. Erinnerung des Gesehenen wird das Labsal meines Alters sein; vielleicht ist es auch die letzte R.eise. die ich mache." Jda Pfeiffer wanderte allein, ohne Bangen, ohne Angst um die Sicherheit ihres Lebens, trug klaglos die Beschwerden und Entbehrungen und fand ihr größtes Glück darin, mit stolzem Wagemuth den Gefahren zu trotzen. 1842 reiste sie nach Palästina und Egypten, 1845 nach Skandinavien und Irland. 1846 bis 43 besuchte sie Brasilien, Ehile, Tahiti, China, Vorderindien. Persien. Kleinasien und Griechenland; 1851 58 dauerte ihre zweite Weltsahrt übe England, Afrika, die Snndainseln, die Molukken, Australien und Amerika. Von überallher brachte sie reiche Schätze, mit denen sie die Naturalien-, kabinette ausstattete. Auf Anreaunz Humboldts. Ritters und anderer wurde sie Mitglied gelehrter Körpersckiaften, der König von Preußen verlieb ihr die Medaille für Kunst und Wissen schaft. 1856 verließ sie Wien von NW em und rüstete eine Reise nach Mada gaskar, kehrte aber erkrankt nach Wien zurück und starb 1LS3. Sie hat aus ihren Reisen 600.000 Meilen zur Sei pnd 80.000 Meilen zu Lande zurückgelegt und ihre Reiseerlebnisse in mehreren gern gelesenen und brauchbaren n ,-.c , , neli,ei.azrisie.n. meoe.rgeiegr, jrttchescherse'in alter Zeit. Der Witz unserer Vorfahren am Ende des siebzehnten und am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts war überaus derb und unserem heutigen Empfinden nach vielfach rob. Diese . Derbheit des Witzes erstreckte sich sogar bis auf die Küche, wie unS unter. Anderem ein Buch zeigt, daS den Titel führt; Leipziger Kochbuch, worinnen zu sehen, was man sowohl auf seinen täglichen Tisch, als auch bei Gastereien und Hochzeiten Gutes und Delikates auftragen und nicht nur ein; lange und ovale Tafel, sonders euch, einen runden und viereckin Tisch, mit Speisen ziemlich btf$?a fcnxC deutlik und ordentlich yoxaestellet Yon K. lig verlegt's, FnedM Herschuff, Anno 708." Dies Kochbuch enthält ein SchlußkaVitel: ..Strhand Vexation im Essen scheint unglaublich, aber unter diesen Verationen" findet sich eine An-. Weisung, das Fleisch so zuzubereiien. daß es voller Maden aussieht,' Sitz lautet: Nimm eine JMrumenten, saite. schneide sie z kkiinen Stücken, wirf diese in eiyen Top?, darinnen Fleisch kochet, laß sie mit sieden, so lausen die Saiten au,s und es siebet auS.
lalö wenn das Fleijch voller Maden wär,.- fAnh w w, ,ms "
n anderer Scherz ist überschrieben; ! Schauesien von Krebsen. Nimm l hendige Krebse in einen Asch, gieße guten Branntwein darüber, zünde ihn mit Schwefel an, so werden sie schön th und bleiben doch lebendig. Tann thue solche unter andere recht gesottene Krebse in eine Schüssel und trage sie : deckt f. nw mm m.f w Tiicke die Scküffel ausübt ?n Mon die lebendigen unter den andern hervor . ?. , , . ' i ' und man weiß nicht, wie es zugehet.' Dieser Tafelgrausamkelt würde glück licherweise die neuere Zeit keine hinnorl stische Seite mehr abgewinnen. Eenekleene Vallahde. Fern an des Gongo blauem Schraube Im heeßen Afriganerlande. Da lebde eenst, vor alder Zeid, Gar friedlich eene scheene Maid. Beganndlich aber währd hieniedcn. Wo Weiber sin', nich' lang der Frieden, Un' richdig! eh' mer sick's versah, War'n ooch zwee Liebesridder da! Tie hassden sich im Osgenblicke Mid afrigan'scher Gludh un' Dicke, Un jedem war im Rachedorscht Sei Laben sozesagen: Worscht! Un' nächsden Dag's um halber neine Sah mer im Elefandenhaine Te schwarzen Ridder schdramm un scheen Enander gegenicwer schdeh'n. Dischdanz war finsundssebzia Sckridde Ae Seggundand rief: Achdung biddel Er zählde drei! se drickden los Ter Rauch war dick der Lärm wa: groß. Se hadden zwei gezcg'ne Jlinden, Born cdwas weider als wie hinden, Een bischen schwer un' unbequem. Nach eenem älderen Sysdem. Ten eencn warf der Rickschdoß nieder. Doch er erholde bald sich wieder, Der an'nre aber schoß Sie nur Ae kleencs Loch in de Nadur. Damid war ooch der Gampf ze Ende, Sie schiddelten sich froh de Hände, Un' hielden drauf beim Zidderaal" Vle übbiges BerscchnungSmahl. - - e rechte Entrüstung. :::;!:r:: Pasa. der Tourist, der im .'.nix Jahr hier abgestürzt war, und wir gepflegt haben, hat mir heute "in Hcirathsantrag gemacht!" iicr (polternd): Das ist ja nett. u,r.?Sen wir den Kerl drei Monate sonst und jetzt will er auch uocl lddazu!Schätzung. Wie alt schätzen ,ie das Fräulein Müllev?" Hm, ? meine, daß der Spiegel aufgehört "h zu sein." Renten verlangt, gegen gute Bezahlung, für den Verkauf von Artikeln, welcke jeer deutschen, sowie amesikanlscke" Familie notbwendig gebraucht werden. Zeder, der sich ein rentable? Kescdäft u gründen tvünsckt. oder sich ei-en outen Neb'nverdienst ' erschaffen will, schreibe ofort um kostenfreie Proben, Eirculare, u. s w., an E. I. Qckoov öf Co., No. 208 State Straße. Racine WZS.
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