Indiana Tribüne, Volume 20, Number 24, Indianapolis, Marion County, 11 October 1896 — Page 4

Sndiana Aridüne.

Erschewt Täglich und Somuagv: Die tägliche Tribüne- kostet durch UnXtiitx 1 Cent per Woche, die eonntagSTrlbüne'k Cent per Woche. Leid uf e 15 CentS le 65 Cent per tonet. Per Poft ußerhalb de, .tabt jugescht t oraukbkjihlunz V pe, fJar. Cffic$t 18 Lüd Ulabama Cttaße Snfci .napoUö, Ind., 11 Oktober 1896, ÄNIlllG - JJsttUÖßüCi. Ich glaube, daß unter allen Nationeu der Welt die amerikanische die neugierigste ist. Wenn eö irgendwo etwas Ungewöhnliche zu sehen giebt, dann strömen sie in hellen Hausen herbei. ES bleibt sich ganz gleich, waS eS zu sehen giebt, sei eS etwas Bedeutendes oder etwas Unbedeutendes. Eie Zirkusparade bringt die Bevölkerung einer Stadt auf die Beine. Wenn ein zwanzig Mann starke? Milizregiment. bestehend auS zehn Ofsizieren, fünf Unterojsizieren und fünf Gemeinen audmarschirt, laufen Tausende herbei. um daS große militärische Schauspiel zu genießen. Ich genieße jeden Vormittag den Anblick der Tramps, Trunkenbolde und sonst-gen Malefikanten, welche ou dem StatioröhauS unter polizeilicher Es körte nach dem Polizeigericht geführt werden. Da läuft dann immer eine Menschenmenge zusammen, um mit neugierigen Blicken die armen Teufel zu mustern. Ich weiß nicht vaS an ihnen BemerkenSwertheS ist, und wo der Reiz deS widerlichen Schauspiels liegt, aber jeden Tag sammeln sich die Eckensteher der ganzen Nachbarschaft an, um den Auözug auS der Polizei ftation zum tausendundeinten Male zu sehen. DaS wiederholt sich, wenn die Ver urtheilten in den Patrolvagen gescho ben werden, um nach dem Arbeit? Hause gebracht zu werden. Neugierig strecken die zahlreich Herumstehenden, welche Stunden lang auf diesen Augen blick warten, die Halse, um alle recht genau zu sehen, obgleich eigentlich gar nichts zu sehen ist. - Den allerwiderlichften Grad von Neugier erreichen Diejenigen, welche sich herandrängen, um Hinrichtungen zu sehen. Ich habe eS gesehen, daß als einmal in dem Hofe der Jail eine Execution stattfand, die Dächer der ganzen Nachbalschaft mit Menschen besetzt waren, trotzdem man gar nichts sehen konnte, denn es war genügend Vorsorge getroffen, um jeden Blick in den Hof unmöglich zu machen. Hätte man wirklich etwaS sehen können, wSren vielleichr die Dächer unter der zu schweren Last zusammengebrochen, so zahlreich wären die Zuschauer geWesen. Wenn ein Unglück passirt, wenn die Leiche eineö Verunglückten gesunden wird, dann kommen die Neugierigen hausenweise, um sich den gewiß nichk schönen Anblick ja nicht entgehen zu lassen. Bei jedem Mord- oder SkandalProzeß sind die GerichtSzimmer mit Neugierigen gefüllt, mit Leuten, welche die Gescb'chte gar nicht angeht, und welche absolut kein anderer Wunsch hinführt, als der, ihre Neu gierde zu befriedigen. Wenn Einer daS ganze Jahr hin durch keinen seiner Nachbaren in sei nem Hause sieht, eS braucht bloß ein Toöesfall vorzukommen, und die ganze Nachbarschaft strömt zusammen. Bei neun Zehnteln der Leute iß eS ledig, lich tie Neuzier, w:lche sie hinführt. SS giebt auch in anderen Ländern neugierige Menschen, und große Men schenansammlungen bei besonderen Ge legenheiten kommen auch anoerdanvor, aber nirgends in solchem Maße, wie in Amelika. Ich glaube, di' Neuzierde ist eine der Nationaluntu genöen der Amerikaner. , Wer daS mcht glaubt, der brauch: bloß die amerikanische Presse zu bf trachten. In keinem Lande der Well sind die Zeitungen derart angefüllt rati werthlosem Klatsch aI3 in Amerika. Das geringste Vorkommniß wird sen sationell aufgebauscht und jede Privat sache und jedeS Familientteigniß, je der Streit und jede Balgerei, kurzum alles, gleichviel ob eS die Welt angeht, oder nicht, wird in widerlicher Weise vor der Oessentlichkeit breitgetreten Und leider läßt sich nicht leugnen, daß diese Untugend der Neugierde auch von den Deutschen angenommen wird, und daß daher die deutsche Presse gerade so wie die englische einen viel zu großen 1 Raum dem Klatsch einzuräumen gezvungen ist. Die meisten ZeitungSleser schauen nicht etwa erst nach den Leitartikeln, oder den Depeschen, oder nach sonst wichtigen und interessanten Nachrichten, sondern zuerst nach dem Stadtklatsch Der muß so ausführlich wie möglich

mitgetheilt werden, und man' kann sich

darauf verlassen, daß wenn einmal Nachbaren sich zanken, oder wenn sie wegen ihrer Huhner Streit bekommen und eS sollte Einer den Andern verlagen, die ganze Nachbarschaft am nächsten Tage die Zeitung durchsieht, um den Bericht darüber zu lesen, gindet sich zufällig daS hochwichtige Erergniß nicht in allen Einzelnheiten verzeichnet, dann herrscht große Enttäuschung und über den armen Eollekcor regnet eS Beschwerden, wenn er daS nächste Mal herumkommt. DaS ist freilich schlechter Geschmack, aber bct Zeitungsschreiber ist gezwungen, ihm Rechnung zu tragen und deshalb stehen die amerikanischen Zeitungen an Würde und Gehalt weit unter den europäischen. Der Plauderer. Die gcsälirlichste pflanze. Von Tr. Ludwig Karell. Was der persisch? Teppich gegen daS einfach durchwirkte Tuch, ist die in allen Farben prangend- Alpenmatte im Ver gleich zur Wiese in der Ebene. Wohl streckt auch hier die Prunelle ihre kurze, violette Aehre aus dem grünen Grunde hervor, und hebt das schlanke Hieracium sein gelbes Haupt in die Höhe. Die blauen Glöckchen der Campanula wiegen sich auf ihrem zarten Stengel, und die Orchis steht steif mit prangender Blü thentraube da. Aber mit weitgeöffnetem Rachen kriecht die großblumige Pru nell e der Alpen dahin; glänzendes Goldgelb krönt das Hieracium der Höhen, n tief dunkles Blau ist die Glocke der Campanula getaucht und die seltsam geformte Orchidee athmet hier emen würzigen Tust aus. Alles ist satter gefärbt, größer geformt, reicher geglie dert und mit köstlicherem Wohlgeruche ausaestattet. dort wo der reifende Ge birgsbach sein krystallklares, eisiges Waiftr m wilder Flucht oaymtreivt. Ter Grund für diese Erscheinung aleickt merkwürdiger Weise demjenigen. aus dem die Wirthe in den Alpenhotels so hohe Preise machen; sie sagen nämlich: Tie Saison ist so kurz! Die .bunten Kinder der Berge müjim lebhafter er alämen und inten iver vutten. um wäkrend der beschränkten Blüthezeit. welche ihnen beschieden ist, den Schwärm ibrer aeflüaeltcn Liebhaber der In sekten an sich zu locken. Letztere sorgen ja bekanntlich für die Berbrn tung ihres Pollenstaubes. es so bei dem aroken Heere der Formen, welche den Blumenschmuck der Alpen zusammensetzen, so gut dies noch in arökerem MaKe von den auserlesenen Geschöpfen darunter, die zur Zierde der höchsten Zmnen unter den Olymviern der Berae beitragen dürfen. Da. wo die Alvenaster ihre goldene Sckeibe mit violettem Kranze ausbreitet, wo die Federbüsche von den fruchten des Alpen Windröschens lustig flattern, wo die Edelraute ihren aromatischen Athem ausbaumt und das anmutkiae Koblrösdien sein tiefrotbes Köpfchen erbebt. prangt, in reines Weiß gekleidet, das Juwel der Alpenflora, das Edelweiß. Sein Leben spielt sich inmitten einer großartigen Scenerie ab. Nur die scheue Gemse und der kreisende Aar dürfen es ungestraft belauschen. Von den neugierigen Menschen läßt es sich nur mit Widerstreben aus feiner erya bcnen Einsamkeit reißen. Darum stür zcn so viele Edelweißpflücker, erschreckt tonn dem Drohnen des Berggeistes, der auch über diese Pflanze seine schützende Hand hält, in die Tiefe. Ter tückische Säste bergenden Tollkirsche, und so manch andere? Giftpflanze, sällt hie und da ein Unkundiger zum Opfer. Tie schwarze Alpen-Viper versetzt zeitweilig einem Becrensucher einen tövilichcn Biß; aber alle durch Kräuter und Schlangen herbeigeführten Unglücksfälle .erreichen nicht die Zahl derjenigen, die durch die zarten, weißflaumigen Sterne verursacht werden. Man schätzt die diesen letzteren zum Opfer fallenden Menschenlcden jährlich ans ungefähr fünfzig. Aus diesem Grunde kann das Edelweiß die gefährlichste Pjlznze genannt wer den. Es wird immer Leute geben, welche Dasjenige erstreben, dessen Erlangung mit großen Gefahren verbunden ist. Ein zweites Moment, welches die Sucht nach dem in die Farbe der Unschuld getauch ten Gnaphalium rechtfertigt, liegt daan, daß sich in im so deutlich der Ehara!t?r unzugänglicher Schnceregionen zussnicht. Bisher 'war die Ansicht verb' eitet, das weiße Pelzkleid des hoch lbroncndcn Alpcnkindes sei ihm t?ov ber Natur zum Schutz gegen die Kälte verliehen worden. Neueri,- Untersuchun- ?: haben jedoch das Gegentheil ergeben. 5,' tragt das ihm so gut passende flau-'.-'.ige Gewand, u:n die Verdunstung .urch die heißen Sonnenstrahlen herab '.mindern. Das durch sein Helles Micifj erfreuende Alpcnröschen (Rhodo ifondrou) demselben Umstände seine Vchaarung zu perdanken. Tie Schönheit und Weltentrücktheit hat dem Edelweiß seit r die Men schen zu Freunden gemacht. In der That kann ein selbstgepflücktes Exemplar sog?5 in der dumpfen Studirstube durch seinen "A?.blt die erhabene, großartige Gletscherrezson px Vorstellung bringen. ebenso wie fcl Tanne uns zur .Weihnachtszeit den gknziÄ WldeszauJ)tx vergegenwärtigt. Au be Ä'nry des Edelweiß gehörte auch' Kai ser'Wi, Helm L Er suchte es in seiner Jugend eifrig auf Un Bergen, und als er einst Unter den Lind?n" einen ausländischen Diplomaten traf, dessen Hut damit geschmückt war, sprach er seine Bewunderung für das unmuthige Gewachs und zugleich das Bedauern aus, daß es ihm in seinem ganzen Leben niemals vergönnj war, ks selbst zu fin-

!.-.' Dieser Neigung Rechnung traczend, wurden ihm bei dem alliährli

chen Besuch seines Lieblingsbades Gastem nebst der obligaten Kornblumensträuße auch Mengen von Edelweiß überreicht. Die Gepflogenheit, auf allen touristischen Eisenbahnstationen Edelweiß in Form von Bouquets und Kränzen feizubieten, drohte zu seiner gänzlichen Ausrottung zu führen. Rechnet man hierzu noch den Bedarf daran bei verschicdenen Luxusartikeln, so wird es nichtüberraschen, zu erfahren, daß bereits'vor mehr als zwei Decennien in Innsbruck jährlich über fünfzigtausend Edelweißpflanzen verkauft wurden. Heute würden sie vielleicht nur in den Herbarien aufzufinden sein, wenn es nicht Gärtner gegeben hätte, denen es glückte, sie kunstlich zu züchten. Freilich genügt es nicht, dieselben einfach in die Erde einzusetzen, sondern der Boden muß eigens dazu hergerichtet werden. Es gelang dies erst, nachdem man das Leben dieser Pflanze in der freien Natur belauschte. Dieses Edel, fräulein liebt sonnige Bergabhänge, wc zwischen Schutt und Felsblöcken sich eine hinreichende Humusschicht angesammelt hat. Mit ihren dünnen, zar ten Würzelchen, die über einen Mete: weit reichen können, holt es sich aus der Tiefe die ihr zuträglichen Nahrungssäfte herauf. Am Tage trinkt es das Naß, das es aus demGrunde aufsaugt, und zur Nachtzeit nimmt es die Thautropfen in sich auf. Sorgt man also für einen nassen, humusreichen, lockeren Kalkboden, so wird es sich auch w niedriger gelegenen Gegenden heimisch fühlen. Die bedeutendsten Gartenanlagen, in denen das Kind der freien Berge bei Zucht der Menschen gehorchen muß, liegen in Unter-Preth, einer Ortschaf? im Koritznitzathale, jenseits des Predil. Schon vor vier Jahren bestand hin ,.die Edelweißhandlung des Jäkel", außer dieser eristirt noch die vor Straußgittel" und Mazera". Bon hier werden alljährlich Hunderttausend von Edelweißblüthen in Körben ver. packt nach allen Richtungen versendet. Jykcl soll, nach der Klagenfurter Zei tung, dafür über 3000, die zwei An dern je 1000 Gulden jährlich einnehmen. Die Händler kaufen das Edel, weiß korbweise von den Resianern. der Einwohnern der italienischen Ortschaft Resia, die es auf den umliegenden Ge birgen sammeln, und nach Unter-Pretl hringcn. Tausend Stück Edelweiß werden mit dem Spottpreise von 50 bis 60 Kreuzern bezahlt. Die Blumer werden der Größe und Schönheit nack in dreierlei Sorten getheilt. Zu de, Zeit, wo dies geschieht, sind die weibli chen Arbeitskrästc in Mittel- und Un terpreth so vergriffen, daß solche vor auswärts geholt werden müssen. Nach dem Ordnen und Pressen wird die edl, Waare verpackt und größentheils nack Deutschland verschickt. Das den Bergen abgerungene Erzeugniß menschlicher Gartenkunst wirt in den Edelweißhandlungen verschieden hoch bewerthet, Von den schönsten Exemplaren kostet das Tausend 10 12 Gulden, von der schlechtesten, der dritten Sorte, 1 bis 2 Gulden. Was hie, kaum auf einen Kreuzer zu stehev kommt, hat oft schon ein blühendes Menschenleben gekostet! Trotzdem es gelungen ist, das Edel' weiß zu züchten, wird ihm noch mit demselben Eifer nachgestellt, wie vorher. Es sind daher von den verschiedene!. Landesregierungen Verbote gegen das Ausreißen der Pflanze mit der Wurzel erlassen worden. Ter Bundesratb von Bern erkannte dafür Geldstrafen von 5 bis 50 Francs, der Tiroler Landtag 1 bis 25 Gulden und im Wiederholungsfalle eine Arreststrase. Eine solche mußte auch schon wiederholt über Zuwiderhandelnde verhängt werden. Immer und immer wieder lockt dieses sil bern schimmernde Kleinod der Alpenflora, dessen deutscher Name, nebenbei bemerkt, in alle Sprachen überging, die habgierige Hand des Menschen an sich, darum sagt von ihm Kurt Geucke: Auf einsamer Alm, wo trauernd Der Berg ragt im ewigen Eis, Da blühte am schweigenden Abgrund Ein einsames Edelweiß. Vom Zhale drunten, singend Kam froh ein Wandersmann, Ter suchte die weiße Blume Als zög' ihn ein Zauberbann. a zitterte, blutlos im. Winde Die bleichende Blumenbraut ßs stürzte der Fels vom Wanderer stam nimmer Gruß noch Laut. De Prüfung. Von TY. Müller. Nidder Veit, schon in de Verzig, Backt uf ämal de Manie Noch ze freien gaum erfuhr mersch, Wufcf mer ooch gleich ä Partie. Acne alte Tante nämlich Lud'n gleich zu ä'm Gafee: Veitchen," schbrach se währenddessen Du hast Glick, herrjemmersch nee! ..Denk' D'r nor de gleene Rcse Uf der hibschc Bemmchcnborg, ßx'ämit schon seit vielen Jahren Sich um Dich de Nächte dorch !" Was de sagst! Ze gleene Rese? Aber, laß mich rechnen - Heer', Ich bin jetzt bald finfäverzig Sag' ämal, hat sie nich' mehr?"" ..Hu, Ms machen een, zwee Jährchen, Wenn se Dich o.r innig liebt " -'S gab noch manches Wort das andre, Äis er endlich uach'r gieb pn verschbricht, wenn er vorieber Vn der Bemmchcnborg mal gäm', Daß er dort, wenn mersch ihm bietet, Ooch S Deb.bchey Gafee nahm'.

Aber wer. wie er, nu' gcnni schon Jeber zwanzig Jahr de Frau'n, Weeß recht gut, 's is immer besser Ihnen nich' ze viel ze trau'n! Darum denkt er in sein' Sinne, Wenn Du schlau sein willst un' bist. Mußt De ärscht des Reschen priesen Ob se ficr Dich bassend ist. Aerscht da gam er denn mit Blumen Uf de Bemmchenborg hinan Un' des Reschen sieht'n lieblich Holderrcthend glicklich an: Wie galant! Ach 's is zu scheene-, Sat se, wenn ä schtarker Mann, Um ee'm Mädchen zart ze huld'gen.

Sich so nedd benahmen gann!" 'S zweetemal dagam'r bumsig. Rollt de Oogen wie ä Bär, Flucht un' weddert doch das Reschen Fand'n interessant heut sehr." 'S driddemal brobiert er's andersch. Er erzählt, daß mer im Schwein Hädde heut ä junge hibsche Gällnerin geschtellt ärscht ein Nee, die wär' doch gar ze zierljch. So ä wus'lich, flinkes' Ding Un de Rcse animiert'n. Daß er wieder zu er ging!! Ja. se sagt: Es is'. natierlich. Daß so was ä junger Mann Liebt zum Wein gehört nu' ämal Freelichgeet, da läg' nischt dran!" Veit war nu' ooch fast entschlossen Um de Rese gleich ze frei'n. Doch da füllt'm nu' so geht's ee'm Bletzlich noch de Haubtsach' ein. Und er gommt zum vertenmale Mit ee'm Erzganonenschwibs! Aber sieh, de gleene Rese Lacht und lacht in eenem Hibbs: Nee, wie butzig, nee wie' drollig. So möcht' ich Euch täglich sehn, Ritter Veit es schteht zum güssen Euch dies hibsche zickzackgeh'n! Ei, da gamen ooch de Eltern Beh a beh zufällig" 'rein Un se schtimmen in de Freide Ihrer Dochter gleich mit ein. Nach so vielen Liebsbeweisen lln' noch mit ee'm Schwibse ach. Wer gann da noch wiederfchtehen. Wer giebt da nich' endlich nach? So ooch Veit; er schweert bei allem Geene and're nähm er nich Un' o Jemmersch! in see'm Dusel Gnall und Fall verlobt'? sich! Verz'n Dage druf war Hochzeit Un der Veit bracht's Weebchen heem. Aber, aber, aber, aber ,;. . Gleich druf word'fe unbequem: Ihre Sanftmuth war nor Schwindel Jetzt, da seene Jrau se war Zeigte sie ihr wahres Antlitz Un des war Sie schauderbar! Ewig geifend, immer beese, Eifersichtig dorch un' dorch, Nu'. mit änem Wort ä Drache, Also haust se uf der Borg! 'S is' mal so un werd so bleiwen Ob ersch noch so schlau betreib' Jeden Mann besondersch ält're Jberlistet leicht ä Weib! GqnlT ' Der Wirth zum blauen Ochsenwav ein äußerst neugieriger Herr, welche Schwäche einige lustige (3e schäftsreisende zu einem Ulk auszu nützen beschlossen. Während einer Tour in der Umgegend verabredeten sie sich und vier von ihnen fuhren voraus, während der fünfte einige Stunden später beim blauen Ochsenwirth" eintraf. Die erste Frage des neugierigen Gastgebers galt gewöhnlich dem Reiseziel und dem Artikel, den der Reisende absetzte. Auch bei dem Letzteingetrosfenen wurden diese Fragen citirt. In größterSeelenruhe antwortete der Rei sende: Ich reise in Nasen!" In Nasen?!" rief verwundert de? Wirth.. . . .; Jawohl,- gab der ! Reisende zu, Antwort, und zwar zu wissenschaftlich chen Zwecken. Für eine gute Weinnase, ZÄ. wie Sie eine haben.zahle ich fünf hundert Mark!" . Kaum glaublich!" rief der Wirth. O bitte." lächelte derNasenreisende' wenn Sie mir Ihre Nase verkaufen wollen, händige ich Ihnen sofort den Betrag ein." Aber ich werde mir doch die Nase nicht abschneiden lassen!" Ist auch gar nicht nöthig jetzt. Erst wenn Sie gestorben sein werden, wird von Ihrer Nase Besitz ergriffen! Bedenken Sie fünfhundert Mark!" Topp, eö gilt!" rief der Wirth nach kurzem Besinnen, was kann da weiter sein, wenn man mir meine Nase abnimmt, bevor ich in die Grube gesenkt werde!" Der Reisende zog ruhig seine Brief, tasche.hervor und zählte das Geld auf den Tisch. Dann meinte er: Hier sind fünfhundert Mark, wenn Sie dev Handel später reuen sollte, so haben Sie fünfzig Mark Reugeld zu zahlen und Sie können Ihre Nase behalten." Wird mich nie reuen." schmunzelte der Wirth, das Geld einstreichend. Indessen zog der Reisende Siegellack und .Petschaft hervor 'und entnahm einem Etui einen zierlichen MetallstMpes. Diesen Metallstempel brachte er' beim Gaslicht bis zum Glühen und' näherte sich dann dem Wirth, i Ja. Ms wollen Sie deyn? . 'Ich wuß unsjr Eigenthum zeich, nen, damit wir später die Nasen nicht vertauschen. Zu diesem Zwecke werde ich jetzt den Stempel unserer Siraa

sonne eileummer tn die gekaufte Nase einbrennen!" ' Nie und nimmer!" schrie entsetzt der Geprellte. Nun wenn Sie der Handel nut, dann bitte ich. nur das Geld zurückzu zahlen und das Neugeld zu erlegen." Der Wirth machte gute Miene zu diesem Reinfall. und unter nicht endenwollendem Gelächter seitens der Gäste wurde Sekt aufgefahren, was die allgemeine Lustigkeit noch erhöhte. Der Wirth nahm sich jedoch vor, fernerhin in seinen Fragen vorsichtiger zu sein. Aergcrlich.

Humoreske von Rud. Lacher. Also, meine Herren", begann der Rentier Schlausüchsle zu seinen Freunden am Stammtisch, als ich am vorigen Sonntag von hier nach Hause wollte, war mein nagelneues Parapluie mit Goldknopf zu meiner großen Ueber raschung verschwunden. Dafür stand aber ein anderes Instrument da, das aus alles andere, nur nicht auf den Namen eines einigermaßen salonfähigen Schirmes Anspruch machen konnte. Ich that, was man in solchen Lebens lagen gewöhnlich thut; ich annoncirte sofort am andern Morgen und zwar so: Der Herr, der im Cafe Froschlust meinen neuen Schirm mit Goldknopf vertauschte, wird höflichst gebeten, denselben morgen gegen hohe Belohnung gefälligst bei mir abzugeben. Schlausüchsle, Rentier, Neustr.20. Wie vorauszusehen war, kriegte ich meinen Schirm nicht wieder. Jedoch gab ich die Hoffnung durchaus noch nicht auf, sondern annoncirte drei Tage darauf: Der Herr, der mir im Cafe Frosch lust meinen sehr werthvollen Schirm mit Goldknopf vertauschte, ist genau erkannt worden. Falls er sich nicht großen Unannehmlichkeiten aussetzen will, wird er gut daran thun, den Schirm heute Nacht in meinem Haus flur niederzulegen, da ich sonst energisch vorgehen werde. Schlausüchsle. Rentier, Neustr. 20. Und nun, denken Sie sich mal, meine Herren! Wie ich heut morgen ausgehen will, da breche ich mir fast das Genick über einen Chimborasso von Schirmen, die in meinem Hausflur aufgestapelt sind. Da waren alle Gattungen von Para pluies vertreten: vom lumpigsten Za nellschirm bis zum goldbeknopften, sei tzmn Patentschirm. Vom Jünglings bis zum Greisenalter eines Regendachs waren da Exemplare mindestens zwei Dutzend. Was mich aber kolossal fuchste, das ist: mein Schirm war nicht dabei! Auskunft. A.: WaSistdenn da oben für eine fürchterliche Rauferei? Wirth: Die beiden Vereine Eintracht" und Verbrüderung" sind es, die fei txn heut' ihr Versohnungsfest. Noch schöner. Besuch: Ach. Herr Commerciernath, diese herrliche ölussicht von Ihrem Schlosse!" Com mercienrath; Nich' wahr! und daßu so Veit Se sehn alles hypothekenfrei!Kindermund. Frida: Ma ma, als der Onkel kam, hatten wir mich da schon?" Der Fachmann. Maurer meister: Ich sag' Dir, meine Frau ist eitel! Putz braucht s' wie 'n Neubau!" Der G'wiße. Richter: Aber Mädl, hast Tu denn gar kein Gewissen?" Angeklagte: .Freilich, Herr Richter. Sevvl heint er." Leben eines Knaben gerettet Durch Skrophqln vernichtet Gesundheit und Hüstleiden Kurlrt. "Ich kann Hood'i Sarsaparilla sieht eenvg dafür, loben, was es an meinem Knaben gethan hat. Als er sechs Jahr alt war, wie er Ton einem Hilft leidaa befall und muasU an Krficken gehen Er hattt acht eiternd Gtschwnan elnr rechten HüfUnnd 5 litt schrecklich. Wir hatten drtl der besten Aerzte. Als ltates Mittel aahTi vlrnntTi. S2J anlftist. Ihm Geergi SXnrphr Hood'i EanspaSxater. N. H. . xlll n fbn Nachdem er die Medizin nur einig Tag genommen hatte, begann, sich ein Appetit in verbessern. Als r ein Flasch genommen, konnte er eich aas einen Krücken ein wenig fortbewegen, die r seit drei Monaten nicht benutzen konnt Wir fahren andauernd mit Hood' Barsaparilla fort und in aecha Monat war er io weit, dass wir Ihn anziehen kennten und er ohne Kracken am das Haas laufen konnte. Er hat Jetzt seit achtzehn Monaten regelmässig Hood' Barsaparilla genommen, und seit den letzten sechs Monaten geht er ohne Knicken, die ihm verschieden Zoll f n kurs geworden Ind. Die Geschwür sind all gehellt. Hood' Bars dj lila hat in einem Falle wirklich Wander gethan. Er linst nnher nnd pielt so lautier wie ein andere Kind." Mbs. Hexbt W. Mubfot, ExeUr, N. 11 'HfOOd'S Sar80Lrr JVlZT parilla IjrWWW Seid sicher, dass Ihr Hood'i bekommt. kurirt .ljevOO Need's PMen gaben da Len-ialgan TTm-rrn rrr rhr-vn ff ttloon u. Billiard-Hall . So.92 Oft Washington tr. ' ' - " " . f " ' öottn Aoilachov, Clc4$8

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