Indiana Tribüne, Volume 20, Number 20, Indianapolis, Marion County, 7 October 1896 — Page 2

Zndiana Lrwüne.

Erscheiut Taglich nud Somltag. Die täzttche, Tribüne- kostet durch den Trlzer J Cent. er LZoch, die Sonntag.Trbane-S etl per Woche. Beide ittfaxne 15 SentS der 15 (Senil per Vtosat. Ver Poft außerhalb d ubt ngeschi trn ,rabehlnz V ptt Jahr. onut 10 CÜD ladama eSraße. Indianapolis, 3nd., 7 Oktober IL96. Grausige Enthüllungen. Vor etwa einem Jahre tauchte daZ GerSckt auf, belgische Ossiciere, die im Dienst des unabhängigen Congo Maates sind, hätten sich in verschiedenen Theilen der zukünftigen belgischen Colonie unmenschlicher Grausamkeiten gegen die Eingeborenen schuldig gernacht. Hände und Ohren hätten die Usenten und Officiere des Congostaaitl den Eingeborenen abhauen lassen, pmn sie von ihrer Jagd auf Elfenbein und Kautschuk mit leeren Händen oder ungenügender Beute zurückkehrten. Die Congoregierung erachete diese Behauptungen nicht der Widerlegung werth. Vor Kurzem kam jedoch die Pariser Libre Parole" auf die Anklagen zurück, erhärtete sie durch Erklärungen eines angeblichen Augenzeugen, der überdies im Besitze de: Photographie einer Karawane sein wollte, bei der ein Korb voll getrockneter Negerhände mitgetragen worden sei. Auch hierauf schwieg die Congotegierung, obwohl sie von vielen belgischen Blättern aufgefordert wurde, diesmal doch Stellung zu nehmen. Ganz unerwartet werden jetzt diese haarsträubenden Anklagen von einem kürzlich aus dem Congostaate zurückgekehrten Engländer Namens Alfred Yarminter. der seit 1584 als Officier im Congostaate gedient hat, bestätigt. Ueber dieEzpedition des Barons Dhanis gegen die Derwische erklärte Parminter folgendes: Obgleich bei meiner Abreise auö dem Congo kein klares Anzeichen vorhanden war. das die Expedition als bevorstehend erscheinen ließ, habe ich keinen Grund, an der Wahrheit der hierüber veröffentlichten Meldungen zu zweifeln. Der Dampfer, auf dem ich mich nach Europa eingeschifft hatte, begegnete dem auö Antwerpen kommenden Congodampftr Leopoldville" in Lagos. Baron Dhanis befand sich an Bord der 2co poldville", die nach Boma fuhr. Wie ich vernahm, waren noch an Bord 200 Haussa vonLagos und eine beträchtliche Anzahl belgischer Officiere. Sehr be deutungsvoll erschien mir die Thatsache, daß trotz der strengen Befehle der englischen Colonialbehörd:n, AnWerbungen für den Congo zu verhindern, Baron Dhanis unter den Augen mehrerer Officiere in Lagos eine so bedeutende Anzahl Rikruten nach dem Congo mitnehmen konnte. Meiner Ansicht nach scheint dieser Umstand die Behauptung zu bestätigen, wonach die englische Regierung volle Kenntniß hat von den Rüstungen des Congostaates gegen die Derwische." Nach einigen Bemerkungen über die Streitkräfte des Congostaates fährt Parminter f?rt: Obgleich ich nicht persönlich Zeuge aller barbarischen Borgänge gewesen bin, von denen man mir erzählt hat. muß ich mit Bedauern zugeben, daß sie leider nur allzu wahr sind. Seit 1884 ist die Lage der Eingeborenen immer schlechter geworden. Die Gründe dafür liegen sehr nahe. Zuerst ist es der völlige Mangel an Erfahrung bei der großen Zahl der aus Belgien kommenden Officiere. Dann ist es den Hauptquartieren unmöglich, die Schandthaten der in den Congoprovinzen zerstreuten Officiere zu bestrafen. Die meisten Officiere kommen direct aus einer belgischen Stadt, ohne daß sie wahrscheinlich je ihr Land verlassen hatten. Plötzlich befinden sie sich mit unbegrenztenBollmachten in einem gefährlichen und'ungesunden Landstriche. Was Wunder, wenn sie den Kopf verlieren und die ersten besten Mittel anwenden, um schnell vorwärts zu kommen, rasch ich zu werden, um möglichst bald nach Europa zurückkehren zu können. Das sind die Gründe, aus denen die Greuelthaten verübt worden sind. Nehmen wir z. B. die Geschichte von den abgehauenen Händen und Ohren. Eines Tages ging ich nach demAbendessen mit dem Lieutenant Blocteur in Bopoto, wo sein, Schiff neben dem meinigen ankerte, auf dem Staden spazieren. In der späten Abendstunde hörten wir die eingeborenen Soldaten, die Bkocteur des Morgens auf eine Expedition ausgeschickt hatte, zurückkehren; der -Sergeant trug triumphirend eine Schnur, auf der eine Menge abgeschnittmer. Ohren aufgereiht waren. Er hatte außerdem ein halbes Dutzend Gefangene mitgebracht. Kein weißer Officier hatte diese Expedition begleitet. Die eingeborenen Soldaten Waren stolz auf ihren Erfolg und erklärten, am folgenden Tage würden sie den Häuptling' mitbringen. Manchmal werden, diese Expeditionen. in Begleitung der Officiere, oft jedoch ohne sie unternommen. . Mein Agent, ein Belgier, erzählte mir auf der Station Tringi. der Lieutenant De Kayser, dem das Stationscommando übertragen worden war, habe in einer holländischen Factorei gefrühstückt, während seine Leute einen Raubzug unternahmen. Ein alter eingeborener Häuptling kam zu ihm und zeigte ihm unter Thränen die verstümmelte Leiche seiner Tochter, deren Füße durch Beilhiebe abgehauen worden waren, damit die Soldaten in den Besitz der kupfernen Ringe gelangen konnten, die das Mädchen an den Fußknöcheln trug, und doch war der Schmuck kaum einige Pfennige werth! .Ich habe selbst die Leiche des Mädchens gesehen und mich von der gräßlichen Berstümmelung überzeugt. Im Juli 1895, während einer Reise von der Station des Aequators nach Bngala. begegnete ich einem Schiffe, das von einem eingeborenen Sergeanten commandirt wur-

de. Derselbe erklärte mir. er habe die Einwohner eines einheimischen Dorfes gezüchtigt, weil sie ihren Tribut in Kautschuk nicht bezahlt hatten. Er zeigte mir alsdann ein halbes Dutzend Negerhände, die sich in einem Sacke befanden. Eines der gräßlichsten LZeispiele von Grausamkeit, die ich kenne, sah ich im Uellegebiet.. Ein belgischer Ofsicier war beauftragt worden, einen Häuptling, der sich irgend eines Bergehevs gegen die Regierung schuldig gemacht hatte, zu züchtigen. Als der Officier-in die Nähe des Negerdorses kam, um den Schuldigen zu fangen, waren die Einwohner geflüchtet. Man entdeckte eine Negerfrau mit ihrer Tochter. Auf Befragen erklärten sie. der Aufenthaltsort des gesuchten Häuptlings sei ihnen unbekannt. Der Officier befahl, sie zu binden, zu Boden zu werfen und ihnen je fünfzig Stockhiebe zu geben. Als sie bei einem zweiten Verhör keine befriedigende Auskunft ertheilten, erhielten sie zweihundert Riemenhiebe. Endlich befahl der belgische Officier, ihnen die Brüste abzuschneiden und sie liegen zu lassen. Ich bin erfreut, hinzufügen zu können, daß in der Folge zwei belgische Officiere diesem Lieutenant die Gastfreundschaft verweigerten, indem sie erklärten, für Mörder hätten sie kein Obdach. Diese beiden Ossiciere heißen Morisson und Lontain." Parminter schließt mit der Erklärung, die Officiere des Congostaates erhielten 25 und sogar 50 Procent Commission von dem gesammelten Elfenbein und dem Kautschuk. Er behauptet überdies, der Congostaat verkaufe Massen und Munitionen gegen Elfenbein und Kautschuk. 63 besteht kein Zweifel, sagt Parminter. daß Stokes aus dem Grunde hingerichtet worden ist, weil er ein gefährlicher Nebenbuhler des Congostaates im Elfenbeinhandel war." ( - Wefährliche Schönheitsmittel.

Auch auf dem Gebiet der Schminken l.nd anderer Verschönerungsmittel für unsere Evastöchter steht natürlich der eist des Fortschrittes" . nicht still, und ist an Verbesserungen oder Verööserungen auch in neuester Zeit kein Mangel. Dazu kommt, daß die Mode ein Wörtchen mitspricht, welche lediglich nach ihren Launen, diese oder jene Verschönerungsmittel begünstigt. Bei so bewandten Verhältnissen ist e3 aber auch von Zeit zu Zeit angebracht, daß sich warnende Stimmen bezüglich der Gefahren dieser Schön heitsmittel erheben, und diese Gefahren sind wahrscheinlich keine geringen. Es scheint überhaupt, daß das Weib, wenigstens das fashionable. in ihrem Wunsche, möglichst anziehend zu sein, Dinge zu wagen fähig ist, vor welchen die meisten Mitglieder des stärkeren Geschlechts zurückschrecken würden. Ob unter solchen Umständen Warnungen viel fruchten, ist freilich sehr Zweifelhaft. Doch es sei gewagt! Seit einiger Zeit nimmt eine Damenkrankheit, welche vielleicht nicht neu, aber erst vor Kurzem in ihrem besonderen Wesen erkannt und dementprechend getauft worden ist, die Aufmerksamkeit großstädtiscder amerikanischer Aerzte in Anspruch. DieseKrankheit, welche den Namen. Kosmetische Lähmung" erhalten hat, greift zunächst die Arme an, sodann die Beine und endlich den ganzen Körper, und es wird' versichert, daß alle von ihr Befallcnen, wenn sie nicht sehr zeitig den Klauen des schleichenden Dämons entrissen würden, einen langsamen und entsetzlichen Tod mit Bestimmtheit zu erwarten hätten. Wie schon obiger Name sagt, kommt dieses furchtbare Leiden nur von gewissen Schönheitmittelchen. Das ist gewiß ein etwas großes Opfer für ein Bischen Verschönerung. vorausgesetzt nämlich, daß von Erböhung der Schönheit überhaupt die Rede sein kann. Selbstverständlich kann es sich hier um die Schönheit an sich" gar nicht handeln, sondern nur um den Reiz. In dieser Beziehung darf sich also auch das Geschlecht, auf welches dieser Reiz ausgeübt werden soll, ein Wörtchen mitzureden erlauben, und sei es auch nur in aller Stille. Nun soll aber eine überwältigende Mehrheit der männlichen Mitglieder der heutigen fashionablen Gesellschaft durchaus nicht der Meinung sein, daß die Anwendung mancher vielgebrauchten Arten Pulver und Schminken oder Bleich- und Waschmittelchen irgendwie dazu beitragen, eine Dame anziehender zu machen; ja sie sollen gerade darin eine Beeinträchtigung des Reizes sehen. Man hat sich in einer Frauenzeitung sogar erboten, dies jederzeit durch geheime Abstimmung bei welcher galante Rücksichten keine Rolle mehr spielen feststellen zu lassen. Vorläufig werden freilich die meisten Opfer dieser Schönheitsmittelchen dies einfach nicht glauben wollen; einmal von dem Wahn befangen, sich auf eine bestimmte Weise reizender machen zu können, geben sie denselben nicht sobald wieder auf, ja die vnheimlichen Stoffe werden immer dicker aufgetragen. Es brauchen dies nicht nothwendigerweise giftige Stoffe zu sein. , Gegenwärtig wird von den Gesellschaftsdamen z. B. enx Sorte rosafarbener Puder viel anqewendet. welche, in die Haut eingerieben, diese sehr glatt aussehen macht. So harmlos, wie sie scheint, kann diese Sorte doch sehr gefährlich werden. Sie Wirt hauptsächlich aus zermahlenem (Ztein hergestellt, und bei der Anwendung au' das Gesicht füllt sie schließlich jede Pon der Haut, so daß die Ausdünstuno durch diese Haut unmöglich wird, gewiß eine sehr bedenkliche Sache! Bei beharrlicher Fortsetzung des Verderblichen Brauches werden die kleinen Aederchen an der Haut-Oberfläche ge lähmt. versagen also den Blut-Circu-lations-Dienst. und das ist der Anfang vom Ende." In ähnlicher Weise wirken noch manche andere Präparate, wenn sie nicht etwa noch-schlimmer. wirken durch Verbindung von Haut-Versto-vfuna und Veraiftuna. .. .

Es gibt viele sogenannte Waschmittel zur Erhöhung der Schönheit ode? des Reizes, und die meisten derselben wirken wie eine Glasur oder Emaillirung und enthalten größtentheils schädliche Mineralien" wie Bismuth, Quecksilber und Zink-Ozyd, Namen. bei denen es Einem in solcher Verbindung eiskalt den' Rücken hinun terlaufen kann. Bismuth wird mit besonderer Vorliebe bei der Bereitung dieser Mittelchen benutzt, und er ist sehr geeignet, die kleinen Adern zu lähmen. Der Blut-Umlauf durch diese Adern wird sonach gehindert, und nach einiger Zeit werden dieselben in haßlichen rothen Linien beständig sichtbar. Quecksilber wird viel zur Erzeugung eines sehr schädlichen Aetz-Sublimates für die Beseitigung von Sommersprossen u. s. w. angewendet, und einmal von der Haut absorbirt, verursacht dieser Stoff konstitutionelle Störungen und oft Ausschläge. Am besten ist es. die Waschungsmittelchen ganz und gar zu meiden.. Auch den Creams." welche als Verschönerungsmittel verkauft werden, ist gewöhnlich nicht zu trauen; viele derselben wenigstens bestehen zum allergrößtenTheil aus AetzSublimat und Zink-Ozyd mit etwas Mandelöl oder Rosenwasser oder sonstigem Parfümeriestoff. Die rothen Schminken sind noch die am wenigster verderblichen Gesichts-Schönheitsmit-tel, sind indeß nichts weniger ei harmlos. Doch genug dieser Kapvzinerpredigt! Freilich gibt es auch einige wirklich harmlose Verschönerungsmittel; indeß müssen diese ziemlich vollständig vom Gesicht abgewischt werden, haben daher eigentlich herzlich wenig Wirkung. Das klingt hart, ist aber wohlgemeint.

Nichts in Afrika zu erhofft. Der wollköpfige John L. Waller, der vielgenannte frühere amerikanische Consul auf der Insel Madagascar, welchem von dknFranzosen so übel mitgespielt wurde, und der gegenwärtig wieder auf amerikanischem Boden sich politischen .und anderen Geschäften widmet, hat sich seinen Rassegenossen gegenüber eingehend über die Zukunft der Neger - Auswanderung aus den Ver. Staaten nach der Republik Liberia und sonstigen Gegenden des dunklen Continentes", der alten Heimath unserer Schwarzen, ausgesprochen. und sein Urtheil darf besonderes Interesse in Anspruch nehmen, da kaum ein zweiter Farbiger so gut, wie er, Ostafrika kennt und vom Standpunkt der Farbigen so spruchfähig in dieser Frage ist. Herr Waller zerstört alle Hoffnungen, welche man in manchen Kreisen an den Freistaat Liberia oder irgend welche andere Staatengründungen für amerikanische Neger auf afrikanischem Boden noch geknüpft hatte. Entschlagt Euch für immer des Gedankens," ruft er seinenRassegenossen zu, daß Afrika jemals wieder Eure Heimath werden könnte! Damit ist es vorbei für immer! Das Zukunftsland des amerikanischen Negers, besonders wenn er ein Mitglied eines unabhängigen GemeinWesens bleiben soll, ist lediglich Amerika." Er verbreitet sich dann zunächst über die politische Seite der Angelegenheit und führt den, allerdings nahe genug liegenden Gedanken aus. daß Deutschland. Großbritannien, Frankreich und Italien sich immer mehr um Afrika rissen, und früher oder später jener ganze gewaltigeContinent weiter nichts mehr sein werde, als eine Haufe sich gegenseitig drängender europäischer Colonien oder Protektorate, innerhalb dessen unbedinat keine blühende N egerrepublik einen Platz .noch habe. Es würde demnach unseren Farbigen in ihrer ehemaligen Heimath unge'fähr ebenso ergehen, wie dem Dichter nach der Theilung der Welt. Alles hatte seinen Herrn.Des Weiteren setzt er auseinander, daß für die Neger in den Ver. Staaten die Gelegenheiten, sich zu verbessern, trotz alledem und alledem zehnmal günstiger seien, als in Afrika, dessen handelsgeschäftliches und landwirthschastliches Gedeihen noch eine Frage einer sehr unbestimmten Zukunft sei und selbst im günstigsten Fall keine ermuthigenden Aussichten für .selbstständige Neger Gemeinwesen bieten Würde. In der Nachfrage nach Arbeit und in der Gelegenheit, etwaige Ersparnisse anzulegen, müsse selbst in weniger günstigen Zeiten, Afrika weit hinter den Ver. Staaten zurückstehen Desgleichen werde in den Bildungsgelegenheiten für die Masse noch in JahrHunderten kein afrikanischer Staat mit unserem Lande wetteifern können. Ueberdies hätten nicht blos für die Weißen, sondern auch für die amerikanischen Farbigen die Ver. Staaten im merhin ein gesunderes Klima, als Afrika. (Trotz Allem, was über das Aussterben der Neger bei uns gesagt und geschrieben worden ist?) Kurzum, der beste Platz für alle EingeborenenAme. rikas, gleichviel von welcher Hautfarbe. werde allezeit Amerika bleiben, und je eher das die Farbigen unseres Landes begriffen und grundlosen Hosfnungen endgiltig entsaften, um so besser werde es für sie sem. Soweit Herr Waller. Es stimmt dies zum Theil auffallend mit den entmuthigenden Berichten überein, welche vor mehreren Wochen einige aus Liberia nach den Ver. Staaten zurückgekehrte Farbige brachten, und auf welche man damals nicht besonders achtete. Wie es scheint, laufen alle, immer wieder in Gang gebrachten Bewegungen, eine massenhafte Auswanderung eine rikanischer Wollköpfe nach der alten Heimath" zu fördern, bei Denjenigen, die wissen, was sie wollen.' auf geradezu strafrechtlich-verbrecherischen Humbug hinausl.Ein. Booker T. Washington und andere practische neue Führer der Neger in unserem Lande dürften die Auslassungen des Ex - Consuls Wallerö voll und ganz gutheißen, waS auch immer Bischof Turner darüber denken mag. , Onls?5t NuJo's Oea t. ffl U iM..v ,

Europäische Rundschau. Provinz Brandenburg. ' Berlin. Der Verbandstag des deutschen Schriftstellerverbandes in Berlin war von 350 Mitgliedern auö Deutschland, Oesterreich - Ungarn, der Schweiz und England besucht. Ei e Vereinigung radfahrender lEheleute bat sich unter dem Namen Draisena", einem längst gefühlten Bedürfniß- abzuhelfen. Hierselbst gebildet. An der Spitze steht ein Freiherr donNankow. Die Schwerttänzerin" der eine jener 10.000 Mark - Hauptgewinne der eben gezogenen Serie A der Berliner Ausstellungslotterie ist einer Milchfrau in .Saarbrücken zugefallen, also an eine Adresse gerathen, von der man nicht gerade behaupten kann, daß sie die richtige sei. Die UNglückliche glückliche" Gewinnerin weiß nun nicht, waS sie damit anfangen soll, und hat sich bisher vergeblich bemüht, den Kunstgegenstand- in Geld umzusetzen. Sollte die armeGewinnerin nach Schluß der Ausstellung ihren Haupt-gewinn-nicht verwerthet haben, dann käme sie in die Lage, für die Fortschaffuna und Unterkunft dieses Gewinnes sorgen zu müssen. Und daß das keine leichte und eine sehr kostspielige Sache ist. wird Jeder begreifen, wenn man erfährt, daß allein derMärmorsvckel der Figur einige zwanzig Centner wiegt, und daß zur Hereinschaffung und Aufstellung desselben im Kuppelsaal der Ausstellung 16 Mann nothwendig waren. Landsberg. Der Oberbau der Eisenbahn Meseritz - Landsberg ist schon bis in die Nähe der NeusösterStraße auf dem Großen Anger vorgerückt. Es wird also nur noch ganz kurze Zeit währen, bis die Arbeitszüge über die Kanalbrücke hinweg bis in die bebaute Brllckenvorstadt verkehren werden. Die Aufschüttungen sind. waS den Bahnkörper in der Brückenvorsiadt betrifft, bereits vollendet. Provinz Ostpreußen. G o l d a p. Die 12 - jährige Tochter des Käthners P. in Klein - Kumejschen wurde von einer wüthend gewordenen Kuh niedergeworfen und mit Hörnern und Füßen so schwer 'am Halse und der Brust verletzt, daß die sofortige Ueberführung der Verunglückten nach dem Kreislazareth nothwendig war. Königsberg. Außer dem gro ßen Lagerhause der neu begründeten Lagerhausgesellschaft wird zur Zeit auch an einem großenLagerspeicher auf Lizentwiese gearbeitet, der für einConsortium hiesiger Kaufleute erbaut wird. Der Schuppen, welcher die respectable Länge von 90 Meter hat, wird gleichfalls auf Rosten stehen und die erforderlichen Dampframmarbeiten werden von ZimmermeisterGerschmann stark beschleunigt; die Ausführung des Baues erfolgt durch die Firma Laubschat und Becker in Heiligenbeil. Der neue Schuppen erhält an der Frontseite Schienengeleise mit Drehscheibe, so daß das Ent- und Beladen direkt in Waggons erfolgen kann. M e m e l. Einen für Memel neuen Industriezweig, die Fabrikation von Sägespän - Briquettes, hat Stadtrath Heinrich' Pitcairn auf. seiner Dampfschneidemühle am Winterhafen eingeführt. Es ist mit der gen. Mühle eine neue große Maschine verbunden, die die Sägespäne reinigt, trocknet und preßt, und seit einigen Wochen im vollen Betrieb ist. Provinz Wcsiprcußcn. Berent. Kürzlich hat- sich der Briefträger Borchert in Neukrug (Kornen) erhängt. Derselbe hat, wie jetzt ermittelt worden, dor Jahresfrist eine Postanweisung aus Amerika, die an einen Einwohner in Körnen gerichtet war, unterschlagen und ist nun aus Furcht vor Strafe in den Tod gegangen. C a r t h a u s. Letzthin entstand in einem dem Färbereibesitzer Biber gehörigen, vermietheten Wohnhause Feuer, welches in den vorhandenen Tors- und Strohvorräthen reichlich Nahrung fand und den Dachstuhl in kürzester Zeit zerstörte. D i r s ch a U. Die hiesigen Geleise desDirschauer Bahnhofs werden einem Umbau unterzogen. Die Geleiseverlegung hat den Zweck, die Kreuzungen für die einfahrenden Züge zu beseitigen und so die Betriebssicherheit zu erhöhen. Damit ist auch die Neuanlage eines dritten Bahnsteiges auf der Danziger Seite des Personenbahnhofes verbunden. Hier werden Tunnels gebaut, so daß die Danziger Reisenden künftig nicht mehr die Geleise zu überschreiten brauchen, fondern durch diese Tunnels auf den Dirschäuer Perron gelangen., - , . . - Provinz Pommern.. - K ö s l i. Gymnasial Oberlehrer Dr. Bombe hierselbst. der verdienstvolle Kampfer für das Turnwesen von Hinterpommern. ist vom hiesigen Turnverein zum Ehrenmitglied ernannt worden. K o l b e r g. Die StadtverordnetenVersammlung genehmigtes daß 'das Gehalt des Directors der höherenTöchterschule auf 4000 Mark, steigend-von drei zu drei Jahren um 200 Mark bis 5000 Mark und 10 Procent des GeHalts als Wohnungsgeld festgesetzt wird. Zu der Stelle haben sich 63 BeWerber gemeldet,. wovon 4 auf die engere Wahl gesetzt wurden. ... N ö r e n b e r g. Jüngst fand hierselbst die Einweihung der neu erbauten Snnagoge statt und das Interesse tx aesammten Bevölkerung an dieser Feier bewies, Welche Eintracht hier zwkschen den verschiedenen Confessionen herrscht. - Nachdem Rabbiner ' Dr. Wolfssohn den letzten Gottesdienst- in der alten Synagoge gehalten, erfolgte die Ueberführung der Thorarollen nach dem neuenTempel und betheiligten sich an diesem Festzug außer zahlreichen auswärtigen Gästen auch die hiesiaen städtischen Behörden. . ' Vrovinz Posen. B r o m b e r g. Wegen der Entlas. sungon drei Mitgliedern sind 'die Flößer des Verbandes des Nekedi-

sttuts in einen Ausstand getreten. ES Karen mevr als 1200 Mann die Ar

beit niedergelegt. Da die Fsößer Forderungen stellen, die die Holzspediteure nicht erfüllen können,- ist bis jetzt ein Erfolg der Verhandlungen nicht abz'usehen. Wahrscheinlich wird ein Theil der Holztrasten in den ostdeutschen Wasserläufen überwintern müssen.

k Feuerstein Jüngst fand' hierselbst das Fahnenweihfest des hiesigen Kriegervereins statt. Eingesunden hatten sich zu dem Fest die Kriegervereine aus Laßwitz, Lissa, Punitz, Reisen. Gostyn und Dambitsch. Auf einem freien Felde fand die feierliche Weihe der Fahne und darnach die Parade der erschienenen Kriegervereine statt. Im Klauschen Garten wurde ein gemeinsames Mittagessen veranstaltet. Am Nachmittage concertirre die Lissaer Artilleriecapelle undAbends fand in zwei Localen ein Tanzvergnügen statt, das erst in den frühen Morgenstunden sein Ende nabm. Fraustadt. Kürzlich starb im benachbarten Priebisch plötzlich die 26 Jahre alte Louise Deutsch. Im Dorfe wurde alsbald das Gespräch laut, daß die so schnell aus dem Leben geschiedene Deutsch nicht eines natürlichen Todes gestorben sei. Daraufhin begab sich nun auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lissa i. P. eine GerichtscomMission unter Zuziehung des hiesigen Kreisphysikus, Sanitätsrath Dr. Ebner, nach Priebisch, um nach Ezhumirung des Leichnams die Todesursache ststzustellen. Provinz Schlegcn. G ö r l i tz. Wie viel Kilometer ein Lokomotivführer in 25 Jahren zurücklegt, darüber geben die eigenen fpeciellen Aufzeich.ungen des Lokomotivführers Lange in Görlitz. der kürzlich sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte, Aufklärung. Er hat während dieser 25 Jahre 680.640 Kilometer gefahren und während der selbstständigen Fllhrung seiner Maschinen in dieser Zeit 148.530 Centner Steinkohlen verfeuert. Hayna.- Ein recht amüsantes Bild wurde neulich auf dem hiesigen Bahnhofsperron den Reisenden geboten. Ein hiesiger Einwohner sollte einen Gefangenen, der an den Händen geschlossen war, nach Bunzlau schaffen, doch hatte sich der Transporteur etwas zu viel Courage angetrunken, denn er wankte hin und her und machte schließ lich mit der Erde Bekanntschaft. Kate gorisch forderte er nun seinen Gefanae nen auf. ihm wieder auf die Beine zu helfen, was dieser auch tt&j seiner aeschlossenen Hände möglrch zu machen suchte, und das endlich auch nach mehr mailgen vergeoilcyen Zveriucyen zum allgemeinen Gaudium gelang. O st r i tz. EinL herbe Enttäuschung wurde den Bahnhosswirthen von Ost ritz und Nikrisch zu Theil. Von Sei ten der Oberbetriebsdirection Breslau wurden dieselben ersucht, für das durchreisende oder zur Entladung kom mende Militär Speisen in ausreichen der Menge bereit zu halten. Auf die Zahl - der Truppen ' Nucksicht nehmend, schasste jeder der Wirthe 1000 Brat Würste und für 50 Mark Brödchen an und Beide verkauften den aanzen Tag an das Militär nicht eine einzige Wurst. In Nikrisch durfte kein Sol dat den Zug verlassen oder Speise ent gegennehmen und dort wie bier wurde nach der Entladung sofort abgeruckt, so daß zede Möglichkeit, etwas abzu setzen, ausgeschlossen war. Die beiden Wirthe wollen Entschädigung bean sprüchen. ' Provinz Sachsen.' C a l b e . S. Der greisen Wirthschafterin Johanne Gericke. die sich seit 40 Jahren im Dienste der Familie des Fabrikbesitzers 'Ferd. Raschle befindet, wurde im Beiseln der Mitglieder die ser Familie seitens des Kreissecretärs Paucke das von der Kaiserin gestiftete Goldene Erinnerungskreuz- nebst Urkunde feierlichst - überreicht. . Die künstlerisch ausgeführte Urkunde zeigt die eigenhändige Unterschrist der Kai serin. -Erfurt. Die Arbeiten amBahnbau Ersurt-Langensalza schreiten rüstig voran. Bei,. Erzleben. Witterda und Dachwm sind die Gerabrücken bereits fertiggestellt,' bei Küh'nhäüsen ist man im Bau begriffen." Auch die Stationsgebäude beginnen bereits zu erstehen. Man erhofft von der Strecke einen lebhasten Verkehr. Salz Wedel. Ejn Rsiuberleben fuhren sn der Umgegend von SalzWedel acht abgckhnte oder ßntlaufene Knechte. Zuerst fauchten sie jn dem Gehölz bei Lübaxs und Molitz auf und machten die Gegend unsicher. Niemand wagt mehr, dqs Vieh ouf die Weide zu führen, da in verschiedenen .Fällen die Hütejungen überfallen'' wurdcn. Die Besitzer der umliegenden Orte ergreifen Vorsichtsmaßregeln, um ihre Gehöfte vor etwaiger Brandstiftung tu schü tzen- Alle Tage wird in. den Ortschaften eingebrochen ohne daß man der Einbrecher habhaft Werden kann. Gendarmen sind zusammengezogen,- doch sind alle Nachforschungen bisher vergtblich gewesen, nur bei Kallehne ent deckte man eine große Höhle im Walde, die den Gesuchten als Lagerstätte ge dient hat. .Provinz Schleg-Mftan. .. Broa cker.' Vor- . einiger . Zeil wurde eine Kuh des Hofbesitzers.,Chriskensen in Dünt! wegen Milzbrand geiöbtetV Diese Krankheit hat nun sowohl den Besitzer des-getodtete Viehes als auch den Knecht angegriffen. Eckern forde. Neulich fand auf einer zum Gute Hemmelmark , gehörigen Lücke unter Leitung des Dr. Spliedt, Kustos des Museums für daterländische Alterthümer in Kiel, und unter . persönlicher Theilnahme . des Prinzen Heinrich die Bloslegung eines Hünengrabes statt.. Haoersleben. Wegen Maiestätsbeleidigung wurde der Vorknecht des Hofbesitzers Riis in Pamhule bei Hadersleven verhaftet. Er soll' den deutschen Kaiser beleioiat haben und ein Mitknecht hat das traurige Amt eines Denuncianten ausgeübt. Provinz H AHnli uuuwlli Bodenwerder. DieAbtraaunas Arbeiten am Eckherge, welche in Folg: der Rutschunaen notbwendia cewor-

ren waren, sind nunmehr beendet und es wird die ganze Böschung noch -die-sen Herbst mit Akazien bepflanzt werden, da diese Bäume wegen ihres raschen Wachsthums zur weiteren Befesiigüng des losenGerölls der Böschung

wohl geeignet sind. Die Wegeanlagen ler Böschung werden dem Publikum Gelegenheit zu angenehmen Spaziergängen geben. ' C e l l e. Die Kirche im benachbarten Eickeloh hat ihr sechshundertjähriges Stiftungsfest festlich begangen. Sie ist im Jahre 1296 von Heinrich von Hodenberg gestiftet worden. Die Familie von Hodenberg hat heute noch Patronatsrechte über die Kirche. Ehedem war die Kirche eine Filiale von Ahlden und wurde von dort aus kirchlich versorgt. Frei bürg. Sehr erfreulich ist die Mittheilung, daß für den in unserem Kreise schon seit langem geplanten Eisenbahnbau vom Staate 400.000 Mark als Beihilfe bewilligt worden sind, so daß man mit aller Zubersieht der in diesen Tagen bevorstehenden Beschlußfassung Seitens ' des Kreistages über die Eisenbahnfrage entgegensieht. Die Gesammtbaukosten etc. der projectirten Kleinbahn durch unseren Kreis werden bekanntlich ca. 1,200.000 M. betragen. Die Kehdinger Eisenbahnbau-Commission, mehrere Kreistagsvertreter und Landrath Lindig machten dieser Tage eine Reise nach Dahlenburg-Bleckede, um die dortige Kleinbahn zu besichtigen und zu befahren.Provmz Westfalen. E v i n g. Herr Lehrer MertenS ist hierselbst zum Hauptlehrer der Augusta - Schule (katholisch) ernannt worden. H a g e n f. W. Die bei der bekannten Revolveraffaire im hiesigen Zoll-Bureau verwundeten Beamten, der Steuereinnehmer Schmidtmann und der Hauptsteueramts - Assistent Schumann, sind von ihren Verletzungen wiederhergestellt worden und können ihren Amtsgeschästen wieder nachgehen. I s e r l o h n. ' Der Platinfund zu Nefflinghausen ist keine Fabel. Laut Gutachten des staatlichen LaboratoriUms zu Hamburg enthält das Erz Edelmetalle, darunter Platin undGold in Zusammensetzung mit .Schwefel, welch' letzterer 50 Procent beträgt. Ob sich die Ausbeute lohnen wird, ist fraglich. Münster. Die Stadtverordne-ten-Versammlung genehmigte die Errichtung eines Denkmals für die westfälische Dichterin Annette v. DrosteHülshoff in den Anlagen der Stadt auf dem sogen. Kanonenberg vor dem Aegidithor. Rheinprovinz. B e tz d o r f. In das hiesige Steinsche Uhrengeschäft stiegen Diebe durch ein Nebenfenster ein und raubten aus dem Schaufenster für etwa 6000 Mk. goldene Herren- und Damen-Uhren, Diamantringe. Armbänder, Uhrketten und Damenhalsbänder. . C o b l e n z. Der Stadtverordnete Kaufmann Mantell schenkte der Stadl Coblenz 100,000 Mark zu vorwiegend wohlthatigen Zwecken. Düsseldorf. Gegen den früheren Hotelbesitzer Höger wird vor der Strafkammer wegen Betrugs verhandelt. Er soll die Bierpantscherei betrieben haben, indem er die von den Gästen stehen gelassenen Vierreste mit andicen Bier vermischt nochmals rerabreicht hat. Provinz Hessm-Nassau. Frankfurt. Um den Carneval dieses Jahr mehr auszugestalten, hat die Große. Frankfurter CarnevalsGesellschaft" sehr frühzeitig ihre Generalversammlung abgehalten. Dieselbe fand im Cafe Jmperial" ' statt und wurde in derselben die Wahl des Vorstandes (Kleiner Rath) vorgenommen, wobei der bisherige 1. Vorsitzende, B. Müller-Herfurth, wiedergewählt wurde, 2. Vorsitzender wurde Jul. Knöchl. Vom Westerwald. Durch Melloranons-Arbenen. welche nahezu drei Sommer in Anspruch nahmen, ist die ca. 60 Morgen große, wüste Triefchfläche" zwischen Westerburg und Langenhahn in eine prachtvolle Viehweide umgestaltet worden. Der früher unwlrthbare Boden ist letzt zu einem fruchtbaren Wiesengrunde umgeschaffen. Die Fläche purde mit einem Gemisch der besten Grasarten ange-säet.-Der Samen ist gleichmäßig aufgegangen und hat in diesem Sommer bereits ßine hübsche Ernte von vorzüglichem Futter ergeben, . Freie Städte. , Br e m n. Die Auswanderung über Bremerhaven betrug nach dem statistischen Bureau im August d. I. 4521 Personen gegen 8018 im August 1895. Vom Januar bis August stellten sich die Auswandirungsziffern wie. folgt. 1896: 52,887; 1895; 49,115. . . Hamburg. Die Hamburg.Ame-rika-Linie will den Schnelldampfer Augusta Victoria- um 60 Fuß derlängern, so daß das Schiff dann 520 Fuß lang wird und -300 Passagiere und500Tons mehr befördern kann als bisher. Der Umbau erfolgt im Winter in England, weil er im Dock geschehen muß und kein deutschesDock dasSchiff heben kann. Oldenburg. '.Damme. Jn einer hiesigen Fa milie erkrankten, kurz nach der Mittagsmahlzeit mehrere Personen. Der herbeigeholte Arzt constatnte Vergiftung durch Hundspetersilie oder Gar tenschierling. welche Pflanze leicht mit tx Petersilie verwechselt wird. DaS vom Arzt verordnete Geaenaift that Alsbaftz sesneWirkung pnd somit wurde ein größeres Unglück verhütch , ) 7r " vy mi , MwM,iiy,.i wworrn rtr u. natuu y Mjr mot wnmk m och, but wa tm Mara yoaquMKiy mvm t ms oom 5 U ! dar al tka Mart. aa4 mt aa roa r oa. B(a mim, all ao. Im aa.7 an o( 1 Ajaarica. yaa caa aori ca ah fcta, - mww J .'(Vl mi.w vnij Mm ha wor.. AU ja aaw. Graa aajr trX f . vanr warkar. -Wa atm oa, hroUhlrf - awM. KA.IILY, oFtlUILr latnl rwaliiM. v m SatiHi

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