Indiana Tribüne, Volume 20, Number 18, Indianapolis, Marion County, 5 October 1896 — Page 2

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UVItlttlr VlVUlll'O Erscheint Tcglich und Sountagv Die tägliche, Tribüne" kostet durch den ?rlger J Cent per Woche, die SonntagS..Trloüne'I Eetl per Woche. Beide .ufarm IS SentA $tr li Ztnti per nnat. Per Post auberhalb de, .tabt geschi in Vranbethlnz V pei '.lahr. onuii 1 eüd Vlavama Straße. Indianapolis, 3nd., 6 Oktober 1896. Die Mörderin ihres Geliebten In viertägiger Gerichtsverhandlung hat das Petersburger Bezirksgericht eine ergreifende Sensationsaffaire durchgeführt,' welche die heißblütigen Petersburger bis zu dem Grade erhitzte, daß selbst ein junger Jurist, der als Zuschauer den Verhandlungen beiwohnte, nach Fällung des Verdiktes der Geschworenen sich zu einem lauten Tadel desselben verstieg und dafür von dem Gerichtsdiener aus dem Saal gewaltsam entfernt wurde. . Auf der Anklagebank saß eine junge hübsche Dame im Alter von 31 Iah,ren, Olza Palem, die vor Gericht ihr Alter auf 24 Jahre angab und ve?wirrt erröthete, als der Staatsanwalt auf Grund von Documenten ihr wirkliches Alter feststellte, weil sie vor ca. iz Jahrui ihren Geliebten, den Stu denten des Jngenieurinstituts Downar, erschossen hatte. . In der ersten Gerichtsverhandlung, die seiner Zeit stattgefunden hatte, war Olga Palem ' von den Geschworenen freigesprochen worden, die Staatsanwaltschaft hatte aber auf Verfügung des Juschmini'sters Protest an den Senat eingelegt, welcher den Freispruch cassirte, und so kam die junge Dame noch einmal vor die Geschworenen, nachdem sie inzwischen lange Zeit im Irrenhause auf ihren Geisteszustand geprüft worden war. Die Angeklagte machte dem Gerichtshof die Sache nicht leicht; sie warf sich auf ihrem Platz, hin und her, rief bei Verlesung der Anklage mit gellender Stimme: Nicht wahr, nicht wahr!" und verfiel wiederholt in hysterische Krämpfe, so daß die VerHandlungen stundenlang ausgesetzt werden mußten. Die Kronsrichter befanden sich überhaupt in gedrückter Stimmung, da die Geschworenen sich zu Anfang der Gerichtsverhandlung zu einer ungewöhnlichen Kundgebung veranlaßt fiihlten. indem sie dem Gericht eine Erklärung einreichten, daß sie es nicht billigen könntendaß junge Personen lange Zeit in Untersuchungshaft gehalt:n werden, ehe sie zur gerichtlichen Abuctheilung kommen. Der Proceß der Olga Palem war überreich an Pikanterien; als junges Mädchen wurde die Dame die Geliebte eines reichen Odessiten Kandinski, der sich nach einigen Jahren von ihr trennte, weil die hübsche Olga ihm zu nervös und eiiesücktia war. ibr übri- . übernahm sie ein Obrijt olemm. oer bn der Auseinandersetzung mit Kandinski freundschaftlich" mitgewirkt hatte, sich aber bald von ihr aus den gleichen Gründen trennte. Sodann fing Fräulein Palem den hübschen polnischen Studenten Downar ein, den sie dadurch für sich zu interessiren wußte, daß sie dessen jungen Bruder bei jeder von ihr absichtlich herbeigeführten Begegnung mit Confect fütterte. Downar, der Sohn einer russischen Excellenz, hatte etwas Geld, die Palem auch, und so lebten die jungen Leute einige Zeit wie die Turteltauben. Bald aber gestaltete sich auch dieses Zusammenleben zur Hölle. Aus den widersprechenden Zeugenaussagen war es schwer, sich ein klares Bild zu machen. Festgestellt wurde, daß die Palem ihnGelieö:cn häufig prügelte, und dieser Gleiches mit Gleichem vergalt. Wiederholt suchte Downar sein Verhältniß zu der Palem zu lösen, schreckte aber immer davor zurück, weil seine Olga als hübsche Frau auf eine Reihe von höheren Würdenträgern einen großen Einfluß ausübte und im Stande gewesen wäre, die ganze Carriere des jungenMannes zu vernichten. Wiederholt wurde die Dame auch bei dem Petersburger Stadthauptmann, dem Director des Ingenieurstituts, ja. selbst dem früheren Minister der Wezecommunication vorfiellig, Downar zu zwingen, sie zu heirathen. Unkr Vermittelung verschiedener höherer Autoritäten kam auch der merkwürdige Compromiß zu Stande, daß die Palem auf ihre Heirathspläne verzichte und Downar sich dafür verpflichten würde, mit ihr zusammen zu leben. Der junge Mann empfand schließlich aber auch diese Verpflichtung als zu lästig, er wollte um jeden Preis mit der Palem brechen, ging indessen noch zu einem Abschiedsrendezvous nach einem Hotei, und hier schoß ihn die Palem nieoer und brachte sich gleichzeitig eine schwere Verletzung bei, durch welche die Lunge für immer angegriffen bleiben wird. Die ärztlichen Experten, darunter auch der berühmte Psychiater Tschetschow, gaben ihre Meinung dahin ab, daß die Palem ihre That in unzurechnungs fähigem Zustande begangen habe, die Geschworenen aber erkannten,' daß Olga Palem im Affect, aber mit der Absicht der Tödtung einen Schuß auf Downar abgegeben, infolge dessen der Tod des Letzteren erfolgte, und bewil- ' ligten ihr nun Milderungsgründe. Auf Grund dieses Wahrsvruches verurtheilte das Gericht nach längererBerathung die Angeklagte mit Berücksichtigung der Gnadenmanifeste vom 14. November 1894 und 14. Mai 1896 zum. Verlust , aller besonderen Rechte und zu einer Gefängnißhaft von 1 Jahr und 4 Monaten. Nahezu 53.000.000 hat unser Bundesregierung bisher an Prämien für Kriegsschiffe bezahlt, deren FahrgeschnzlndigkeZt größer war, als conLractlich stipulirt.

Neue VlumenfchnZtzerei. CZ sind künstliche und doch wiederum sehr natürliche Blumen, um. die es sich in den nachstehenden Zeilen handelt; gleich den Holzfchnitzertten,.'nehmen sie ihren Grundstoff kuö 'tdem Pflanzenreich, aber ganz unmittelbar aus frischen pflanzlichen Producten, und sie können sogar mit Duft , begabt werden. Manche? mag sie schön gesehen haben, ohne besonders 'auf sie zu achten. In der alten Welt schon da und dort in ähnlicher Form bekannt gewesen, sind sie bei uns eine Novität. Seit einiger Zeit machen Leute, rock che Lebensmittel oder AusstattungsGegenstände für Restaurationen in einer Anzahl großer Städte liefern, eine ziemlich beträchtliche Industrie daraus, Rofen, Tausendschönchen, Lilien und andere Blumen aus Veg:tabilien, besonders aus Früchten und Wurzeln, zu schnitzen. Nötigenfalls wenden sie noch Farben und. Parfümerien an ifcie 'chnitzwerke, sodaß gar nichts mehr znr Augen- und Nasenweide fehlt. Q? ist gerade kein sehr einträgliches ($rcwi, diese neue Bume.ischnierei; aber mit der nöthigen Geschchk:ii und Uebung kann7l'.an immery'm einen leidlichen Lebenö-Unterhalt daraus gewinn.n, so lange 'die Vorliebe tti t sta'raiionsbejuchendn! Pub'Ikumv für sote,? Nachahmungen dauert. Ob diercr , :d" nur ein vorübergehender ist r:cr sich längere Zeit behaupten wird, läßt sich noch nicht tütf. tn und hängt wohl zum Theil auch vo,. dem fermun Unternehmungsgeist Derjenigen ab, welche diese Mode in's Leben zu rufen verstanden. Von sehr langem Bestand sind diese Schnitzwerke gerade nicht, und sie müssen daher häufig durch neue ersetzt werden; manche Restaurasture aber wollen sie nur ab und zu haben, und insofern ist die Nachfrage eine unzuverlässige, wie ja auf den meisten Kunstgebieten. Ein erfahrener Arbeiter Frauenspersonen sind, soweit bekannt, an dieser Industrie noch nicht aktiv betheiligt, obwohl ihnen diese Arbeit vielleicht sehr gut von statten gehen würde kann in ungefähr fünf Minuten aus einer Erdrübe eine ganz respektable Rose machen, welche nach vollendeter Ausstattung sehr natürlich aussieht. Aus einer nicht zu kleknen Gelberllbe lassen sich fünf Nelken fabriciren. Aus Aepfeln werden Gänseblumen hergestellt, deren Mitteltheichen jedoch aus Gelberüben angefertigt werden. Auch für Camelien und Riegelblumen (marigolds") müssen Aepfel herhalten, und es läßt sich ein vorzüglicher Effect damit erzielen. Das sind einige Beispiele von vielen. Wenn z. B. eineRose aus einer Erdrllbe gemacht werden soll, so benutzt der Künstler" erst ein sehr gewöhnliches und dann ein feineres Messer, das, jedoch auch nicht besonders für diese Industrie gemacht zu werden braucht. Kurz ehe die Rose vollendet ist : sie würde schon jetzt recht gut aussehen nimmt er eine dünne Klinge und spal-

' ni ; . ,,,... y,v.'.i i. jn so nein genug smv, um Tausend Rosen den nöthigen Farben-Anflug I zu verleihen) und hat alsbald eine Theerose fertig, an welcher überdies ein wirklicher Rosmstengel mit Blättern befestigt wird. Eine reizende Marschall Neil"-Rose wird einfach dadurch gewonnen, daß nach Vollendung der Blätter ein Bischen geeigneter Parfümstoff darauf kommt. Tiefrothe Rosen lassen sich aus Runkelrüben und verwandten Gattungen direct gewinnen, und zwar sehr leicht. Stiefmütterlein oder Tag- und Nachtblümchen lassen sich nicht ohne sorgfältige Verwendung mehrerer Farben herstellen; doch hat der Erfahrene keine Schwierigkeit damit. Dagegen erfordert es zwei volle Stunden, eine Tiger-Lilie" herzustellen; es müssen dazu je ' zwei ganze Erdrüben und eine Gelberübe verwendet werden, und daher wird diese Blume so kostspielig, daß sie bei den jetzigen schlechten Zeiten nur sehr wenig begehrt ist. Hin- und wieder modelliren diese Künstler auch Thiere aus solchen Vegetabilien, doch haben sie damit noch seinen großen Anklang gefunden. Wo Blumen rar und Rübenwurzeln und Früchte reichlich vorHanden sind, sollte sich diese Industrie ein einigermaßen? dauerndes Interesse sichern können '." ' ' Parlamentarische Hämmer. Man macht b"eiuns .großes Wesen von den hölzernen ' Hämmern, welche vom Vorsitzenden im Congreß oder in anderen Körperschaffen,.ständigen und auch nur zeitweiligen, benutzt werden, und über deren Vorzüge gegenüber den anderwärts im-Gebrauch befindlichen Glocken sich streiten ließet Gewöhnlich werden einem Vorsitzenden (von der Zeit der colonialen Abhängigkeit vom britischen Königreiche her noch Sprecher" genannt) während einer Session unseres Coigresses etwa ein Halbdutzend Hämmer verehrt. Aber meist sind dieselben viel zu zierlich gearbeitet, um für den allgemeinen Gebrauch in Betracht zu kommen; oft sind sie aus besonders schönen, ja kostbaren Holzsorten gemacht, mit allerlei Ornamentirungen und mit silbernem oder"'goldenem Besatz. In anderen Fällen wiederum wird Holz von besonderer geschichtlicher Berühmtheit, ' z...B. -aus ehemaligen Wohnhäusern großer Männer, aus bekannten alten Krieasickiffen. au? Bäumen, die auf Schlachtfelder eine hervorragende Stellung einnahmen, u. s. w. dazu benutzt., und theils sind diese Hämmer von allgemein geschlchtlichem, theils mindestens von persönlichem Standpunkte sehr werthvoll. Auch sie dienen Zoaher nicht dem Alltags - Gebrauch, es sei denn ganz vorübergehend, nämlich an dem Tage ihrer Empfangnahme durch den Congreß Haus - Vorsitzenden.. Nachher gehen sie gewöhnlich sogleich jn die Verwahrung der Gemahlin des Sprechers über. Frau Need z.Ä. hat eine schone Sammlung solcber Ham

mer. Die Wittwe Bläine's besitzt deren mindestens 20 und die Wittwe Randall's 14. Frau Cox will die Hammer und andere Artikel.die ihrem Gatten verehrt wurden, als er Sprecher war, baldigst einem öffentlichen Mur

ieum uoergeoen. Wasserspiegelung und Fata Morgana. Die sagenumsponnene Erscheinung des Märchenschlosses der Fee Morgana hat schon vor langer Zeit eine sehr natürliche Erklärung gefunden, die freilich den wunderbaren Eindruck der Erscheinung nicht zerstört hat. Die Ursache ist eine Luftspiegelung die an der Berührungsfläche zweier Luftschichten auftritt, welche eine verschiedene Temperatur besitzen. Aehnliche Wahrnehmungen werden bei der Berührung eines Wasserspiegels mit der Luft gemacht, wenn das Wasser und die Luft in der Temperatur verschieden sind. Professor Forel, der sich seit Jahren mit der Erforschung des Genfer SeeS beschäftigt, hat während langer Zeiträume die Erscheinung der Wasserspiegelung auf der Oberfläche dieses Seeö beobachtet. Der Genfer See eignet sich zu solchen Beobachtungen besonders gut, weil seine gebirgige Umgebung, so viel scharfen Charakter besitzt, daß es nicht schwer halten kann, aus den im Wasser erscheinenden Bildern das landschaftliche Original wiederzuerkennen, von. dem sie ausgehen, selbst wenn das Bild Verzerrt oder das Original außerhalb des Gesichtskreises liegt. Forel. der seine Beobachtungen der Pariser. Akademie der Wissenschaften mitgetheilt hat, unterscheidet zunächst eine doppelte Art der Lichtbrechung an der Wasseroberfläche. Die Lichtbrechung über warmem , Wasser tritt ein, wenn das Wasser wärmer ist als die darauf liegende Luft. Die Erscheinungen sind folgende: Der Horizont scheint dem Auge nahe gerückt, die Wasserfläche stärker als gewöhnlich gewölbt; über der Linie des Horizonts bemerkt das Auge ein ungewöhnliches Flimmern. Endlich bildet sich im Wasser ein Spiegelbild der Umgebung, das sich zu den abgebildeten Objecten symmetrisch verhält. Dieser Spiegel gibt eine scheinbare Reflexion auch von Dingen, die jenseits des Horizonts liegen. Die Erscheinung entspricht also durchaus der Wüstenspiegelung. Die zweite Art ist die Lichtbrechung über kaltem Wasser"; sie tritt ein, wenn das Wasser kälter ist, als die darüber liegende Luft. Die Erscheinungen sind zum Theil umgekehrt tote bei der vorigen Art der Brechung. Der Horizont scheint in die Ferne gerückt und gehoben, die Wasseroberfläche concav eingesenkt. Sehr entfernte Gegenstände rauchen auf, die unter gewöhnlichen Verhältnissen in Wirklichkeit durch die Rundung der Erde dem Blicke entzogen sein würden; Gegenstände, die sehr nahe der Wasseroberfläche liegen, erscheinen in vertikalem Sinne stark zusammengedrückt. Zwischen diesen beiden Arten der Lichtbrechung tritt j nun noch die Fata Morgana auf und ; die bisher noch unerklärte Kaltwaslerspiegelung". Letztere zeigt .sich, I wenn die Temperatur der Lusl ganz I f r iv. , i r aumamico uoer oie emperamr ves Wassers steigt. Sie hat dieselben Charaktere wie bei der Lichtbrechung über warmem Wasser auftretende Spiegelung. nur daß das im Wasser erscheinende Bild nicht symmetrisch zu dem Original ist. es ist diesem entgegengesetzt orientirt. aber in der Höhe sehr stark verkleinert, so daß zuweilen die Gegenstände nur ein Drittel so hoch sind, wie in Wirklichkeit. Alle diese Typen sind am Genfer See zu beöbachten. Forel wählt das Beispiel eines Frühlingstages, in dessen Verlauf sich infolge der ausgetretenen TemperaturVeränderung alle Erscheinungen nacheinander abspielen können. Morgens, ungefähr um 6 Uhr. ist die Luft, die sich während der Nacht abgekühlt hat, kälter als das Wasser. Wir haben also die Erscheinung der Lichtbrechung und Spiegelung in warmem Wasser. Gegen 10 Uhr Vormittags bis 12 Uhr ist die Temperatur der Luft soweit gestiegen, daß sie die des WasserS übertrifft. Dann tritt die .Kaltwasserspiegelung" ein. Zwischen 2 und '4 Uhr Nachmittags wird die Lichtbrechung plötzlich verändert, die Aufw'ölbung des Wassers geht allmählich, in eine EinWölbung über. Es erscheint die Fata Morgana. zuweilen auch die sogenannte Fata Brumosa, aber nur für wenige Minuten. Nach Forel's Beobachtungen treten diese Erscheinungen nur dann auf, wenn nach einem ganz stillen Vormittage Nachmittags ein leichter Luftzug geht. Sohalh hje Fata Morgana verschwunden ist, erscheint die Lichtbrechung über kaltem Wasser und dauert bis in die Nacht. Die Folge der Wasserspiegelung ist alsö im Verlaufe des Tages diese: Spiegelung auf warmemWassex, Spkgelung auf kaltem Wasser. Fata Mor ?ana, Lichtbrechung auf kaltem Waser. Die Fata Morgana nimmt stets nur einen beschränkten Theil des HorizonteS ein, und man sieht daneben zur einen Seite die Erscheinung der Kaltwasserspiegelung, aus der andern Seite die Lichtbrechung über ' kaltem Wasser ohne Spiegel. Gemeinnütziges. Das Ungeziefer (Läuse und Milben) derStubenvögel aller Art wird vertrieben, wenn man den Körper deL Vogels zart mit Glycerin einreibt und mit persischem Jnsectenpulver einstaubt. Dieses Verfahren ist mit Unjerbrechung von einigen Tagen zu wiederholen. Mährend, dieser BeHandlung mössen Vogel reicklich mit BadeWasser versehen tvxrden." Äe Ursache deL Erscheinens des lingkzxeserS liegt in der mangelhaften Reinigung de? Käfige. Sie müssen daher auch sehr jhäufig die Käfige reinigen und in allen seinen Theilen mit siedendem .Wasser Abbrühen lassen. Obstflecke aus Serysetsen zu entfernen. Man seife j)ieFlecken gehörig ein, lege die Servietten in ein Gefäß mit kalte Wasser, ! den SalmiakeeiK ppex Mrnvnium

vetg'.'Lossen wird (auf 10 Quart Was tx ein halbes Quart Salmiak), lasse ie überNachr stehen. Tags darauf püle mandie. Servietten oder Tafeliicher gut aus, und die meisten Flecken werden verschwunden sein. Die Wäsche wird nun wie gewöhnlich weiter be-

handelt, nach dem Trocknen ist AlleK weg. ?hne daß dieMundtllcher, wie dies mit Schwefel und ähnlichen scharfen Stoffen der Fall ist, gelitten haben. AlteButterwieder schmackhaft und brauchbar zu machen, nimmt man die Butter auf em Pfund Butter etwa zwei Quart Milch in der man eine Unze Borsäure aufgelöst hat. Ist die Butter gut mit den Händen bearbeitet, bringt man Alles in ein Holzgefäß ( Butterfaß oder dergl.), stampft es eine halbe Stunde ab, dann nimmt man die Butter heraus und verfährt mit ihr wie mit frischer Butter. Man wäscht sie, schlägt sie aus und knetet sie mit etwas Salz und Zucker ein. Die Butter hat an Gewicht gewonnen und ist wieder sehr gut. Das Gefäß, in dem man sie aufbewahrt, bedeckt man zwei Finger hoch mit frischem, oft erneuertem Wasser, daß die Luft von der Butter abgehalten wird. UmEier zu conserviren, werden dieselben häufig in Kalkwasser eingelegt. Diese Art ist jedoch nicht zu empfehlen, da das Eindringen von Kalk durch die Schale unvenneidlich ist und hierdurch der Geschmack sehr leidet. Besser ist es, die Eier in den Eierstellagen an einem kühlen, jedoch dem Froste nicht ausgesetzten Raume aufzübewahren. Wendet man die. . Eier hin und wieder um, so daß eine Zeit lang das stumpfe, dann wieder das spitze Ende nach oben kommt, so wird verhindert, daß das Dotter sich einseitig an die Schale drängt und die Eier leichter verderben. Düngung der Ob st bäume imHerbst. Nach dem Urtheil aller erfahrenen Pomologen können Obstbäume das ganze Jahr hindurch mit Erfolg gedüngt werden, und namentlich ist eS sehr wichtig, die Obstbäume im Herbst, so lange es der Frost zuläßt, noch mit Benutzung-des Loheisens zu düngen, da der Baum im Herbst oder Winter bei frostfreiem Boden auch sein Wurzelvermögen kräftigt und ausdehnt und eine Menge Reserveftoffe in seinen Stamm und in die Zwelge auf nimmt, so. daß der Frost dem kräftigeren Baume nicht .leicht Schaden thun kann. Auch tritt dann im Frühjahr bald und eher eine üppigere Vegetation ein, als wenn der Baum erst im April und Mai gedüngt wird, und er wird auch die Blüthe besser ernähren. Nach den bisher gemachten Versuchen em pfiehlt es sich. im Winter eine Kali-phosphat-Düngung vorzunehmen, da der Chilisalpeter sich zu rasch im Boden vertheilt. Letzterer ist erst im Frühjahr zu verwenden. GurkeninEssigundWass e r. Frische feste Gurken, die möglichst wenig Kerne haben, gleichviel von welcherGröße. (natürlich nicht zu groß) legt man 12 Stunden in kaltes Wasser, trocknet sie und legt sie mit gereinigten Perlzwiebeln oder auch anderen kleinen Zwiebeln, etwas Pfeffer, Lorbeerblatter. Dill. Estragon. Pfefferkraut, und Nelkenpfeffer in gut ausgebrühte und getrocknete Steintöpfe. Auf 2 Quart Weinessig rechnet man ein Viertel Quart Wasser und eine ordentliche Hand voll Salz. Wenn das Salz vollständig aufgelöst ist, giebt man die Flüssigkeit auf die Gurken, legt einen Senfbeutel darauf und beschwert ihn mit einem leichten Stein, bindet den Topf mit gewöhnlichem Papier zu und bewahrt ihn an trockenem, lustigem Ort. Gurkensalat. Man rechnet auf dreißig Gurken ein Quart Wein, essig, 7 Unzen Zucker und ein Pfund Zwiebeln. Die Salatgurken schneidet man in Scheiben, ebenso schält und schneidet man die' Zwiebeln und salzt beides zusammen ein wenig, dann gießt man kochenden Weinessig, darüber. Nach 24 Stunden gießt man den Essig ab. kocht ihn auf und wiederholt dieses Verfahren noch zweimal. . Nachdem letzten Aufguß thut man das Ganze auf ein Sieb zum Ablaufen und packt nun die' Gurken und Zwiebeln mit etwas Senfkörnern, Pfeffer, Lyrbeexblättern und klein geschnittenem Meerrettig in Töpfe oder Gläser und gibt den inzwischen mit dem Zucker abgekochten Essig kalt darüber. Pergament, papier-Verschluß. m ,, : Oom JnlanV. AlsderChampionder Eichhörnchentödter von Kentucky gilt der in Graves - County ansässige B. Harris. Mit 12? Schüssen erlegte dieser Rim rod nicht weniger als VJ Eichhörnchen. : '" ' , : Als Elijah B. Jassy von Martinsburg, der als Bremser bei d?r Baltimore - Ohiy - Bahn" angestellt war, bei dem Harper'S Ferry-Tunnes einem Zuge ein Signal" gab, stürzte plötzlich ein 800 Pfund' schwerer YelSblock von der Anhöhe herab', und erschlug den Unglücklichen, ' 33 bis Z43 verTonne kosten in Minatitlan, Mezicy. starke Blöcke Mahagoniholz und von einem dortigen Handler werden im Jahre an. 1000 Tonnen nach New )ork bezw. europäischen Häfen verschifft. Jn einzelnen Theilen des Isthmus von Tehuantepec sind' die Mahagoniwälder beinahe vollständig unter der Axt gefallen, aber im Innern deS Landes und gewissen'Gegenden ' von' Vera Cruz' gibt eS noch ungeheuere Mengen dieses werthvollen Baumes. ' Jn LongBranch. einer ab gelegenen Ortschaft in Martin County, Kto., kam es auf dem Friedhofe zu einem blutigen Kampfe. Ein gewisser Adaman Harmon gerieth' während eiS"er Versammlung der Moimt Baptist .lssociajwn"mit seinem Bruder in i5feeiiiin!) schoß auf ihn. Die Freunde der beiden Männer nahmen' den Streit auf und' eine allgemeine Schießerez war die Folge. Ueber hundert Schusse, wuxden abgefeuert. Mehrere Personen wurden verletzt' und man befürchtet, daß einige davon werden in's GraS jbeißen müssen. Mehrere Polizisten be-

fanden aüf -dün f?riedbofe. waren I "...".',.,

jedoch nicht im Stande, bin Aufruhr zu unterdrücken. JnJerfeyCitydürfen die Schulkinder weder Wein noch Bier trinken das ist die neueste Phase des birnverbrannten Treibens der Wassersimpel.' Eine Lehrerin an der Schule No. 12 Maggie Van Winkle heißt

das temperenztolle Frauenzilmmer wliat s in a narne? mochte man fragen hat den 7 Jahre alten Frederick Pritchard nach Hause geschickt, als er vom Mittagessen wieder nach d:r Schule kam.-weil er nach Bier gerochen habe. Der Junge erzählte seinerMutt einer recht lebhaften Französin, daß er nur wieder in die Schule dürfe, wenn er nicht mehr nach Bier rieche. Frau Pritchard rannte sofort zur Lehrerin und machte ihr den Standpunkt klar: Ihr Freddie habe blos Claret mit Wasser verdünnt, getrunken und " Aber sie richtete an der bornirten.Wassersimpelin" nichts aus. Supt. Schneioer scheint auch nicht zu viel Interesse für den .Protest Frau Pritchard's zu haben, denn statt wie ein heiliges Donnerwetter hinter dem Unfug der Temperenzlehrerin her zu sein, versprach er, die Sache zu untersuchen; bis jetzt hat er aber nichts derart gethan. Einenmerkwürdigen Fund machten mehrere Mitglieder der Baptisten - Gemeinde zu Collier's Mill, N. I., in dem Thurme ihre? Kirche, welche an dem Wege zwischen diesem Orte und Caßville steht. Dort hatten sich Bienen häuslich eingerichtet und Wachs und Honig im Gesammtgewicht von nahezu 700 Pfund zusammengetragen. Der Erlös aus dem Funde brachte der armen Gemeinde das hübsche Süinm chen von $125. Einen gräßlichen Tod hat ein 14 Monate altes Töchterchen der in Williamsburg, N. Y.. wohnhastm Schmidt'schen Eeleute . gefunden. Frau Schmidt hatte sich mit demKinde an em niedriges Fenster begeben, von wo aus es seine soeben aus der Schule heimkehrenden Geschwister begrüßen konnte. Die Kleine am Fenster zurücklassend, wandte sich die Muttkr auf wenige Augenblicke ab. um sich einer häuslichen Arbeit zu widmen, als plötz lich unten die Hausglocke gezogen wurde. Nichts Böses ahnend, begab sie sich hinab und als sie die Thüre öffnete, traten ihr zwei Männer mit der Leiche ihres Lieblings in den Armen entgegen. Das Kind war auf das Fensterbrett geklettert und hatti, indem es seinen Geschwistern zuwinkte, das Gleichgewicht verloren. Kopfüber stürzte es drei Stockwerke in die Tiese hinab, direct auf die eisernen Stäbe eineö Gitters, welche das unglückliche Geschöpfchen förmlich aufspießten. Der Tod war auf der Stelle eingetreten. Eine schöne Gegendscheint das County Greenville im Nordwesten des Staates Süd-Caro-lina zu sein. Dasselbe wird ausschließlich von geborenen Amerikanern" bewohnt und nach der bekannten Nativistentheorie sollte dasselbe deshalb eine Hochburg der Gottesfurcht ynd frommen Sitte" sein. Das ist aber durchaus nicht der Fall, der dortige Baptistenprediger Du. Gardner entwirft vielmehr von Greenville County die folgende haarsträubende Schilderung: Während der letzten drei Jahre sind in diesem County 33 Morde begangen worden und nur ein ?ö?dk?, wurde bingerichtet. Der Record dieses County ist doppelt so schlecht, als der irgend eines anderen County mit ähnlicher Bevölkerung in den Vereinigten Staaten; d. h. mit anderen Worten: wir Leute vom County Greenville wohnen in einer der unsichersten Gegenden in den Vereinigten Staaten. Die Thatsachen sind die: Jn diesem County gibt es kein Gesetz gegen Mörder; es gibt ein Gesetz gegen Mord, und es gibt ein Gericht mit der ganzen schwerfälligen Maschine; aber merkwürdiger Weise ist der einzige Mann bei uns, der sich unbedingt sicher fühlen kann, derjenige, welcher einen Mann umgebracht hat, denn er ganz allein kann aus ein langes Leben rechnen. Sobald Jemand bet uns esnen Mord begangen hat.wird dse ganze Maschinerie des Gesetzes in Bewegung gesetzt. ,lnd die Advocaten bieten allen Scharfsinn auf. um ihn m retten; das Gerichtshaus ist heute b uns dasselbe für den Verbrecher, was jn alter Zeit das Heiligthum. mit dem Asylrechte war." DerDan:pser Excelsior" der Alaska Commercial Company, welcker dieser Tage mit einer Ladung Kohlen von Wellington nach Alaska abgegangen ist, wird auf der Rückfahrt so viele nothleidende Goldgräber, wie pur irgend möglich, nach San Francisco bringen. Um den Bestimmungen des Gesetzes zu genügen, wurde das Schiff mit acht riesigen Ballen Lebensretjüngs - Apparaten, einer Anzahl Patenflößen sowie zwei ExtraRettungsbooten versehen und mit Propiant ausgerüstet, der für Hunderte pon Menschen Monate lang ausreichen Zsürfte. jleber dem Vorderdeck ist ein Bretterdach errichtet worden, um die Leute, welche im Schiffsräume keinen Platz mehr finden, gegen Wind und Wetter zu schützen. Die Sendung des Dampfers Excelsior" ist übrigenI durchaus kein Werk der Nächstenliebe, sondern durch die Nothwendigkeit geboten. Die Alaska Commercial Co. veranlaßte im verflossenen Frühjahr Soldgräber in großer Zahl, nach AlaSka zu ziehm' und von diesen Glllcksjgern befinden sich zur Zeit an 2500 Mann in bitterer Noth. Da die Leute irgendwoher Provisionen bekommen müssen und sich selbstverständlich an die genannte Corporation halten, so würden die Vorrathshäuser der Letzteren hechalten müssen. Sorgfältige Berechnungen haben nun ergeben, daß eö billiger ist. die darbenden Goldgräber umsonst zurückzubefördcrn. als sie dm ganzen Winter in Alaska zu füttern, TI ...... V . , Uiiv UU9 ,IUIIUC IUI10 UZT Bqmpser ßrcessior7 auf seiner nachsten Tour ein Cgrgo Menfchenfracht nach San Francisco dringen. ' "' -t;verlangt TCuäo'l jöeft va-

ChzrZ.

Don Vnslan?. JneinemBalllocalezu Dijon geriethen deutsche 'Korbflechtergehilfen mit dem Berufsvortänzer Moreau wegen eines Frauenzimmers in Streit. Moreau erhielt von einem der Deutschen Namens Strack einen Mesferstich und war sofort todt.

DerSemahlindesFürsten zu Lich wurde auf der Fahrt von Echzell nach Lich in Langsdorf von einem jungen Burschen ein Stein an den Kopf geworfen, so daß eine klaffende Wunde entstand. Mehrere Burschen hatten vorher versucht, durch Zischen u. s. w. die Pferde scheu zu machen. Jn Neunkirchen erschoß der 23jährige Conditorgehilfe Wilhelm Gllnzer aus Ettenheim in Baden die kaum 17jährige Tochter des SchreinerMeisters Andres und versuchte dann sich selbst zu elschieen. brachte sich aber nur eine ganz ungefährliche Wunde an der Stirn bei. Er hat die That aus unglücklicher Liebe ohne Einverständniß mit seinem Opfer vollführt. Der44Jahrealte, verheirathete Josef Moser aus Begöriach, Gemeinde Mauterndorf im Lungau. der, mit einem Abschraubgewehre ausgerüstet, auf Wilddiebstahl ausgegangen war, wurde im Trigbachgraben als Leiche aufgefunden. Moser war offenbar von der ziemlich hohen und sehr steilen Thalwerrmauer abgestürzt. Er hinterläßt eine Wittwe mit vier unversorgten Kindern. Wegen Tanzens sind in Ortschaft der Vorderpfalz jüngst die jungen Dorfschönen, dutzendweise zur Polizeihaft geführt worden auf Grund des bayerischen Polizeistrafgesetzbuches, wonach junge Mädchen und Burschen, die noch die Sonntagsschule besuchen, wenn sie zur Tanzmusik" gehen, d. h. öffentlich tanzen, zu Haftstrafen verurtheilt werden. DieSonntagsschule müssen die entlassenen Volksschülerinnen und Volksschüler drei Jahre lang besuchen, also bis zum 17. Lebensjahre. Auf der zur toniglichen Saline Dürrenberg gehörigen Braunkohlengrube bei Tollwitz verunglückten zwei Bergleute, der 65jährige H. Harung und der einige 50 Jahre alteBergmann Richter, beide aus TollWitz. Sie wollten einen neuen Schacht einschlagen und waren erst 25 Fuß tief in die Erde eingedrungen, so daß sie unten noch ohne Grubenlicht arbeiteten. Harung stieg zuerst in denSchacht. Nach wenigen Minuten hörte Richter ein heftiges Stöhnen; sogleich eilte er dem Harung nach, um ihm zu helfen, kam aber ebenfalls nicht wieder herauf. Beide waren durch Gase, die sich im Schachte gebildet hatten, erstickt. Eine Sommerfrische in Sicilien bietet ganz besondere Genüsse, ganz abgesehen von der afrikanischen Hitze, die man dort aus erster Hand genießt. Die Familie Leone, die ihren Sommeraufenthalt in ihrem Landhaus bei Castagna in der Provinz Syracuö genommen hat, kann davon erzählen. Neulich Nachts wurden die Schläfer durch das Jammergeschrei des Hausburschen geweckt, der in die Hände von sechs wohlbewaffneten Briganten gefallen war. die das Landhaus auszuplündern beabsichtigten. Die Insassen verschlossen sich in den Zimmern und erwiderten die Schüsse der Briganten durch die Fensterläden hindurch, ohne daß jedoch jemand verwundet wurde. Nachdem das Gefecht eine Viertelstunde gedauerl hatte, entfernten sich die Briganten, indem sie sich damit begnügten.den Hausburschen mitzunebmen. In Antwerpen ver.y astete die Polizei zwei Deutsche, eine Wittwe Schwabe und deren Liebhaber Grade, beide aus einer Ortschaft in Oberschlesien stammend, di? beschuldigt sind, vor etwa vier Wochen gemeinschaftlich den Ehemann der ersteren ermordet zu haben. Den Leichnam sollen die Beiden an einen schweren Stein gebunden und ihn hierauf in's Wasser geworfen haben, und da die Leiche nicht aufgefunden wurde und sonstige direct? Beweise gegen das Pagr nicht porlagen. so ließ man. Bejde trotz starke? Verdächtsgrijnde vorläufig in Freiheit, Vor mehreren Tagen wurde indessen, hie Leiche des Schwabe, die sich von. dem Steine sosgesöst. hatte und an der Oberfläche 'des Wassers rieb, von Fischern entdeckt, ijnd hierauf ergriff die Wittwe jn Begleitung Grade's die Flucht,' glücktß ihnen auch, bis nach Antwerpen zu kommen, pyn wo die beiden nach Philadelphia weiter reisen wollten, und das wäre ihnen vielleicht oder vielmehr wahrscheinlich gelungen, wenn Grade nicht die Unvorsichtigkeit begangen hatte, von Antwerpen aus t nen Brief an seine Familie zu schreiben. Dieser Brief fiel dem dortigen Staatsanwalt in die Hände; derselbe telegraphirte an die Behörden in Anifoerpen und noch' nicht zwei Stunden pate'r befand sich das verbrecherische Paar in Haft. Nach Erledigung der Ausuefernngsformalitäten werden beide an die Grenze gebracht und' dort Rutschen Criminalbeamtenn zur Wei? terbesorderung nach ihrer Heimath übergeben werden ' A n oerTemesvarer Vorstadt Elisabethstadt hat es neusich tu nen aufregenden Vorfall gegeben. Ein Naurergehilfe. der inFolge eines fchweren Lungenleidens seit einigen Monaten krank darniederliegt, verfiel nach tagelanger Schlafsucht in einen Starrkrämpf. so daß ihn seine Familie für todt hielt. Die Frau des Schwerkranlen rückte das Bett von der Wand und stellte an das Kopfende zwei brennende Kerzen, sie selbst kniete in Thränen aufgelöst am Bette, während elneNachbarin Gebete verrichtete. Da erwachte der todt Gemeinte plötzlich auö seinem starren Schlafe und, die Situation sofort überblickend, gerieth er über die Leichenvorbereitungen in derartige Wuth, daß er die beiden Leuchter seiner entsetzt fliehenden Frau an den Kopf schleuderte und in förmliche Raserei zusbrach. Der ganze Stadttheil wurde durch den Fall alarmirt und es bedurfte mehrerer Mrzte. um denKranken sowie die abergläubische Uvigebüna zu beruhigen. ' - v' ?

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