Indiana Tribüne, Volume 20, Number 17, Indianapolis, Marion County, 4 October 1896 — Page 10
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in r aiiiiiMMMMMMgwwaiwMw CfTest fentrrifte . SfaArSS? tS5 c3uTcn worden und Sperling übte Dr. tf. Noote. allem. Und richtig,' er kam in den nÄ" und trat' und trat Hockauf Zapfte Muki's Her-denn pfeilschnell Männer nnd Frauen, . durchsauste er die Bahn.
Am Ende derselben erhob sich eine Bretterwand, an welcher zufällig eine große Anzahl Kisten und Räderverschlage, auch eine alte Glasthüv und anderes Gerumpel aufgestapelt waren. Direct darauf zu zog es , Sperling. Aufhalten!" schrie er vergeblich, und jäher Schrecken verjagte seine triumphirende Stimmung. Er dachte nicht an ein Wenden, Bremsen oder Abspringen im nächsten Äugenblick ein Schrei, em Schlag, em furchtbares Poltern und Klirren, und die herbeieilenden Nachbarn sahen nichts mehr von Nover und Fahrer; ein Berg von Scherben überdeckte diese Beiden. Erst nach einer länge Zeit erfordernden Ausgrabung stieß man auf Sperling's glücklicherweise noch athmenden Leichnam, .der, nachdem man ihn aufgerichtet und überzeugt hatte, daß er trotz seiner Höllenfahrt sich noch . im besseren. Diesseits befinde. lange nicht glauben konnte, sich nicht, mehr dabei geholt zu haben, als nur wei Beulen. an der Stirne, ein Loch im Kopfe und eine gequetschte Hüfte. Als er aber hierauf, gelabt und verbunden, in den Gasthos zurückgebracht worden war, schwur er ' bei voller Besinnung den heiligen Eid, nie in seinem Leben je wieder ein Fahrrad zu beste!gen. . .. , Bei seiner nach der Heilung der geholten Schäden erfolgten Rückkehr zu der ihm erwartungsvoll entgegensehenden Gattin erwähnte Muki natürlich nichts von dem bösen Erlebniß und erzählte nur kurz und bündig, daß die Summe zum Ankaus zweier Rader für ihn in diesen theueren Zeiten" unerschwinglich sei, und übrigensso fügte er hinzu das Radeln ist em completer Unsinn! Es war seltsam, wie geduldig Her mine sich alsbald in das bittere' Schicksal zu fugen schien, em Dasem ohne ffabrrad bmjrnfomanC Und batte denn ihr Gatteiiicht vollkommen Recht, wenn er an'S Spareu dachte? Das Geld, das verwünschte Geld! Und die Zeiten, die immer theuerer werden! Wie zum Beweise der Wahrheit dieser öfter wiederholten Versicherungen steigelten Jidi von. dieser Zeit ab- alle MarktpruseA)' Frau Termine selbst dem sich um. den, Einkauf wenig .bekümmernden Gemähl betheuerte. War doch ihr Wochengeld jetzt schon oft am Freitag,. ja am Donnerstag zu Ende. Und eine natürliche Folge der erhöhten Kosten der Lebensmittel war wohl auch das rapide Steigen der Preise der Modistin und Schneiderin . Herminens. Ja. das ging Eines auZ' dem Anderen hervor, und Herr' Sperling freute sich über fein vernünftigesFrauchen, das in Anbetracht der ihm so gelegen kommenden allgemeinen Tyeuerung nicht mehr ihres Lieblmgswunsches erwähnte. ' Und was für eine gute Laune sie dabei behielt, und wie sie ihn immer noch lieb hatte! Nächsten Montag - ist Dein Ge burtstag, Muki!- sagte sie eines Tages zärtlich. Du sollst staunen, waS ich Dir diesmal für eine Ueberraschung bereiten werde! - Der glückliche Muki freute sich riesig darauf. Gewiß wird mir," . so- dachte er, die Gute eine Schlummerrolle 1 dar bringen zu meinem Mittagsschläfchen im Schaukelstuhl!- Das war nämlich sein Lieblingswunsch. Der Geburtstagsmorgen brach an. Ein goldener Junitag. Breites, sonniges Licht fällt in Sperling's Salon. in welchen Hermmens Hand den zufriedenen Gatten hineingeleitet. Dort an den Tisch gelehnt wird sie stehen, die Schlummerrolle dort aber was ist das? .Welch' ein .teuflischer Spuk treibt hier sein Spiel? WaS dort steht, ist ein Damenrad! Hermine hat' ihren Mann - mit einem Damenrad überrascht! Ein funkelnagelneues Damenrad hat sie sich zu seinem Geburtstage gekauft! Noch mehr sogar: sie hat sich schon heimlich im Fahren eingeübt - tl ist kinderleicht beim ersten Versuche-bereits gegangen. Ja. so ist es; und Muki soll kein so verdutztes Gesicht machen; die ' Rechnung ift mit' dem Pfiffig . ersparten Theile desWöchengeldes beglichen wot-' den. und er kann ja, wenn er will, nun auch fahren! Schönen Dank für die gütige Erlaubniß, aber er hat schon an dem Ge-. danken daran genug. Ehe . sich recht von seinem Entsetzen erholt, fährt seine Frau schon unten vor dem Hause auf und ab und wirst dem an's offene Fenster Trelendfl KuMndchen auf. . Dann kamen der Reisende und des-, sen Frau 'unten angefahren und stie-gen-mit Hermwe herauf," um bei einem GlaseRothwein auf die neue reizend (daö gibt Sperling den ersten Stich!) Cöllegin" (da gibt ihm. den zweiten!) und den gesundesten aller Sportr zu toastiren. Schön gesund l" denkt Muli, denn wäre er, damals nicht aus? den flcfi gefallen, hätte ihn seine Frau gel nicht so drankriegen könnm! Hierc C beschließen der Radfahrer und dl: Beiden Damen eme Partie für den Nachmittag. Muki ist höflichst einge laden-(man höre!), per Wagen nachtu fahren, doch er verzichtet auf dies QkrT-.ügen-, bleibt zu Hause und renspikitt mit dem bösesten Gesicht von tfrjgii gegen das Malefizrad-. AIs c.eine Frau um Abend mit freuWÄden Wangen zurückkehrt, freut rr sich'och darüber, daß sie solch' ein ?5KeTl-ist,- und beschließt, ' zu 7" ? Jmxi der Ruhe ist es jetzt aus) jöe: ihm und im Stadtchen überhaupt.
Wenn Henrnne mit ibren zwei Le
gieirern an der Fabrik vorubersaust, jftt& sie magnetisch alle Beamten an'S Fenster. 0 Derselbe Zauber am Amtsgericht, am Postoebäude, am Bahnhofe, überall, überall. Drei Wochen fpäter, , und' zwei Forstbeamte haben sich Räder angeschafft und folgen errötbend ihren Spuren-. In der vierten' Woche ver-, größert sich die Zahl derRadfahrer auf sieben, in der fünften auf neun, und in der achten ist daö eche Dutzend voll. Lauter junge, unverheirathete, gefährliche Männer. Sie gründen natürlich sogleich einen Club, und Hermine wird zum Ehrenmitgliede desselben erwählt. Der arme Mucki vergebt vor Eifer-
sucht.' Wenn er indeß etwas gegen die Clubbesuche seiner Frau und ihre geselligen Ausfahrten einwenden will. erhält er einfach die Antwort: Lerne auch das Radfahren, Muki!" und daö macht ttfri still. ' Er kann doch nichts von seinem Sckwur. erzählen! Vergebend fragt er sich immer wieder, was da au ma chen sei. Mit kaltem Blute könnte er das verwünschte Fahrzeug in hundert Stücke zerreiken. wenn er nickt wllnte' daß Hermine im Stande wäre, sich ein zweites an semem Munde abzusparen. Da, in emer einsamen, qualvollen Stunde (seine Vtiau xattlit wieder einmal bis tief in die Nacht hinein' mit. ihren Collegen- herum), offenbart sich ihm endlich das Mittelseiner Gätriff das Radfahren zu verleiden 'und sich vor dem Gallensieber der Eifersucht zu retten. Er wendete es an. und eS ervrobte sich als vortrefflich. Wie es beschaffen war. er bat es Niemanden! mitaetbellt. Aber erwiesen ist es. daß Muki von jener Stunde an nicht mehr bis tief in die Nacht hmem die Kneipe besuchte er hatte ja doch länast keinen Gründ mehr dazu - und. daß Frau Sperling iq aucy nun zu Hauje nicht mehr über Langeweile beklagen konnte. - - -Drei . Monate später lieft, ftnm Hermine.das'Damenräd auf denDachboden tragen und hat eö seitdem nicht mehr angerührt.' Und ebe es wieder Juni wurde Und sich Muki's Geburtstag erneuerte,' wurde ein anderer Ge-' burtstaa gefeiert, an dem ein iunaer Muki das Licht der Welt erblickte, und bei dessen Erscheinen Mukl sen. zum ersten Male, in seinem Leben mit aufrichtiger Freude den befreienden Ruf austtietz:. r ' 'All Heil!- ; Und .so war Herr Jobann Nevomuk Sverlina wieder der aufmdtft MensV auf Gottes weiter Erde gewor-den-und bleibt es hoffentlich, m alle Ewigkeit. Ver Ring des polykrales.' Von C. Fahrow. ' Er stand zwar nicht auf seines Daches Zinnen, aber er war dennoch sehr vergnügt. Mit keinem König hätte er getauscht, besonders heut nicht, da ihm der glanzende Beweis geworden war, daß seine kleine Frieda wirklich und wahrhaftig das treueste Weibchen .auf Erden war, daß sie nie daran gedacht hatte, den langen Lieutenant von Muh zu lieben, ja daß sie felbst feine Courmacherei in der Unschuld ihres Herzens für nichts anderes genommen hatte als für eme ihm nicht mehr abzugewoh nende Angewohnheit.MartinSchmidt hatte heut Geburtstac und da es beinahe gar nichts gab. was 'dieser Glückliche nicht besaß, hatte sich Frau Frieda erst weidlich den Kopf zerbrochen, ehe sie sich für ein Geschenk entschloß. Endlich hate sie emen entzückenden kleinen Revolver gekauft, sechsläufig, der Griff aus Elsenbein, eingelegt mit Silber und Platma, Alles in Allem ein kleines Kunstwerk, dessen Treffsicherheit Martin im Stil len anzweifelte. Als er aber am Nachmittag die neue Waffe im Garten probirte, in der Kegelbahn, die zugleich Schießhalle war .stellte sich heraus, daß )?as Kleinod herrlich schoß. X Frieda liebte im Grunde dieses Geknalle" nicht sehr und blieb oben in der Wohnung, während ihr Gatte den Revolver probirte.' Schatte -auch noch allerhand zu thun, Vasen mit Blumen zu füllen und auf der Tafel zu vertheilen und was dergleichen Wichtigreuen- meyr' waren; denn 'zum' Avenv wurden einsge, aiiU- Freunde "erwartet auch der Lieutenant' von Muh'. Fneda zupfte mit spitzen Fmgern in dem Blumenreichthum herum, der vor ihr auf dem Tisch lag;,d es Söm- --? ' . . r 11 c . t mff merszell war; gao es lauienveri!! Blüthen, darunter auch Akazien, deren schwülen Dust sie besonders liebte. Und.währendjie die gefüllten Vasen auf der Abendtafel vertheilt monolögisirte sie in Gedanken: Gott, wenn doch Martin nur nicht so lächerlich eifersüchtig wäre! 'Jetzt habe ich zum Beweise, daß. ich roährend seiner Borsenstunden ' wirklich nichts Böses thue, diese unglaubliche bulgarische Leinenstickerei selbstver.sntij.t-j. .: Scheußlich bunt, Pakt gar nicht auf seinen Tisch. die Stickertmhat jnir außerdem einen enormen P'ieZs dafür abgenommen, 'und dabei pSit tl doch viel amüsanter, mit Emmu.rädzufahren, als hier allein zu sitzen 'und zu. sticken.- - Als eine Stunde später Wt Gäste eintrafen und den heute! so'!.i.'beräuS strahlendenHausherrn begtpt..watf Frieda einen verstohlen:.! - Jl! auf Herrn von Mutz. SEUtl'i. 'tv ieute, wieder so unausstehlit7.'.7:'.7Fisch sein? Denn was diesertzn i vseufzern, halben Sätzen und- atfgeSriÄcnen Andeutungen leistete, daö war garnicht fnnm . . ', 1 g- iö" , . Herr von Mutz warn MdDrschie-. nen. well er fand, datier' faöS ta-dellos-darin aussähe. Auch Emmy war. da. Friedas intimste Freundin.
Fräulein Emniy war vermögend';' sie lebte mit einer älteren' Verwandten zusammen, die die Äolle einer Anstandsstatistin . vortrefflich ausfüllte. Sie tanzte, ritt und radelte brillant.' : Sie führte eine glänzende Unterhaltung, ohne jemals die weibliche Zartheit zu vergessen, iund sie war im Ganzen genommen das Ideal der kleinen thörichten Frieda,' die sie imitirte, ohne an den Spruch zu denken :eines schickt sich nicht sür Alle. . , Heute Abend merkte Emmy, daß irgend' etwas . nicht in Ordnung war. Herr Schmidt war harmlos vergnügt, der Lieutenant ebenfalls heiterer als sonst' .Frieda unruhiger da war doch-nicht etwa irgend eine Unvorsichtigkeit der jungen Frau im Werke, oder gar schön passirt? Sie wollte
doch gleich einmal sondiren: Was für eme, hübsche Kravattennadel Sie da haben, Herr von Mutz!" begann sie, um das Gespräch einzuleiten." Sie wüßte nicht, , daß Martin hinter ihr stand, der jedes Wort hören konnte ' - Janicht wahr? Sehr hübsch! Einfach tadellos.-' .' Weshalb dieser Mutz nun wieder so verlegen ist?-' dachte Ma "m, der mit dem immer, bereiten Argwohn' der heimlich Eifersüchtigen den.. schlanken Krieger in Civil beobachtete.'' ,Ha! Welch 1 fürchterliche Ideenoerbinoung kam ihm' da. plötzlich! Die Perle der Mensch wurde ja offenbqr verlegen wegen der Perle! Und diese 'birnenförmige Perle hatte solche merkwürdige AehnNchkeit mit der anderen' Perle, die er' einmal Frieda geschenkt.' und die sie 'meinte sich letzt! ganz deutlich zu entsinnen seit :inigen Tagen nicht mehr getragen Gott, o Gott! .' . Er gmg quer durch' das Zimmer 'auf seine Frau' ?u. die'durch sein Kommen sichtlich unangenehm berührt wurde. crrt' i fjt.' r ' . i o v uas icy lagen. wome, leocyen . es ist mir schon vorhin beim Abendbrot aufgefallen wo hast Du denn Deine Perle?- . ' ..Welche Perle denn, Martin? Geh doch zu Deinen Gästen und' störe mich lilcht. ich will hier die Liqueure aussuchen.- . 1 . . - Hieran - der Palmenecke? Na hör' mal.'Dü bist komisch. . Du kannst mir doch .sagen) wo .dle.Perle ist? Die unge, -die Du immer an dem Kettenüng getragen hast? Immer! Gott, wie Du redest. Ich habe die Perle durchaus nicht immer getragen heut zum Beispiel trage ich sie Nicht, wie Du siehst. .- .: . Ja. ich sehe es. Und ich sehe auch. daß Du sehr blaß bist und daß Du, daß der Frieda.Frieda, um Gotteswill:,. zeige mir die Perle!- ,Sie sah ihn mit großen, verständnißlosen Augen an. . , Ich begreife Dich nicht.' Martin. Du wärst doch eben noch so vergnügt 'und bitte, ich kann Dir die Perle zetzt Nicht zeigen.Er trat dicht auf sie zu.' Seine Augen flammten und er ergriff sie beim Handgelenk. ..Wenn Du mir aber heute Abend nicht die .Perle zeigen kannst, ' bei Gott, Frieda, der Revolver, den Du mir heut geschenkt hast, der soll mir dann bald gute Dienste thun!" Frieda wurde so weiß wie ein Stück Papier, weniger wegen der Drohung selbst, als weil sie das Beleidigende seiner Wuth herausfühlte, i Du bist wahnsinnig sagte sie ralt und ohne ihn auch nur anzusehen geh zu Deinen Gasten und blamne uns nicht Beide.Damit rauschte sie an ihm vorüber und auf Emmy zu, die soeben in em fröhliches Gelächter ausgebrochen war. Ich gratuiire!" rief ste, indem ne dem Lieutenant ihre lange, schckale Rechte reichte, jetzt versteh' ich ihren Stimmunaswechsel!Der arme Martin, der eben aus der Palmenecke, wo er nun so allein garnichts mehr zu suchen hatte.hervorkam. horte dieses Lachen und lay oen, wie er meinte, spöttischen, triumphirenden Blick, den ihm diese Mondaine-, '.wie er Emmy tadelnd zu nennen Pflegte, zuwarf! - ...Er wußte K daß sie Alles wußte! Er wußte auch, daß sie wußte, daß er das Alles wußte! - Und da saß fitin seinem Salon und lachte ihn; in's. Gesicht, weil ihr währ, scheinlich eben Herr von Mutz die pikante Geschichte seiner Kravattennjdel erzählt hatte; natürlich ohneNameii zu nennen! Oh, er kannte diese Art Discretion. Emmy indessen sah daS bestürzte. zornigeGesichtchen .ihrer kleinen Freundin und.erhob sich, um theilnehmenV zu ihr zu treten: , . ' . Was ist denn los, Kindchen? Hat Othello wieder gewüthet?- ... 1 O Gott, Emmy, ich. glaube, er ist verrückt geworden! Und bei allebem habe ich solch gräßliches Pech denke Dir blos. . Martins Perle ist fort. ich habe sie verloren." n Das ist allerdings ärgerlich. Wann denn, Kleiüe?-: .IS weiß nickt.' Vielleicht beüt früh beim Radfahren. Aber ich kann es. ihm doch nicht sagen. 'er denkt doch. daß ich .'immer den ganjen Vormittag zu Hause gesessen habe',- ' i Emmys Gesicht wurde sehr ernst.' Du hast ihn doch nicht hejoaen. Frieda?-' .: ' ( .Veloaen! 'Was! für ein Wirt! Rausgeschwindelt habe ich mich ein bischen er hätte mir ja nie erlaubt zu radeln. . .Aber Frieda'.- " Na was denn!, Nu fang Du quch noch an! Als ob ich eme Verbrecherin iDClItli'''1-" v.i t . .?:Jn diesem Augenblickerhob sich 'der Lieutenant und schwenkte aus die Da men zu.
Wie ein Blitz durchfubr Emmy ie Erkenntniß: Die Perle! Martin .denkt,
daß der Mensch die Perle von Frieda l7at! - - ! Wie aber ihn bekehren? Vielleicht war auch hier wieder volle Wahrheit das beste Mittel? ' .. , Lieber Herr Schmidt, einen Augenblick bitte ich um Gehör, . ich, habe j Ihnen eine Neuigkeit mitzutheilen:" Ehe. sie aber, wener reden konnte, wurde das' Dessert? . hereingelassen. nämlich Martin Schmidt junior, .ein vierjähriges Prachtstück", daö 'heute ausnahmsweise spät aufbleiben durfte. Er lief auf seine Mama zu, indem er ganz unzeremoniös rief: Mutti, ich hab' so ßöne Bumen desehn. tann ich die Bumen alle haben V Nun. ein paar läßt Du 'uns schon auch noch!" sagte Frieda.'deren kleines Herz beim Anblick ihres einzigen Glücks-,, wie sie den dicken Bengel m der Wehmuth ihrer Gedanken eiligst nannte, weich wurde. ' Ein Diener brachte soeben ein Brett mit Liqueuren, ein anderer etliche von den Blumenväsen herein, die er auf ein Seitentischchen stellte. ' Herr Schmidt,-. sagte' inzwischen Emmy' leise zu! diesem, eigentlich soll es noch ein Geheimniß .'bleiben aber Jhnen' därfich es ja sagen: Ihr alter Freund Mütz hat sich gestern mit der Tochter des Hofwurstfabrikanten Meyer verlobt.- , Was ist mir'Hekuba?- hätte beinah Martin gesagt. Aber er besann sich zur rechten Zeit und sagte nur: So?Ja, .und denken Sie, der reiche Schwiegervater in spe hat ihm sofort versprochen.' alle seine Schulden zu bezahlen und hat ihm zur Verlobung diese .prachtvolle Shlipsnadel geschenkt.V Hahahaha!- Ein unnatürlicheres Lachen war noch nie gelacht worden. Fräulein Emmy-,' sagte Martin unhöflich, wissen Sie was Sie thun? Sie thun mir leid!" , Herr Schmidt! Was wollen S'e damit sagen?" Ach seh. ach seh Mutti tuck mal die ßöneVume!" Herr Schmidt iumor lief m semem weißen Kittelchen durch den ganzen Salon auf Frieda zu. In der kleinen Faust hielt er ein Etwas, was er soeben aus einer Vase genommen. ... Aufmerksam sammelte man sich um das jubelnde Kind Das öffnete sein Händchen und heraus fiel eine einzelne Akazienbluthe und um' diese geschlivigen der Kettenring mit der Perle. Frieda stieß einen kleinen Schrei aus, aber dieser war echt und natürlich.' Dann sank sie in. emen Fauteutt unv noch einmal slhr blaß." Martin Schmidt der Aeltere stand da wie nun, wie ein .begossener Pudel. Wo hast Du das' her?" fragte er das Kind. Das hat der Fiß dort im Maul dehabt,- erklärte der Kleine, indem er auf die Majolikavase wies. Der Ring des Polykrates!- rief Martin, indem ihm glücklicher Weise zur Rettung der Situation ein Witz einfiel. Ihr Götter, das ist beinahe zu viel der Gnade!- - ' - Na. hören Sie mal,- rief Herr von Mutz, der inzwischen vermittelst sehr viel Bowle immer fröhlicher geworden war. ist das etwa ein Wink sür Ihre Gäste, daß sie nun nicht länger : bei Ihnen hsusen können? Mir graut noch gar nicht, im Gegentheil, fühle mich tadellos wohl bei Ihnen!" ', Frieda wußte nicht, ob sie weinen oder lachen sollte. Für diesmal sei Dir noch vetziehen." sagte sie später zu ihrem Gatten. Aber laß Dir's eine Warnung sein und schenke mir ein Zweirad.- f .Alles, was Du willst.- antwortete Herr Schmidt. Du sollst ein Rad haben und ich werde mir auch eineö kaufen, damit Du nicht allein zu fah ren brauchst . . . ." - T- EM man 'S versteht.: Stoffelbauer: Geht Dein Sohn immer noch so ungern in die Kirche? 'Wästlbauer:. Seit er auf. der Universität' ist. geht's, wie es scheint, besser;' er schrieb mir erst jüngst, jetzt gehe rr jeden Tag zur Frühmesse.. , . . Leicht g l u ck l i ch.' Frau: Der Ladenbesitzer nebenan hat mir gestern von. um Gattm erzählt, mt Leute scheinen sehr glücklich miteinander zu leben.' Mann: A Wunder, er fc.i v. m.fjc"ri c:. i trnj' 'jcj.' n. Vu w vicuyui, yiciiu : 'jjiuuajnn ic die Filiale droben in 'Königsberg.! da kann, man leia?k glücklich miteinander leben! . . . . , - . i . I , - ) " - ,. nrrv 4 1 : ,1a er iv.. ut v i gr iCCu vir u n g. Passagier ' (im .Eisenbahn Coupe, auf der Fahrt an einem Gebirg see entlang); '.Schaffners waS ift daS für ein Wasser?" .Condücteur: Weißnet i'.tcin!"s gaitze Jahr .kein's!" - Zart gegeben., Unteröfsi zier: Ihr Bengels. wenn ich kommantUt'i .Linkes Bein seitwärts streckt! müßt ihr dasteh'n nicht wie .'n verstei nettes Ä,ramvettyier. sondern wie ne junge Elfe im Mondenschein!",.. . ' Zur P ?obe. . Chef? ... . Sie reflectiren also auf den- va:anten Hausdienerposten; können Sie sich über Ihre Tüchtigkett ausweisen?- Haus knecht (auf den, Buchhalter. -zeigend): .Soll ch vielleicht' den dicken, faulen Kerl da 'mal 'naussameiben?' ÜtiitQÜA Lebenskraft tn irgend ei nem Theil eure Systems, oder ist euer Ner veniyftem zerrüttet durch unveise Lebensart oder irpend welch' Nriache ? Theilt mir eure Fehler mit und ich will euch gerne schreiben wa mir am Neinen half, da ich auch VUfe nothwendig batte. Ferner sende ich auch frei da skecept ein nnsachm Hausmittels, das mich rettete. . Verschiebt viüt aus Norgen.' vai'iZr heute thun sollt. Schreibt rnter veischw einer vriesmark sür Rück,Anrort an ThomaZ
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