Indiana Tribüne, Volume 20, Number 17, Indianapolis, Marion County, 4 October 1896 — Page 1
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v o h N. A k I w .' . r KY 0 A sV f$ rii r i s 1 Ai i W Vl w i IV o vX vy OAy v Offlee : No. 18 Oüb Mabama Stratze. Jahrgang 30. Indianapolis, Zndiano, Sonntag, öen 4- Oktober 1896 No. 17
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Großer MasKenvaU gegeben von drm
W&iii&MMmM - in der Mozart-Halle ! am Donnerstag, den 3. Oktober. intritt 25c die Person. Sozialistisch. Sängerbund. Sonntag, den 18. Oktober '96, Großes Conzert mit humoristischen Aufführungen t der Mozart - Halle ! nfang 8 Uhr. Eintritt für Herr und Dame 25 Cents. Jede weitere Dame 16 Centö. Schwoba Kirbe gegeben vo dem Mitta UkMW?W in der Mozart-Halle, 0 Montag, 19. Oktober 1896. Eintritt : Herr und Dame 60c. Jede weitere Dame . . 25c. Zur Aufführung kommt: Der schwäbische Gemeinderath von Buaba norbuö wird o.e h und Silber frage erledigen. Georgs JBLerrraanD ZsichenbepaAev, Office : 26 Süd Delawareftr. Ställe : 120, 122, 124, 128, 123 Oft Pearljk TelkVdcn 911 Offen Tag und Nacht. ImglUchichlell. Sisenbahn-Ueberfall. Denver, Col., 3. Oktbr. Sine Depesche aus Albuquerque. N. M., meldet: An der Brücke über den Rio Puereo, etwa 30 Meilen von hier, wurde gestern Abend der ach Osten gehende Passagierzug No.2 von Maikirten überfallen, als er soeben die datiern verlassen hatte. Die Räuber forderten den Sroreßdotea auf, seinen Waggon zu öffnen und eine allgemeine güftlade hielt die Passagiere in Schach. Sine spätere Depesche sagt, der Srpießbote halte sich in seinem Waggon eingeschlossen und die Atlantic und Pacche Company werde einen Spez'alzug nach dem Schauplatz des Ueberfalls senden. Um 10 Uhr 10 Minuten meldete eine Depesche, daß Col. Loung, einer der Räuber, erschossen sei. Alb die Räuber auf die Maschine sprangen und den Maschinisten und seinen Heizer zwangen, die Maschine loszukoppeln, mischte sich der aus dem Westen heimkehrende Hülfs - BundeSmarschall LoomiS ein, vnd schoß Founz auf der Stelle nieder. Auch die Räuber begannen zu schießen. und zertrümmerten eine Laterne, welche sin Bremse? in der Hand hielt. Gesüchtveile perlaufet, daß mehrere anjiere Personen erschossen wcirven find, hoch ig die? nicht verbsirgt. Mo Puerco ist nur eine Wasserstation und hat keine telegraphische Verbindung. Die Röuher sollen Maschine und Ezpreßwagen mehrere hundert gards wett gefahren haben uno der Puapenmann will eine 8jplofloa gehört haben, voraus man schließt, daß die Räuber den Szpreß wagen in die Luft gesprengt haben. Maschinist Roß wurde von der Ma schine geholt und von einem der Räuder bewacht. Der Name Nationale dem. Partei." New Sork, 3. Okt. Vorfitzender Danforth vom popokratischen Staats
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comite erklärte heute, daß man gerichtliche Schritte thun wird, um den Gold-
demokraten die Benutzung deö NamenSnationale demokratische Partei zu ver- ' bieten. Da beim Staatssekretär ge. stern die NominationS - Certlfikaten der Kandidaten der nationalen demokratischen Partei eingereicht worden find, so muß der Einspruch gesetzlich in drei Tagen erHoden werden. Herr Danforth behauptet auch, daß Senator Gorman sich dem Staatöcomite zur Verfügung gestellt hat. Ein Gegner BryanS. Cincinnati, 3. Oktbr. Eine Depesche auS Wheeling. W. Va.. sagt: Gestern Abend während der BryanParade versuchte ein Unbekannter den Kandidaten thätlich anzugreifen. Er Kürzte mit einem ftluch auf Bryan's Wagen zu, wurde aber durch den Hieb eine Polizisten zurückgehal'en und verschwand in der Menge. IHM Gefechte in Cu b a. Ha v ana, 3. Okt. General Melguizo machte am Dienstag, unterstützt von den Obersten Hernandez, Frances und Romero, von Mantua. Provinz Pinar del Rio, auö einen Ang'lff auf die Insurgenten unter Antonio Ma ceo. Hernandez ging auf TumbaS de Torino vor, griff an und warf Ma ceo' Truppen aus ihren Stellungen, nach einer Stunde konzentrirte sich de? ieind von Neuem und es begann ein harter Kampf, der bis zum Abend dauerte. Die Spanier drangen schrittweise vor und trieben die Insurgenten vor sich hin, obgleich strömender Regen die Situation sehr erschwerte. Am folgenden Morgen wurde der Angriff wieder aufgenommen, und obgleich die Insurgenten aus nächster Nähe vier Kanonenschüsse abgaben, mußten sie doch weichen, und die Spanier besetzten hre Stellung. Oberst FranreS drang nach Manajo vor und vertrieb den Feind mit gefälltem Bajonet. 3n beiden Tressen verloren die Jnsurgenten 80 Mann an Todten, über 200 an Verwundeten und große Quantitäten Waffen und Munition. Auf spanischer Seite sielen 11 Mann und Major Jzquierdo und 86 Mann wurden verwundet. Der Dampfer Juan" landete hier heute 40 Offiziere und 1200 Mann Verstärkungen auö Spanien. Brauer Betz beim Papst. Rom. 3. Okt. Der Papst empfing gestern in Audienz den Bierbrauerund Millionär, Herrn John F. Betz, sr.. auS Philadelphia, welcher ihm einen großen Geldbetrag überbrachte. Herr Betz ist Lutheraner, aber ein sehr liberaler Mann. Seit einigen Monaten bereift er Europa. Die Untersuchung gegen Edward Bell. L o n d o n. 3. Okt. Der angebliche Dynamite Edvard I. Zvory. alias Edward Bell, vurde heute wiederum im Polizeigericht im Bow Street vorgeführt. Der Staatsanwalt war jedock nicht erschienen, und die Verhandlung wurde auf 8 Tage verschoben. JvoryS Anwalt meint, man werde die Anklage wegen Verschwörung fallen lassen, und dafür Beihülse zur Verschwörung substituiren. Was der Sultan verspricht Pari, 3. Okt. Da Journal deö Debatö bringt ein Interview eineö Franzosen mit dem Sultan in Conftantinopel vom letzten Sonntag, in welchem letzterer erklqrt hat, jeder Ci vil- oder Militär - Beamte, welchem Nachgewiesen werde, daß er während her jüngsten Metzeleien in Constanti, nopel seine Pff.cht nicht gethan habe, werde bestraft werden. Der Sultan soll auch gesagt haben, die Regierung werd, sich bemühen, schrittweise die Reformen einzuführen und er werde sich strikt an die Bestim. mungen des Berliner Vertrages hatten, obgleick einige der Türkei günstige Bestimmungen des Vertrages abfichtlich beiseite gesetzt worden seien. Die Bö ker Europa's vergäßen nur zu leicht, mit welchen Schwierigkeiten zum Beweise seines guten Willens er zu kämpfen habe. Die asiatischen Pro-
vinzen seine Reiches käme jede einzeln Frankreich an Größe gleich und einige Vilayetö hätten fast gar keme Ver-
kehrmittel. Auch müßte die Verschie-' denheit vr Racen, der Sprachen und Neigungen in Betracht gezogen werden. Der Sultan dekunoeke den lebh ft.'N Wun'ch, große Verbesserungen in seinem Reiche einzuführen und betonte, daß die Verlangsamung der Fortschritte auf die Unruhen de? Armenier zurückzuführen sei. Aus Hunger. von Hans Richter. Eine Minute lang war sie sprachlos, thatsächlich sprachlos, was bei einer sehr temperamentvollen zwanzigjährigen Dame jedenfalls einen ganz beträchtlichen Grad von Verblüffung be deutet. Wahrhaft zerschmetternd sahen ihre blauen Augen auf den Sünder nieder, der die Tragweite seines Verbrechens offenbar nicht ermaß, denn er schien in ungestörter Seelenruhe damit beschäftigt, kunstgerecht eine Cigarette zu drehen. Cigaretten drehen, nachdem nein, soweit konnte menschliche Verworfenheit nicht gehen; sie mußte sich verhört haben. So fragte sie noch einmal: Also Sie wollen nicht nach Australien zurückgehen?" Fast verwundert blickte er auf. Ich sagte es Ihnen ja soeben, daß die dortigen Verhältnisse Ihnen wahrscheinlich wenig behagen würden, und da ich Sie nicht nur zu heirathen, sondern auch glücklich zu machen wünsche, ziehe ich es vor, im alten Vaterlande unsern Hausstand zu gründen." Wahrhaftig, er hatte es gewagt, seine Unverschämtheit zu wiederholen, sie noch zu verschärfen. Erstens werde ich überhaupt niemals heirathen!" rief sie entrüstet. Zweitens heirathe ich nur einen Officier, drittens keinen Australier, viertens erwarte ich, daß mein Gatte in ritterlicher Galanterie und Liebe um mich wirbt und mir nicht so einmal gelegentlich sagt: .Hyren Sie, ich will Sie heirathen, fünftens wird nicht er mich, sondern ich werde ihn heirathen Aber liebe Gerda.Sie stampfte mit dem Fuß auf die Erde, sodaß er, der lang ausgestreckt - . cm ? . f tm t i. ' im Mvoie lag, gegen lyren AUlllen oie beste Gelegenheit erhielt, das durchbrochene Gewebe ihres seidenen Strum pfes zu bewundern. Ich heiße nicht Gerda, sondern Fräulein von Hausdorf, und übrigens kenne ich Sie gar nicht mehr, Mr. Ecke brecht, wonach Sie sich hoffentlich zu richten wissen." Gelassen hatte auch Eckebrecht sich erhoben. Sein tief gebräuntes und schon von feinen Runzln durchzogenes Gesicht wurde jetzt ernster, während er erwiderte: Liebe Gerda wahrhaf tig, in meinem Herzen werden Sie nie einen anderen Namen haben zehn Jahre habe ich in der ödesten Wildniß Gold gegraben und Ackerbau getrieben, Schafzucht vielmehr, nachdem im alten ' Vaterlande ein harter Schlag die Er ! stenz deö zwanzigjährigen Jünglings vernichtet hatte. Zehn Jahre bedenken Sie einmal zehn Jahre fern von aller Cultur, von gebildeten Menschen, von Frauen besonders, da geht manch Stückchen Schliff verloren. Unverbraucht und unverzettelt aber bleibt die heiße Gefühlskraft des Herzens. Das ist weich und unberührt geblieb.cn, . wie rauh auch meine Außenseite ge-' worden sein mag. Und da Sie so gütig gegen mich wildfremden Gesellen waren, da ich glaubte. Sie verständen mich, so ach. ich habe solch einen Hunger nach Glück und Liebe, ich habe auch nicht mehr viel Zeit zu verlieren." So eilen Sie, an eine andere Thür zu klopfen," sagte Gerda von Hausdorf, als er zum zweiten Male stockte, mit einem unbeschreiblich hochmüthigen und zierlichen Rümpfen der kleinen Nase. Ich bm durchaus mcht tjuiu grig auf Sie und habe noch sehr 'viej Zeit.". Sie raffte mit der Rechten Kleid auf und schritt leichtfüßig da-, hon. " I Eckebrecht hatte die Cigarette längst fallen lassen. Jetzt klopfte er sich mit dem Zeigesinger gegen die Stirn uniz hrummte einige Worte in den Ba.rt, welche noch kein Mensch in irgend einem Lexicon des feinen Tones gefunden hat. Vor einem Jahre war er nach Deutschland zurückgekehrt, um in Behaglichkeit die Früchte semer mühseligen Arbeit zu genießen. In dem kl,inen Gebirasdorfe, das er auf eine? Sußwanderung berührte, fesselte den nstäten plötzlich der Blick zweier' blauer Mädchenaugen. Dem Zuge der Zeit folgend, hatte ein spekulativer Gastwirth daS unbekannte Nest zu einem Luftkurort avan ciren lassen und wirklich hatte ein. Dutzend mehr mit Kindern als mit Gold gesegneter Familienväter auf den Köder der verlockenden Annonce an-
gedtsscn. Uebrigens war es in Buchengrün nicht schlechter, langweiliger und theurer als in tausend anderen Sommerfrischen, wie der pensionirte Major von Hausdorf dem Australier versicherte. Dieser Australier, der nie eine Rechnung bemängelte, täglich eine Flasche Wein trank, sich sogar Champagner hatte verschreiben lassen und hierdurch in den Geruch eines Nabobs gerathen wan, blieb nach wie vor die interessanteste Persönlichkeit deö Sommerfrisch-ler-Kreses, nur für Fräulein Gerda von Hausdorf schien er kaum noch zu ezistiren, nachdem er ihr seine allzusehr nach australischer Wildmß schmeckende Liebeserklärung zu Füßen gelegt hatte leider nicht knieend als galanter Ritter, sondern sehr bequem im Moose ausgestreckt. Wie sehr er sich den Korb zu Herzen nahm, blieb sein Geheimniß. Jedenfalls trank er seinen Wein noch mit augenscheinlichem Behagen und absolvirte ebenso täglich seine drei SchachPartien mildem Major, der übrigens in diesenTagen alle seine alten Schwadronsflüche hervorholte, um sie über die Weiberlaunen" auszuschütten, wobei er seinen jungen Freund inständigst beschwor, niemals zu heirathen, denn nicht nur die Frauen selbst, nein, auch die Kinder, diese Blitzmä dels. diese Krabben, die kaum die Nase in die Welt gesteckt - Alles Nägel zu Männersärgen," sagte Mr. Eckebrecht derständnißinnig, ohne den alten Herrn seinen Satz be enden zu lassen. Eines Tages geschah es, daß er bei einer seiner Bergwanderungen, vom Gewitter überrascht, in einer Hütte Schutz suchte, die Jäger und Holzarbeiter. zum gelegentlichen Unterschlupf errichtet hatten. Unheimliches Dunkel füllte den kleinen Raum, doch im Hintergrunde schimmerte gespensterhaft ein undeutliches Helles. Da flammte ein Blitzschein durch daS kleine Fensterchen, in das Krachen des Donners mischte sich der leise, klingende Aufschrei einer Mädchenstimme und der Australier sagte ruhig: T-.. Guten Tag, Fraulem Gerda.' ES ist mir außerordentlich angenehm, Sie hier zu treffen." Mir ist eS außerordentlich unangenehm," klang es scharf zurück. Uebrigens war ich vor Ihnen hier, besitze also das zeitweilige Hausrecht und bitte, mich zu verlassen." In den Regen hinaus wollen Sie mich schicken? Fräulein Gerda, Sie wissen, daß ich für Sie die Sonne vom Himmel herunterhole. Aber daß ich meinen neuen Panamahut verregnen lassen soll, dürfen Sie nicht verlangen. Uebrigens ist Ihre Nähe viel zu süß." So werde ich gehen." Bitte!" Trotz dieser freundlichen Genehmigung blieb das helle Kleid im Hintergründe unbeweglich. Inzwischen hatten sich Erbrechts Augen an die Dämmerung gewöhnt. Er erkannte einen schmerzlichen Zug auf dem hübschen, weichen Mädchenantlitz und fragte besorgt, ob ihr etwas zugestoßen. Ich habe mir den Fuß verstaucht. Fräulein Möller, die mit mir war. ist in's Dorf hinunter gegangen, um einen Wagen zu holen." Wann ist sie gegangen?" Bor eitler halben Stunde." Eine Stunde braucht sie zum Abstieg, anderthalb Stunden der Wagen, um herauf zu kommen, vorausgesetzt, daß Fräulein Möller nicht auch von dem Unwetter in einen Unterschlupf getrieben worden ist," constatirte der Australier ohne jede Spur eines Bedauerns. Aber das kommt davon, daß Sie mit leichtsinnigen Mädchen herumspringen, anstatt sich der sicheren Führung eines Mannes zu überlassen. Wenn Sie mich geheirathet hätten, wäre Ihnen das Malheur entschieden nicht passirt." Mr. Eckebrecht , . S Liebe Gerdas Empört wollte sie auffahren, sank aber mit einem halb unterdrückten Wehruf sofort wieder auf die Moosdank zurück. Sie mißbrauchen meine Wslosig keit." Ich bitte Sie, do.5 ist doch rein gar nichts gegen die Art und Weise, wie Sie meine Pardon, unsere Liebe mißbrauchten. Schon mehr als ein mal erlaubte ich mir, Sie daraus cwf merksam zu machen, daß ich volle dreiynddreißig $ahrt zähle, also nicht mehr viel ZeU haj& auf unser Glück zu parten..Schweigen Sie davon!.Wie Sie befehlen!" Er setzte sich am Eingang der Hütte nieder, nachdem er noch gefragt hatte, ob er ihr nasse Umschläge um den Fuß machen dürfe, welche Keckheit sie nur mit einem entrüsteten Kopsschütteln und emem wüthenden Blick zurückwies. Daö Gewitter war zu Ende, es hellte sich auf, doch der Regen hielt an. In langen gleichmäßigen Fäden strömte er nieder, als wollte er nimmer aufhören. Eine Stunde veraina. ohne daß die
Stille der HUtte von anderem unterbrochen wurde, als dem monotonen Rieseln und Plätschern der Regentropfen. Verstohlen blickte sie zu ihrem Genossen hinüber, der, als sei sie gar nicht vorhanden, in einem Reklame-Ba'nd-öhen las. Nein, abscheulich sah er eigentlich nicht aus, recht gutmüthig vielmehr, sogar hübsch, wenn auch schon Xn bischen verwittert. Aber aus dem glänzenden Offiziersleben, aus zusammengebrochenem Wohlstande heraus nach Australien, zehn Jahre Goldgrader und Schafzüchter spielen, ein Vermögen erarbeiten das ist doch eine Mannesthat, der man ein paar Fältchen und graue Haare zu gut halten kann. Und gutmüthig war er auch die Armen im Dorf wußten es; sogar die unerträglich langweiligen Geschichten der Kanzleiräthin hörte er geduldig mit lächelnder Miene an, nur weil die alte taube Frau sonst kein Vergnügen hatte. Jetzt öffnete er sein Ränzel und zog ein Packetchen mit belegten Butterbroten. eine kleine Flasche Wein und einen silbernen Becher hervor. Die bisber noch einigermaßen romantische Situation würde nun zu einer ganz prosaischen. Gerda befand sich in dem beneidenswerthen Besitz eines außerordentlich gesunden zwanzigjährigen Magens, sie war stundenlang bergauf, bergab gestiegen das Wasser lief ihr im Munde zusammen, während der Australier em Brotchen nach dem anderen unter seinen weißen Zähnen verschwinden ließ. Wahrhaftig, dieser barbarische Schafzuchter schien im Stande, alles aufzuessen, ohne ihr einen Bissen anzubieten! Hunger und Stolz geriethen in ein Duell, aus welchem der erstere als Sieger hervorging, wie das meistenteils geschieht. Herr Erbrecht!" klang es schüchtern aus dem Winkel hervor. Liebe Gerda?" fragte er emporschnellend. Jetzt schien sie die verhaßte Vertraulichkeit zu überhören. Würden Sie mir, gegen Bezahlung natürlich ein Brötchen überlassen?" Gegen Bezahlung nein, doch sonst sehr gem. Und da kauerte er auch schon neben ihr, legte ihr vor, goß ihr Wein in den kleinen silbernen Becher und plauderte dabei, als sei gar nichts zwischen ihnen vorgefallen. Er war doch kein Barbar, im Gegentheil wirklich gut und wie seine Augen so warm und treuherzig blickten! Ach, das schmeckt!" Sehen Sie nun, wie weh der Hunger thut und nun gar der Hunger nach einem Glück, nach" Eckebrecht unterbrach sich, denn Gerda war, das hübsche Gesicht in Purpurgluth getaucht, scheu beiseite gerückt, aber die Hand, die er gefaßt, entzog sie ihm doch nicht. Aus Hunger haben Sie mir ein freundliches Wort gegeben. Warum wollen Sie denn unsere Herzen verschmachten lassen?" Und plötzlich kam es ihr zum Bewußtsein, wie einsam und unzufrieden sie sich in den Tagen gefühlt hatte, in denen sie ihm aus dem Wege gegangen war, wie ihr Herz bei allem Mädchentrotz doch nach ihm verlangt. Liebe Gerda ..." da war auch sein gutesGesicht dem ihrigen schon so nahe, daß sie nicht mehr ausweichen konnte. Halb lachend, halb weinend stieß sie hervor: Nur aus Hunger." Und dann küßte er sich an den frischen Lippen satt. Grund. A.: Schaffen Sie sich Ihren bellenden Husten ab." B.: .Warum denn?" A.: Nun. sonst müssen Sie sich deshalb eine Hundesteuermarke lösen!" Neue Bezeichnung. Lehrer: Wie nennt man die Studenten noch?" Schüler: Musensöhne!Lehrer: Gut! Und Schulkinder?" Schüler: Elementarg,ister! Passend. Künstlerin: Lieder Doctor. ich bin gebeten worden, später etwas Klavier zu spielen, bitte rathen Sie mir. welck Bie ick wäblen soll.
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