Indiana Tribüne, Volume 20, Number 14, Indianapolis, Marion County, 1 October 1896 — Page 2

Jnvtana Tribüne.

Erscheint Täglich vud Somttag Die tägliche Tribüne- kostet durch len Trlger J (Senti per Woche, die SonntagS.TrbüeI SetZ per Woche. Leid uf xt 15 Sent ,,e, U Cent per IRfntt. Vr Post utzerhalb fco tedt zugeschickt in vrauISihlug V Vi luhr. onui 10 Süd Vlabama etraJe. Jndianapoltö, Ind., 1 Oktober 1896. Orles'e aus Deutschland. ' Von Wilhelm Kaufmann. . Dresden, Ende August. So lang hoch ob dem Thüringer Wald Des Kickelhahns Thurm steht. So lang um ihn der Weihrauchduft Der Tannen Harzluft weht. Blüh' die Gemeinde Gabelbach! Dies wünscht der Gemeindepoet! Jos. Vict. v. Scheffel. Eine gar merkwürdige Gemeinde ist es, die am Hange des Kickelhahns im Thüringer Walde mitten unter raufchenden immergrünenTannen ihr Dornicil errichtet hat. Eigentlich ist es gar keine Gemeinde im landläufigen Sinne des Wortes, aber das thut nichts. Jedenfalls behauptet sie, ei nes der ältesten Gemeinwesen Deutschlands zu sein und dabei die Höchstgelegene auf dem Thüringer Walde. Ihre Begründung führt aus das Jahr 933 zurück und ihr Stifter soll Niemand geringerer als der Kaiser Heinrich I. sein, der den Zunamen der Städteerbauet" führt. In der Gemeindechronik steht zu lesen, daß dieser Kaiser stch nach seinen Siegen über die Hunnen auf den Kickelhahn zurückgezogen hat und an der Stelle, wo zwei Bäche sich gabeln, in die Sommerfrische gegangen ist. Da er als Städteerbauer ein alter Gründer war, so hat er seine Freistunden gewiß zur Begründung der Gemeinde am gabelnden Bache benutzt. Zwar hat man dann viele hundert Jahre nichts von der Gemeinde vernommen und die Blätter der Chronik sind von 933 bis 1859 leer geblieben, um seit dem letztgenannten Jahre nur desto voller zu werden. Das Jahr 1859 sah nämlich ' die Reorganisationder Gemeinde, die seitdem ein sehr fideles Dasein fristet und weit übtr die- Grenzen Thüringens hinausbekannt geworden ist durch ihre Beziehungen zu Dichtern und Literaturgroßen. Die Gemeinde Gabelbach ist nämlich eine urgemüthliche Gesellschaft von Jlmenauer Herren und ihreHauptbestrebungen bestehen darin, das Fragezeichen hinter dem schönen Verse: O alte Burschenherrlichkeit, ' Wohintist Dir geschwunden ? überflüssig zu. .machen. Der Gemeindedorsitzende, Justizrath Schwanitz in Ilmenau, ist ein Jugendfreund und Studiengenossen Joseph Victor v. Scheffel's, und der Dichter des Ekkehard, des Gaudeamus und des Trompeters hat selbst gern unter den Gabelbachern geweilt und ist da mals auf sein Ersuchen hin einstimmig zum Gemeindepoeten ernannt worden. Dadurch aber ist die Gemeinde, welche während der ersten Jahre nach ihrer eorganljatton nur das Ansehen eines fidelen Stammtisches genoß, zu einer gewissen Bedeutung heraufgerückt und ha! Fühlung zu den literarischen Kreisen Deutschlands bekommen. Auch wird jetzt unter den Gabelsbacher Orisnachbarn die edle Poesie sorgsam gepflegt, und wenn aus diesem Kreise auch noch .kein besonders hervorragendes Werk in die Oeffentlichkeit gedrungen ist. so findet man doch in den unter dem Titel Gabelbachiana- gesam-. melten poetischen Schöpfungen manche lesenswerthe Dichtung. Sckeffel wurde in seinen letzten Lebensjahren durch Krankheit verhindert, an den Sitzungen der Gemeinde theilzunehmen, blieb aber mit den Mitgliedern in regem brieflichen Verkehr. Auch manch' schöes Lied ist aus Nudolfszell.und aus Karlsruhe (Scheffel's letztem Wohnorte) nach dem Bretterhäuschen am Kickelhahn geflogen und wird daselbst pietätvoll hinter GlaZ und Nahmen aufbewahrt, darunter auch das Gabelbacher Bundeslied, welches Scheffel in die letzte von ihm selbst noch besorgte Auflage seines Gaudeamus aufgenomnen hat. Es beginnt folgendermaßen: - Stolz ragt aus den Thüringer Tan- - nen Des Kickelhahns Haupt in das Land, Den Göthe in klassischem Griechisch Allektryogallona genannt. Vom Wald, wo das Lied Er gesungen: .Ob allen Gipfeln ist Ruh'". ' Da schaut eine kleine Gemeinde Stillfriedlich den Welthändeln zu. Und färbt di, gerodete Stelle Sich abendüoldsonnis'und klar Da sitzen sie all' an der Quelle Und bringen ein Rauchopfer dar Das Lied endet folgendermaßen: .Dem Butterbrot 'stets sich geselle Velag von geräücherter -Wurst, Niemalen versiegend Quelle Und nie der gemeindliche Durst. Dies wünscht seinen Thüringer Freunden Der ferne Gemeindepoet. ... Den zweimal im'Gäbclbachhäuse Der Kickelhahn sanfi angekräht.Von einem Wandersmann, den ich auf meinenSebirgstouren traf und der sich als .OrtZnachbar von Gabelbachalso als 'Mitglied der' feuchtfröhlichen Gemeinde entpuppte, war mir eine Einladung zur Theilnahme an einer der Sitzungen geworden. Leider konnte ich keinen Zöebrauch davon machen, weil der Spätzug von Ilmenau nach mei nem damaligen Domicil Elgenburg gerade dann abgeht, wenn ' es des Samstags Abends auf dem Gabelbacb gemüthlich zu werden beginnt.' Ich mußte mich deshalb, bei meinemBesuche des Gabelöbach. darauf' beschränken, das Kneipzimmer mit 'der NationalSallerie" zu mspic'.ren sowie in' den

Semeindestakuten zu blättern. Die Nationalgallerie" ist derartig angewachsen, daß alle Wände des verräu cherten Locals mit Bildern bedeckt sind. Seltene und werthvolle Sachen befin den sich darunter, namentlich viele Portraits aus der Zeit, zu welcher Göthe in dieser Gegend ein häufig kommender Gast. war. Dann 'findet man hier eine große Anzahl ScheffelBilder wM des Dichters Widmung. Darunter ist ein von A. von Warner's Künstlerhand gezeichnetes Lichtbild.

welches Scheffel als Wanderer, mit Ranzen. Schlapphu und Rec.enschirm, die Hose in den Stiefeln, darstellt, wie er sich anschickt, seinen Lieblingsberg, den Hohentwiel, zu besteigen. Darunter steht die Widmung: Mag lauern mag trauern, Wer will hinter Mauern Ich fahr' in die Welt. .... V. v. Scheffel. Der kleinen Gemeinde Gabelbach am Kickelhahn mein Weihnachtsgruß." Auch Bismarck, der Ehrenschulze der Gemeinde, ist an den Wänden vielfach vertreten, mit Bildern, Briefen und Andenken. Die Statuten der Gemeinde enthalten Hunderte von Paragraphen, über die Pflichten der Beamten, über die Besteuerung der Mitglieder, über die Verpachtung der hohen Jagd, der Seen und Teiche innerhalb des Gememdegebiets u. s. w. Aus den letzteren Quellen sind der Gemeinde noch niemals Gelder zugeflossen und auch die regelmäßige Besteuerung, welche in' eine Hundesteuer, in eine Klebesteuer (für Solche, die bis über 8 Uhr Abends im Stammlocale verweilen) und in eine Steuer für häusliche, freudige Ereignisse zerfällt, bringt nur wenig ein. Nur die Klebesteuer weist im Budget dieses Conviviums eine bemerkenswerthe Ziffer auf. In Folge dieser wenig erfreulichen Finanzlage sind für die Beamten geradezu erbärmlich kleine Gehälter ausgesetzt, welche Summen man den Beamten noch dazu regelmäßig schuldig bleibt. Ein wahrhaft fürstliches Gehalt ist dagegen dem Vereinspoeten zugedacht, eine haarsträubend hohe Summe, nur ist die Zahlungsstelle derselben nirgends vorgesehen. Außer dem Gemeindepoeten besitzt die Gemeinde einen Reichshistoriographen und zwar in der Person des bekannten Heroldes von Thüringens Schönheit, August Trinius. der die Verherrlichung seines Heimathlandes zu seiner Lebensaufgabe gemacht zu haben scheint. Man kann Trinius füglich den zweiten Entdecker Thüringens nennen. Sehr schwere Pflichten bringt das Amt des Gemeindevorsitzenden mit sich. Er muß jeden Sonnabend der erste und der letzte auf dem Gabelbach sein. Ferner muß er beide Fahnen vor dem Hause hissen, für trockenes Feuerholz, guten Trank und Speise die Verantwortlichkeit übernehmen. Schlechtes Bier muß er allein austrinken. Er darf nicht dulden, daß den Gästen Schnitte- verabfolgt werden. Er hat das gesammte Eigenthum der Gemeinde zu verwalten und die Stiftungen und Anlagen derselben zu beaufsichtigen.' Uebrigens stehen diesen Pflichten auch Rechte gegenüber. Der Vorsitzende darf steuerlos die Champagnerluft trinken, er darf sich verheirathen, sofern dies noch nicht geschehen sein sollte, er darf sogar eine Schwiegermutter besitzen und außerdem ist ihm die Nutznießung sämmtlicher das Gemeindehaus umschließenden Hop-sen-, Obst- und Rebengärten gestattet an die Tannen jedoch hat er nicht das mindeste Anrecht. Vor Beginn einer Sitzung reicht der Vorsitzende' jedem der ankommenden Ortsnachbarn einen Aufmunterungstrunk aus einer mit Nordhäuser gefällten und mitten auf dem Tische prangenden, gläsernen Trompete, die einst von Scheffel gestiftet worden ist. Der Vrakterer (Schnapfemster Qua lität, den einst der Dichter seinen Thüringer 'Freunden . direci aus dem schw.arzen Wallsifch p Askalon" zugeschickt hatte, ist leider längst ausgetrunken, und da die Bezugsquelle nicht zu ermitteln war. so begnügt man sich jetzt mit schlichtem Korn. Uebrigens ist daraus nicht etwa abzuleiten, daß die Gabelbacher dem Schnapscultus huldigen. Nur der Aufmunterungstrunk besteht aus jener Sorte" das Leib- und Nationalgetränk der G:meindemitglieder ist selbstverständlich Bier. Außer den regelmäßigen Sonnabendsitzungen wird im Spatherbst von der Gemeinde eine Kirmesse abgehalten, worauf im Januar noch eineNachkirmesse folgt. Diese Feste sind weit und breit im Thürwaer Lande berühmt und von Nah und Fern strömen dazu Gedichte ein. unter denen die druckfähigen, d..h. diejeniaen ohne aro-iesk-burleske Scherze, fedes Jahr einen stattlichen Band anfüllen. Das Hauptgedicht liefert natürlich immer der Vereinspoet, jetzt Rudolf Baumbach, der lustige Spielmann und fahrende Scholast. welcher sich in Meinwgen niedergelassen hat. Eins seiner Kirmesselieder mag hier folgen: Es schlafen die Kamine, die Buchen stehen kahl. Frau Holle streut Flocken auf HochWald und Thal, Allein unsreTannen schmückt ewi junges Grün" Und maifrische Blumen im Herzen uns blühn. Sitzt nieder, ihr Mannen, bereit ist die Bank, Geschwenkt sind die Kannen und lauter der Trank. Es keucht mit den Schüsseln ein blond, ' 'gezapftes Kind. Herr Schultheiß, nun zählet, ob alle kommen sind. Was schaut Ihr im Kreise so ernsthaft Euch um? Ach, mancher blieb ferne, für alle Zeiien stumm. Es weht um die Hade ein sanfter Gelsterbauch. Horch! Warte nur, balde ruhest Du ' auch! Laßt ruhen die Todten.', Dem Leben ... . sein Reckt!

Es leben die Alten, das fröhliche Ge fchlecht,

Es leben die Jungen mit sprossendem ' Bart, Es lebe das Leben, die frohe Gegenwart!" Der Gabelbach, die reizende Waldklause von Kickelhahn, liegt ungefähr 900 Ruft oberkalb Ilmenau und i n von dort aus bequem in einer guten i Stunde zu erreichen. Der Weg hinauf ist einer der schönsten, den man sich denken kann, ob man nun den WalvPfad gebt, der zuerst durch eine gut gepflegte Buchenallee und später durch dickten Tannenforst führt, oder die breite, sankt ansteigende Chaussee mit entzückenden Ausblicken auf die Waldberge und auf Ilmenau. Ob's regnet oder schneit oder ob die Sonne scheint, der Gabelbacker Ortsnachbar wandert jeden Samstag Nachmittag jener Waldklause zu und nach vollbrachter Sitzung bei Sternenllcht zurück, : . " . ' .. i wetterstarken Mannen verachten vas Fuhrwerk, und selbst die ganz alten Herren gestatten sich höchstens bei tiefern Schnee eme Heimvesorverung vermittels des Schlittens. Ob sich die Schneewand häuft zum Thurme, Die Mauer zittert vor dem Sturme, Ob Blitze zucken, Donner laut erkrach Wir wandern frohgemuth nach Gabelbach." so heißt es in einem der vielen schönen Bummellieder, welche diese fröhliche Gemeinde hervorgebracht hat; und auf der Titelseite des Liederbuches steht folgendes Geleitwort": .Die Monroe Doctrin wird häufig genannt. Hello! Was thut sie uns fröhlichen Zcchern? Ei. laßt doch den Dankees ihr Jankee land. Denn Gabelbach bleibt doch den Gabel bächern!- ' Demnach sind die Gabelbacher die einzigen Europäer, welche für die Monroe Doctrin das richtigeVerständnik kaben. Dafür soll nun auch ' im Yankeelande ihr Lob erklingen, zugleich mit der Versickeruna. vad es oruven iiber'm Meere viele, viele Tausende von verwandten Seelen gibt, welche ver Gemeinde langes Leben und fröhliches Gedeihen wünschen. Sicherlich werden die Gabelbächer um ihr Gabelbach, um ihre Champagnerluft, um ihre Stimmung id um ihre Lebensfreudigkeit nirgends stärker und aufrichtiger - beneidet, als in dem temperenzgequälten Aankeelande. Zum Schluß noch den sinnigen Gruß, der über der Emgangsthür des Gabelbachhäuschens steht. Er ist von Göthe aus dem Lateinischen üb'ersetzt und lautet: ' Freudig trete herein und froh entferne Dich wieder. Ziehst Du als Wandrer vorbei, segne die Pfade Dir Gott!Camp Meetings im Lüden Wenn der Sommer zur Rüste geht und die Früchte von Garten wie Feld eingeheimst sind, beginnt für dieLandbevölkerung des Südens die Zeit der Camp - Meetings. Alt und Jung sieht denselben mit sehnenden Verlangen kntgegen, denn sie bilden gewissermaßen die einzigen Oasen in der Wüste ihres einförmigen Daseins. Die gutenHausfrauen sind in Küche und Keller geschäftig. um gewaltige Mengen von Mundvorräthen für ihre Lieben zu bereiten; die Männer bessern die primitiven Hütten aus, welche ihnen während des Camp-Meetinq ein dürftiges Obdach gewähren: das Tabernakel, in welchem aebetet und gepredigt wird, unterziehen geschäftige Hände den nöthigen Reparaturen und daS junge Volk unterwirft seine bescheidene Garderobe einer kritischen Musterung, da der lose Schelm Amor auch dort sein munteres Spiel treibt. DieCamp-Mee-tinqs dienen in erster Linie freilich der religiösen Erbauung der naiven Landleute, aber es wird von den Vätern dort auch wacker politisirt, von den Müttern geklatscht und von der erwachsenen Jugend poussirt. Eines der be sucktesten Camp Meetings wird aus demselben Platze abgehalten, den Gen Longstreet in seinem amüsanten Buche Georgia Scenes" in meisterhafter Weise geschildert hat; derselbe ist an dem pittoresken Ufer ines Flüßchens bei Jacksonboro Bridge unweit vom Savannahfluß belegen. Das geräumige Tabernakel ist nichts weiter als ein gewaltiger Schuppe.:, dessen Fußboden die Mutter Erde bildet. Auf beiden Seiten dieses Tabernakels befinden sich enge Reihen von Bretterbänken, in der Mitte einen weitenGang freilassend, an dessen Ende eine hohe, aber primitive Kanzel errichtet ist. Dieser Gang scheidet die Geschlechter. denn ein ungeschriebenes, von Alters her überkommenes Gesetz lt stimmt, daß während der Gebetsversammlungen die Männlein von den Weiblein getrennt sein sollen. Freilich gehört es nicht zu den Seltenheiten,daß ein junger Fant sich Abends auf die Frauenseite stiehlt, um in einer dunkeln Ecke seiner Dulcinea nahe zu sein. Wehe aber dem armen Schelme, wenn er entdeckt wird! Ohne Erbarmen wird er vor die Gemeinde citirt und dann werden ihm die Leviten gelesen, daß es nur so seine Art hat. Ein zweites Mal versündigt sich der also Getadelte gegen die Etiquette gewiß nicht. Um das Tabernakel gruppiren sich die primitiven Hütten, in denen daö Volk einen nothdürftigen Unterschlupf findet. Von irgend welckem Comfort ist in diesen Hütteu nicht die Rede, Sie sind durch mannshohe Bretterwände in zwei Räu me getheilt, zwischen denen sich eine Halle befindet und von denen der eine den Frauen und der ande den Männern als Schlafgemach dient. Auch in diesen Hütten bildet Mutter Erde den Fußboden und . d-n Fenstern ist keine Spur zu nur die Riken in den Wänd:.: und in

ae gewayren-Lutt und Lickt einen mehr als' beschränkten Zugang. Stühle wie Bettstellen glänzen durch Abwesenheit, die Schlafstätten werden vielmehr mit Matratzen -und Decken auf tischähnlichen Brettergerüsten hergerichtet und, wie Heringe zusammengepackt, pflegen dort die guten Leute in drangvoller Enge der Ruhe. Zur Nachtzeit pfeift der kühle Wind.durch die Ritzen wie Löcher sein monotones Lieh und sorgt dafür, aß die Bewohnn stets einen neuen Schnupfen- bekommen, wenn .der alte im Schwinden ist. Die Halle zwischen den -Schlafgemächern dient als Sveise,immer. dock verdient

sie diesen Namen eigentlich nicht,' da es, auch dort an Stuhlen gevncht. Zu. betden Seiten eines langen und schmalen Tisches befinden sich lehnenlose Bänke, auf denen Platz zu nehmen ein alte batisches Kunststück ist. Wenn die Essenszeit gekommen ist, forminn sich die HUttenbewohner in zwei Reihen und zwängen sich zwischen Tich und Bank auf ibre Vläke. die sie wiederum nur verlassen können, indem sie die schwere Bank aus em gegebenes Zei-. chen zusammen aufheben. Das Bereiten der Mahlzeiten. ist eme Hauptbeschäftigung, denn die Leutchen - sind sämmtlich mit einem vorzügltch?n Appetit gesegnet. Gekocht wird vom' frühen Morgen bis späten Abend, hinter jeder Hütte an kleinen Holzfeuern und unaufhörlich sind alte Negerinnen mit dem Kochen und Sieden beschäftigt ; außer den mitgebrachten Fleischspeisen bilden Berge von Reis, Süßkartoffeln und Hominy' die Nahrung und Fluthen von Kaffee das Getränk. Von den Feuern erheben sich schwarze, dicke Rauchwolken, die sich über das ganze Camp verbreiten, doch das ficht die Leute nicht an. . Nun muh man nicht wähnen, daß alle .an diesen Camp Meetings theilnehmenden Methodisten (um diese handelt es sich ausschließlich) allen Gebets - Versammlungen beiwohnen; die weniger Eifrigen begnügen sich mit drei bis vier an einem Tage, einzelne vielleicht sogar mit einer einzigen. Besonders die jungen Burschen undMädchm schwänzen- gerne und amüsiren sich mit improvisirten Pferderennen, Bootfahrten u. s. w. Die Väter debattiren über Politik und Baumwollenpreise; die Mütter klatschen an einem versteckten Plätzchen, wobei sie heimlich den geliebten Kautabak zum Munde führen und die Kleinen tummeln sich im Wasser, im Adamscostüm natürlich. Diesen irrenden Schafen paßt aber Missionsprediger emsig auf und erwischt er solche, da bringt er sie im Triumph nach dem Tabernakel zurück. Ein Tagesereignist ist es, wenn eine Bekehrung" stattfindet. Unter allgemeinem Händeklatschen und Hallelusah wird der Sünder-, nachdem er stundenlang geweint und gebetet hat, begrüßt und alle Hände strecken sich dem geretteten Bruder" entgegen. In dieser Weise fließen die Tage im Camp - Meeting dahin und wenn der Morgen des Aufbruchs tagt und die Leute in ihren mit Maulthieren bespannten Wagen der Heimath zustreben. gibt es sicherlich Niemanden, der nicht mit Bedauern von der idyllischen Stätte scheidet. Deutsche LokalMachrichten. iZrcie Stadt?. Bremen. Das Domgeläute ist jetzt vollständig, nachdem die sechste Glocke, Felicitas-, eingefügt worden ist. Das kürzlich abgehaltene Probeläuten ergab, daß alle Glocken rich:!g abgestimmt sind und zwar auf ges, k, des, b und ges. In Gegenwart dcö Domorganisten Nößler wurde der Zusammenklang beim Lauten von nur drei und vier und zum Schluß von allen sechs Glocken geprüft. Er cntsprach den Erwartungen. Hamburg. Die englischen Gewcrkschastsführer Tom Mann und Wilson werden demnächst hier eintressen; es soll, wie es heißt, ein großer il'ternaticnaler Ausstand der Seeleute vorbereitet werden. Aus Brüssel meldet das B. T.-; Die Antwerper Polizei verhaftete mehrere Abgesandte der englischenGewerkvereine wegen so? cialistischer Umtriebe unter den . Antwerpcner Hafenarbeitern. in Gegenwart einer nach vielen Tausenden zählenden Zuschauermenge fand hier der Stapellauf des neuen Lloyddamvsers Barbarossa", des größten Schisfes, das bisher auf einer Hamburger Werft erbaut worden ist, statt. Der Barbarossa- hat 525 Fuß .Länge, 60 Fuß Breite. 38 Fuß Raumtiefe. Der Raumgehalt beträgt 10.000, das Deplacement 17,700 Tonnen. Oldenburg. O l d e n b u r g. Eine große Freude hat Fortuna vier Arbeitern von hie: vor einigen Tagen gemacht. Dieselben spielten zusammen ein Loos einer auswärtigen Lotterie. Auf ihren Antheil fiele reichlich 4000 Mk., so daß die Glücksgöttin also jeden mit reichlich 1000 Mk. bedacht hat. Thüringen. Frankenhausen am Kyffhauser. Hier wird am 1. Oktober d. I. ein Technikum für Hoch-.. Tief- und Maschinenbau errichtet werden. Greiz. Neben dem Kaiser- und Bismarck-Denkmal wird die hiesige Ctadt auch ein Moltke-Denkmal erhalten. H e r p f. Hier kann man die Kartoffel als Spalierpflanze verwendet sehcn. Sie soll auch so sehr gut tragen. Ruhla. Dem Componisten deS Thüringer Volksliedes ist hier auf dem Gothaischen Friedhof ein Gedenkstein errichtet worden, der die Inschrift zeigt: Georg Heinrich Lux, Organist zu Ruhla, Componist des Thüringer Volksliedes Ach, wie ist's möglich dann",' geboren den 2. Februar 177O, gestorhen den IS. Januar 1861.- . . Sonneher g: Tausend sleiß'gt Hände regen, helfen sich xn munter Bund Dieses Citat aus Schillers Glocke charakterisirt so recht die sich sn unseren Spielwaaren- und Puppenez? portgeschäften gegenwärtig zeigende Rührigkeit. Bis spät in. die Nacht hinein ist man njchj nur jg den SfSibxu

len selbst, sondern auch noch tm Hauie thätig, um die ietzt auf dem Höhepunkt angelangte- Geschäftszeit auszunutzen und die ewgegangenen Aufträge pünk!lich und correct auszuführen. Sachsen.

' Dresden. Während der Kaisertage, in Dresden sind keine Ausschreitngen vorgekommen. Das Publikum bewahrte wie lmmer bei solchen Anlassrn eine musterhafte Ordnung und untcrstützte die Polizeibeamten vielfach in der Ausübung ihres schweren Bcrufs. Das als Nachfeier des Sedanfestes gedachte Gauturnfest des Dresdener Turngaues nahm im Großen Gehege auf einem geräumigen, bunt.bewimpelten' Wiesenplane einen wohlgelungenen Verlauf. An den Eisenstabübungen betheiligten sich 627 Turner. 'Diesem folgte das Vereinswettturnen von 57 Riegen in drei Abtheilungen mit 541 Turnern, deren jede 20 Minuten Zeit hatte und wobei zu jeder Riege zwei Kampfrichter abgeordnet wurden, worauf die Jugendabtheilungen und Gäste in 18 Riegen turnten. Als Gäste waren auch mehrere öfterreichische Vereine aus Aussig. Bodenbach, Rumburg. Reichenberg und Teplitz zugegen. Die zahlreich erschienenen Zuschauer, welche den Platz umdrängten, unterhielten- sich trefflich über das Fußballspiel des Dresdener Turnlehrer-Vereins. Die lebhafteste Aufmerksamkeit spendete man jedoch dem sich, gegen 6 Uhr anschließenden Wettlauf, an dem 164 Mann sich betheiligten. M e e r a n e. An übermäßigem Genuß von Branntwein ist hier ein 10 Jahre "alter Knabe gestorben. Der Knabe hatte sich mit anderen Jungen in die Niederlage, eines Materialwa. ren-H'andlers eingeschlichen und dort von' einem Faß Nordhäuser so lange getrunken, bis er besinnungslos liegen blieb. . . .. . . GroMerzogthum Hessen. Heddesheim.Bei dem in Gorrheim stattgefundenen ConcurrenzPreisschießen hat sich besonders dr Heddesheimer Schützenverein ausg?zeichnet. Von 19 zur Vertheilung gelangenden Preisen errangen sich die Mitglieder dieses Vereins 18. und zwar die 18 ersten Preise; und nur allein der 19. wurde dem Verein am Platze überlassen. Einen außerordentlichen Erfolg hatte an diesem Tag Herr Schmiedmeister Nik. Jöst von Heddesheim zu verzeichnen; derselbe hatte sich den ersten Preis und sechs weitere-herausgeschossen. Kastel. Holzhändler Messerschmitt hier erhielt eine Schiffsladung amerikanischer Holzstämme, die durch ihre Dicke und Gewicht Erstaunen erregen. Ein Stamm wiegt 180 Centner. Mainz. Im verflossenen Monat Jrni wurden hier 12.540 Hektoliter Wein gegen 10,500 Hektoliter im gleichcn Monat des Vorjahres eingeführt. 22.381 - Hektoliter waren Weine in Fässern und 159 Hektoliter waren Flaschenweine. Im Juli war die Einfuhr bedeutend geringer als im Parallelmonat des vorigen Jahres, indem im Jahre Z 895 9753 Hektoliter und in diesem Jahr nur 6272 Hektoliter eingeführt wurden.' An Faßweinen betrug die Einfuhr im Juli dieses Jahres 6093' Hektoliter und an Flaschenweinen 174 Hektoliter. Das alte Weinrestaurant von Wilhelm Kerz, Holzstwße No. 2, nebst der seit drei JahrHunderten bestehenden Vierwirthschaft Zum Schifferstein", ging für 160.600 M. an Georg Kirsch (Stadt Frankfurt) über. Der Käufer übernimmt das aus etwa 60 Stück bestehende Weinlager. Bayern. Nürnberg. Der Fremdenvzrkehr in Nürnberg war Anfangs Septcmber so stark, daß z. B. im bekannten Aratwurstglöckl!" an einem Sonntag nicht weniger denn 10,000 Würstel Verzehrt wurden, bei den engen Räumllchkeiten des Restaurants eine kaum glaubliche Leistung. Am 4. Septemder gelangte die neue Auflage der offikiellen Postkarte mit Ausstellungs-An-sicht zur Ausgabe. In einer halben Stunde waren die eingetroffenen 15,000 Stück vergriffen! Pussentheim. An die G;meindeverwaltung gelangte vor Kurzem eine Postkarte des Inhalts, daß demnächst über 600 Mann des 9. Ins., Reg. dort mit Verpflegung einquartirt Würden. Die " ganze Gemeinde traf Vorkehrungen, um : die Soldaten gehörig zu empfangen; aber als der Tag erschien, an dem daö Militär eintreffen sollte, kam Niemand. Ein Witzbold hatte sich jedenfalls mit der Gemeinde einen schlechten Witz" machen wollen, leider aber dadurch die Wirthe und viele. Leute schwer geschädigt. , Verschiedenes. Garmisch. Hier ist der Jntendantur-Secretär Anton Dostler aus München im Höllenthale abgestürzt und war sofort eine Leiche. Ke m p t e n. Die Brauerei zum Lamm" in der Gerbergasse ging durch Kauf-in den Besitz des Herrn Bierbrauereibesitzers Weixler zumEngel" über. Landsberg. Hier brach im Oekonomiegebäude der Frau Diener (Kratzerbrauerei) Feuer aus, welches das große Gebäude vollständig pernichtete. Rhcillpfalz. AnnweZZer. Um die altehrwürdige Burgruine Trifels vor allenfallsigem Einstürzen zu bewahren, werden dort in nächster Zeit Renovationsarbciten vorgenommen; die hierfür b:nöthigte Summe beläuft sich auf üb:r 8000 Mark. Germersheim. Radfahrer Neuhofer von hier fuhr auf der Straße nach Lingenfeld in einen ihm entgegenkommenden Bierwagen, wurde üb.'?fahren und blieb sofort todt. Das Ur.tersuchungsgericht stellte fest, daß beide Vierfuhren vorschriftsmäßig mit Licht versehen waren, während der Radfahrer ohne Laterne radelte. Württemberg. Nürtingen. Unsere etwa 40k Jahre alte Städt'kirche wurde in den letzten 1 Jahren. einer gründlichen inneren und äußeren Verbesserung unterworfen. was einen Kostenaufwand

von ungefähr 100.000 Mark erforderte. R e u t l i n g e n. Hier wurde der verheirathete Färber Friedrich Heinlich von hier vor seiner Wohnung in der Metzgerstraße von einem ledigen Eisendreher, mit dem er kurz zuvor in einer Wirthschaft Streit gehabt hatte, binterrücks überfallen und durch Messcrstiche in den Rücken und in dieHerzgegend so schwer verletzt.daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Uhlbach. Hoch erfreut wurden die Robert Seiffer.Weingärtners Eheleute dahier. dadurch, daß der König bei der Geburt des achten lebenden Knaben die Pathensielle übernommen hat und auch ein ansehnliches Pathengeschenk überreichen ließ. In E b e r-st a d t schnitt die 18jährige Tochter eines hiesigen Schuhmachers sich mit einem Rasirmesser den Hals ab. Licbesgram soll das Motiv sein. P l o ch i n g e n. Gegenwärtig werden die durch den Wolkenbruch imJuli d. I.. beschädigten Straßen wiedev gepflastert, so daß wenigstens in dieser Hinsicht der Schaden ausgebessert ist. Rot ten bürg. In dem nahen Dorfe Nellingsheim schlug der Blitz in die Scheuer des Gemeindepflegers Simon Maier. Das freistehende Gebäude brannte vollständig nieder. Schovndorf. Der hiesige Turnverein feierte sein 50jähriges Jubiläum. Die Einwohner hatten ihre Häuser festlich geschmückt und allgemein geflaggt. Baden. Baden-Baden. Der Sängerbund Hohenbaden hat bei der 50jähriaen Jubelfeier desGesanavereins Con-

cordia in Frankfurt a. M. im Wett- j streit den ersten Preis erhalten. j J:dem Besucher der Ausstellung wird der grotze Bretzelberg der Bretzelfabrik Julius Baader in Freiburg i. B. besonders aufgefallen sein. Die Firma ist mit dem'l. Preise, dem Ehrend!plome und der goldenen Medaille augezeichnet worden. Diesen BretzelObelisk, der aus 3040.000 Bretzeln besteht, will Herr Baader nach Schluß der Ausstellung dem Ausstellung Comite zu dem guten Zwecke überlassen, die Bretzeln an arme Kinder zu vertheilen. Heidelber.g. Aus dem Laden des Uhrmachers Schmuch auf den Hauptstraße wurde mittelst Einbruchs Uhren und Pretiosen im Werthe von 3 4000 Mark gestohlen. Von den Dieben hat man noch keine Spur. L a u d a. Am Abend des 2. Btp tember brach ein Großfeuer aue. Es wurden durch dasselbe drei Wohnhäusev und sechs Scheunen eingeäschert und überdies die anstoßenden Gebäude zum Theil sogar stark durch Feuer und Löschmaßregeln beschädigt. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der Gebäudeschaden ist etwa 24.000 Mark. Mannheim. Von einem begeisterten Verehrer des Großherzogs wurde Oberbürgermeister Veck aus Anlaß des 70. Geburtstages desGroßHerzogs die Summe von 20.000 Mark überwiesen mit der ausdrücklichen Verfügung. daß dieser Betrag den durch Sammlungen zu vergrößerndenFonds für die spätere Errichtung eines Reiterstandbildes für den Großherzog in der Stadt Mannheim bilden folle. Weitere beträchtliche Gaben stehen in Aussicht. Oberwolfach. Der Brandstifter. welcher das Taglöhnerhaus des Steffesbauern im Rankach angezündet hat. ist der erst sechs Jahr alte Knabe Joseph Gebert, Pflegesohn des Andreas Gebert, der ein Feuerle" machen wollte. Oestcrreich-ttngarn. G r a z. Hier wurde ein Herr Norbert Iahn zu 14 Tagen strengen Arrests vevurtheilt. weil er in einer Nsde an dem päpstlichen UnfehlbarkeitDogma Kritik geübt hatte. In der Begründung des Urtheils heißt es, Iahn habe dadurch eine vom Staate anerkannte Religion beleidigt. Innsbruck. Hier wurde derLaden des Uhren- und Juwelenhändlers Thomas Leitner in der Maria-There-siastraße ausgeraubt. Das Hausthor und das Vorhängeschloß wurden mit Nachschlüsseln geöffnet. Es wurden Schnmcksachen und Uhren im Werthe von etwa 10.000 Gulden gestohlen. Alle mit der Aufschrift Innsbruck verSackieu wurden litrtn gelassen, . . '" V. U ii'v A a r g a u. , Tie cantonale freisinnig-demokratische Partei beschloß in Aargau dieAnnahme desNechnungsge, setzes und Neutralität bei der Discipli, nar-Strafordnung. Appenzell a. Rh. Der Cantonsrath hat das neue Steuergesetz zu Ende berathen und angenommen. B a s e l st a d t. Ein neues Gutachten des Bauraths Stubbau von Köln spricht sich fürSenkung des Bahnhofes und Anlegung einer combnnrtenKopfund Durchaangsstation aus. Die Vorlage für den hohen Staatsbeitrag an einen Leichenverbrennungsofen ist Dank der großen Gleichgiltigkeit gegnerischer Kreise' mit 3376 Ja gegen 3197 Nein angenommen worden. Bern. Dev große Rath bewilligte vorläufig 45.000 Francs für Schutzj hauten beim Kienholz. St. Gallen. Es gilt als ausgemachte Sache, daß Nationalrath Steiger im Herbst zu Gunsten von Ne, gierungsrath Curti zurücktreten wird, urrmburg. Luxemburg. Herr Advocat-An-walt Kaufmann von hier ist zum Attache bei dev Oberstaatsanwaltschast ernannt worden. Letzthin verunglückte auf der Landstraße in der Nähe von Merl die Frau des Pächters von Grevelshof nebst ihrem kleinen Kinde; das Pferd an dem Fuhrwerk, auf dem beide saßen, ging durch, der Wagen zerschellte an einem Baum und dem Kinde wurde der Schädel zertrüm'rnert. wäbrend die Frau mit mehreren weniger sHweren Verletzungen davon kam. " . " ----

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