Indiana Tribüne, Volume 20, Number 10, Indianapolis, Marion County, 27 September 1896 — Page 2

i

x

Z)ic VoscnyM.

2cn M. v. LcUoiv, ' Unter den alten ritterlichen besten Itr grünen Steiermart ist tuh der Lewaltigstcn und glnchzeitig wohl rhaliensten d!e von der streitbaren KatharivJ Gallerin baute Riegers bürg. Aber die .schlimme Liesel wie die tapfere Frcru von ihren Zei genossen genannt wurde, 'oesatz nicht nur mlinnliche Energie. Indern auch weiblkhen Geschmack : die fast uminnehmbare Burg bildet in der ganzen Anlcrge viel d3 chitectaischSchönen. So war es natürlich, daß auch ich das stolze Bauwerk genau besichtigte. Alles zeigte uns rcr alte geschwätzige Burgwart: tti Ähnengallerie, den Bankettsaal, He Rüstkammer u. s. ro., xltCd müde vn dem vielen Schaum wollte ich mich endlich verabschieden. Aber da sagte 'der -Alte: 's no vM aus:! Das Schönste limmt no! Das Herenzimmer halen's ja noch net g'seh'gen. Das, von der Roseichczen, was's verbrannt rja'm!" Bon einem der 'mit Galerien umsäumten Höfe aus gelangten wir in ine Art 'sechseckiges Ähurmgemach, vor dessen 'breitem Fenster sich ein Balkon Wer schwindelnerregender Tiefe erhrlb. Die einst '.prächtige Hölzverkleidung htx Wände war wurmstichig ; aber über dem weißgrauen Marmorkamin Png in schwarzem, breitem Holzrahznen das oröße Oelbild der schönen, unglücklichen Katharina' Paltauff. Eine .schlanke, dennoch volle Gestalt, in weiße, schleppende Gewänder gekleidet; um'die feine Taille einen breiUn Goldgurt mit daran' hängendem Ledertäschchen -und .Schlüsselbund. Äeber Sie welligen, braimrothen HaarMassen, die über den. Rücken hinab hingen, 'schob sich ein kleines Gold.Häubchen, .von dem eine zarte weiße Spitze über die halbe Stirn hinabficl. Das Antlitz blühend, die Züge sanft und milde; aus den graugrünen Nixencmgen sprach Träumerei und Zärtlichkeit. Die schmalen kleinen Hände hielten einen Strauß vielfarbiger, kostbarer Rosen, auch der Boden zu Füßen der lieblichen Jungfrau schien mit Rosen bestreut. Was der Burgwart weitschweifig erzählte, gebe ich hier in Kürze wieder: Das Portrait der schönen Katha rina Paltauff glich der edelsten Freifrau aus dem Geschlechte der Badenberger. Dennoch war, Käthchen keine Edeldame, sondern des Pflegers, des Burgtdogi Paltauff Töchterlein. Die Mutter starb dem Kinde früh schon. Der Vater, ein pflichtgetreuer, stiller Mann erzog die Kleine selbst. Für die Blumen, speciell die Rosen, hatte käthchen eine wahre Leidenschaft, die euch den Vater freute. Von meilenweit her verschaffte er seinem Liebling die seltensten Rosen. Als Käthchen kaum 18 Lenze gesehen. starb auch Matthäus Paltauff ein neuer Vogt tarn auf's Schloß, und die damalige alte Freifrau von Uebetröst nahm daö trauernde Mädchen als Gesellschafterin xrCi Schloß. Katharina besaß das damals unfaßbare Geheimniß, im Sommer und im Winter frische Blumen, auch seltene Kosen ziehen zu können." Ein aus Schiras gebürtiger Gefangener des Schlosses Riegersburg lehrte sie diese Kunst, die ihr Unglück werden sollte. Der neue Pfleger, alias Burgvogt, in mißgestalteter, rachsüchtiger, ego istischer Patron, faßte eine heiße Liebe zu dem bescheidenen und lieblichen Käthchen. Es war in strenger Decemberkälte, als er eines Nachmittags sich in das Thurmgemach begab, um der Tochter seines Vorgängers seine Neigung zu gestehen. Er fand Katharina bet ihren Lieblingen. Duftende, seltene Rosen standen, blühend auf Fensterbretlern und Regalen, und blaue Veilchen lugten aus frischem Laube. Das erschien dem Vogte als Wunder der Hölle. Und als nun Katharina den Antrag des buckligen Freiers gleich darauf bestimmt abwies sie werde sich niemals verheirathen" da zog der Haß und die Rachsucht in die Seele di:ses Finsterlings. Weil alle Versuche, Katharina um-' .zustimmen, fehlschlugen, verfaßte der bgewiesene Vogel eine Anklageschrift, in welcher er sie als Hexe, die mit dein Teufel einen Bund geschlossen, um in jeder Jahreszeit blühende Rosen iv. zieben", hinstellte. Diese Anklage , fiel in jener vom Werglauben verfinsterten Zeit auf fruchtbaren Boden. Man schlug das exmt, junge Geschöpf in Bande, setzte ti in einen feuchten Kerker und warf seinen unschuldsreinen Korper auf die Folter, um das Geheimniß zu erpres sm. Daö arme Käthchen weinte und flehte vergebens. Endlich gestand die Gequälte Alles, was man wollte. An den schönen, langen Haaren riß man sie zum Scheiterhaufen - in ssildberg wurde Katharina Paltauff ls böse Rosenhee" lebendig verbremnt. Entsprungen. Herr (auf der Station Zum Coupee hinausspringend): .Sie verlassen den Zug nicht, meine Dame, bis ich mit dem Stationövorsteher zurückkommet Dame (zitternd): .Was wollen Sie, habe ich Sie vielleicht besiohlen?" .Da wird sich finden mein erster Künstler ist fort ich bin Besitzer eine Nlohtheaters!Auch ein Grund. .Denke Dir, Emilie, da lese ich eben, daß schon wieder Einer das lenkbare Luftschiff erfunden hat! Mch. ich wünschte, es wäre schon fertig!" .Warum denn? Du möchtest Dir wohl die Luftschlösser ansehm, die Du taztäg. Z!ch baust V

Zöäö. der M'v. Elizzton 3. v. Tchier-t'rsnd.

Es wa eine sehr angenebme schaft an Bord der Parasa einige Opernsangerinnen, die gerade Ihre Saison in New Fort beendet haften und nrn, mit Ruhm uab Dollars ich beladen, heimfuhren, Tvaren' auch darunter, sowie andere Mitglieder des .faxenden Volkes,,'" sodaß mar. die Aufsicht hatte. etwaZ gute Musi5 währ?nd der Fahrt nach Southampton zu hören. Gerade als das Boot fich zur Abreise rüstete und schon WZ erste Signal gegeben war, langte .noch ein Passagier an. Ci trug einen langm. schwarzen, sehr Zzen Rock, der zu der großen Hitze eigentlich gar. nicht passen wollte. Außerdem aber besaß er nur wenig Gepäck, trotzdem er auf der Schiffsliste c Juan Bereira aus Brasilien bezeichnet war, ' aber schon eine lange Reise hinter sich haben mußte. Der Mann war klein, sehr braun und trug einen langen, schwarZen Bart, der sben in seinen langen Rock eingeknöpft war. Alles in Allem sah er etwas ' unheimlich aus. Nie riand gab sich übrigens mit ihm ab, umsomehr als '.er nur sehr gebrochen Englisch und gar kein Deutsch sprach. Er hielt sich fast beständig auf Deck aus und schritt, so regelmäßig wie ein: Echildwache. auf und ab, einmal aus dem oberen Deck, dann auf dem unt:ren. Die übrige Gesellschaft aber war um so angenehmer, und es ging bei Tisch und im Damcnsalon stets sehr lebhaft und lustig zu. Ein allgemeinerLiebling war Rosa Milka. die beliebte Soubrette, die durch ihre komischen Conplets, ihre Duetts mit Herrn Wachsiein, dem großen Reisenden für die Firma Allnioney &Eo., und durch ihre prächtigen Schmucksachen, sämmtlich Geschenke ihrer unzähligen Verehrer in New Iork und Chicago, die allgemeine Aufmerksamkeit zu fesseln verstand. Eines Nachmittags indeß, kurz nach der Mittagstafel, kam sie in Thränen ausgelöst auf Deck und schritt schnellen Schrittes zum Capitän, dem sie eine Leidensgeschichte sehr ausführlich erzählte. Der Capitän war über ihre Erzählung selbst aan; bestürzt. sich hörte ihn fagnt: Wie ist das mög lieb?" und dann wieder. llnglaublicy und am Ende ging er mit ihr nach dem Bureau des Zahlmeisters hin, wo sich die Drei noch eine Zeit lang aufhielten. Im Laufe des Nachmittags verlauteie es denn, worum es sich handelte. Dem Fräulein waren ihre Schmuckfachen auf unerklärliche Weise gestoblen worden. Sie harte ihre Cabine fest verschlossen gehabt, und trotzdem waren ihr die Kostbarkeiten, die in einem größeren Kästchen aufbewahrt wurden, aus ihrem Beit, wo sie dieselben der größeren Sicherheit halber aufbewahrt hatte, abhanden gekommen. Alles Suchen hatte nichts gefruchtet. Sie waren weg. Wer war der Dieb? Diese Frage stellten wir uns Alle. Niemand konnte sie beantworten. Es lagen sogar nicht die geringsten Verdachtsmomente gegen irgend Jemand vor. Am Abend desselben Taaes wurde ein neuer und ganz ähnlicher Verlust bekannt. Oiesmat war es ein err ihm war seine goldene Cigarettendose und die Uhr nebst Kette entwendet j worden. Auch er wußte ganz sicher. oa er seine Camne verschlossen gehabt zur Zeit, als der Diebstahl begangen werden sein mußte. Das Schloß war unversehrt. Auch sonst war nicht die geringste Spur des Diebes zu erkenncn. Wir waren jetzt mit dem Schisf auf den Bänken von Neufundland angekommen, und daö Wetter war kühl und feucht und neblig, sodaß nur wenige der Passagiere den Aufenthalt auf Deck bevorzugten. Aber einer der Wenigen war der Brasilianer, Juan Bereira übrigens in demselben dünnen, schwarzen, langen Rock gekleidet, der um seine magere Gestalt schienkerte. Da er ein etwas unheimlicher Geselle schien, so wurde auf ihn besonders genau aufgepaßt, und der Cap:tän ging sogar so weit, einen pfiffigen, kleinen Schiffsjungen anzustellen, der dem Mann aufpassen mußte. Allein die Diebstähle dauerten fort und es wurde nichts Verdächtiges an dem unheimlichen Fremden beobachtet. Ganz im Gegentheil es wurde festgestellt, daß der Brasilianer zur Zeit als der letzte Diebstahl sich ereignet hatte, unleugbar auf Deck gewesen war. Nur ca. 10 Minuten hatte ihn sein Detectiv, der Schiffsjunge, aus den Augen verloren. aber während dieser Zeit konnte der Mann nicht unten gewesen sein, sonst hätte ihn Jemand die Treppe zu den Cajüten hinabsteigen sehen. Und als Christian, der Junge, ihn wiedersah. war absolut nichts Verdächtiges an dem Fremden zu bemerken. Am Tage vor unserer Ankunft in Southampton indeß passirie etwas, das alles Vorhergegangene in den Schatten stellte.' Dem Zahlmeister waren nämlich aus seinem Bureau einige Rollen Gold qestohlen worden. Abermals unter Umständen, die auf Niemand Verdacht warfen.- DaS Bureau stand auf Deck.' Die Thür war verschlossen gewesen darauf besann sich der Beamte ganz genau. Das Schloß war ein sogenanntes Schnappschloß, mit einer Patententrichtung versehen, die daS Oeffnen. ohne Gewalt zu brauch, unmöglich machte. Auch war das Schloß nicht im geringsten beschädigt. Das Geld indeß, eine Summe von Bedeutung, war vom Tische verschwunden, wo es, als der Zahlmeister einem Rufe deS Capitäns schnell Folge leistete, liegen gelassen worden war. 2)as Wetter war wieder warm und sonnig geworden, und deshalb stand das runde Fensterchen, das juf Deck ging, offen, um frische Luft in der. Raun? v feftn. Aber diese

Qeffnunz 'war.'dn Ä5:ttrrn lchr. grotz genug, uift einen Menschen 'urchzulas sen. Asch w das Früher, wecm man sewen Dm durchstehe, noch immer meliere uß vom Asche entfernt; also konnte k.uch Niemod hindurchg?langt und das Geld so gestohlen haben. Auf dem ganzen SchU herrschte die größte Aufregung izi& Jeder sah den Andern ixi Mißtrauen an. Es wurde scgar Koi dcn Bestrchlenen davon igesprechen. eineJndi.ontions-VersanM-lung .abzuhalten uo die SchiffsverHaltung in einer Reihe von Beschlüssen für die unerklärlichen Diebstähle zu tadeln. Herr Seymour. ein ehcmaliges Congreß-Mitalied. der, sich auch unter den Opfern befand, hatte 'sogar die Resolution fcfcon abgefaßt und mehreren der Passagiere vorgelesen. Die übliche Abendunterhaltung nebst Cnncert zum Bcsten der Schilfsbedieziung, die VLvXn anderen Umständen besonders glänzend ausgefallen wäre, !d,l sich soviel ausikalisches und mimischcs .Talent" -an Bord befand, fi:l ganz aus. Es herrschte rine Panik 4. V.v 0" n 9. KVTS n rC . m

J'iiUltl 1CU 'UliaiilUlll. JJUUViJt VVU ihnen verließen ihre Cabine äiberhaupt 1'nicht mehr, sondern saßen auf ihren Schätzen, wie Die Henne aus . den Eiern, Tag und Nacht. Das Einzige, wovon noch gesprochen wurde, aber nur im Flüstertöne, weil sich Jeder vor dem Nachbar fürchtete, waren die mysteriösen Diebstähle. Sogar Herr Wellington Ganzbeimer, der für sein Haus den Ocean schon 40 Mal gelreuzt hatte und an Alles gewöhnt war. fluchte und sagte, so etwas wäre ihm noch nicht passirt. und die Pokerparthie. die sonst 12 Stunden jeden Tag mit ihm im Rauchsalon gesessen hatte, war aufgebrocken. Wer konnte iunter solchen Umständen, wenn man jeden Augenblick in seine Cabine laufen und nachsehen mußte, ob die Siebensachen noch da wären, einen Bobtail Flush" oder einen vollen ,Pct" nach Gebühr würdigen? Der Gestohlene Zahlmeister hatt: mittlerweile nur sehr wenig über seinen Verlust gesagt, aber dafür hatte er um so energischer Umschau gehalten. Und dabei hatte er besonders ein Auge auf den unheimlichen Fremden, den Brasilianer, geworfen. Und dabei machte er plötzlich eine sonderbare Entdeckung. Diese behielt er indeß für sich. Er ging hinunter in die Cajüte, wo er Herrn Bill Booth, den Operntenor, traf, mit dem er einige Worte ganz unbemerkt wechselte. Herr Booth war derEigenthümer vieler schöner Keep sakes" edelsteingeschmückte Tabaksdosen. Busennadeln. Studs, Ringe etc., etc., alles Präsente von großen Herren in Europa und Amerika, die er mit seiner schönen, weichen Stimme entzückt hatte. Diese Schätze, von denen bis dahin noch Niemand etwas zu sehen bekommen hatte, brachte Herr Booth zum Dessert am Mittag zum Vorschein, und sie wurden gebührcnd bewundert. Der Brasilianer sah sie auch aus der Entfernung, denn er saß weit weg am andern Tische, aber er schien nicht darauf zu achten. Dann brachte Herr Booth die ganzen schönen Sachen wieder zurück nach seiner Cabine und ging dann mit dem Zahlmeister nach dessen Bureau. Eine Stunde später kam auf einmal Christian, der Schiffsjunge, in dieses Bureau gestürzt und sagte athemlos: Wir haben ihn!- Ohne weiter ein Wort zu verlieren liefen der Zahlmeister und Herr Booth ihm nach. Auf dem untersten Deck trafen sie den Fremden, Juan Bereira, mit seinem langen, schwarzen Rock; er sah ganz wie gewöhnlich aus kalt und gleichgültig. Der Zahlmeister aber packte ihn beim Kragen. In demselben Moment wurde unter dem Rocke ein kreischendes Geräusch laut, und zugleich sprang ein kleiner Affe daraus hervor auf Deck. Der Brasilianer wehrte sich verzweifelt, und in seiner Hand blinkte ein langes Messer, als er sich seiner Angreifer zu erwehren suchte. Doch im nächsten Augenblick schon war er entwaffnet und seine Hände mit einem starkenTau gefesselt. Dann wurde er trotz seines Sträubens in das Bureau des Capitäns geschleppt, der ein kleines Verhör mit ihm anstellte und den Mann dann in Gewahrsam bringen ließ. Die Sache verhielt sich nämlich so: Der Zahlmeister hatte, nachdem er Juan Bereira einige Stunden lang genau beobachtete, entdeckt, daß der Mann einen kleinen Affen bei sich unter dem Nocke versteckt trug. Das gab ihm zu denken. Er sagte sich, daß der Mann dies jedenfalls nicht thun würde, wenn er nicht einen Zweck damit verfolgte. Dann fielen ihm dir eigenthümlichen Umstände ein' . unter denen alle die Diebstähle erfolgt waren und die eS fast unmöglich erscheinen ließen, daß ein Mensch sie ausgeführt. Sdllte S der Affe sein? Wenn der Brasilianer ' ihn dressirt hätte, 'nm für ihn Diebstähle auszuführen! Um sicher zugehen, hatte er Christian, den Schiffsjungen, den Auftrag gegeben, sich in der Cabine deö Herrn Booth so zu verstecken, daß er von Niemand gesehen werden konnte, aber doch selbst das kleine Lukenfenster im Auge behalten . konnte. Dann wurde die Comödie mit Herrn Booth's Schmuckfachen beim Nachtisch aufgeführt, um die Begierde des Diebes, wenn der ge faßte Argwohn begründet war. zu erregen. Und wie gesagt, die Speculation war richtig. Nachdem Christian in der Cabine eine Stunde lang mäuschenstill auf dem Boden gelegen hatte, bis ihn die Glieder schmerzten, war seine Geduld mit Erfolg belohnt worden. denn. auf einmal sah er erst das Gesicht des Brasilianers an der Oeffnung. wie er vorsichtig spähte, ob die Luft rein sei. und als er Niemand da-' ?in gewahrt, ließ er plötzlich und schnell sein Aeffchen durch die Luke hinab, ihm X V w; l . r i . . . . ' mu oen Fingern oas ClUl Mlt den I Schmucksachen, daö offen auf dem

TZich lag, zetgrnv. Und der Affe hakte Älch feinen Z..lftrag mit großer ,Ge zvandtheit And Schnelligkeit ausgesuhrt und Dar dann dem feinem Herrn, nieder unler den largen, schwarzen Rock gesteckt worden. Jocko Wax zum Verräther an seinem Herrn geworden. In er Cabine 'des Brasilianers fand man alle verschwundenen Kostbarkeiten. sowie e:nen kleinen Käfig, der fo aussah wie eine Reisetasche, aber mit Luftlöchern versehen war. um dem Tbiere das Athmrn zu rrmöglichen. Es stellte sich später heraus, daß Juan Bereira. nachdem er schon mehrere Jalre lang seinen dressirten Affen auf verschiedenen südamerikanischen Dampferlinien zur Begehung zahllose? Diebstähle veranlaßt hatte, endlich sein Operationsfeld .auf die noch größeren und lohnende Dampfer zwischen New York und Europa verlegt hatte, wobei ihm aber, wie man sieht, - das Unglück passirte. daß er aus der ersten Neise gleich abgefaßt wurde. Am nächsten Tage wurde er. bei der Landung in Southampton. der Polizei vergeben. m m m Jas Formarcostiim Humoreske von F. v. Mwra. Von Lauterbrunnen im Berner Oberland führt, eine Schöpfung dev Neuzeit, die .Drahtseilbahn in fast be-

änastiaender Steilheit nach dem Al pencurort Mürren hinauf. Obgleich manchen Touristen, besonders Den weiblichen, etwas beklommen bei diesem 20 Minuten dauernden Langen und Banaen m schwebender Pem wird, ist jeder der fortwährend auf und ab curftrenden Waaen in dev Reisezeit immer besetzt. Die merkwürdigsten Gestalten und Toiletten rnis allen Landern kann man dabei studiren. Heute sah man nichts Seltenes mehr im Sommer 1896 zwei jugend liche Wesen einsteigen, welche die aller neueste Normattrackt. weite türkiscbe Hose. Wadenstrümpfe, geschlossene Weste mlt loser ?lacke darüber und Filzhut von der dunklen Farbe des Costüms trugen. Gustav Wendel kam Beiden gegenüber zu sitzen, und wir müssen es ihm verzeihen, daß er mehr auf sie. als auf die Wunder der Bahn und die sich all mälig entwickelnde Aussicht schaute. Er hatte von dieser neuesten Mode schon gelesen, sie aber noch nie gesehen, denn m Stuttgart, semem Heimaths orte, zeigte sie sich bisher nicht. Daß er ein Freund aller derartigen Neuerungen, erschien begreiflich, da er Besitzer emes Confectwnsgeschaftes war. Man stiea höher und höher, der Staubbach sah bereits ganz dünn und klein, das Thal unten. wie ein tiefn Abgrund aus. Cilli, mir wird schwindlig ließ sich die Stimme einer der Fremden vernehmen. Aber Willi, dann sieh doch nicht immer hinunter," mahnte die anscheinend Aeltere der beiden Gestalten. Sie war kräftig und breitschulterig gebaut, die andere dagegen schmal und schlank. Obgleich die Ähnlichkeit zwi schen Beiden sie sofort als Geschwister kennzeichnete, konnte man Cllll wohl ganz hübsch. Wllll dagegen sehr med lich nennen. Gustav that dies wenigstens in Ge danken und mischte sich jetzt galant in das Geivrach: Darf ick hntn vielleicht meinen Platz anbieten? Ich fühle nie etwas von Schwindel." , Ach. wenn Sie so gut sein wollten. ich fürchte mich so, wenn ich hinunter sehen muß!" Die Stimme war Ebenso fein und sympathisch, wie das liebe Gesichtchen. Als der Tausch vollzogen war verschwand' auch allmälig die Blässe auf dem ersteren und Heuer plauderte der kleine Mund: , Fahren Sie auch zum ersten Male hier, mein Herr?" Allerdings, ich will mich in Mürren etwas aufhalten." Wir auck. Schwester Cilli hat im Curhause schon Zimmer bestellt. Es ist nämlich immer sehr voll dort." Aber auch recht theuer." Die ältere Schwester lächelte 'ein wenig, mischte sich abev in's Gespräch, und als man," auf dem Bergplateau angekommen, in die elektrische Bahn umgestiegen war, um jetzt auf geradem Wege dem Curort zuzustreben, wußte Gustav es so einzurichten, daß er sich einen Stuhl neben Willi eroberte, denn in den Waggons kann man sich auf umherstehenden Sesseln ganz nach Wunsch gruppiren. O diese wundervollen Schneeberge!" rief Villi begeistert. Wie mögen sie nur alle heißen? Cilli, sag' doch! Erlauben Sie mir, Ihnen auszu helfen." erbot sich Gustav sogleich. Sehen Sie dort: Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, dann Ebenefluh -" Er nannte noch eine ganze Reihe berühmter Namen, die heute mit ihren Gletschern und Firnen eine tadellose Fremdenvorstellung gaben. ' Endlich war man in Mürren angekommen. Hoffentlich habe ich noch öfter daS Vergnügen," sagte Gustav, ich wer.de hier am Bahnhof im Hotel Eiger wohnen. Dort ist es gar nicht theuer, und man soll, wie ich höre, ein gutes Glas echtes Bayerisch bekommen eine Seltenheit in diesen Bergen." Da haben Sie recht," meinte die ältere Schwester. Mr sind aus München,, und wenn wir hier in dieser großartigen Gegend etwas vermissen, so ist es unser Bier." ' ; O. wir kommen auch öfters 'Ztt'S Hotel Eiger." rief Willi in fröhliche? Unbefangenheit. Sehen Sie dort die hübschen Zelte vor der Thur, da muß

es sich schön sitzen. Also auf Wieder sehen, lieber HerrZ" Mittels einer kleinen Pferdebahn fuhren die Beiden jetzt auf der Landstraße dem Curhause zu. Gustav sah ihnen lange nach. Lieber Herr, hat sie gesagt." ging es ihm durch den Kopf. Die Bayern sind doch viel, viel zutraulicher, als wir Schwaben. Und wie reizend dem Kinde dasCostüm steht, viel besser, als der etwas corpulenten Schwester! Wenn ich Willi reizender Name ansehe, dann kommt mir zum ersten Male der Gedanke, wie gern ich ein hübsches Weibchen mein Eigen nennen mochte! Sie ist freilich noch recht jung, vielleicht 17 Jahre aber jung ge

freit, hat niemals gereut! In der Nacht träumte er, Willi stände in ihren LodenhöSche.''. hinter seinem Ladentisch und legte mit ihrem herzigen Lächeln den Damen die neuen Sportcostume vor, welche fabelhast ge lauft und mit Gold ausgewogen wur den. Das Klappern der Goldstücke ging unaufhörlich, und er hörte sich selbst zu Willi sagen: Du hast mich zum reichen Manne gemacht, mem Herzchen! Am nächsten Morgen durchforschte er die m der Nacht gedruckte Fremdenliste. Geschwister C. und W. Heidebrand aus München," las er darin. Heidebrand? O, das ist ja die Firma des großen Reise- und Sport - Ausstat tungsgeschäfts. von dem ich schon oft hörte. Welch' netter Zufall; daher auch die Costume. Er saß vor der Thür, als er plötzlich Willi's zierliche Gestalt die kleine Anhohe leichtfußig herausstürmen sah. Ah. da sind Sie ja, Herr " Gustav Wendel, zu dienen." Also Herr Wendel ich bin mei ner Schwester ausgerissen. Sie will Mich immer gar zu sehv bemuttern. denkt, ich komme zu Schaden, wenn ich einmal frei herumspringen mochte. Jetzt bin ich heimlich fortgelaufen, um ein bischen bei Ihnen zu sitzen. Erlauben Sie es?" Die dunklen Augen blickten Gustav so kindlich unbefangen an, daß ihm ganz warm und weich um's Herz wurde. Er bot dem jungen Wesen einen Stuhl. Wenn ich es wagen dürfte, auch mit emem Glase Bier aufzuwarten? Sie sind sehr gütig. O, ich kann schon zwei Schoppen hintereinander trinken; in München lernt man das früh!" Allerdings! Ich las übrigens soeben Ihren Namen. Darf ich fragen, ob die bekannte Firma Heidebrand " Mit uns in Zusammenhang steht? Natürlich, der Chef ist mein Papa. Meine Schwester Cäcilie und ich, wir fuhren seme neuesten Costume zetzt durch die Alpen. Ich sage Ihnen, das bringt bedeutend mehr ein, als wenn sie nur annoncirt werden. Papa verdient viel Geld dadurch, so daß wir getrost m den ersten Hotels absteigen tonnen. Wir müssen es sogar, der bes seren Reclame wegen, ebenso, wie wir alle Zahnrad-, Drahtseil- und sonstige Bahnen abfahren, um, wie Papa sich ausdrückt. Propaganda zu machen. Gefallen Ihnen unsere Costüme?" Willi sprang auf und drehte sich dreimal m der Runde vor Gustav. O, ich finde sie reizend!" Das freut mich; Sie sind ein netter, lieber Herr, ich bin Ihnen gut. Jetzt aber muß ich zuv Mittagstafel, um mich dort neben illi zu zeigen; gestern hat man uns schon brav anae guckt. Dank süYs Bier! Morgen komme ich wieder! Fort war das gelenkioe Wesen; ent zückt sah Gustav den gazellenhaften Sprüngen nach, bis die schlanke Gestalt verschwunden war. Den qanzen Tag über suchte er sie vergebens in der Nahe des Curhauses; wahrscheinlich hatten die Geschwister, eine größere Partie unternommen. Dafür erschien Willi am nächsten Vormittage wieder vergnüglich vor'm Hotel Eiger. Haben Sie schon auf mich gewar tet, Herr Wendel?" Ja. recht sehr. Willichen!' Er konnte sich gar nicht entschließen. Fräulein" zu sagen, denn dies würde ja doch nur vorübergehend sein. Ich halte sobald wie möglich um sie an, dachte er, m lhren Anblick versunken. während sie in durstigen Zugen das gute, Bier, trank. Dies Juwel wird mir sonst bald weaaekapert. da es als wandernde Reclame zu viel von Herren gesehen . und bewundert wird, und daß sie mich gern hat, zeigt sie mir in allerKindlichkeit deutlich genug." , Laut sagte er jetzt: , Sind Sie auch nicht böse. Willi, daß ich Sie mit. Ihrem Vornamen, anrede?" . . . ' ' . O, nein, gewiß nicht! Ich bin ja noch solch' ein. Wildfang, wie . Papa sagt. Ich heiße übrigens nach dem guten, seligen Kaiser Wilhelm." - Könnten Sie siH," versuchte Gustav auf seinThema einzulenken, wohl denken, wie es Ihnen gefallen, würde. wenn Sie vonMünchen nach Stuttgart zögen?" DaS geht nicht, liebster Herr Wendel; ich soll nämlich studiren. Meine Eltern sagen, ich hätte einen hellen Kopf, und da fei es schade, wenn ich nur hinter'm Ladentisch stände, wie es Cllll zu Hause lmmer muß." Studiren? O, daö möchte ich Jhnen nicht rathen. Für das viele Lernm ist mlr Ihr hübsches Köpfchen zu schade." Samt und zaghaft fuhrGustav dem Kinde dabei über das dunkle, kurzaeschorcne Lockenhaar. Willi ließ eS sich ruhig gefallen. . Sie sind ganz meiner Ansicht. Herr Wendel. Ich mache mir (hier schnippte Willi mit den Fingern) nicht so viel

aus dem Studiren. Bitte.-, besuchen. Sie uns doch in München und sagen' Sie meinen Eltern, was Sie über mich denken. Ich selbst würde ja recht gern, nach Stuttgart kommen; vielleicht könnte ich in Ihrem Geschäft verkausen, wenn Sie mich haben wollen." Ja, Willi, ich möchte Sie Sie allein auf der Welt, nicht nur. um mir im Geschäft zu helfen, sondern . um " Aha, Du Wildfang, hier steckst Du?" tönte es plötzlich von der Landstraße herauf. Der grausam gestörte Liebhaber sah Cilli den Berg hinaufkommen. Gustav ging ihr entgegen. So hören Sie es denn auch gleich, mein Fräulein. Vielleicht machen Sie gütigst die Fürsprecherin bei Ihren Eltern. Ich liebe Fräulein Willi und biete ihr hiermit meine Hand an!" Hochaufathmend sah er auf Beide, um nichts wie ein grenzenloses Staunen in ihren Blicken zu lesen. Plötzlich stieß Willi einen lauten Freudenschrei aus, und ehe sich's der Liebende versah, vollführte sie auf dem kleinen Plateau vor'm Hotel drei wohlgelungene Purzelbäume. Sprachlos starrte Gustav sie an. für so kindlich hatte er sie doch nicht mehr

gehalten. Jetzt lag die Geliebte in Cilli's Armen und lachte, daß sie sich nur so schüttelte. O, das ist unvergleichlich! Er hat mich er hält mich o Cilli, was sagst Du dazu?" Diese hatte Alles begriffen, der junge Mann that ihr leid. Sie blickte ihn gütig an und sagte, ihm ein verstohlenes Zeichen machend: Nicht wähv, Herr Wendel. Sie haben sich nur cirTin kleinen Scherz mit meinem wilden Brüderchen machen wollen, um uns zu beweisen, daß die Normalcostume auch unter Umstanden ihre Schattenseiten haben können? Gustav ergriff dankbar den Rettunasanker. I, ja, natürlich." stammelte er, dem ihm zweifelnd anblickenden hub schen Jungen wieder über das Lockenhaar fahrend. So meinten Sie eigentlich Cilli mit Ihrem Antrage?"- platzte dieser treu herzig heraus. Aber Kind, was richtest Du für Verwirrungen an!" schalt die Schwe ster, hoch erröthend. Ihre Verlegenheit stand ibr gut und sprach ebenso zum Herzen 'Gustav's, wie das vorhm bewiesene Tactgesühl. Darf ich Sie vor der Hand auf Ihrer weiteren Reise begleiten? fraate er, Cilli die Hand reichend. Wenn Sie es wünschen sehr aern," meinte sie zaghaft. Als sie alle drei später in München ankamen, hatte Gustav so viele gute Eigenschaften an Cilli entdeckt, daß es zu Willi's Jubel ein feierliches Verlobunasfest gab. Die weiblichen Klei der machten Gustav's Braut so viel hübscher, daß sie versprach, nie wieder m Normalcostumen zu erscheinen. Trotzdem führte er dieselben aber doch in seinem Geschäfte ein. Willi schmeichelte am Verlobungstage den Eltern das Versprechen ab, Nicht studiren zu müssen, um statt des sen bald nach Stuttgart, zum lieben, spaßhaften Schwager in die Lehre zu kommen. Unklare Familienverhältnissc. Auf einem Hofball läßt sich Sere nissimus" das neu in die Gesellschaft eingeführte Fraulem vom Storch vor stellen 'und beehrt sie mit einer huld reichen Ansprache. Serenissimus: M.. m.. mein gnädiges Fräulein, ich . . ä . . bin au ßerordentlich erfreut, in Ihnen die Tochter eines so alten und hochange sehenen Geschlechtes, wie derer vom Storch zu begrüßen. Danke Ihnen, danke Ihnen sehr. Und sagen Sie '- w n : e".. Mir nocy eins, mein gnavlgcs tfiuu lein, wie . . ä . . wieviel, wenn ich fragen darf, wieviel Geschwister sind Sie ?" Fräulein vom Storch : Drei, Durchlaucht, ich habe noch zwei Brüder." Serenissimus: Zwei Brüder. So, so. Sehr schön. Und wo . . wenn ich fraqen darf., wo befinden sich Ihre beiden Herren Brüder?" Fräulein vom Storch: Der eine ist anwesend, Durchlaucht, der andere sieht in Potsdam." Serenissimus: So, so. M . . a .'. ich danke Ihnen sehr, mein gnädiges Fräulein, ich danke Ihnen." ' rw . i.r r r ?.ri V i zi tnuani ne rnuoicicqu. lotteren Verlauf des Festes wird ihm dann auch der eine Bruder, Lieutenant vom Storch, vorgestellt.Serenissimus: Aeh, äh.. freut mich sehr. Ich hatte schon vorhin Geleaenbeit. mit Fraulein Schwester zu plaudern. Weiß ganz genau Bescheid, 'i -r .t. r-: !t oyaoe micy immer tcpafi- im 191c un milie interessirt.. Nicht wahr: Sie sind drei Geschwister?" Lieutenant vom Storch: Jawohl, Durchlaucht." Serenissimus: Und haben noch zwei Brüder?" Lieutenant vom Storch : Nem.. Verzeihung, Durchlaucht: nur einen Bruder." Serenissimus: M . . ä . . wie? Ihre Fräulein Schwester hat mir doch erst vorhm gesagt, daß sie z w e l Bruder wären." Lieutenant vom Storch: Ja, gewiß, Durchlaucht: mein Bruder in Potsdam und ich." Serenissimus (unanadlg) :, Wie? Nun," jedenfalls Herr Lieutenant, lch hatte nlcht gedacht, daß in nem so alten und hochanaesehenen Geschlechte, wie derer vom Storch, derartige . . a . . unklare Familienverhaltnisse herrschen könnten. Ich danke Ihnen." Die folgenreichste Prüfung ist daö Brautexamen.

HcrI'fl. Von Sophie Frvjan An meinem Stock die letzten Ros Die wollen nimmer mir gedeihn. Es sehnen sich die Freudelosen Zurück nach Licht und Sonnenschein! O Sonne, sieh noch einmal nieder Durch diese Nebel, bleich und kalt. ' Auf meine armen Blumen nieder. Zu meinen Rosen kehre bald! O kehre snell den Freudelosen, O komm noch heute. Sonnenschein! Es könnten morgen meine Rosen. Die rothen, schon gestorben sein. Ter blaue Grund. Die berühmten De Beer'schen Diamantengruben bei Kimberley nehmen keinen großen Fächenraum ein. Die Formation ist vulkanischen Ursprungs. Es ist ein Riß in die Erde getrieben und an den Seiten befindet sich der ersehnte blaue Grund, in dem die Diamanten eingebettet sind. Jetzt werden it.: Gegensatz zu früher wirklicheGänge in den blauen Grund hineingetrieben, um die blitzenden Steine zu gewinnen. Einige Schächte sind 1000 Fuß tief. sehnte blaue" Grund, in dem die Diawie Fels geworden. Aber sobald die Luft hinzutritt, zerbröckelt er. Wenn die blaueErde hinaufgefördert ist, wird sie auf Böden" ausgeschüttet. Die Wirkung der Luft macht sich bald geltend und das Gestein wird zu Pulver. Dann beginnt der Waschproceß. Die Erde gelangt durch Siebe und die Diamanten bleiben in ihnen. Darauf kommen die Steine in die Sortirzimmer. Dort werden sie gewogen und nach der Größe geordnet. Schließlich werden sie in Säckchen von russischem Leder verpackt, unter , starkem Geleite nach dem Postamt befördert, versichert und nach England, dem Diamantenmarkte, abgesandt. Es gibt in Kimberley ein eigenes Postamt für die Diamantenbestcllung. Dieses hat einen diebes- und feuersicheren Waggon, in dem die Diamanten direct unter sicherem Geleit nach dem Postdampser befördert werden. In den Diamantengruben ist elektrische Beleuchtung eingeführt. In den De Beer'schen Gruben sind 800 Weiße, etwa 2000 Eingeborene und 700 Verbrecher besch'äftigt. Die Weißen erhalten bis zu 7 Pfd. Sterl. Wochenlohn, die richtigen Bergleute 5 bis 8 Pfd. St. und die Sortirer 4 bis 5 Pfd. Sterl. Die Löhne sind nicht so hoch, wie es scheinen mag. Denn die Kosten des Lebcnsunterhaltes in jener Gegend sind außerordentlich. Die Eingeborenen in jener Gegend erhalten nur 4 bis 6 Shilling die Woche und volle Beköstigung. Ihre Contracte lauten wenigstens auf drei Monate. Unter keinerlei Bedingungen dürfen sie das Bergwerk wieder verlassen, wenn sie den Contract unterzeichnet haben. Sie wohnen in Baracken, w?lche streng bewacht werden. Ob die Eingeborenen streng nach Diamanten untersucht werden? Nun, erstlich haben sie ein adamitisches Costüm. Zweitens ist ihnen das Verschlucken der Steine schwer gemacht. Das Schmuggeln, das in friiherer Zeit stark betrieben wurde, geht nicht mehr. Schlecht wenden die Verbrecher bezablt. Die De Beer'sche Gesellschaft zaM der Regierung der Capcolonie nämlich 2 6. für Jeden, hat aber natürlich für seine Beköstigung zu sorgen. Gedansensplittcr. Mancher lernt bei einemSpaziergange mehr, als ein anderer bei einer Weltreise. In heißer Redeschlacht schmilzt aar manches Siegel der Verschwiegenbeit. Gar manches muß als Geist der Zeit"" Die Weltgeschichte still verbuchen. Worin nach einem Funken Geist Der Weise wird vergebens suchen. v Feucht' manchen nur gehörig an, Für Dich durch's Feuer geht er dann! ". Lehr' alle Künste einer Kuh, Sie brüllt doch nur ihr altes Muh. . Gefällt im Herbst ein Mantel Dir, - So kauf ihn! Doch wenn der Sommer wieder naht, Ver trink ihn! ? Gerissen. .Ein Riesenzahn!" sagt der Herr Doctor, nachdem er ihn mit Mühe auögerissen bat. Seh'n Sie sich blos das Luderchen an!" Das Luderchen?" wimmert daS Opferlamn:. Weeß Knebdchen, a gerissenes Luderchen!" Kindermund. Mutter: Ot. to, bist Du in der Sonntagsschule geWesen? Otto: Ja, Mama! Mut ter: Deine Hände riechen ja aber so nach Fischen! Otto: Ja. Mama. wir haben heute die Geschichte von JonaS und dem .Walfisch gehabt! ' I hr P e ch. Duector: Ich wurde (Stf tnfrfstA ntm fnnnntren f?rn!tTf?nf w. 'r "D0" "r u Dem Publikum haben Sie ja gefallen. aber der Rezensent, der Rezensent! Der sp' '- ren leider die musikalische tri;r.r,c ab! Sängerin: Oh, na ii! 2 er hat allerdings bei mir kein (3tDz senden. Deshalb! t 0 ! z. Flickschuster (der die GemewocÄi:?'.:! stelle erhalten): . So, das Wr.h,$ heb' ich mir auf, damit ich mitten .Nindern einmal zeigen kann, wie :!'h ich angefangen habe!" 3 r r:Y3 '6 1 vx 1 1 1 i. Also Du bist w'.t rühmten Virtuosen S. verlok' ,Ia!" - Ist er denn so., zärtli -yr O ja! er küßt $ adac;:i

0