Indiana Tribüne, Volume 20, Number 9, Indianapolis, Marion County, 26 September 1896 — Page 1
x o 7 y CS . -6- I n sVf kVrt Y OO l5 r n s ' s r n i U'-.iy v v o W V v w o y y v Office : Mo. 18 Oöb Alabama Straße. J chraasa 30 Indianapolis, Zndiana, Samstag, öen 26. September 1896. No. 0
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Massen-
Versammlung in der Mozart-Halle, Montag, den 28. Sept. um 3 Uhr Abend. Unter den Auspizien der deutschamerikanischen Gut - Geld - Liga. er . v v.a Ol V . c . n . . . c . . Herr Philip Nappaport HcrrEmtt v Schleinitz, Redakteur iel .LouiSville uzeiger.Das lrcutio(5omit : H Lieber. . Jraak I. Edenharter. Präsident. orfitzer. T. IM. T lld. W.W. incinnafi n Lrcursion $1 Sonntag, 27. Sept. 118 1dl CiÄfl!lIläii fl! CM(!iffll LJ8 Uäiii WlliMUfttt IfaV-tt-gU-Zwei Spiele Ein preis. ' I Spe,ial,ug verläßt den Bahn Hof um 7 15 Morgen?. te Im- 1 Sjir-teiii k l Samstag, 3. Oktober 1896. werden . CXU.. a.. 114 UCUC VVIItU WWrfM. Die wöchentlichen Beiträge sind nur 25c pro Antheil. Keine Verluste beim - I Austritt. i 7 -; 'mn ! .LLfcibllUiJl IIIaL. 5?otlc ia hereby given tdKl td Lurver LuM ! Ut Sviv!k soeitio Xo. Vill eler tkr I Director for the trni of three year on atardayerenine, 7.30 P. M., October lOtb 1896, at the usual meetioff place, "Das Deutsche Haua." ARMIN BOHN, Sec'y. Moderne Schuhe für Damen, Herren und Ainder I in größter Auswahl und zu den billigften Preisen, in dem allbekannten, zuverlässigen (Si i4lltn u niltt tsVVll J von M. MODE, 93 Gst Washington Str. Der 4Cigavrenlnden 7 Ost Washington Otr. empfiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorten einheimischer und importirtea Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller Rörnler. m "I XXVvrFV Mvr?MlMV SLrJMbt rrltr 1 1 m - A SsichenvestMeV, Office : 26 Süd Delavarestr. LtäSe : 120. 122. 124, 12, 123 Oft Pearlftr Televion Offen Taa und aüt Aergert Dich Dein Auge ls xtt (I icht A nd werfe e tcht o Dir. sesdern ende tcy an H55Z , IV icjtS . rm-lANÖn 2rf& 0PTICIAN-Uc!9 " m ii iniy mm Rni.ki 94n.rtNn.u ttnuüM nui&c Ttr für Dein, ug nferttat. SSftttcheugeu erde schmeril.I man ktngejeHt. Qeillen tstrlrx den hefte Lkethode te nge a j
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Quod licet jovi, non licet bovi, d. h. was den Jale Studenten erlaubt t, ist noch lange nicht dem (Stimm) Vieh erlaubt. Wie hätte sich wohl die berittene Polizei verhalten, wenn statt der Stndenten, 500 Arbeiter in so flegelhafter Weise Herrn Bryan niedergebrüllt hätten? Wahrscheinlich hätte sie wieder einmal das Vaterland vor Anarchisten gerettet durch energischen Gebrauch ihrer Säbel und Knüppel. Das Vorkommniß . ist eine weitere Illustration zur NMeit des amerika Nischen Collegejünglings, sowie der Gleichheit vor dem Gesetz. Ueber die im Allgemeinen be kannte Erfahrung, welche Schweden mit minderwerthigem Gelde und mit dem von unseren Popokraten und Populisten verfochteuen Dogma gemacht hat, daß das Geld ein Geschöpf des Gesetzes sei,! entnimmt die 3lls. Staatszeitung" einem interessanten Artikel des in Chicago erscheinenden schwedischen Blattes Hemlandet" aus der Feder von Dr. I Iahn 6ncmar folgendes Nähere : I Schwedens Eeldwährung war ursvrünalicb auf den Riksdaler baürt. eine Silber-Münze von ungefähr dem Silbergehalt unseres Trabe-Dollars, Cr war in 32 Oere getheilt. Aber in!
Folge oer vielen nege hatte die Ne-Iwerrnemgen, wuroe oer geieKilcye gierung den Feingehalt nach und nach! Werth des Kupferthalerö auf die Hälfte
. . A I verringert, so daß von 1624, wo noch! volle Riksdaler aevraat wurden, bis 1718 der Werth der umlaufenden Tha4, 4 r ler nach und nach aus die Hälfte, später sogar auf ein Drittel des Riks- oder!
Specie- oder Währungsthalerö sank.ikunft nur 2 Silber-Oere werth sein
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genug, oap cymeven auc öicmüuic, urni x cc upicc äu ui
r. lu, y, hff, u fier solchen Geldverschlechterung . sich o i " 7- i nothwendiger Weise ergeben, ' so waren c fv fr c I vleseioen gering im Aergieicy zu oemi Unglück, welches hereinbrach, als eS sich! daran begab, das Mittel zu gebrauchen, w,s - S Ri n hufA dererlangung guter Zeiten empsiehlt. I "V,- V' .7.. .. l AIS unter Karl dem Zwölften der I Freiherr Görz im Jahre 1716 schwedischer Finanzminister wurde, erließ er! einen Befehl, wonach alle Verwalter! von KirchenfondS, Schulfonds und Ar-I uienfonds dieselben der Regierung liefern und dafür von der Reaieruna I ausgestelltes, durch den Grundbesitz des sammten Landes gesichertes Papiergeld nehmen mußten. Dadurch wurde ! zunächst eine Fluth Papiergeld geschaf-1 fen. Herr Görz faßte dann dieselbe . rr. e , 4 t I
poce, weiqe unere iioerieuie unoi'scylveoen eine u ungeheure nzuyt
Fiatiften haben, daß nämlich Schweden! ohne Hilfe und Zustimmung anderer! , Nationen sich sein eigenes Finanzsystem I schassen könne. In Folge dessen ließ er alle Kupfer-Oere, die er erlangen konnte, umprägen und nannte sie Sil-ber-Thaler, 'ja er erfand für sie denI selben Namen, wie unsere Silberfreunde für den zukünftigen sreigeprägten Dol-l lar. Er nannte ihn den Thaler der ! Armen." I Auch Herr Gör, glaubte, dak durch reichliche Prägung von Kupfer das I I Kupfer dem Silber gegenüber im Werthe anziehen und demsclben schließlich gleichkommen werde, und auch er gab sich der Hnffnung hin, daß durch daö billigere Geld die Produkte der Arbeit im Preise steigen, der Farmer mehr Geld für sein Vieh und Getreide er ss hi ftjrfiffi& Gtf trfir uttvitf vtfr vyiwvvktvip vv ...v. und die Zahl der Arbeitslosen sich in zZolge oejjen vermindern kurz, oap ein allgemeiner Wohlstand sich einstel len werde. Karl der Zwölfte scheint die Ansich ten seines Ministers nicht getheilt zu I haben. Er ließ sich nur nach längerem Sträuben bewegen, den betreffenden Erlaß zu unterzeichnen und verbot sem I Bildniß und das schwedische Wappen I auf die kupfernen Silberthaler zu Prä-! gen. Auch Herr Görz hatte Anfangs nicht die Absicht, eine unbegrentte Zabl dieser Armenthäler," welche sich später beim Volke den Namen Unglücksthatxf' erwarben, zu prägen, sondern wollte dieselbe auf 2 Millionen beschränken, Aber nachdem einmal die schiefe Ebene beschulten war, gab eS kein Aufhören, und bis zum Tode Karl des Zwölften im Jahre 1718 waren bereits 40 Mill. Kupferthaler geprägt und über 26 Mill. in Umlauf gesetzt. Um den Umlauf zu sichern, wurden dieselben zum gesetz - lichen Zahlungsmittel gemacht. WaS var nun die Folge? Ueber
Nacht war alles Silbergeld aus dem
Verkehr verschwunden und in die Chicago, Cincinnati, Cleveland, 3nStrumpfbank gegangen. Die Preise dianapoliS, New Jork und San Franstiegen, wie Görz erwaxtet hatte. Alle ciSco gewählt.
Artikel hatten zwei Preise, einen in Kupfer, den andern in Silber. Eine Elle Tuch kostete 4 Riksdaler oder 50 Kupferthaler. Um dem ein Ende zu machen, erfolgte ein neuer Erlaß, wonach ein Jeder, der für einen Artikel einen höheren Preis in Kupfer als in Silber forderte, das Vierfache des Werthes als Strafe zu zahlen hatte. Darauf antwortete das Volk damit, daß es fast gar kein Geld brauchte, sondern auf die primitivste Art des Verkehrs, den direkten Austausch zurücksiel. Der nächste Schritt der Regierung war, alles im Lande vorhandene Silber zum Austausch gegen Kupferthaler einzufordern und alles nach dem 1. Juli 1718 vorgefunde Silber mit Consiskation zu bedrohen. Sofort verließ alles Silber heimlich das Land. Schweden war auf einer Kupferwährung ange langt. Natürlich mußten jetzt immer mehr Kupferthaler geprägt werden. Trotzdem die- Regierung Geld wie Heu hatte, war die öffentliche Schuld beim Tode Karl des Zwölften auf 60,000,000 Tbaler angewachsen. Die erste Sorge des im Jahre 1719 zusammentretenden schwedischen Parlaments war, diese Schuld zu verringern. Um dies zu be 4 0 l herabgesetzt und daS Volk wurde ange wiesen, seine Kuvfertbaler auf die Münze zu bringen, und für jeden Kup m ' ferthaler nicht etwa Silber, sondern denselben Kupferthaler, der in Zu r rn . . v i 1 a.u:...rt ... . UfttMMi. r i o Mit diesem Papiergeld ging es wie mit' jedem Papiergeld, hinter welchem er fi.ti. . v . I . rein Berircruen ticqi, er wuroe, je mehr davon ausgegeben wurde, je werthloser. 3m 9nr -rfnsrtf -in n-u Herabsetzung und Werth -Halbirung des V" Kupferthalers er sollte von da an nur noch 1 Oere werth sein, und daS war sein wirklicher, sein metallener und merkantiler Werth. Man hatte endlich daS billige, d. h. überwerthete Geld satt
aus-bekommen. DaS Papiergeld wurde einfaö außer Kurs aesebt.
Und was war die Folge gewesen? Tausende, welche ihr Ersparnisse in diesem schlechten und billigen Gelde an gelegt hatten, waren ruinirt, und nie hat das fleißige und sparsame Volk der ftli V . .t . . Of ts unfreiwilliger Bettler zu ernähren ge habt, wie in jenen Zeiten. Tausende von Farmern, welche in den harten Zeiten zum Verkaufe ihrer Farmen ge Izwungen worden waren, sahen sich auch noch des letzten RefteS beraubt, der ihnen nach Bezahlung ihrer Schulden geblieben war. Schweden hat ein Jahrhundert gebraucht, ehe es sich von den Folgen der Görz'schen Finanzpoli tik einigermaßen erholt hatte, und mit Recht schrieb im Jahre 1730 der schwedische Dichter Karl Snoilsky : Billirn n . 1t . . ... .f 9" eio in ein ueoei, vor weicyem njer gurer on sur aue unI ano uno Zvoir m naoen oewao ren möge !" Di(is)lii(idürijlfii. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter; kühler am Sonntag. Die Brauerei - Arbeiter. Cincinnati, 26, Sept. Die Nationalcondention der Brauerei-Ar-better gedenkt morgen ihre Berathungen zu schließen. Heute wurden Aenderun loen der Conftitution berathen. Mit großer Majorität wurde der vorsch'ag der Einfübruna eine Pfäftbenten und Bleeprafidenten niedergestimmt und ebenso der Vorschlag, fortan jährlich, statt wie bisher zveijährlich, Conventionea abzuhalten, i Die Wahlen resultirten wie folgt : Nationaler Sekretär, Ernst Kurzenkaabe, Ot. LoüiS, und Jacob Franz,' New Sork, Redakteur deS SreverS Journal. Cha,. F. Sechthold, St. LouiS. I Die Wahl deS Schatzmeisters wurde, wie bisher, dem nationalen (Zxekutivkoite übnlafftn. Nitgliedtt dt) w
tionalen Yxekutivralhes wurden auS
Eine angenommene Resolution indossirt alle von der Föderation af Labor anerkannten Union LabelS. Boston wurde als nächster ConventionSort gewählt. Röntgen strahlen in Chicago. Chicago, Sll., 26. Sept. Sin Röntgen-Labortorium ist vor etlichen Wochen im zehnten Stockwerke des Schiller - TheatergebäudeS von Dr. Otto Schmidt und dem ElektrizitätIngenieur Wm 3. Fuchs errichtet worden. Die meisten der hiesigen Hospitäler senden Patienten, welche Schußwunden erhalten haben, diesem Laboratorium zu, wenn die Umstände eS geSatten, um den Sitz der Geschosse oder Krankheitserreger festzustellen, ehe ein operativer Eingriff gemacht wird, und zahlreiche Photographien bezeugen deren erfolgreiche Aufsindung. Dr. Otto Schmidt ist ein Sohn des greisen Anarchlften Dr. Ernst Schmidt, Herr W. C. FuchS ein Sohn des jetzt in Pot. dam weilenden und an einem großen kunstpllosophischen Werke arbeitenden Musikdirektors ZuliuS Fuchs. m in Ausland. Kein Bremer Schiff gestrandet. Amsterdam, 26. Sept. Zn Berichtigung der gestrigen Depesche über en gestrandeten angeblichen Bremer Dampfer ist zu melden, daß cö kein oeutscher. sondern ein spanischer Viermaster Hugo" war und die Mannschast gerettet ist. Deutsch land durchWilhelm blamirt. Berlin, 26 Sept Du 7,Fränkfurter Zeitung" hat EtwaS erfahren. waS in ganz Deutschland daS peinlichste Aufsehen und Mißbehagen erregt. Zehn Tage nach dem Armenierassaere zu Constantinopel bat der deutsche Botschafter daselbst dem Sultan im Namen deS Kaiser? ein großeS photographischeS Gesammtbild der kaiserlichen Familie überreicht; als Zeichen besonderer Freundschaft deS Herrn Wilhelm für den Mann.'welchen Slad ftone nur mit den Worten : der große Mörder" bezeichnet. Humbert getauft? Köln. 26 Sept. Die von Kirchenrath Fricke herrührende AngabeKönig Humbert von Italien sei nSgeheim zum ProtestantiSmuS' übergetreten, wird von der katholischen Kölnischen BolkSzeitung" für wahr gehalten. Interessantes auS Deutsch' land. Alvary schwer erkrankt. Die Sozialdemokraten. Berlin, 26. Sept.' Räch dem Tode der allgemein betrauerten unersetzlichen Wagner-Sängerin KlasSky kommt die weitere Unheilsnachricht aus Hamburg, daß daselbst der größte Wag nerTenori t Zvcor Aivarv na einer zweiten Darm. Operation unterziehen muß Die erste ward im Juli in Kissingen vorgenommen. Der hier auf Urlaub weilende Gouvernör von Dtulsch. Ostafrika, Major Dr. von Wißmann, ist gefährlich er krankt. BiSmarck'S Antwort-Brief an Gou. dernör Culberson von TexaS, in dem er seine Sympathien mit der bimetallistischen Bewegung in den Vereinigten Staaten bekundet, Überraschthier Nie manden. Die in dem Briefe enthaltene Bemerkung, daß er seine Ansichten in der WädrungSfrage. solange er im Amte war, Fachmännern gegenüber nicht habe alS unfehlbar richtig hinstellen vollen, erscheint aber nicht den Thatfst5t entsprechend, denn bereits im Jahre 1879, als er schon durch leine Großgrundbesitzer - Privatinteressen ganz und gar mit dem Agrarierthum verwachsen war, erklärte BlSmarck, die Anhänger der Goldwährung führten ihn in den Sumpf. Und die Folge dieser Ueberzeugung war, daß erden damaligen Neichsbank-Präfidenten von Dechend anwies, die Silberverkaus einzustellen und veiter die Silbertha ler in unlimitirten Quantitäten in Zahlung zu nehmen. ES baren daS deideß Maßnahmen, selche, vie das
Ludwig Bamberger in seiner Schrift
Die - fünf Milliarden" ausdrückt, Deutschlands Goldwährung als eine imaginäre charakterifiren. Der sozialdemokratische Vartei-Ver-band desössentlicht, wie alljährlich kurz vor dem Parteitage den Jahresbericht. Die ZahreSeinnahmen beliefen sich auf 270. die Ausgaben auf 230 Tau send Mark. DaS Centralorgan Vor wartß"warf 62.000 Mark Ueberschuß ab. Die anderen sozialdemokratischen Blätter dagegen erheischten einen Zu schuß von 70.000 Mark. Die Zahl der Beitrag sendenden Orte hat, infolge schlechter Zeiten der Arbeite, um 111 abgenommen. Der Frauen - Congreß beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit der ieioersrage. Die vtekerenttn war grau Dr. S. Prölß. Sie empfahl die Königin Louise-Tracht, aber ohne Deeollete, und regte die Einrichtung eineö Ateliers als Versuchsstation für dernünftige grauentracht an. Referenlia Fcau Spener verwarf Rock,' Unterrock, Corset und die jetzige gesammte moderne Frauenkleidung. : Schiffs. Nachrichten. Angekommen in : Bremerhaven: Aachen" von New Jork. Hamburg: Fürst Biömarck" von NewFork. QueenStovn, Abgegangen: Teutonic" von New Aork. New Jork: Weimar" von Bremen; Vlormanma" von Hamburg. Abgegangen: La GaScoane" nach Havre; Lucania" nach verpool; Fulda" nach Genua" via Gibraltar; Maaödam" nach Rotterdam via Bouoane; Furnesfia" nach GlaSgow; ,3talia" nach Genua und Reuvel. Southampton: Augusts Victoria" nach New Jork. Vt o v it t e T7,Ctti) "of Ztomt" nach New Sork; Pa.fian" nach Montreal Liverpool: Britannic" von New öork; Taurie" nach New Lork allerlei. v t . . ü v - n t I s i ii Cigarettenrauchen ist dev 17 Jahre alte Robert Allen in Cumberland, Md., irrsinnig geworden. Trotzdem er in dem Hause seiner Eltern bewacht wurde, gelang es ihm. zu entkommen und aus dem Fenster zu springen. Der Wahnsinnige wurde spater wieder eingefangen und nach einem Irren hsuse gebracht. Ein trauernder" Gatte Namens Newman hat in dev Baptistenkirche von Busfalo Valley. W. Va wo ihm am Sarge seiner dabmgescyiedenen Frau Trost zugesprochen wurde. den herben Verlust, sogleich durch eme Andere ersetzt. Zur peinlichen Ueberraschuna' der .Leidtragenden trat plölich der Wittwer mit einer Cousine seiner verstorbenen Frau vor den Altar. zeigte, dem Seelsorger eme Heirathslicenz und ließ auf der Stelle die Trauung vollziehen. Die Kochkünstler August F. Mueller, StaniSlauS Andre. Ga. ston Marineaux. Theophile Menard und Hermann Kühn, welche auf dem Dampfer .Paris" m New York emtrafen, waren unter dem Verdachte, in Verletzung des Arbeitercontract - Gesetzes eingewandert zu sem, in Hast genommen und nach Ellis Island gebracht worden. Angeblich sollten die Leute sur em New Yorker Hotel engagirt worden sein, trodem sie betheuerlen, nur nacy .merna gekommen zu sein, um die Küche unseres Landes kennen zu lernen. Die vom HilfsEinwanderungs - Commisscir McSweeney angestellte Untersuchung ergab die Grundlosigkeit des Verdachts, und den fünf Küchengelehrten wurde das Landen gestattet. ' Die Kufleute in Mikton. Pike County, Jll., waren seit längerer 14 ViVUlUy, U., IVUVWI ttUaWVV .it ark,n, yl,f.? Sn.s.iii aew,sen
dadurch, daß ihnen von unbekannter ' Sn9 verschiedenen Spiele befanHand allerlei Sachen, namentlich den. Die Zacher bewegen sich in Schnittwaren, aus ihren Geschäften . Scharnieren und sind besonders geentwendet wurden. Dieser Tage nun ' Mt un ergebracht. T Platte des
hielt eine dev Töchter deS in dem Orte ansässigen John Shaw Hochzeit, und dabei bemerkte einer der Bestohlenen. '' ' w!... daß ihr .Ehrenkleid" aus genau der - selben Art Stoff geertigt sei. welchen er erst kürzlich von auswärts hatte kommen lassen. Auch andere Stücke der Garderobe kamen ihm so .intim" hor hnh , 5,uSsuckuna die 5?oloe war, und Papa Shaw bekannte, durch wiederholte Einbrüche in die Läden des Ortes dem Glücke seiner vielgeliebten Tochter Vorschub' geleistet zu haben. Man gestattete ihm. nachdem der iunot Katt- für den Troilsseau" be zahlt, den Staub Milton's und in Milton. wie in allen derartigen Land- L stadtchen wirbeln dergleichen Sachen aanz bedeutenden Staub aus tM seinen Füen z schutln
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kanischen Republik hat sich dieser Tage wieder mit der Gottlosigkeit" der Johannesburger zu befassen gehabt. Es ist ihm eine Petition zugegangen, die viele wackere Buren, die in der Nähe der Goldminen wohnen, unterzeichnet haben. In dieser Petition wird um den Erlan eines Ge setzes gebeten, das es verbieten soll. Dynamit in die Wolken zu feuern, um dadurch Regen herunterzuholen. Der Abgeordnete Wohlmaraus, .der die Petition befürloortete. , meinte, diese Praxis der Johannesburger müsse den Zorn Gottes aus das Land herabrufen, und der Vorsitzende erklärte, in die Wolken zu schießen, sei geradezu monströs. Es sei das eine directe Herausforderung des Allmächtigen und müsse zum Verbrechen gestempelt werden. Umsonst behauptete ein Abgeordneter, Namens Birkenstock, es handle sich blos um wissenschaftliche Experimente, und was man gegen sie vorbringe, könnte man gerade so gut gegen den Blitzableiter vorbringen. Die Majorität, de? altväterlichen Herren ließ sich ihr Gefühl durch solche Sophistereien nicht verwirren. Unter dem Namen Heraustrommeln gibt es auch im bergisckien Lande eine Art Volksjustiz, die neulich in Radevormwald zu entsetzlichen. an Revolutionstage erinnernden Auftritten geführt hat. Das Verfahren dieses Heraustrommelns ist im allgemeinen folgendes. Wenn ein Ehemann sich ehelicher Untreue schuldig gemacht hat. so versammelt sich das Volk zu Hunderten des Abends vor dessen Wohnhause und bringt dem Missethäter eine greuliche Katzenmusik dar' bei der Ofendeckel. Lampencylinder, Peitschen und sckrille Pfeifen die Hauptinfirumente bilden. Dies Concert wiederIjolt sich an drei aufeinanderfolgenden Abenden. Neulich Abend nun wurde wieder nach langer Pause einem LandWirth in vorgenanntem Orte ein solcher Ohrenschmaus bereitet. In seiner Wuth schoß derselbe auf die Menge und traf einen jungen Mann derart in den HalS, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Das Schlimmste aber ereignete ficfi als ein hochgestellter Beamter der Stadt, der in derselbenWeise beschuldigt wird, herausgetrommet" werd?n sollte. Au Hunderten bat. te sich die Menge auf dem Marktplätze versammelt Das Concert begann. Die Polizei mit dem Gendarmen ' war machtlos, besonders da sammtiche Laternen des Marktplatzes ausgelöscht waren. Als endlich der Gendarm dazu überging, unter die Menge zu schießen, als auch schon einer durch eine Kugel verwundet in's Krankenhaus getragen werden mußte, ergriff die Menge eine solche Wuty. oan ein sturm aus das I Ratbbaus erfolgte. Die Ziegeln eines Neubaus, abgerissene Schiefer. Pflastersteine. alles mögliche diente als Wurfgeschoß, und bald waren sammtliche Fenster des Rathhauses zertrümmert. Eine strenge Untersuchung ist eingeleitet und für die Folgezeit eine größere Polizeimacht aus den Nachbarstädten herbeigerufen worden. DerBäckerBechtoldaus Rineck (Unterfranken) ließ, nachdem er einige Zeit in Metz beim 4. bayerischen Infanterie - Regiment gestanden hatte, nach Mittheilung seines Feldwebels an Bechtold's Vater Spuren von Geisteskrankheit erkennen. Anstatt ihn nun zur Beobachtung in eine Irrenanstalt zu verbringen, wurde diese Veobach tung in der Kaserne angestellt. . Das Ergebniß war. daß Bechtold als Simulant angesehen wurde, der durch entsprechenden Drill und ' Bestrafung gebessert -werden sollte. Erst wurde er mit 3 TagenMittelarrest und dann mit 18 Tagen Tagen Dunkelarrest bestraft. Aus dem Dunkelarrest entlassen, wurde er wieder zum Excercierplatz geführt, woselbst er das Gewehr weit von sich warf und den Versuch machte, sich in den vorüberfließenden Moselkanal zu stürzen. Er wurde noch rechtzeitig davon abgehalten, und nun erst verbrachte man ihn in die Irrenanstalt Saargemünd. wo seine Geisteskrankheit auch thatsächlich' festgestellt wurde. Auf Grund des Kunstlerparagraphen in der deutschen Wehrordnung hat wiederum ein Handwerker, der in Berlin ansässige Kunsttischlergeselle Hans Ewald, die Berechtigung für den einjährigen Dienst erworben. Ewald hatte während seiner Lehrzeit einen Spieltisch angefertigt, worin sich eine ganze An1 " " '.. , ' ' ' zahl von Fächern für die Unterbrm Tisches ist eine eingelegte Arbeit, bei ver verschiedene edle Holzsorten in wiederkehrenden Mustern benutzt sind. r i r i , , , " . .De Bnfert'gtt sandte diese Arbeit Ersatzcommission em und erbat '.uf Grund darauf bxt i Maffuna ran .nnlahrig.n Dienst; diese wurde ihm I ?ch nach Anhörung von Sachverstän- . W a E S l 0 h n t s i ch, Hood'S Sar taparrua zu gebrauchen er reinem Blut braucht Zdr keine Angst zu haben vor Grippe, Lungenentzündung, Diph .teritis oder Fieber, Hood'-ö Pflanzen von den auöaesucd'eftenPillen sind sorgsäliigft zube-reitet.
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Ilusere vorueslicken ?!asakeQdiere;, äaruOter (ieber's Tafelbier, Schmidt's Budweiser und Maus Topaz, haben sieh laengsr in der Gunst des Publikums festgesetzt. In der That haben Publikum wie Chemiker und Fachleute sich das uer entschieden, dass es heute keine kraeftigeren, gesunderen und wohlschmeckenderen Biere im ganzen Lande giebt als die der Indianapolis Srewing öo. Bestellungen auf Flaschenbier mache man per Telephon, 578, oder im Tonica Tempi,
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