Indiana Tribüne, Volume 20, Number 3, Indianapolis, Marion County, 20 September 1896 — Page 5

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VffenerZchreibebriefdes Philipp Sauerampfer. Ceprrfght xlg6 by the Germ a Press & Plt Co. Mein lieber Herr Redaktionär ! Do wäre mer also glicklich in Hamburg ange komme ! No, No, was sin ich so froh ! Wisse Se, die letzte Tage an das Boot, die wäre ja nit so arg schlecht, awwer das stettige Schehke von den Stiemer hen ich putmier nit mehr stende gekonnt. Der Wedesweiler Hot den ganze Rest von den Trip in's Bett liege gemißt. bekahZ er wär sonst an den Mastbaum geteid rcorde. Awwer es is nor een gut Ding, er kann mich nit for blehme. Was Hot er auch vor Bißnih hinner die Viehmehls herumzuschnieke un Mäsches zu mache. Wei, do sin ich doch dlsferent, sor mich sin blseids mei Lizzie gar keen annere Viehmehls in xt Ersistenz, es mißt denn grad eobes arig gut guckiges sein. . Well. Herr Redakhonar, Hamburg is e schöne Taun. Nor hen die Leit so onniae Häbbits. Alle paar. Schritt bot mich eener .Hummel zugehallert. Wenn ich mich erumgedreht hen, dann Hots geheese: Sw ls keen Hamburg'sche Jungen. Was das meint, seu hen lch os Kohrs nit ausmache gekonnt. Ich hen auch mein Kopp nit weiter driwwer aebattert. Jwwer noch eens hen ich gewunnert und deß is. daß mer in des Hamburg noch so arig mit die deitsche Lengwitsch bihind Teim is. Denke Se nor emol, geh ich do in en Barwerschapp um mich e wenig diesent gucke mache zu lasse. Was kann lch duhn sor Ihm? Hot der Barber gesagt. In de erschte Platz gleich ich en diesen Schehs zu hen, awwer arig klohs, mei Schkinn kanns schon stende. Dann kannst De mich mei Witskers e wenig trimme und mei Haar e wenig klippe un ordentlich sponsche. So hen ich gesagt, deß war doch gut genug for einigen Mensch zu verstehn; awwer was wer'nSe denke, dreimol hen ich die ganze tohrie repiete gemißt, und dann is der Barwer hinne us sein Buckel gefalle und Hot alle Vier von sich gestreckt. Ich hen schuhr gedenkt, er hätt e Rehser geschwalloht und wär dran soffekehtet. Wie er Widder rikowwert ls. do sagt er, ob das was ich zu ihn gesagt hätt nit am End e Rezept for Disspeppsie wär, den Stoff den ich hawwe wollt, den hätt er nit an Hand, dofor mißt ich in die Appetehk gehn. Jetzt denke Se emol an, Hot der Feller noch nit emol oviel deitsch gekonnt, for mich zu vertehe! Sell biet doch einiges! Wenn ch zu mei Kinner sage, ich denke, ich nemme en Schehf, dann holt mich das eene mei Rehser, das annere mein Kopp, des dritte mein Sträpp und das vierte e klienes Taul. Geht mer doch eweg mit die gute Ettjukehschen in Schermenrne, wenn se ihr Kmner mt emol deitsch lerne. Well, en Schehf hen ich unner alle Zirkumstenzes hen gemißt un ich hen dann feinelle dem Barber Seins und Moschens gemacht, was ich gewollt hen un dann erscht Hot er mich Verstanne. In die Zeit wo ich mein Schehf genomme hen, war der Wedesweiler in das Zollamt un Hot sei Bäketsch geholt. Wie er Widder ausseit kam. do sagt er: Phil Hot ex gesagt, du besser gehst jetzt inseit un kriegst dich dein Stoff, die Affissers hier sin arig diesente Leit. lch hen keen Penrne zu bezahle gemißt. Allrecht," hen ich gesagt un sin innseit. Ich hen nit ausgesunne. daß die Leit so diesent sin. Bei Gasch. was hen mich , die angeschnautzt! Newer t i . - T i je metno. Yen icn geagi, icg im en ameiiken Zittizen un ich ekspekte, daß Sie mich in en diesente Weg triete. sonst schick ich Jhne emol for e Tschkhnsch den Onkel Sam uf de Buckel." Was kehre mir for Jhne Jhrn Onkel." sagt der Feller, mir gewwe nicks drum und wann Se auch noch Jhne Ihr Tante erbeibringe. In dies Kontrie, do heißt: Order parirt un wer sich nit behehfe duht der werd eingesponne. Die Juniform von unsern Kaiser muß rispektet werde UN sell is all." Wie er den Weg gesproche Hot, do hen ich mein ZNeind ufgemacht un hen kee Wort mehr gesagt. Ich hen doch nit am erschte Dag schon widde? in Truwel kumme wolle. Er Hot dann mein Tronk getackelt un Hot mich gefragt, ob ich ebbes drin hätt, was Dutti bezahle mißt. Nosser," hen ich gesagt, ekzept e paar Stackins und Neckties un sonst noch e bische Stoff fox gnzeziehe is gar nicks drin." ' Er Hot awwer niks UM, mei Stehtment gewwe und Hot den Tronk ufgemacht. Aha!" Hot er ge sagt, is deß vielleicht nicks? Sin se Stackins? is sell Stoff sor anziehe?" Dobei Hot er e Backs Sigahrs erous geholt, un dann e Golden Watsch un e Koppele Deimend Pins un e paar Päcketsches Tuwack un zwei neie Suht cher un so sott. Herr Redaktion, in selle Mobment. do ben ich aeschwore. Des Hot mer to&ajl, wann sich die Weijber um alles bekimmere. WIs Hot die Lizzie for e Bißneß, mich so en Stoff einzupacke? Ich hrn grad aefiehlt. a!S wann jch das Zeug gar nit ekzepte sollt. Dann he jch flwwer wieder denkt, die Lizzie deht am End insoltet .fiehle. wann ich so miehn wär.' Well ben ich gedenkt, du drückst emol e Auge zu. mehbie die Lizzie will hawwe, daß ich die Uhr an ih Ehntie for e Pressent gewwe soll, un Hot ihr schon driwwez aesckriewwe. How mytsch is es?" hen ich gefrazt. Do hen Ze gesickert, wist alles un nas evau: e va oe luno oo Ware se mit durch. Was wer'n St denke, was es war? Sechzig MuW cher Hot die Bill gemacht un dobei hen dik ffellersch auch noch die tzsigayrs ge

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rcmr un e Pels von mem'TuwaU geschmohkt. O, ich hen erig mien ge fiehlt, awer, was war ze thun, ich hen bezahle gemixt un alles Kicke Hot keen Gut gethan. Der Wedesweiler Hot gesagt, ich wär en verzollter Fühl, daß ich soviel bezahlt hätt. Er in mein Platz hätt gefeit, wie alles. Well, ich hen nicks mehr gesagt, awer gefuchst hen ich mich wie alles. Mer sin dann in en Saluhn un hen e paar Refreschments genomme. Unser Tronks hen mer m das Hotel bei en Ekspreßmann geschickt. Dann sin mer noch e wenig in die Taun erum. Jch muß sage, mir hats mt so ekstra gefalle. Se hen scheene Bildunas, sell is aut genug. auch die Stritte sin hibsch klien un all mitaus Ekzepschen gepehft, awwer das macht all kein Differenz zu mich, wenn emol e deitsche Zitne so wenig sor die deitsche Lengwitsch kehrt, daß die Leit nit emol die ordinärste Kwestschens verstehe, dann hen ich als guter dmscher Mann, wo sein Muttersprach hoch halt, keen Juhs dasor. Jch hens auch den Wedesweiler streht eraus gesagt. awer er Hot gesagt, daß er so weit noch keen Truwel gehabt hatt, un mehbie. ick wär selbst for zu blehme. Jsch dat so?" hen ich gesagt, ich denke, ich, alsVertreter von das gebildete Deitschdumm von die Jüneited Stehts, en Mann, wo nor immer das reinste Deitsch juhst, kann gar so keen beese Brehk mache, daß mich einiger Deitschicnder mt unterstehn sollt. Jch sage Jhne, so en Nonsens von den WedesWeiler kann mich mäd mache! Mir hen en ganze Latt Vier getrunke, awwer mein Juhmer war fort un is auch nit Widder komme. Später sin mer in das Hotel oder Vohrdinghaus, wie mer uf deitsch sagt, gange un hen uns reddig gemacht vor in s Bett zu gehe. Jch hen Wedesweiler noch zu e Nachtkapp inweitet, ich hen doch den gute Stoff in-mein Tronk gehabt. Hoscht du denn auch Witzkie mitgebracht?" Hot der Wedesweiler gefrogt. Schuhr Ding hen ich gesagt, un hen mein Kie an den Tronk getreid." Sell is e scheener Weg." Hot der Wedesweiler riemarkt," daß du mich inweite duhst un gehst an mein Tronk." Sell is mein Tronk." hen ich gesagt. Des is e verdollte Lei," sagt der Wedesweiler, wenn's dein Tronk is, dann schließ doch emol uf." Schuhr genug, soviel ich auch getreid hen. mein Kie Hot nit gefitt. Jetzt denke Se emol an, Herr Redaktionär..hen ich Schoofskopp. ich eefelliger, den Wedesweiler sein Stoff verzollt gehabt! Der Wedesweiler Hot gememt, er hatt gedenkt, ich war doch e bische schmarter. Awer es deht jo schließlich nit viel ausmache, un er deht mer for Widder iewen zu werde, morge mei Karfehr bezahle. Des Ding Hot mich nit gefalle. Jch denke, ich muß e wenig mehr ausgucke, sonst macht d:r Wtdesweiler noch en ganze Monkie aus mich Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn liebe? PhilippSauerampfer. Die ?ileuse. (Berliner Gerichtsscene.) Wat so'n iunaerMensch. der da hwten aus Kassubien kommt, wohl für'n Lejriff davon hat. wie sich hier in Berlln eene Frau zu quälen hat, die bei so'n bisken Schambergarni die Miethe un die Steiern ufzubringen hat, un wenn er zwanzig Mark für Kaffee mit Stiefelputzen un zwee Brötchen gibt, ob er denn wohl jloobt. det ick armet Wurm dabei Seide spinnen kann? . Dies sprach sie, mit einer solchen Schnelligkeit und einem solchen Aufwand von Feuchtigkeit, daß sich in ihren Mundwinkeln förmlich kleine Blasen bildeten. Der Vorsitzende des Schöffengerichts verwies die Angeklagte zunächst zur Ruhe und stellte sodann die Personalien derselben fest: Friederike Schmidt. 41 Jahre alt, unbestraft. Vors.: Gie sinh der Versetzung de.s Briefgeheimnisses angeklagt und werden sich wohl nicht auf's Leugnen legen? Angekl.: Ick bin immer von der Ansicht jewesen, det et jedem unschuldigen Menschen bewiesen werden muß, wenn k? wat jkmacht haben soff. Vors.: Wenn St geständig sind, ist es überflüssig. Angekl.: Ick werde den Beweis antreten, det meyi Schamberjarniste S. een Mensch is, der mir, als seine LYirthin, mehrfach mit Lüjen unter die Oogen jejangen ts; wat der sagt, da wird det Zeucht woll nich allzu ville druf jeden. Vors.: Sie scheinen ja das Muster, einer Zimmervermietherin zu sein. ' AngklltZ Oh. öen Jerichjshys. i v?rmieth, stit zwyls Jahren, un icZ habe Immer blos anständije und nobltz jungeHerren bei mix zu wohnen jehatt, zumeist Studenten, un jesorgt habe ick für sie wie 'ne Mutter, un jedhan, wat ick konnte. Eenen habe ick sogar halb ausjezogen, als er mal so lange bei Schippanowsky studirt hatte, det ihm seine Selbstbeherrschaft abhanden kommen war. Ick habe sie aus allui. Jejenden jehatt, aus Schlesien, aus die ffheinprovinz un aus Ponme.rn, , wi alle sind sie mJUHs? Fileufe zufrieden jewesen; blos dieser . Ostpreuße! AuS diese Jejend nehme ick Keenen wieder, (An den Mundwinkeln zeigen sich wie.der die bedenklichen Bläschen.) Fyrs.; Nun reden Sie blys nicht s? piel. ÜJiß lang? hgt t?I Student, he! Ihnen gewohnt? Angekl.: Zwee Monqte; vom April bis 1. Juni. Vors.: Wer von. Ihnen hat gekündigt? . Angekl.: Me beede, VZensch hatte ja ja? zu fsnderbqre Anjewohn? heitml Wer drwkt denn in'n Monat Mai alle Abend een Jlas Grog? Un det machte er sich selber, un von den

Jucker un det Machen, da iS a die janze Jeschichte herjekommen. Wat braucht denn so'n junger .Mensch eene Braut? Kann er sich nich hinsetzen un lernen, det ihm der Kopp roocht? Un noch dazu eene aus 'ner Corsetfabrik! Vors.: Das sind alles Sachen, die Sie nichts angehen, am allerwenigsten dürfen Sie aber seine Briefe öffnen. Sie sollen den Mann ja in furchtbarer Weise chikanirt haben, nachdem er gekündigt und Sie wegen Verletzung des Briefgeheimnisses angezeigt hatte. Angekl.: Er war furchtbar mißt trauisch. un da kam det von. So mit seine olle jläserne Zuckerdose. Er zählte die Stücken, ehe er wegjing. Als wenn ick mir an sowat verjreifen würde! Er machte aber doch so'ne Anspielungen, die mir ärjern mußten. Eines Dages, wie ick ufräume, sehe ick, det er eene lebendije Flieje in die Dose injespunnt hat. Halt, denke ick. Er will sehen, ob ick die Dose ufjemacht habe, wenn er nach Hause kommt. Ick nehme also vier Stücken Zucker raus, fange noch sieben Fliegen dazu un dhue die in die Dose. Det habe ick jedhan. det jestehe ick offen in. Als ick det Abends in seine Stube komme, sitzt er uf'n Kanapee un kielt fteif in die Dose rin, die vor ihm uf'n Disch steht.

Ick frage ihn denn, ob er sich eene Flief - j ,?Y ' ! H' gcnqeac 3me1.cn roiu, un 0 roare ja recht reinlich, un ob der Grog davon nich eenen Beijeschmack kriegte. Er sagte keenen Ton, wodruf ick bei't Rausiehen blos noch meente: Sie'Kassube, denken Sie denn wirklich, det Sie eene olle Berlinerin mit 'ne Fueze fangen können? Vors.: Wie war es denn nun mit der Geschichte mit den Knöpfen? Angekl.: Ja, denken Sie mal an! Kommt er eenes schönen Vormittags, eene halbe Stunde nachdem er fortzejangen is, wieder nach Hause un hält sich vorne den Rock zusammen un beschuldigt mir. det ick ihm heimliÄ drei wichtige Knöppe losjetrennt un janz lose wieder anjen'äht hätte, so det sie abspringen mußten, als er sich in die Stadtbahn hinsetzen dhat. Un er wäre in die jräßlichste Verlejenheit jekommen. Ick habe blos jelacht, aber denken Sie blos, so wat Eenen zuzutrauen! Vors.: Na, na! Wir wollen kurz noch die Erbsengeschichte erwähnen. Da sollen Sie ihm heimlich eine Erbse in seinen Hausschlüssel gesteckt haben, so daß er natürlich in der Nacht, als er nach Hause kam, nicht aufschließen konnte. Er hat lange stehen müssen, bis der Wächter kam und ihm öffnete. Angekl.: Ach Jotte doch, der arme Mensch! Un det joß jerade wie mit Mollen! Aber wissen Sie. Herr Pr'äsident, die Ostpreußen sind zu jroße Liebhaber von Erbsen; er wird wohl een paar in die Tasche jehatt haben. Vors.: Nun, diese Falle dienen blos mt Jüujtration. Ist es richtig, vatz Ihr Miether Ihnen am 10. Juli einen an Fraulem Flora M. adressuten Brief übergab mit dem Auftrage, ihn nach Besorgung einer Freimarke in den Briefkasten zu sinken? Angekl.: Det kann möglich sind. Denn is et aber ooch besorgt. Vors.: Ja, Sie haben denBrief aber zuvor geöffnet und gelesen. Angekl.: Wat ick woll davon habe, wenn ick so'n verliebten Quatsch lese! Vors.: Am folgenden Tage ist das junge Mädchen zu Ihnen gekommen, um sich nach Herrn S. zu erkundigen. Sie haben es sofort mit den höhnischen Worten angeredet: Ach! Sie sind ja wohl das Ideals Und dadurch haben Sie sich verrathen, denn thatsächlich hat der Briefschreiber dasMädchen mit diesen Worten angeredet. Angekl.: Zufall! Nischt wie Zufall! Warum soll ick nich Ideal" sagen derfen? Vors.: Ja, dagegen läßt .sich nichts einwenden. Die Angeklagte wird durch die Aussage des JaU so belastet, daß ihre Verurtheituna erfolgen muß. Sie soll 30 Mark Geldstrafe zahlen. Verschmähter Liebe Nacht. Jch sagte ihr. daß ich sie liebe, ich weiß nicht, ob mi Ernit war, sie hat mir'S damals geglaubt. Seit ich Rad. fahrer geworden, denke ich anders vom schwachen Geschlecht und betrachte Liebe und Ehe als. sportliches Un glück. Oh, es gab einen gewaltigen Auf. tritt, als ich ihr. einer wohlbestallten Köchin, sagte, daß eö zwischen uns aus sei! Erst ein Sturm van Worten, dann das Donnergrollen der Empö rung mit vorausgehenden grellen Au-gen-Blitzstrahlen. zMt ein. Strom von Vwünichungen. eine Fluth von Thsänen, Ich habe alleZ ertragen, alles, dem Rad zuliebe. Wer sie kennt, wird mich einen Sportsmürtyrer nennen. Jüngst fuhr ich sorglos durch, die Stadt, ich hörte die Kugeln des RadeS leise rollen und . freute mich deS flotten Gangs meiner Maschine; nur Yen Ztit zu Zeit blickte ich um mich. Jäh schreckte ich plSM empor, eln Blick zeict mir sie, dort stand sie an der Ecke, die Blicke starr auf mich ge richtet. Ein momentanes Zittern, ein Vibriren der Lenkstange und fest trat ,ch in die Pedale, das Rad sauste da hin. wie von einer Furie gepeischt (bildlich gesprochen natürlich). An nichts Böses dachte ich gestern, da ram em ;ener ver lzerngen Hermandad einen Zettel im Schnabel nein.' im Ledermäppchen, ich mußte das Papier annehmen, und den Empfang bestatt gen, Jch laS; Strafmandat. Der Radfahrer R. N. ist beschuldigt, am ., ... in rasendem Tempo um die die Ecke der X. und N.Strake aekabren zu sein tf. :c. Strafe: 10 Mark. Sage und jchreive: Zehn Mark. Anzeiger:

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: Zwar konnte . ich ..mich - erinnern, wann, wie und wo ich um die detref. sende Ecke gerast"; keineswegs aber war mir im Gedächtniß, zur fraglichen Zeit am fraglichen Punkt einen Wacht, meister gesehen zu habe::. Heute fuhr ich wieder durch die Stadt. Jch blicke jet immer aufmerk sam um mich, da sehe ich einen Hut, so seltsam bekannt; sie ist's, ja sie ist's, und neben ihr, sogar Arm in Arm mit ihr, ein feister Mann, eine Falstaff.Fi' 'gur in Uniform. Ein vorübergehender .Schutzmann grüßt die zweie. Jch steige ab und frage den näher kommenden Hüter der öffentlichen Ordnung: Er lauben Sie. wer war der uniformirte Herr, den Sie da vorne grüßten?"

vösllche Antwort: Der Herr Poli. zeiwachtmeister Huber mit seiner Braut. Zehn Mark kostet mick die neu Brautschaft der Verschmähten, sie hat ncy an mir königlich gerächt. Rad fahrer. Vorsicht! Beim Souper. Bankier: Sie sind Musittenner. Serr Doctor! Wie gefüllt Ihnen die Stimme meiner Tochter! Doctor: Süperb!" Bankier: ?le stnat des Lied vom Blatt, und sollten Sie einen sveciellen Wunsck haben, so würde es mir sehr schmeichel hast sem, wenn Sie. ganz nach Geschmack wählen möchten!" Doctor: Dann möcht' ich um etwas Käse dit. ten''Nk? V - T9 j.fi -ET" i. V X Asr Auch eine Hilfe. A.: ,Du. ich muß morgen meinen Schnei:er bezahlen; kann ich auf Dich rechnen. wenn mir etwas fehlen sollte?" B.: Selbstverständlich; ich helfe Dir den Kerl 'nauswerfen!" Probat. Wie kommt es denn, daß Ihr Mann keine Bergpartieen mehr macht? Er war doch frü her ein so passionirter Bergsteiger!" .. m rm .... r ... t tTK . Ja logar ein rechter ergsex: )vas hab' ich ihm aber schnell verleidet!" Wie baben Sie denn das gemacht?" Ich bin immer mitgegangen!" . E i n" a n genehmer Schwiegersohn. Vater: . .wie aebt's mit der Kunst Deines Mannes? Verkaust er denn auch . Bilder?" Tochter: .Freilich! . Von denen, die Du uns zur Aussteuer gegeben, ist lein einziges mehr da. Aucb eine Krankheit. A.: Wie geht eö Deiner Frau?" B.: .Schlecht!" . A.: .Ja, was fehlt lyr denn?" B.: Sie leidet an Dienst-boten-Wechsel-Fieber." Modern. Tante (zum Brautpaar): . .Na und nun Kinderchen, zeigt mir auch den Platz, wo Ihr Euch verlobt habt!" Beide: Den gibt nicht!" Tante: .WieÄ?" Leide: Wir haben unS durch's Tele phon verlobt!" . . F 0 r t s ch x i i t."Jhr Student im vierten Stocke ist ja wohl solider geworden?" -7- Hauöwirth: Ja, jetzt kommt er, nach, der Kneipe schon bis zur. zweiten.Treppe!"

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