Indiana Tribüne, Volume 20, Number 3, Indianapolis, Marion County, 20 September 1896 — Page 4
Znvtans Tribüne.
Erscheint Täglich und Sountagv. Die tägliche Tribüne- kostet durch fcnXtfget 1 Zentl per lZoche, die EoantagS.Trbüne Scxtf per Woche. Seide ,uf 15 Cent ibtt es Cent per ,ar. Per Post außerhalb d, .tibt ,uzefchiSt t oraukbe,ahlnz p p, fJac. Oftuii 18 eüd kllabama etratze. Indianapolis, Ind., 20 Sept'br 1896. Soniitstrjs - Mckrei. Ich öffne meinen Bücherschrank und hole mir ein Buch heraus um darin zu blättern. Ich greife nach Borne. Warum weiß ich nicht, vielleicht deshalb, weil eö lange her ist, daß ich hineingeschaut. Ich nehme den ersten Band, ich lasse die Blätter durch meine Finger gleiten, da fällt mein Auge auf daS Wort Geld". Dieses Wort übt im Augenblicke eine viel größere Anziehungskraft auS, wie fönst und wenn man aezwunaen ist. viel über (Selb zu schreiben, dann liest man auch alleS, was Einem darüber zu Gesicht kommt, namentlich wenn eS von einem so bedeutenden Schriftsteller, wie Börne herrührt. Ich höre also auf mit dem Blättern. Ich beginne zu lesen Ueberschrift: Bon dem Gelde" 1L09 Das ist nun freilich lange her, denke ich mir und auS einer Zeit, in welcher man von dem heutigen Währung? streite noch nichts wußte. Dennoch lese ich weiter, ich lese den Aussatz zu Ende und mir brummt der Kopf. WaS habe ich denn nun eigentlich gelesen? frage ich mich; und ich muß ge stehen, ich bin nicht im Stande, die Frage mir selbst zu beantworten. Nur staunend stehe ich wieder einmal still vor der deutschen ich weiß nicht soll iü saaen: philosophischen Gründ lichkeit oder : gründlichen- Pbiloso phie welche alleö bis zu seinen Uran sängen in den Urnebel hinein verfolgt und zu erforschen sucht, daß Einem schließlich alles wie Nebel vorkommt und man ein Gefühl hat, als wäre man benebelt. Die Natur des Geldes beschreiben, daS heißt die Idee deS Staates überHaupt entwickeln". Klar ist mir daö nicht geworden, trotzdem ich den ganzen Aufsatz gelesen habe. Erklärt wird eö durch folgende Behauptung: Sobald sich eine abnorme Menge von Kräften irgendwo angehäuft hat müssen diese Kräfte entweder gleichmä ßig unter alle Glieder vertheilt werden, oder, wo das nicht möglich ist, müssen sie ausgestoßen werden. . Da ein jeder Mensch eine bestimmte Summe von Kräften ausstößt, so wird ein anderer, dem diese Kräfte fehlen, sie aufnehmen und sie sich assimiliren. Hier also be- . ginnt der Tausch. Ist daö nicht deut, lich ? Börne entwickelt nun, wie der Selbsterhaltungstrieb dieses Abstoßen und Aufnehmen von Kräften bewirkt, und sagt unS dann, daß der SelbsterHaltungstrieb die Menschen zusammengeführt habe, denn eS mußte genommen werden, damit gegeben werden konnte. Demnach also ist Geld daS Produkt deS politischen Prozesses, welcher die heterogenen Kräfte deö Staates in eine homogene Masse derwandelt." So, lieber Leser, jetzt weißt Du was Geld ist. Wenn Du eS bis jetzt nickt gewußt hast, jetzt weißt Du eS. Und sollte Dich Jemand fragen, waS Geld ist, dann sag' nur getrost Dein Spruch, lein her: Geld ist daö Produkt deS politischen Prozesses, welcher die heterogenen Kräfte deS Staates u. s. w." und paß mal auf, waS der Andere für Augen machen wird. Wenn er Dich nicht für verrückt hält, kannst Du froh sein. Daö erste, dessen man sich als Geld bediente, war kein Objekt, sondern eine Idee. Sie war der Maßstab, mit dem man den Werth der Dinge verglich." Schade, daß heute da? Geld nicht mehr bloß eine Idee ist, dann wäre der ganze Streit um Vold und Silber dermieden. Nur wäre zu befürchten, daß dir an einer permanentenGeldklemme leiden würden. Denn die wenigsten Menschen haben Ideen, und wenn sie welche haben, taugen sie meist noch weniger, als das Papiergeld der Consöderirten, von dem man bekanntlich einen Korb voll zu Markte nahm, um eine Westentasche voll Stoff zu kaufen. Diese Idee," sagt Börne, müßte natürlich eine solche sein, die in allen Dingen enthalten, oder waS dasselbe 'ist, die man sich bei allen Dingen denUn kann. Geht man alle Eigenschaften der Dinge durch : so -findet man keine, die allen gemeinschaftlich wäre alS Zeit und Raum. DaS heißt: jedeS Ding hatte eine beimmte Größe und ine bestimmte Dauer. Der Raum und die Zeit also waren eS, daS die Preise bestimmte." 2e länger die
Natur arbeiten muß, um irgend ein Wesen hervorzubringen, je höher steht
dieses im Werthe." Man darf aber den Anfang der Produktion nicht: erst n den Augenblick setzen, wo die Menschen ansingen, Hand an daS Werk zu egen ; die Produktion nimmt vielmehr schon da ihren Anfang, wo die Natur -den ersten Keim zum Produkte egte." ES war doch gut für die Menschen, daß man zur Zeit alS Geld noch eine Idee war, noch nichts von Steinkohlen wußte, denn eS ist schrecklich zu denken, wie viele Ideen nothwendig gewesen wären, um einen Centner Steinkohlen zu kaufen und wie hätte man entdecken sollen, wenn die Natur den ersten Keim zu ihrer Produktion legte ? Daö weiß r t i n man ia yeule nocy man. oer oe, dem Deutschen, der Philosophiren will, geht eS nun einmal ohne Zeit und Raum nicht ab. Ob er über Geld, über Schuhwichse, oder über Krautköpfe philosophirt, an Zeit und Raum zerbricht er sich immer den Kopf, den sich und Anderen einzureden, oad er daS Unfaßbare begreife. daS ist der Stolz des deutschen Philosophen. Und er bringt eö fertig, selbst wenn er lateinische Worte anwenden müßte. Da die Neigung zum Gesellschaft lichen dem Menschen angeboren, daS Geld aber nichts anderes ist. als der allgemeine Ausdruck für alle die manniafaltiaen Thätigkeiten, welche die Menschen alS Gesellschaftöglieder lei den und ausüben so fällt der Ursprung dek Geldeö zusammen mit dem Ursprung der Staaten," sagt unser Hörne. Und obwohl daö historisch ganz falsch ist, so ist eö sehr begreiflich, wenn man sich nur erst einmal daö Geld als bloße Idee vorstellen kann. Und wenn du lieber Leser jetzt etwaö mehr vom Gelde weißt, als du vorher gewußt hast, so soll'ö mich freuen, aber ich bezweifle eö. Der Plauderer. Im Taifun. Von Christian Benkard. Alle Mann achter raus!" Gemeichin hat die Mannschaft nicht viel Gutes zu erwarten, wenn dieser Befehl sie nach beendigtem Exerziren aufs Hinterdeck ruft. Es pflegt dann einen Anhaucher" zu gebn. Worte wie Faullenzerei-, Seine machen-, Straf-Ezerziren- fallen hageldicht. darum kommen die Sunder auch schon ganz demüthiglich angerückt, um nachher wie begossene Pudel abzuziehen Was kann aber der Alte heute wollen? Das Bramstengenmanöver ist doch so aut gegangen, wie aus fernem der übn gen hier liegenden Kriegsschiffe, auch lst sich Keiner emes groben Unfugs' oder dergleichen bewukt. Sollte es et wa wirklich wahr sein, daß es endlich heimwärts geht? Zeit dazu wärs ja und dieBnefordonanz, die schon m al ler Frühe etwas von der Heimathsordre gemunkelt, kann ausnahmsweise einmal nicht gelogen haben. Nach dem Frühstück soll in der Segelmacherlast em mordslanger welker Wlmpel ge näht worden sein. Wenn das stimmt Stillgestanden!Da stehen sie im Halbkreis um das Gangspill herum und mit der Front nach der- Kommandobrücke. Offiziere und Mannschaften. Der Kommandant wartet noch, bis die Signalgäste im Großtop ein dickes Bündel aufgehißt haben, einen 'zusammengerollten R senwimpel; dann sagt er: Ich habe der Mannschaft die freudige Mltthe: lung zu machen, daß unsere Heimaths ordre eingetroffen ist. Heute Abend geht die letzte Post an Land, morgen früh gehts in See." Und den Signal gasten zugewendet, ruft er: Reiß' aus den Wimpel, Hurrah! Hurrah !" fällt dieMannschaft hun dertstimmig ein. dieMützen schwenkend und die freudestrahlenden Blicke auf wärts gerichtet, wo von der Spitze des Großmastes ein welßschimmerndes Band m weitem Bogen bis zur Was serfläche herabwallt. Seine Länge beträgt ein Meter auf den Kopf der Besatzung und Allen verheißts eine glückliche Heimkehr. Wegtretend . Die Menge stiebt auseinander und stürmt wie das wilde Heer nach vorn. Es kommt auf ein paar Rippenstöße mehr oder weniger gar nicht an dabei; was liegt daran, daß der oder jener Matrose im Freudentaumel einem Vorgesetzten auf den Buckel springt? Gevatter Barbeiß schreit zwar: Sie sind wohl des Teufels!- Er lacht aber gleich wieder und denkt gar nicht an das ihm sonst so geläufige Strafrap Port!" Vor dem Lazareth im Zwi schendea tanzt Einer Fandango auf ei nem Bem. Dem armen Kerl wurden jüngst beim Geschützezerziren zwei Fußzehen abgequetscht, geschrieen hat er, daß es im ganzen Schiff zu hören war; t$i kanzr er uno fingt dazu, V- .3 . , m i venll cs gcqi ja qeimwaris, zu Tlüt tern. zum Schatz! Ein Signal der Bootsmannspfeife läßt tx Lärm verstummen, und durch C r jd.Vla cirr em oic jiiucn icjawij? yerao: xiue lutann antreten zum Schöps, Es darf geraucyt uno gelungen werdtnZf L. . sritf 4 " w , m. Auaz oas lsiua noy: l!S tjt rem um aus der Haut zu .fahren! Nun fehlen nur noch Tinte. iinb Papier. Essen? Der Suppenschmied soll . mit t r. 1 J Pj ' IY Y rmt zemrn yalienMihkZklazeii oonen iuio
wen ischießen. ''Heimgeschrieben wirdl Und-dann a:hts anDeck, Geschenke
einzukaufen... Die täglich in der Mittagsstunde an Bord kommenden sliegenden Händler müssen von der lxvorstehenden Abreise Wind bekommen haben, denn solche Schatze wie heute ha ben sie noch niemals feilgeboten: Mu schein, Fächer, geschnitzte Holzwaaren, Schmucksachen, seidene Tucher Herz, was begehrst du? Alles so unpraktisch und unecht wie möglich, aberJohn Ehinaman kennt sich aus, gekauft wirds doch. Wenn nur das Geld langte! Einer versucht es, den Zahlmeister um Vorschuß anzugehen. Grinsend kommt er wieder; zwei Dollars hat er bekommen und ist hinausgeschmissen worden. Dieser Erfolg reizt zur Nachahmung,, und schließlich wird beim Vorschußgeben nur noch geflucht, das strengt den Zahlmeister aus die Dauer nicht so an. Das Geld wandert m die Taschen der bezopften Händler, die erhandelten Kostbarkeiten werden m die Kleidersäcke und die Utensilienkasten- derstaut, und allgemach greift eine mehr beschauliche Stimmung Platz. Es ist eme gar schone Sache, so an der Verschanzung . zu : lehnen, über ; Bord zu spucken und mit gelinder Schadenfreude nach den anderen Schiffen hinüber zu sehen, die kein Heimathswimpel ziert. Auch das Absingen der alten Seemanns- und Reservlstenlleder ist heute mehr denn je am Platze, mögen sie auch recht traurig sein, wie das, dessen Schlußstrophe lautet: Ruhe sanft auf weißem Grunde, Von den Fluthen eingewiegt, Deiner Mutter bring' ich Kunde. Wo ihr Kind begraben liegt. Kaum ist der letzte Ton verhallt, da gehts wieder lustig her, es werden Zukunftsplane geschmiedet, was man Allestreiben und genießen will.wenn man erst zu Hause ist. Bücklinge mit Spie geleiern, dazu Köemun Beer (Küm mel und Bier) Donnerwetter, so et was kennt man gar nicht hier an der dösiaen ckineüscken Küste. Und die Mädels Kennst Du Meta Tonaebloed?" fragt Dirk FockeS. ein flachSblonder Ostfriese, seinen Nebenmann. Wat fall ick die Meta rnch kennen. die feinste. Deern in Ostfriesland?" Da Dirk Fockes schweigt und nur listig mit den Augen zwinkert, fragt der Andere: Ist dat Din Deern?" Dat just nich, awerst ick kann se hebben, het min Oller schrewen." ,. Großmaul!" denkt der also Belehrte. an der nächsten Geschützlafette seinen Kalk tummel austtopienv. An der Bordwand aber lehnt Einer, dem gehen die Worte des Renommisten tiefer. Jan de Vries ist's, der an seinem rothbraunen, Schnurrbart kauend aus dem Hintergrunde lauernde Blicke nach seinem ehemals besten Freunde hm überwirft. Jetzt beginnt er zu begrei fen, weshalb seine Mutter mit ihrem letzten Brief keinenGruß von der Meta geschickt und nur erwähnt hatte, die hübsche Nachbarstochter verkehre jetzt viel beim alten Fockes. ihrem Onkel und Vormund. Was hatte die Mutter sonst immer Alles von der Meta zu erzählen ge vubt! Daß sie herübergekommen sei, em bischen im Haushalt zu helfen, m Wahrheit hätte sie aber nur forschen wollen, ob kem Bnef vom Jan gekom men sei. Ein wahrer Staat von einem Mädel und dabei reich, steinreich; man munkele, ihr Vater, der alte Geizhals, habe zweitausend Thaler hinterlassen, eher mehr als weniger. Und trotzdem so schlicht und so brav und Jan, min soete. min eenzige Jung', ick glöw, sie het Dich lei!" Sie hatte sich getäuscht, die Mutter, und der alte Fockes konnte ja auch Nichts Besseres thun, als das Mädel an sein Haus zu gewöhnen. Die brachte es gewiß fertig, den unstäten Dirk daheim zu halten, wenn er erst von der Marine freikam. Horch! wie er da drüben wieder' schwadronirt! Gut, daß jetzt der Bootsmannsmaat der Wache ein Ende acht mit seinem Stille gebietenden: Pfeifen und Lun ten aus: Ruhe im Schiff!" ! Am frühen Morgen gehts Anker auf und hinaus. Jedes dev zurückbleiben den Kriegsschiffe erhält .ohne Unter schied der Flagge ein dreimaliges Hur rah als Abschiedsgruß, der umgehend erwidert wird, wenn auch Nicht ganz neidlos. . . Ist auch, ein besonders schmuckes Schiff, doö da heimwärts segelt, blitzblank - in- und auswendig. DasHolzwerk an Deck und die Kupferbeschlage glänzen nur so, selbst die ei fernen Stützen wurden blankpolirt, als man sur die Strasarveiter Nichts An deres mehr zu thun fand. Der Kom Mandant , braucht weiß Gott keine Besichtigung zu scheuen, und sollte sie der Kaiser selbst vornehmen. Die Steuerbordwache ist beschäftigt, Anker. Geschütze und Boote ftefest zu zurren, die Topsgaste sehen in der Ta kelage nach dem Rechten und gucken dazwischen nach Gegenseglern aus. Dschunken wird man jetzt bald keine mehr in Sicht bekommen, ebensowenig Holzthürme mit Schnabelschuhdächerli, wie die an der entschwindenden Küste da drüben. Das Land scheint schon aanz mit dem Horizont zu versckwin den. die Lust ist trübe und schwül: Hätten wir 'ne ordentliche Mütze v?ll Wind!- ruft Dirk Forkes im MarS seinem Landsmann de Bries zu. der zuckt aber nur die Achseln und wendet . t r c k oem ttlaazsiops oen nuaen zu. Im Laufe des Nachmittags wird die Luft immer trüber, der Kommandant fchickt wiederholt der: Steuermanns maaten unter Deck, nach dem Barome ter zu fehen. Dann berathen sich die Offiziere im Kartenhäuschen. Als sie wieder an Deck kommen, sagt der mng steLllutenant: Werden schließlich 'nen vyramrvalen Puster bekommen, Don 'ne.rwett.er was?' lZr will noch mehr agen, .doch em vuwetlender llck des
Kommandanten verschließt ihm den
Mund. Während der Abendmahlzeit erfolgt das Kommando: Topgäste, Blitzableite? klaren!- Die Gerufenen entern auf, und als Dirk Fockes wieder an Deck kommt, zeigt er nach dem westlichen Horizont auf eme scharsbegrenzte Wolkenbank, um derrn Rand es stärker und schwächer aufleuchtet. Dort kommt etwas her." Was denn?" Ein Wetter-natürlich: meinst woll, 'n gebratener Kanarienvogel?- entgegnet Dirk dem .ffraaer und konnt: Bind' Dir man die Haare fest, daß sie nicht wegwehen.So schlimm wird s wohl Nicht werden," sagt, ein Dritter: wenn's nicht etwa ein Taifun ist. Nachdem das Wort Taifun gefallen. stockt die laute Unterhaltung, die Leute reden nur noch in gedämpftem Tone, indem sie .das Näherkommen des Wetters beobachten. Ueber einen herzhaften Sturm ulkt der Matrose. sei s nun em Kuhsturm, ein Kanonenoder ein Altweibersturm, an die unheimliche. Uebermacht eines Taifuns aber getraut sich der Spötter nicht heran. - Und letzt zur Zelt des MonsunWechsels sind die gefurchteren Wirbelstürme in den chinesischen Gewässern nicht selten. Dem Commandanten ist's längst nicht mehr zweifelhaft, was ihm bevorsteht; die hochgradige elektrische Spannung der Atmosphäre und das rasche Fallen des Barometers sagen es ihm. Doch der wissenschaftlich gebildete Seemann steht dem Taifun nicht mehr völlig machtlos gegenüber, seit der englische Oberst Reid und der deutsche Physiker Dove das Gesetz der Sturme erforschten: er weiß wenig stens, daß im Norden des Aequators die Wirbeldrehung des Taifuns stets von rechts nach links erfolgt und welchen Kurs er also zu steuern hat, dem Centrum . des Orkans auszuweichen. Hätte das Schiff nur auch immer genug freien Seeraum! Im vorliegenden Falle trifft dies nicht zu, im Süden und Westen ist Land und gerade dorthin müßte man abhalten. . .Nachdem alle Vorkehrungen getroffen sind, wird die Freiwache . unter Deck geschickt, noch eine kleine Weile zu ruhen. An der Luke trisst, Jan de Vries mit Dirk Fockes 'zusammen, der sich wohl em paar Scynapse zu verschaffen gewußt hat. denn er packt den Landsmann bei den Schultern und ruft:. Man nich bang, min Jung! Wenn wir heimkehren, sollst Du mein Brautführer sein. Die Meta weißt Du weiter kommt er nicht, denn Jan schleudert ihn gegen die Lukenl- n rame, van. es nur so rnaar. iiim miger Haß sprüht aus dem Blick des Gefoppten, der. halb, unbewußt sein Scheidemesser lockert, während er die Treppe hinabsteigt.. Unten in der dumpfen Luft schläft sich's schlecht und ein böser, häßlicher Traum ängstigt ihn, bis das Com mando, Alle Mann auf, klar zum Manöver!- ihn emporschreckt. Kaum vermag er auf den Füßen zu stehen, fo schief liegt das Schiff, draußen heult der Sturm, daß man sein eigenes Wort nickt kören kann. Und wie es blitzt ringsum! Das Schiff wird unter Sturm segel gebracht, damit ss in der unrcgelm'äßigen, von allen Seiten her sich aufthürmenden See mehr Halt hat. Es liegt m d That ruhiger, nachdem es geschehen, wenn es auch unter dem Druck von Wind und Wasser ächzt und erzittert unter den Stoßen der Maschine. Die Heizer da unten thun wahrlich ihre Schuldigkeit: vermuthlich gießen sie, um mit ihrer Maschine das Aeußerste leisten zu können, Oel m die Feuer, denn Raketen gleich fueaen die Funken aus dem Schlot. Da steht plötzlich die Schraube still, der Ingenieur kommt an Deck geeilt und meldet: Die Lager sind warm gelaufen; wenn w;r noch fünf Mmu t . m rrn . ien weueroammen. laun um ote luca schine in Brand!" Den Commandan ten bringt die Meldung zwar nicht außer Fassung, aber schwer genug trifft sie ihn dennoch. Daß dies gerade jetzt geschehen mußte, da der Taifun erst mit voller Gewalt einzusetzen droht! Dort kommt er ja heran, sogar die Wogenberge niederwehend, als ginge eine Walze über sie her. Er droht das Schiff aus dem Wasser heben zu wol len im ersten Anprall, die Boote reißt er stückweise unter den starken Zurrings heraus und schleudert sie über Bord. Die Luft ist mit Salzwasser staub derart erfüllt, daß es unmöglich ist. auch nur drei- Schritte weit zu sehen. Noch unmöglicher ist es, ein Commando zu .hören, so. braust es und zischt und prasselt es..i Im Vortop klappern und peitschen Sgelfetzen. Die Foa hat sich . losgerissen, . -und bringt sie -das Schiff -zum-Abfallen, dann Nimmt es mcht- emen .Brecher u der . und .,!..;... . : Das Unglück .'ist '. kaum aüögedacht. da brüht schon emk.unqekeure.Wasser mässe: über' Detk., und . ',fegt. AlleS .weg, was nicht niet-und'naaelfest.ist.'. 'Von der. Lee-Vtrschänzung.D.kt;ne.'Spur rmhr zu schen, so tief liegt -sie unter rrr rr . J. 1 tt . L. . -1 . v maller; oas qlss wieoer auszuriqten, giebt es nur ein einziges Mittel: die tasten kappen: , Ofsiciere und Mannschaften schreien sich den Befehl dazu in die Ohren und nun zeigt es sich, aus welchem Hol unsere Seeleute geschnitzt sind.' Mit der linken Hand sich festkrallend, in der rechten Faust das Kappbeil, .drängen sie sich förmlich heran zu der furchtbar gefahrvollen Arbeit. Zuerst gilt's das stehende Tauwerk in See zu kappen, sonst können die über Bord gestürzten Masten nicht loskommen und stoßen das Schiff leck. Wer vermag aber unter Wasser daS Beil zu schwingen? Jan de Vries stebt im Grobwant
blS an die Hüften im Wässer, als das Schiff sich plötzlich noch weiter überlegt. . Bis unter die Arme' reicht ihm
schon die Fluth, da -kreischt eme Stimme: Wir sinken!- Was weiter geschieht, kommt ihm nur vorübergehend zum Bewußtsein, denn nun folgt ein Schrecken dem andern. Er sucht mstmktmaßig von dem sinkenden Schiffskörper frei zu kommen und umklammert eine Spiere, die ihn über Wasser halt, bis mit Tagesgrauen der Sturm etwas nachläßt. Das Schiff ist verschwunden, aber leewärts, wo die See furchtbar brandet, ist dort nicht Land? Zweifellos, doch wer in diese Brandung hmemgerath Plötzlich zuckt er zusammen und seine erschlaffenden Sinne sind auf seinen mit der Fluth ringenden Landsmann Dirk Fockes gerichtet, der mit Aufbietung der letzten Kraft die Spiere zu erreichen sucht. Diese vermag aber nur einen Mann zu tragen und Jan ist schon gestern Abend versucht gewesen, dem Flachskopf das Scheidemesser zwischen die Rippen zu stoßen. Aber der Blick des Ertrinken den. der Blick! Gegen Mittag finden nach Beute ausspähende Chinesen zwei todte Matrosen am Strande: der eine hält seinen Kameraden am Haar gepackt, daß die blonden Strähne bis auf s Blut m die Finger einschneiden. So greift man zu, wenn man einen Ertrinkenden retten will, aber so fest hält nicht Jeder. Ein gefährlicher Spieler. Der kürzlich verstorbene Kaiser von Marokko. Muley Jsmael, hatte einst von einem Franzosen L'Hombre spielen gelernt. Er trieb es leidenschaftlich und pflegte sich einen guten Spieler zu nennen, weil' er niemals verlor. Wie er jedoch spielte, davon gibt Folgendes Kenntniß.- Einst saß er mit zwei seiner Beamten beim L'Hombre; doch ging das Spiel nicht nach seinem Wunsche. Da schrie er wüthmd: Spielt Herz, oder ich lasse Euch den Kopf vor die Füße legen !" Bruder Studios Klagelied. Ach, das ist ein ew'ger Kummer, Eine wahre Höllennoth. Heut Champagner, Lachs und Hum- . mer, . Morgen nichts als schwarzes Brod, Aber Muth in solchen Dingen! Schmausend Jeder singen kann. Doch beim Gänsewein zu singen. Das kann nicht ein Jedermann! Wandlung. . Im Junggesellenstande, Wo jeder fröhlich ist. War er im ganzen Lande, Bekannt als Humorist. Als er sich dann verliebte, Schien ihm die Lyrik Pflicht. Er schwärmte und verübte Manch' lyrisches Gedicht. Als endlich , sich beweibt er. Blieb' er 'ne Zeit lang still Jetzt aber, heißt es, schreibt er An einem Trauerspiel! Daran gewöhnt. Arzt (nach einem Eisenbahnunfall zu einem der Verunglückten): Na. wie fühlen Sie sich denn?- Lerunglückter: Ach ich danke, so ziemlich! Wissen Sie, -r & . . 9 ia? vln oaran gewohnt, ich bin Rad xayrer r Keins von beiden. Ein Vater fragt sein kleines Töchterchen, ob. es lieber einen Bruder oder eine Schwester haben möchte. Es antwortete aber unverzagt: Wm es Dir doch einerlei ist, Papa, so möchte ich ein weißes Kaninchen mit rothen Augen haben.Zungenprobe. Herr (zu einem Tischnachbar im Restaurant): Warum sagen Sie beim Trinken fortwährend Eulalia-?- Ach, das thu' ich nur, um zu Probiren, ob ich noch nicht zu viel habe; so lange ich das noch deutlich snarn kann, bin ick nttfHrni!" Ilr J F. 8ean$v lillLk llMMMlZl Vollständig ccsuntihttt ' wlsder rtangt.-Kropf Icurtrt. . Im Frühling- 1882 hatt lob sieben 7ochn Uns Oallenflebtr. Nachdem lob thtllwtiM wieder hergertellt. wurde ich so schwachjdaes ich kaum senea konnt. Aentliche Behandlung schien aii nicht Ungtr wohl xk thun und Ich. Schwitzte Immer während der Nacht nnd konnte nur eehr wenig csaen. Ich ward mathlos. und glaubt nicht, dass mir noch irgend etwas nelfen würd, aber meint Frau las anfällig ron einem ähnlichen Fall wie dem einigen, der durch Hood's Sarsaparilla knrlrt worden war. Ich gedacht In Flasch an versuchen. Es that mir co gnt da Ich- mehr Verrath - davon holt, und freue mich sagen su können, dass machdeza ich drei Flaschen genommen, kh mich Kurlrtund voHatKndls woel fuhrt. Ich moohte hinzufugen dass mein Frau den Kröpf hatt. 81 begann Hood's ßartaparilla gegen Katarrh an nehmen und an Ihrem grossen Erstaunen nahm Ihr Hood's ä Ktirirt bald wieder sein natflrllchd Form . Jamca P. Skaney, Tnscola, m. Hood's Pillen befreiem üebelaelt mash Hsch, Büüoauü, QcüiatU C
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