Indiana Tribüne, Volume 20, Number 3, Indianapolis, Marion County, 20 September 1896 — Page 10

Offene Volkssprache und gesnnver Wien schevverftand von Cf. B. Jkoote. enthält Kapitel über m$ Ursachen und Verhü tung von Krankheit, Privat Lektüre für Männer nnd graue, Aufsätze für Juna und &5 f WM rA3hrrr J ih'h'J I 1 1 rlckfunaund deren iMtc WmckZ? r::: 1 i' Wiederr,erüellunq.S60 Seiten mit 20 ti lultrr attonen u. tn prachtvoll em arhf nlirail UN EÄFooteMO aekukrten ar ten. Nebn Anhang von über 2) Rezepten. Populäre uSgabe. Preis $1 50 porto frei versandt nach ffmbfan facä Metraae. In deutscher oder engliicker Sprache. Murray Hill Publishing Co.. 129 Oft 28. Straße. New York. Tiänae gentengegen hohen Rabatt gesucht. Denkewalter Springs. Sxenccr, Jndiana. Eanatarinm. Kneivp'sche Wasserhetlanstalt Ntlaeurort. HSHenlustkurort. lnderheilttatte und Leidenden bestens em. fohlen. Prospekte gratis. Dr. Leonh. Bell, Deutscher Arzt, Ecke East und Ohio Straße, praktizirt gemeinschaftlich mit seinem Vattt Dr. uido Bell. ...K... Vormittag 10-12 Uhr. prechkunde: Nachmittag, Ubr. Dr. I. Bühler, 120 i0st PlcCnrty ötr. Sprechstunden : 8 bis 9 Uhr Vorm. ; 2 bis 3 Uhr Nachm.; 8 blS S Uhr Abends. Telephon 1446. Evrechstunde: EonntazS nut Vormittagl. Dr. C. N. Schaefer, fgrzt unb Gtirurq. No. 430 Madison Ave., nahe MoniS Straße. Sprechstunden: K 9 3 Ukr Morqens. 2 Uhr Nachmittags. 79 Uhr Abend. Televbon 282. Dr. I. 21. Sutcliffe. beschZfttgt ftch auSichliblich mit mundäiztlichen Fällen und mit Geschlechts und Urinkrankhetten. No. 95 Ost Market Straße. Offtce.Stunden: 9 bis 10 Uhr Vorm. 2 btS 8 Uhr Nachm. Sonntags ausgenommen. Tele Phon 911. C. C. EVERTS, Deutscher Zahn - Arzt. No. Lz Siord Pennsylvania Str. Sa wird aus Wunsch angewandt. m " ? )IV Zähne so gut wie Gold. ES verhindert daß der Gau men mit dem Rubber in Beriihrung kommt, so daß die schädlichen Effekte desselben verhindnt werden. Tafts Dental Parlors, 25 West Washington Str.. Der Neu,-Offtce gegenüber. Dr. THEO. A. WAGNER Mo. I Nord Delaware Cir. Sp?chunde: ia Uhr Vorm.: UZ, Nachm.; Sonntag: 111 Uhr ,rm. Televhon BAH. schwache, nervöse Personen, geplagt von GewisZenSbiflen. Schlaflosigkeit oder schlechte Träumen. GUederrrißen. Rücken und Kopfschmerzen, akarrt,. rröthen. Zittern. Her, klopfen. Aengstlichkkit.Unentschloffenheit. Trübsinn nd erschöpfenden Ausftüffen. erfahren au dem Zugendfreund", wie einfach und billig scklechtSkrankdelten und Folgen dexJuqendsünde gründlich geheilt nnd die volle Gesundheit und der Frohsinn wiedererlangt werden könn. Manz neue Heilverfahren. Jeder fein eigener r,t. Schickt 25 Cent in Ltamp nnd Ihr bekommt da Buch versiegelt und frei zugeschickt von der Xrivt kinik und DtSpensary," 23 Weft 11. Str.. New Vork. . V. E Der Jugendfreund ist für ?5 Cer.,S auch bet 0 Brandt. & Co., li Süd Pennsylvania Strahl. Indianapolis, 3nd., zn haben. HMM Injektion. i lyinc permanente nur x Ihe CQAST LINE to AiACKINAC Kt-TAKE THE' MACKINAC (l DETROIT ll N PETOSKEY CHIOAGO 2 New Steel Passenger Stearaers Tbe Qreatest Perfectlon ret ttalned In Boat Cocutructlon Luxurious Bqaiptnent, Artist ic Furnisbing, Decoratioi na tmtaem oervice, isuringr tbe highest deTee of COslFORT, SPEED AND SAFE1Y. Foun Trips per Weck Between ToIedo,DetroitMackinac PETOSKEY. THE SOO," MAßQUETTE, AND DULUTH. LOW DATR5 ta Plcturesaa Mck!nC iw Retarn, iacludingr sleal and Brth. Frero CIcTeland, $18; front Toledo, $15 z Irotn Detroit, 13.50 EVERY EVENIKQ Between Detroit and Cleveland Connectfngr at dleveland with ÄarUest Train Lr ri telnts Last, South rindmutl-rst and at EKtrcit tpfHUpoml Qrth an?. NortUwe. fundajTrip Jun, Jly, August ntSeptsmlttr Onry EVERY DAY BETY'tEN Cleveland, Put-in-By j Toledo Sand for Ulustrated Pamphlet. Addresa A. A. 8CHANTZ. a. U. DiTROtT, MICH. Tl5 Estrcit mcimlziil limA m. C3

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unD sprengte 'davon, den Revolver in der Hand, bereit, jeden, der sich ihm entgegenwerfen würde, niederzuschießen. Eine wilde Jagd begann eine Jagd auf Leben und Tod!

Agnes aber war ' nicht todt, aber ziemlich schwer verwundet. Der Shrifs von Silverton, ein alter, aber un gemein rüstiger Amerikaner, hatte sie in sein eigenes Haus bringen lassen und sie der Pflege seines Weibes empfohlen. Dann aber hatte sich Mr. Jefferson, das war der Name des braven Mannes, mlt einer ausgewählten Schaar Männer zur Verfolgung des Thäters aufgemacht, da es diesem wirklich gelungen war, der wuthenden Volksmenge zu entgehen und sich in die Berge zu flüchten. Als der Sheriff an der Thur des Krankenzimmers stand, winkte er den Arzt zu sich heran, und ich hörte, wie er ihn flüsternd fragte: Wird sie diese Nacht uberleden. Sir?" Ich hoffe es unbedingt," entgegnete der Arzt, denke überhaupt, daß die Verwundung keine tödliche ist. obwohl immerhin eine schwere. Die Kugel ist in die Brust eingedrungen. dann aber an der Rippe abgeglitten und wird von mir heute noch ohne Mühe entfernt werden. Jedenfalls wird sie leben Das war's, was lch wissen wollte. Doctor. Wäre die schöne Ladn verioren gewesen, so hätte ich zufällig nach rechts gesehen, wenn die Leute den Burschen links gelyncht hätten; so aber ist es vielleicht von Wichtigkeit, daß er dem Fräulein einmal gegenüberqestellt wird. Wer weiß, was hin ter dieser That steckt. Aber schwer wird s sein, den Mann vor dem nächsien Baum und einem festen Strick zil bewahren, die Leute von Colorado verstehen in dieser Beziehung keinen Spaß. Ye, good bye, Doctor!" Er ging, und der Arzt und ich waren mit Frau Jefferson allein im Krankenzimmer. Eine Lampe spendete sanftes Licht, so daß die Leidende im Halbdunkel lag. Die Laden waren geschlossen, und draußen auf der Treppe saßen Granzow und Busch, um jedem Unberufenen den Eintritt zu wehren. Die beiden guten Jungen waren tief erschüttert; ich mußte durch ein strenges Verbot ihren Elfer dammen, mit welchem sie jede Viertelstunde ihre Köpfe durch die halbgeöffnete Thür steckten und flüsternd fragten: Wie geht's? Lebt sie noch? Können wir etwas für sie thun?" Aber im Augenblick war überhaupt wenig für die arme Agnes zu thun. Heftiges Fieber hatte sich eingestellt; der Arzt suchte es mit kaltem Wasser zu bekämpfen; die von ihm für die Nacht geplante Operation, die Entfernung der Kugel, mußte er aus ven nächsten Tag verschieben. Je naher der Morgen kam, um so ruhiger wurde die Kranke, doch gab das. was sie während der Nacht in ihren Fieberträum?n gemurmelt hatte, uns Stoff genug zum Nachdenken. Besonders war es der Name Gerhard. den sie immer wieder gerufen hatte, und zwar mit so qroßer Zärtlichkeit, mit so ausgeprägter Sehnsucht, daß wir drei Zeugen ihrer unbewußten Aussagen darin übereinstimmten. es könne sicherlich nicht der Name des Mörders sein. Dann begann sie zu schluchzen, sprach von einer elenden That, von einer Schuld, die sich blutig geracht dabe, und weinte lange leise in ihre Kissen hinein, bis sie endlich sttll wurde. Die Morgensonne sandte ihre ersten Strahlen in das Krankenzimmer, als Agnes aus dem Schlummer erwachte und sich voll Verwunderung umschaute. als müsse sie sich besinnen, wie sie eigcntlich in die ihr gänzlich fremde Umgebung gekommen sei. Als ihre Blicke auf mich fielen, erkannte sie mich sogleich und streckte mir ihre weiße Hand entgegen. Mein Freund." flüsterte sie, sagen Sie mir: muß ich sterben?" Ich versicherte, daß der Arzt die Wunde keineswegs für tödtlich halte. Dann überließ ich es diesem, der mzwischen einen EMickungstrank bereitet. selbst der armen zungen Lady Muth und Trost zuzusprechen. Aqnes bewegte zweifelnd das Haupt. ihren blassen, blutleeren Lippen enirangen sich undeuillche Worte. Für einige Minuten schloß sie die Augen; fJC i-"l r . . . lu;on lvaiMirn wi ic wieoer eingeschlafen, als sie sich plötzlich, so aut es ihre Sckwäche erlaubte, aufrichtete und meinen Namen rief. Lieber Freund sagte sie leise, ich fühle, daß dieser Herr" sie zeigte auf den Arzt entweder sich irrt oder. um mich zu schonen, mir nicht die Wahrheit sagt. Ich werde sterben nein, nein, geben Sie sich keine Mühe, lch fühle es, man wird mich hier oegraben." Aber, beste, liebste Agnes, der Arzt versichert, daß die Wunde " Die Wunde? rief sie wehmüthig; ick werde vielleicht auch nicht an dieser Wunde zu Grunde gehen, doch an einer anderen, welche ach. ich leide schon solange, so schwer, so unsagbar schwer an dieser anderen Wunde. Und nun hören Sie, Freund; Sie sollen, Sie müssen alles wissen es könnte ja doch sein, daß ich recht behalte und der Doctor unrecht. Ich kenne den Mann, der.'mich erschießen wollte!" Sie kennen ihn?" rief ich voll Erstaunen. Den elenden Mörder!" - Still, nennen Sie ihn nicht so," unterbrach sie mich hastig. Er ist kein Mörder, diesei Mann er ist ;n rn"i 1' 1 er ifl cm ywcum Bebend hatte d'a.s schöne junge Weib diese Worte hervorgestoßen, und überwältigt von dem Bewußtsein, daß diese wenigen Worte eine furchtbare Selbstanklage enthielten, sank sie in die Kissen zurück.

Ich benutzte diesen Augenblick, um den Arzt und Frau Jefferson zu bit ten, mich einige Minuten mit derKranken allein zu lassen. Diese. Fremden sollte die Beichte der Eollegin. der mir lieb gewordenen Freundin nicht vernehmen. Und es war eine wirkliche, eine tieftraurige Beichte, die ich an jenem Morgen empfing. Nur dem Inhalt nach kann ich das wiedergeben, was Agns mir erzählte; doch ihre Thränen, ihre Qualen, ihre zitternde Erregung, die Sclbstanklagen, mit denen sich die Unglückliche folterte das alles zu schildern bin ich nicht im stände. Es war eigentlich die alte Geschichte. Agnes Dovenius war mehrere Jahre vorher als Sängerin an einem Münchcner Theater engagirt gewesen. Ihre Jugend, ihre frische Schönheit, ihr Talent erwarben ihr Verehrer und Freunde in Menge. Agnes aber begünstigte nur einen einzigen. Es war der junge Gerhard v. V ein schöner und liebenswürdiger Mann. Officier und Sohn eines reichen Grundbesitzers. Gerhard war. als er Agnes kennen lernte und in heißer Liebe zu der schönen Sängerin entbrannte, mit einer jungen Adeligen verlobt. Sein Vater hatte ihm diese Braut, die einer hochangesehenen und reichen Familie angehörte, ausgesucht, und da Gerhards Herz damals frei gewesen war und die junge Dame ihm gefiel, hatte er nichts gegen die Verlobung einzuwenden gehabt. Jetzt aber da er Agnes liebte, zögerte er als ehrenhafter Mensch nicht einen Augenblick, das Verlöbniß zu lösen. Das war das erste Opser. welches Gerhard der Künstlerin brachte. Doch bald folgten andere. Agnes war jung, sie wollte das Leben genießen; der Baron versagte ihr keinen Wunsch, auch wenn dessen Erfüllung noch so kostspielig war. Gerhards Schulden wuchsen zu gefährlicher Höhe an. Sein Vater bezahlte für ihn zu

wiederholten Malen, dann, als alle seine Warnungen vergeblich waren, zog er sich von seinem verblendeten Sohne zurück und überließ ihn seinem Schicksal, von welchem Gerharl auch erschreckend schnell ereilt wurde. Er mußte seinen Abschied nehmen; seine Freunde zogen sich von ihm zurück: er hatte sie fast ohne Ausnahme durch Gefälligkeitsaccepte in Mitleidenschaft gezogen. Schließlich traf ihn der härteste Schlaq: Agnes, sur die er alles geopfert hatte, verließ ihn. Sie wollte mit Gerhard endgültig brechen, wollte ein Meer zwischen ihn und sich bringen, damit er sie vergessen solle. Doch sie hatte seine alle Hindernisse überwindende Leidenschaft nicht in ihre Rechnung hineingezogen. Drei Monate, nachdem Agnes den amenkanischen Boden betreten hatte, stand Gerhard ihr eines Tages gegenüber; er hatte ihren Ausenthalt ermittelt und war ihr gefolgt. Und hier, wo es Standes- und Klassenrucksichten mcht qiebt, bot Gerhard der Geliebten seines Herzens seine Hand an. Agnes weigerte sich, ihn zu heiratben; sie sagte ihm. daß sie nicht den Muth habe, alle Entbehrungen und Sorgen zu tragen, welche die Ehe mit einem mittellosen Manne, der überdies durch seine bisherige Lebensweise und den Manael an praktischen Kenntnisen für Amerika ganz unaeeignet sei. mit sich brinaen müsse. Da erfaßte den Unglücklichen die Verzweiflung er schwor, daß er sie todten werde, sie. die sein Leben zerstört, seine Juaend vergiftet habe und nun. wo er allein stehe, ibn scknöde im Stich lasse. Er werde sich rächen: aber nicht imAugenblick werde er seine furchtbare Abrechnuna balten bevor er die Katastropbe über sie und sich hereinbrechen lasse, babe er noch eine Ehrenpflicht zu erfüllen. Er müsse arbeiten, um den getäuschten Freunden in München zu ersehen, was sie durch ihn verloren hattcn. Dann aber, und wenn Jahre darüber hingegangen seien, werde er eines Taaes vor ihr stehen als Richter, als Rächer! Noch einmal hatte er sie dann angeschaut mit einem Blick, in welchem Liebe und Haß. Sehnsucht und Verachtung sich mischten, und dann war n fortgestürzt, ohne auf Agnes' reuevolle Bitten zu achten, mit denen sie ihn zurückzuhatten suchte. Von da an blieb Gerhard für sie verschollen! Und nun sehen Sie wohl selbst ein. daß e5 für mich daS beste wäre, cS ginge schnell zu Ende," schiefe Agnes mit thränenerstickter Stimmy jhr Be kenntniß. Ich habe einen braven Mann in's Verderben gestürzt und unter der Maske erlogener Ruhe und Sorglosigkeit seitdem schwer gelitten. Gern hätte ich gut gemacht, was ich an ihm verbrochen habe, ich o sag?n r.e lym, wenn ich es nicht mehr ver Hag, ich was ist das hören Sie doch diese Stimmen Von emer bangen Ahnung erfaßt, eilte ich an das Fenster und ösfnete den Laden. Tageshelle sluthete mir entLegen. Unter den weit ausgebreiteten Aesten der Steineiche stand ein stattlicher, schlanker Mann. Seine Kleider hingen in Stücken an ihm herab, Blut rieselte über sein blasses Gesicht hinab in seinen kastanienbraunen Vollbart, und auch die mit Stricken gefesselten Hände wiesen Spuren bon Mißhandlungen auf. Das wüthende Volk hatte den Thäter hierhergeschleift, um vor dem Hause, in welchem sein Opfer - .l r?. . 1 - -.ri-i-'i. -" roic ne waynien sieroenJ hgg, sine Zchnelle LynKZustiz an shm y tzollzieSchon waren zwej Männer aus den Baum geklettert und hatten den mit einer Schlinge versehenen Strick herabgelassen. AlleS ging blitzschnell, ohne lede überflüssige Verständigung es war eine wohleinstudirte, hier oft gegebene Vorstellung, die Probe. dkeatjfl ' vtyuiiic

Sie hangen ihn!" schrieen mehrere Stimmen hinter mir, und Busch, Granzow, der Arzt und Frau Jesferson stürzten in das Zimmer. Ich schrie, ich winkte, ich rief den Nächst-

stehenden zu, daß man ein unseliges Verbrechen begehe, wenn man den Mann tödte ungehört verhallten meine Rufe. Da wurde ich beiseite gedrängt; ich sah eine weiße Gestalt neben mir, ein Antlitz zwischen goldblonden, lang herabwallenden Flechten, aus dem jeder Blutstropfen gewichen war. Agnes." rief ich bewegt. Agnes, Sie tödten sich!" Aber er wird leben!" entrang es sich ihrer verwundeten Brust. Lassen Sie mich fort ich will Leute. Hort mich ah. sie haben mich gesehen erkannt!" Wie mit einem Zauberschlage veränderte sich unten die Scene. Ein halblautes Murmeln flog durch die Menge, cin Flüstern, dann blickten die Männer wie versteinert, sprachlos vor Ucberraschung hinauf zu der weißen Frauengestalt. Auch die Männer, die sich mit dem Verurtheilten beschäftigt hatten, hielten im letzten Augenblick der Vollstreckung inne. Männer von Silverton," rief Agnes mit äußerster Kraftanstrengung, während der Arzt und ich sie stützten, ich flehe euch an. laßt ihn frei! Hört mein Bekenntniß: dieser Mann hatte ein er hatte ein Recht auf mein Leben seine Kugel ich habe sie verdient." Ein krampfhaftes Zucken überlief ihren Leib, und bewußtlos lag die Unglückliche in meinen Armen. Wir trugen sie behutsam auf ihr Lager. Unter dem Baum, an den man ihn hatte hängen wollen, wusch man jetzt die Wunden des Mannes, und jeder stieß und drängte sich heran, ihm die Hand zu drücken. Er ließ es stumm geschehen. Acht Wochen waren seit diesem Ereignissen dahingegangen. Warm war die Sommernacht. Der Waldesboden, auf dem Agnes und ich dahinschritten, strömte balsamische Düfte aus. Schweigend schritt sie neben mir, das Haupt auf die Brust gesenkt. Sie war genesen. Ihre starke Natur hatte den Sieg davongetragen, sie lebte und doch sollte dieser nächtliche Weg sie erst dem Leben und dem Glück zurückgeben. Agnes wollte sich die Gewißheit holen, daß er, dem sie soviel .Leid angethan, ihr verziehen habe. Noch hatte sie ihn nicht wiedergesehen. Trotzig war er in seine Berge zurückgekehrt, und als sei nichts vorg:fallen, hatte er feine Grube weiter bearbeitet. Jede Annäherung, die man versucht, hatte er mit Entschiedenheit zurückgewiesen. Jetzt sahen wir seine Holzhütte aus dem Dunkel auftauchen. Agnes gab mir ein Zeichen, zurückzubleiben. Ich lehnte mich an einen Baum und beobachtete scharf jede ihrer Bewegungen. Langsam und zögernd näherte sie sich der Thür. Sie blieb stehen und preßte die Hände auf das Herz. Sie lauschte. Im Inneren der Hütte war alles still. Jetzt pochte sie an die Thür. Nichts! Sie begehrte noch einmal Einlaß. Eine Minute verging. Die Thür öffnete sich langsam. Auf der Schwelle stand Gerhard; er machte keine Bewegung, er streckte, der Büßenden nicht die Hand entgegen. Da sah ich, wie die bebende Frauengestalt langsam vor ihm niedersank. Im nächsten Augenblick hatte sich der Mann niedergebeugt; mit starken Armen hob er sie empor, und sie wie em Kind an seiner Brust bettend, trug er die Wiedergefundene, die theuer Erkaufte m sein Haus. Noch in derselben Nacht wurde der Friedensrichter von Silverton aus dem Schlaf geweckt, um die Trauung zu vollziehen. Fatale Lagt. Studjows Bierle verläßt um halb 2 die Kneipe, kommt aber, da er stark ge laden hat. nicht weit; er fällt ln der engen Gasse, die er eben passiren wollte und macht nicht die geringste Anstalt. sich klbst wieder zu erheben, denn bit Nachtwächter der kleinen Universität stadt waren ja die Aufmerksamkeit selbst gegen die Herren Studios; sie würden ihn schon heimbringen. Um p verläßt Studiosus Süffle die Kneipe und da er ebenfalls voll und denselben Weg hat, stolpert er über den College Bierle und füllt über densel den hin. Auch von seiner Seite wer den nicht die geringsten Vorbereitungen getroffen, sich selbst wieder m erheben, oder seinem Bruder Bierle auf die Beine zu helfen, denn auch er kennt die sorgsame Nachtwache der Musenstadt. Diese? unerhcsste Wiedertreffen, das er heute nicht mehr vermuthet hat, das ihm aber für morgen einen Gang zu ersparen vielleicht behilflich war, wird von ihm vielmehr dazu benützt seinen Commilitonen also zu interpelliren: Bie Bierle, sag' mal, befindest Du Dich nicht in der Lage mir zwa zwanzig Mark sür morgen zu pumpen?" ' Leider war das Resultat dieser in. timen Frage für heute ein negatives, denn der unter ihm liegende Bierle er widerte dumpf und gepreßt: m Be-be-daure. vM Po-Po-. Portemonnaie ,st unmlich zu kriegen, ich liege Yargus, V. bin also a ahlM nicht derLagej Fehlt Euch Lebenskraft in irgend ei nem Theil eure, Systems, oder ist euer Ner ensystem zerrüttet durch unweise Lebensart oder irgend welche Ursache ? Theilt mir eure Zrebler mit und ick will tn& an sckr-iben wa mir am Meisten half, da ich auch Hilfe nothwendig hatte. Ferner sende ich auch ktl i an.-Li -1 r . - V va sirpi r,nrs rtnsacyen VausWulttA, 69 mich rettete. Verschiebt nickt auf Morgeu, vaS ihr heute it..-. r. rn. er x. :ti . , iun ivui. omci unxer Niqm einer, riefmarke für Rück.Antort an ThomaS vmtx, P. v. or 7. Lalama os Rich.

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