Indiana Tribüne, Volume 20, Number 2, Indianapolis, Marion County, 19 September 1896 — Page 1

o ft i M AO vr s xN .ya. Ts K OS KV s$ i i i i i ii W iy ly W V W W V Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapoli5, Zndiano, Samstag, öen 19. September 1896. Izhrqan 20 Mo.

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IEIection Notice. Notice is horeby given, that the "Socialer Turnverein of Indianapolis," will elect one trustee fcr the terrn of three years, on the first ,T r " i

Wednesday in Uctober 1090, 7th) in "Das Deutsche Haus." Geo. Vonnegut, President. V. A. Dickman. Sec'y. 47 Jahre offen. Q) IUUIUIIUIIUI'9 V'l t. .1 1 -i I,. mit usiness :: UniversitU Außerordentlich gute Einrichtungen im When Gebäude. ES bezahlt sich eine ausschließ Ziche Seschästtschule zu besuchen. Ueber 10.000 Studenten in guten Stellungen. Sprechen Sie vor oder schreiben Sie für ausführliche Information. JE. J. Sech, Präsident. Der 4- 4Cigarrenladen 67 Ctf Wasbington Otr. empfiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorte? einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von Raucher' Artikeln. Um geneigten Zuspruch bittet SchiUer Rmler. Oeorgs Berr.sjjiiin 2r-re .: V . - AK aWfci -2r3ifr. Ji.-r3 tZtJ:. laÄ5 -i 77 fittlHä mszä SeKD fcsJS& ZsichenbeftstteT, Office : 26 Süd Delawareftr. Ställe : 120. 122, 124, 12, 123 Oft Pearlft, Tklevbon 811 Offen Staa und Nacht. Turner Bau- und Spar-Vereln Capital, $1.000,000.00 NO. 2 Office im PUTSCHEN HAIS Versammlung, JEDEN SAMSTAG ABEND Btreif oren: Alb. E.METZGE. Bietet sichere Anlage fuer .Ersparnisse. Vermittelt guenstlge Anleihen. . Präsident H. Louis Sielken. Vlce-Praes. Armin Bohs. Secretxr Carl H. Lieber. Schatzmeister Thbo. Stempfil. GeO. VONNBGUT. Kisx. Sielken. C Ehlert. J. Gio. Muellsr. Actien werden ausgestellt auf $100. $200, $300, 400 oder 500 Antheile. Di woechealficbe Bei trag ind nur 50c pro Antheil. Keine Eiatritts-Gebuehre I . Kein AbchactfcftqC twehrc. Keine Verlust bei Aus tritt. Moderne Schuhe -fürDamen, Herren und Rinder in größter Auswahl und zu den billig ftea Preisen, in dem allbekannten, zuverlässigen Schuh-Laden von II. MODE, 93 Sst Washington Ltr. Clemens Vonneffut 184 k 186 Oft Washington Str. $xntyt - Pressen aller Größen für den Familiengebrauch. Garden Iinplcmcnts. Lawn llowers. ÖOG9ÜODÖ of all kinds HERMANN LINKE, 197 S!k Weridia Skate. f. (TOrrff.f .H MiMip H firmesser, Vcheerm und alle Ort ;?tnKam:f osrutn und pei.en

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Lditorielles. Die Silberblätter jammern darüber, daß es 4000 Millionäre im Lande

giebt. Jeht möchten wir nur wissen, ob die Silber-Freiprägung dieselben zu armen Leuten, oder ob sie alle armen Leute zu Millionären machen wird. Der Telegraph" veröffentlicht heute einen Brief, unterzeichnet I. Francis Forsyth und gerichtet an R. C. Bell in Fort Wahne. Er ist datirt No. 711 Wall Str. New Jork und enthält eine Aufforderung zur Goldpartei überzugehen. Der Brief ist in jeder Beziehung so einfältig und stümperhast geschrieben, daß ihn jeder verständige Mensch sofort als ein plumbes Wahlmanöver erkennen muß. Schon die Datirung von Wall Str. zeigt die Abficht. In dem Briefe wird der Empfänger davor gewarnt, schriftlich zu antworten, damit er sich nicht compromittire und doch schreibt dieser vorsichtige" Forsyth (der Himmel mag wissen, wer dieser Forsyth ist) einen Brief an einen anerkannten Silbermann, ihm Geld versprechend, wenn er zur Goldpartei übergehe. Ein plumperes, dümmeres Wahlmanövcr. eine armseligere Fälschung ist noch nicht dagewesen und ein anständiges Blatt würde sich schämen, ihn zu publiziren. - Ein Gegenstück zu den in Gold zahlbaren Schuldscheinen etc. haben jeht Schiffseigenthümcr in Calisornien geliefert, indem sie ihre Leute Kontrakte unterzeichnen ließen, wonach dieselben sich- verpflichten, ihren Lohn in Silber oder Silberswerth anzunehmen. Die Herren dachten wohl auch : Vorsicht ist die Mutter der Weisheit" und bauten für die goldenen Tage des 53-Cents-Dollars vor. Man kann ihnen dieses Vorgehen nicht verdenken ; der kluge Mann sieht sich bei Zeiten vor. Aber nöthig war dieser Schritt absolut nicht. Wird die Freisilberprägung bei einer Ratio von 16 gegen 1 eingeführt, so ist der Silberdollar legal tender, gesetzliches Zahlungsmittel, und wenn seine Kaufkraft nur 25 Cents betrüge ! 3mmcrhin kann die Rechtskräftigkeit solcher Abmachungen nicht bestritten werden und von den betr. Arbeitern wird wohl ein Jeder sein Möglichstes thun, Um zu verhüten, daß die Firma Gelegenheit bekommt, ihn mit schmutzigen Dollars," wie sie Harrison nennt, abzuspeifen. - Sollen wir unserem Auge trauen? Im hiesigen deutschen Organ der SUberleute, im Znd'ps. Telegraph" sagte die Redaktion wörtlich Folgendes : Das Gepräge eines Zehnmarkstückes sagt im Namen des Staates nichts Anderes als : In diesem Stück sind 3.584 Gramm feines Gold enthalten, dafür stehe ich, der Staat, ein." Wieviel und was Ihr für dieses Quantum Gold eintauschen könnt, ist Eure Sache, das weiß ich nicht und darum bekümmere ich mich auch nicht. Nur soviel crkläre ich : Wenn Ihr Jemand, mir oder einem Dritten, 10 Mark schuldig seid, so könnt Ihr Euch durch ein solches Zehnmarkstück von Eurer Schuld befreien." Hierin, in dieser einfachen Formel liegt die ganze Macht des Staats über das Münz- und Geldwesen eingeschlössen; wenigstens so lange er seine Macht nicht mißbrauchen will. Will er das aber, so kann er minderwerthige Münzen schassen und vorschreiben, daß fortan die geringere Münze bei der Schuldenzahlung für voll gelten soll. Aber das ist einfach Raub, Plünderung der Gläubiger. Und für den Waarenaustausch hat ein solcher Gewaltakt, abgesehen von allerlei Verwirrung in der ersten Zeit, nur die Folge, daß man künftighin mehr schlechte Münzen für denselben Gegenstand geben muß, als man vorher gute zu geben brauchte. Die nominellen Waarenpreise passen sich dem schlechteren Münzfuße an, d. h. gehen scheinbar in die Höhe, der wirkliche Tauschwerth bleibt unverändert." Also, wenn der Staat minderwerthiges Geld prägt, dann mißbraucht er seine Macht, dann ist es Raub und Plünderung der Gläubiger, es hat Verwirrung im Gefolge, man muß mehr für denselben Gegenstand bezahlen als vorher u. s. w. u. s. w. Ja, das haben wir auch schon hundert Mal gesagt und deshalb sind wir eben gegen Silber-Freipragung. Rappelt's denn da drüben ?

Wenn wir heute den Charakter der Silbcrbewcgung, zusammen mit den Vorgängen bei der Convention in Chicago beurtheilen sollen, so werden wir genau so urtheilen, wie zur Zeit und nach der Convention. Wir halten heute noch den Charakter der Bewegung für revolutionär und gebrauchen das Won in gutem fortschrittlichen Sinne. Wir sind heute noch, wie damals der Ueberzeugung, daß in ihr eine Ausiehnung gegen die bestehenden wirthschaftlichcn Verhältnisse liegt, und sollte die Spaltung innerhalb der demokratischen Partei dauern so hat sie sogar das Gute, daß der Riß, den sie verursacht, die bisherige demokratische Partei vielleicht auf fortschrittlichere Bahnen drängt, obwohl das natürlich keincswcgs mit Gewißheit gesagt werden kann. Das Schlimme an der Sache aber ist die vollständige Unwissenheit und die Unkcnntniß der wirthschaftlichen Zusammenhänge auf Seiten Brhans und seiner. Anhänger. Die Gefahr, welche durch einen Sieg dieser Leute droht, liegt nicht in der Bewegung selbst, welche wir unter anderen Umständen vielleicht gutheißen würden, sondern in dem Mittel, das sie zur Aenderung der wirthschaftlichen Lage vorschlagen. Denn durch Anwendung dieses Mittels würde nicht nur die Lage der arbeitenden Klassen und aller Unbemittelten nicht verbessert, sondern geradezu verschlimmert. Zugegeben, daß der Wunsch die wirthschaftliche Lage der unbemittelten Klassen zu bcsfern, ein ehrlicher ist, so schlagen sie zu diesem Zwecke ein Mittel vor, welches das gerade Gegentheil bewirken würde. Es ist nicht angenehm gegen die BryanBewegung austreten zu müssen, aber wer einen klaren Blick hat und es wirklich gut mit dem Volke meint, kann nicht anders als seine ganze Kraft aufbieten, der Silber-Freiprägung eine

riesige Niederlage zu bereiten. -m9ras)liistdjrifjleiL Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter, bedeutend kühler, wahrscheinlich leichter Frost heute Nacht. Kühl und schön Sonntag. Gestrige Temperatur: Mazimum 70 Grad, Minimum 56 Grad. Regenfall 2 34. Zahlen ungelegte Eier. Chicago, 18 Sept. Da Preßbureau des hiesigen Hauptquartiers deö demokratischen Silber - Comite? veröffentlichte gestern Abend folgende Angäbe : Auf Grundlage der gegenwärtigen Aussichten werden folgende Abschätzungen über BryanS Mehrheiten im November gemacht : Alabama 60.000. ArkansaS 76,000, California 50.000, Colorado 100.000, Delaware 10.000, Florida 15.000. Georgia 75,000, Zdaho 10.000, SllinoiS 45.000, Jndiana 50.000, 3owa 30.000, KansaS 40.000. Kentucky 35.000, Louisiana 40.000. Maryland 15,000, Michigan 30.000, Minnesota 35.000, Mississippi 50.000, Missouri 60.000, Montaua 15.000. Nebraöka 30.000, Nevada 4.000, North Carolina 20,000, Ohio 25.000, Oregon 10.000, South Carolina 60.000, South Dakota 10.000, Tennessee 40.000, rji 175, 000, Utah 10,000, Virginia 25.000, Washington 15.000, West Virginia 10,000, Wisconsin 30.000, Wyoming 5.000. Diese Voranschläge geben Bryan 36 der 45 Staaten mit 324 Electoralstimmen. ' , - Dynamit-Schandthat. Co l u m b u S, O., 18. Sept. Heute Morgen flöh wurde eine starke La dung Dynamit unter der Wirthschaft von Frau Maria WeiSbrodt in Sardinia, Brown Tounty, zur Explosion gebracht. Daö Gebäude wurde vollstandig zerstört. Mehrere Personen wurden verletzt, doch fehlen noch die Einzelheiten.- Anti - Saloon-Leute, deren Bemühungen, eine Local-Op tion'Ordinanz durchzubringen, fehl schlugen, find wahrscheinlich die Thäter. .,,. Vermuthlich Vatermord. New Jork, 18. Sept. Arnold Flesch, von der Mäntelfabrikanten firma B. Pofternock & Co., liegt im Hospital mit 3 Schußwunden, und sein 1 Sohn M. B. Flesch wurde al muth-

maßlicher Thäter verhaftet. Der ältere Flefch wohnte allein im Hotel Pelster. Um Mitternacht in der letzten Nacht besuchte ihn sein Sohn und um 4 Uhr Morgens krachten 4 Schüsse in

Flesch's Zimmer. Man fand glesch auS 4 Wunden blutend am Boden liegen. Er erklärte nicht zu wissen, wer. ihn geschossen. Der Sohn sagt, er' wisse nichts von der Schießers er habe fest geschlafen und sei durch die Schüsse geweckt worden, um seinen' Vter blutend am Boden liegen, zu. sehen. Er wurde ohne Zulassung zur! BürgschastSftellung festgehalten. Ausland. Die g e fang enen Dynamites London, 18 Sept. Die hiesigen Nihilisten erklären aus die Zeitunganficht, daß Thnan und Genossen mit ihnen sich verbunden : DieS wäre das Dümmste, waS Nihilisten thun könnten, mit den Irischen, in deren Reihen ste'S Verräther sich befanden, zu eonspiriren. Und im Uebrigen möchten wir nicht durch Coalition mit den Isländern unser einziges Asyl in Europa verscherzen. Aber auch die amerikanischen Nihilisten haben, da eS durchwegs sehr arme Leute find, nichts mit den Irischen zu thun, deren Agitation eine ungemein kostspielige ist " Die Westminster Gazette" kommt mit einer neuen, höchst sensationellen Theorie heraus. Sie sagt: Die englische Polizei habe nicht die ge ringsten Beweise bis jetzt beigebracht. daß Tynan mit dem Phönix. ParkMorde hervorragend zu thun hatte. Ihr scheine eS vielmehr, daß Tynan Spion in englischen Diensten gewesen. Denn gleich nach dem Dubliner Phö ¬ nix - Park - Morde 1832 habe man Tynan in Boulogne ganz ungenirt mit einem Scotland Fard-Mann (englischen Staatö-Detective) freundschaft lich verkehren sehen, und am .'. letzten Montag saß der Londoner Polizei Inspektor Walsdder den Gefangenen taglich mehrere Male besucht zwei Stunden bei Tynan in dessen Zelle vor einer Flasche Wein und er veranlaßte dann, daß Tynan eine bequemere Zelle bekam. Von zuvekläsfiger Seite kommt folgende Mittheilung : Tynan und Complicen wurden aus New Jork abgeschickt nach England ohne bestimmten Plan; sie hatten nur den Auftrag irgend CtwaS zu thun;" Tynan schickte also drei auS der Kumpanei, Kearney und Genossen, nach Rotterdam, um vorläufig dort Bomben zu fabriziren, was sie auch thaten. 3nzwischen bekam Tynan Angst, besoff sich alle Tage und ging zur Polizei als Verräther. Ochisiö. Nachrichten. Angekommen in : New Sork: California" von Llvorno; Columbia" von Hamburg. QueenStown : Campania" von New Jork nach Liverpool. N e w J 0 r k : Prusfia" von Hambürg; Lueania" von Liverpool; St. LauiS" von Southampton. Abgefahren: Karlsruhe" nach Bremen; State of Nebraöka" nach GlaSgw. Liverpool: Abgefahren : Bodie" nach New Jork. Bremerhaven: Abgefahren: Bonn" nach New Jc?k. QueenStown: Abgefahren: Catalia" nach Boston. Cherbourg: Abgefahren: Nornannia (von Hamburg und Southampton) nach New Jork. Moville: Abgefahren: Circasfia" von Glasgow nach New Jork. Neapel: Abgefahren: EmS" ach New Jork. m ,,, m Während der Abwesenheit von grau BranShovver, 78 Park Ave wohnhaft, drang gestern ein Dieb in die Wohnung und stahl am hellen Tag einen Anzug und ein Halsband auS Mondsteinen. Die im Nebenhause wohnenden Leute hörten nichts von dem Einbrecher.' Die auffallendsten Heilungen von Scrofeln, die man kennt, sind mittelst Hood'ö Sarsapanlla er nett. Bteiev ixmeuuat lernt mt chen bei Blutkrankheite. Gebraucht nur H 0 0 d'S. Ho od'ö Pillen find mit der Hand gemacht und völlig gleich anSröße ' und Gewicht. ' 25.

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Auf 9.033.250 beliefenkch die im Monat Juli dieses Jahres in den Vereinigten Staaten und Canada durch Feuersbrünste verursachtenSchäden. Schwester Mary Baptist, die Oberin der barmherzigen Schwestern in California, ist eine Schwester des Barons Russell. Lord Chief Justice von England. Zur Zeit 68 Jahre alt hat die Genannte 42 Jahre ihres Lebens im Goldstte im Dienste der Kranken zuaebrachi)-' Die Todesstrafe steht auf der Beraubung eines Zuges im TerriJonrnn Arizona und die Constit'ltionalität dieses drakonischen Gesetzes ist soeben von dem höchsten Gerichtshof erilart worden. Merkwürdigen Mutter in stinct bekundet eine dem Farmer Frank Casterline in Bazetta. O.. gehörige Kuh. Das Thier hat ein Ferkel aoophrt und sorgt für dessen Nahrung und Wohlbefinden mit der größten Aufmerksamkeit. Sechs sechsfüßige Ferkel, welche von einem sechsfüßigen Mutterschweme geworfen wurden.sind aus der Farm von Jesse Carry in Marion, Ind., zu sehen. Ein siebentes Mitglied dieser interessanten Schwemefamme ist außer Art geschlagen, denn es hat nur Vier Fuße. Die Zucht dieser abnormen Thiere ist Liebhabern gepöckelter Sckweinsknöckel zu emviellen. Eineeoensounerwartele, wie unangenehme Ueberraschung wurde neulich Nachts dem Mayor Murphy m Tempe, Ariz zu Theil. Der Hitze wegen hatte der Mann die auf eme Veranda führende Thüre seines Schlafzimmers offen gelassen und in der Nacht wurde er durch ein eigenthümliches Klappern geweckt. Als er nach der Ursache forschte, gewahrte er eine riesige Klapperschlange, deren Todtuiig ihm schwer gelang, da er keme Waffe zur Hand hatte. Das Reptil hatte 14 Klappern. In San Franc rsco, !., gibt es einen Mann, der nicht weniger als 4000 Jahre aus dem Leben seiner Mitmenschen ausgelöscht hat. Diese Behauptung mag absurd, erscheinen, entspricht aber nichtsdestowenigerden Thatsachen. Während seiner Amtsdauer hat Richter Mutpyy (um diesen handelt es sich), über 4000 Jahre Freiheitsstrafen verhangt und da der Ausenthalt hinter Gefängnißmauern kaum etwas anderes als Tod bei lebendem Leibe ist. liegt das Zutreffende obiger Behauptung auf der Hand. Wenn man 35 Jahre als das durchschnittliche Lebensalter eines Menschen annimmt, so ergibt sich, daß dem Richter Murphy in dem Hauptbuche der Ewigkeit über 114 Menschenleben zur Last zu schreiben sind. Auch ln den westtexanrs ch e n Berzen hat das deutsche Lied ein Heim, wie das in Kerrville abgehaltene 14. Sängerfest des texanischen SänaerbundeI beweist. Diese Vereinigung bildet seit Jahren dasHauptblndemittel des Deutschtyums jenes Landkstheiles. Die Sängerfeste der westtezanischen Deutschen trugen von Anfang an den Character von Familienfesten und es herrschte daher aus ihnen -auch stets jenes herzliche Einvernehmen und jener gute Ton unter den Vereinen und einzelnen Theilnehmern. daß Jeder sich sofort heimisch fühlte. Dabei war die Pflege des deutschen Liedes nicht vernachlässigt worden, es zeigte sich dielmehr allerseits ein edles Streben in gesanglichen Leistungen einander zu überflügeln. Auf dem diesjährigen Feste wurde sehr viel Gutes geboten, sowohl in Einzelvorträgen wie im Massenchor, und das Fest nahm, auch in socialer Hinsicht, einen prächtigen, harmonischen Ver. lLuf. Von Seiten der Bürgerschaft des Städtchens wurde den willkommenen Gästen gegenüber die herzlichste Gastfreundschaft geübt. -. Ein Einwohner von Clamecy stiftete zu Handen der Academic einen Zehntausend-Frankenpreis. der jährlich der französischen Mutter zuerkannt weredn soll, die die meisten Kinder hat. Die Academie lehnte die Uebernahme der Verwaltung dieser Stiftung mit der Begründung ab. dajz Kinderzucht nicht zu ihren Aufgaben gehöre. Auf einem von Toulouse nach Paris fahrenden Schnellzuge ist in dem Tunnel von Taillay ein Raubanfall von außergewöhnlicher Dreistigkeit verübt worden. 'Als der Zug hinter derStation Vierzon in den Tunnel fuhr, sprangen zwei Männer auf. von denen der eine mit vorgehaltenem Revolver den Zugführer ausforderte. keinen Laut von sich zu geben, da er ihn sonst niederschießen würde. Dieser Drohuna gegenüber wagte es der Beamte nicht, sich von der Stelle zu rühren. Unterdessen machte sich ir zweite Bandit daran, die in dem Wa - t r cjfc r.rv:ri ... genavlyett oesinoilcqen tgcurnucii zu erbrecken und zu plündern. Auf ein gegebenes Zeichen sprangen die Diebe von dem schnell dahinbrausenden-Zuge herab, thn fiel bewußtlos zur Erde, der andere zoa sich leichte Verletzungen zu. Auf die von dem Zugführer auf der nächsten Station gemachte Anzeige hm wurden sofort von der Gendarme

Veitstanz. in Arzt verschreibt Dr. Mileö' Nestorative Nervine. rr. MileS Medirai Co.. Elkdart. Ind. : Meine Tochter Mattie. 14 Jahre alt. wurde letzte Frühiahr vom Weitstanz und NervbsttSt befalle. Nre ganze rechte Seite war gesihllok und beinahe gelähmt. Wrr consultirrcn eineu Lrzt und dieser

jl i"75Li it- rsif v. " vlti ''MZ5'?S.. MMmmM M MMW Vziv al it ' J"w 'ssmS er v i K. 3 iLTi. rffci C"f vnschnkb Dr. MileS' Nestorative Nervme. Cie nahm drei Flaschen, ehe wir irgend welche bestimmte Zeichen von Besserung wahrnahmen, aber dann besserte sich ihr Zustand sehr schnell und meiner Ansicht nach ist sie jetzt völlig hergestellt. Sie hat nenn Flasche Nervine eingenommen, aber sonst keine Medicin irgend welcher rt. nor, Ind.. 5. Jan. 1895. H. 23. Hoftetter. Aerzte verschreiben Dr. MüeS' Heilmittel. weU fit bekannt find alS dai Ergebniß langjähriger Praxis und Erfahrungen eines der glänzendste Mitglieder ihreS CtandeS. und von erfahrenen Chemikern genau nach den in seiner Praxis gebrauchten Vorschriften dek Dr. MileS zusammengestellt find. Zu baben bei allen Apotdekern. Schreiben Sie um Dr. Miles' Buch über das verz und die Nerven. Dr. Miles Medical Co., Elkhart, Ind. Dr. MileS' Heilmittel machen gesund. tte die Gegenden abgestreift, wobei man den einen Räuber in ohnmächtigem Zustande auf der Stelle antraf, wo er von dem Zuae herabaesprunaen. Der andere wurde in dem Augenblicke ergnssen. als er sich eme Fahrkarte erster Classe nach Paris lösen wollte. Der Cassirer, der von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt war. ließ ihn. da die Schrammen in seinem Gesichte und seine zerfetzten Kleider ihn verriethen, verhaften. Bei dem einen Diebe wur den über 19.000, bei dem anderen 18.000 Francs vorgefunden. Ein ergötzlicher Mützenstreit ist in Neu Ruppin ausgebrochcn. Der Director des dortiaenGvmnasiums hat in dev Märk. Ztg." eine bewegliche Klage darüber erlassen.daß vielfach Kinder, die nicht das Gymnasium besuchen. Müken in den 5?arben und mit den Abzeichen tragen, die sur die einzelnen Klassen des Gymnasiums bestimmt sind." Es würden dadurch die Interessen- des Gymnasiums geschädigt, und er richte daher an die Eltern die B?tte, auf diese Interessen Rücksicht nehmen und, jener Unsitte" entgegentreten zu wollen. Die Kürschnermeister ersuche er dringend. die für das Gymnasium und seine Vorschule bestimmten Mützen nur solchen Schulern verkaufen zu wollen. die zum Tragen dieser Mützen nach dem Herkommen berechtigt sind. Andernfalls müsse die Abschaffung der geltenden Sitte in Erwägung gezogen werden. ' Hierauf hat das Lehrercollegium der Mittelschule eine Erklarung veröffentlicht, in der es heißt, dasi es die Bekleidung der Schüler getröst den Eltern überlasse. Bezüglich des der Mittelschule gegebenen Winkes, für ihre Klassen andere Farben als die des Gymnasiums auszuwählcn, bekenne das Collegium, daß es hierauf gerne verzichte, da die ganze Sache viel zu wenig Werth in seinen Augen habe, es hake es im Gegentheil für angemessen, alles 'zu vermeiden, was Dünkel oder Kastengeist in den Schülern wecken könnte. Inzwischen hat dev Gymnasialdirector den Kürschnermeistern seine Bekanntmachung mit dem Bedeuten übersandt, daß er bei Nichtbeachtung zu anderweiten Maßnahmen" genöthigt sein werde. Der Streit hat allenthalben die ungetrübteste Heiterkeit erregt. o n e i n em schwerenGeschick ist die Familie des Zahnarztes Hübe in Leipzig getroffen worden. Dr. med' Hübe, ein Sohn des Zahnarztes, absolvirte eine Uebung beim Jnfanterie-Regiment Prinz Friedrich August" No. 104 als Assistenzarzt der Reserve. Das Regiment hat zur Zeit Manöverquartier in Großenhain und Umgegend und wurde Dr. Hübe nach Zieschen zu einem krankenSoldaten gerufen. Er ritt dahin ab und wurde zuletzt in der Gegend von Steindrucken gesehen dann aber ist er verschwunden geblieben. Sein Pferd, ein feuriger Ostpreuße, wurde von'Königs-Hu-saren eingefangen, und dessen halbzerrissenes Zaumzeug deutet auf einen schweren Unfall, den sein Reiter erlitten. Obwohl zunächst Radfahrer-Pa-trouillen ergebnißlos auf die Suche gingen, nahmen doch noch größere Ca-vallerie-und Jnfanterie-Patrouillen die Absuchung des Terrains vor.allein auch diese kehrten resultatlos ' zurück, den nicht eine Spur hat sich bisher von Herrn Dr. Qube funden. - Schön und rein Soll das HanS fietS sein l ' Die besten dürften kauft an bei H. Schrntdel, 0 0ji eVa,ty na?ß.

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