Indiana Tribüne, Volume 19, Number 361, Indianapolis, Marion County, 15 September 1896 — Page 2

Zndians Tribüne.

Erscheint TagNH und SonntagS. Die tZzttche.TriiSne- kostet durch den Xrlgec i cbU per Woche, die Konntag..Trlsae'I Ztnt per Ooche. Seide lufacraes IS Stets ,,r eJÖcntJ per ri,t. Per P,ft auberhald b, .Ht,dt iugeschickt U ,rau?be,hln2 p' fJar. M,, 18 Lüd Vladama Otratze. JadianapottS, Ind., 15 Sept'br 1L96. SchlasendeReformbewegungen. ES ist von einigem Interesse, zu ver folgen, wie in einem PräsidentenWahljahr bei uns die verschiedenen Nlchtpolitischen Bewegungen, welche zeitweilig mehr oder weniger im Vordergrund der' Lsfentlichen Beachtung stanoen, beeinflußt werden, und ob sie sich in voller Stärke und Lebhaftigkeit behaupten können oder verstummen müssen, wie das Piepsen einesSpatzes im Lärm einer großen Schlacht. Nicht alle unpolitischen Bewegungen treten heue? in den Hintergrund, und manche derselben dehnen sich sogar unter den jetzigen ungünstigenVerhaltnissen anhaltend weiter aus. Zu letzteren gehört z. B. die aus Deutschland gekommene Kneipp'sche WasserZur - Bewegung, welche sich gerade jetzt vom Osten nach dem Westen unseres Landes verbreitet und steigende Ansprüche auf die Benutzung gewisser Theile LffentlicherParks zumZweck des Thautretens- macht. Und es ist gut, daß manche solcher Bewegungen auch, im Jahr unserer Haupt Nationalwahlen am Leben bleiben; denn sonst würde das öffentliche nationale Leben allzu eintönig oder doch einseitig durch die leidige PoZitik gemacht, während solcher Art doch eine wenig größere Mannigfaltigkeit hineinkommt, einige thaufrische und allgemein schätzbare oder doch nicht unangenehme Abwechslungs - Elemente in dem Hexenkessel dieses Getriebes weit herumschwimmen! Andererseits aber gibt es auch Bewegungen, welche im PräsidentenWahljahre so schlecht gedeihen, wie der Fisch auf trockenem Land, beinahe völlig in Verschollenheit gerathen und, wenn nicht dem Tod, so doch einem Scheintod verfallen, der sich von ersterem nur wenig unterscheidet. Von denjenigen unpolitischen Bewegungen, die blos flauere Zeiten haben, sei hier ganz abgesehen; denn man könnte solche dutzendweise aufzählen, und diejenigen, deren Lebensunterhalt tiroa auf solchen Bewegungen beruht, seien es kleine Zeitschriften - Herausgeber oderWanderprediger oder Andere dürfen sich heuer einen ziemlich engen SchmachtRiemen umschnallen, wenn sie es nicht verstanden haben, rechtzeitig noch andere Eisen in's Feuer zu legen. Zu den gänzlich im Rumpelschrank liegenden. Reform - Bewegungen in diesen Tagen gehören auch zwei, welche das schöne Geschlecht speciell angehen. Vor nicht so langer Zeit hatte eine besondere Bewegung zur Selbstpslege und Erhöhung weiblicher Schönheit vielfach in unserer großstädtischen Geschäftswelt Furore gemacht, und Madame Aale namentlich zog mit ihrer diesbezüglichen fliegenden Hochschule ein nicht nur sehr zahlreiches, sondern auch meist vielvermögendes- fashionablesDamen - Publikum herbei. Was ist Heuer daraus geworden? Fast kein Hahn kräht mehr darnach, das heißt, die Selbstverschönerung unserer Damenwelt hat selbstverständlich nicht nachgelassen? und eben darum erscheint eine specielle Bewegung dieser Art. noch gar. in Verbindung der Anpreisung sehr zweifelhafter und gefährlicher Verschönerungsmittelchen, nicht als ein dringendes Bedürfniß-, und ihr Verschwinden auf Nimmerwiedersehen wäre schwerlich ein bedauernswerthes ' Unglück. Kein glimpflicheres Schicksal aber scheint die F r a u e n k l e i d e r-R e-form-Bewegung zu haben, obwohl dieselbe auf ein bedeutend längeres Dasein zurückblicken kann und viel tiefer fundirt erschien, als die letztgenannte. Wer spricht gegenwärtig von einer Jenny Miller und allen ihren begeisterten Schülerinnen, mib Rivalinnen? Beinahe könnte man mit dem Dichter singen:, Wo sind sie hin? Es pfeift der Wind, Es schäumen und wandern die Wellen." In ihren ersten Anfängen eigentlich schon so alt, wie unser ganzes Zeitalter. und mit selten unterbrochener Regelmäßigkeit jedes Jahr zu neuem Leben erwacht, besonders aber seit ungefähr der Mitte der 80er Jahre mit vielen Tamtam und neuen Losungen eifiig betrieben, scheint diese Bewegung jetzt einen so festen Schlaf zu. schlafen, wie Dornröschen. Zwar fehlt es nicht ganz an sporadischen Bewegungen, welche dieser oder jener Art von Frauenkleider Um krempelung gelten, z. B. die nette kleine Pittsburger GesellschaftsdamenAgitation zum Tragm kurzer Röckchen bei schlechtem Wetter. (Warum nicht auch bei schönem, - statt der, von den Evastöchtern selber oft fo lästig empfundenen allzulangen Staubkehrer?) doch können es diese Bewegungen nur zu einer ortlichen Bedeutung bringen, und in den meisten anderen Landesgegend:n' hört 'man nicht einmal etwas davon, wenn sich nicht ein mildthätiger Special (Korrespondent erbarmt. Aon einer nationalen DamenkleiderReformbewegung ist gegenwärtig ab solut nichts mehr zu spüren.' - -- Und doch sollten . gerade in dieser Jahreszeit, in der wieder ein wichtiger und kritischer Kleiderwechsel bevorsteht, jene Vorkämpferinnen, ihrer frü Hern Gewohnheit gemäß, sich besonders lebhaft vernehmen lassen. An Arbeit und Kaiupf würde es ihnen um so weniger fehlen, als in. diesem Jahr wieder verschiedene neue Moden aufgetaucht sind, die sich schwerlich ihrer Zusiimmung erfreuen AberStille herrscht über den Wässern. . Es scheint, diese Reformbewegung ist

zur Zeit nicht in sehr geschickten und findigen Händen, denn mit einem Bischen mehr Unternehmungsgeist könnte gerade die PräsidentschaftsCampagne, mit ihrem Bedürfniß nach auffallenden Marschirclubs, sehr wohl zu wirksamer Popularisirung von Frauenkleider - Reformen ausgebeutet werden! Vielleicht kommt diese wohlwollende Anregung noch immer nicht ganz zu spät.

Für kleine Ciösabrieation. Es ist schon öfters von der bisher!gen Fabrication von Maschinen zur künstlichen Herstellung von Eis der Umstand bemängelt worden, daß dabei zwar für das Bedürfniß von Großverkäusern oder Großconsumenten in überreichem Maße Vorsorge getroffen ist. aber noch nie ein ernstlicher Versuch gemacht worden, auch kleinere Eisbe reitungs-Maschinen. mit einer Capacität von einer Tonne an aufwärts, zu liefern. Erst vor Kurzem hat man begonnen, sich dieser Aufgabe in nennenswerthem Maße zuzuwenden, wofür ja keine wcsentlich neue Erfindung erforderlich ist, und es wird in Fachkreisen vorausg?sagt, daß solche kleine Eismaschinen bald ein wichtiges und an Beliebtheit beständig steigendes Zubehör des Ge-schäfts-und des häuslichen Lebens bilden würden. Die Firma, welche sich zuerst darauf besonders verlegen wird, dürfte selbst bei den jetzigen flauen Zeiten große Profite einHeimsen; vermuthlich aber werden dann bald genug viele Mitbewerber auf dem Felde erscheinen. Daß das Bedürfniß nach nicht zu kostspieligen Maschinen für die Eisfabrication im Kleinen ein sehr lebhaftes bei uns sein muß, wird wieder neuerdings durch ein auffallendes Beispiel dargethan. Eines unserer östlichen Blätter nämlich hatte eine S3e schreibung eines neuerfundenen Modells einer kleinen Eismaschine veröfsentlicht. welche eine ganze Familie auf ein Jahr für die erstaunlich niedrige Auslage von $1.40 mit Eis versorgen könne. Es dauerte nicht lange, fo waren Tausende von Anfragen nach dieser Maschine aus allen Theilen des Landes eingelaufen, und groß war die Enttäuschung der Anfraqer. als das Blatt erklärte, daß diese Maschine noch lange nicht im Markte sei. Aus der Beschreibung war nicht ganz klar zu erkennen gewesen, ob es sich um ein zu Markte gebrachte Maschine, oder nur um denEntwurf einer solchen handelte. Es wird übrigens als sicher bezeichnet, daß sich diese Maschine in naher Zukunft dem Publikum präsentiren werde. Man kann nur wünschen, daß kleine und billige Eismaschinen massenhaft in den Handel und Gebrauch kommen, fchon weil dies ' auch geeignet wäre, dem vielfach vorhandenen Eis-Trust" bedeutenden Abbruch zu thun. so Jahre einer berühmtenTtiftung Dieser Tage dürfte das vielgenannte Smithson'sche Institut in unserer Bundeshauptstadt, das sich einen Weltruf erworben hat und auf der Columbischen Ausstellung und bei anderen Gelegenheiten so vortheilhaft vertreten war. das halbhundertjährige Jubiläum seines Bestandes feiern. Leider fiel das Ableben seines Hilfssecretärs, des verdienstvollen Gelehrten Dr. George Brown Goode, wie ein Schatten über dieses Jubiläum. In den letzten Jahren ist diese gediegene, reich ausgestattete Bildungsanstalt, gleichzeitig die Hüterin des Nationalmuseums, dem amerikanischen Volke bekannter geworden, als jede andere in der Hauptstadt der Nation.und ste gilt dem Amerikaner ungefähr dasselbe, was das Britische Museum, dem Engländer gilt, welches vielleicht in naher Zukunft auch an Ausdehnung nicht mehr dem Smithson'schen Jnstitut voraus sein wird. Viele wissen heutzutage nicht mehr, daß diesesJnstitut fein Dasein der Generosität eines Engländers verdankt und eine der wenigen Stiftungen ist. welche je von den Ver. Staaten als solche' angenommen wurden. James Smithson, ein englischer Naturgelehrter und der natürliche Sohn von Hugh Smithson, dem dritten Herzog von Cumberland , und der Mrs. Elizabeth Macie. starb. im Jahre 1829 und hinterließ sein Eigenthum seinem Neffen mit der Bedingung, daß, wenn dieser ohne Erben sterben sollte, den Ver. Staaten von Amerika der ganze Besitz zur Gründung eines Institutes zur Verbreitung von Wissen" zufallen solle. Der Neffe starb schon 1835. und Onkel Sam erhielt das Eigentbum. das auf- 5551.169 geschätzt würde. Nicht ohneWiderstand in unserem Conqreß wurde - die Stiftung angenommen; sie ist amerikanischerseits weiterhin besonders - reichlich bedacht worden. 5lm schönen Chelan.Tcc. Der Staat Washington hat gerade keinen Mangel an mehr oder weniger großartigen Sehenswürdigkeiten. Vielleicht die bemerkenswertheste derselben jedoch ist gleichzeitig die am wenigsten bekannte, nämlich der Chelan - See mit seiner wunderbaren Scenerie. Man kann es den Bewohnern dieses Staates nicht verdenken, wenn sie in ihrem Localpatriotismus diesen See für den schönsten auf dem ganzen amerikanischen. Festland erklären; er ist jedenfalls den schönsten beizuzählen, und würde auch den verwöhntesten Besucher derartiger Sehenswürdigkeiten anderer Erdtheile nicht enttäuschen. Daß er sich nicht längst einer größeren Berühmtheit in der weiten Welt erfreut, erklärt sich lediglich dadurch, daß er etwas abgelegen und nicht so leicht zugänglich ist, auch bis vor ganz Kurzem alle Vorkehrungen für den Comfort von Besuchern fehlten. Die kürzliche Vollendung der Great Northern Bahn in dieser Richtung jedoch welche Babn zwar nicht diele mauMti.

qt Stätte berührt, vielmehr zu Wenatchee. 40 eng. Meilen von dem See entfernt, über den Columbia geht, von wo jedoch Dampfschiffsverbindung wenigstens bis zu den Chelan-Wasserfäl-len bestellt hat ihn dem Ueberland-

Verkehr bedeutend näher gebracht.Bald mag es mit der Abgelegenheit- ein Ende haben, zumal, geographisch betrachtet, der See beinahe im MittelPunkt dieses westlichen Eckstaates liegt. Der Cbelan . See ist 70 Meilen lang und ein bis drei Meilen breit, wie tief aber, das hat noch Niemand festgestellt. Mit einerSenkbl - Schnur von 1400 Fuß Länge hat man crn verschiedenen Stellen keinen Grund erreichen können, und man hat Ursache, andere Stellen für noch weit tiefer zu halten. Für den Kenner kann es schon beim ersten Blick aus die Landkarte nicht mehr zweifelhast sein, daß dieser See gletscherhasten Ursprunges ist, und seine Entstehung bis auf die große Eiszeit zurückgeht, als die Erscheinungen des heutigen Grönland noch in ungeheurem Maßstabe im ganzen nördlichen Theil unseres Landes vorherrschten. Eine ganz gewaltige Gletschermasse muß damals vom Herzen der Cascade - Berge dahergekommen sein und die Furche gewühlt haben, in welcher heute der Chelan - See ruht. Am liebsten wird der See zur Hälfte mit dem Dampfboot und zur anderen Hälfte mit kleinen Ruderbooten befahren; Letzteres ist jedoch auch auf der ganzen Ausdehnung möglich und für den erfahrenen Ruderer höchst genußreicb. Aufregungen .kann es indeß dabei in Hülle und Fülle geben. Am unteren Ende so majestätisch ruhig, wird der krümmungsreiche, von einer unbeschreiblich herrlichen Berg- undWaldwclt eingerahmte See am oberen Theil oft von Stürmen heimgesucht, welche in den hohen schneeigen Gipfeln wohnen und jeden Augenblick herniederfahren können. Neulinge thun daher gut, nicht zu waghalsig zu sein. Als eine - Bergschlucht betrachtet, übertrifft der See mit seiner Einfassung bei Weitem das Yosemite- und das ?)ellowstone - Engthal an Großartigkeit. und nur der Grand Canyon des Colorado kann sich einigermaßen mit ihm messen! Aber keine dieser geMiß imposanten Wunderstätten hat einen solchen Wasserkörper aufzuweisen, und keine auch solche Gruppen schneegekrönter Berge und gewaltiger Gletscher, ja auch keinen so bezaubernden Farbenreickthum. Bergzacken, prächtiges Gras- und herrlichesWaldland wechseln einander fortwährend ab. Außer den Naturschwärmern und geologischen Forschern können hier auch die Nimrode ein wahres Paradies sinden. Wasserfarbe und Wärme. Bekanntlich erscheint reines Wasser gewöhnlich blau gleich reiner Luft wenn das Licht durch einen genügend dicken Wasserkörper hindurchgeht. Es ist aber mit dieser Farbe keine so einfache Sache, wie Manche glauben mögen. Nach den Nächstliegenden Physikalischen Gesetzen sollte man annehmen, daß. wenn das Wasser in einem tiefen und undurchsichtbaren Behälter sich befindet, wie etwa das Becken eines Binnensees oder der Ocean es alles hineinfallende Licht absorbiren und daher schwarz aussehen müsse. Die Erfahrung zeigt aber einen ganz anderen Thatbestand. Selbst die tiefsten Theile des Oceans fehen nicht schwarz, sondern lebhaft blau aus. Früher hielt man dies für eine Folge des Schwedens kleiner Stofftheilchen im Wasser. ?!euerliche Experimente aber scheinen darzuthun, daß vielmehr Wärme-Untcrschiede diese Erscheinung verursachen, indem z. B. trübende wärmere Strömungen, die durch reines Tiefwasser gehen, ein Zurückwerfen des Lichtes aus der Tiefe durch die durchsichtigen oberenSchichten herbeiführen und so diese blau erscheinen lassen können. .Dies ist soweit die plausibelste Erklärung auch für die Farben- und Durchsichtbarkeits-Un-terschiede von Binnensee-Wasser im Sommer und im Winter. Interessante Vogelmusik. In den Waldwildnissen am oberen Amazonenstrom, besonders an den Ufern der Nebenflüsse, wo die Familien der rothhäutigen Eingeborenen in den kühlsten und schattigsten Winkeln ihre balbvergrabenen, mit dürrem Palmen-Laub gedeckten Wohnhütten zahlreich errichtet haben, kann der Fremdling häufig den sogenannten Orgelvogel vernehmen dessen Gesang stets einen sehr eigenthümlichen Eindruck macht. - Dieser Orgelvogel ist unter den vielen Vogel-Merkwürdig-keiten Süd-Amerikas jedenfalls einer der. seltsamsten, soweit seine Stimme in Betracht kommt, und die Amazonenwälder haben keine größere, gefiederte Curiosität aufzuweisen, als bisse. Sobald die sonderbaren Töne von diesem Vogel zum ersten Male an das Ohr schlagen, hat man den unwidcrstehlichen Eindruck, daß sie durch eine Menschenstimme hervorgebracht werden. Vielleicht denkt man wohl singt sich irgend ein besonders musikalisch veranlagter Junge, der imDickicht Obst sucht, einige aufheiternde Weisen zu. Die Töne werden aber allmälig schmelzender und klagender. Mitunter haben sie 'starke Aehnlichkeit mit den Tönen eines Flageoletts (der letzten noch im Gebrauch befindlichen und namentlich 'in Frankreich neuerdings wieder mehr in Aufnahme kommenen Art Schnabelflöte) und der Reisende lst bemahe überzeugt, daß irgend Jemand ein solches Instrument in diesem Urwald spiele.so widersinnig auch diese Annahme aus anderen Gründen erscheint. Nicht leicht kommt er zu der Meinung, daß er es blos mit einem Vogel zu thun habe, und wenn er auch darüber belehrt wird, so mag er noch eme Weile den Kopf schütteln; denn wie genau er sich auch im umgebenden Dickicht umsehen mag. keine Svur

von einem nogei xvi zu oeme...., , . gleich die' Stimme offenbar die eines Geschöpfes ist. welches sich in nächster

' Nähe befinden muß. Es ist in der That schwierig genug, dieses geflügelten Voeal- und Instrumental-Virtuosen ansichtig zu werden, und da er nur durch seine Stimme bemerkenswerth ist, so gibt sich selten Jemand besondere Mühe damit. Diese Stimme verfehlt aber auch auf Den, welcher sie fchon hundertmal gehört hat. nie ihre Wirkung! Das gilt sowohl von Weißen wie von Indianern, die seit vielen Jahrhunderten so vertraut mit dieser Musik sind. In der Tbat ist der Orgelvogel der allereinzige, welcher auf die Letzteren irgend einen Eindruck macht, und oftmals lassen dieselben, während sie in ihren kleinen Canoes die schattigen Nebenströme befahren, beim Singen dieses Vogels betroffen ihr Nuder ruhen, als ob neue und geheimnißvolle Laute zu ihnen gedrungen wären. Bei dem überaus phlegmatischen und stumpfen Wesen gerade dieser Indianer kann man hierin ein großes Compliment für den scheuen Musikmacher erblicken. In den unteren AmazonenstromGegenden kommt dieser Vogel höchst selten vor, und anderwärts gar scheint man ihn noch nie gehört, geschweige denn gesehen zu haben. ' Durstfeste Thiere. Gewöhnlich wird das Kameel als das hervorragendsteBeispiel vonDurst festigkeit, d. h. von der Fähigkeit, den Durst lange ertragen zu können, unter der Thlerwelt namhaft gemacht. Die ses Geschöpf bildet jedoch nur der körperlichen Große nach das hervorra gendste Beispiel, obwohl seine Durstfestlgkeit lmmerhm eme sehr bemer kenswerthe ist. In der Zeitschrift Nature" wird neuerdings aus verschiedene, noch ausfallendere Fälle dieser Art, die sich der allgemeinen Beachtung entziehen, aus merksam gemacht. Besonders wird auf eine Anzahl kleiner Nagethiere mehre rer Gattungen hingewiesen, welche in den furchtbar trockenen Ebenen in der Nachbarschaft der Rocky Mountams vorkommen. Diese Thiere sind ganz gut imstande, nicht nur wochenlang. sondern Monate und Monate ohne ei nen einzigen Tropfen Wasser zu bestehen! Ringsum nur der trockenste, heiße Sand, das ganze pflanzliche Leben weggebrannt, und doch behaupten sich diese Thiere, wie es scheint, vorzugllch. Gelegentliche bloße Beobachtungen wllrdrn in dieser Beziehung ja keinen beweisenden Werth haben, aber man hat auch unmittelbare, über einen langeren Zeitraum ausgedehnte Versuche hierüber m neuerer Zeit angestellt. So wurden einige ganz gewöhnliche Mäuse gefangen und in den Käfigen abgesondert, in denen sie nichts, - als vollkommen trockene Nahrung, wie Welschkorn und Grassamen, erhielten. Nach mehr als 3j Monaten befanden sich diese Nager noch hei bester Gesund heit, und es sah ganz darnach aus. daß sie noch lange auf solche Art ezistiren könnten, ohne einen einzigen Trop fen Wasser oder irgend eine andere Art von Flüssigkeit. Wie manches zweibeinige durjtige Geschöpf mag auf solche Wesen mit stillem Neid blicken! ?er Z!iichcr seiner Zrau. (Berliner Gerichtsscene). Auf dem Corridor des Gerichtsgebäudes spielen sich häufig schon kleine Vorverhandlungen ab. Eine der vielen Bänke war mit Personen beiderlei Geschlechts dicht besetzt. Vor ihnen stand ein Mann in den vierziger Iahren. ' dessen Gesicht daraus schließen ließ, daß er den Schelm im Nackm hatte". Er hielt einen kleinen Vortrag und schie? es mit Kenntnissen" zu haben. Sehen Sie, mit Sachbeschädigungen is det so 'ne Sache. Ick werde den Jerichtshof schon wat zu rathen ufjeben, denn so leichte lasse ick mir nich fangen. Ick will mal sagen, zum Beispiel mit so 'ne Thürscheibe. Wenn ick nu so stehe unEener jiebt mir von vorne eenenStoß.det ick mit'nHinterkörper nach hinten schieße, un da det nu bei mir so injericht is. det ick den Ellenbojen hinten drage, so fuhrwerke ick damit rin in die olle jläserne Jlasscheibe. un sie jeht rejelrecht in'n Klump. Habe ick nu die Scheibe injestoßen oder der, der mir jestoßen hat? Jlooben Sie mal. det det nich so leichte zu entscheiden is? Ick werde den Jerichtshof schon wat zu rathen ufjeben, da jehören mindestens drei Termine ZU." So sprach er, und dann sah er sich mit Selbstbewußtsein um. Es hatten sich noch mehre Personen um ihn versammelt. Zunächst war es still, die Zuhörer schienen sich diesen schwierigen all zu überlegen. Ja, ja, wie det so ls da haben Sie vollständig Recht. Wer weeß. wie det noch kommt. Et is alles schon dajewesen." So lauteten die tiefsinnigen Bemerkungen. Eine alte Frau, die eine gerichtliche Vorladung in der Hand hielt und dadurch documentirte. daß sie Zeugin und nicht Angeklagte war Angeklagte halten niemals die Vorladung in der Hand erklärte, daß sie über einen ganz ähnlichen" Fall berichten könne. Bei ihr hätten mal zwei Mädchen gewohnt. Eine von ihnen hätt5 dem anderen aus. Schabernack einen Weißen Flanell-Unterrock mit rother Tinte begossen und sei doch freigesprochen 'worden. .Die Zuhörer kamen nicht dazu, sich hierüber zu verwundern. denn die Verhandlungen begannen und der erste Redner wurde aufgerufen. Wenn Sie mir blos fünf Minuten zuhören wollen, denn habe ick Ihnen avens erzählt. Mein Freind Küster un feine Frau un ick un meine Frau, wir waren am 7. Juni zusammen nach Wilmersdorf jewesen. Als wir so um 6 Uhr zurückkommen un uns in eene von die -neien Straßen befinden, da zieht . sich mit eenem Male eine Ucke Jewjtterwoke iKex unZ zusam-

men. da fallen schon eiNtje zroße Droppen, un wir müssen man in eenen Dhorweg' flüchten; meine Frau hatte bange wejen ihren neien Hut un ihre Sammet - Mathilde. Det war een neiet Haus, un wie wir so stehen, sehe ick, det in'n Dhorweg Zettel aushängen, det Wohnungen zu vermiethen sind. Ick sage zu die Anderen. Ick habe eene Idee," sage ick; hier is det für vier Personen zu eng. der Rejen spritzt doch rin. Da drieben scheint eene kleene saubere Kneipe zu sind, da wollen Willem und ick rieberloofen. indem Ihr uns die beeden' Schirme jebt. Un die beeden Frauen die klingeln hier bei'n Portjeh. un wenn der Mann rauskommt, dann laßt Ihr Euch een Paar Wohnungen zeijen un dhut fo. als wenn ihr miethen wollt. Derweile jeht der Rejen schon vorieber. Is gut. det wird 'so jemacht. Willem un ick lcofen rieber un haben eben unsere nassen Schirme in det Local zum Abloofen hinjestellt. da jeht die Thür wieder uff, UN meine Olle UN Willem seine Frau kommen rinjestürzt. Beede in jroße Uffrejung un naß wie die Katzen. Denk Dir blos an," sagte meineFrau. der Kerl hat uns rausjeschmissen'un uns sojar von'n Dhorweg wegjewiesen. Der Hauswirth hat sein Kontor jerade iebern Dhorweg un det Fenster i3 offen jewesen. un er hat det jehört, wat Du jesagt hast, un hat schnell den Portjeh Bescheid gestochen, un als der uns ufjemacht hat un wir sowat jesagt haben von Wohnungen miethen, hat er uns mit unjebildete Worte die Thüre un von'n Dhorweg jewiesen. Nu kiek blos meinen schienen UmHang an! Un denn den neien Hut! So erzählt meine Frau. Ick ieberleje mir die Sache un sage weiter nischt als hm," lasse mir erst eenen kleenen inschenken un drinke ihn aus. Denn sage ick zu die Andern mit so'n gewissen Nachdruck: Kinder, sagt un thut un macht jarnischt, ick werde mir morjen schon dafür rächen." Den andern Nachmiddag machte ick mir fein, fetze mir die Angströhre uf un jehe wieder hin. Ick klingele, un der Portjeh macht offen. Is der Herr Wirth ' zu sprechen? Ja, det heeßt. wat wünschen Sie? Nu. ick komme wejen eene jroße Herrschaftliche Wohnung, fo acht Zimmer mit alle Bequemlichkeiten. Er sieht mir so'n bisken von oben runter an, ick sage aber, det sie natierlich nich vor mir wäre, sondern vor eenen hohen Beam-

ten. der von Kler hierher versetzt wäre und der mir noch von'n Feldzug her kennte. Un der hatte an mir geschrieben, un ick sollte ihm eene. besorjen. Un uf de Miethe käme det Zar nich an, un wenn ick mit denWirth einig würde, ob denn für mich nich een Blauer, abfallen dhate? Nu spannt er un sagt, det wäre stillschweigend selbstredend un looft ruf un sagt den Wirth Bescheed. Nach 'ne Weile kommt er wieder runter, un ick möchte die Freindlichkeit haben un näher zu treten. Na die hatte ick denn ooch. Als ick rintrete, macht mir der Wirth ordentlich eene Verbeujung un - denn macht er so'n kleenet Spinde offen un holt eene Coa nacflasche und Ziehgarr'n raus. Ick scharnlere mu denn ooch nich. Denn zeigt er mir selbst die Wohnung un ick finde det alles sehr schon un sage, det wäre so jut wie abjemacht. Sowie der Contract unterschrieben is, können Sie sich bei Mir hundert Mark holen. flüsterte er mir zu.als er mir dieTreppe herunterbejleitet. Ick nickte. Als wir nu vor der Thur uf'n Flur stehen, will er sie mir offen machen, ick springe aber schnell eenen Schritt zu. stelle mir so mit'n Rücken jejen die Scheibe un sehe ihm stramm in die Oogen, wobei ick foljenden Ton rede: Herr so un so. saje ick. ick will allen Menschen wohl un Ihnen ooch. Ich könnte Ihnen nich mit Ihr bestes Zeich in'n Rejen rausstoßen. Die Wohnung is also so jut wie vermiethet. Wenn Sie aber janz sicher jehn wollen, denn schreiben Sie heite noch uf'n Stempelbojen zu eene Mark fufzig een Jesuch, wo Sie Ihre Wohnung in anbieten. Jeben Sie sich aber een bisken Mühe, eene hübsche Handschrift empfiehlt immer. Un denn schicken Sie det Schriftstück an meinen Kontordiener, un wenn Sie für ihn denn eenen Daler beifügen, denn.is det nich zum Schaden, denn legt er det Jesuch so'n bisken obenauf, un det Jesuch kömmt eher ran. Un meine Frau läßt Ihnen jrießen, sie war jestern Nachmittag fchon hier. Weiter kam ick mit meine Rede nich. denn nu war ihm een Licht ufjejangen und er wollte mir rausschmeißen. Dabei hat er mir denn in die Thürscheibe gestoßen. Da nicht zu erweisen ist, daß der Angeklagte vorsätzlich gehandelt, wird er wirklich freigesprochen. Sie kennt ih:, doch! Die Rest liegt im Kränkenhaus Und duldet große Qualen; Zie hat zu viel getanzt und muß 5s theuer nun bezahlen. Der Doctor sagt: Mein Kind. Du dankst Dem Leichtsinn Deine Schmerzen, Es läßt nun einmal die Natur Durchaus nicht mit sich scherzen. Im Leben die Gesundheit hat Den allerersten Platz. Ihr Mädchen aber wißt ja nie, Was Euer bester Schatz.Da wird die Resi roth und sagt: .Herr Docta! Glauben's mir, I kenn' mei' Schatz gar wohl, eö iS A strammer Grenadier.-' Unfreiwillige Selbst, kriti k. A.: Hat denn Herr M. im Geschäft eine höhere Stelle inne als Du?- B.: Ach was! Der Esel ist aanz genau dasselbe wie ich!" Bosyast. Popen: Halt, wer da? Lieutenant: Merkt Er nicht, daß ch ein Lieutenant bin. Er Esel, Schass. iopf. Rindvieh! Posten: Jetzt merk' ch's! Modern. Emma: .Mein Bräutigam ist zu lieb und gizt gegen mich.... ich glaube wirklich der hcirathet mich noch!-

Den Jnles?

Der Export von. Pferden hat seit einiger Zeit riesige .Dimensionen angenommen und besonders auf den Hamburger Dampfern werden allwöchentlich zahlreiche Pferd: nach Zuropa gesandt. Die Hobokener PferdeHändler Hexamer und Sohn haben seit dem 1. Januar allein über 3000 Stück, darunter viele werthvolleThiere ezportirt. Zucht- und Rennpferde werden meist nach Rußland und Oesterreich gesandt. Auf denl Dampfer St. Cuthbert- wurden vor einigenTagen 500 Pferde, darunter 150 ungezähmte Mustangs, verschifft; ein Theil dieser Sendung ging nach Frankreich und 70 Stück waren für Pariser Omnibusllnien bestimmt, welche 7000 Stück bestellt haben. Auch zumSchlachten werden viele Pferde exportirt. Die Zunahme des Pferde Exportes ist tu ne Folge der Abschaffung von Pferdekraft auf Straßenbahnen, und auch die Zweirad - Manie hat dazu beigetragen, den Pferdemarkt zu überfüllen. Da Pferde von Chicago aus um 550 das Stück, einschließlich Versicherüng, nach Europa gesandt werden können, lohnt sich der Export und die Pferdehändler verdienen, einen hübschen Batzen. ' Neben dem hochtönenden Goldstaat" kann California jetzt auch den. Spitznamen Staat der künstlichen 'Kaffebohnen- führen, denn in San Francisco ist eine Kaffebohnenfabrik entdeckt worden. Zweierlei Sorten von Kaffe- werden in derselben hergestellt. Die eine Sorte kommt in gemcchlenem Zustande in den Markt und wird mit gemahlenem echten Kasse vermischt.' Die zweite Sorte besteht in einer Bohne, welche, wenn geröstet, nicht von der echten unterschieden werden kann, ausgenommen durch den Geschmack. Die falsche Bohne wird nur aus Mehl und Wasser hergestellt. Der Apparat besteht aus einem runden hölzernen Trog, in welchem eine marmorne Walze angebracht ist. Er hat große Aehnlichkeit mit einerQuarzmühle.' Nachdem der Teig gehörig gewalzt und gefärbt ist. wird er in einen mit einem Drahtnetz versehenen Cylinder gelegt. Der Cylinder bewegt sich 2000 Mal pro Minute und das große Stück wird in kleine Stücke von der VrößeeinerErbsereduzirt. DieFarbe ist natt-rosa. Die kleinen Stückchen werJen dann geröstet, wonach gemahlen und mit dem echten Kaffe vermengt. Bedeutend schwieriger ist die Herstellung der falschen Kaffebohnen. Die Maschinerie besteht aus zwei Cylindern ; an dem oberen befinden sich win;ig kleine Formen, an dem unteren Cylinder sind kleine Eisenstäbchen anaebracht, welche den Bohnentcich in die s.: w. r. crs:. r . n iicwicn tfuimcu vluucn. hjiz a)UUizn gleichmäßigen Kaffebohnen- werden so prooucrn. ?ie weroen getrocknet, geröstet und unter die echten. Bohnen gemengr. ,,,, c?sm aas Muts . Eine eigenartige B ekanntmachung erläßt die Wartenburzer Polizeiverwaltung. In der Wartenb. Ztg." liest man: Diejenigen Personen aus dem Stadt- und Landbezirk, welche von hlestgenSchank Wirthen für Trinkschulden eingctlagi werden sollten, werden aufgefordert. die bezuallchen Rechnunaen odei Schuldscheine und Wechsel uns vorzu legen, damit gegen die betreffende Schankwirthe die Concessionsentzie bnnasklaae anaei'trenat werden kann ' uvn s ? i t ? i n i ae r Netz besteht der Plan, eine neue 'Stadt an Vi. cm .. ri - rrt vci xriuimuuiuic. uiuucu liiuicuucuPort, zu gründen. Dieser Plan soll nunmebr verwirklicht werden. Die russischen Behörden haben einen norwegijchen Hasenmgenieur, Herrn Blom Olsen in Bardö, mit dem Auftrage betraut, die Stadtanlage zu leiten und zunächst die nöthigen Hafendämme zu bauen. Herr Olsen ist bereits, von zwanzig norwegischen Arbeitern begleitet, an Ort und Stelle eingetroffen. In Archangelsk werden gegenwärtig fünfzig hölzerne Gebäude angefertigt, welche die ersten Häuser der. Stadt sein und , im nächsten Sommer dorthin transportirt werden sojlen.. Die Regierung wird sich bemühi,' die Einwohner der Stgdf Kolg zur Uebersiedelung nach der zu gründenden Stadt, welche den Namen Ekaterinograd erhalten .soll, zu veranlassen. Bereits seit Jahresfrist ist man an der Ausführung des riesenhaften Denkmals, das in der wilden Schöllenenschlucht am Gotthard.über der tosenden unk braus,d,n Reuß. zur . Erinnerung an den berühmten Suwarow'schen TruppenÜbergang über den Gotthard, errichtet werden soll. Das Denkmal wird in gewaltigen Massen in eine Felswand unterhalb. der Teufelsbrucke gebrochen, wo es dem Blicke der Wanderer, welche die Schöllenenstraße hinauf- oder hinunterziehen, an der jenseitigen, himmelanstrebenden Fluh hehr und maieltfW i ' - - Mllicy entgegentritt. Obgleich das Denkmal in Maken ausaefübrt wird. die gegenüber dem ersten Entwurf erheblich vermindert wurden, wird' eS noch wirkungsvoll genug sich zeigen. Die Ausfübruna bietet, besonders auch infolge der ungünstigen Witterung die. IC Jayres, bedeutend mehr Schwierigkeiten, als man angenommen hatte. und hint für diesen Shäfsornmet vorgeseheneVollenduug wird nicht mehr jc r. r.c t- e rc I mogllcy jetn, sonoern nen aus oen nächsten Sommer verzogern. Von denTouristen sollen sich nicht nur die Russen, sondern auck die Franzosen lebbast um das im Werden begriffene Denkmal interessiren. Es liegt gewiß auch eine seltsame Ironie darin, daß daö Denk mal fast genau ein Jahrhundert nach den erbitterten Kämpfen zwifchenRussen und Franzosen entsteht, derenRachkommen htnit -, in ' 'kölkerbrüdttlick, Freundschaft , fast .ineinander aufgehen TY r &U WUUIU UI(UH4

ZU Unter allen in das beste

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