Indiana Tribüne, Volume 19, Number 359, Indianapolis, Marion County, 13 September 1896 — Page 4

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Erscheint Täglich und SouutagS. Die tägliche .Tribüne" kostet durch den Xrlgec J Cent per Ooche, die EonntagI,Trbüe"I Set per Woche. Leide usane 15 (Cents dn es Senil per vkonat. Per Poft aukerha dn .tdt zugeschickt i oraullihlunz $ li Jahr. onui 10 vüd Vlabama vtrage. Jndiznapoliö, Znd., 13 Sept'br 1896. 8oMG-MllÜerei. Ich bin doch wirklich neugierig, wie lange eine große Stadt es sich gefallen lassen muß, von einer Wassergesellschaft unreine?, nicht trinkbares Wasser geliefert zu bekommen. Unsere sie erst leugnete, daß sie Flußwasser gebrauche, dann alö ek nicht mehr abzuleugnen war, als sogar die Pferde da? Wasser der Wasserleitung nicht mehr saufen wollten, eS doch zugab, versprach endlich für die nöthige Filtrirung zu sorgen und so sieht die Seche jetzt. Bei dem Versprechen ift es geblieben, und der giltrirapparat harrt noch der Ausführung. Vermuthllch will die Gesellschaft abwarten, bis sie Nachricht vom Mars hat über die besten gilter, die dort angewandt werden. Der Mars ist aller Wahrscheinlichkeit nach älter als die Srde, also wird man viellcicht dort in der Filtrirung etwas veiter vorgeschritten sein und man kann es der Wassergesellschaft, welche offenbar bestrebt ift. das Beste zu beschaffen, daher durchaus nicht verdenken, wenn sie auf Nachrichten vom Mars wartet. 61 wird zwar etwa? lange dauern, bis die Nachricht eintreffen wird, aber bei der bekannten amerikanischen Geduld des Publikums den großen Korporationen gegenüber, spielt die Zeit ja keine Rolle. Also warten wir noch und danken wir gehörsamst der Indianapolis Wassergesellschaft dafür, daß sie bor wie nach ihre Rechnungen prompt einschickt, daß sie unS gestattet, das Wasser vor dem Trtnken zu kochen und daß unS och erlaubt ist, auf eigenem Boden Brunnen zu graben. Man muß auch daS Wenige dankbar annehmen, und nie vergessen, daß doch einmal nach amerikanifcher Weltordnung der Mensch nur darum aus der Welt ist, um den Korporattonen als AuSbeutungSobjekt zu dienen. Sonst scheint nach dieser Weltordnung daS Menschendasein keinen Zweck zu haben, und sich gegen eine Weltordnung aufzulehnen hat keinen Zweck. Also seien wir als gewöhnliche Menkinder genügsam und bescheiden, waS unS doch nicht sehr schwer fallen sollte, wenn wir sehen, wie die von der gütigen Vorsehung eingesetzten Behörden ebenfalls genügsam und bescheiden den Korporationen gegenüber find. Unsere Urenkel werden schon einmal von der Wassergesellschaft gutes Wasser bekommen, und mehr kann man ja nicht verlangen. Wir Iadianapoliser müssen überHaupt die Bescheidenheit immer mehr erlernen und uns schweigend in den Willen der höheren Mächte fügen, eS ihnen überlassend, daS zu thun, waS für daS gemeine Volk" das Beste ist. Eine neue Telephongesellschast, die Phönix, bewirbt sich um eine Konzession, eS wäre wohl etwas zu weit gegangen, wollte ich annehmen, daß die Central darüber sehr erfreut sei. Jeder Kampf mit der Central Union Telephon o. war bisher vergebens, sie triumphirte sogar über das Gesetz. Sollte sie zugeben, baß eine neue Gesellschast über sie triumphirt? Da müßte kein Stadtrath, kein aus lauter ehrlichen, achtbaren Bürgern bestehender Sladtrath da sein. Oder sollte eö bloßer Zufall sein, daß der Stadtratd den Kontrakt den der Board of Public Workö mit der Phönix Co. gemacht hat, liegen läßt und nicht annimmt ? Die Central Union bereitet sich vor, ihre Drähte unterirdisch zu legen, die Phönix muß dies zur selben Zeit thun, weil eine nochmalige Aufreißung des Pflaster? nicht gestattet wird.' Es scheint, daß die Central ihre Drähte lange gelegt haben wird, ehe der Stadtrath sich an den Contrakt, mit der Phönix macht und nachher ift eö natürlich zu spät. Selbstverständlich thut der Stadtrath daö bloß zum Besten der Bürgergerschaft. Wer könnte auch anders darüber denken? Gewiß wird kein Mensch so unvernünftig sein und glauben, daß auch noch andere Argumente im Spiele gewesen sind, so etwaö ist ja beileibe bei einem Zndianapoliser Stadtrath nicht möglich, vielmehr ist wahrscheinlich, daß der Stadtrath nach dem Muster Till Eu--lenspiegelS klug gewesen ist. Der Till 5am nämlich einmal in ein Saft.hauS und fragte die Wirthin, ob sie

ein gutes Bett habe. Als die'Wirthin 3a sagte, bat er sie, ihm 'eine Feder aus. demselben 'zu. geben. Die, legte er auf den Boden und legte 'sich darauf. Dann sprang er auf und rief: Frau Wirthin, euer Bett taugt nichts. Wenn man schon auf einer Feder so hart liegt, wie hart muß man erst auf vielen liegen." So hat wahrscheinlich der Stadtrath gedacht, wenn die Bürger von einer Gesellschaft schon sehr gerupft werden, wie arg würden sie erst von zweien gerupft werden. Eö hat eben Jeder seine eigene Art zu denken. Und manchmal kommt eö ja bequem, nach dem Muster Till Eulenspiegelö zu denken. Wenn man nicht für schlecht gehalten sein will, kann man weniggenö für dumm gehalten werden. Ich würde mich wirklich nicht im Geringsten darüber wundern, wenn unser Stadtrath demnächst eine Ordinanz passirt, durch welche die Straßenbahvgesellschaft eine jährliche Subvention erhielte, weil sie so freundlich ift, ihre Wagen in der Stadt und nicht außerhalb derselben laufen zu lassen. Beim Indianapoliser Stadtrath wäre so etwaö wohl möglich. Der Plauderer.

Jt probe. Von AnaU Segalas. Frau Aubertel, die Wittwe e'meS reichen Bankiers, war Tag und Nacht geschäftig. Sie suchte einen Mann für ihre Tochter und zugleich einen tüchtigen Diener. Der Mann fand sich rasch. Fräulein Clarissa Aubertel war hübsch und ihre Mitgift von 300,000 Francs übte eine große Anziehungskraft. Man brauchte nur zu sehen, wie die Freundinnen ihrer Mutter um die Wette Bewerber iu Vorschlag brachten. All' die Falter, welche auf der Jagd nach einer guten Versorgung begriffen sind, schwirren gewohnheitsmäßig um eine Mitgift. Sie sehen nicht die Blume selbst, sondern das Besitzthum oder vielmehr die Besitzthümer, auf welchen sie entsprossen ist. Unter anderen Candidaten bekam Frau Aubertel einen stattlichen jungen Mann vorgeführt, welcher bewundernswürdig zu grüßen und. sich zu kleiden verstand. Sein Titel, Baron Enguerrand de Flamicourt, schmeichelte Frau Aubertel's Eigenliebe nicht wenig, während seine Erscheinung auf Clattssa nicht ihren Eindruck verfehlte. Frau Aubertel, die wie bereits be merkt, eine überaus thätige Natur war, hatte fast zu gleicher Zeit einen Diener gefunden, welcher sich ganz ein fach Josef Pitou schrieb. Seit diese zwei, in ihrer Stellung so verschiedenen Persönlichkeiten zum ersten Mal das Haus Aubertel betreu' ten hatten, waren drei Wochen in's Land gegangen. Jeder der Beiden that fernen Dienst, mit dem Unterschied, daß Josef dieZimmer abstaubte und fegte, während der Baron regelmäßig jeden Tag Clarissa einen prachtvollen Strauß brachte. Josef war fleißig, aufmerksam und schien nur gute Eigenschaften zu besitzen, bis auf einmal zu morgendlicher Stunde im Salon ein schreckliches Ge töse laut wurde. Es waren Rufe von bedrohtem. Porzellan, das, wenn, man es zerbricht, aufschreiend . über die Verwundung klagt, welche,, es erleidet Ach, Sie ungeschickter Mensch !" rief Frau Aubertel herbeieilend.' Meine chinesische Vasen zu zerbrechen! Wo. ich soviel auf die kostbare Malerei hielt!" Verzeihung, gnädige Frau!" erwiderte der zitternde Josef. Schließlich ist eS ja vielleicht auch kein so großes Unglück. Sie waren so häßlich, die Chinesen, sie sahen meinem Onkel Gaspard ähnlich Nach dem ersten Zornesausbruch gewann Frau Aubertel ihre philosophische Ruhe wieder. Am nächsten Tag zerbrach Josef einen ganz entzückenden kleinen Spiegel, daraus einen Sövres-Teller. Das Klirren von zerbrochenem Porzellan und Crvstall folgte aufeinander wie Donnerschläge bei einem Gewitter. Frau Aubertel gerieth in Wuth, Clarissa aber bemerkte nachdenklich: Es ist doch eigen! Wie nett und aufmerksam kam uns Josef in der er-, sten Zeit vor. Man vermag Niemand zu beurtheilen, den man erst so kurze Zeit kennt. Wenn ich nun auch an dem Baron Fehler entdeckte, die ich jetzt gar nicht für denkbar hielte?Als der schöne Enguerrand von Flamicourt seinen nächsten Besuch abstattete, betrachtete sie ihn vrüfend und suchte in seinen Augen die Seele zu ergründen. Der reizende Enguer-, rand hatte prachtvolle Augen, schwarz, groß, mandelförmig geschnitten, aber vollständig nichtssagend. Mittlerweile setzte Josef seine Missethaten fort, dcH mit kleinen Abänderungen. . Als er eines Abends nach feein Essen gerufen wurde, betrat er daö Zimmer M.Wellenbewegung wie daö M:eresWasser, und so roth wie der Wein in der Flasche, die er einzuschließen vergessen hatte Er war doch so nüchtern," rief Frau Aubertel, die aus einer Ueberraschung . und aus einer Entrüstung in die andere verfiel. Clarissa dachte als verständiges Mädchen unausgesetzt über die Angelegenheit nach. Was. ist Dir denn?" fragk die Mutterder ihr Wesen auffiel. .Ich fühle mich beunruhigt war Ihn Antwort. .Sieb mal. tot wir

uns getäuscht haben! Josef ist erst seit drei Wochen in unserem Dienst, fast ebenso lange ist es her. daß uns Frau Chabrot den Baron von Flamicourt vorstellte. Jetzt scheint er vortrefflich, aber wenn' ich nach der Heirath an ihm eine Enttäuschung erleden müßte?" Was sprichst Du da?" Da er nicht die Zimmer besorgt fuhr Clarissa fort, wird er kein Crystall und chinesisches Porzellan zerbrechen, aber er kann mir das Herz brechen, er kann mich zu Grunde richten. Der Diener hat die vorzüglichsten Zeugnisse vorgezeigt, Du bist zu seiner früheren Herrschaft gegangen und hast Dich nach ihm erkundigt, aber ich glaube nicht, daß Dir ein einziger Mensch etwas über den Character des Barons mitgetheilt hat." Nein," sagte Frau Aubertel, wer sollte ihn so genau kennen! Frau Chabrot hat uns nichts gesagt wie : Wollen Sie einen Baron, nicht reich, aber schöne Erscheinung? Er soll noch etwas in Aussicht haben, gehen Sie zu seinem Notar und erkundigen Sie sich. Aber wir wollen Schritte tbun und die Hauptsache, die Heirath, mcht-Überstürzen." Ein paar 'Augenblicke, darnach erschien Josef mit verlegenem Gesicht und sagte, er möchte die gnädige Frau um etwas bitten. Gut, so sprechen Sie," sagte Frau Aubertel. Ich wollte die Gnädige bitten, meinen Lohn zu erhöhen." Wie, nach Allem, was Sie gethan haben, wagen Sie es !" Oh. die gnädige Frau wird mir's nicht abschlagen, unsereins muß doch auch leben und eö liegt mir so viel daran, bei der Gnädigen zu bleiben, es ist so ein feines Haus, und die Gnädige ist fo gut!" Ich bin weit davon entfernt, Jh ren Lohn zu erhöhen," sagte Frau Aubertel, ich will ihn vielmehr heruntersetzen." ' Heruntersetzen!" Ich muß wohl, um all das Geld einzubringen, das Sie mich kosten. Sie zerbrechen mein kostbares Porzellan, meinen Spiegel, Sie trinken meinen Wein." Oho, pfeift der Wind daher." rief Josef, sich frech vor seine Herrin hinstellend, und sie bilden sich ein, daß ich noch einen Tag länger in Ihrer Baracke aushalte, wenn Sie meinen Lohn heruntersetzen!" Er ging ebenso unverschämt, wie er seither geschmeidig gewesen war. Mutter." rief Clarissa, sobald er verschwunden, dieser Josef hat mich auf einen vortrefflichen Gedanken gebracht. Wir wollen den Baron auf die Probe stellen, wir wollen ihm " Ein Schellen an der Hausthür unterbrach sie. Er ist's, ohne Zweifel." sagte Clarissa. Es ist seine Besuchsstunde. Hör' rasch, was ich meine." Sie beugte sich zu ihrer Mutter herunter und flüsterte ihr ganz leise etwas in's Ohr. Ausgezeichnet." sagte Frau Aubertel lächelnd. Der Baron trat mit strahlendem Gesicht ein, den üblichen Strauß in der Hand. Gnädiges Fräulein," sagte er zu Clarissa, gestatten Sie mir, Ihnen diese Blumen anzubieten, nicht so frisch wie " Herr Baron," fiel hier Frau Aubertel ein, ich hätte etwas Wichtiges mit Ihnen zu besprechen. Laß uns einen Augenblick allein, Clarissa!" Das junge Mädchen beeilte sich ih-, rem Wunsch zu folgen, und Frau Aubertel blieb allein mit dem Baron. Mein lieber Baron," sagte sie, vor Abfassung der Ehepacten muß ich Sie davon in Kenntniß setzen, daß ich genöthigt bin, die Mitgift meiner Tochter ein toema, hmunterzusetzen." Wie meinen, gnädige Frau?" stammelte der Baron erbleichend. Ich hatte gerechnet, meiner Tochter 300.000 Francs mitgeben m können," fuhr die Dame fort, doch ist in letzter Zeit in Folge schlechter Speculationen mein Vermögen etwas zurückgegangen. Ich kann ihr jetzt nicht mehr als 100,000 Francs mitgeben!" Be, jedem Worte, das Frau Aubertel sprach, wurde das Gesicht des Barons länger und länger, wie der Schatten auf dem Weg, wenn der Tag sich neigt. 100.000 Francs?" sagte er endlich. Aber gnädige Frau, bei dem Luxus, den die Damen treiben, den beispiellosen Rechnungen bei den Schneidern, Putzmacherinnen und Iuwetteren, wie soll da ein armer ManiZ mit 100.000 Francs auskommen? DaS sind ja kaum 5000 Francs Rente! Eine Frau kommt theuer!" ' . Ja", erwiderte Frau Aubertel, wenn . Sie eine Zierpuppe im Auge haben. Ich weiß wohl, daß heutzutage für die Ehemänner wie für die Kinder die Puppen erheblich theuerer geworden sind, aber meine Tochter ist keine -r Trotz alledem will sie doch auf die Bälle, .in die Oper geführt . sein, man muß ihr Schmuck kaufen, der ihr enizückend stehen, wird, denn sie ist ja wirklich reizend wunderhübsch aber. " . ! Er verwickelte sich immer mehr und 'suchte mit .möglichster Wahrung der guten Form seinen Rückzug zu bemerkstelligen. . . Plötzlich erschien Clarissa. Herr Baron," sagte sie, ich war so neugierig, zu horchen. Ich will um meiner selbst willen geliebt werden und ziehe vor, meine Mitgift einem Anderem zu lassen. Als Beweis, daß ich durchaus nicht an der Theilnahme zweifle, welche Sie noch für mich empfinden, will ich Sie etwas über mein Schicksal beruhigen; meine Mitgift beträgt noch immer 300.000 Francs ! Ich habe Sie nur im Vorsicht auf die

Probe stellen wollen und sehe, vafc eö Ihnen mit der Mitgift geht, wie Joses mit seinemLohn: Sie kündigen gerade wie er, wenn man vom Heruntersetzen spricht." Der Baron ging fort verzweifelt. aus allen Himmeln gestürzt. Clarissa's silberhelles Lachen verfolgte ihn bis auf die Treppe. Man erzählt sich, daß Frau Aubertel doch schließlich noch einen tadellosen Diener entdeckte. Clarissa fand einen Bewerber nach ihrem Herzen, jedoch wurde die Heirath erst nach zwölfmonatlicher Verlobung geschlossen. Die jungen Leute benutzten diese Zeit, um sich gründlich

kennen zu lernen, was leider m unserer Zeit ganz aus der Mode gekommen ist. denn heutzutaae wird der Ehever trag rascher geschlossen wie irgend sonst ein gegenseitiges Abkommen, und doch soll er am längsten dauern. um Offener Schreibcbries des Philipp Sauerampfer. Copyright ilv6 by the German Preis k Plt Co. Mein liewer Herr Redaktionen:! Well, soviel iS schuhr, sobald geh ich nit mehr nach die altiKon trie.' Wenn ich könnt, dann deht ich reiteweg wid der sor heim starte. Mir sin jekt vier Tag an das Boot, awwer was hen ich schon gesosfert! Wei. ich hen schon mehr wie dausentmol spitte gemußt und ich hen schon gedenkt, mei ganze Jnnseit mißt autseit komme. Dabei duhn ich hardli ebbes esse biseids Witzkie. Der Wedesweiler der is allrecht. Ich sage Jhne, was ich mich schon iwwer den' Feller gefuchst hen, sell biet die Bettbocks. Der kann einiges esse und es duht ihm keen Harm. Ich weiß nit, ob ich Jhne schon gesagt hen, daß mer unl Tickets in die Stieretsch genomme hen. Wisse Se, ich hen gedenkt, do kann mer Geld sehfe und der Tripp nimmt jo kee hunnert Johr. Der Wedesweiler Hot die Eidie nit recht gegliche, ttkahs er sagt, er deht gleiche, komfortehbel zu träwwele. Dieselwe Zeit Hot er kein Spielverderwer sein wolle un wollt auch nit immer kicke. For den Riesen Hot er egriet, auch in's Stieretsch zu gehe. Ich wollt, mer wäre liewer nit. Wie mer daunstehrs sin, Gasch, was is uns do en Schmell entgegenkomme! Wedesweiler," hen ich gesagt, was is sell for en Schmell?" Wann Du eckspeckte duhst, daß es do Unte nach Kollohn schmelle duht, dann bist De arig mißtehken. Awwer newwer meind, mir werde juhst zu .so e Kleinigkeit, un wann mer erscht emol vier, fünf Dag do drunne loschiere, dann duhn mer's gar nit mehr nohtisse." Well, ich hen's nit so recht geglaubt, odder wie mer uf Deitsch sagt, ich hen nit viel Stock in den Wedesweiler gesetzt. Un ich warn auch nit mißtehken. Ich duhn den bose Schmell allcins for mei schlechtes Fiehle blehme. Ich liege puttinier de ganze Dag in mein Schicken Kuhp un halte mich fest, for daß ich nit erunner falle. Der Wedesweiler Hot mich immer gebattert, ich sollt doch emol obstehrs komme, un an en schöne Dag hen ich's auch gedahn. Ich war so wiek in mei Bein, daß ich hardli gehe konnt, un deWedesweiler Hot mich dabei supporte gemißt. , Wenn Se e Schehns hen, mei Lizzie. was mei Altie is, zu sehe, dann sage Se ihr doch for Pittie Sehks, daß fe mich in alle Ladsches. wo ich dazu belangen duhn krank melde duht. Ich sin schuhr zu Sickbenefit inteitelt. Biseids des hen ich mich auch en Schliwwer in mein rechte Hinnerfuß gepuscht. Obstehrs uf das Deck, do Hot mich der Wedesweiler uf e Blänket gelegt. ! Er Hot mich iwwerhaupt getriet, als wie eem nor e Mutter triete kann. Wie ich do gelege hen, do hen ich uf eemol Verlange kriegt nach e Pries Schnuff.' Ich hen den Wedesweiler daunstehrs geschickt, for mich mei Schnuffbacks zu hole, un dann hen ich mich awwer ccnc: getäckelt. do hätt' mer Zesig drei drauS mache gekönnt. Ah, fell Hot. awwer emol gut getehst! Hm! Ich sage Jhne, ich hen so ebaut siwweundverzig mol' geschnießt. bikohs ich war'n gar nit: mehr juhst zu den Stoff. Der Käpten: von das Boot is zu mich komme un; Hot zu mich gesagt, wann ich nit stappe deht, mit so e schreckliches Neus zu mache, dann dehte schuhr die Wiels boste un mer wär'n all die ..Katze. Sell Hot mich keinder geschkehrt un vor lauter Schrecke hen ich jetzt erscht recht schnieße gemißt. Uff eemol duht's en Kräsch, das Boot geht uf die eeni Seit erunner un ich rohle nach die Rehling.' In die eeni Hand hen ich mei Schnuffbacks gehalte un mit die annere hen ich for Help gehallert. Schneller, wie' ich's verzehle kann, is des all gehäppend. Wann die Rehling nit gewese wär. dann wär ich schuhr in di- c?roße Bach gefalle. Well, wie's war. hen ich mich an. die Rehling festgehakte, awer in dieselwe Mohment, do is das Boot Widder retuhr gange un das Wasser is komme. Ich sage Jhne, ich war sohkin wett. Der Käpten hst gesagt do wär all mein verdollter Schnuff defor zu blehme, ich hen's awer nit geglaubt.' Awer ich war von jetzt an mehr kehrfull mit mein Schnuff, un wenn ich mich eeni getäckelt hen, dann hen ich mich immer mei Nohs zugePinscht. . Well, dorch die Sohkin' hen ich e böses Kalt kriegt un mei Ros laust mich wie. e Sink, awer ich hen von da an besser gefiehlt. Sowie der Wedesweiler gesehn Hot, daß ich mich gebessert hatt', do Hot er reiteweg gestart, alle miene Tricks an mich zu spiele. 5kch will awwer reit bier sage, dak er mioj

diesmal doch nit ichmart genug war. Wann's Abend is geworde, dann Hot sich der 'Wedesweiler nmer ecksjuhst un is obstehrs geschniekt So lang, daß ich noch siesick war, do hen ich of kohrs nicks drum gewwe, awwer, wie ich Widder gut gefiehlt hen, do hen ich keinder gewunnert, wo er dann eigentlich hingeht; sell muß ich unner alle Zirkumstenzes ausfinne. hen ich zu mich gesagt, un an ein Abend sin ich aufgestande un sin auch nach Obstehrs. Wisse Se. uf das Boot do war die Order, daß Niemand nach 9 Uhr uf daö Deck sein derf. Was duht der Wedesweiler d owwe? Sell Hot mich gepus seit. Well, wie ich in die Dunkelheit geguckt hen. do sehn ich uf eemal den

Wedesweiler bei e vlehmehl Frauen zimmer stehe un mit ihr spahrke. Dich soll awwer doch e Krott petze, hen ich gedenkt, awwer gesagt hen ich nicks. Sell Hot so ebaut zwanzig Minnits genomme un dann Hot der Wedeswei ler Händs geschehkt mit sei Ekwehn tenz un was wer'n Se denke, er Hot ihr auch en Kiß qewwe. Herr Redaknonär, do sin ich uf eemol Widder siesick geworde. Enrnhau hen ich so e fonrne Fiehling in mein Stornmeck genohtist. Der Wedesweiler Hot noch en Kiß hen gewollt un ich bette Jhne 'ewiges, er hätt' auch schuhr ein aekriegt. awwer do is ganz soddentlie eener von die Sehlers erb komme un Hot den We desweiler am Schlaffitche kriegt. Sie gehe reiteweg mit mich zu den Kap ten!" Hot er gesaat. Rat motsch! Hot der Wedesweiler riepleit, is eweg gebroche un wie e Kätt den Mastbaum enuff gekleimt. Gut for juh!" Hot der Sehler, wo en Watschmann war, gesagt, Hot gewisselt un in e Sekkend war so ebaut e Dotzen Sehlers do. Der Wedesweiler Hot se ausgelacht, awwer bald Hot er gestoppt, wie's nämlich angefange Hot, do owwe in die Ehr kalt zu werde. Dann Hot er gehallert, se sollte ihn erunner losse, er deht auch das ganze Haus emol triete. Awwer nicks kumm eraus. Dann Hot er nach mich gehallert. Ich sin jetzt aus mein Heidingplehs eraus un hen mit das unschuldigste Fehs von die Welt gesrogt, was dann die Matter war. Do hen ich denn gehört, daß mein Fremd egenst die Ruhls nach 9 Uhr uf das Deck gewefe un uf den Mastbäum gekleimt is. Dafor mißt er for den Rest von den Trip zeden Dag an den Mastbaum for fmf Stunde ge teid wer'n un das wär all. Der We desweiler Hot gekrische, daß en Hund jammert, awwer es Hot ihm all kee Gut gedahn. Er is erunner komme un Hot sich dabei so verschunne, daß er am ganze Korper mit Sohrs gekow wert war. Sein Koht, wei. do war nicks mehr ganz, als wie die Bottenhohls, sein Kaller war gange un sei Necktei war so verfranzelt, daß mer ge denkt Hot. es wär en ausgewohrener Lehdiesgarter. .Sei Pehnties well, davon will ich lieber gar nicks sage, blkahs Sie dehten's ja doch mt prmte Er is reiteweg zu den Dakter gebracht worde un do Hot der Wedesweiler widder gezeigt, daß er doch schmart is. Er Hot den Dakter e zehn Dahler Bild m die Hand gedrickt un davor Hot der ihm e Zertiffiket ausgestellt, daß er krank war un m's Bett steye mußt. Auf den Weg iö er noch nit eene Stund angeteid worde un Hot das beste Futter kriegt. Herr Redaktionär, wann der Schreibebrief verlöre gehe sollt, dann losse Se mich's doch mitaus Dileh wisse, daß ich weiß, wo ich dran hänge. Ich gleiche nit als Esel da zu stehe. Womit ich verbleiwe Jhne Jhrn lieber Philipp Sauerampfer. Sei' Vrgnüg'n. Von G. Ebert. In der Höll' is a' Stllberl An extrig's, a' kloans, An Teufel sei' Großmuatta . Haust dort alloans. Und wenn er nix z' thoan hat, Na geht er zu ihr. Und da ruaht er si' aus, Und dös is sei' Pläsier. Da sitzt er am Sessel, Hat d' Füaß übanand' Und spielt mit sein' Kuahschwoas Und ziagt 'n durch d' Hand. Aba d' Großmuatta humpelt Um an Herd umadum. ' Hat a' Seel' in der Bratrein Und wendet s' öfter um. . Und dös thuat eahm so wohl. Wenn's so brodelt und brat'. So a' Wirth, so a' foaster, Oder an Advocat. Da hellt si' sei' G'sicht auf Und glänzen g'rad thuat's: Wenn er dö Freud' net hätt'. Hätt' er a' net viel Guat's. Zu viel verlangt. Schau spielerin (zu ihrer Freundin): Gefällt Dir dieser Ring. Anna?- Anna: O wie wunderschön! Den könntest Du mir wohl schenken!" Schauspielerin: Unmöglich! Alles Andere, nur diesen Ring nicht! Er ist ein theures Anden, ken!" Anna: Von wem denn?" Schauspielerin: .Ja, wenn ich da? noch wüßte!" . Getäuschte Hoffnung. Straßenraubs? (einem in der Borstadt einsam dahinmandernden Herrn die Pistole vorhaltend);' Das Geld oder das Leben!" Herr X. giebt ohne ein Wort fein Portemonnaie her. Stra. ßenräuber (dasselbe -schnell öffnend und dessen Inhalt sieben einzelne Cents zahlend, verächtlich): .Sie Gau. nerl"

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