Indiana Tribüne, Volume 19, Number 338, Indianapolis, Marion County, 23 August 1896 — Page 5

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Sl&ts lm Building Mtlu. OFINDIANA. Hauptoffice: No. 211213 Jndiana Trust, Gebäude, Sniianopoliä, Ind. Finanzbericht vom 30. Juni 1S9C. Aktiva:

Grundeigenthums-Anleihea. er.te H?pothkr..H10S.2 4 .ollateral Loan,. on ia4 oof" 1,201 00 Interesse und Tividende fälliger ktirn 75 41 Dnsichnung und Taren bezahlt 307 26 Grurideigenlhum 6,259 20 MSbel und Einrichtung 63 00 Charter, Gebühren ic 728 00 La in der Bank und Office 16,873 63 $134,576 10 Passiva : nleihefond und Tividende $32,232 57 anti und Reierveiond 2,255 55 Vorausbezahlte AktZen'und Tividend 3i,447 39 Vollbezahlte Äktiea .suooo elieheneS (eld 2,650 00 Ungklheilte Profite 5,1'.K) 53 $134,57 10 Beamten : ?ohn 6. Lazaru. PrZs. W. E. Hagedorn. Viee-PrZs. W.W.Hubbard. 2. Bic,,Präs. H.J.Hackedorn. Sekr. Moderne Schuhe für Damen, Herren und Ainder in größter Auswahl und zu den billigsten Preisen, in dem allbekannten, zuverlässigen Schuh -Laden von M. MODE, 93 Gst Wnshingion Str. Der 4Cigarrenlnden 07 Oft Washington Otr. empfiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorten einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet SchiUer Römler. Turner Bau- und Spar-Verein Capital. $1.000.00000 NO. 2 Office im DUSCHEN IMS Versammlung, JEDEN SMSTAG ACEND 5i'rtiforen : AtB. E. Metzger, Präsident H. LOUJS SlELKEN, Vice-Prass. AB.vtN Bohn, Secreter Carl H. Lieber, Schatzmeister Theo. Stempfel. Geo. Vonnegüt. UlStM. StSLKEN. C Ehlirt. J. GlO. MUILUK, Bietet sichere Anlage fuer Ersparnisse. Vermittelt guenstige Anleihen. Actien werden ausgestellt auf $100, Stoo, $300, $400 oder $500 Antheile. Die weechent liehen Bettracqo sind nur 50c pro Antheil. Keine Eintritts-CeMihrcii Keine AbschaeUungs-G buehren. Keine Verluste Mm Au trittAergert Dich Dein Auge so reifte i nicht an, und werfe eS nicht Bon Dir, sondern wende Dich an Tc c v ze LL'Ttp dVvcA . MMK utNisoN HOCL. IN0IANAP0LIS-IND. t nanSii für Deine Auge da nöthige Elas anfertigt, künstliche Augen werden schmerjlo rtugesekt. Brillen erden nach den besten Methoden den Augen an Pakt. .CTqpTOumttgifl im Saloon u. Billiard-Hall Ko.S5 Oft Washington Str. Jokn Meilarher, üki7etbSrfle" Achtung ! Jetzt ist die Zeit für Junge Papageien u. pottoögel Große Auswahl, tillige Preise, jeder Bogel garnttrt. Beim Dutzend oder einzeln. äsige, Futtn, Saamen ac Das beste und billigste. O. 3T. XTloppor, 183 Massachusetts ve. Clemens Yonnegut lU Je 186 vff Washington Str. Wire Tree Guards. Pouliry iTo-büng. Gardcn Implements. Lawn Moirers. ÖQ0Q53ODÖ of all kinds. Telephon 1269. Unterstützt '.die .Ml! betriebe do Uto lLafchUdche. No. 188, 140 und 142 Virginia venue.

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Vt & Loznervitts, Vt&naqtv.

Offener Zchreibebrief des Philipp Zauerampstr.

CorrrisBt iBgß by the Geraum Press & Platt Co. Mein liewer Herr Redalticnür! Well, ich hen mit die Lizzie, was mei Alte is. widder ufgc macht, un diesel' we Zeit sm ich sroh, daß alles den Weg komme is. Ich hen manchen Satter mit die alteFrau, sell is gut genug, awwec in manche Sache is se auch Widder arig iesig und biseids deß, brauch ich ihr jo auch nit alles uf die Nas zu hänge. Sell wär e scheenes Ezempel for die Nidds gewese. wann ich mich von ihr Ma sepperehtet hätt. Einiger Pa muß die Kidds nie nit mit e beeses Bleistift vorangehn. Die Lizzie is jetzt so sastche, daß ich se um en Finger wickele kann, bikahs se Hot jetzt emol ausgesunne, daß ich Bißnes meine un daß ich mich nicksestimiere losse. Nor eens Hot se getruwelt, daß ich mich immer von den Wedesweiler so suhle losse un nie nit emol diesent iewen mit ihm wern. Newer Meind, Lizziche." hen ich gesagt, sell werd schon allrecht wern, es wird schon emol e Tschehns komme, daß ich mit den Feller settle kann mitaus daß die Freindschast e Loch kriegt. De Fehler is nor der.daß ich nit gut still sein kann, wann mich ehner insoltet Hot. Ich denke immer, mer sollt dann sor e Ecksplenehschen froge und de ganze Truwel settle. Awer der' Wedesweiler verdients, daß ich emol en ordentliche Trick an ihn spiele." Allrecht.- sagt die Lizzie. Du brauchst Dich gar nit zu sehenniere." Ich sin nach wie vor dann un wann alle Owend zu den Wedesweiler gange un hen geäckt, als wann gar nicks gehäppend wär. Er Hot sich immer nach die Lizzie erkundigt und war iwwerHaupt arig neis zu mich. Er Hot auch gesagt, er deht wahrscheinlich en gute Schapp for den Karlie kriege, wenn auch die Zeite noch so hart wäre, das deht gar kein Differenz sor ihn mache. Ich hen genohtist, daß er sein dreckige Trick Widder gut mache wollt, awer all sein Tahke war bei mich von kein Juhs. Ich hen gut genug gewißt, daß der Wedesweiler zu saksie war un daß er nit gemeint Hot, was er gesagt Hot. Die Miß Wedesweiler Hot immer bei mich gesosse, un ich muß sage, daß ich sell arig gegliche hen. Sie is e arig nietes Frauche und ich denke als emol. daß se froh is. wann, se sich mit so eme gebildete Mann, wie mich, unnerhalte kann. Wisse Se. sie juhst auch nur das reinste Deitsch un do kann mer schon reiteweg sehn, ob en Mensch e gute Ettjukehschen genösse Hot. Wann ich als hörn, wie deitsche Leit ihre Muttersprach verhammatsche, daß kee Pick klug draus werde kann, das settelts schon for mich, UN mit so Leit will ich gar nit assoschiehte. Well, an eme scheene Owend in die letzte Woch, do war e Hitz. daß en Hund jammert, un mer hen for den Niesen unsern Meind ufgemacht. daß mer uns in die Jahrd setze wollte, for unser Bierche ze drinke. Der Wedesweiler Hot of Kohrs e wenig mehr Batter gehabt mit dasBier autseit zu bringe, awwer dieselwe Zeit Hot er auch gut genug gewißt, daß mers inseit das Haus kee Minnitt stende konnt. Mer hen all en gute Dorscht gehabt un das Bierche hot uns geschmeckt wie alles. Der Wedesweiler Hot egenst sei Nuhl auch e gut Diehl getrunke un es Hot nit lang genomme, do Hot er gut gefiehlt un er Hot iwwer einiges gesproche. Wißt Ihr denn auch, wo Ihr jetzt seid?" Hot er gefrogt. Mir hen gegeßt un gegeßt un feinelle hen ich gesagt: Wedesweiler," hen ich gesagt, gebs auf." Do sagt er. mir wäre in sein Bettruhm. Ich hen in de erschte Platz gedenkt, der Wedesweiler hätt en Duft, awwer ich war mißtehken. Er Hot nämlich ecksplchnt. daß er bei das heiße Wetter alle Nacht in die Jahrd schlofe deht. Sei Altie hätts auch emol getreit. awer se hätt so viele Moßkieto Beits kriegt, daß se unner keine Zirkumstenzes Nachts mehr aus das Haus gehn deht. Hots dann hier Moßkietohö," hen ich gefragt. Milljenö," sagt der Wedesweiler und ich hen dann blos Is des so?" gesagt un dann hen mir sell gedrappt. Well, mehbie selle Nacht sin ich nit ins Bett, ich hen gewißt, daß mein Tschehns komme war. ES war so ebaut Mittneit. do sin ich mit mei Behrsiet iwwer die Fenz in den Wedesweiler sei Jahrd gekleimt un sin an den Baum geschniekt, wo der WedeSweiler geschlofe Hot. Ich sage Jhne, der Feller Hot geschnohrt wie e Elefanteweibche un ich konnt for den Riesen gar keen Mißtehk mache. Ich hen e Sprinkling Känn gehabt, die mit Melasses gesillt war un hen auch e Rohp es war e Stick von die Lizzie ihre Klohslein bei mich gehabt. Ich sin uf den Baum gekleimt mitaus e. bische Neus zu mache. Dann hen ich die ttänn mit das Rohp an en Ast von de Baum geteit. so daß der sieße Stoff ganz ecksacktlie uf den Wedesweiler gelaufe is. Die Melasses war so dick, daß nor immer ganz wenig erauö gedrippt is. Dann sin ich Widder erunner, sin Widder iwwer die Fenz un sin Heim. Ich hen die Lizzie auö dn Schlaf geweckt un in ibr Neitgaun hot se sich zu mich an das Fen. ster gesetzt un do hen mer dann gewatscht, was es gewwe wird. ES hot so ebaut zwei Stunne genomme. usf emol Heere mir e ganz schrecklich Gekrilck aus den Wedesweiler sei Jahrd.

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Wedesweittr is usf emol Tri dZe Jahro erum getschumpt, als wann er krehsig wär un Hot dabei gehallert, bafe die ganze Nehberhutt erbei gelaufe is. Die Miß Wedesweiler kam in ihr Neitgaun in die Jahrd gelaufe no, was is sell e scheenes Frauche! un schließlich sin ich auch autseit un hen gefragt, was die Mätter war. Was wer'n Se denke, der Wedesweiler war ganz von die Melasses gekowwert un een Moßkietoh Hot an's annere gesosse. Die Luders hen en so verbisse, daß sein ganzer Körper voll Sohrs un Bllstersch war. Sei Altie Hot en inseit genomme un Hot den Stoss mit den Speht abgeskrätscht. Ich UN mei Altie sin heim und die Lizzie Hot mich en Kiß gewwe un sagt: ..Phil. Du bist doch nit so dumm wie ich gedenkt hen." Der Wedesweiler Hot drei Dag nit zu sein Saluhn tende gekonnt. Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer.

Ein schwerer Dienstgang. Von Julius Müller. Gemächlich stieg der junge Gendarm zu Thale. Die graue Dämmerung kroch schon über die Berghänge empor und schwarz, gleich einem Bahrtuch, breitete sich der Föhrenwald aus der Wand, die jenseits der zerrisseneu, von einem schmalen Wasserfaden durchrie selten Schlucht ziemlich steil sich erhob, und durch den dürftigen Bestand der Bäume zur linken Seite des schma len Saumpfads glomm der letzte, gelblichblasse Abenosonnenschein. Hie und da scholl fern im Forst ein häßlicher Schrei und durch die Wipfel flatterte es taumelnd, mit unbeholfenen, unhörbaren Flügelschlägen die Avant-' gde der heranschleichenden Nacht. Von unten, wo das schwarze Zwiebeldach der Dorskirche über das breite Geäste der Roßkastanien sich hob, klang es gedämpft von Fiedeln und Pfeifen; bald quiekte es Heller und lustiger, dann schien wieder Alles zu schweigen. Und wie er weiter hinabkam, da vermeinte er auch schon das Jauchzen und Trampeln zu vernehmen, in dem die bäurische Kirchtagslustigkeit sich austobt. Unwillkürlich machte der Soldat häufigere und längere Schritte, und Regungen überfielen ihn, die derzeit eigentlich schwere Disciplinarvergehen waren, denn er hatte den Federhut auf und das Gewehr über der Schulter, er ging im Dienste. Da erheischt das Reglement Ernst und Würde. Aber, was Disciplin und Reglement! Die Lieb' ist stärker, als alles Uebrige. Den Holzdieben, Schlingenlegern und sonstigen Missethätern niedrigerer Kategorien sollte er nachspüren, aber vor seinen Augen stand stets die sauberste der Dorfmädel, die Rosel, die er so gern hatte. Wie zum Greifen deutlich stand ihre kernige Gestalt vor ihm auch wenn er im Dienste" war. Das runde, gesunde Gesicht, die spöttischen und doch so treuen Augen, zwischen den vollen Lippen die starken, blitzenden Zähne denn sie lachte gerne, die Rosel ! die dicken, gelben Zöpfe. . . jedes Einzelne war vhm eine Schönheit, tote'S keine Zweite auf der Welt gab, und wenn er sich so Stück für Stück ihr Bild zusammenfügte, da hätten sie ihm einen ganzen Wald vor der Nase davontragen mögen, der Gendarm wars nicht inne geworden. Lustig und laut gings zu da drunten, bei dem Lärmen mußte man schon aus der Träumerei aufwachen. Gläserklirren, ein Geräusch, wie wenn Stuhlbeine krachend aufschlagen, und verworrenes Geschrei, das bald wieder kurz abschnitt. Da war er just zurecht gekommen, zu einer Amtshandlung mit dem unverträglichen Bauernvolk. Er lief das steile Seiteng'äßlein hinunter, das auf den ' großen Platz führte. Da herrschte Verwirrung und Toben erregter Stimmen. Beim Thore des Gemeindewirthshauses, wo der hohe, entrindete Kirtaöam" mit Bändern geschmückt emporragte, ballte sich ein dichter, großer Knäuel von Mannern. Die unbarmherzigen Schläge sausten und die Wuth schien sich gegen einen Einzigen zu wenden, einen stämMlgen Menschen, der seine Bedränger überragte, sich ihrer jedoch, ob er gleich mit Füßen und Armen um sich schlug, nicht mehr erwehren konnte. Schweiß und Blut rann ihm über das braune Gesicht, die Haare klebten ihm an der Stirn. Sie derschlag'n ibn!" rief ejn Weib, das ein schlafendes Kind aus den Armen trug, Nur zu! Drauf!" schrie ein alter Bauer neben ihr.. Schad' um den Strick für den Hund!" Der Hetzruf erbitterte die Bauern noch mehr. Der Mann im Knäuel drin, dem es an'S Leben ging, empsing einen wuchtigen Streich, unter, dem er. niedertaumelte; zertreten und zerz stampft hätten ihn die Vlifldwüthigen, Wär' .nicht Hilfe gekommen. Zurück und Platz im Namen des. Gesetzes!" keuchte derGendarm, athem? los vom Laufen. Und: Was giebt's?'' frua er. als die Männer Raum gegeben. Der aus dem Boden Liegende, noch betäubt von den Mißhandlungen merkte kaum, daß er seines Lebens wieder sicher sei, als er einen Schimpf ausstieß und aufspringen wollte. Ein Dutzend Fäuste drückten ihn nieder. Der Gendarm, der den überwältigten Knecht, einen übelberüchtigten Raufbold, erkannt hatte, trat dicht zu ihm und streckte die eine Hand wie beschützend über ihn. Keiner rübrt ibn mebr an!"

.Du batt'st die g'rinaste Ursach'

dem da bei'springen", sagte einer der Burschen, mit emem eigenthümlichen Seitenblick nach dem (Äenvarmen, g'rad Du net! Was er ang'stellt bat. der Hundsfötter! Geb' m'n Sta del eini. Gendarm, wirst's glei seg'n drinn liegt s', d' Kellnerin, d' Rosel, weiß und stad, mit g'schloss'nen Augen und Mit an Stich m der Brust Gelt, Gendarm, jetzt schmeißt's Di bald um?" Der junge Soldat blickte auf den Morder. der ihm froh und hohnisch zurief: Jawohl, fo ist's, genau so. wia s'sag'n. Hab i s'net hab'n kinna, soll' a Anderer s' a net hab'n!" Der Verhöhnte nahm sein Gewehr beim Laus und es war eine Weile, als wollte er es nach rückwärts schwingen, um dem Verbrecher da den Kolben auf den Schädel sausen zu lassen. Gleich danach faßte er sich jedoch wieder in Ernst und Ruhe. Er nahm die Handschellen aus der Tasche, befahl dem Burschen auszustehen und fesselte ihn. Dann begab er sich mit dem Bürgermeister und den zwei Dorfältesten in die Scheune, wohin sie den Körper der Erstochenen auf Stroh gebettet hatten. Die Lichter flackerten, daß eS, wie die Reflexe über das Gesicht der Entseelten huschten, fast den Anschein gewann, als rege und bewege es sich in den starren Mienen. Gelassen und wie in geheimer, in grimmiger . Schadenfreude gab der Missethäter zu Protokoll, wie sich's zugetragen. Wie er die Rosel, die ihm schon längst gefallen, zum Tanz aufgefordert und wie sie ihm ohne ein Wort hochmiithig den Rücken zuoewendet. wie er sie mit Gewalt zu den Musikanten gezerrt, wie sie ihn in's Gesicht geschlagen und wie dann, als die Zuschauer gelacht, die Wuth über ihn gekommen und er daZ Messer gezogen. Mit festen Zügen, als ginge ihn der blutige Vorfall nicht näher an, schrieb der Gendarm die Aussage nieder, zuweilen die besonders wichtigen Worte wiederholend, zuweilen, wenn ihm das Geständniß lückenhaft vorkam, eine Frage stellend. Hierauf ließ er sich Bericht von den Zeugen ergänzen und verlangte die Unterschriften, Alles, wie die Jnstructton es erheischt. Dann stand er unschlüssig, die Blicke, die bisher den Winkel gemieden, wo die blutbefleckte, festlich geputzte Gestalt lag, fest auf den . entseelten Körper der Getödteten gerichtet. Er nahm eine der Laternen vom Tisch und leuchtete näher hin. Dabei war eS immer, als wage er nicht, völlig nahezutreten. Der Gefesselte ließ ihn nicht aus den Augen, in denen Wildheit sprühte. Der Gendarm stellte die Stalllaterne auf den Boden und kniete nieder, während er die kalten Hände der Leiche ergriff und zitternd über deren Gesicht tastete. Er wollte sich den Anschein geben.als gehöre dieser Abschied gleichfalls zur Amtshandlung." Wie Eis ist's schon", sagte er. indem er sich zu den Männern umwendete. Im Augenblick muß's mit der Rosel ausg'wesen sein," erwiderte einer von ihnen, kein Ton hat 's nach dem Stich von sich geben." Er lehnte, sich, als ob er die Untersuchung fortsetze, mit der Wange an ihre erstarrten Hände und bevor er sie wieder freigab, küßte er sie heimlich .wie mit einem Hauch, Eine Weile war's, als ob ihn der Schmerz packe, als ob er sich aufschluchzend über sie werfen müsse, über die Verstummte.die er noch vor wenigen Stunden in Jugendfreude gesehen. Doch er rasfte sich gewaltsam empor. Einen herrischen Wink gab er dem trotzig-freilien Burschen und folgte diesem, ohne sich auch nur noch ein einziges Mal umzuwenden. A paar Burschen aus n' Ort soll'n mit n'übergehen", meinte der Bürger meister. so ganz allan in der Bergeinöd' mit dem Kerl, dem a Menschenleben kan Pfifferling werth is, wann er a d' Händ, in Eisen hat." Dank' schön", entgegnete der Gendarm kurz, der wird sein drei Schritt' vor mir Hermarschiren, sonst wird mit 'n Bajonett nachg'holfen.und wann er a Vissel z' schnell vorwärts möcht', im Gewehr hab' i mehr als an Schuß. Marsch!" Der Verbrecher ließ sich's nicht zweimal sagen und schritt aus. Die Dorfleute ballten die Fäuste und beschimpften ihn mit wilden Worten, die er keck erwiderte. Fast wär' man auf den Menschen gestürzt, wenn sein Begleiter nicht dieBauern zurückgescheucht hätte: Pen rührt Keiner an, der gehört jetzt mir!" Begreist's, warum er Euch net braucht und will?" fragte einer der Bauern, als der Gendarm und fein Gefangener in der Dunkelheit verschwanden. Gebt's Acht, net lang' wird's dauern, so hör'n mir a'n Schuß oer 's Bajonett kriegt Arbeit.., Wann der Kerl renitent wird, mackt der Gendarmen pon der Waffe Gebrauch". Mit listigem Blinzeln fügte er hinzu: Wann i Den. der mjr's Dirndl umbracht hat. mit bundene Hand vor mir hätt', in der Nacht, im Wald, so ganz ohne Zeugen - t schauert schon, daß er renitent werd'n möcht'! Begreift?!' Die Zwei gingen bergan, der Knecht, einen Ländler pfeifend, den sie früher zum Tanz augespielt, der Gendarm ein paar Schritte hinter ihm, das Gewehr in der Balanz" in der Rechten tragend, wie ein Jäger, derjeden Augenblick bereit ist, eß zu verwenden. Hie und da rief er dem Verbrecher mit einem kurzen Worte zu.wie er gehen solle, nicht so rasch, öder rascher und welche Pfade. Denn er mußte wewre Wege wählen, da diese i

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Freien gingen, nicht zwischen eng aneinanderstehendem Gebüsch oder an bewachsenen Abhängen. Plaz' Di net. Gendarm", sagte der Gefesselte gemüthlich, pasch' Dir net ab, schon aus Dank net. Derschlag'n und dertret'n hätt'n mi die da unten." Der Bursche sagte daö in so spöttischem Tone, daß der Gendarm doppelt auf der Hut war, Antwort zu geben. Er war nur ein Mensch, trotz deZ Dienstes" auch nur ein Mensch, dem das Blut in Wallung oerathen konnte. Das verdroß den Anderen, der genau wußte, daß er sich schon sorglos etwas heraus nehmen durfte und daß eigentlich der Bewaffnete hinten dre Wehrlose war. Wegen aner Kellnerin!" begann er wieder. Is leicht viel schad' um so a leicht's Frauenzimmer!" Da war's dem Gendarm, als ob ihn wer an der Gurgel fasse. Lust hätt er gehabt, das Gewehr in die Schlucht hinunterFuwerfen, in der das Wasser rieselte und dem da vorne die Schellen abzunehmen: So, jetzt sind wir gleich Mann gegen Mann, saas noch einmal!" Der Knecht fuhr fort: Sollt gar keine Straf drauf g'setzt sein, auf das, waS ich 'than hab'. Weg'n so a'n Weisbild!" Schweig!" sagte der Gendarm, ruhig, aber mit rauher Stimme. Wenige Schritte waren sie nur mehr von der Stelle entfernt, wo der schmale Pfad hart an dem senkrecht abstürzenden Gestein hinlief. Der Angstschweiß brach ihm aus allen Poren. Wenn sie nur da schon vorüber wären, wenn der nur nicht in dem Ton weiterredete! Denn ein Tritt, ein leiser Stoß nur. . . und daö Lästermaul verstummte. . . . für ewig. Der Voranschreitende ahnte nicht, daß sein Leben an einem Haare hing. Zum Fensterln war i ihr recht, auf'n Tanzboden war e ihr net sem genug. . ." Wenn er nur nicht weitersprechen würde, nur so nicht! Schau auf'n Weg", keuchte der hinter ihm, auf'n Weg sollst Du schau'n So kamen sie vorüber und Beide wsren der Gefahr entronnen. Daö. waS noch folgte, überwand der Gendarm leichter. Ein Stich, ein Schuß, das ist doch eme ganz andere Sache. Als er beim Postencommando angelangt war, da erstattete er stramm und fest, wie es das Reglement vorschreibt, den knappen Bericht: Herr Wachtmeister ich melde gehörsamst, bafet ich einen Mörder eingebracht habe.yumaueVeyanhlung Professor (zum Studenten): Wenn Sie zu einem Patienten kommen und er klagt über Kopfschmerzen, waS werder Sie zunächst thun? Student: Ihn erst ausklagen lassen! Unvereinbar. Du, ich hab' Schmerzen in de Knie, ich werd' mer lassen photographiren meine Beine mit de X.Strahlen." Wie willst' der lassen photographiren mit de XStrahlen Deine O-Beine?"" Bestätigung. Ist Haar sürben wntticd so gefährlich, wie man sagt?" .Und ob! Im vorigen Jahr färbte sich mein Onkel daö Haar und schon drei Wochen spater war er Mlt einer Wittwe mit vier Kindern verhei rathet." Beruhigend. Er: Und wirft Du mir auch niemals untreu roerden. Geliebte?" Sie: Jedenfalls ynh tjk mir Nicht leicht fallen

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