Indiana Tribüne, Volume 19, Number 336, Indianapolis, Marion County, 22 August 1896 — Page 1

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OFINDIAIN A. Hauptoffice : No. 211-213 Jndiana Trust Gebäude, Indianapolis, Ind. Finanzbericht vom 30. Juni 1890. Aktiva: Srundkigtnthums-Anlkihen.er.-t. Hyvothkk. .Kl.M 40 .Eollakeral Loan,. on aii Bo.ks" 1,201 00 Znteresiea und Dividende fälliger Zlkt.en .ab 41 Vnftchkrun? und Tar bezahlt &i Grundeigenlhum b Möbel und Einrichtung " W Charter, Gebühren k ";s Saar in Ijx Bank und Office 16,8. JbJ $134,570 10 Passiva : l.ikkkank und Dividende 852,232 57 Garantie und Rr!ervkfond 2,2oo 5o Vorausbezahlte Aktien und Tividende 36,44 39 Vollbezahlte Aktien 35,800 00 EeliehentZ eld 2,600 00 Ungetheilte Profite 5,lu0 59 $154,576 10 Seamten : John 6. Lazarus. Präs. W.E. Hackedorn. Diee-PrSs. Z.W.Hubdard, 2. Xiceiaj. H.F.vaaeoorn, Moderne Schuhe für Damen, Herren und Rinder in größter Auswahl und zu den billigsten Preisen, tn dem allbekannten, zuverlässigen Schuh -Laden von M. MODE, 93 Gst Wnshingon ir. Der 4Cigarrenladen 67 Off Washington Str. empsiehlt sich dem Publikum durch seine vorzüglichen Waaren. Alle Sorten einheimischer und importirten Cigarren und eine große Auswahl von RaucherArtikeln. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller Römler. Turner Bau und Spar-Vereln Capital. $i, 000,000.00 NO. 2 Office im DEUTSCHEN HAUS Versammlung, JEDEN SAMSTAG ABEND Direktoren: Alb. E. Metzger. President H. Louis Sielken. Vice-Prxs. A2MIN Bohn. Secretaer Carl H. Lieber. Schatzmeister Theo. Ste.upfel. Geo. Vossegut. Her. Sielken. C Ehlert. J. Geo. Mubller. Bietet sichere Anlage fuer Ersparnisse. Vermittelt guenstige Anleihen. Actien werden ausgestellt auf $IOO, $xx, $jOO. $400 oder $300 Antheile. Die wreciMfitlichen Bei trag sind nur 50c pro Anthail. Keine Eintritts-Gebwebren Keine AbsctvaetrucqvCebwehreiu Keine Verluste beim Aus tritt. Acrgcrt Dich Dein Auge so reiße es nicht aus, und werfe es nicht von Dir, sondern wende Tich an &sst$ 'qGÜUs T I I I t U PRESCRlPTiOM fcVvv1 CpQ . lANhrry f6 0PTIClÄN.8i) JJN.rtNH.iL utNISON H033L. INDIANAPOLIS-IN D wo matt Xir für Deine Huge da nöthige US anfertigt, künstliche Augen werden schmerzlos eingefetzt. Brillen werden nach den besten Methoden den Augen an p'fzt. Achtung ! Jetzt ist die Zeit für Zunge Papageien u. öpottvögel Große Auswahl, billige Preise, jeder Bogel gaxantirt. Beim Dutzend oder einzeln, äfige, Juttn, Saamen c Das beste und .billigste. C. T. ITloppor., .28 Massachusetts Uvt. George Merrmann SeichenöeßatteV, Office : 26 Süd Deladareßr. Ställe : 120, 122, 124, 128, 123 Oft Pearlftr Telephon II. Offen Tag und Nacht. M. Gierke, Deutscher BttchhttldeV, 409 Süd East, Ecke DZcCarty Str Up Staita. tcrt ?,rl P!ag,an!. 7 üd l,batrRie nimmt veseuungea iar buq raiin.

RIALTO

EditorielleS'

ES ist eineö der beliebten Argumente der Silberleute, daß nicht genug Gold in der Welt vorhanden ist, um den Geldbedarf zu decken. Aus dieser Behauptung leiten sie alle möglichen schlimmen Folgen ab. Nun, bis jetzt ist die Goldproduktion, wie wir kürzlich gezeigt haben, stetig gestiegen, und wird voraussichtlich noch weitersteigen. Wir haben schon in früheren Artikeln darauf hingewiesen, daß mit der EntWicklung deS Bank- und Kreditwesens die Anwendung baaren Geldes immer kleiner wird, und haben als ein Mittel zur weiteren Entbehrlichmachung des baaren Geldes die Etablirung eines internationalen Clearing House'ö" empfohlen. Hören wir waS Max Schippel über diesen Gegenstand schreibt : Mit der Entfaltung deS Kredit-und Bankwesens ist zur Abwicklung des Waarenumsatzes das Metallgeld immer entbehrlicher geworden. Im täglichen Konsumentenverkedr läuft eS freilich weiter um, obwohl in England und Amerika selbst in dieser Sphäre die Anweisung (der Check) sich bereits eingebürgert hat. .3n der eigentlichen Geschäftswelt jedoch gleichen sich die ausendfältigen Forderungen und Gegenforderungen mehr und mehr aus. ohne wirkliches Geld jemals in Bewegung zu setzen. 3e mehr sich alle Zahungen eines Landes an bestimmten Sammelpunkten konzentriren : in den Banken, mit ihrer letzten Krönung, der großen Notenbank desto mehr ist die Forderung deS einen Beiheiligten zugleich die Verpflichtung deS zweiten, der wieder mit einem entsprechenden Guthaben an Dritte aufwarten kann, biS dann gleichsam der Letzte kommt, der wieder Ansprüche an den Ersten hat. Ein endloses Hin und Her von Z hlungS-Einnahmen und -Ausgaben oft sich so in bloße gegenseite Abrechnung auf: zwischen verschiedenen Banken mit ihren Kunden durch den Clearingveikehr, zwischen den Kunden derselben Bank durch Ab- und Zuschreiden in den Büchern (Girosystem). 3m 9?ew Jorker Clearinghause haden 1881 sechzig Banken einen Umsatz von 48,566 Millionen Dollars ausgeglichen bei einem Baarmittelerforderniß von etwa 1750 Millionen, daS find im Ganzen 3,5 pCt. Diese 3.5 pCt. an baarem Geld waren noch dazu nicht daS ganze 3ahr über in diesem Abrechnungsprozeß gebunden; sie traten vorübergehend in ihn ein, um dann gleich wieder andere Funktionen zu vollziehen; oder dasselbe Geldstück kehrte zu wiederholten Malen an dieelbe Stelle zurück, erscheint also oben mehrfach verrechnet, sodaß die hier wirklich festgelegten Baarmittel noch viel, viel niedriger anzusitzen wären. Die deutsche Neichöbank hat 1895 über 46.800 Millionen Mark (d. h. 46.5 Milliarden in Einnahme und 46,8 Milliarden in Ausgabe) kompensirt durch Ab- und Zuschreiben. Daß diese den Cdelmetallbedarf zurückdrängende Entwicklung in Deutschand noch lange nicht auf ihrem heute erreichbaren Höhepunkt angelangt ist, ergiebt unseres ErachtenS ein Vergleich mit England ganz schlagend. Die ährlichen Werthumsähe im industtiereichen Großbritannien gehen trotz der geringeren Einwohnerzahl- dieses GebieteS zweifellos ganz enorm über die in Deutschland hinaus. Zu den größeren einheimischen Transaktionen kommen die ungeheueren Transaktionen des englischen Welthandel, für welche daS3nselreich ebenfalls die Zahlstelle ist. ES wäre auch da Vermessenheit, die Milliarden abzuschätzen, durch die unS hiernach England in seinen Um sahen überragt. Und doch kommt es mit einem geringeren Geldvorrath auS! Den 2380 Millionen Mark, über die wir verfügen, hat eS kaum über 2000 Millionen gegenüberzustellen. 3n so wirksamer'Weise hat sein auSgebilde tereS Kreditsystem eine relative Abnähme oeö EbelmetallbedarfeS geschaf fea. DaS Gold wirkt hier noch bei jedem großen und kleinen Geschäft alS Maßstab der Werthe; die Preise und Forderungen werden alle in ihm beregnet; die wirkliche Münze. daS Hartgeld tritt nur selten noch in Funktion. Und da sollten wir an Goldnoth seiden? Wenn sie bestände, so mühten wir sie sofort spuren an den framps häfte Bemühungen unserer Banken. sgrtgesetzt Gold au, de' gewöhnlichen

Umlauf herauszupumpen und in ihren

SchatzreservoirS festzuhalten. Dann hätte zunächst die Notenausgabe bis . auf daS Aeußerste angespannt werden' müssen, um die mangelnde Münze im ' Nerkebr durck Vavier ;u ersehen: und. weiter müßten dann die Banken schier "7 , r r I unerschwingliche Diökontsatze fordern, um ihren im Verhältniß zu den Noten zurückgehenden Baarvorrath zu schützen und sich so gegen die Unmöglichkeit, ihre Noten einzulösen, zu sichern. Doch genau daS Gegentheil tritt überall zu Tage. Der Bankzinsfuß geht im Durch schnitt ständig zurück, er stand bei der deutschen Reichsbank 1894 sür Wechsel auf 3.117 pEt. Und dieser offizielle Zinsfuß ist, wohl bemerkt, nur eine Moximalgrenze, während der wirkliche von der Bank und den Privatleuten auSbedungene Zinsfuß kaum 2 pCt. betrug. Der durchschnittliche Umlauf der Noten betrug (1892) in runder Summe 987, Millionen Mark, der Metallbestand 942 Millionen. Während also die metallene Deckung nur um 4 pCt. hinter der ausgegebenen Notenmenge zurückblieb, hätte die Bank nach 17 deS Bankges.tzeS und nach allgemeinen Grundsätzen die Befugniß gehabt, statt der erwähnten 985 Millionen Mark daS Dreifache ihreö MetallbestandeS, also 2826 Millionen Mark Noten auszugeben, d. h. rund dreimal so viel als sie wirklich ausgegeben hat." Man muß also mit Verblendung geschlagen sein, um die Noth der Ge genwart auS der Goldnoth erklären zu wollen. Eine Goldknappheit besteht nicht; sie würde heute auch niemals die Krisen erzeug:n können, denen wir periodisch immer ausgesetzt gewesen find und immer ausgesetzt bleiben werden, so lange die kapitalistische Wirthschaflsordnung periodisch ihre Produktivkräfte brach legen und Kapital zerstören muß, um nicht im Ueberfluß hrer Produkte ganz zu ersticken. Nicht die Noth' an Gold, sondern die Noth der Massen schleudert unS auö jedem Aufschwung immer wieder in den Abgrund der alten Miseie hinab Araljlllllchricljlei!. Inland. Wetterbericht. TrübeS Wetter vielleicht Gewitter heute Nacht. Morgen kühleres, schöneS Wetter. Gestrige Temperatur: Mazimum 73 Grad, Minimum 70 Grad. Schissel'SWassertemperatur79 Grad IM Verlangt: N e u e S L i q u o r - gesetz fürPennsy!vania. Philadelphia, Pa., '21. Aug. Die Staats Liquor Liga und viele andere an der Fabrikation, dem Verkaufe und dem Auöschanke geistiger Getränke betheiligte einflußreiche Geschäftsleute, haben eine Agitation begonnen, um eine wesentliche Abänderung der Lize'SGesetze und vor allen Dingen eine AusHebung deS lokalen LizenS-GerichteS in Philadelphia zu erwirken. Der LegiSlatur soll bei ihrem Zusammentritte im Januar 1897 ein, der RaineS-Gesetz-gebung in New Jork ähnliche Vorlage unterbreitet werden und eS heißt, daß die Law and Order Society" diesem Plan als Körperschaft keine starke OpPosition machen werde, obwohl einzelne Mitglieder derselben lebhaft die BeibeHaltung deS bisherigen LizenS-Ge-rickteS befürworten. Offenbar isteS aber, daß die Richter in Pittsburg und Philadelphia deö undankbaren GeschäfteS, die Wirthschafts. Lizensen zu verleihen, herzlich müde sind, und die Achtung vor dem Richterstande durch dasselbe empfindlich leidet. Man will das esetz nun so abgeändert haben, daß jeder einzelne Bür ger, der den gesetzlichen Anforderungen Genüge leiSet und seine Wirthschaft nicht in der unmittelbaren Nähe einer Kirche oder Schule errichten will, eine LizenS erhalten muß, und meint, daß in einem solchen Falle die gegenseitige Konkurrenz vollständig genügen würde. eine zu große Vermehrung' der Zahl der Wirthschaften zu verhüten. Gleichzeitig soll aber die neue Gesetzgebung dem groben Uebelstande, daß Brauer und SchnapZbrenner den AuSschFnk in geistigen Qetrankey so beherrschen, daß viele Wirthe nur alk 'ihre Ägentey erscheinen, , obwohl sie' dem Gesetze nach Eigenthümer ihrer

Wirthschaften sind, ein Ende machen

und soll jede derartige Umgehung deö Gesetzes als ein Kriminalvergehen mit Geld-und Haststrafen geahndet werden. Man meint, daß die große Brauer und Schnapsbrenner diesem Plane lebhaften Widerstand leisten werden, er aber allen Wirthen zu großem Nutzen gereichen werde, da diele Wirthschaften ohne solche reiche, stille Theilnehmer an ihrem Geschäfte gar nicht bestehen könntet. Da eine Vermehrung der Zahl der Wirthschaften die Countieö in Stand setzen würde, in Folge der erhöhten Einnahmen auS den LizenS. Gebühren andere County'Steuern zu ermäßigen hofft man, die Vertreter der Farmer in der Legislatur ohne große Mühe für die vorgeschlagene Gesetzgebung gewinnen zu können. m m m Die deutschen Pythiasr i t t e r. Chicago, 21. August. Der Gebrauch deS deutschen Rituals in den Logen der Knightö of PythiaS macht wiederum viel von sich reden. Auf Grund einer von Commissär Howard Douglaß, Past Supreme Chancello?, geführten Untersuöbung, wird der zweijährigen Convention der SupremeLoge in Ckeveland ein Bericht erstattet werden, welcher zeigt, daß die Entscheidung der Supreme-Loge, welche den Gebrauch des deutschen Rituals verbietet, systematisch ignorirt und verl.tzt wird. Die drei Männer, gegen welche die Beschuldigungen hoben werden, find deutsche Past ChancellorS, nämlich ChaS. Löhr in Richmond, Va., Henry Wellenvoß in LouiSville und Fred. Buchmann in Chicago. Nachfragen bei den hiesigen Logen zeigen, oay oas oeutiqe Element entchlossen ist, die Sache auf die Spitze zu treiben, ehe sie sich der Verfügung bezüglich Einführung des englischen Rituals fügen. DaS weitere Vorgehen der Supreme-Loge erwartet man mit gespanntem Interesse. Ergriff den rechtenAugenblick. K a n s a S City, Mo., 21. August. 3n KansaS City, Kaö., drang heute Morgen ein unbekannter Dieb, während einer augenblicklichen Abwesenheit deS KafsirerS, in die Zweigstelle der American Bank ein, öffnete ein Pult und ging mit 51000 in baarem Gelde oder darüber auf und davon. Zweihundert Dollars in Silber ließ der Dieb unberührt Der Kassirer E. R. Roöwell hatte sich zu einem Geschäfte in der Nachbarschaft begeben, um eine vergessene Angelegenheil schnell zu erledigen. Der Präsident der KansaS Lve Stock Exchange, 3. R. Stoller, befand sich während deö Diebstahls nur wenige Schritte entfernt jenseits dkö HausflurS in seinem Geschäftslokal, ohne den Vorgang wahrzunehmen. Die Polizei hat den jungen Kassirer Edwin R. RoSwell stark im Verdacht, und unterwarf ihn mehrere Stunden im . Polizeibureau einem scharfen Verhör. Spät Abend ließ man ihn heimgehen, läßt ihn aber noch überwachen. Verwickelte Wahlverhältnisse. Atlanta, Ga, 21. Aug. Allgemeines Aussehen in politischen Kreisen erregte heute ein Hinweis deS Journal darauf, daß die Präsidenten. Elektoren von Georgia eine Majorität aller abgegebenen Stimmen haben müssen, und daß eine bloß Pluralitüt nicht genügt. Da drei ClektoralticketS im Felde Sehen, find die Führer der Parteien darüber einig.' daß schwerlich eine Par tei eine Majorität der Stimmgeber erzielen kann. Für diesen Fall steht ncch den Gesetzen des Staates der Lkgislatur die Wahl des Elektoral-Collegtö zu. Ausland. ES g ehr noch Einer. . Berlin, 21. Aug. Der Staatösekretär im ReichS-Marineamt, Vice Admiral Hollmann, wird in aller Kürze dem Beispiel deS zurüssgetrs tenen Kriegsministers Generals Bronsart von Schellendors folgen und eben falls refigniren. Auch hier liegt der

Grund darin, daß der Chef deS M.'40oh rinekabinetö Contre-AdmiraZ Freier, naaz l-an ,5ranc!sc? zuMZaeieori un

von Senden-Briba, welcher in stetem

persönlichem Verkehr mit dem Kaiser steht und infolgedessen großen Einfluß aus diesen besitzt, sich fortwährend in daS Nessort deS Staatssekretärs ein- , mischt. Unter diesen Umständen hat Admiral Hollmann keine Lust, die Verantwort lichkeit für die Verwaltung der Ma rine dem Reichskanzler und dem Reichs tage gegenüber noch weiter zu tragen, während der diesen Faktoren gegenüber nicht verantwortliche Chef beS Militär kabinetS unter direkten Befehlen des Kaisers handelt. ES wurde bereits gestern von dem neuen Flottenplane deö Kaisers, der sich auf 150 Millionen Mark erstreckt, erzählt. Der Börsencourier" meint zu dieser Vorlage : Die Marive-Vorlage muß mit dem Reichstage rechnen, und dieser sieht sich, wenn jene Vorlage eingebracht wird, eventuell andern Ministern gegenüber. Vielleicht ist auch schon der Versuch vorbereitet, einen gefügigen Reichstag zu erlangen." SozialiömuS in der Nes e r v e. Berlin, 20 Aug. Zwei Reservisten sind zu 6 und 9 Monaten Militärgefängniß verurtheilt worden, weil sie, auf der Fahrt zu einer Nebung begriffen, im Eisenbahnzuge gesagt haden, der eine : ich bin Sozialdemokrat; der andere: ich bin Anarchist. Durch diese Kundgebung ihrer Gesinnung sollen sie gegen Paragraph 95 ded Militär - Strafgesetzbuches verstoßen haben, wodurch Freiheitsstrafen bis zu zwei 3ahren aus Ungehorsam" gesetzt find, der erhebliche Nachtheile" verursacht. DaS Gespräch der Beiden ist von einem Kameraden dem Lieutenant denunzirt worden. Sie wurden darauf verhaftet. GefangenerAmerikanerin Cuba.. ' ' Ha van a, L1. August. 3n Folge einer richterlichen Verfügung wird der Prozeß deS naturalifirten Amerikanerö Gapere, welcher unter den 3nsurgenten eine Führerrolle übernommen haben soll, voa dem Kriminalgericht in Santa Clara verhandelt werden Gapere wird deshalb von CienfuegoS dorthin überführt werden, und bis zur Hauptverhandlung in Santa Clara in Haft bleiben. SchiffsNachrichten. Angekommen in : New Jork: Paris" von Southampton; Lucania" von Liverpool; Persia" von Hamburg; Columbia" von Southampton. Liverpool: C ampania" und Cevic" von New Aork; Silvania" von Boston. mallerlei. DaS wichtigste Bodenerzeugniß von Nord-Carolina ist der Tabak. Im Jahre 1895 wurden rund 20.000.000 Pfd. Tabak aeerntet und durchschnittlich zu einem Preise von etwas weniger als 9 Cents das Pfund verkauft. Dieser Preis warf einen ziemlich guten Verdienst für den Pflanzer ab und infolge dessen wurde die Anbau-Fläche für das laufende Jahr bedeutend vergrößert, so daß man Heuer einen Ernte-Ertrag oon rur.d 100.000.000 Pfund erwartet. In Nord-Carolina giebt es 250 Ta-bal-Fabnken, 76 Lagerhäuser sur Ta- . . .. . . itf bal und 229 Biattertavai-üaorllen u. s. w.. Anlagen, die insgesammt einen Capitalwerth von Z76.000.000 darstellen. Im Laufe des am 30. Juli beendeten Fiskaljahres' hat. nach den Aufzeichnungen der statif'Ichen Abtheilung desBundes-Schatzamtes. die Einführung von Rohwolle über New Yorl. Boon und Philadelphia, durch welche drei Häfen 90 Procent aller importirten Wolle in unser Land gelangen, 225,937,322 Pfund betragen, gegen 202.671.298 Pfund im Jahre zuvor, eine Zunahme von etwa 23.000.000 Pfund oder über 10 Procent. Dabei ist zu berücksichtigen, daß in den letzten drei Monaten dieRohwolle-Ein-fuhr bedeutend 7achgelassen und im Juni d. I. nur noch 5.316.185 Pfund betragen hat, gegen 19,346.567 Pfunh im Juni 189ci Hauptsächlich entfällt die Zunahme der Wolleinfuhr auf den BystonerHafen und auf die beste Woll i i c 7. m- .1 -rr:c:-:-i rt r.: iorie, oie als vw. l cianquuic i derwolle. MitderVarke.Theobqld" find dirett von Cyok's Inlet. Alaska.

tcc teilte inmmen oarm überein, datz Alaska kein Feld für Goldsucher ist und alle derartigen Spekulationen ein Fehlschlag sind. Einer der zurückgekehrtcnGoldsucher erzählte, er sei durch die Erzählunaen von den riessaen

Goldfunden in Alaska veranlaßt worden. eine gute Stellung in Florida auszugeben und nach Cook's Inlet gereist. Dort sei er beinahe drei Monate lang kaum im Stnde gewesen.sein Leben zu fristen. Nach seinen Angaben oeslnden sich am Turnagarn Arm mindestens 1.000 Miner in fast hilfloser Lage und seyen einem entsetzlichen Winter entgegen, wenn ihnen die Re gierung nicht zu Hilfe kommt. Kürz, lich hat eine Bostoner Gesellschaft den hydraulischen Minenbetrieb in großem Style begonnen, aber bis jetzt kann noch Niemand sagen, ob das Unternehmen erfolgreich oder einFehlschlag sein wird. . Dieser Tage hatte sich ein 81 Jahre alter Greis, der im Jahre 1815 geborene frühere Schlächtermeister.Karl Seeger, in Berlin vor dem Schöffengericht zu verantworten. Bei seiner Vernehmung stellte sich heraus. daß der Mann die sechste Frau besitzt und Vater von 49 Kindern ist. I n W e r t h e i m i st d i e s e r Tage ein Venzinmotorboot auf dem Main angekommen, dessen Besitzer n.it semer Gemahnn von Trieft über das Adriatische und Mittelländische Meer durch den Kanal in die Nordsee gefchren und von da in den Rhein undMain gekommen war, wo die Fahrt des niederen Wasserstandes wegen unterbrochen werden mußte. In England sl'rd sert lanaer Zeit nicht so viele Mordthaten vorgekommen, wie in den letztsn Moaten. Neulich wurden an einem cmzlgen Tage m Winchester drei Mörder gehängt. Es waren dies der Soldat Smith, welcher seinen Cocporal Payne m der Kaserne von FarnooQwgh er schössen hate, der Kutscher. Matthews, der seme eigene Tochter ums Leben brachte, und ein gewisser Äurdcn, der seine Geliebte, Angelina Faithful. ermordete. Bei dem Wirth Dervicux in Lyon. Inhaber des Cafe de laTerrasse, wohnten eme Anzahl lugendllch:r ,sabrikarbeiter. darunter der 14 - jährrge Italiener Dominico Bianchi. Letter Tage machten die jungen Leute, elacn solchen Larm, daß Dervieux sich vcranlaßt sah, Vianchi eine Ohrfeige, zu geben. Hierüber erbost, ergriff der Jtaliener ein auf dem Tische liegendes Messer und stieß es dem Wirth so tief in den Oberschenkel, daß alsbald der Tod eintrat. Bianchi und lieben andere Italiener, die seine Flucht begünstigen ! wollten, wurden verhaftet. Vom Polizeiamte in Bingen wurde sämmtlichen StraußWirthen aufgegeben, innerhalb 3 Tagen ' die an ihren Hausern ar.sgesteckten Fichtensträuße zu entfernen. Durch diese Verfugung verschwindet ein uraltes Wahrzeichen, das allerdings nur in früheren Jahren die Wirthschaften kenntllch machte, in denen eigenes Wachsthum" als naturreiner Schoppen zum Ausschank kam. Die Maßregel soll auf eme Beschwerde des GastWirthvereins hin erfolgt ' sein, durch die sick' die hiesigen Jahreswirthe gegen die übermäßige Concurrenz der Straußwirthe, besonders solcher, die gar kein eignes Wachsthum verzapfen zu schützen suchen. Wegen vielfacher Sittlichkeitsverbrechen und Kuppelei hatten sich der Bankier Silberstein aus Hameln und eine Vermittlerin vor den Strafkammer in Hannover zu verantWorten. Der Herr Bankier, ein schon betagter Mann, hatte'nter der Maske eines Malers durch Zeitungs - Jnserate Modelle" gesucht, um auf dieft Weise unschuldige junge Mädchen in seme Gewalt zu bekommen und sie zu mißbrauchen. Die Vermittlerin hatte ihm zum Theil die Opfer zugeführt. Das Urtheil lautete gegen Silbersiein auf anderthalb, gegen seine Kupplerin auf ein Jahr Zuchthaus. Silberstein wurde sofort in Haft genommen. Ueber die Geschmack! ofigkeit, bei jeder passenden und unpassendenGelegenheit den Reserve-Lieute-nant Paradiren zu lassen, hat die unabhängige deutschländische Presse schon wiederholt geklagt. Wie weit diese Geschmacksverirrung geht, davon liefert eine Bekanntmachung des Königllchen Amtsgerichts in Einbeck, abgedruckt in No. 20,224 des Hannov. Courier- einen schlagenden Beweis. Es heikt da: Bekanntmachung. In das hiesige Handelsregister ist heute Blatt 295 zur Firma W. Lentze in Einbeck eingetragen Spalte 3: Der Fabrikant und Premier-Lieutenant der Landwehr Willy Lentze in Einbeck ist als Mitinhaber eingetreten - etc." Man wird nun wohl erwarten dürfen, daß bei etwaigem Avancement des Herrn Premier-Lieutenant.? stets eine weitere Neueintragung erfolgt und da eröffnet sich den Amtsgerichten eine angenehme Perspektive. e Wenn ihr ein guteö Mittel h,ben wollt Euer Blut zu reinigen die Nerven zu stärken und die Conftitution zu kräftigen, gebraucht Sood'ö Sarsaparilla. Gebraucht uun Hood'S. Hood'ö Pillen heilen Brechrei,. Kopsschmerzen auö dem Magen und ' unoeroaunqreii. V !

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