Indiana Tribüne, Volume 19, Number 333, Indianapolis, Marion County, 19 August 1896 — Page 1

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RIALTO

Lditorielles.

I Der bekannte Schriftsteller und sonalistifche Neichötagsabgeo.dnete Max Sch.ppel hat eine vortreffl.che hRrorrinr-nhfT di 5WöhrunaÄfraat cc V f ty m V --w wm ÜU schrieben, aus welcher wir nach und nach eine Anzahl Auszüge an dieser Stelle veröffentlichen wollen, weil sie sehr zutreffend und belehrend sind. Er beginnt sein Werk mit folgender sehr richtigen Bemerkung: ?e höher die Werthsummen wachsen, in denen sich der Kleinverkebr mit den Konsumenten und der Großhandel zwischen den Kapitalisten abspielt, desto allgemeiner und unwiderstehlicher wird der Drang, daS werthvollere Edelmetall vorwiegend als Geld zu verwenden. Dem Eingeborenen Indiens mag, ohne jedes Dazwischentreten von Geld, auS seiner eigenen Bauernwirthschaft o)er auS der Produktion seines naturwüchsigen Gemeinwesens fast alles zufließen, waS er zu seinem Daseln braucht; für ein paar Kupfermünzen mag er oann oas Wenige eryaen, waS er sich überhaupt durch Kauf derschassen muh. 3n der altrömischen Republik, später in Schweden, in Schottland verrichtete daS Kupfer die Gelddienste. Doch heute, welcher noch so kümmerlich gelohnte europaische Arbeiter, der den größten Theil seineö Lebensunterhaltes auf dem Markte kaufen muß, würde seinen Lohn in dem geringwerthigen Metall berechnet und ausgezahlt wünschen? Mit der Höherentwicklung der kapitalistischen Produktion, die alle wirthschaftlichen Beziehungen der Menschen auf Kauf und Verkauf stellt, welche die Kaufe und Verkäufe zu immer ansehnlicheren Summen sich zusammenballen läßt. wird selbst daS Silbergeld zu unbe hllflich in seinen plumpen Massen, in denen eS mehr und mehr an allen Ecken und Enden des Verkehrs ausgegeben und eingenommen werden müßte. DaS Gold beginnt, die alleinige Grundlage deS modernen Geldwesens zu werden." 3n Deutschland hat man in Be zug aus die erfolglosen Versuche, große Mengen von Silbergeld in den Verkehr zu bringen, dieselben Erfahrungen gemacht, wie bei unS. Die Versuche schlugen alle fehl. Mar Schippet schreibt darüber: Um die deutschen Elfahrungen als Beispiel zu nehmen : wie oft haben alle öffentlichen Kassen bei ur.S versucht, mehr von ihrem Thalervorrath in Umlaus zu bringen ? Die Reichsbank hat der Post und anderen Zmischenstellen ihr Silber zugeschoben, die Post und andere Zahlstellen haben ihre Geldleistungen möglichst stark in Silber ausgeführt, und immer wieder stieß der Verkehr daS Silber in fast der gleichen Menge ab, es stoß wieder an dieselben Kassen und schließlich an dieselben letzten Ausgangspunkte zurück, so daß man heute wol auf diese Liebesmühe derzichtet hat und -dem inneren Verkehr nicht mehr von dem schwer verdaulichen Sllber ausdrangt, als sein Magen der brauchen kann. So lagert jahraus jahrein mehr Silber in den Reichsbankkellern, als die Leitung wünschen mag." Also wie bei unS. Die Vereinigten Staaten haben ihre Silberdollars zum großen Theile im Schatzamt behalten. Man suchte sie mit allen Mitteln in die Kanäle M Verkehr? hineinzutreiben; man hat sie von den Mittelpunkten der Republik aus Verlangen in die entferntesten Regionen derselben kostenloS mit den Eisenbahnen befördert; alleS vergebens l Von etwa über 400 Millionen Dollars liegen so im Schatz, amt 355 Millionen unbeweglich. Da! Silber ist als Selb diel zu unbequem geworden. DaS Publikum will ei mcht und wo t in groben Mengen einläuft, wird eS möglichst schnell wieder abgestoßen. mSilbernes Papiergeld" nennt Schippe! die minderwerthigen Silber münzen, um damit zu sagen, daß sie bloße Geldzeichen sind, welche gleich wie Papiergeld nur auf daS Vertrauen der EinlöfungSfähigkeit der Regierung hm turfiren. Die innere Festigkeit deS Münz syllemS, sagt er, wird heute Jedermann alS eine Angelegenheit von alla gemeinem Interesse ansehen. Schließlich ist jede BevölkttUNgSschicht Mts r . rr . cm- .i C v heZrossen, wenn die Münze, his Iedfs

einnimmt, ihren festen Nennwerth der- warfen und Baron Zedlitz durch die kehrt. Wer die Entschädigungen zahliert, wenn durch ein Ucbermaß von herabstürzende Takelage so schwer der- len soll, scheint allerdings noch mcht

silbernem Papiergeld der Verkehr be - unrubigt wird. . - Die Blatter, die ich, den Muth finden können u einer ve timmlen Stellung, weit sie Angst haben, da 'oder dort anzustoßen, die Blätter denen zwei Seelen in der Brust" wohnen, bieten doch ein trauriges Beispiel geistiger Sklaverei. So finden- wir heute, um nur ein Beispiel anzusühren, im Cleveland Wächter und Anzeiger" einen Artikel, in dem schüchtern gegen die Freiprägung gesprochen wird ein vaar Artikel, in denen die Rede BryanS in New Jork über alleS hinaus gelobt wird, ein Artikel, in dem über die schutzzöllnerischen Jdeeen Me KinleyS loögezogen wird u. s. w. Man sieht auS alledem, wie man gerne Jedem etwas Angenehmes sagen, eS mitKei nem verderben möchte, eS ist, wie man so sagt, die reinSe Fenzhockerei. Arklilllachlchleil. Inland. Wetterbericht. SchöneS, etwas wärmeres Wetter. Gestrige Temperatur: Mazimum 78 Grad, Minimum 50 Grad. ScbisselSWassertemperatur79 Grad f Das wird nett werden. New Jork, 18 Aug. Thomas Adams jr. von Brooklyn, der Sohn und GeschäftStheilhaber eines Millio-när-Kauaummifabrikanten, ist von Myrtle Thurlow wegen gebrochenen EheversprechenS auf 5100,000 Schaoenerfatz verklagt worden. AdamS hat Frau und erwachsene Kinder, und ! erklärt, daß er die Klägerin nicht kenne. während sie behauptet, mehr alS 100 Briefe von ihm in Handen zu haben. in welchen er sie mit den süßesten Namen belegt. Ml eine Bananen für Jankeeö. New Jork, 18. August. Capt Durie, vom amerikanischen Fruchtdampfe? Brixham", der nach fünfägiger Fahrt von Gibara, Cuba, in Ballast hier eingetroffen ist, berichtet, oaß die spanischen Hafenbehörden in Glbara, auf Befehl deS GeneralkapitsnS Weyler handelnd, verweigert hätten, ihm die Erlaubniß, seine aub Früchten bestehende Ladung einzuschissen, zu ertheilen. DerBriiham" war gezwungen, in Ballast nach New Jork zurückzukehren. Die hiesige Firma Dumois & Co., der daS Schiff gehört und die eine ganze Anzahl größtentheilSunternorwegischer Flagge stehender Dampfer im Früchte - 3mvortgeschäft laufen läßt, ist durch das rigorose Vorgehen der spanischen Behörden neuerdings nicht unwesentlich benachteiligt und dürste sich durch Vermittelung der Regierung der Vereinigten Staaten Genugthuung zu verschaffen suchen. Im Jahre 1894 betrug die Einfuhr von Bananen in die Ver. Staaten 5 Millionen Dollars, von denen allein 2 Millionen auf Cuba entfielen. Da fast der gesammte Bananenhandel Cuba'S über New Jork geht, so dürften die Spanier sich mit dieser Bestimmung selbst in's Fleisch geschnitten haben. Ein Notenwechsel zwischen den beiden Negierungen dürste die unvermeidliche Folge sein. ist Verhängnißvolle Kollision deö Meteor", Sou t h Sea, 18. Aug. Großes Aussehen erregt hier ein Unfall, durch welchen Kaiser Wilhelms Jacht Meteor" beschädigt und mehrere Leute von ihrer Mannschaft über Bord gewarfen wurden. Er ereignete sich im zweiten Rennen unter den Auspizien deS Royal Albert Jacht Clubs, in wel chem sich Britannia", Santanita" und ..Meteor" um den Bice-Tommo dore-PreiS und 25 Pfund bewarben. Nicht lange nach dem Start kollidirte Meteor" mit einer Facht, welche die Isolde" oder Saphire" gewesen sein soll. Der 'Meteor" verlor seinen Hauptmast und mehrere Personen von her Mannschaft stürzten über Bord. Später stellte sich heraus, daß Me tot" mit der amerikanischen icht Isolde" deS BaronS Zedlitz kogidirte, und daß diese evtmastet, mehrers Leute von ihrer Vannchast üher Bcaxh ge

. letzt wurde, daß er bewußtlos lnö

Hospital in Nyde geschafft werden mußte. Alle Leute der Isolde welche inö Wasser stürzten, wurken gerettet. Baron von Zedlitz starb kurze Zeit nach seiner UebersüHrung nach dem Hospital. Er war deutscher Geheimer Rath und Mitglied sowohl des deut schen Reichstags, die deö preußischen Abgeordnetenhauses. Dem Parlament gehörte er seit etwa 25 Jahren an, und war eine der ersten Finanz-Autori täten. Obgleich ein verhältnißmäßig janger Mann, war er im Jahre 1890 allseitig für den Posten deS FinanzMinisters empfohlen, wurde aber dazu nicht ernannt, weil der Kaiser eine Vorliebe für Dr. Miquel besaß. Die Kollision entstand dadurch, daß beim Pasfiren deS Comitebootes die großen Jachten die kleinen überholten. Britannia"-und Meteor" lagen fast in gleicher Höhe mit der Isolde" und konnten nur mit Mühe einen Zufammenstob vermeiden. Die ..Britannia" wandte plötzlich daS Steuer, um dem Saivt" auszuweichen, und in diesem Augenblick stieb Meteor" auf die Isolde" und riß ihre ganze Takelage fort. Hauptmast und Segel stürzten über Bord, fast die ganze Mannschafi siel inS Wasser und Baron von Zedlitz wurde gleichzeitig schwer verletzt. Briilannia" uno ..vceleor" orevlen iosorl t m mm Ata j 4 m. m m . bei, und sandten ihre Boote den mit den Wellen kämpsenden Leuten zu Hülfe. . AlS man Baron von von Zedlitz aus dem Wasser zog. zeigte sich, daß er chwer am Kopfe verletzt war, und das Blut floß ihm auS den Ohren. Er wurde an Bord einer Dampfyacht gebracht und sofort nach Ryde befördert, aber starb noch vor der Ankunft, und nicht erst im Hospital, wie eS zuerst geheißen hatte. Der Isolde" wurde auch der Bug eingestoßen und sie wurde im Tau nach Soutb Sea aechasst, sie war ursprünglich Eigenhum deS Prinzen Leopold von Preußen, der sie von Zedlitz erkaufte. Daö Fahrzeug ist ein ZwillingSfchiss zu Herrn Howard GouldS Niagara", welches sie jedoch mehlfach schlug. Der Tod deS Baronö, der noch nicht vierzig Jahre alt war, und Frau und Kind hinterläßt, erregt hier allgemeineS Bedauern zumal Herr von Zedlitz allgemein beliebt war. Alle Fahrzeuge haben die Flagge auf Halbmast gezogen und die Rennen wurden sofort abgebrochen. Mit dem Baron stürzte sein Bruder inS Wasser, wurde jedoch gerettet. Die Schuldfrage bei dem Unfall ist augenscheinlich sehr schwer zu beantworten. GomeS. der Mhttt deS . V ' Meteor behauptet, die Britannia hat für Meteor Platz machen müssen, da dieses Fadrzeug daS Wegerecht gehabt habe. Nach einer neuen Version gerieth Isolde und Britannia beim Umfahren deS Mark. BooteS in Gefahr der Kollision. Isolde änderte plötzlich den KurS und wurde von Samt quer in den Kurs Meteor getrieben, woraus im nächsten Augenblick die Kollision erfolgte. Die venezuelische Frage. Washington, 18. Aug. Die MeinungSqnderung deS Lord SaliSbury bezüglich deS venezuelifchen StreiteS, wonach er zuzugeben geneigt ist, daß die von Engländern besiedelten Distrikte gleichfalls dem Schiedsspruch unterworfen werden mit der Bedingung, daß falls sie Venezuela zugesprachen werden, die Briten gegen Entschädigung für ihre Verluste abziehen dürfen, ist in erster Linie auf eine Erörterung deS Anwalts Storrov zurückzuführen, welche der vene zuelifchen Commission unterbreitet wurde. . Herr Storrow wies darauf hin, daß der sog. befieldete Distrikt thatsächlich sehr schwach besiedelt sei und daß die Verbesserungen, auf welche Lord Sa liSbury so großes Gewicht lege, sehr spärlich und äußerst primitiver Natur seien nd leicht durch eine geringe Entschädigungssumme zu begleichen (mit, so daß eine Abfindung der Betroffenen gar keine SchffiMkete.a machen kHnny, Zu dieser AnLSt bat fick dann aus Se'kr.etär Olney'ö Vorstellung schließ - i auch die englische Divlama.jie be-

festgesetzt zu sein.

t Ausland. Berlepsch uo 5aprivi derhöhnt. ' Berlin, 18. Aug. Die Ernen nung deS früheren preußischen Han delSministerS Frhrn. v. Berlepsch zum Ehrendoktor der philosophischen Fa ku tät der hiesigen Universität hat die Berliner Neuesten Nachrichten", wel chen die Berlepsche Sozialpolitik stets ein Gräuel gewesen ist, stark derschnupft. DaS BiSmarckblatt höhnt, der betreffende Beschluß der Fakultät in Bezug auf Berlepsch zeige, welche Verwirrung die Kathedersozialisten bereits in den Köpfen angerichtet hatten. Ein würdiges Pendant zu diesem Beschlusse wäre, wenn die juristische Fakultät den früheren Reichskanzler Grafen Caprivi wegen WiederHerstellung deS europäischen GleichgewichtS durch Kronstadt und Toulon honoris causa promovirte. Die Flot ten-Demonstrationen in Kroustadt und Toulon haben bekanntlich die Annäherung Frankreichs und Rußlands mit der Deutschland und dem Dreibunde feindlichen Spitze besiegelt, der Hohn ist also ein äußerst blutiger. Was die Kathedersozialisten und ihr Anhang unter dem geistlichen Stande anbetrifft, so nimmt deren Propaganda weitere Dimensionen an. Pastor Naumann, der Führer der antiftöcker'schen Jungen" unter den Christlich-So-zialen, will sein Blatt Die Hilfe" in ein tägliches umwandeln, nach Berlin verlegen und als Redakteure die srüheren Leiter deS Stöcker'schen RlatteS Daö Volk", v. Gerlach und Oberwinder, berufen. um Biömarck'ö Befinden. Berlin, 18. Aug. Gestern wurde gemeldet, daß sich Fürst BiSmarck wieder verhältnißmäßig bester Gesundheit erfreue. Die Mattigkeit der Glieder, welche den greifen Herrn geplagt hat, st vollständig vorüber. Der Altkanzer ist wieder geradezu erstaunlich frisch, und auch der Humor, welcher nicht immer Stich gehalten hat, lebt, wie in den besten Tagen auf. Man spricht ogar von der Wiederaufnahme ter äglichen Spazierritte. , ,, Neuer Sieg deö Standard Oil Trust. Hamburg, 18 Aug.. Die Zahl der unabhängigen Petroleum-3mpor-teure in Deutschland wird immer geringer. Zur Fufionirung der drei Pe-roleum-Firmen Göpel & Trübe, New Jork; Poth, Mannheim; Rassow, Joung & Co., Bremen, ist zu bemer ken, daß nun die Unisizirung deö Pe-troleu-Handels der ganzen Welt bewirkt ift, indem die genannten Firmen der allgemeinen Vereinigung der Standard Oll Company beigetreten find. . Politische Verschwörungen in Spanien. Madrid, 18 Aug. Viele frühere republikanische Minister und Milglieder der Deputirtenkammer find in Barcelona unter 'der Beschuldigung der Theilnahme an einer revolutionären Agitation und einer Verschwörung zur Verhinderung deö Abganges der Verstärkungen nach Cuba verhaftet worden. Räch dem Heraldo" ist kürzlich von Anarchisten ein Versuch gemacht, Chateau Granje in die Luft zu sprengen, welcheö jetzt von der Znsantin Jsabella bewohnt wird Eö heißt daö Attentat gegen daö Leben der Znsantin su ohne Schwierigkeiten vereitelt worden, eine amtliche Bestätigung der ganzen Geschichte ist jedoch nicht zu erlangen. 0HM.SZqchr!chten. Angekommen iy: N e w' A o r k : Southwark" von Antwerpen; Weimar" von Bremen; State os Nebraöka" von Glaögov. Queenötown: Teutonic" von NevSork. Bourogne: Vundarn von. New Jork nach Notjer'öqm bestimmt. couthamptan: Havel" ta w Aew Aorl. Vremerhaven' Saale" vo New Jork via Cberboura. 1 Maville: Anchoria" von 5Zeta or von Sl.aS.goy heßimmt..

Von der Grippe.

Wie Dr. Miles' Nervine einem vo KentucZlks Kefchäftöttännern die Gesundheit wiederbrachte. Keine rankhelt hat jemalZ so diele iaenthknMch. knten gkzelgt. wie die Erwve. eine Krankheit takt ihre Opfer so gejchwächt, unsahig, schlaflos, nervevlo tote tie Gnpp. Herr D. W. Hilton. Ctaat.gent der Mutual Ltse Insurance Co. von Kentucks. sagt : jn 1889 und "90 hatte ich zwei schwere nsSll hex rippe. von denen der letzte mem Nervensystem so bedenklich zerrüttete, daß man an meinem Leben ver iwnfeUe. ßmti Monate lang genofz tch keine Schlas. au er mit HUie vo SchlafmUteln. die mich war de täubten, aber knne Erholung gewöhnen. Ich war vlich Nur einer nrn&tn nifHnn CtnA4i. 3 utwuiwi, luuiui lll ender korverllchr Schmerzen nd der Thatsache be tmC6 Vtd fif:A . v . w ' uuqu vuö uuuuiiuj lajiuuajtr wuroe. sin dieiem Zustande vprfnrfi iif ti mit Sr Kraut Z. ' " w .MV IKHIDTttnn f?rrttn Hin im.. Tun . . ... J - flvitjvit ()KIVUIfclC IUJ eine tntrtliche Besirrung und nach Berlaus e,ne Mo sstt i...AA;ik.r(& . r m. 1 ui- iu rlgr,!. JUlst gingen Alaunen Aller, d metnea Zustand gekannt. Ich ersreue Mlch seither lllliriniiii(trT ffiriunhihnt K K.iK. cvv-. c..r ... ' ' " " v ol vuiuuict diele meiner Freunde empsohlen." Lomsvllle. 22. Jen. im D. O. Hitto. Dr. MileS' Heilmittel machen gesund. allerlei. Die auch in Deutschland aussterbende Romantik des Posthorns lst in dem nüchternen Dollarlande zwar unbekannt, allem auch in den Ver. Staaten gibt es Postkutscher, die mit ihrem Berufe auf das Innigste verwachsen sind. Zu diesen gehört der 31 Jahre, alte Jra Jennings von Vibb County. Ga., der im Postdienste noch allwöchentlich in seinem Buggy 150 Meilen zurücklegt. Onkel" Jra hat am 15. Juli 1815 in Danby, Tompkins County, N. N., das Licht der Welt erblickt und zwar als Sohn einer Mutter, welche als daö erste weiße Kind in Tioga County am Susquehanna geboren war und deren Geburt die Oneida - Indianer semer Zeit mit großen Festivitäten gefeiert hatten. Als 16 Jahre alter Bursche diente Jennings zuerst als Postkutscher zwischen Oswego undJthaca und unter seinen Passagieren befanden sich viele berühmte Männer wie Präsident Andrew Jackson, Präsident Martin Van Buren, General William Henry Harrison u. s. w. Später fuhr er als Postkutscher zwischen Richmond und Petersburg. Va., und im Jahre 1834 ama er nach Macon, Ga. Jekt sind es 62 Jahre, seitdem er ununterbrochen in gleicher Eigenschaft zwischen letztgenanntem Orte und Knozville, Crawford County, Ga., denPostdienst versieht. . c 3m oayerri cyen zusaiö tauchen seit jeher ab und zu Räuber auf. welche die Bevölkerung größerer Gebietsstrecken in Schrecken und Furcht halten und durch kühne Einbruche und Beraubungen selbst durch Angriffe auf daö Leben von sich reden machen. Die Bevölkerung getraut sich meist nicht. .Verrcither" zu spielen, da man die Rache furchtet. Etnem Theu der Bevölkerung imponirt auch die Verwegenheit und es bildet' sich über den Uebelthäter später, eine Art Sa genkreis. Erst vor ewigen Monatu, lst em solcher Rauoer" zu lang Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Dieser Tage ist ein anderer, der schon längere Zeit das Terrain unsicher machte, festgesetzt worden. Er hatte sich mit seiner Geliebten, einem bildhübschen 22jährigen Bauernmädchen, tn em Dorfwirthshaus gewagt, um zu zechen, und war dort erkannt worden. Obwohl ihn der Wirth von hinten, ein Gendarm von vorne gepackt hatten und Beide ungewöhnlich starke M'än ner waren, vermochten sie ihn nicht zu überwältigen. Nachdem sie ihm den Revolver abgenommen hatten, gelang es ihm, noch daS Messer zu ziehen, und wahrscheinlich würde die Sache für seine Angreifer schlimm ausgegangen sein, wenn nicht im richtigen Augenblick noch rechtze,ijZg zur Hilfe herbeieilendH Maurer hatten eingreifen kön nen. DaS Mädchen war während des GeruufeS entflohen. Es wurde sofort eine Verfolgung durch eine Abtheilung Gendarmerie vorgenommen, die dem Mädchen in ausgedehnter Streife durch den Wald und die Berge nach, eilten und es nach anstrengender Attaque auch erwischten. "Im Gefängnis machte der Rauhen einen Versuch auö zubreches; t mißlang jedoch. Salzfluß tritt oft auch be: kaltem Wetter, die innere Sand er greifend und andere Kyrpertheile ooo'S Sarsaparrlla, der große Blutreintger Zellt Salzstuß. Ho ob's Pillen dirken Vorzugha naa her DCahlifH unh ' Sovfmh. '25F. , - . "T WM V-9

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