Indiana Tribüne, Volume 19, Number 323, Indianapolis, Marion County, 9 August 1896 — Page 5
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Gffener Zchreivevttes oes Philipp
Sauerampfer. Copyright ,Sz6 by the Gennan Press & Plate Co.) Mein liewer Herr Redakticnür! Ich hen schon so oft mein Meint) ufgemacht Palliticks allein zn lasie, awwer immer sin ich suhlisch genug gewese, mich Widder in Diebel). einzu lasse. Do is jetzt for Jnstenz die Monnehkwestschen, wei Gutncß. do feite die Leit um, was for e Kino e Geld se Yen wolle! un das scheenste dorbei is, daß sie gor kee Geld nit hen. Zu mei Zeit. ja. do Hot mcr de Dickens dcfor gekehrt, was sor Keind e Geld mer gehatt Hot; so lang mer nor iwwerhaupt Batze geohent Hot. Jetzt is das Dlfferent. Jetzt feite selle Leit am allermehrschte wer die Geld Kwestschen, wo am allerwenigsten Geld hen. Wie oft Hort mer. daß eener den Annern sroge duht: Wei, bischt Du denn en Silwermann? Ich hen schuhr gedenkt, Du wärscht en Goldmann. Un dann duht's oft häppene, daß en Goldmann, en Silwermann for en Deim frogt. for sich Schnaps zu kaufe. For all was ich drum geb, machts mich gar nicks aus, ob ich zehn Dahler in Gold oder zehn Dahler in Silwer, oder ov ich e zehn. Dahler Bild hen. Zu den Wedesweiler. do kommt als emol so en Fcller. der hängt immer bet die Ferkelstecker und in die Kohrts erum. Ich denke, wenn so en Leier en Wittnes brauche duht, wo en falsche Meineid schwöre soll, dann thut er immer den fiunne dafor juhse un deß is all wie der sei Lewe macht. Wisse Se. es is so en Schmartie. so eener wo die Sckmartheit mit Lo el fre ie ho:. Ich gleiche den Feller durchin und dorchaus rnt. awer lcy Yen oocy mein Meind ufgemacht, ihn emol an die Monnehkwestschen. auszupumpe. M:r muß immer ausgucke, daß mer nocy m sei alte Dage noch e wenig nachholt. was :n die Jugend gemitzt ls woroe. Well, wie ich Qwends bei den Wedesweiter komme, do hen ich die Red so bei un bei uf die Geld Kwestschen gebracht. Ich muß emol dumm frage," hen ich gesagt, awer wie :s denn ei gcntlich das mit selle Währungsfrage. Ich hen schon so oft von 1 zu 16 gelese, konnt awer Nit ausmache, was das meint." Well," sagt der Wedesweiler, seil kann mer bei Dir auch nit annersch eckspeckte. Selle Kwestschen zu verstehn. das nimmt Brehn un von den Stoff Host Du hardlie so viel wie mer in die Haushaltung braucht. Sieh, die Differenz zwischen Gold und Silwer liegt in de erschte Platz in die Koller, un denn auch in das Gewicht. Um Dich das klar zu mache, mußte immer rimembere. daß e Tonn Silwer ebaut drei bis vier Pund leichter is. als e Tonn Gold, deßwege sin auch so viel Leit for Gold, bikahs se wolle die drei, vier Pund schmuh mache. Qf Kohrs is auch e Differenz in de Preis. Du weißt gut genug, daß e 50 Dahler Gold Watch mehr koste duht. wie e 50 Dahler Silwer Watch. Jetzt werschte wohl die Sach besser verstehn." Das is so," hen ich gesagt," awer Verstanne hen ichs doch rnt. Spater is der Ferkelstecher komme. Der Wedesweiler Hot en bei Seit gerufe un dann hen se mitsamme gewispert un dann Hot der Wedesweiler ihm en Witztie einaeschenkt mit e wenig Vitters drin. Wie er nach das zu uns an de Tehbel, wo mer gesosse hen.kommei s, do Hot er mit uns all Händs geschehkt un Hot komplehnt, daß er gar nit eckstra in seinStommeck fiehle deht, das dämpige Wetter kennt er eenmol nit stände. Der Wedesweiler is auch komme un sagt: Seh, Tschotsch. (bei de Weg. so Hot er denScheister immer angesproche) ecksplehne Se doch emol dem Mister Sauerämper die Monnehkwestschen. Mache Se's awer iestg for ihn, bikohs er duht e wenig schwer begreife." Allrecht." sagt er. in unser Bissneß misse mir als mit die größte Rindviehcher diele un ich sin juhst dazu, die dümmste Mensche zu Händeln. Holi Schmohk, hen ich gedenkt, wann sell nit heit Nacht noch Truwel gibt, dann lob ich's. Ich meine als. der Ferkelstecher wär mit seine Eckspreschens zu weit gange. Awer ich hen gedahn, als deht ich's ' gar nit nohtisse. Ged e n k t hen ich lattse. Well. Mister Sauerämper," sagt der Tschodsch, was kann ich for Jhne duhn?" Ich hen gefiehlt. als wenn ich den Feller hätt kicke gesollt, awer en Mann wo e gute Ettjukehschen Hot. der weiß sich immer zu behehse. Wer, ecksplene Se mich doch emol was 16 zu 1 eigendlich meint," hen ich gesagt. Do hätte Se awer emol lYore solle, wie der Kaffer do gelacht Hot! Sell wisse Se nit?" sagt er, well deß biet awer ewiges ! Sie wolle mich nor fühle. wolle Se nit?" Am Liebschte hätt ich mei Vier ausgetrunke und wär for Heim gestart. Sie brauche nit gleich so eckseitet zu werde." hen ich gesproche, gewwe Se nor Acht, daß Se sich kee Flecke in die West mache. Wann Se mich so sonnig komme, dann behalt Se liewer Jhne Ihr Schmartheit for sich." Sell Hot geholfe. Der Feller war jetzt mit eenmol so sahst wie e Putsch. Miste? Sauerämper Hot er gesagt. Sie misse mich ecksjuhse. sell is emol mein Weg zu tahke. Wisse Se, wann mer immer mit Ochse un ffälw,? Ziu duhn bot. dann werd mer t bische roff.- Ich will Jhne ebbeZ sage: setzte sich Hörner uff, dann macht mer wenigstens mit Jhne kein Mlßthek un weiß auch reiteweg wen mer vor such Hot. Well, iekt bot er loöaefeiert. Die Sack is die. Hot er gesagt. Die Ju neitet Stehts sin von die Ovvinion.
van zu wenig Silwer unnig die Leit t3
und duht alles, for den Silwer e bessere Jirkulekschen zu gewwe. Es Hot plenti Esel, wo denke, daß mer for een Golddahler sechzeh silwerne kriege deht. Sell is fuhllsch un es muß schon eener kompliet krehsia sein, wenn er so en Nonsens glauwe duht. Wie ich schon riemarkt hen, will der Staat, daß viel Silwer unnig die Leit kommt und for den Porpes Hot's keen bessere Platz, als wie de Saluhn. Als e Ruhl bezahlt der lammene Zittizen sei Bier mit en Nickel und deß iö no gut. Witwer wolle mer Yen. (Zs albt al o jetzt e Lah, wo sagt: Einiger Mann, wo sechzehmol triete duht und mit Silwer bezahlt, kriegt ein Triet for natting. Un deß is die Mienina von 16 zu 1. Sieh?" Der Wedesweiler Hot gesagt: Sell ls recht, ich hen heit e Schreiwes von das Goverment kriegt.cch hen schon in mei Packet ganz sietret noch gelaunt, ob ich genug Silwer hen und schuhr genug, es Hot gelangt. Was wer'n Se denke, sechzeh mol hen ich das Haus getnet un vier Dahler un 80 Cents hen ich bezahle gemißt. Dann hen ich bezahlt un do hen ich erscht ausgefunne, daß ich nor 4 Dahler un 75 Cents m Silwer gehatt hen. Fünf Cents hen ich in Kappersch bezahle gemißt. So jetzt loß Du emol uffahren," hen ich zu den Wedesweiler gesagt. Host Du vielleicht alles in Silwer bezahlt? Nor wenn alles in Silwer bezahlt werd, dann kommt der Government-Triet." Du bischt en Lump, hen ich gesagt, awer, Dich wern ich schon fickse. Ich gehe heim un hole noch en Deim." Allrecht, sagt die Gang un ich sin fort. Wie ich i . . . r wiooer remyr lomme in, oo yoi der Wedesweiler sein Saluhn geklohst gehatt. Alle Leits warn aus un keen Maus Hot sich mehr gemuckst. Sell Hot mich awer mäd gemacht! Ich hen en Vrickstein ufgepickt un hen eens von die große Windersch in de Saluhn eingeschmisse. Die Demmetsch war ebaut dreißig Dahler. Du enfelllgcr Bierverzapfer un Whiskeypantscher." hen ich gehallert. sell is for den dreckiae Drick, wo Du an mich gespielt Host, un oann fin ich schnell m mei Haus geschniekt, bckohs ich hen e Kapper kom mc seht. Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Speisekarten aus dem Jahre 1303. Von Dr. v. M. jedwedes Menschenkind hat ein Steckenpferdchen, eine Art Sport, dem es gern huldigt, ein Ideal, dem es zeitlebens nachmgt. Während dieser alte Münzen ooer seltene Briefmarken sammelt, ist jener im Stande, für das Autogramm emes berühmten Autors, eines Componisten oder Malers, oder auch emes gefeierten Künstlers Unsummen zu verschwenden. oder sonst die tollsten Streiche zu vegehen. Herr von Killyany z. B. risklrt bei iedem Pferderennen Hals u Kragen; seine Pferde kosten ihn em Heidengeld, aber man spricht von ihm. Frau von Alberattde kennt nur den einen Triumph, ihre-besten Freundinnen in dem Glänze und der Pracht ihrer Toiletten zu schlagen. Sie leidet Höllenqualen in den engen kleinenLackschuhen und wagt kaum in dem neuen Pariser Mieder zu athmen, damit es nicht aus den Fugen geht, obwohl der Arzt ihr das Schnüren energisch verboten hat die lieben Freundinnen ärgern sich und diese Freude wiegt alle körperlichen Schmerzen aus. Nach Titel und einem Ordensbandchen im Knopfloche lechzt Herr Bloomper seit Jahren und Madame Zu roiß ist trostlos darüber: nur Viceund nicht erste Präsidentin einesWohlthätigkeitsverelns geworden zu sein. Auch ich habe meine Achilles-Ferse, die meine Freunde und Bekannten genau kennen: Mein größtes Vergnügen besteht darin. uralte Bücher und Folianten bei Antiquaren und in Bibliotheken c.uszugraben. Ich habe den Beweis geliefert, daß man über einen in Schweinsleder gebundenen Elzevir seine eigene Verlobung vergessen kann und muß da meine Braut mir das niemals verzeihen konnte, sondern meinen, die Bücher verachtenden und das Tanzen liebenden Freund AlfredZ'ckzack Heirathete froh sein, dort als Junggeselle und Hausfreund geduldet zu weroen, wo ich als Hausvater" das Scepter hätte führen können. Aber auch diese bistere Erfahrung hat mich nicht gebessert. Da liegt, wieder solch' ein abgegriffene brqunes Büchelchen vor mir, das mich den fünften Theil meiner Mo natsgage und schlaflose Nächte die ich durchschmöckere kostet aber interessant ist's! Gleich auf der dritten Seite finde ich einen besonderen Titel: .Gastgebot bey der Eynweyung derer Pfarrkirchen zu Weyßenfels 1303. auff Koskn des Hochweysen Raths. Anno Domini MCCCHI, den XV September, als am zweyten Snndage des Herrn - Herrn nach dem heyligen Krewcz, is der Ehrwürdige undt brafe Bischop von Czytz m unser newieKirchen gewezen, und hat alldarinnen seyn Eynweyungsreden und gute Dinge verrichtet." Und nun erzählt der Autor: es war die Kirchen köstlich geschmükket, mit Blümleyn und Eychenlaube auff dem Chöre eyn musici von dreyßig guten spielren und Pfeyffren. so aeblaien. als die Posaunen von Jericho undt alle Männlein und Wevblin. beyde auff's beste aebutzet, so dass, eyn mächtlich Gedränge gewesen.
und vielen in der großenHitze eynOhnmacht angewandelt"
Dann aber ergeht sich der Autor eine gute Weile über die eitle und gefallsüchtige" Damenwelt der getrewen Stadt Weißenfels" und besonders über die hohen und schrecklichen Schleyer-Hawben", die die ganze Aussicht dem hinter ihnen Stehenden benommen und meint: - undt uiberhawbt seyen die Frawen uttdt Jungfraweu, seyn herawsstaffiret alle dagewezen. dieweyl sie bey Zeyten erfahren haben, dass der ehrwürdige Herr Bischop eyne gudte Rede führe undt eyne eherne Zunge habe (Nämlich ekn klang?olles Organ zum Predigen.) Nach der kirchlichen Feier, die mit großem Pomp vor sich ging, begleiteten die Honoratioren und der Rath den Bischof in den prächtig geschmückten Rathhaussaal. Der Autor meines braunen Büch leins meldet sodann die Speisekarte und wir finden darunter (1303) Gerichte, die unserer Hausmannskost von heute ähnlich sind. Er schreibt also: Dem ehrwürdigen Herrn Bischop hedden de Vorsteher ob dem rathshuß zween Dage lang bewirktet undt eme tho essen gewen gar mancherley, so folget: Den ersten Dag, als de Domine geprediget: Das erste Gericht: Eine eyersoppe mit safran, Pfäfferkernen undt Hönigk darinnen Eyn Hyrsen gemyße (Hirseaemüse) mit 3imm undt Zypellen (Zwiebeln) Eyn essen Schavfleysch mit nieve Lukazzen (Knoblauch) darober Eyn gebradten Hun mitTzvetschken (Pflaumen). Das ander Gericht: Gebradten stokkfisch mit Oehl undt Roßzyhnen sodann: Bleyen (Weißfische) ayn gutt essen in Oehle ge ballen gesotene Aal mit Pfäffer gereester Bükking mit bypzinger Senff. CTw? i . uinic viciiuyi. Erni essen fische, sawer (sauer) ae sotcn Eyn Pannen gebakken lleyne Begel in schmalz gepregelt mit rettigen dazzu eyn Swynskeyle mit Rorken (wohl Gurken?) und apfeln." Am ersten Tage waren viele Damen und Honoratioren zur Tafel gezogen und dem Publikum Zutritt geboten. Des anderen Tages aber aßen der weise Rath und sein ehrwürdiger Gast allein und das liebliche Frauenthum fehlte. Und weiter heißt es da: j Den ander Dag hat man gegewen : Da3 erste Gericht: Eyn gelb Swyne fleysch Eyn eyerkuchen mit Hönigk undt Wynbeeren Eyn gebradten Heringk undt Lukazzen Eyn Fleysch von kuh mit rorkken undt Pfäfferkernen. Sodann das ander Gericht: Kleyne fische mit Roßziehnen kalte Biegen gebradten, da des vorigten Dages geblewen Eyn gebradten Ganz mit rothe Riben und Ingwer. Aber das dritte Gericht: Gesalzen Hechten mit petrelyn (Petersilie) Eyn schüssel Salaat mit Eyer darober Eyne Gallerden mit Mandyln (Mandeln) besetzet undt Ervortlsche (Erfurter) Anyßze obenftreewet. Dabey seyed die Pokale geleeret undt viel gutte Worte umb den Tisch aeganqen un hadden alle eyn fröhlich Gemüth 44 Bis hierher die Speisekarte der getreuen Stadt Weißenfels" aus dem Jahre 1303. Bei dieser Lektüre Lberaschte mich Gerichtsrath von Tümppelnheim. ein Jugendfreund von mir, mit demBuche. Er ist em Feinschmecker, was sein frisches, wohlgenährtes Antlitz und seme Neigung zum Embonpoint iedem Kenner sofort verräth. Em Blick von Zachanas von Tumppelnheim in mein Büchlein genügt, um den stets Vergnügten aufjubeln zu lassen. Freund! Max! Ich Hab's! Ich Hab's nun!" Um des Himmelswillen, was denn ?" Zacharias von Tümppelnheim zeigt auf einen neuen Schatz in so bescheide nem Gewand. Am Sonntag im Clubhause zur Auster" wette ich mit Oberst Hentsin, daß ich diese vorgeschriebene Speisekarte der guten Stadt Weißenfels im Jahre 1303 von A bis Z durchesse! Ah! Kleyne Fische mit Roßziehnen" und .Stockfisch' mit Oebl undt Roßziehnen" ha, ha! Das bringt Hentsin nicht fertig " Seelenvergnügt griff er nach seinem Hute. . Stockfisch mit Kohl und Roßziehnen! Das kann er nicht! Das bringt er nicht fertig! Ich aber esse alles kannst aus mich wetten, alter Junge!" Sprachs, schlug mir lachend auf die Schulter und verschwand. So wird in einer Zeit, wo DistanzReiten, Fahren und Radeln, fast jeder Sport an der Tagesordnung, meine Speisekarte aus dem Jahre 1303 die Grundlage zu einem Preis-Wett-Essen" geben. Stockfisch mit Roßziehnen!?" Wohl bekomms! Frech. Kunde: Sehen Sie mal her, die Knöpfe von dem Anzug sind gleich beim -ersten Mal, als ich ihn getragen habe, abgesprungen. Schnei der: Ja, wahrscheinlich haben Sie sich vor Stolz, daß Sie solch schönen An. zug tragen, so aufgebläht, daß sammt liche Knöpfe abspringen mußten. Mißverstanden. Professor (beim Exercierplatz): Was bedeutet denn i. ; . a - t i n? i. oas Signal, yerr x'icutcnann weiuc nant: Es wird zum Sammeln gebla sen. Professor: Recht so: junge Leute sind imer zur Zerstreutbeit aeneiat!
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Der Zlittet von Tropfenfiei. Von Tropfenstein, der Ritter, Winkt heftig mit dem GlaS: Herr Wirth, noch einen Liter, Doch gut gemess'nes Maaß. Sonst war ich wohl zufrieden. Hatt' ich der Krüqe zehn. Heut', Gott woll' mich behüten. Könnt' ich vor Durst vergeh'p. Ihr wart'S, Ihr alter Schacher, Von List und Bosheit schwer. Der mir arglosem Zecher Den Harung brachte her. Wohlan! Ihr sollt eS büßen! Ich schwör' bei meiner Ehr', Ich saufe ohn' Verdrießen Euch Eure Keller leer. Der Wirth hört eS mit Zagen, Die Gäste staunend an. Eie wissen, was vertragen Der edle Ritter kann. ES will dem Wirth bedünken: DaS wär' an sich nicht schlecht. Doch leider nach dem Trinken, Te? Ritter selten blecht! D'rum rüst politisch leise Der Wirth den Knecht herbei. Thu', was ich Dir jetzt heiße Und spute Dick dabei: TeS Tropfensteiners Hausehr' Vermelde mit Respect: , WaS ihr Gemahl und Hausher? Heut' Abend noch bezweckt. De? Knecht beginnt zu laufen. Erreicht die hohe Frau. Und von des Ritters Saufen Berichtet er genau ' Die läßt den Zelter zäunen. Sie setzt ihn flugS in Trab, Naht ohne Rast und Säumen Uud steigt vor'm Wirthshaus ab. Der Wirth zog tief die Kappen Und schmunzelt: Ha! FamoS! Jetzt kommt noch das Berappen, Dann bist Du Beide loS. Doch wie er noch frohlockte. Der hinterlist'ge Gauch: Die Tropfenstein'rin hockte Beim Gatten und soff auch! Die Kanne hob der Ritter. Trank de? Gesponsin zu, -Und die, das ist nicht bitter, Kommt nach" ihm auch im Nu Und hat der Wirth schweißtriesend Gefüllt herangelotst. Die Kannen, ruft sie lächelnd Dem Gatten zu ihr Prostl" Die Gäste in der Schenke Sie sehen schaudernd, wie Die Menge der Getränke Hinunterspülen sie. Der Ritter hat 'ne Kehle Wie bei 'nem Walfisch Brauch, Nicht minder, meiner Seele, Trinkt seine Gattin auch. So sitzen sie beim Fasse Eintrüchtiglich vereint. Bis daß vom edlen Nasse Kein Tropfen mehr erscheint Und so geht es die Runde Von Faß zu Fasse fort: Mit seinem Weid im Bunde Hielt nun der Ritter Wort. Inzwischen lief von hinnen Der Gäste Heer voll'Grauö; , Der Wirth warf ohn' Besinnen Die beiden auch noch 'raus, Dieweil der Morgen dämmert Spricht er bei sich halblaut: Man ist doch stets bekümmert. Wenn man auf Weibe? ftautl
Inflianapclis Bifwg 6o.
Bottliüg Dep't.
Unsere vorzueglichen Flaschenbiere, darunter kieber's Tafelbier, Schmidt's Budweifer und Maus' Topaz, bilden sich lacngst in der Gunst des Publikums festgesetzt. In der That haben Publikum wie Chemiker und Fachleute sich das uer entschieden, dass es heute keine kraeftigeren, gesunderen und wohlschmeckenderen Biere im ganzen Lande giebt als die der Indianapolis ?dwing Oo. Bestellungen auf Flaschenbier mache man per Telephon, 578, oder im Tonica Tempi.
Wer hat Lust? Der Beruf eines Redacteurs ist in den meisten Fällen nichts weniger, als angenehm. Seine aufreibende, täglich anstrengende Arbeit macht den Redacteur schnell verbraucht. Zufriedenheit und Ruhe sind Gefühle, die seine Leser niemals in ihm aufkommen lassen. Was aber Alles von einem Redacteur verlangt wird, zeigt folgende Bekanntmachung, die soeben in einer in Berlin erscheinenden Vereinszeitung veröffentlicht wird; sie lautet wörtlich: Redacteu? für den Landsmann" gesucht! Da unser bisheriger Redacteur wegen Arbeitsüberhäufung feinen Posten niebeigelegt hat, und auch der Herausgeder mcht die nothige Zeit zum Besuchen der Vereine etc. besitzt, so wird für den Landsmann" ein tüchtiger, gewiegter, in allen Sätteln fester und ersahrenev Redacteur gesucht. Der selbe muß mit dem gesummten Verems- und Bersammlungswesen vollständig vertraut sein, neue Vereine gründen, Statuten entwerfen und Reden zu allen festlichen Gelegenheiten halten können. Alle Veremssinunaen. Kaffeekränzchen, Ausflüge, Landparnen etc. muß er mitmachen und über Alles einen gelungenen, packenden Vency. schreiben können. Der Mann muredigiren können, sich zanken.prügeln, duelliren; er muß es aus dem ,tr verstehen, schlechten ahlern auf's Dach zu steigen und der Damenwelt gegenüber aus allen Ballen, Concerten und Abendunterhaltungen den licbenswürdigen Schwerenöther zu spielen. Mit den Muttern muß er sich stets gut halten und mit ihnen von den Vorzugen ihrer Töchter plaudern. Er muß bei Schützen, Turnern, Gesangvereinlern, Lledertaflern, Christen und Heiden und vor Allem bei den Landsleuten Hahn im Korbe sein. Er mufc eine Zeitung zu Stande bringen, die nie aus der Post verloren geht, welche die Mucken und Schrullen von 10.000 Lesern derart zu befriedigen im Stande ist, daß Jeder den Landsmann" im Voraus bezahlt. Wir brauchen Emen, ver yeig und kalt zu gleicher Zeit blasen kann, der den Rock auf beiden Schultern zu tragen versteht, der mit Hunden bellen, mit den Hasen um die Wette laufen kann, und das Gras wachsen hört. Er muk Abonnenten und Inserate sammeln und zu gleicher Zeit Gelder cassiren. Alles was im Vereinsleben passtrt. muß er im Voraus bestimmen können, kurz er muß ein Vereinsmensch" cornrne il saut, ein Allerweltsmensch" sein. Offerten sind nur schriftlich bei uns einzureichen." Armes Menschenkind! Spruch. Die Tapferkeit beschützt Den Jüngling in Gefahren, Die Klugheit aber soll Den Greis davor bewahren. Verlangt. Respektable deutsche Männer zur Uebernahme der Agentur für in jedem Hause leicht verkäufliche Artikel. Erfahrung nicht nothwendig," 'einfache Arbeit und gute Bezahlung garantirt. Jeder, der sich ein rentable? Geschäft zu gründen wünscht, oder sich einen guten Nebenverdienst verschaffen vm schreibe sofort für . .Cirkulare und kostenfreie yroben an ' 3 o&oop er Co., 5tö. SSS Ttate CtttU, ' Visfett' ZM.
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