Indiana Tribüne, Volume 19, Number 323, Indianapolis, Marion County, 9 August 1896 — Page 10
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Du hast thöricht gehandelt, aber Du bist ein Weib, und jede Andere würde sich wahrscheinlich auch so benommen haben. Ich will mich überzeugen, ob Dein Verdacht gerechtfertigt ist, und trifft das zu, so werde ich dem alten Narren einen riesigen Strich durch seine Rechnung machen. Aus ist es so wie so mit uns, in sein Geschäft wird er mich nicht mehr aufnehmen, dafür kenne ich ihn. Also wage ich nichts. Meine Rache soll er spüren." Du wirst ihm doch nichts anthun?" rief erbleichend Sismonda. O nein, an das Leben geht es ihm nicht", lachte Luigi seltsam, jedoch werde ich ihm zeigen, was auch ein
Schreiber gegen einen berühmten Adbokaten und zukünftigen Staatsminister thun kann. Sei ruhig, Angst brauchst Du nicht zu haben." Luigi drückte seiner Braut herzlich die Hand und verließ in seltsamer Aufregung den Kohlenkeller. 2. Es gibt in Rom unzählige Straßengewerbe. Abgesehen von den umhergehenden Früchteverkäufern und Händlern mit allen möglichen Gebrauchsgegenständen und Spielereien für Kinder und Erwachsene, weist die Ewige Stadt Hunderte von Taschenspielern auf, die ihre Künste auf der Straße vorführen, Declamatoren, welche Gedichte hersagen, Liedersänger, die in Begleitung von Geige oder Guitarre populäre Gesänge hören lassen, deren Tezt sie verkaufen; am populärsten jedoch unter diesen Volksbelustigern sind jene Schauspieler, die ohne irgend eine Vorbereitung oder Decoration an einer Straßenkreuzung oder auf einem Platz sich aufstellen und dort lustige Scenen aufführen. Fast i.-nmer sind es zwei Männer, die zu einzm derartigen Werke sich vereinigen, nämlich ein kleiner dicker, meist in der Kleidung eines Kochs, angethan mit weißer Jacke und weißer Schürze und eine weiße Mütze auf dem Kopfe, und ein magerer, langer in schäbiger Gentlemankleidung und hohem Eylinder. Diese beiden Gesellen durchziehen die Stadt und fangen plötzlich an mit hoher Stimme sich zu freiten und zu zanken, bis das Publlkum, das sich sammelt, mit emem Male merkt, daß eine komische Vorstellung gegeben wird, und nun immer dichter um die Beiden sich schaart und dem lustigen Zwiegespräch lauscht. Nicht nur das Volt bleibt bei solchen Commedianti" stehen, auch Männer aus den höheren Ständen verschmähen es nicht, bei den Vorstelluagen dieser Volksschauspieler Halt zu machen und em Weilchen zuzuhören, weil diese meistens sehr witzig Scenen aus dem Leben der großen Stadt aufführen. Bevor Luigi Trotta Schreiber wur de. übte er dieses Gewerbe aus, er stand sich hierbei gar nicht schlecht, denn er spielte lebhaft und überzeugend wahr, aber sein Wunsch, ein solideres Geschäft zu betreiben, führte ihn von der Straße in die Schreibstube. Er war ein verunglückter Techniker, den r 1 f- v (!. t. ! ieme guie cyulvlioung nacy oyerem und Achtungswertherem streben ließ. Es war nun sechs Jahre her, seitdem er diesen Beruf verlassen, und bei Baccanrn hatte er seme zweite Stelle gefunden. Er dachte bei dem Advokaten zumAktuar hinauszurücken, em Durchgangspunkt sur den ActenVerwaltersposten b den Gerichten. Nun hatte sein Principal ihn plötzlich aus die Straße gesetzt zu einer Zelt, die am ungünstigsten war zur Erlangung einer anderen Stelle. Das schien Luigi besonders gemem, abgesehen von dem Beweggründe, den Sismonda ihm angegeben und von dessen Richtigkeit er sich überzeugt hatte. Jetzt kam der Schreiber plötzlich auf seinen einstigen Beruf zurück, Baccarini zwang ihn. denselben wieder aufzunehmen . Aber dieser Beruf sollte auch das Werkzeug der Rache werden. Eines Tages Luigi war jetzt gerade eine Woche von seinem SchreiberPosten fort traten auf der Pizza Barberini zweiSchauspieler auf die hergebrachten Typen, em kleiner, dicker Koch und ein langer Signore. Das war nun nichts Ungewöhnliches, auffallend erschien hierbei jedoch, daß der ältliche Stutzer halblange schwarze Haare hatte, einen runden Vollbart trug, der Kopf nicht den üblichen Eylinder, sondern einen brauen SchlappHut zeigte, und daß statt des schwarzen Gehrocks ein langer, erbsengelber Ueberzieher seinen Körper bedeckte. Das war ja vollständig der Kopf und die bekannte Kleidung des Advokaten Vaccarini. und nun fing dieses Abbild des stadtbekannten Sackverwalt an zu sprechen, genau mit .erselben Stimme und denselbenBewegungen, so daß man' glauben konnte, Vaccarini selbst vor sich zu haben. Das gab ein Gelächter, bevor nur die Leute verstanden hatten, waL der Schauspieler sprach. Der Commediante war Niemand anders als Luigi, der seinen einstiaen Principal in vor? trefflich nachgeahmter Maske copirte. Das Gelächter verstärkte sich, da die Scene von dem gleichfalls bekannten Geiz des Advokaten handelte. Der falsche Vaccarini zankte mit seinem Koch um einen halben Rettig, der aus der Vorrathskammer verschwunden war, um zwei Kaffeebohnen, die in der Büchse fehlten, und um ein Reiskorn, das die Suppe weniger enthielt, als der Herr dem Koch zugezählt hatte. Der Kreis der Zuschauer wuchs zu Hunderten an, und das Gelächter wurde immer größer. Die Fenster der Wohnung Baccari? ni's gingen nach dem Varberiniplatz hinaus, und das zuhörende Publikum lckaute abwechselnd auf die Scbsusvie-
ler und zu ven Fenszern des SachWalters hinauf. Der Lärm auf dem Platze lockte endlich Vaccarini selbst an das Fenster, er öffnete es, setzte seinen Kneifer auf und schaute hinunter auf die Straße. Er lauschte nur wenige Secunden, dann fuhr er unter dem tosenden Gelächter des Publikums zurück. Es fiel ihm ein, daß sein entlassener Schreiber einst Straßenschauspieler gewesen, und er zweifelte keinen Augenblick, daß jener Mann Luigi Trotta sei, der sich auf diese Weise an ihm rächte. Das war nicht nur höchst unangenehm, sondern auch sür seine Stellung sehr gefährlich. In Italien ist für eine öffentliche Person nichts
bedenklicher als Lächerlichkeit, seine Stellung als Advokat wurde dadurch schwer gefährdet. Wer würde ihn denn in Zukunft noch als Vertheidiger nehmen? Besonderes aber bedrohte dies lustige An-den-Pranger-stellen seine Ministerhoffnungen. Es wird ja als Minister völlig unmöglich, wenn dieser Mann sein schändliches Gebühren fortsetzte. Jahrelange Arbeit, alle seine kühnen Pläne, seine ganze glänzende Zukunft konnte dieser Mann da unten in wenigen Tagen zu nichte machen. Das durfte nicht geschehen ! Das drohende Unheil mußte sofort im Keime erstickt werden, koste es, was es wolle. Diese Folgerungen durchfuhren in dem Moment, als er begriff, was unten vorging, den Kopf des Advokaten. Als entschlossener und kluger Mann faßte er sich schnell. Er eilte hinaus und sandte den BureaudieNer mit der Weisung fort, den Straßencomodianten sofort heraufzuholen. Der Diener drückte sich zu den Schauspielern vor,bis dicht in die Nähe Luigi's. und flüsterte ihm zu: Herr Baccarini läßt Sie bitten, doch sogleich einen Augenblick zu ihm hinauf zu kommen. Er hat Ihnen etwas Wichtiges mitzutheilen." Luigi drehte sich herum, warf sei.iem Partner, dem Koch, den SchlappHut zu, setzte sich sein kleines Hütchen, das er in der Tasche hatte, auf, zog den gelben 'Ueoerzieher aus. den er gleichfalls dem Koch zuwarf, streifte Bart und Perrücke ab und trat in die Menschenmenge, wo er sofort derschwand. Er folgte, ohne daß An dere als die zunächst Stehenden in dem Verwandelten den Schauspieler erkannten, dem Diener in die Wohnung des Advokaten, wo dieser ihn in Empfang nahm. Sie haben mir da einen bösen Streich gespielt." begann Vaccarini, als die beiden Männer in das Privat zimmer des Advokaten gelangt waren. Keinen böseren als Sie mir, Herr Doctor," antwortete Luigi. Sie haben mich plötzlich brodlos gemacht und wollen mtr metne Braut nehmen. Da habe ich mich gewehrt auf meine Weise." Schon gut, schon gut", fiel Herr Vaccarini jetzt schnell ein. Lassen wir die Auseinandersetzungen. Was geschehen ist, ist geschehen. Sie wollen heirathen, nicht wahr?" Ja, das beabsichtige ich." Gut. Ich gebe Ihnen einen Veitrag von tausend Lire zu Ihrem Borhaben und werde es ermöglichen, daß Sie als Actenverwalter beim Parlamente angestellt werden, unter der Bedingung, daß Sie Ihre Schauspielerbeschäftigung sofort aufgeben." Ich bin dazu sehr gern bereit", erklärte Luigi mit einem Gesicht, in dem plötzlich die herrlichste Frühlingssonne aufzugehen schien. Da Sie zur Zunft der Straßenspieler gehören,", fuhr Baccarini fort, so werden Sie auch dafür sorgen, daß Niemand anders etwaJhre Rolle übernimmt." Daß dies nicht geschehen wird, dafür kann ich mich verbürgen", antwortete Luigi lächelnd. Und ferner, daß Sie über unsere Angelegenheit gegenJedermann schweigen," fuhr der Advokat fort. Das ist selbstverständlich nach der noblen Art, in der Sie jetzt gegen mich handeln," versicherte Herr Luigsin einem Ton, welcher den Advokaten, der seinen Mann kannte, über diesenPunkt vollkommen beruhigte. Nun denn, hier ist Ihr Geld; das Weitere werden Sie in einigen Wo chen erfahren!" Mit diesen Worten händigte der Ad vokat seinem entlassenen Schreiber ein Päckchen Banknoten ein, die Luigi als gutgeschulter Jurist sorgfältig zählte und dann in seiner Seitentasche verbarg, welche er mit seiner herausgenommenen Cravattennadel zusteckte. Ich danke herzlich für Ihre Liebenswürdigkeit und schnelle Hilfe", sprach er darauf sich tief verneigend, und verließ das Zimmer des Advokaten, der mit einem Gesichte zurückblieb, das wie acht Tage Regenwetter aussah. 3. In dem Kohlenkeller der Signorina Sismonda hatte es die vergangene Woche recht trübe ausgesehen. Die Inhaberin des Geschäftes ging niedergeschlagen und traurig umher, denn ihr bangte vor der Zukunft. Es waren jetzt schlechte Zeiten, Jeder sparte, und gute Stellungen als Schreiber fielen nicht vom Himmel. Wer konnte wissen, wie lange es dauern werde, bis ihrem Luigi ein ordentlicher Platz sich wieder bot! Und wovon sollte er während dieser Zeit leben, da, wie sie wußte. er bei seinem knappen Gehalt keine Ersparnisse gemacht hatte. Sie war kein junges Mädchen mehr, und bis ih Verlobter eine so gute Stellung fand, daß er es wagen durfte, zu heirathen, konnten Jahre veraeben.
IN solchen Sorgen verlebte die Römerin lange, bange Tage. Zudem beunruhigte es sie. was ihr Bräutigam plante, er hatte sich die ganze Woche nur einmal auf wenige Augenblicke bei
ihr sehen lassen, hatte kaum einen Blick sur sie gehabt und schien mit sei nen Gedanken wie in weiter Ferne zu weilen; das beängstigte die Römerin besonders. Sie stand jetzt wieder vor dem Eingange ihres Geschäftes, da hörte sie einen auffallenden Lärm auf dem benachbarten Barberiniplatz, sah die Leute sich ansammeln und hörte eine laute Stimme.die ihr bekannt vorkam. Sie eilte hinüber, nahm die Straßenschauspieler wahr und erkannte zu ih rem großen Schrecken als einen derselben den Advokaten; das konnte doch aber unmöglich der Dottore Baccarini selber sein! Nein, wie ein Blitz durchfuhr sie d:rGedanke: das ist Luigi! Ihr bebten die Kniee vor Angst. Wie würde sich der mächtige Mann an ihrem Verlobten für diese Verspottung rächen, denn daß Luigi nicht sanft mit dem Advokaten umging, hörte sie. Sie wollte sich zu ihm durchdrängen, ihn verhindern, weiter den vornehmen Mann zu verhöhnen da plötzlich war er verschwunden! Ganz verwirrt und völlig unfähig, einen Gedanken zu fas sen über das, was sich da eben mit soleher Schnelligkeit vor ihr zugetragen, eilte sie in ihren Keller zurück. Sie hatte nicht Zeit, dort lange zu grübeln, denn kaum eine Viertelstunde später kam Luigi. Sismonda", begann er mit der glücklichsten Miene von der Welt, ich kann Dir nicht sagen, was vorgefallen ist. aber ich habe tausend Lire baar Geld und erhalte eine gute Anstellung. Wir können heirathen, sobald ich meinen neuen Dienst angetreten habe schon in einigen Wochen. Sei fröhlich, Mädchen Alles hat sich zum Guten gewendet." Sismonda sah ihren Verlobten mit einem großen ernsten Blicke an, dann lachte sie und schlang die Arme um ihn. Du kannst zaubern", sagte sie, ich fürchte mich ja fast davor, einen solchen unheimlichen Menschen zu heirathen!" Dann lachte sie von Neuem vor Glück und Stolz über ihren Verlobten. Baccarini hielt Wort. Nach vierzehnTagen schon empfing Luigi Trotta die Anstellung als Aktenverwalter des Parlaments, und noch im Herbste dieses Jahres saß Sismonda nicht mehr als Inhaberin der kleinen Weinstube und des Kohlengeschästs in dem Keller der Via della quattro Fontane. sondern als Signora Trotta im Hause ihres Gatten. Dottore Baccarini aber hatte ohne weiteren unliebsamen Zwischensall sein Ziel erreicht. Er war, neben seinem Freunde Zazardelli. Minister geworden. Er grüßte, wenn er seinen ehe maligen Schreiber zu Gesicht bekam, diesen ungemein höflich . Signora Sismonda Trotta aber schien der Minister Baccarini seltsamerweise gar nicht mehr wiederzuerkennen und sich zu erinnern, daß er sie einst ihrem Verlobten hatte abspenstig machen Wollen. Ein poetischer Landeövatcr. Ein stimmungsvolles Culturbild aus der guten alten Zeit! Der ErbPrinz von Nassau-Saarbrücken hatte längere Zeit schwer krank darniedergelegen und vielfach hatte man sich schon trüben Befürchtungen hingegeben. Als nun der Prinz doch seine Gesundheit wieder erlangte, da veranstalteten die Unterthanen zu Anfang Juni 1756 große Freudenfeste. Darob ward dann der Landesvater. Fürst Wilhelm, so gerührt, daß er seinem Danke durch das nachstehende gereimte Dekret öfsentlichen Ausdruck gab: Dekretum auf das Ehrenfest, so wegen meines Sohns Genesen, Von beyder Städte Bürgerschaft den vierten angestellt gewesen. Die Treue. Freude. Lieb' und Pflicht. Der Unterthanen beyder Städte, War viel zu edel eingericht. Daß es mich nicht gerühret, hätte. Drum nehmt für eure Redlichkeit Dies Zeichen der Zufridenheit: Zwei Jahre seyd ihr Zehnden frey Von allen Stift- und Herrschafts früchten. Glaubt, daß es meine Freude sey, Euch ein Vergnügen anzurichten. Mein Eifer wird beständig fehn, Auf aller Bürger Wohlergehen. Saarbrücken, 7. Juni 1755. Wilhelm. Fürst. Ob der zweijährigen Abgabenfreiheit sollen die getreuen Unterthanen den landesväterlichen Versen trotz ihrer zweifelhaften Qualität die lebhafteste Anerkennung nicht vorenthal ten haben. Jägerlatein. Förste, (mit recht krummen Beinen): ...O, in meiner Jugend hatte ich eine tadel lose Figur, die ich erst später durch Unvorsichtigkeit verloren! Auf einem Pürschgange fiel ich nämlich in einen ziemlich tiefen Waldbach. Triefend legte ich mich in die Sonne um mich zu trocknen, schlief ein und merkte beim Erwachen, zu meinem nicht geringen Schrecken, daß sich meine Beine stark geworfen batten!" Fehlt Euch Lebenskraft in irgend einem Theil eures Systems, oder ist euer Nervensystem zerrüttet durch unweise Lebensart oder irgend welche Ursache ? Theilt mir eure Gehler mit und ich will euch gerne schreiben was mir am Meisten hals, da ich auch Hilfe nothwendig Katte. Ferner sende ich auch ftei das Rec'pt eines einfachen HauSmittalS, da mich rettete. Verschiebt nickt auf Morgen, waS ihr heute thun sollt. Schreibt unter eischluk r.ner Briefmarke sür RückAntwort an ThoaS Slater. . O. Aor 764, Kalama oo, Niäj.
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Ondiana ist daS einzige Blatt in Jndiana, wel' cheS Ur Interessen des Volkes gegenüber dr Macht der Pküokatit bertritt. 11 : Qtqan des Volkes und nicht einer Partei oder Parteiin teressen kämpft sie unentwegt für Freiheit .Recht auf allen Gebieten des Lebens. Die Arbeit des Volkes ift die Schöpferin alles Wohlstandes und darum wirken wir sür solche soziale Reformen, welche die Arbeit zur freude. bringenden Luft, statt zur Niederdruckenden Last machen. Jeder fortschrittlich Gesinnte, sollte es als moralische Pflicht epsinder yeser der Sndiana Triböse zu sei MMfKchen aller Art werde rasch und billig aus geführt. (Eintritts karten, Quittungen. (?onüitniiolttk Netbnnngen, QtföäfMatUn, OrKsköpfe. Zirkuläre, Programme . f. rs. für Geschäftsleute und Vereine werd geschmackvoll ausgeführt. Das reiHhaMge Sonntags - Vlatt bietet eine Fülle nnterhaltenben LeseSoffes. Der AbonnemftttS Preis der täglichen Tribüne ist 12c, Itt Sonntagöblatts 5c brtUx zusammen 13 Ctd. per Woche oder 85 (5tS. per Monat. Durch die Post versandt, kostet das Tageblatt Q3, das OonntagsUatt per Jahr, beide zusammen 00 in Vorausbezahlung. i mm WM ZAdKnsx-lU. 3s.
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