Indiana Tribüne, Volume 19, Number 322, Indianapolis, Marion County, 8 August 1896 — Page 1

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Lditorielles.

Die sog. Gutgeldleute lassen eö nißlosen Indianerabkömmlinge dernicht bloß bei der Agitation in Wrt i miethet, oder vcn diesen gegen einen

kund Schrift bewenden, sondern bemühen sich auch Anschauungsunterricht zu ertheilen. Sie haben allenthalben mexikanische Dollar importirt und dieselben find jetzt in jeder Bank für 50 bis 53 Cents zu kaufen. Der mezikanische Dollar enthält eine Kleinigkeit mehr Feinfilber als der amerikanische, hat also etwa 3 Cents mehr Silberwerth als der amerikanische. Dennoch kann man für 53 Cents das Stück so viele davon haben, wie man will Umgekehrt, wenn man mit amerikanischen Silberdollars nach Meziko kommt, so kann man mit denselben zwei Mal so viel Waaren kaufen, al mit einheimischen und jede Bank giebt Einem dort zwei einheimische Silberdollars für jeden amerikanischen. Es giebt überall und auch in Indianapolis Gechäftöleute,. welche zum Zwecke der Agitation und der Ertheilung von Anschauungsunterricht Plakate aushängen, woraus sie erklären, daß sie Jedem, der für 50 Cents Waare kauft und einen Silberdollar in Zahlung giebt, außer der Waare einen mexikanischen Dollar herausgeben. Nun, Diejenigen, welche sich dem Wahne hingeben, daß der NegierungSstempel Zauber verrichten kann, mözen nicht vergessen, daß der mexikanische Dollar auch einen Negierungöstempel ragt. Warum bewirkt der amerika nische Stempel den Zauber dem Silberdollar einen weit über seinen Meallwerth hinausgehenden Geldwerth zu verleihen und der mexikanische nicht? Nun denn, der amerikanische Stempel übt diesen Zauber auch nicht auö. ES st vielmehr die durch Congreßbeschluß stgeftellte Absicht der amerikanischen Negierung die Parität der verschiede nen Dollars aufrecht zu erhalten, resp. bei der Goldwährung zu bleiben und wenn nöthig auf Verlangen die Silberdollarö in tolddollars umzutauschen. In Wirklichkeit fi det dieser Umausch ja nicht statt. ES geht damit, wie mit dem Papiergeld, daS auch nur einen Werth durch seine CinlöSbarkeit erhält, daS aber Niemand zur Einlöung präsentirt. ES geht damit, wie dem Manne, der in Folge eineS GeüchteS zur Bank ging, um sein Geld herauszuholen. Als man ihm, ohne Einwand zu erheben, sein Geld geben wollte, wunderte er sich und meinte: Ja, wenn ich mein Geld haben kann, dann will ich eS nicht " Und nun noch einen anderen Vergleich mit Mexico. Die Arbeitslöhne sind dort bedeutend niedriger, alö in den Ver. Staaten. Um sie den in den Ver. Staaten üblichen Löhnen gleich zu machen, müßte man sie doppelt so hoch machen, alö in den Ver. Staaten, denn der Dollar ist dort nur halb so viel werth wie hier. Daß sie trotzdem niedriger sind, liegt daran, d,ß die Arbeiter dort Abkömmlinge von Indianern, träge und schmutzig sind und sich begnügen, wie die Schweine zu leben. Die Silberwäbruna ist nicht im Stande, sie aus diesem Zustande herauszubringen. Dagegen ist, dem kleineren Werthe deS mexikanischen Dollar? entsprechend, der PreiS aller Lebensbedürfnisse in Mexiko erstaunlich hoch Der billigste Calico kostet 13 Cents die Jard, Brot kostet 12 Cents per Pfund, eine Gal lone Kohlenöl 48 Cents, ein Pfund Kaffee billigster Sorte 60 Cents, ein Quart Milch 13 Cents, ein Pfund gutes Rindfleisch 48 Cents u. s. w. DaS ist ungefähr daS Verhältniß der Löhne zu den Preisen der LebenSbedürfnisse in einem Lande, in dem ein Silberdollar nach dem Geschmacke un serer Freipräger daS einzige zirkuli rende und für alle Zahlungen geltende Geld ist. Braucht gesagt zu werden, daß in, einem Lande mit so niedrigen Arbeit?löhnen und so hohen Preisen der Ka pitaliSmuS seine Ausbeutungsrolle ge nau so. oder noch besser spielt alS in den Ver. Staaten ? Wie hier, so bilden auch dort die Banken die Kanäle, durch welche daS Geld läuft und eS giebt dort wie hier Banken, welche Millionen aufgehäuft haben. ES giebt auch in Mexiko Millionäre, im rnenS reiche Gefchäf'Sleute und die Spekulation feiert dort ihre Orgien wie hier auch. Der Grundbesitz ist weit kovzentrirter als bei uns. Der kleine Bauer kann gar nicht exiftiren.

Die Landwirthschast wird nur auf riesig großen Gütern betrieben, die entweder in Parzellen an jene bedürs-

geradezu unglaublich niedrigen Lohn bearbeitet werden. Die Besitzer der großen HaciendaS (Landgüter) aber sind reiche, in großem LuxuS lebende Leute. Gewiß ist eS nicht die Silber Währung allein, welche solche Zustände erzeugt hat, die seit Jahrhunderten herrschenden Sitten und Gebräuche find viel Schuld daran, aber die SilberWahrung ändert nicht nur ntchlö an diesen erbärmlichen Zuständen, sondern macht sie noch schlimmer. Und so würde auch bei uns die Silberwährung den Arbeiter nur tiefer heeabdrücken und die Macht der Ausbeutung auf Seiten des Kapitals erhöhen. Wenn unsere Kapitalisten nur die schweren Folgen deS Uebergangs für sie von der einen Währung zur anderen vermeiden, wenn sie so etwa zehn Jahre plötzlich überspringen könnten, so hätten sie sicherlich nichts gegen die Silberwährung einzuwenden. - MsMchMll. Inland. Wetterbericht. Die alte Geschichte und noch immer keine Aussicht auf Aenderung. Morgen Nachmittag oder Abend wahrscheinlich Gewitter. Gestrige Temperatur : Maximum 90 Grad, Minimum 74 Grad. Der Streik dehnt s ich weiter auS. New Jork, 8. Aug. Die Zahl der streikenden Schneider wachst zu.hendö. Gestern legten 2500 Westenmacher die Arbeit nieder, zum großen Theil Mitglrederder Union No. 41. Die 500 Mädchen, welche der Union angehören, legten ebenfalls die Arbeit nieder. Annie Miller von Brooklyn gehört dem Exekutiv'Comite an und wird den Streik leiten helfen. Die Leute arbeiteten bisher 14 Stunden den Tag und erhielten, je nach der Branche, 51 bis $f pro Woche. Die Streike? ve langen eine Arbeitözeit von 59 Stunden per Woche und eine Aenderung der Lohnskala. Letztere oll erst heute Nachmittag sormulirt werden. Die streikenden Nockschneider sind deS Sieges gewiß. Ein prominenter Fabrikant sprach in Walhalla Hall vor und engagirte alle Leute, welche bisher für seine Kontraktoren gearbeitet batten. Die Leute werden die Aufräge nach dem Cooperative Plan übernehmen. Die Streiker hoffen, aus diese Weise da Kontraktsystem ganzlich abschaffen zu können. Simon Davis, Schatzmeister der Kontraktoren-Association, erklärte gekern, er werde Meyer Schönfeld $1000 zahlen, wenn derselbe ihm beweisen önne, daß 20 Kontraktoren bereits kapitulirt hätten. Schßnfeld nahm die Herausforderung an und erschien gestern mit einem großen Bündel schuftlicher Vertrage, welche die Kontraktoren unterzeichnet hatten. Als Davis dies sah, wurde er sehr kleinlaut und drückte sich, nahm aber seine $1000 wieder mit. ' Religiöser Fanatiker. Nelsonville, ., 8. Aug. 3m Minercamp New Pittöburg. nicht weit von hier, ist eS in Folge religiöser Erregung einer Anzahl Personen, welche behaupten, mit Gott in direkter Verbindung zu stehen und von ihm Weisungen zu erhalten, zu heftigen Krawallen und Schlägereien gekommen. Die Rädelsführer Mart Searleö und seine beiden Blöder wurden ver haftet, und dem Friedensrichter borge führt, überhäuften ihn aber mit. Schimpfreden, erstiegen seinen Pult und spieen ihn an. DaS Kleeblatt wurde schließlich eingesteckt und Mart inS Irrenhaus in Athen? geschickt. Aehnlich wird man mit seinen Anhän gern verfahren, welche etwa 150 Mann stark sind. Man fürchtet, daß eö zum Blutvergießen kommen wird. -- Ausland. Die hohe Politik. Berlin, 8. Aug Nach den Conferevzen des deutschen Reichskanzler? mit Kaiser Franz Joseph ud dem österreichisch -ungarischen Minister des

Aeußeren Grafen GoluchowSki wird

gemeldet, daß der Chef des Militär.Kabinets Kaiser. Wilhelm. General der Infanterie v. Hahnke, in der Nähe von Ischl mit Kaiser Franz Joseph zusammengetrofsen ist und eine mehrstündige Unterredung mit ihm gehabt hat, bei welcher keine Zeugen zugegen waren. Von Ischl auö begab sich General v. Hahnke nach Alt-Aussee, wo er mit dem in seiner dortigen Villa weilenden Reichskanzler Fürsten Hohenlohe eine längere Unterredung hatte. Letzterer telegraphirte unmittelbar daraus dem Kaiser, daß er bereit sei, sofort nach Berlin abzureisen. Man erwartet hier daS Eintreffen HohenloheS am nächsten Freitag. Alles daö läßt Schlüsse auf den hohen Ernst der poli tischen Lage zu und namentlich die Mission General v. HahnkeS wird hier so gedeutet, daß eS sich dabei um ge Heime Abmachungen militärischer Na tur zwischen den beiden Kaisern han delt. - Diplomatisches au S Deutschland. Berlin, 7. Aug. ES wird behauptet, daß das Unwohlsein deS KaiserS, das wie gestern gemeldet wurde, in einem Halsleiden bestehen sollte, diplomatischer Natur ist und daß die Aufgabe seiner projektirten Reise nach Wesel, Ruhrort und Essen nicht durch Krankheit, sondern durch Staatsgründe veranlaßt wurde. Die Afrikanische Post" sagt gerade heraus, die Politik habe daS Reisen des Kaisers nach den genannten Orten verhindert und fügt bei, daß der Kaiser seinen Gästen auf Wilhelmöhöhe sein Bedauern ausgesprochen, daß er die Reise nicht machen könne, mit der Bemerkung : DaS Vaterland ruft mich." Die Leipziger Neueste , Nachrichten sagen, Kanzler von Hohenlohe wolle resigniren und wenn seine .ösigr.st! angenommen werde, dann werde entweder der Graf von Hatzfeld, derjetzige deutsche Botschafter in Großbritanien oder Baron von Bieberstein, der Sekretär deS Innern, als sein Nachfolger ernannt werden. 3n offiziellen Kreisen wird in Abrede gestillt, daß andere Gründe als sein Unwohlsein den Kaiser veranlaßt hälten, seine Reise auszugeben. In denselben Kreisen wird auch in Abrede gestellt, daß der Kanzler resigniren wolle. Eine englische Expedition nach Spitzbergen. T r o ms o e, Norwegen, 7. August. Die unter Führung Sir Martin Conmay'S stehende Nordpol-Exvedition. an der außer Sir Martin Conway sein Neffe Trevor Battie, Dr I. W. Gregoü), E. 3. Garwood und ein als !portsmann bekannter Herr Studley Theil nehmen, hat zum ersten Male Spitzbergen von Osten nach Westen durchkreuzt. Die Herren erreichten Adoent Bai, Spitzbergen, von England auS über Tromsoe aus dem Dampfer Rastsund am 20. Juni. Sie hatten zwei norwegische Ponies und drei Schlitten., wie sie Nansen gebrauchte. Die Nordlandfahrer beabfichtigtcn sich in zwei Parteien zu theilev, indem Sir Martin Conway, Garwood und ein Dritter in daö Innere gehen und die Uebrigen an der Küste geologische Beobachtungen anstellen und Eier ansammeln sollten. Erst im Ansang September gedachte man zurückzukehren, aber die Expedition hat schon einen Monat vor der festgesetzten Zeit ihre Mission erfüllt. 3m mittleren Theile der Insel fand man ein riesiges EiS-Plateau. Die feindlichen Elemente. Berlin, 7. August. Von einem schweren Brqndunglück, daS leider auch ein Menschenleben gefordert hat, ist die pommer'sche Stadt Neu - Stettin betroffen worden. Neun Häuser, darunter Martini'ö Hotel, daS erste nnd angesehenste der Stadt, sind ein Raub der Flammen geworden. Die freiwillige Feuerwehr, sowie die Bürgerschast leisteten ihr Beste, um deS FeuerS Herr zu werden. Bei den Löscharbeiten wurde der Maurer Krüger durch zusammenstürzendes Mauerwerk getödtet, während der Arbeiter JeSke mit einigen Verletzungen davonfam. Zu den schon gemeldeten Verwüstungen durch Wolkenbrüche in Südund Mittel - Deutschland gesellen sich noch weitere Nachrichten über ähnliche

Unfälle. An der Saale, namentlich in

' der Umgegend von Greiz, haben die Elemente furchtbar gehaust und an Brücken, Dammbautea, Gärten und Feldern bedeutenden Schaden angerichtet. Man befürchtet am Unterlauf des Flusses starke Ueberfchwemmungen. An dem Dorfe Ditteröbach wurde durch die herabstürzenden Wassermassen das Fundament eineö Hauses unterwaschen. Dasselbe stürzte ein und begrub unter den Trümmern zwei Kinder, die trotz sofortiger Hilfe nur als Leichen her ausgezogen werden konnten. 3n ganz Ost- und Weflpreußen herrscht eine wahrhaft tropische Hitze. In Königsberg sind innerhalb zwei Tagen zwei Fälle von Sonnenstich vor gekommen. Die Landwirthschaft leidet unter einer großen Dürre. 3n Folge des ungesunden Wetters ist die Ruhr auSgebrochen und 25 Todesfälle infolge derselben find bereits zur Anzeige gekommen. Schisfö. Nachrichten. Angekommen in: New I o r k : Campania" von Liverpool ; Virginia" von Stettin ; Prusfia" von Hamburg ; Augusta Victoria" von Hamburg; St. Louis" von Southampton. Abgegangen: State of California" nach Glaögow ; Karlsruhe" nach Bremen. Queenstown' Lucania" von New Aork nach Liverpool bestimmt. Liverpool: Bovic", Adriatic" und Lucania" von New Aork. Hamburg: Jtalia" von Baltimore. London: Mississippi" von New Jork. Bremerbaven: Spree" von New Aork. Allerlei. Unweitdon VkauckChunk. Pa., befindet sich eine Kohlenmine, die seit dem Jahre 1853 m Flammen steht. Alle Versuche, das unterirdische Feuer zu löschen, haben sich als vergebllch erwiesen. Äon der ungeheueren Ausdehnung des Patentunwesens in Den ZUerelmgten Staaten sann man sich aus der Thatsache, daß auf dem Gebiete der Photoqravh'e allein 1481 Patente ezistiren, eine annähernd richtige Vorstellung machen I n M c K e e s v o r t, P a., i st ein gewisser William Little als Opfer seiner Freßsucht gestorben. Der Genannte consumute für $3 Pies . woraus er sich noch ein mächtiges Stück Wassermelone zu Gemüthe führte. Aer seltene gall, daß ein entlassenes Dienstmädchen an ihrem bisherigen Brotherrn Rache zu nehmen versuchte, hat sich ,n Roanoke, Va., ereignet. Dort hat die Negerm Lulu Corellas, welche in der Familie des Capt. M. M. Rogers beschäftigt war, aber ihre? Unzuverlassigkeit und ihres schlechten Benehmens wegen entlassen wurde, den Cavt. Rogers, als er nach seinem Bureau ritt, auf der Straße angehalten und emen Schuh auf denselben abgefeuert. Derselbe ging jedoch fehl, da Rogers sein Pferd in dem Augenblicke, als das Mädchen den Revolver zog. zur Sejte wandte. Nach der That eilt? das Mädchen zur Polize.istation und lieferte sich selbst gus. Vloomersansichsind schon vom Uebel, um wie viel mehr aber noch rothe Bloomers! Dieselben haben in Paterson, N. I., zur Einreichung einer Scheidungsklage geführt, welche der Musterzeichner George van Hindler gegen seine Gattin angestrengt hat. Frau van Hindler hat ihrem George schon viel Herzeleid dadurch verursacht, datz sie dem Radsport in übermäßigerWeise fröhnte.während e? zu Hause das Kindermädchen spielen mußte. Als die Vielgetreue sich ihm aber gar in rothen Bloomers vorstellte, da war selbst seine Langmuth zu Ende. Ein eheliches Zerwürfniß mit folgender Tren-. nung war das Ergebniß, Oh rothe Bloomers ein hinreichender Schei hungsgrund sind, bleibt abzuwarten. In dem Gefängniß vozr Marysville, Ky., ist kein Mangel an Leuten, welche dazu beigetragen haben, daß dem schönen Staate der ominöse Beinamen dunkler und blutiger Grund" immer noch gebührt. Allein trotzdem Menschenblut an ihren Handen klebt und d?? Eine oder der Andere hon ihnen über kurz oder lang mit des' Seilers Töchterlein Hochzeit machen wird, erheben sie Anspruch daraus Gentlemen" zu sein, und haben einen Club zur Aufrechterhaltung tzu.ter Ordnung" gebildet. Rohes Vetragen ist preng verpönt und wer sich djurch brülle Redensarten, Spuken auf den Fußboden u. s. w. gegen diy Clubregulationen vergeht, wird von einem Tribunal" zu einer Ordnung?strafe verurtheilt. Das Tribunal ist einzig in seiner Art, denn Richte:, Sberiff und Ankläger sind Mörder,

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sich zweimal im Laufe wenigerStunden eine Naturerscheinung, die die Anwohner des alten Canals in großen Schrecken versetzte. Eine drei Yards hohe Springfluth stieg mit großer Schnelligkeit den Wasserlaus in diefi he und setzte die untern Stockwerke der anliegenden Häuser unter Wasser. JnHallesindlautRegimentsbefehl der dortige Generalanzeiger" (smtliches Verordnungsblatt des Halleschen Magistrats) und die Saalezeitung" in den dortigen Käser-' nen verboten worden, weil sie den sozialdemokratischen Wahlaufruf zur dortigen Reichstagswahl veröffentlicht baben. , Der Fesselballon Formidable". der neulich mit fünf Personen. darunter zwei Damen, in Montpellier aufgelassen wurde, hatte ein recht aufregendes nnd unangenehmes Abenteuer zu bestehen. Der Ballon wurde durch den starken von Nordwesten wehenden Wind fortgerissen und dabei rollte sich sein Kabel um den Schornstein der in d:r Nähe liegenden Eiswerke. Eine halbe Stunde hindurch wurden die halsbrecherischsten Versuche gemacht, um den Ballon loszubekommen; ungefähr 20.000 herbeigeströmt Personen schauten angstvoll zu. Um sieben Uhr endlich, als sich alle Bemühungen als vergeblich erwiesen hatten, gab der Schornstein nach und, während seine Steinmassen herunterpolterten, stürzte der Ballon mit großer Geschwindigkeit in den Genie - Park her ab. wo er glücklicher Weise von den kräftigen Armen der herbeigeellten Soldaten festgehalten werden konnte. Das gestattete den vor Schreck halb wahnsinnig gewordenen Passagieren endlich, den Ballon zu verlassen. Kaum war der letzte derselben herausgehoben und in Sicherheit gebracht worden, als der Ballon sich wiederum losriß und mit rasender Schnelligkeit in die Höhe schoß. Bald erfolgte ein scharfer Knall und das Luftschiff schrumpfte herabfallend immer mehr zusammen, um in tausend Fetzen zerrissen die Erde wieder zu erreichen. ?5nder?knsanterte-VZ,a-serne von Calamaria. einer Vorstadt Salonikis, entstand eine Reibung zwir j. rtt!.: w ''. . o . ' ; 1 o)zn jsjyictcien uno ausgeoienien, Soldaten, welche laut ihrer Entlassunasdecrete darauf dranaen. in ihre Heimath abgehen zu dürfen. Infolge der neuerlichen Einberufung der Redifs wurde aber den Soldaten dieEntlassuna verweigert, was ankerst hef tige Scenen hervorrief, so daß sich dev commandirende Officier veranlagt sah, Hilfe herbeizurufen, worauf mehrere Compagnien Militär die Unzufriedencn umzingelten. Inzwischen war jedoch das, Platzcommando verständiat worden und den vereinten Bemühungen der Officiere gelang es, die Soldaten zu beruhigen und zum Gehorsam zu verhalten. Daß dieser Zwischenfall so beigelegt wurde, ist ein Glück, denn hätte es einen blutigen Zusammenstoß gegeben, sa wäre die ganze tavt m Äusruhr aeratbm. da die Bevölkerung zu erregt ist. I n der kaum eine Viertelstunde von Miskolcz entfernt gele genen Ortschaft Szirma-Bcssenyö. nx sich das Fideicommißgut des Grafen Alfred Szirmay befindet, wurde geleamtlich der auf Veranlassung eines Raritätensammlers vom Gutsherrn angeordneten Ausgrabung in der im Schloßparke gelegenen Nuine einer verfallenen Vurqcapelle ein räthselhafter Fund zu Tage gefördert. Als die Erdarbeiter etwa zwei Meter tief unter die Grundmauer kamen, stießen sie auf eine sestgemauerte Wölbung; dieselbe wurde geöffnet und auf dem Boden derselben eine eiserne Truhe von der Groke emes kalben QuadratMeters sichtbar. Heraufgeholt, erschien sie vom Roste tief angefressen und zerbröckelte bei dem Oesfnungsversuche förmlich unter der Hand. Der zerfallenen Truhe -ntnahm der die Arbeiten überwachende Graf ein Bündel, das, vorsichtig entrollt, sich als ein golddurchwirkter Stoff in Form eines Meßgewandes zeigte und als Umhüllung für drei antike Gefäße aus Metall von kunstvoller Filigranarbeit diente; in jeder derselben befanden sich mehrere Kupfer, und Silbermllnzcn. Neben diesem Bündel lagen in der Truhe, noch einige kleinere Gefäße aus stark ozydirtem Silber. Bei forigesetzte? Ausgrabung zeigten sich zwei andere Höhlungen, deren Inhalt die Arbeiter mit Schaudern erfüllte. Es wurden nämlich aus denselben nach?!nander Skelette von Erwachsenen und Kindern hervorgeholt. Da ließ der Graf sofort die weite Ausgrabung einstellen, die Knochengerüste wurden wieder in die Sohlen gelegt, und nun läßt der Graf sein Fgmittenarchiv von unterst zu oberst kehren, um mit Hilfe eines von Budapest citirten Fachmanneö in den vergilbten Urkunden irgend welche Spuren zur Aufklärung des räthselhaftcn Fundes zu erlangen. Wer einen Catarrh heilen will, muß mit dem Blut anfangen. Hood'S Sarsapartlla beseitigt die Ur fache dieses Uebels und heilt Katarrh vavurq, vap sie dak Blut reinigt. Hood'ö Pillen wirken milde aber rasch und sicher auf die Leber und den

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