Indiana Tribüne, Volume 19, Number 320, Indianapolis, Marion County, 6 August 1896 — Page 1

0 n AO W O Ost rffvft lp 4 OV o uu u l W - O' .v yy v u Office : No. 18 Süd Alabama Straße. Indianapolis, Zndiana Donnerstag, öen 6. August 8)6. Jahrgang 19. Ns 320

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Editorielles. Der russische Finanzminister und die leitenden Staatsmänner Rußlands müssen doch rechte Esel sein. Sie sollten nach Amerika kommen und in die demokratisch-populistische Schule gehen Da hat nämlich Rußland einen großen Pump in Frankreich angelegt : tausend

Millionen Franc, oder 250 Millionen Dollar?. Sehr viel für Rußland, eine Lumperei für die Ver. Staaten. Unsere Regierung hat dasselbe Kunststück kürzlich im Handumdrehen fertig gebracht. Wir find nicht darüber informirt. wle viel Jlnsen Rußland bezahlen muß, aber jedenfalls mehr als wir. htnn tlin atghit ist faUfoitr. Nebmen toit stn, zahle 4 Prozent, so macht da aus IHfln Millian-n Kranken 4li os. lst " iiux y omi inyrnuj. wie dumm ! Unsere atUhrttn Silkerleut, - O "7 ' hätten dem russischen ginanzminister. wenn er sie gefragt hätte, gesagt: Du bist ein Esel und verstehst nichts von Finanzwirthschaft. Der Zar sollte sich einen Finanzminister aus Am rika verschreiben, einen in der Wolle gefärbten Sechzehnzueinser. Wozn'Geld pumpen, wozu Zinsen bezahlen? Schickt einen Agenten nach London, oder auch nach Colorado oder NebtaSka und laßt ihn für 1000 Millionen Iranken Silber kaufen. DaS kann er billig kaufen, er braucht bloß so um die 90 CentS herum für die Unze zu bezahlen. Dann nehmt den Stoff und bringt ihn nach Petersburg. Wenn ihr eines von euren Kriegsschiffen daiu nehmt. braucht ihr nicht einmal Fracht zu bezahlen, aber Ihr müßt natürlich aufpassen, daß unterwegs nichts gestohlen wird. DaS Silber, daS Ihr für 1000 Millionen Francs gekauft habt, bringt Ihr dann nach Eurer Münze, prägt eS nach dem Rezept von 16:1 in Franken um und Ihr könnt darau 2000 Millionen blanke blitzende, blinkende Frankenstücke prägen. Da habt Ihr dann 1000 Millionen Franken prositirt. Ihr braucht nichts zu pumpen, ihr braucht keine Zinsen zablen und Eure Goldkäfer" können Euch nicht daran hindern, denn der Zar kann ja thun, wie ihm beliebt und braucht sich nicht um Congresse und Parteieonventionen zu kümmern, eine dumme Einrichtung, die man in Rußland nicht kennt. Der russische Finanzminifter, würde erstaunt von solcher Weisheit natür. Uch sich höflichst verbeugen und würde iAAn s: kr ra.xi " " . .7 T " v. : Daß ich daraus nlcht früher kam! Ue, lassen Sie 3H Entdeckung in uucn ilvern ver uxtu oaienirren. YVIfthf 5k, nrtn M?kli fit , hä ..k n:i vv frx.. gufM, UU llil fUU( 'AJ l l lionen mehr oder weniger käme eJ nicht an. Nur eine Bedingung hätte ich zu stellen : Sie müssen uns dafür garan i! V . C f rr reu, oap Vm "rupp in nen ore Silberlinge zu dem selben Werthe wie Gold kur lerne Kanonen von unS nimmt." Der amerikanische . Biedermann würde wahrscheinlich Herrn Krupp für einen Esel erklären, falls er die blitzblanken Silberlinge nicht in doller ZaMung nehmen wollte, aber wie e daS ändern wollte, dafür wird er voh die Erklärung schuldig bleiben und sft w.ird der russische ginanzminiftef, dc,r

eben nicht? von Ftnanzen versteht, ! weiter pumpen, Herr Krupp wird ein '

Esel bleiben und der amerlkanlsche Bikdermann ist allein der Kluge. -. WWnlhli. Inland. Wetterbericht. Schönes Wetter hente und Freitag. Gestrige Temperatur: Mazimum 95 Grad, Minimum 75 Grad. Regensall 0 07 Zoll. D i e H i tz e. Chicago, 5. August. Heute ist soweit der heißeste Tag der Saison. DaS Regierung - Thermometer registrikte heute Nachmittag um 3 Uhr 96 Grad im Schatten und dabei steigt die Temperatur noch Mehrere Todesfalle infolge der Hitze sowie zahlreiche Hinschlage wurden berichtet. St. Loui, Mo., 5. Aug. Heute Nachmittag wurden 98 Grad im Schatten regifirirt. Da die AtmoS phäre sehr trocken ist, werden wenig Hitzschläge gemeldet. Berichte über Temperatur, welche im hiesigen Wetter-Bureau eintrafen, ergeben, daß die warme Luftwelle sich fast überall im Lande unangenehm fühlbar macht. Die Beamten der Wetterwarte find der Anficht, daß eö ein sehr seltenes Ereigniß ist, daß eine so ungewöhnlich hohe Temperatur fast in allen Landeötheilen sich fühlbar macht. 2n Washington herrschte während der letzten Tage eine intensive Hitze, welche nach offizieller Quelle 96 Grad im Schatten erreichte, wahrend in Privathäusern 100 Grad und mehr constatirt wurden. Hitzschlüge wurden hier nicht berichtet. Nur in einigen Gegenden steht ein Umschlag in der Witterung durch örtliche Gewitter zu erwarten. , ,, Lebendig verbrannt. St. Joseph, La , ö. Aug. Bor einigen Ä,agen wuroe eine acylvare weiße grau, welche bei einer p?ominenten Familie an der Grenze vom Franklin Kirchsprengel beschäftigt ist, über den TensaS River geschickt, um eine Botschaft zu bestellen. Sie kehrte nicht zurück und Leute wurden abgeandt, um nach ihr zu suchen. Die schrecklich verstümmelte Leiche der Unglücklichen wurde heute im Unterholz aufgesunden. Der Verdacht, die That begangen zu haben, richtete sich sofort aus einen weißen Tramp, der auch bald darauf mit Hülfe von Bluthunden eingefangen wurde. Der brutale Bursche bekannte, an der Unglücklichen einen Luftmord begangen zu haben, worauf man lvn an emen vaum vano uno ebendig verbrannte. Der Eleveland Streik. Eleve land, 5. August. Die Streiker der Brown Co." habem im Common PleaS-Gericht ein Petition eingereicht, worin das Gericht ersucht wird, einen Einhaltöbefehl gegen die Compagnie und den Mayor zu erlassen, weitere Miliz-Truppen unter die Waffen zu rufen. Die Petition, welche ein Resume bei gesummten Streiks giebt, ist von Freunden der Auöständigen und nicht von diesen selbst verfaßt. Beging Selbstmord. St. Louiö, 5. Aug. 3 B.Tucker, ein angebUc? reicher Blehhanoter von KansaS City, der mit seiner Gattin im Lindell Hotel abgestiegen war, schnitt sich gestern Nachmittag in seinem Zimmer den HalS ab. Der Mann war auf einer längeren Bummeltour gewesen und hatte kein Geld, um seine Hotelrechnung zu bezahlen. Seine grau stürzte wie wahnfinnig auS dem Hause, als sie von der rasche That ihres Gatten vernahm und ist bislang noch nicht aufgefunden worden. -4 Ausland. Unterstützung für die Hin. terbliebenen. B e r l i n, S. Aug. Die sich stets bei nationalen Unglücksfällen in Deutschland geltend machende HülfS bereitschaft ist auch jetzt wieder in Thätigkeit getreten. Auf Anregung der Hamburg. Amerikanischen Dam pfer-Gesellschaft hat sich ein Hüls; cornije yehildet, da e ficZ zur Aus

gäbe macht, für die Hinterbliebenen der bei der erschütternden IltiS-Eata-

strophe um'S Leben gekommenen eeleu'e zu sorgen. AuS allen Theilen Deutschlands und auS allen VerusSkreisen, da auch der ärmste nicht unterlaßt, sein Scherflein beizutragen, laufen die Gaben reichlich ein, sodaß Denen, die einen ihrer Lieben aus so traurige Weise verloren haben, wenigstenS materiell geholfen werden kann. DaS deutsche Sängerfest. St u t t gart, 6. Aug. Hoch gehen die Wogen der Begeisterung gelegentlich deS hier stattfindenden fünften deutschen SängerfesteS. Zu einer geradezu großartigen Kundgebung gestaltete sich der Empfang der öfterreichischen Stammesbrüder, die in stattlicher Zahl eintrafen. Außer dem offiziellen EmpfangS-Comite hatten sich zahlreiche auswärtige Sänger, sowie ein tausendköpsigeö Publikum aus dem Hauptbahnhose ingesunden, um die willkommenen Gäge zu begrüßen. Mit donnernden Hochs wurde der lange Sztrazug, der die Sangeöbrüder von der blauen Donau brachte, empfangen. Namens deS EmpfangsComites sprach der Vorfitzende ein schwungvolle? WillkommenSgedicht, von dem schwäbischen Dialekt-Dichter Adolf Grimmiger verfaßt. Der Sprecher der Wiener Gäste. Herr Hoffmann, dankte in einer feurigen Ansprache im Namen der öfterreichisch. deutschen Sänger und hob besonderö hervor, daß unzerreißbare Bande sie mit der großen deutschen Familie verbänden. Sie seien gekommen, um auf dem Sängerfest sich auf'ö Neue Alldeutschland's Kraft und Muth zu holen, zum kräftigen Widerstand gegen den Sturmlauf der Feinde Deutsch. Oesterreich'S. Mit enthufiaftischem, nicht endenwollendem Beifall wurden diese von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worte aufgenommen. DaS bei allen öffentlichen Gelegenheiten, wo Deutsche und OeVerreicher in Berührung kommen,.. sich bemerkbar machende Gefühl nationaler Zusammengehörigkeit und StammVerwandtschaft hat auch hier wieder beredten Ausdruck gesunden und dem Fest einen Stempel nationaler Bedeutung aufgedrückt. Die Bewohner der gemüthlichen schwäbischen Hauptstadt überbieten sich in liebenswürdiger und aufopfernder Gastfreundschaft, um eö ihren Gästen so behaglich als möglich zu machen DaS Festgewand, daS die Stadt angelegt hat, ist brillant und steht dem, was größere Städte bei ähnlichen Gelegenheiten geboten habeu, in Nichts nach. Von imposanter Wirkung war der große Festzug, der mit seinem künstlerischen Geschmack durchgeführt, ein Glanzpunkt deS Festes genannt werden darf. DaS reichhaltige, auf vier Tage berechnete Programm, dürfte die Sanger in den nächsten Tagen völlig in Anspruch nehmen und an ihre Leistungsfähigkeit starke Anforderungen stellen. Der Auszug der Italiener auS Zürich, in Folge der daselbst kürzlich stattgefundenen Revolten, nimmt noch immer zu. Heute haben 4000 Sohne deS sonnigen Südens die Stadt verlassen, um Deutschland mit ihrer Gegenwart zu beglücken. Warum prägen sie nicht Silber 1 : 1 ? Conftantinopel. 5 Aug. Die finanzielle Misere der Regierung ist eine sehr fühlbare. Die Beamten auf der Civilliste haben seit sieben Mona ten ihr Salär nickt erhalten und als einige derselben sich beklagten, wurden sie festgenommen. Der Sultan zahlt einigen Beamten auS seiner Privat schatulle. Unterhandlungen mit Lon doner Banken um Negociirung einer Anleihe von über 450,000 Psund, ge deckt durch die Abgaben auS Cypern. mußten abgebrochen werden. ,,, Ochisiö. Nachrichten. Angekommen in: N e w I o r k : Edam" von Amsterdam; Teutonic" von Liverpool; ,Werra" von Genua. M o v i l l e : Circasfia" von New Sork vach Glasgow bestimmt. Kopenhagen: Island von New Sork. Baltimore: ..Dresden von , yrernen. New Sork: Bonn" von Vrenun.

allerlei.

Im Tenderloin-District-der Stadt New York ezistirt eine Bande von Bengeln, welche Bulldoggen für den Kampf mit Polizisten abrichten. Diebemerkenswerthe Langlebigkeit der gewöhnlichen Gans hat neuerdings eine eclatante Jllustration erfahren. Frau Harriet Groner in Belmont. N. C.. verlor eine Gans, die über 27 Jahre alt war; das Alter des Thieres war authentisch festgestellt, da die genannte Frau dasselbe selbst aufgezogen hatte. Einer Attraction origineller Art rühmt sich die Stadt Manhattan. Kan., und ihreBürger folgern aus derselben, daß ihr Ort sich ganz vorzüglich als Wohnsitz für Ruhe liebende Leute eigne. In Manhattan gibt es nämlich nur 42 Pianos und kann deshalb Jedermann leicht vermeiden, von musikalischen" Nachbaren in seiner Ruhe gestört zu werden. AlsderretchsteManndes Staates New Hampshire gilt Her? Charles E. Tilton, der in dem Orte gleichen Namens ansäbig ist. Das Vermögen dieses Krösus wird auf 12 Millionen Dollars geschätzt, ist also im Verhältniß zu den Reichthümern der Plutokraten vom Schlage der Rockefellers. Vanderbilts, Astors. Goulds u. s. w. gar nicht mal so sehr bedeutend. Die Bockbeinigkeit der Wassersimpel unter den Mitgliedern des Court Abraham Lincoln", einer Loge des Ancient Order of Foresters" in Waterbury. Conn., hat zu emem ernsten Zwiespalt geführt. Visher war es üblich gewesen, bei den regelmäßigen Versammlungen im Logenzimmer ein Fäßchen Gerstensaft zu leeren. Gegen diesen alten Brauch empörten sich kürzlich einige Mucker unter den Logenbrüdern. Sie verlangten trockene" Versammlungen und protestirten gegen dieVerwendung von Logengeldern für Vier. Ueber die Trmksrage erhob sich nun ein heftiger Streit. Die Mucker waren ihren Gegnern an Zahl nicht gewachsen, doch haden sie sich ietzt an die Gerichte gewandk, beschuldigen die Beamten der Loge der Verschwendung von Vereinsgeldern und verlangen Rechnungsabläge. Auf das Eigenthum der Loge Will man Beschlag legen. -iti Standard O.j I Oe topus hat abermals ein bedeutendes Etablissement verschlungen und damit seine Macht um ein Bedeutendes vergrößert. Der Vertreter der Standard Oil Co., Libbey, welcher kürzlich das die ganze Welt umfassende Abkommen mit Rußland zu Stande brachte, hat auch die Mannheimer Co. dem Trust zugeführt. Das Haupt der Mannheimer Firma, Philipp Poth. der seit Jahren einen Kampf gegen den Trust in Deutschland führte, starb am 1. Juli und die Firma verkaufte an die Standard Oil - Magnaten. Die Columbia Oil Co. sucht jetzt eine andere Vertretung in Deutschland, doch wird es ihr schwer fallen, ein Etablissement ähnlich dem Mannheimer zu finden, welches Magazine in Vliessingen, Mannheim.Rotterdam. Hamburg und Bremerhaven unterhält. Von dem Bundes-Schatz-a m t in Washington. D. C., werden zur Zeit die neuen Dollarnoten in Umlauf gesetzt. Die neuen Noten prasentiren sich in viel gefälligerem Gewände, als die bisherigen; sie zeigen auf der Vorderseite die Geschichte, die Jugend lehrend, und die Stadt Washington mit dem Potomac-Fluß und dem Washington-Denkmal. Die Vorderseite ist in Schwarzdruck ausgeführt, die Rückseite. welche die Portraits Washington's und seiner Gattin Martha zeigt, in Gründruck. Die alten Noten werden nach und nach zurückgezogen und neue dafür ausgegeben. Von allen Banknoten, die in der Höhe von 5333.000.000 im Umlaufe sind, sind 530.000.000 Ein-Dollar-Noten. Die Beamten des Schatzamts behaupten übrigens, daß die neuen Noten viel schneller schmutzig werden würden, als die alten; die Figur der Geschichte soll leichter nachzu machen sein, als die Porträts auf der. bisherigen Noten. Einem alten Herkommen zufolge ist in Laredo. Tex., der Samstag der Tag der Bettler. Männer und Weiber, die nicht zu arbeiten im Stande sind, ziehen an diesem Tage, milde Gaben heischend, von Haus zu Haus. Unter den Bettlern gibt es auffallend viele Leute, welche Blindheit simuliren. In gelungener Weise wurde dieser Tage ein Blinder dieses Schlages entlarvt. Der Mann hatte einen Ziegenbock zum Führer und daS Thier erfüllte seme Ausgabe Vorzuglich, bis es sich neulich vergaß und sich an frischem Grase zu delectiren begann. vergeblich zerrte der Blinde" an dem Strick, doch das Böcklein lieh sich nicht stören. Nun gerieth sein Herr in Zorn. Er jyg eine Peitsche aus der Tasche und regalirte seinen vierbeinwn Führer mit wohl gezielten Htcrn. Pe.r Aizftritt war die Veranlassung zu. einem großen Auflauf, de? damit endete, daß daö Böcklein aus den Händen seines üutalen Herrn befrei? und letzterer in'S Gefängniß gesteckt. iwurde

JnderGemeindeGroßpullendorf bei Oedenburg wurden durch eine Feuersbrunst 15 Häuser und ebeisoviele Nebengebäude eingeäschert. Drei Menschen kamen dabei um, und zwei Frauen, welche aus den Flammen gerettet wurden, starben

ipater in Folge der erantenen Brandwunden. Der frühere Commandeur und Oberst-Lieutenant Pier Pvotopopow aus Petersburg wurde von der Strafkammer in Bexthen, Ober-Schlesien, zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er bei dem Hotelbesitzer Frieter in Ksttowitz eine Zechprellerei verübt und dem Buchhalter Nawiakowskl aus Sosnowice aus dessen Brieftasche neunzig Rubel entwendet hatte. Vor wenigen Jahren starb in Mailand ein reicher Herv Moses Loria, der sein ganzes Vermögen imBetrage von 10 Millionen emer zu gründenden Locieta uWunitaria. vermachte, deren wohlthätige Zwecke er in seinem Testament genauer feststellte. Die Verwandten des Herrn Loria waren mn dem letzten Willen desselben aber gar nicht zufrieden und fochten die Giltiakeit desselben gerichtlich an. Der Proceß zog sich lange hm und kostete den Verwandten eme schoneSumme Geld. Das Mailänder Gericht hat jetzt die Giltigkit des Loriaschen Testaments allerkannt, der Locieta urnanitaria die 10 Millionen zugesprochen und den Verwandten die Kosien des Verfahrens aufgelegt. Daß ern Bräutigam aus dem Standesamt pfändet wird. kommt auch nicht alle Tage vor. Neulich harrte ein Bräutigam mit seiner Braut am Standesamt in München des feierlichen Actes, als wie ein Blitz vom heiteren Himmel ein Gerichtsvollzieyer auf ihn zutrat und ,hm von Rechtswegen das vorhandene Kleinaeld nebst Pretiosen abnahm und zwar auf Betreiben einer verlassenen Geliebtcn mit zwei Kmdern. Vtfcure calcuIrrte nämlich mit Recht, daß einBräutigam doch einige Werthsachen bei sich haben dürfte. Die Braut und nunmehrige Gattin sah der Procedur in aller Seelenruhe zu und freute sich ous Liebe oder aus Triumph über die Nebenbuhlerin? trotzdem des glückl'cki eroberten Gatten. Der Neger John Martin wurde gestern verhaftet, weil er einen gewissen John Hefner durchgeprügelt hatte. Er behauptete, daß Hefner ein Messer in der Hand gehabt hätte und er ihn deswegen verhauen hat. GT Der in dem ElectricitätShauS der Straßenbahn angestellte Elektriker A. Shaffer kam gestern mit seinen mit Oel und Benzin durchtränkten Kleidern mit einem Draht in Berührung, wodurch dieselben sich entzündeten und seine Hände, Arme, Rücken und Schulter verbrannt wurden. Salzfluß tritt oft auch bei kaltem Wetter, die innere Hand ergreifend und andere Körvertbeile Hood'S Sarfaparilla, der große Blutremiger heilt Valzfiuß. Hood'S Pillen wirken Vorzug, lich nach der Mahlzeit und kuriren Kopfweh. 25. DaS Wetterbureau. Thermo. meter registrirte heute folgendermaßen : Morgen? 6 Uhr 77 Grad. Mittags 12 Uhr 93 Grad und Nachmittags 2 Uhr 93 Grad. ES müssen demnach auf der Straße ungefähr 102104 Grad Hitze fein, da der Unterschied zwischen de frei in der Luft stehenden Thermometern und den unten angebrachten 46 Grad beträgt. ES war mithin heute der heißeste Tag im Jahr. surner Bau und Spar-Verein Capital. Si.ooo.aoo.oo NO. 2 Office im DEUTSCHEN HAUS Versammlung, JEDEN SAMSTAG ABEND Direktor: Alb. E. Metiger. President H. Louis Sieucen. Vlct-Pnes. Abmin Bohn. Secratxr Carl H. Lieber. Schatzmeister Bietet sichert Anlag fuer Ersparnisse. Vermittelt guesstigt Aalelhen. Actien werden ausgestellt auf $ioo, Saoo, Sjoo. $400 oder $joo Antheile. Mb wcecbentllcheg Bei trmg mlad mar 30c tre Antheil Theo. Steapfsl. Geo. Vonnegot. KSRJft. SlBLKIN. c Emlert. Keine Elotrlt KbIbb Aoecha8tiMttc,-Ge-Kei Verif Mm Ab tritt. J. Geo. Muilleb. SW für einen Furna für ein HauS mit 8 Zimmern. M für ein HauS mit 5 Zimmern. es cresies : Hr. Pbil. appaport, Hcraaf aclcr der Jdiaa Tridöne. Hr. St). H. ahl. Otocct.878 O. vttchigan 6tr. ta W ßi tspfr 100 Kentucky Uttnne.

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