Indiana Tribüne, Volume 19, Number 317, Indianapolis, Marion County, 3 August 1896 — Page 2

Jndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Somttagv. Die täglich .Tribiine- koftet durch kenXtifiec J Cents per Woche, die eonntagö..Trtbüne' 8xtf per Woche. Seide ,usamen 15 Cent Ke, ti Cents per fRtxttt, Per Post außerhalb bei ?tkdt zugeschickt i VorauSbejihlunz V p, ahr. Onvci 18 eüd kllabama Gtrahe. Indianapolis, Ind., 3. August 1896. Briefe aus Deutschland. Lou Wilhelm Kausman. . , : Dresden, im Julk. Ein Zusall sührte mich dieser Tage nach Berlin und dort auch natürlich nach der GeWerbeausstellung, welcher ich eigentlich aus dem Wege gehen wollte. Denn w?nn man die unvergleichlichen Schönheiten der Chicagoer Feier noch gut im Gedächtniß hat, so betritt man jedes ähnliche Unterneh. men voreingenommen und das beeinträchtigt den Genuß und trübt das Urtheil. Jedoch blieb ich weit länger, als ich beabsichtigt hatte, und ich habe in den drei Tagen von der Ausstellung im Treptower Park ziemlich viel gesehen. Als Leistung eine? einzelnen Stadt, welche doch nur ein Hauptsitz der Kleinindustrie ist. wird hier ungeheuer viel geboten. Die Großindustrie fehlt natürlich sast ganz, denn es durften eben nur Berliner ausstellen, die Welthäuser, welche in Paris und in Chicago mit ihren geradezu verblüssenden Leistungen austraten, sind gav nicht vertreten, dabei aber ist die Berliner Ausstellung im großartigsten Stile angelegt, sie besitzt fast den Apparat einer Weltausstellung, und doch sieht man in den Ausstellungshallen wenig mehr, als bei einem fleißigen Beschauen der Schaufenster in den Gefchästsstraßen einer Großstadt. Da ist kein Krupp und kein Stumm, da fehlen die Könige der Maschinenhalle, da fehlt der Zauber des Orients und Japans, da hat man nicht die Rivalität der Nationen, ja nicht einmal einen Wettbewerb der Gesammtindustrie eines großen Volkes, sondern nur die Leistungen einer einzigen Stadt und trotzdem ganz weltausstellungsmäßige Anlagen und den ganzen Klimbim der Midway Plaisance". Tritt man aus den der eigentlichen Ausstellung gewidmeten Sälen hinaus in's Freie.besichtigt man einzelne Specialitäten, namentlich daS die Anlage in Chicago 'an Schönheit und Ausdehnung weit übertreffende Cairo, das prächtige Altberlin, die Colonialausstellung und die Marineschauspiele. so glaubt man sich oft nach Chicago oder Paris versetzt, und das fordert dann it -TrT.rf.TT rntt YitTI Ifhim nuyt q yv vy H III V y. Weltausstellungen heraus, die doch ganz und gar nicht am Platze sind. Das Hauptgebäude kann man sich im gefähr so vorstellen, als eine vergrößerte, aber durchaus nicht verbesserte Auflage des deutschenDepartements in Chicago; neben vielem JahrmarktsPlunder sieht man eine blendende Auslaae der könialichen Porcellanmanufactur, eine ganz ungewöhnlich reiche und in diesem Punkte die Chicagoer Leistung weit überflügelnde Ausstellung der Berliner Juweliere, sehr schöne Costüm- und Tracht, ".aussteljungen, prächtige und mit sehr feinem Geschmack anangirte Erzeugnisse der Möbelindustrie, eine den Fachmann entzückende Ausstellung von Chemikalien u. s. w.. u. f. w. Eine ganz außerordentlich lehrreiche und schöne Ausstellung hat die Stadtverwaltung von Berlin veranstaltet; ich werde in einem spateren Artikel darüber zu berichten versuchen. Jedoch ist der Pavillon dev Stadt Berlin fast immer leer, so sehr es derselbe auch verdiente, gründlich und eingehend studirt zu werden. Aber drei Viertel aller Ausstellungsbcsucher scheuen die Arbeit des Lernen. Sie wollen sich vor allen Dingen unterhalten, und je mehr Klimbim, desto besser. So trifft man denn auch die meisten Menschen in Cairo, bei den Negerdörfern der Colonialausstellung, auf den prächtigen Promenaden des Treptower Parks und in den Kneipen und Restaurationen. Von diesen soll es annähernd zweiklundert auf der Ausstellung tt Un, darunter einige außerordentlich vornehme und großartige. Aber ohne diese feuchten Attractionen würde die Ausstellung leer bleiben und mit einem riesigen Deficit abschließen. Im zoologischen Garten von Berlin haben während dieses Sommers annähernd zehntausend Personen weniger abonnirt, als sonst. Diese Leute trinken jetzt in der' Ausstellung ihr Bier und hören den Concerten dort zu, anstatt wie sonst im zoologischen Garten. Die Berliner Ausstellung hat sicherlich ebenso viele und wohl noch mehr regelmäßige Gäste, als die Chicagoer hatte. Diese Stammgäste aber beleben den Park und helfen über das Deficit hinweg. Wenn Berlin mit dieser GewerbeAusstellung zeigen wollte, daß es durchaus das Zeug dazu besitzt, eine Weltausstellung im allergrößten Maßsiabe zu veranstalten, so hat es diese Aufgabe glänzend gelöst. Die Arranzements sind vorzüglich getroffen, es fehlt auch nicht an Raum für eine Weltausstellung, und die Verbindun gen mit der Stadt sind ausreichend und lillig. Auf der Stadtbahn wird man für 10 bis 20 Pfennig, also für 2j bis 5 Cents, in 15 bis 25 Minuten lach den Hauptverkehrscentren der Stadt befördert, in dieser Beziehung sind die Arrangements viel bequemer zls in Chicago, und fünf bis sechsmal so billig. Auch die Extraausgaben sind hier sehr mäßig. Was auf der Midway Plaisance in Chicago 50 Cents kostete, kostet in Berlin 50 Pfennige, und dabei sind die meisten der -in Berlin in dieser Beziehung ge'botenen .Side-Shows" weit großartiger, als sie es in Chicago waren. v&tr sich ans einer Ausstellung nur

amusiren will und das wollen doch die meisten Besucher der kann da auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung reichlich so gut, als auf dev Chicagoer Midway und zwar nur für den vierten Theil der Unkosten. Der Eintritt zur Ausstellung kostet 50 Pfennig.also ebenfalls nur den vierten Theil des Chicagoer Preises. Der Berliner Lokalanzeigerhat auf der GeWerbeausstellung einen eigenen Pavillon errichtet und führt dort dem stets zahlreich zuströmenden Publikum den Herstellungsproceß einer großen Zeitung dar. Ich war überrascht, dort auch die Mergenthaler'schen Setzmaschinen anzutreffen, welche bekanntlich in Amerika eine so gewaltige Revolution im Buchdruckergewerbe hervorgerufen haben. Es waren vier dieser Maschinen in Thätigkeit, wovon eine in Amerika hergestellt, die anderen drei jedoch aus England stammten, wo die Mergenthaler'sche Gesellschaft bekanntlich eine Filiale angelegt hat. Die englischen Maschlnen waren weit plumper, und schwerfälliger, als die amerikanische Maschine. leisteten auch nicht so viel. Es soll nun jetzt auch eine Fabrik in Deutschland errichtet werden. Es wurde mir mitgetheilt, daß die Maschinen in Deutschland später sür 5000 Mark per Stück verkaust werden würden, während sie bekanntlich in den Ber. Staaten, wo sie erfunden und erprobt wurden, nicht unter 12.500 Mark zu haben sind. Leider können amerikanische Zeitungs - Herausgeber ihre Lynotipe-Maschinen später nicht aus Deutschland beziehen, sondern sie müssen die amerikanischen Preise bezahlen, genau wie früher die in Deutschland nach amerikanischen Patenten hergestellten oder aus Amerika importirten Nähmaschinen in Deutschland für den dritten Theil des amerikanifchen Preises zu kaufen waren. Es ist jedoch sehr fraglich, ob sich ein Monopol, das sich ausschließlich gegen die Presse richtet.so lange behaupten kann, als es das Nähmaschinenmonopol fertig gebracht hat. Deutschland will in der nächsten Pariser Weltausstellung, im Jahre 1900, theilnehmen, und hat diesen Entschluß soeben officiell den französischen Behörden mittheilen lassen. Freilich, die dabei in Betracht kommenden Hauptpersonen, nämlich die deutschen Industriellen, hat man gar nicht gefragt, als der Entschluß gefaßt wurde. In den deutschen Regierungskreisen zerbricht man sich jedoch darüber nicht den Kopf. Man rechnet darauf, daß dieselben Motive für die Pariser Weltausstellung noch kräftiger wirken werden, welchen man die wirklich prachtvolle Darbietung der deutschen Industrie in Chicago verdankte. Die vielen Millionen Mark, welche Deutschland auf derWorlds Fair aufgewendet hat. waren nur zum allergeringsten Theile Würste, welche man nach den Speckseiten des amerikanischen Geschäfts warf", hauptsächlich waren es seufzend dargebrachte Opfer der politischen Rivalität zwijchen Deutschen und Franzosen. Die heroorragendsten deutschen Aussteller machen nur ganz geringe Geschäfte mit den Amerikanern. Der Markt der

Stumm und dev Krupp liegt ganz wo anders. Aber weil die Deutschen im Jahre 1889 in Paris nicht zeigen konnten, was sie leisten, so ergriffen sie oie erste beste Gelegenheit, welche sich darbot, und so gingen sie' nach Chicago. zu dessen glänzendem Erfolg die Deutschen mehr beigetragen haben, als jede andere einzelne Nation, vielleicht mit Einschluß der Amerikaner. Erst als die Franzosen merkten, welche co--lossale Anstrengungen die Deutschen für Chicago machten, entschlossen sie sich ebenfalls zu einer angemessenen Zctheiligung daselbst. ' Anderenfalls wäre das französischeDepartement aus der Worlds Fair womöglich noch dürftiger ausgefallen, als die Betheiligung oer Engländer. Den Hauptantheil an ienen Erfolgen und indirekt an dem Gesammterfolge der Chicagoer Aus stellung hat der deutsche Kaiser, welcher es an persönlichen Ermunterungen zur Betheiligung nicht fehlen ließ, und wie weit solche Ermunterungen in einem Lande wie Deutschland wirken, kann man sich leicht ausdenken. Aber die deutsche Industrie hat in Chicago die bittersten Enttäuschungen erlebt. Die unbedeutenden Verkäufe standen in gar keinem Verhältniß zu den colossalen Opfern, welche gebracht wurden, und dazu kam dann noch die unbegreifliche Bummelei der Chicagoer Ausstellungsbehörde betreffs der Medaillenauslieferung. Die so wohlverdientenAuszelchnungen trafen erst drei Jahre später ein. Kein Wunder, daß die deutschen Jndustrieöen gegenwärtig sehr ausstellungsmüde sind und die Nachricht von der Betheiligung Deutschlands in Paris gewiß mit Seufzen aufgenommen haben. Aber sie werden sich trotzdem gehörig in's Zeug legen und in Paris sicherlich noch Gediegeneres bieten, als sie in Chicago geleistet haben. Es sind viel zu viel Söhne der deutschen Schlot- und Industriebarone Reservelieutenants, und die haben Ordre pariren gelernt. Sie wissen, daß sie sich in Paris nicht lumpen lassen dürfen und deshalb werden sie noch tiefer in die Taschen greifen, als sie es für Chicago gethan haben, und sie werden eine Ausstellung zu Stande bringen, welche Deutschland gewlß Ehre macht. Die deutschen Zeitungen reden ihnen jetzt schon zu. WennParis mit einer Weltausstellung beschäftigt ist, so kann es nicht an Krieg denken, heißt eS da. Es ist also eine patriotische Pflicht, durch mögllchst glanzende Betheiligung der deutschen Industrie, der Pariser Ausstellung zu einem Erfolg zu verhelfen, den Franzosen zu zeigen, daß es in Deutschland nicht blos Kasernen gibt, wie sie glauben, sondern daß deutsche Kunst und deutsche Industrie keinen Vergleich zu scheuen brauchen mit des besten Leistungen jeder anderen hochcivilisirten Nation. Das nag ja ganz

richtig sein, aber man kann woyi sragen, ob man die Franzosen nicht mehr ärgern und herausfordern, als ihnen imponiren wird, und ob bei einem so überaus reizbaren und nervösen Volke, wie bei den Franzosen, Jgnoriren nicht eine bessere Politik wäre, als das Entgegenkommen, was sie ja stets als ein Nachlaufen auffassen. Daß die

Franzosen die deutsche Abtheilung der Pariser Ausstellung boycotten werden, steht schon jetzt wohl außer Frage, und was nutzt am noe aucy rne glänzendste Leistung auf einer Meltausstellung. wenn sie nicht beachtet wird. Auch Dresden hat jetzt seine Ausstelluna. Sie ist klein und niedlich und es läßt sich wenig darüber sagen. Abev schön, wunderschön, ist die alte Stadt", welche die Dresdener mit einem colossalen Kostenaufwand errichtet haben. Gegen Alt-Dresden lwas übrigens gar nicht Alt-Dresden ist), kann sich .Alt-Berlin" auf der Berliner Gewerbcausstellung $ttxot verstecken, obschon auch jenes AltBerlin" einen gar prächtigen Eindruck macht und gegen das Alt-Wien" der . 2. ""' s ft Chicagoer Ausstellung IM ungesayr so verhält wie eine hübsche Kleinstadt zu einem schmucken Dorfe. In AltDresden" hat man nicht versucht, eine mittelalterliche Stadt genau so zu coviren. wie sie einst war. sondern man hat eine ideale Altstadt geschaffen, hat nur das Schönste und Beste und Cha rakteristischste daraus genommen und den Schwerpunkt gesucht in der Wiederherstellung alter Prunkgebäude. So etwas wie den Marktplatz m AltDresden" hat es im Mittelalter in kei ner Stadt gegeben, aber Wien und Dresden und Frankfurt und Hildes heim und Nürnberg haben einzelne Gebäude aufzuweisen gehabt, so schon und so zierlich und so ganz den Geist jener Zeit athmend, wie man sie auf dem Markt von Alt-Dresden' zetzt zusammengebracht hat. Was der Reisende in Rothenburg an der Tauber, in Hildesheim und in Nürnberg, in Köln und in Hamburg u. s. w. m em zelnen pietätvoll erhaltenen Bauten aus jener Zeit bewundert, das sieht er hier in Alt-Dresden von kunstsinniger Hand vereinigt m einem unbeschreib lich schönen Gesammtbilde. In dieser alten Stadt von Dresden hatte man vor einigen Tagen ein Volkstrachtenfest veranstaltet und leider ein Wetter dazu bekommen, daß eö einen Hund erbarmen könnte. Im strömenden Regen und bei widrigem, an den November erinnernden Winde, paradirten an fünfzehnhundert Bauern und Bäuerinnen aus dem Erzgebirge und aus der wendischen Lausitz, aus dem Altenburgischen, aus dem Spreewalde und aus dem Voigtlande, sämmtlich in der Volkstracht, die jetzt immer mehr verschwindet und die unsere Enkel vielleicht nur noch auf der Maskerade und auf der Buhne antreffen mögen. Trotz des fürchterlichen Wetters bot die Schaustellung ein un gewöhnlich schönes, farbenprächtiges Bild, namentlich inmitten des RahMkns dieser dem Mlttelalter nachgebildeten alten Stadt. Natürlich waren alle Cystijme echt, genau so wie sie die Leute noch tragen, es war kem Maskenplunder und kein nachgemachter Tand dabei zu sehm. Selbstverständlich trugen die Leute ihre besten Fetzen und was so eme dralle Alten burgerin in ihren hinten kurzen und knappen, vorne längeren und weiteren Röcken an Seide und Spitzen stecken hatte, repräsentirte schon eine ganz anständige Summe. Die einzelnen Gemeinden hatten die Sache zu Wege gebracht, sie hatten natürlich die reich sten und die fettesten und drallsten Bauern und Bäuerinnen hergeschickt, Leute, die sich wohl sehen lassen fönnen. Dazu die Reiter aus prachtvollen Pferden, die Wagen schon geschmückt, die Begleiter in der fröhlichsten Stimmung, singend, blasend und jubilirend, so zog der Festzug vorüber, und paradirte dann vor dem König von Sachsen und dessen Hof. Später als sich das Weiter etwas ausklärte, fanden recht hübsche Volkstänze und Volksspiele statt, verbunden mit kurzen Reden. Vorträgen und Volkögesängen. Das Ganze war wunderschon. Man sah nicht allein bunte Jacken und Mieder, fliegende Bänder, naturwüchsige Zopfe, rothwangige Buben und Madchen und kraftstrotzende Gestalten, sondern erblickte in diesen Volkstrachten auch die Urbilder mancher heutigen und mancher entschwundenen Mode. Die Schinkenärmel, welche die wendischen Frauen schon seit Jahrhunderten tragen, waren genau so umfangreich und so unkleidsam, als es die heutige moderne Armbeklkidung ist. und in den weitausgebauschten festwattirten Röcken der Spreewäldlerinnen erblickte man daS Modell der einstigen Crinoline. Mit diesen Bolkstrachtenfesten beabsichtigt man jedoch weit mehr, als die Veranstaltung eines farbenprächtiaen' Schauspiels. Man will bei den Bauern den Sinn für die Volkstrach, ten beleben und sie veranlassen, der Tracht ihrer Väter treu zu bleiben. Der Bauer soll der einfache, bedürfnißlose Mensch bleiben, welcher er in vielen Theilen Deutschlands ja noch ist. Der Geist der Neuzeit und des Fortschritts soll so viel als nur rnt lich ihm fern gehalten werden. ES ift das ein ganz thörichtes Beginnen, es ist ein Schwimmen gegen den Strom. Der Bauernjunge, welcher mehrere Jahre in dev modernen Großstadt Soldat gewesen ist. hat dort auch etwas vom modernen Leben und modernen Anschauungen in sich aufgenommen. Er will das schlichte Kleid der Väter nicht mehr tragen, er will" sich städtisch anziehen und er will moderne Bedürfnisse befriedigen. Die sentimentalen Klagen der Alten, daß Alles früher besser und fchönev war, belächelt er. Zwar macht er wohl noch gerne ein Volkstrachtenfest, wie das Dresdener es war, mit, weil es ihm schmeichelt, von den Städtern angestaunt und beklatscht zu werden, aber so bald er merkt, daß man damit den '

Zweck' Ihn drunten zu halten, vervtn det, wird er schon aufmucken. Die Volkstrachten, welche auf dem Lande in Deutschland zu Anfang dieses Jahrhunderts noch ganz allgemein getragen wurden, findet man jetzt nur noch in abgelegenen Winkeln und im Laufe eines weiteren Menschenalters werden sie sicherlich ganz verschwinden. In einem Lande, welches derartig von Eisenbahnen durchkreuzt ist, wie das heutige Deutschland, und in einem Lande, in welchem der Schulmeister eine so erfreuliche Thätigkeit entfaltet hat. wo auch das Heerwesen als Er-ziehungs-und Erweckungsmittel so kräftig mithilft, läßt sich das Althergebrachte nicht mehr schützen und stützen. Es wird damit aufgeräumt werden, wie mit der Leibeigenschaft und wie mit dem Volksaberglauben und mit der Beschränkung der persönlichen Freiheit. Es klingt ja ganz schön, daß dem Volke seine Eigenart, seine Ueberlieferungen. Sagen. Volksgesänge und seine Trachten erhalten werden möchten, aber wenn man eS recht bedenkt, so sind Diejenigen.welche das wünschen, entweder sentimentale Duseler oder reactionäre Bedrücker. Denn das Fortbestehen derVolkstracht unter dem nivellirenden Zuge der Neuul ist undenkbar und das Bestreben m jener Richtung ist sehr nahe verwandt mit dem Wunsche, daß der Bauer bei seinem Misthaufen und bei seiner Rohheit und Dummheit verbleiben möge. Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit und neues Leben blüht aus den Ruinen," und zwar ein besseres und ein befriedigenderes Leben für die Massen. Wer auch nuv den geringsten Blick hat für die Lehren der Culturgeschichte, wird das zugestehen müssen. Es mag ja erwünscht sein, den Uebergang aus den Anschauungen der Vorzeit bei dem Landvolke etwas zu verzögern, dadurch läßt sich vielleicht manches Gute, was jener Zeit anhaftete, in die Neuzeit Hinüberretten. Aber aufhalten wird man jenen Proceß durch keine Mittel der Ueber redung oder des Zwanges. Als die prächtig geschmückten Schaaren beim Volkstrachtenfeste vor ihrem LandesHerrn - huldigend vorüberzogen, hatte man doch das Gefühl, als ob zu dem Hurrah und zu den hübschen An sprachen ein Ruf. ähnlich demjenigen der römischen Gladiatoren.den Grundbaß bildete: Wir (die alte Zeit) die zum Sterben bereiten, grüßen Dich!" Mutterliebe!

Im pathologisch-anatomischen Inftitute im Allgemeinen Krankenhause zu Wien demonstrirte dieser Tage Assistent Dr. Albin Haberda einen merkwürdigen Fall. Eine Mutter hatte ihr Kindchen auf folgende Art und Weise zu Tode gepeinigt: Sie legte, anscheinend behufs Zusammen Haltens der Haare, ein schmales Gummiband um den Kopf des Kindes. Mit der Zeit bohrte sich das Gummi band immer tiefer und tiefer in den Schädelknochen und verursachte die furchtbarsten Schmerzen. . Das wüßte die Mutter, aber trotzdem entfernte sie das Band niemals vom Kopfe des KindeS. Niemand wußte, warum dasselbe ununterbrochen schrie, Niemand fiel es ein, das unscheinbare Gummirequisit als Ursache des Martyriums des Kindes anzusehen. Die Mutter selbst erklärte, das arme Kind leide an einer inneren Krankheit, an der es früher oder später zugrunde gehen müsse. Mit der Zeit hatte nun das Gummiband das Schädeldach vollständig entzweigeschnitten. Die Leiche des Kindes wurde trotz -des Wi Verstandes der Mutter zur gerichts ärztlichen Obduction iiberbracht. Man fand natürlich keine anderenVerletzungen, entdeckte aber, als man die Kopfhaut entfernte, daß, wie erwähnt, das Schädeldach vollständig entzweigeschnitten sei. Das Gummiband hatte k sich ganz in den Schädel hinerngebohrt und war in denselben hineingesunken. Die barbarische Mutter, die selbstver ständlich der vergeltenden Gerechtlgkeit nicht entgangen wäre, war inzwi schen ' gestorben. Der Kindesschädel wurde dem Jnstttutsmuseum einverleibt. Docent Haberda erklärte, daß n Xi.rifi.i . tv r vieler au im nnilure zu zeriucyen bcnützt worden sei, Knochen durch Umspannen mit einem Gummiband aus einanderzuspalten. Die Versuche seien auch vollständig gelungen und würden denn auch in de? Chirurgie ihre Nutzanwendung finden. i Zllodtplauderei. Im Hochsommer treten alle die prachtvollen leichten Gewebe, welche die Mode in , diesem Jahre in überreicher Fülle zu Tage gefördert hat. in ihre Rechte. Nichts entspricht aber auch einer anmuthig jugendlichen Frauenund Mädchengestalt mehr, als die modernen Stoffe mit ihren zarten Farbentönungen. Unsere Jllustrationen veranschaulichen mehrere derartige Toiletten. Figur 1 veranschaulicht eine überaus elegante Toilette aus wassergrünem Taffet, die für junge Frauen bestimmt ist. Sie repräsentirt dieForm der eleganten Tailleurcostllme und hat zu einem Rock, der nur hinten in weichen Falten herniederfällt, eine, hinten mit kurzem Tollenschoß gearbeitete. vom offene Wesientaille, die mit ein.

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zelnett, ' cremefarbenen Spitzenmonven bedeckt ist. Den Ausschnitt umgiebt ein unten ausgerundeter, shawlartiger, hinten welliger geschlitzter Kragen aus cremefarbener, mit Spitze bedeckter Seide. Der Blusentheil aus gleicher Seide und Spitze schließt mit einem faltigen Stehkragen aus wassergrüner Seide ab und wird durch einen gleichen Faltengllrtel begrenzt, den seitlich eine flotteSchleife schmückt. Die oben $a kurzer Puffe sich ausbauschenden Aermel sind mit spitzen Aufschlägen geziert. Weiße Handschuhe sind zu dieser Toilette unerläßlich. . Der Hut aus Strohgeflecht ist mit stehenden Tollen aus wassergrünem Bande, das mit Spitzen und Pailletten geziert ist, garniert, und hinten am Kopse strebt eine Fülle prächtiger Theerosen empor. Ripsartig mit starken Fäden durchzogener, elfenbeinfarbener WollenMusselin mit mattfarbiger, auf der Kette gedruckter Blumenmusterung

bildet den Grundstoff des in Figur 2 dargestellten eigenartigen Kleides, das mit plissierten Volants aus moosgrünem Surah geziert ist. Der aus Keilen zusammengesetzte Rock ist mit drei solchen Pliss6s umrandet und an den beiden fordern Seitenbahnen, einer neuen Geschmacksrichtung folgend, nach oben hin leicht gerafft; die Theile sind hierzu entsprechend länger zu schneiden, am vordern Rande an zwei Stellen in ersichtlicher Weise unter Rosettenschleifen dicht zusammenzufassen und hinten am Rande nach oben hin gleichmäßig einzukräusen. Die hinten glatte und runde, vorn mit kleiner Schneppe gearbeitete Taille hat vorn einen faltigen Einsatz, der von Streifen aus plissirtem Surah eingeschlössen wird, die sich nach unten zuspitzen und von oben breiten, unten spitz verlaufenden Frisuren begrenzt sind. Hinten bildet die Frisur, nebst dem plissirten Streifen einen kurzen, runden Kragen. Den Halsausschnitt begrenzen zwei herabfallende und eine stehende Surahkrause. Die kurzen Aermelpuffen sind am Ellenbogen mit saltigen Theilen begrenzt und mit einem Plissö umrcndet. Den runden Strohhut aus moosgrünem Phantasiegeflecht. dessen Krempe über der Stirn emporsteigt, zieren frischros.? Rosen, weiße Tüllpusfen und metallisch schillernde Flügel. Figur 3 zeigt ein unmuthiges Kleid aus maisgelbem, mit blauen Blüthen durchmustertem mou8e-Iine ' üs lainc mit einem mit blauen Taffet rüfchen gezierten Rock und einer sehr faltenreichen Bluse. Diese hat einen kleinen, eckigen, den sogenannten Babyausschnitt ", der gleichfalls von einer Rüsche begrenzt wird. Rings um die Taille über Brust und Rücken ziehen sich dreimal Rüfchen, und um die Taille schlingt sich ein hinten geschlossenesSchqrpenband aus gelbem, blaublumigem Chinöband. - Die engen Aermel haben al.Handgelenk eine jleine. hlape Frisur, und n den Schultern zwei sehr krause, breite, mij Rüschen begrenzt? Frisuren. Das Hütchen mit aufgeschlagener Kremps ist mit weißem GazeplissöZ, gelben Bandschleifen und buntem Crocus garnixt, der hinten gigrettengrtig emvorsteht und von dem einzelne Äsüthni s:ch. unterhalb der Krempe in schleifen schmiegen. fslir den Hut Figur 4 ist die beliebte Verbindung von Schwarz und Weiß verwendet. Den weißen Basthut ziert eine, schwarze Sammeteinfassung, und die PlWS aus weißer Seidengaze, mit denen der Hut garnirt ist. sind mit schmalem, schwarzem Sammetband begrenzt. An beiden Seiten des Hutes befinden sich schwarze Perlornamente und a der linken Seite außerdem eine Aigrette ; von- Paradiesvogelfedern. Unterhalb der leicht : aufgeschlagenen Krempe ruhen zu beiden Seiten hinten äusfs aus schwarzem Mobn.

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Nother Sammt, schwarzer Tüll un große Mohnblumen bilden die Garnitur des schwarzen Strohhutes Figur 5, dessen gerade Krempe am Rande mit einer Rüsche aus schwarzem, plissirtem Seidentüll umgeben ist. Um den kleinen Kopf legen sich volle TüllWindungen, und zu beiden Seiten ist der Hut in ersichtlicher Weise mit leuchtend rothen Sammetschleifen und Mohnblüthen geziert. An der linken Seite befindet sich noch eine Aigrette schwarzer, metallisch glänzender, rothschattirter Federn, und unterhalb der Krempe sind hinten zu beiden Seiten Mohnblumentuffs angebracht. Der GelzkalS. In einem Flecken lebte ein reicher, geiziger Wucherer, der durch eine schwere Krankheit auf beiden Ohren fast taub geworden war. Ter Arzt d?s Städtchens, welcher die Heilbarkeit des Leidens erkannte, rielh dem Wucherer, in der nächstgelegenen Stadt einen Profeor zu consultiren, wozu sich der Kranke in Rücksicht auf die großen Kosten nicht entschließen konnte. End lich aber gab er dem Drängen der Ber wandten nach und fuhr zum Ohren arzte. Ter kannte den Geiz des Wucherers, aber auch dessen glänzende Per mögenslage und forderte eine ziemlich bedeutende Summe als Honorar. Der Wucherer verlegte sich aufs Han deltt, der Professor blieb aber standhaft und wollte durchaus nichts vom Honorare nachlassen, ja er schien nach einiger Zeit über das Vorgehen des Kranken sehr entrüstet und schickte sich an. das Haus zu verlassen. Als der Filz dessen inne ward, rief er: Sachte, Herr Professor, Sie wollen also durchaus nichts von dem so horrenden Hono rar ablassen?'' Nein!-Nun da haben Sie die Hälfte der Summe; heilen Sie mir das eine Ohr, ich höre aus einem Ohr genügt 'N.l Lause des am 30. Jun beendeten Niscaljahres sind in den Ver. Staaten 709 Fahrzeuge von ' im Ganzen 204.000 Tons gebaut und amtlich registrirt worden, gegen 682 Fahrzeuge mit 133.000 Tons im Bor jähre, eine Zunahme des TonnengeHalts von 71.000. Die Zahl der ge bauten Dampf - Fahrzeuge war 322, mit 135.000 Tons, gegen 283 Fahr zeuge mit 76.000 Tons im Vorjahre. Die Verwendung von Stahl als Hauptbaumaterial ist im Jahre auf 106.900 Tons, von 47.700 Tons im Vorjahre, gestiegen. Dem Tonnengehalt nach wurden Son den aus Stahl hergestellten Fahrzeugen nahezu dre Viertel für den Verkehr auf den Bin nenseen gebaut. Im Ganzen wurden für letzteren 104 Fahrzeuge mit 92.000 Tons gebaut, gegen 93 mit 33.000 Tonnen ,m Vorjahre. Aus diesen Zah len geht hervor, welch' große Rolle die Binnensee - Schlfffahrt in dem Han delsverkehr unseres Landes spielt. EinschlechterWitz. dender m Brooklyn, N. I., wohnende John Brennan sich mit seiner Frau erlaubte. hat zu deren Verhaftung geführt. Brennan machte semer besseren Halste einen Funszigdollar - Schein zum Ge schenk und die Beschenkte beschloß, so bald ihr Herr und Meister sich nach dem Essen aus das Sopha gelegt hat te, auszugehen und einige Einkäufe zu machen, die sie schon lange gern gemacht hatte, wozu sie aber nie genug Geld hatte zusammenbringen können. Au ßerdem mag wohl der geheime Ver dacht in ihr ausgestiegen sein, daß ihren Mann daS generöse Geschenk reuen möge, und so verschwand sie, ohne daß lbr Gatte dessen mne wurde. Etwa ei ne Stunde später ward Brennan plötznch m die Polizeistanon an der 4. Avenue entboten, wo er seine Frau hinter Schloß und Riegel fand. Wie sie ihm unter Thränen erzählte, war sie mit der geschenkten Fünfzigdollar-Note m einen Laden gegangen und hatte dieselbe in Zahlung gegeben. Das Ist er ne conföderirte Note, Sie wollen mich wohl beschwindeln!" hatte der Ladenbesitze? gerufen und die auf's Höchste erstaunte Frau verhaften lassen. Aren nan erklärte nun der Polizei, er habe sich nur einen Span mit semerFrau er lguben wollen und nicht bemerkt, daß dieselbe mit der Note ausgegangen sei, um Einkäufe zu machen. Die Polizei schenkte ihm Glauben nd entließ die flrau. Im Eismeer, etwa 1Z Meilen von der nördlichsten KüsteRorwegens, ist einer der dort demWalfischfang obliegenden Dampfer von einem Walfisch derart beschädigt worden, daß das Fahrzeug in kurzer Zeit sank und die Mannschaft nur das Leben retten konnte: sie wurde von eiKem an, dern in der Nähe befindlichen Walfischfangdampfer aufgenommen. Das gesunkene Schiff. Jarfjyrd-, stand im Begriff, seine Harpunkanone auf einen Walfisch abzufeuern, als es von einem Thier einen solchen Schlag erhielt, daß der Bug eingeschlagen wurde. Jnderunweitderschlesischen Grenze belegenen polnischen Gouvernementsstadt Petrika sollte ein Paar getraut werden. Als der Bräutigam die versprochene Mitgift nicht er. hielt, verließ er vor der Kirche seine Braut Die Angehörigen der Braut bemachtigten sich des Fluchtigen und brachten ihn mit seinemBruder gemaltsam nach dem Hause der Schwiegereltern. wo der junge Mann aevrüaelt wurde? sein Bruder ist lebensgefährlich f .:. " I . .'- . DClIffet.

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