Indiana Tribüne, Volume 19, Number 312, Indianapolis, Marion County, 29 July 1896 — Page 2

Zndiana Tribüne.

Erscheint Täglich und Somttagö. D-,e tIgltche Tribüne- kostet durch den Trizer 1 Cents per Woche, die 6onntaa.Xri6Üne"3 ijrnl per LZoche. Leide zusamen IS SentS tUx u Sttltl 9ciI7tnt. Per Post auberhalb de, ?tabt zugeschickt i orauSbejahlunz V pe, fJU. roi 18 Süd Vlahama örabe. Indianapolis, Ind., 29. Juli 1896. Frühere Bicepräsidenten. Es ist in neuerer Zeit bei unSBrauch geworden, für das Amt des Vicepräsidenten Candidaten aufzustellen, welche bisdahin der Nation verhältnißmäßig unbekannt waren und meist nur als namhafte Beisteurer zum Wahlcam-Pagne-Fonds besonders in Betracht kommen. In früheren Zeiten wurde darin eine wesentlich andere Politik befolgt, wie etliche Beispiele zeigen mögen. John C. Calhoun, der alte streitbare Presbyterianer von Süd Carolina, war ein hervorragender Führer geworden und hatte u. A. acht Jahre lang als Kriegssecretär amtirt (unter den zwei Administrationen des Präsidenten Monroe), ehe er zum Vicepräsidenten gewählt wurde. Er wurde in letzterer Eigenschaft wiedergewählt und behielt das Amt, bis er es niederlegte, um in den Bundessenat einzutreten, über welchen er von Amtswegen schon sieben Jahre den Vorsitz geführt hatte. Später gehörte er noch als Staatssecretar dem Tyler'schen Ministerium an. Calhoun'sAmtszeit war mit einigen bemerkenswerthen Umständen verknüpft. Zur Zeit, als er zum ersten Mal als Bicepräsident gewählt wurde, stand er auf demselben Wahlzettel mit Andrew Jackson, welcher sich um die Präsidentschaft bewarb. John Quincy Adams war gleichfalls Präsidentschaftscandidat, und die Wahl wurde nicht von den Elektoren entschieden, sondern in das Repräsentantenhaus des Congresses geworfen, welches dann Adams erwählte. Merkwürdigerweise war Jackson gleichzeitig auf einem anderen Wahlzettel auch Candidat für das Bicepräsidentschafts-Amt; es sollit ihm aber keines von beiden Aemtern beschieden sein, obwohl er im Wahlmänuer Collegium mehr Stimmen hatte, als Adams. (In der nächsten Campagne übrigens hatteJackson mehr Glück und wurde zusammen mit Calhoun gewählt, welcher dann seinen zweiten Termin als Bicepräsident antrat.) George Clinton, welcher ebenfalls zweimal als Bicepräsident gewählt wurde und dann im Amte starb, war vor feiner ersten Erwählung dreimal Candidat für das Präsidentenamt geWesen, zweimal als Mitbewerber von George Washington und einmal als solcher von John Adams. Auch hatte er sonst schon eine ziemlich hervorragende Rolle gespielt. Uebrigens war er im Jahre 1808 noch ein viertes Mal Candidat für das allerhöchste Amt (gegen Madison. welcher gewählt wurde) und gleichzeitig zum zweiten Mal Candidat für das Bicepräsidentenamt, das ihm denn auch zufiel. Heutzutage mag Solches Manchem höchst verwunderlich vorkommen, in jenen classischen alten Zeiten aber war es eine weitverbreitete Gepflogenheit, sich womöglich für Alles aufstellen zu lassen, was überhaupt zu haben war und, wenn sich der Sturm verbraust hatte, zu nehmen, was sich eben noch aufgreifen ließ, wenn nichts Besseres zu haben war. Niemandem fiel es ein daran Anstoß zu nehmen. Im selben Jahre, in welchemGeorge Clinton das Zeitliche segnete, war sein Neffe DeWitt Clinton (der Begründer des New Yorker Canalsystems) Candidat für das Präsidenten - Amt und erhielt 89 Wahlmänner-Stimmen. ge gen 128 Stimmen, welche für James Madison abgegeben wurden. So hatte im ersten Vierteljahrhundert desBestandes unserer Regierung die Familie Clinton sich nicht weniger als siebenmal um das höchste oder zweithöchste vom Volk zu vergebende Amt beworben, und zweimal mit Erfolg. DeWitt Clinton hatte sich vor seiner Candidatur schon als Bundessenator hervorgethan und wurde nachher dreimal zum Staatsgouverneur von New Fork gewählt. Er ist, beiläufig bemerkt, derselbe, welcher es ablehnte, sich als Gesandte? nach England schicken zu lassen. Der merkwürdigste (ode? mindestens notorischste") aller Bicepräsidenten aber war dr nachmalige Duellant AaronBurr. Sohn eines Geistlichen und Enkel des berühmten Geistlichen Jonathan Edwards, war er selber durchaus nicht, was man einen Tugendspiegel- nennt. Er zeichnete sich übrigens in der Armee aus und hatte es hauptsächlich diesem Umstand zu verdanken, daß er in den Bundessenat kam. Bon da ab strebte er nach der Präsidentschaft; er wurde von Jefferson geschlagen, indeß gewann er den zweiten Platz. Ehe er indeß seinen Termin als. Bicepräsident ausgedient hatte, erschoß er den vielgenannten Alexander Hamilton im Duell. , und da:nit war seine politische Zukunft für immer zerstört. Wegen seiner glänzenden Leistungen und bestechenden Fähigkeiten war Burr im Stande, durch die Blannerhessett - Expedition, die sich gegen Mexico und den Südweften richten sollte, das Land in argen Trubel zu verwickeln. Trotz der Bemühuge. der Regierung, ihn festzunehmen, entging er längere Zeit der Befolgung, und schließlich wurde er freigesprochen. .Er starb in Armuth, nachdem er an seinem Lebensabend wie eine Art Kam unter seinen Zeigenossen gelebt hatte und möglichst ' gemieden worden war.- Seine einzige Tochter und sein Sohn waren schon viele Iah re vorher gestorben. Die ganze Laufbahn Bure'S geHort Zu den fensationellsten und tragischsten Einzelkapiteln in unserer Geschichte.

George Washington war übrigens ebenfalls ziemlich nahe daran, nachdem er zweimal als Präsident amtirt hatte, nochmals den zweiten Platz zu erhalten. Es waren in jenem Fall neun Candidaten für die Bicepräsidentschaft vorhanden. Es ist übrigens sehr fraglich, ob Washington sich darauf eingelassen haben würde, wenn er wirklich eine Mehrheit erhaltn, hätte. Thomas Jefferson erhielt damals das Amt.

tntel Zavx frech betrogen. Weniger durch seine pecuniäre Große. als durch seine Keckheit ist ein Betrug bemerkenswerth, welcher unlängst an mehreren der Höchstcommandirenden unserer Armee und dadurch an der Bundesregierung verübt wurde. Ein ähnlicher Schwindel, dessen Opfer irgend eine grüne- Privatperson wurde, ist allerdings schon gar häufig borgekommen, wie erst kürzlich wieder hervorgehoben wurde. Aor mebreren Safiren schou trat in Fort Myer in Birginien unweit der Bundeshauptstadt das Bedürfniß nach einer besseren Wasserversorgung hervor, und der Congreß verwilligte $100.000 für diesen Zweck. Ursprüng. lich wollte man den Aquäduct anzapfen". welcher auch die Bundeshauptstobt mit Wasser versorgt. Aber das Kriegsdepartement ließ sich einreden, daß es viel besser sei, einen besondern Brunnen in Fort Myer zu bohren. Eine neugebildete Gesellschaft erbot sich, dies für $8000 zu besorgen was also einer Ersparniß von $92.000 gleichgekommen wäre und derBrun nen sollte alle 24 Stunden 50.000 Gallonen reinen Wassers liefern. Es wurde überdies ausbedungen, daß kein Cent bezahlt werden sollte, wenn die Wasserfluth geringer wäre, als jene Quantität. Die Gesellschaft übergab die Sache einem Pfiffikus von Untercontractor, und es war wunderbar. wie dieser sich seiner Aufgabe entledigte! Es wurde bald eine Wasserfluth von 60.000 Gallonen pro Tag gemeldet. Alles wurde befriedigend befunden, und die $8000 wurden mit großem Vergnügen ausbezahlt. Der Untercontractor verreiste ziemlich rasch nach Südamerika, vermuthlich um dort ebenfalls Brunnen solcher Calibers zu bohren. ' Da plötzlich floß der Brunnen nicht mehr. Eine Untersuchung ergab die verblüffende Thatsache, daß der Kerl überhaupt nur 6 Fuß gebohrt und alsdann einfach eine Röhre nach dem nahegelegenen Strom gelegt hatte, von wo alles Wasser kam, aber nur kurze Zeit kommen konnte! Der Brunnen war gesalzen". Kampf gegen ufternfeinde. An der ConnecticuterKüste wird um diese Zeit stellenweise ein interessanter Krieg geführt, welcher die Nächstbetheiligten weit mehr tn Anspruch nimmt. als die ganzePräsidenten - WahljahrsPolitik: nämlich der Krieg gegen die Seesterne lim Englischen starfisb" genannt), die Todfeinde der Auster und der Austernzüchterei. Es ist ein Ausrottungs - Krieg soweit sich dieses Ziel eben irgend erreichen läßt an welchem fast alle Austern - Industriellen mit ihrenBoo. ten mehr oder weniger theilnehmen. Tag für Tag werden Hunderte von Bushels Seesterne nach dem Gestade gebracht, und der Vorrath scheint sich gar nicht zu erschöpfen. Mitunter bringt ein einziges Dampfboot von der Ausfahrt einesTages 100 Bushels dieser verhaßten Geschöpfe mit. Diese Saison ist nämlich die LaichZeit der Seesterne, und wenn dieselben mit dem Laichen beschäftigt sind, können sie sich nicht um das Tödten der Austern kümmern; auch ballen sie sich um diese Zeit fest zu großen Kugeln zusammen, deren einer bis zu zwei Bushels Seesterne enthält. Der Laich bleibt in diesen Kugeln so lange, bis dieBrut für sich selbst sorgen kann, und wird so auch gegen Feinde geschützt. Zugleich ist aber diese Zeit für den Menschen die günstigste zur massenhaften Jagd gegen diese gefürchtet Plage. Von den getödteten Seesternen kann man, wenigstens vom Standpunkt des Menschen aus, ungefähr dasselbe sagen. was einmal ein boshafter Verseschmied auf das Grab emes übelbeleumundeten Individuums setzte: Hier liegt ein Schuft, Der in derGruft Erst Nutzen bringt: Er düngt." Denn der Seestern ist weder eßbar, noch kaun man sonst etwas mit ihm anfangen, außer ihn zum Düngen de:' Bodens zu benutzen. Dafür ist er inbc vortrefflich, besonders wenn er mit ge wissen anderen Arten Dünger gemischt wird. in MaulthlerOrdett. Ob und wieweit die Vierfüßer zum Schutz gemeinsamer Interessen in größerem Maße organisirt - sind, davon hat man, mit Ausnahme allenfalls von der Hundewelt an gewissen Orten, keine sichere Kunde. Doch von einem so nebelhaften Gebiet für den Witz des Menschen soll in Nachfolgendem auch gar nicht die Rede fein, sondern vielmehr von einer Organisation zweibeiniger Maulthiere." Dieser bemerkenswerthe und in mancher Beziehung einzigartige GeHeimorden blüht in verschiedenen Counties von Kentucky und West-Vir-ginien und spielt- eine wichtige Rolle, obwohl er anderwärts in unserem Lande nur höchst selten, und fast nie mit seinem Namen erwähnt wird. Er wurde unmittelbar nach dem Schluß des Bürgerkrieges in's Leben gerufen, und zwar nach einem ähnlichen Plan, wie die Organisation der Regulatoren im fernen Westen, oder vielleicht mehr nach dem Muster der vielgenannten Rangers" der texanischen Ebenen. Zur Zeit soll die Mitaliedscbaft dieses

geyeimenOrvens etwas mehr als 3000 betragen was eine sehr hohe Zahl für die betreffenden Gegenden ist und noch beständig im Zunehmen begriffen sein. Wie auch in gar manchen anderen

Gegenden, so machte sich besonders in den Grenzländereien von Kentucky und West-Virginien eine Reihe von Jahren hindurch nach dem brudermordenschcn Kriege die Gesetzlosigkeit in geradezu unheimlicher Weise breit. Ja die Hauptbeschäftigung der meisten kleineren und abgelegeneren Gemeinwesen schien in Pferde- und sonstigem Diebstahl zu bestehen! Die Behörden waren der Situation ganz und gar nicht gewachsen, und es mußte irgend etwas Praktisches unmittelbar aus demVolke heraus geschehen, wenn nicht Alles, was überhaupt von geordneten VerHältnissen vorhanden war, aus Rand und Band gehen sollte. Einer der bekanntesten 'ländlichen Aerzte im Big-Sandy-Distrikt war es, welcher zuerst auf den Gedanken kam, einen Schutz- und Trutzbund anstän diger Landwirthe und sonstiger Vürger, ohne Rücksicht auf die Beschäftigung, gegen diese Schreckenswirthfchaft in's Leben zu rufen, und sich auch alsbald an die Ausführung machte. Zu Maulthieren" wurden die Orvensmitglieder formell erst Jahre darnach, als die Umrisse eines abgemagerten Maulthieres zum officiellen Sinnbild der Organisation gewählt wurden. Aber was das überaus hartnäckige Festhalten an allen einmal vorgesetzten Zielen und Zwecken anbelangt, so war der Orden wahrlich stets maulthierhaft genug und konnte sich gar nicht besser bezeichnen. Der neue Orden erließ zunächst eine Proklamation, worin er sein Programm rückhaltsloS und bündig auseinandersetzte und zugleich die Ver-breche?-und Vanditenzunft in kräftigen Worten vor der Fortsetzung ihres Treibens warnte. Anfangs mach te sich das Verbrecherthum darüber lustig und erließ sogar sarkastische gehaltene Gegenproclamationen, welche da und dort angeschlagen wurden, nach der Manier der Welßkappen.Auch erfolgte kurz darauf ein besonders ausgedehnter Raubzug gegen da? Eigenthum der Landwirthe. Denn das Strolchenthum wollte darthun, daß es um den neuen Geheimbund sei nen Pfifferling gebe. Aber die Maulthiere" machten ein ganz gutes Debüt. Sie fingen mehrereMitglieder der Bande und verfolgten die Führer so heiß, daß dieselben gezwungen waren, tief in das Gebirge hinein zu fliehen. Es gelang auch, die Gefangenen zu überführen, und bald genug wurde der Orden als ein höchst wichtiger Factor der County-Regie-rung anerkannt. Jeder Erfolg för derte andere Erfolge, der Orden nahm rasch an Mitgliedern zu. in allen benachbarten Counties wurden neue Logen gegründet, und schließlich hatte beinahe jedes Gemeinwesen eine solche Loge. Natürlich gehört zum Orden auch ein vollständiges Zeichen-System für rasche' Benachrichtigungen und Warnungen auch auf größere Entfernungen. Sobald zum Beispiel ein Pferd:diebstahl gemeldet war, rückten 400 bis 500 Maulthiere aus und suchten die ganze Gegend ab, bis die Thiere wiedererlangt waren, oder der Dieb gefangen war. Aber auch kleinere Vergehen wurden mit systematischem Eifer verfolgt, wobei sich die Vorzüge dieser Organisation meist glänzend bewährten. Mit Lynchmorden befaßte sich dieser Orden als solcher nicht. Nie gibt er die Verfolgung eines Falles auf, und wenn auch lange Jahre darüber vergehen sollten. Und noch heute arbeitet der Maul-thier-Orden energisch weiter und hat leider Gottes noch Arbeit genug, obwohl es ihm gelungen ist, eine verhältnißmäßig gute Ordnung zu schaffen, wenigstens der SchreckensHerrschaft des Sirolcherthums ein Ende zu machen und den Pferde- und Hornvieh-Diebstahl sehr stark einzuschränken. Erst kürzlich hat der Or)en wieder zwei Expeditionen veranstaltet, wobei es sich um Mordgeheimiisse bandelt. Hin und wieder, aber - ,ch höchst selten, ist ein Ordensmitsied auf dem Felde der Ehre gefallen. Njährlich h J der Orden eine Groß-icg?n-Si!.uug," und bei der vorjähr!gen. zu Lockwoods im County Lawrence. loaren etwa 10.000 Personen zugeg?n. Es kann nicht Wunder nehmen, daß bis zu einem gewissen Grade auch dieser Bund zum Werkzeug von Politicanten gemacht wird. Nerieanlsche BrSuSe. Man könnte ein großes Buch übe? eigenthümliche - und anderwärts seh? ungewöhnlich erscheinende Bräuche im Lande der Azteken schreiben plaudert ein mezicanischer Correspönden't obwohl natürlich Mezicaner, welche niemals über ihr Land Hinausgekömmen sind, gar nicht daran denken wür den, diese Eigenthümlichkeiten besonders zu schildern, von 'denen daö Ge-schäfts-und Gesellschaftsleben win melt. In eine? Anzahl mexicanischer Theater z. B. ist der Plan eingeführt, die Zuschauer für die verschiedenen Acte eines Stückes einzeln zahlen zu lassen und für jeden Act einen Real (12z Cents) zu ; verlangen. Da gewöhnlich die aufgeführten -Stücke aus fünf vollen Acten bestehen, wozu dann noch eine einactige-Posse-alsästheti. scher Nachtisch kommt, so kommt also das ganze Vergnügen auf 75 Cents, abgesehen von bevorzugten Plätzen. Wem aber das Stück nicht gefallen sollte, der oder die braucht solcherart nur für den wirklich gesehenen Act zu zahlen, eine - Einrichtung, : welche vielen Theaterbesuchern recht sympathisch erscheinen dürste. Auch brau'chen verspätet Kommende nur für die Acte zu zahlen, welche 'sie thatsächlich sehen. Die sonstwo beim Protzenthum Zunr.?heil beliebte Gepflogenheit, ah-

licyincy zu spat zu kommen, oros im auf Kosten der Bequemlichkeit Andere? möglichst viel Aushebens von sich zu machen.kann bei der vorstehenden Ein Dichtung nicht leicht aufkommen, da das Späterkommen zu leicht den Ein-

druck erweckt, daß Einem der Preis für das g a n z e Stuck zu hoch ist, also zu sehr einer Schaustellung der Armuth ähnelt. Die Theaterdirectionen scheinen sich bei diesem System recht gut zu stellen; Viele kommen, welche keine Lust haben würden, füv einen ganzen Abend zu zahlen, wenn sie nicht eines entsprechenden Genusses im Voraus sicher sind, und Manche darunter bleiben am Ende doch da und zahlen auch für die übrigen Acte. Man kann sagen, daß es damit ähnlich geht, wie es schon manchmal mit dem Verschlingen von stück- oder lieferungsweise erscheinenden Romanen gegangen ist! Die mexicanischen StraßenbahnWagen zerfallen in zwei verschiedene Classen: diejenigen der ersten Classe haben einen lederfarbigen, und die anderben einen grünen Anstrich. In der Vielseitigkeit' der Beförderung sind die Straßenbahnen hier sehr weit gekommen; man hat ebenso, wie auf den Eisenbahnen, Güterwagen verschiedener Arten, sowie Viehwagen, wenigstens für Schafe und Ziegen, im Gebrauch. Leichen-Straßenbahn-Wagen sind hier längst keine Neuerung mehr, und der Leichenwagen selbst hat eine besonders großartige Ausstattung, mit einer Hoch-Platsorm. einem Katafalk uno einem Baldachin, welcher von einem Kreuz überragt wird. Diese Wagen sind entweder schwarz oder weiß angestrichen. Hinter ihnen kommen ge wohnlich lange Reihen Straßenbahn. Wagen, die mit trauernden Angehörtgen und Freunden gefüllt sind und auffallend schnell dahinsausen. Im Droschkenvcrkehr. hat man drei Classen, welche an den kleinen bunten Fähnchen aus Blech, die sie stets tra. gen. unterschieden werden müssen: erste Classe mit blauer Flagge ($1.50 di Stunde oder 75 Cents pro Passagier), zweite Classe rothe Flagge ($1 di, Stunde oder 50 Cents pro Passagier), dritte Classe gelbe Flagge (50 Centz die Stunde). Es ist sogar in der Stadt Mezicy selbst üblich.Laden und Geschaftsplätzt von 12 Uhr Mittags bis 2 Uhr Nachmittags zuzumachen und ein Placaj mit dev Aufschrift Geschlossen" an die Thüre zu hängen. Mexico ist ein großesKirchenglocken. Land. In manchen Städten, wie Guadalajara, scheinen alle halben Stunden sämmtliche Kirchenglocken loszustürmen. Allenthalben sind die Glocken sehr zahlreich und groß, und sie werden geläutet, indem man sie mit der Hand umkehrt, was nicht schwierig ist, indem stets das Gewicht der Glocke aenau durch Holzgewicht balancirt ist. Werden die Glocken nicht geläutet, so hängen sie stets mit dem Mund nach oben wie erwartungsvoll da. Zu den vielen bemerkenswerthen gesellschastlichen Sitten gehört auch die, dan die Männer beim Zusammentres fen einander umarmen. Wenn eine ältliche Dame eine jüngere beim Zusammentreffen auf die eine Wangß küßt, so weiß der Zuschauer, daß die Letztere noch ledig ist. und ein GrußKuß auf beide. Wangen bedeutet die Jungfräulichkeit der Geküßten.' Unter Umstanden mag es ja ganz gut sein darüber Bescheid zu wissen. tzuropäische Vundschan. Provinz Brandenburg. Berlin. Der japanische Corvettenkllpitän Toshi-Atsu-Sakamoto ist auf der Rückreise von Rußland h Berlin eingetroffen. ? wird im Auftrage seiner Regierung alle maritimenAn lagen und Schiffswerften des Reiches besuchen. Der Börsenmakler Aaron Blumenthal ist unter Hinterlassung zahlreicher Schulden und Börsendifferenzen flüchtig geworden. Die Lenormand Berlins, Frau Sperling, ist im 78. Lebensjahre verstorben. Es ist nicht zu viel behauptet, wenn gesagt wird, daß die alte Sperling in der Wahrsagekunst für Berlin dieselbe Bedeulung hatte, wie zu Anfang dieses Jahrhunderts die Lenormand in Paris bei welcher bekanntlich die Kaiserin ' Josephine und Alexander I. von Rußland sich die Zukunft prophezeien ließen und die auch den Sturz Napoleon's 1814 vorhersagte. Bei der Sperling, die 34 Jahre m dem Hause Dresdenerstraße. 116 gewohnt hat. erschienen hochgestellte Personen und ließen sich wahrsagen, und es verging kein Tag, wo nicht die alte, hochbetaate Frau zwanzig und noch mehr Besucher abzufertigen hatte. Groß - Lichterfelde. Aus Liebcsgram erschossen hat sich der 21jährige Gärtnergehilfe Julius Lange. In 'seiner Tasche wurde ein an seine Eltern gerichteter Brief gefunden, in welchem er wegen der That um Berzeihung bittet. S ch l e p z i g. Die Vollendung der jKreis-Chaussee Schlepzig-Lllbben kommt den betheiligten Ortschaften im westlichen Theile unseres Kreises und den i zahlreichen Freunden und Besuchern des Unterspreewaldes in der Hochsommerzeit recht zu statten. Tag für Tag wetteifern Schulen. Turn und' Gesangvereine.Pensionate. Musikcapellen in den Ausflügen in den gast lichen Unterspreewald. Buchenhain, Moldenhauerhütte. Adlershorst sind besonders beliebte Punkte. Der Spreewaldverein hat in diesem Jahre den Gästen durch Anbringung von Wegweisern eine besondere Annehmlichkeit bereitet. Der Wasserstand der Spree ist den reizenden Kahnpartien in dieser Zeit, wo die prächtigen Kornfelder wogen und die saftigen Wiesen in schönstem Schmuck prangen, jetzt besonders günstig. Provinz Ostpreüßcn. . Heilsbe?g. Hie? fiel das vierjährige Kind eines Arbeiters in den Allifluß. Ein junger Mann Namens Wölki-sprang nach und' beide ertranfen, Die Leiche des Kindes ist aefun-

den worden, ttc j&olfi noch ?.;chz. Der Fluß hat einen starken Strudel, in den das Kind und der junge Mann gerathen Ivaren. I n st e r b u r g. Bei einem Brand in Powelischen stürzte die Ehefrau des Arbeiters Thieslank, welche auf dem nahegelegenen Felde mit Kartoffelhäufeln beschäftigt war, um ihre Habe zu retten, in ihre Wohnung. Ihre Kleider wurden dabei von den Flammen ergriffen, der heimkehrende Ehemann fand sie am ganzen Körper geröstet in einiger Entfernung von dem brennenden Hause noch lebend am Erdboden liegen. Bald darauf verschied sie. . .Königsberg. In dem Dorfe Mantau bei Königsberg i. Pr. wurde die Leiche eines Mannes in mittleren Jahren von einem Händler entdeckt. Da bei dem Todten keine Werthstücke gefunden wurden, wird ein Raubmord als vorliegend angenommen; der That verdächtig wurde ein Knecht aus Mantau verhaftet. Provinz Wcstpreußcn. D a n z i g. .Auf der Schichau'schen Werft wird noch im Laufe dieses Herbstes ein großer überseeischer Dampfer für den Norddeutschen Lloyd vomStapel laufen; ein Schwesterschiff befindet sich auf derselben Werft in Arbeit. .Rosenberg. Der früher beim hiesigen Magistrat beschäftigt gewesene Bureaugehilfe Gustav Meinte, der im März d. Js. wegen Unterschlagung amtlicher Gelder zu einem Jahre Ge-

fängniß verurtheilt . worden war, ist vom Kaiser begnadigt und sofort auS der Haft entlassen worden. 'Strasburg. Sechs Gefangene sind zu gleicher Zeit aus dem hiesigen Gerichtsgefangnisse entsprungen. Die Flüchtlinge, welche sämmtlich längere Strafen verbüßen mußten, hatten das Schloß ihrer Zelle herausgeschnitten. Nachdem sie dann eine zweve Thüre Erbrochen hatten, gelangten sie auf den Boden, entwendeten dort KleidungsStücke, deckten das Dach theilweise ab 'und ließen sich dann an einer an der Mauer des Gebäudes befindlichen Lei'ter auf den Hof hinab. Darauf er.kletterten sie mit Hilfe einer Eisenstan'ge die mit starken Glassplittern bespickte Mauer und gelangten in'sFreie. 'Zwei der Ausbrecher sind inzwischen wieder dingfest gemacht worden. Provinz Pommern, i Aklam. Letzthin brannte aus dem nahegelegenen Gut Aurose etn .Viehstall nieder, wobei 180 Haupt Rindvieh und 5 Pferde umgekommen sein sollen. Als Cntstehungsursache des Feuers wird böswillige Brandstiftung vermuthet. Greifende? g. Auf eine schreck licheWeise fand der Arbeiter Vidql. ein 'ordentlicher Mensch, seinen Tod. Der? selbe war in der Balau'schen Brauerei beschäftigt und hatte im Bierkeller zu !thun. woselbst man ihn, als er zu lan, ge blieb, suchte, und wurde er dort, aufrechtstehend, zwischen Wand und die großenLagerfässer fest eingeklemmt, todt . vorgefunden, da demselben der Brustkasten vollständig, eingedrückt war. Die Fässer sind durch irgend tU nen Umstand gerutscht und , bedürfte es vieler Stunden schwerer Arbeit, um die Leiche herauszuschaffen, Vidal hinterläßt etne Frau mit fünf unversorgten Kindern. :S w i n e m ü n d e. Das neue Logengebäude der hiesigen Loge Zum sicheren Hafen" wurde durch denLandesGroßmeister Oberst a. D. Zöllner im Beisein der Mitglieder der hiesigen Loge und zahlreicher auswärtiger Brüder eingeweiht. Provinz Posen. I u t r o s ch i n. Nachdzm las Comite für die Gründung emerZacZerfabrik in Gostyn den Entwurf des Statuts für die zu bildende Genossenfchaft mit beschränkter Hastung cufgestellt hat, wird zur Genehmigung desselben und zum Abschluß des 'Genossenschaftsvertrages in nächster Zeit, eme Versammlung m Aostyn einberufen und demnächst mit der Anlege begönnen werden. K r o t o s ch i n. Im vorigen Jahre brannte das dem Schmi:)emeist?r C. Elias gehörige Wohnhaus nieder. Der Destillateur Weber erwarb f. Z. durch Kauf die Brandstelle und läßt nun auf derselben einen Bau aufführen. Beim Ausschachten der . Keller wurden in einer Tiefe von ungefähr j Meter zwei Särge mit MenschenKnochen gefunden. Obornik. Neulich brannte zu Golaschin dem Rittergutsbesitzer von Bernuth auf Borowo gehörig ein EinWohnerhaus bis auf die Umfassungsmauern total nieder. Der V.ar.d ist durch Unvorsichtigkeit der kiinfiäbngen Tochter deö Kuhhirten entstanden, die in Abwesenheit ihrer Eltern 'Vcuer im Herd machen wollte und hierbei vaS in der , Nähe des Herdes lagernd- Stroh und Holz anzündete. Provinz Schlesien. Oels. Der Arbeiter Lcopcli) Lzeczinsky zu Neugarten wurde kürzlich von seiner Frau mit b in siebenienKnaben beschenkt. Auf ein dieserhalb an den Kaiser gerichtetes Jmmediatgesuch hat der Monarch dieGenehmigung ertheilt, daß er als Taufpathe in die Kirchenbücher eingetragen werde. R a t i b o r. Von seiner Hochzeit mit der 17 - jährigen Tochter des Directors M. in Witkowitz zurückaetchrt. erdrosselte sich der Hauvtzoll.'.mtsassiftent Wilde in seiner Wohnung. Die Ursache der That ist noch nicht aufgeIl.z S o r a u. Die hiesige Strafkammer verurtheilte den Director der Pulverfabrik in Jessen wegen fahrZässiaer Töhtung zu drei Monaten Gefängniß. Der Verurtheilte machte im vergangenen Jahre wiederholt Schießversuche mit einem Geschütz, um die Knallwirkung des sog. Plastomenits zu proben. Bei einem solchen Versuche am 28. Oriober v. I. riß sich der Verschluß des Geschützes beim Abfeuern los und traf die Arbeiterin Maria Roack. die sofort getödtet wurde. Provinz Sechsen. Halle. Nach dreitägige? VerHandlung verurtheilte - das-Schwurgericht den 29 fähigen Handarbeiter Edw.

Lenninq aus Öraniendaum in Anhalt weaen Mordes zum Tode. AufGrund der umfassenden Beweisaufnahme gelangte das Gericht zu der Ueberzeugung, daß Lenning am Sonntag, 10. November v. I.. Abends, als er in Goltewitz bei Gräfenhainichen amKirmeßtag thcilnahm, das Tanzlocal auf einige Zeit verlassen und während dieser Zeit den Cigarrenhändler Matthias aus Oranienbaum auf der nach dort führenden Straße mit einem harten Werkzeug so schwer verletzt hat, daß dieser anderen Tages starb. L a u ch st ä d t. Hier verschafften sich zwei 10 - jährige Schulknaben Branntwein und tranken davon so viel, daß der eine noch in der folgenden Nacht an Alcohol - Vergiftung starb. Nordhausen. Kürzlich hat die landespolizeiliche Abnahme derStrecke Nordhausen - Jlfeld der Harzquerbahn durch dieVcauftragten der Reqierungspräsidenten zu Erfurt und zu Hildesheim in Begleitung des Ersten Bürgermeisters und anderer Mitglieder des Magistrats der Stadt Nordhausen stattgefunden. Provinz Schleswig-Holstein. A l t o n a. Hier erschoß der 33jährige Wurstverkäuser Tuschke seine 22 - jährige Geliebte Emilie Harst. weil sie sein Liebeswerben abwies. Tuschke ist entflohen. Neumünster. Eine seltsame Krankheitserscheinung, die in diesen Tagen bei einer Anzahl Kühe eines Landmannes in Husberg aufgetreten, ruft bei den dortigen Landleute große Beunruhigung hervor. Die betreffenden Kühe erblindeten plötzlich, ohne daß man sich erklären kann, wodurch dieser Zustand hervorgerufen ist. Ge muthmaßt wtrd, daß die Kühe irgend k-:lches schädliche Futter genossen haben und daher die Erblindung rührt. Segeberg. Hufner HarmsSchwissel verkaufte seine ca. 25 Hectar große Husenstelle für 30.000 Mark, an Mützel aus Ottensen. Bon der Stelle sind zwei Altentheile zu liefern. T o n d e r n. Das t?7esige Ringreitercorps feierte in der Schweitzer5)alle" das Fest seines 30 - jährigen Bestehens. Es fanden Umzüge dalch die Stadt und nach der Ankunft auf dem Festplatze Ringreiten für Er-

wachsen? und Knaben statt. Hieran reihten sich Volksbelustigungen verschiedener Art, Concert und Ball. Provinz Hannover. W i l h e l m s h a v e n. Im 2. Seebataillon ist eine endemisch auftretende Augcnkranthelt ausgebroen. Umfas sende Maßregeln gegen Weiterverbreitung der Krankheit sind getroffen. Al le Gesunden würden sofort aus der Kaserne ausquartirt und in den Matrosen - Kasernements untergebracht. Bei den getroffenen Vorkehrungen und Vorsichtsmaßregeln ist der Angelegen beit besondere Bedeutung nicht beizu messen. Osnabrück. Zum Stadtsupenntendenten Hierselbst wurde Pastor Bartels vom könial. Landesconsistorium in Hannover ernannt. Damit hat die Superintendentur. welche seit längeren Jahren wegen der Nlchtbestä tigung des verstorbenen Pastors Dr. Spiegel offinen nicht ausgeübt wurde, wieder ihre definitive Besetzung erhalten. Provinz Westfalen. D o r t m u n d. In einer der Uiw Nächte stürzte ein Schaffner von hier in der Nähe der Station LUtgendortmund vom Trittbrett eines in voller Fahrt begriffenen Eisenbahnzuges und blieb sofort iodt. Münster. Deutschlands größte Dichterin Annette von Droste-Hüls-hoff wird nunmehr auch in ihrer West fälischen Heimath ein würdiges Denkmal erhalten. Der westfälische Provincial - Verein für Wissenschaft und Kunst hat von der Meisterhand Fleige's eine Büste der Dichterin anfertigen lassen, welche im Laufe dieses Jahres unter entsprechenden Feierlichkeiten in dem Schloßgarten oder in der Promenade zu Münster Aufstellung finden soll. Rhclnprovinz. Aachen. In seiner Bezirksversammlung bewilligte der AachenerBerein zur Förderung der Arbeitsamkeit 100,000 Mark zum Ausbau und zur Erweiterung der hiesigen königlichen höhern Webeschule. B o n n. Bei den Fundamentirungsarbeiten eines der Brückenpfeiler für die RheinbrückeBonn Beuel stieß man in einer Tiefe von zehn Metern vunter der Sohle des Rheinbettes auf eine starke Mineralquelle. Dülken. Neulich Abends wurde der Taglöhner Kohlen in einer gefüllten Abortgrube als Leiche aufgefunden. Die Füße ragten aus dem Deckel hervor. Die Polizei vermuthet ein Berbrechen. Sie hat den Schwiegersohn Heinrich Kaiser als der Ermordung seines Schwiegervaters verdächtig verhaften lassen. Essen. In der Pferdebahnstraße wurde neulich Nachts ein schlechtbeleumundeter Mensch namens Kühl von hier erstochen. Der Mörder ist der Arbeiter Theodor Wollbrinck von hier. Köln. Die Stadt Köln hat die landesherrliche Genehmigung zur Annähme der Stiftung des Commercienraths Otto Andrege hierfelbst über die Summe von 400,000 Mark zum Bau eines Kunstgewerbemuseums erhalten. . Provinz Hchen-Nassau. B i e b r i ch. Dieser Tage brach in der naheliegenden Turnhalle der hiesigen Unterofficiersfchule Feuer aus. Trotz energischen Eingreifens der Feuerwehr fielen die Turngeräthe und das Gebäude dem. Element : größtentheils zum Opfer. Kassel. . .Der . Oberpostassistent Koch - Karlshafen wurde wegen Unterschlagung von 6235 Mark PostanWeisungsgeldern (61 Einzelfälle) vom Schwurgericht zu 1 Jahren Gefängniß verurtheilt. M a r b u r g. Im Dorfe' Sielen wurden durch ein Schadenfeuer .sechs Wohnhäuser mit den Nebengebäuden eingeäschert, ' ,

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