Indiana Tribüne, Volume 19, Number 309, Indianapolis, Marion County, 26 July 1896 — Page 9
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ellans. Vfapr Mo. 717. Oustralische Erzählung von I. D. Hansen, Im kleinen Goldgräberlager von Vloody Creek am Blutigen Bach so genannt, weil da einmal einige arme chinesische Goldgräber von ihren rohen englischen Genossen in grausamer Weise ermordet worden waren, hatten wir Drei gar kein Glück. Unsere Mundvorräthe waren aufgezehrt und unser Grebii im Store" oder Laden sür Alles" gänzlich erschöpft. Mißvergnügt saßen wir eines Abends vor unserem Zelte. Es war im heißen Januar, also mitten im australischen Hochsommer. Was nun?" fragte Jimmy Yates, indem er aus seiner kurzen Pfeife die Asche ausklopfte. Es ist kein Tabak mehr da. Dies war das letzte Restchen. So ist der beste Trost nun auch dahin. Wir sind ganz auf dem Trockenen. Was sollen wiv nun eigentlich anfangen? Hast Du eine vernünftige Idee darüber. Walter?" Ich habe keine," sagte ich köpfschüttelnd. Der Dritte im Bunde. Robert Hausmann, unser braver Genosse, schüttelte ebenfalls trübsinnig den Kopf und seufzte dazu schwermüthig. Wohlan denn." sprach darauf Jimmy gravitätisch, verzagt diesmal noch nicht. Freunde! Zum Glück bin ich da. um für uns Alle zu sorgen. Ich habe nämlich eine vernünftige Idee." Wir sahen ihn ganz erstaunt an, denn zum ersten Male offenbarte unser würdigerKamerad seine geistige Ueberlegenheit. Er hatte also eine rettende Idee! Wir hätten ihm so viel Verstand gar nicht zugetraut. Mit dem Goldgraben ist es vorläufiq nichts mehr für uns." fuhr Jimmr, fort. Unsere letzte Grube, die uns so viele Mühe machte, hat sich als ein richtiges Pechloch erwiesen. Mit einem neuen Stuck Land hier wieder unser Heil zu versuchen, ist auch nicht rathsam, ja jast unmöglich, da wir die Gebühren nicht mehr zu bezahlen im Stande sind. Ich denke also, wir derkaufen unser, Zelt und die sonstigen überflüssigen Siebenfachen, welche wir nicht mitschleppen können, und wandern nach Südwesten." Warum dorthin?" fragte ich. Zu welchem Zweck?" Um uns einem solideren Geschäfte zuzuwenden." Welchem denn?" ' Dem Telegraphenbau.Aber davon verstehen wir ja gar Nichts." ' v Wie denn? Verstehen wir es etwa nichtWr 'gut,' Löcher mdll?rdöoden zu graben?" Das freilich." Nun, weiter,, haben wir ja nichts dabei zu thun, als Löcher zu graben, die langen Pfähle hineinzustecken und die Erde wieder festzustampfen. Das Uebrige besorgen dann die Techniker, welche dabei sind." Aber wird man uns überhaupt beschäftigen?" Zuverlässig! Man ist sogar zur Zeit recht verlegen um Arbeitskräste. Eben weil die Leitung jetzt durch die Golddistricte geführt wird, haben viele Arbeiter der Verlockung nicht widerstehen können; sie sind vom Telegraphenbau weggegangen, um beim Goldgraben ihr Glück zu versuchen. Seht, Freunde, das paßt also für uns! Wir sind des Goldgrabens überdrüssig, weil wir seit drei Jahren so viel Pech dabei gehabt haben, so gehen wiv also zum Telegraphenbau; Andere machen es gerade umgekehrt!" Die Idee ist nicht schlecht." meinte Hausmann. Mir gefällt sie auch recht gut," sagte ich. In welcher Gegend ist man jetzt mit der Leitung beschäftigt?" Auf der Ebene westlich von Bodangora, also gar nicht so weit von hier, nur zwei gute Tagemärsche ungefähr." Wie weit soll die Leitung sich erstrecken?" Bis Fort Bourke am Darling." Woher weißt Du das' Alles so genau?" Ein alter Bekannter von mir, der dabei beschäftigt war, nun aber hier am Bloody - Creek Gold graben und waschen will, hat mir das erzählt." Hat er Dir auch über den Lohn, der gezahlt wird. Auskunft gegeben?" Natürlich. Der Lohn beträgt wöchentlich zwei Pfund und zehn Schillinge. außerdem gibt's freie Kost und Logis, so gut wie's jeweilig zu beschaffen ist." Das ist ganz annehmbar. Versuchen wir's also beim Telegraphenbau." Nachdem dies vereinbart war, legten wir uns in unserem Zelte zum Schlafe nieder. Zum letzten Male, denn am folgenden Morgen in der Frühe derkauften wir, indem wir schnell in landesüblicher Weise eine Auction veranstalteten, das Zelt, unseren Goldwaschapparat und sonstige Sachen, die wir nicht mitnehmen konnten. Der Erlös reichte hin, unsere Schulden im Laden zu bezahlen, was wir als ehrliche Leute zu thun nicht unterließen. Für den kleinen Ueberschuß, der uns blieb, kauften wir einige Lebensmittel, die allenfalls genügen mochten für zwei Tage. Darauf schulterten wir unsere Bündel und wanderten wohlgemuth nach südwestlicher Richtung in die Wlldniß hinein, bald durck den Gumwald. bald über die grüne Savanne, bald über hügeliges und steiniges Land. Abends 'amen wir zu einer einsamen Schänke.
kehrten aber dort nicht eitf, weil wk !
kein Geld hatten., sondern wanderten etwas weiter und übernachteten im tfltlCU. Am zweiten Taae aelangteil wir aus die große Ebene westlich von Bodan- , gora, auf welcher hier und da Rmderheerden und zahllose Schafe sich das oute Gras schmecken ließen. Einige ßarmhäuser sahen wir in weiter Ferne. Wir wanderten bis zum Abend, ohne daß uns ein einziger emporragender Telegvaphenpfahl zu Gesicht gekommen wäre. Wieder übernachteten wir im Freien und wurden in der Morgenfrühe des folgenden Tages erweckt durch das Knarren und Kreischen der Räder eines Ochsenkarrens und durch das Geschrei und Gefluche und Peitschenknallen des Fuhrmanns. Wir eilten zu ihm hin und sahen, daß der von sechs starken Ochsen gezogene plumpe Karren mit langen, glatten Pfählen befrachtet war. Halloh!" rief Jimmy, mir scheint's, Ihr habt's mit dem Telegraphen zu thun?"' ' Jawohl," versetzte der bärtige Ochsentreiber. ich fahre Pfähle dafür." Dann gehen wir mit Euch. Wir wollen nämlich Arbeit suchen beim Telegraphenbau." Eure Gesellschaft soll mir anz recht sein. An Arbeit fehlt's dort nicht, wohl aber an Händen." Um so besser für uns!" Ich betrachtete die langen Pfähle, die ein röthliches Aussehen hatten. Was ist das für Holz?" fragte ich. indem wir neben dem Karren herschritten. Bestes australisches Hartholz." antwortete der Ochsentreiber. Die Leute nennen es Beefwood" wegen der röthlichen Rindfleischfarbe. Die klugen Herren glauben, es werde nicht von den weißen Ameisen angefressen. Haha! Ich bin vom Gegentheile überzeugt. Aber was geht's mich an? Mein Rath würde ja doch nicht beachtet werden." Der erfahrene Mann hatte wirklich Recht, wie in späterer Zeit, nach einigen Jahren, offenbar wurde. Nach der Vollendung dieser langen Telegraphenlinie in Neusüdwales, für die zum allgemeinen Besten und Nutzen die Regierung bedeutende Summen bewilligt hatte, wurden in einigen Gegenden, wo die weißen Termiten zahlreich ihre wundersamen Bauten hatten, von diesen Thieren die hölzernen Telegraphenpfähle bald so zerfressen, daß der erste Sturmwind sie zerbrach und nieder warf. Durch zweckmäßige eiserne Pfosten mußten sie ersetzt werden. Gleiches geschah etwas später bei der noch viel großartigeren Telegraphenlinie. die' auf Anregung des Mr. Todd, des Generalpostmeisters von Südaustralien, in's Werk gesetzt und 1872 glücklich vollendet wurde. Diese Linie führt von Adelaide cm dev Südküste über den ganzen Continent nach der Nordküste und schließt sich da durch ein unterseeisches Kabel, Java beruh rend, in Singapore an die große indoeuropäische Linie an. Auf der ungeHeuer langen Ueberlandstrecke war man auch in mehreren Gegenden, der gesväßigen weißen Termiten wegen, ge nöthigt, eiserne Pfosten statt hölzerner Pfähle zu verwenden. Der Ochsentreiber sagte uns. daß noch einige andere Fuhrleute mit dem Anfahren von Telegraphenpfählen bcschäftigt seien. Zuweilen müßten sie weite Fuhren machen, acht Tage und länger unterwegs sein Uebrigens würden sie gut bezahlt, und er für seine Person möchte viel lieber den Ochsenkarren lenken, als sich mit dem unsicheren Goldgraben abplagen, denn bei dem letzteren Geschäft habe er früher sehr viel Pech gehabt. Unter solchen Gesprächen zogen wir. schwitzend in der Sonnengluth, langsam über die Ebene. Endlich sahen wir Telegraphenpfähle in der Ferne, die letzten in dev Reihe und noch ohne Isolatoren und Drähte. Wir eilten zur Stelle und wurden von Mr. Jngleby. dem Bauleiter, freundlich empfangen und sogleich zur Arbeit angenommen. Es war ihm sichtlich recht angenehm, daß wieder einige Arbeiter sich meldeten, denn er hatte nur noch drei bei dem Vortvab, welcher das Setzen der Pfähle besorgte. Nach unserer Anstellung konnte die Arbeit also wieder etwas hurtiger von Statten gehen. Nahebei waren zwei practisch eingerichtete, geräumige Zelte aufgeschlagen; dabei standen Packkarren und Wagen, auch ein Küchenwagen mit Kocheinrichtung, aus dessen eisernem Schornsteinrohr eine bläuliche Rauchsäule emporstieg. Ein angestellter Koch besorgte nämlich für die Telegraphenbauer den Küchendienst in der Wildniß. Einige Pferde und Zugochsen weideten in der Nähe. Wir erhielten zuerst ein gutes und reichliches Mittagessen. Darm war unsere erste Arbeit das Abladen einer Anzahl Pfähle. Die Mehrzahl derfelben riurde weiter gefahren und an anderei,' passenden Stellen abgeladen. Jeder Pfahl erhielt nach seiner Auf stellung eine Nummer, die mit schwär zer Oelfarbe darauf gepinselt wurde, wobei es mehr auf Deutlichkeit als auf Schönheit ankam. Etwas weiter zurück folgten uns dic Techniker nebst mehreren' Hilfsarbeitern, beschäftigt mit dem Festschrauben der Isolatoren und dem Anlegen der Drähte. Den Telegraphendraht von dem hin und wieder neue Vorräthe nachgeschickt wurden hatten sie in großen Rollen aufgewunden, in Stücken von 1000 bis 1500 Meter Länge. War ein solches Stück an einer Reihe von
Pfählen befestigt, sö wurde, bevor man ein neues Stück anfügte, zunächst mittels eines mitgebrachten Movse-Appa-rates erprobt, ob die Leitung auch richtig und zufriedenstellend functionire, indem zu solchem Behufe der Haupttechniker Depeschen wechselte mit der zuletzt im Osten eingerichteten Station. Wir aber, beim Vortrab, hatten nur an den uns angewiesenenStellen, nachdem die Entfernungen richtig abgemes sen waren, die Löcher zu graben, die Pfähle hinzuschaffen und sie aufzurichten, was in der Regel sich rasch thun ließ, da das Gelände meist günstig war. Außerdem mußten wir natürlich jeden Tag beim Abbrechen, Weitertransport und Wiederausrichten der Zelte helfen. Zuweilen kamen Ansiedler, Schäfer, Arbeiter. Goldgräber herbei, um unserer Thätigkeit zuzuschauen und dieselbe ganz ungenirt. bald lobend, bald tadelnd, zu kritisiren. Einmal erschien auch eine kleine Horde schwarzer, Ein, geborenen, welche pantomimisch um Tabak bettelten. Ihre Bitte wurde er füllt, worauf sie sich zufrieden von dannen trollten. . Ein altersgrauer Schäfer, der uns besuchte, wollte uns vor Buschräubern graulich machen, die in der Gegend ihr Wesen treiben sollten, besonders vor der Bande eines gewissen Jack Drugget. Bisher hatten wir noch immer ba$ Glück gehabt, von solchen Wildnißbanditen nicht behelligt zu werden. Wir erreichten ein großes und schon seit Jahren bestehendes Goldgräberlager, wo eine Station eingerichtet wurde, für welche der dafür angestellte Telegraphist mit seinem Apparat schon angelangt war. Zwei Hilfsarbeiter von der elektrischen Colonne verließen uns dort. Dämon Gold verblendete sie so. daß sie treulos den nützlichen und soliden Telegraphenbau im Stiche ließen. Sie wollten durchaus ihr Glück als Gold gräber versuchen. Der Haupttechniker und auch In spector Jngleby bezeigten darüber das größte Mißvergnügen, denn Ersatzkräfte für die Abgegangenen waren nicht zu erlangen. Sechs Tage später befanden wir uns zwischen öden Hügeln in einerSchlucht, durch welche die Leitung gesührt werden sollte. Die Gegend war wüst und dürr, keine Wasserstelle auf Meilen in der Runde. Zum Glück hatten wir für unseren Bedarf einige Wasserbehälter auf dem Proviant- und Küchenwagen. Die elektrische Colonne war, der zwei fehlenden Arbeiter wegen, hinter uns zurückgeblieben, etwa um zwanzig Pfähle, und wir vom Vortrab waren eben dabei, ein Loch auszugraben sür den Pfahl Nummer 6717. Als wir kaum zwei Fuß tief gegraben hatten, trafen unsere Spaten auf einen harten Gegenstand. Da liegt ein Stein," brummte Robert Hausmann; den müssen wir erst heraus haben Versuch's mit dem Spaten, ihn herauszuheben," sagte ich. Das that er, brachte aber den ver meintlichen Stein nicht herauf. Er ist wohl wackelig, sitzt aber doch zu fest." bemerkte er. Da legte ich mich nieder auf den Erdboden, griff mit beiden Händen in das Loch, rüttelte den harten Klumpen los und hob ihn dann mit vieler Mühe heraus. Der Stein ist merkwürdig schwer," stöhnte ich. Alle Wetter!" schrie Jimmy Yates in seltsamer Aufregung. Das ist kein Stein! Mein Leben lang will ich das allecdllmmste Känguruh sein, wenn das ein Stein ist!" Ein Goldklumpen, so wahr ick lebe!" schrie Robert. . Hurrah!" riefen wir Alle begeistert. Gesegnet sei der Telegraphenpfahl No. 6717. der uns an dies Glücksloch brachte!" Zum Henker jetzt mit dem Telegraphenbau!" rief Jimmy. Wir werden unter solchen Glücksumständen wieder Goldgräber und bilden hier eine Bergbaugesellschaft!" Jawohl, das wollen wir!" ertönte das allgemeine Geschrct. ! Unterdessen hatten wir die anhaftende Erde von dem Klumpen abgesto ßen und abgekratzt. Das gediegene edle Metall schimmerte uns entgegen. Es war ein Goldquarzblock, der wohl neunzig Pfund wiegen mochte. Abermals griff ich in das Loch, wühlte darin umher und fand sogleich noch zwei kleinere Klumpen, wahrscheinlich Bröckelstllcke von dem größeren. Es schien also ein richtiges Goldnest" zu sein, an das wir gerathen waren, eine Fundstätte von der Art. wie sie zuweilen in Australien von glücklichen Goldgräbern entdeckt werden.' . Alle Sechs von der neuen Bergbaugesellschaft nämlich wir Drei vom Bloody - Creek und die drei anderen Arbeitsgenossen machten sich ohne Verzug eifrigst daran, das Loch in der Erde zu vergrößern und zu vertiefen. Da kam' Jnspector Jngleby uns. der seit einer Stunde hinten bei der elektrischen Colonne sich aufgehalten batte, wo man gerade mit einemDrahtkabelstück zu Ende gekommen war und ein neues Stück damit verbinden wollte. Jslun. Leute," sagte er. seid Ihr noch nicht weiter? Erst beim Pfahl 6717? Das Loch habt Ihr ja viel zu groß gemacht !" Sir." sprach feierlich Jimmy Yate's, hier sind wir und hier bleiben wir, denn dies ist ein gesegneter Platz! Ke'ne hundert Zugochsen sollen uns davon wegbringen. Der Telegraphenbau ist jetzt nicht mehr unsere Sache. Mögen die Herren in' Sydney anderen Rath schaffen für die Fertigstellung der Lei. wna."
Was soll das bedeuten? Wollt Ihr auch fortlaufen?" Nein, aber wir sind hier ganz un vermuthet auf Gold gestoßen. Sir! Einen großen und zwei kleinere Goldklumpen haben wir schon heraus. Da liegen sie! Zu Ihren Füßen. Sir!" Der Jnspector sah. begriff, staunte. Ein freudiges Erbeben durchzuckte ihn. Auch er wurde sofort vom goldenen Dämon beim Schöpfe gefaßt. Dann will ich auch mit davon profitiren!" rief er. Ich bin's ja doch, der die Bestimmung traf, daß an dieser Stelle das Loch für den Pfahl gegraben werden solle." Das ist nicht mehr als recht und bil lig. Sir!" sprach ich. Aber werden Sie dann mit uns arbeiten in der Grube?" Ja. gewiß, das will ich. aus Lei beskräften." versicherte er. Doch zuvor muß ich amtlich melden, daß hier eine Stockung im Bau eingetreten ist. die unter den obwaltenden Umständen vorläufig als unüberwindlich angesehen werden muß. Ich muß die An. zeige davon nach der zuletzt eingerichteten Station im großen Goldgräberla gev telegraphiren lassen, damit von dort die Nachricht sofort weiter gegeben wird nach der Hauptstation in Bodangora, wo sich zur Zeit der Ober, inspector befindet. Das ist meine Amtspflicht." Und Mr. Jngleby lief höchst aufgeregt davon, zurück zur elektrischen Colonne. Er war kaum fünf Minuten fort, als Robert plötzlich unruhig zu werden begann, nachdem er über einem Gedanken gebrütet zu haben schien. Er rausperte sich und rief: Alle Hagel! Ich will doch nicht Hof. sen, daß unser Jnspector eben jetzt die größte Dummheit macht! Dieser Goldfund darf nicht so rasch bekannt werden, das könnte uns den größten Schaden bringen." Ich begriff' sogleich seine Meinung. Das ist allerdings richtig." sagte ich. Verhindern wir's, wenn's noch nicht zu spät ist!" Wir Beide liefen in toller Hast hin zu der anderen Abtheilung. Dort trafen wir die elektrische Colonne in fieberhafter Aufregung, ebenfalls wie besessen vom Dämon Gold. Der Haupttechniker klappte gerade den Morse - Apparat zu. indem er schwur, daß er nicht' auf Antwordepeschen warten, sondern dircct zum Goldloch laufen wolle, um dort auch mitzuthun. Haben Sie schon telegraphiren lassen. Sir?" fragte ich athemlos. Jawohl." versetzte der Jnspector. Daß hier ein neues Goldlager entdeckt worden ist?" Natürlich! Darin liegt ja eben die Begründung für die Stockung unserer Arbeiten." - Verwünscht! Das hätte lieber nicht geschehen sollen!" Warum nicht?". Weil's nicht fehlen kann, daß die Nachricht blitzschnell sich verbreitet im benachbarten Goldgräberlager, welches wir vor sechs Tagen verlassen haben, und wo die letzte Station eingerichtet worden ist. Sicherlich werden hier schon morgen Zuzügler ankommen; vielleicht erscheinen sie gleich zu Hunderten. Die Strecke, für welche wir sechs Tage brauchten, können sie wohl an einem Tage Passiren, und den Weg werden sie leider nur gar zu leicht finden, da unsere Telegraphenpfähle un trügliche Wegweiser sind." Zum Henker!" rief Jngleby be stürzt. Das hatte ich allerdings nicht bedacht. Nun ist's leider zu spät! Das hättet Ihr mir früher sagen sollen." Ja, uns fiel's eben, auch erst ein, Sir!" Die Sache war geschehen und ließ sich nicht mehr ändern. Doch so ärgerlich dies auch war. die Ereignisse des folgenden Tages sollten beweisen, daß die Absenkung der verhängnißvollen Depesche, wenn auch zu unserem Schaden, so doch noch mehr zu unserem Heile war. Die elektrische Colonne verlangte ganz energisch, mit in die neue Minengesellschaft aufgenommen zu werden. Nach einigemHin- und Herreden wurde ihr Begehren bewilligt, um böse Strei tigkeiten, die sonst zweifellos entstan den wären, zu vermeiden. Auch unser wackerer und lustiger Wildnißkoch wurde vollberechtigtes Mitglied, sollte aber seine Küchenfunc tionen auch fernerhin ausüben, und nur in seiner freien Zeit in der Grube mitarbeiten. So machten wir uns denn eifrig bei der Fundstätte allefammt an die Ar beit. Als Telegraphenbauer hatten wir nie so fleißig geschafft, wie jetzt als Goldgräber. Wir fanden auch noch mehr Gold in der vergrößerten und vertieften Grube, wenn auch keinen so großen Klumpen wie zu allererst. vlm Svätabend. als wir der Dunkelheit wegen die Arbeit einstellen mußten,' konnten wir vergnüglich berechnen, daß Jedem von der Gesellschaft schon ein hübsches Vermögen zufallen würde bei der Vevtheilung des bisher erbeuteten Goldes. Am folgenden Morgen setzten wir mit demselben rastlosen Eifer. und gu ten Erfolge unser Graben und Wühlen fort. Am Nachmittag stiegen plötzlich vom nördlichen Abhang herab in die Schlucht sechzehn höchst verdächtig aussehende Gestalten. Alle wohl bewaffnet mit Gewehren, langen Messern und Revolvern. Sie umzingelten unsere Grube, in und bei welcher wir gerade sämmtlich beschäftigt waren. Einer von ihnen, jedenfalls der Anführer des Trupps, ein hünenhafter, langbärtiger, wild und verwegen blik kender Mann, schrie mit . rauher Stimme: (Fortsetzung auf der Rückseite.)
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