Indiana Tribüne, Volume 19, Number 309, Indianapolis, Marion County, 26 July 1896 — Page 5

Turner Bau- und Spar-Vereln

Capital, ki... No. 2 Office im PEITSCHEN HAIS Versammlung, JEDEN SAMSTAG ABEND Rtrtlforen: Alb. E. Metzoer, President H. LOUIS SlELKEN. Vic ?r. Armin Bohn. Secretr Carl H. Lieber. Schatzmeister Theo. Stempfei, geo. vonnegut. HER.H. SlELKEN. C Eklert. J. GSO. MUELUS. Bietet sichere Anlas fuer Ersparnisse. Vermittelt guenstig Anleihen. Actlen werden ausgestellt auf $100, $soo, Sjoo, $400 oder 500 Antheile. Dio o?c beut lieh Bettraeqe sind nur 50c Antheil. pro Keine Eintritts-Gebuehrcn Kein AbachaetywqfrCobuehren. Kein Verluste blm Kut tritt. Der 4- 4Cigarrenladen r pr naftlMAinM I 67 Oft Washington Otr. imtäthUfi& dkm Vliblikum dnrck seine .ifiglUi Waaren All. Sorten n 7" t ' i kiaheimischer und imxoitirtenCigancn . . . cw i . cr 5 I uno eine grope uswaoi oon yiaucq Artikeln. Um geneigten Zuspruch bittet Schiller giörnUr Achtung ? Jetzt ist die Zeit für , . ,. f I UNge Papageien u. rpoiiüogei SroKe Auswabl. billige Preise, jeder Boael garantirt. Beim Dutzend oder emzeln. . Käfige, Futter, Saamen :c Das beste und ciuigp?. C. r. Kloppor. lSS Massachusetts ve. Aergert Dich Dein Auge so rrtke e nicht au, und weife t tcht von r. sondern toenoe an 'Q,vrv-'"C-'is 1 ÜLIi M I I IV WWllW r-TvsSi5 iSaKg A NTlTVi mxmf - OPTICIAK-O 91U.rFNN.rL DEN1S0N H03SL. IN0IANAP0LI5-IND. p na Dir für Dein Auge baS nöthige Ö4la! an fetttat. ünstttche uen wexven imerjto. ingesetzt. Brillen tocrden nach den bestm Methoden den gen angepaßt. 60 für tinm .nnace für ein HauS mit 8 Zimmern. mo für txrt HauK mit 5 Zimmern. Referenzen: Hr. Pbil. Rappaport, Herausgeber der Jndtana Trlfailae. Hr. 5b. H. au. rocer. 272 W. Micktga Str. k:r ttii Sie;; hpi 100 Kentucky Avenue. 1 st 1 6 1 6 i 1 1 1 teie kZ-u,n Sckube nnb Sroceriei billtaer in No. 5J3it Washington fetran kaufen, alt in irzed einem andern Xlattu tn er totaot. Zucker. Sl ?ür U Pfund goldenen Kucker. tl für N fanb extra S Zucker $1 füt21 tfune weichm Zucker tl für SP und i ranultrten Zucker $1 für 18 funb pulvertstrten Zucker $1 für IS Pfund Hutiucker. kehl. 13 40 für l ffai Mehl. 85c für 50 tun kehl. 45c sät SS P und kehl. !Se für I Satz Mehl - 6 eise. Stärke ic. Zcsör 1 Stack Every Da? Leise Zc ,1 . war . 34e 1 . Vuritan -.1 Lenox Sc . 1 Hummer SKc . I . tlWN . 1 - i Four ml- ?(010 , , 1 . Babdm' . . iPzcketi?? . t Vacket 9 o'clock Weshing Tea m 25 Pwnd Wascdfoda 10 fund Pearl Stärke s Pfund Lump Stärke. 3c 4c 4C Ute 4C 25C k'e 25c Fleisch und Schmal,. ic für 1 Pf ind beste Schmal, 1t für 1 Vrund beste Xitaf ard 7c tür l Pfund bester kalifornischer Schinken 7c kür I P'und Lacoa 9c für I Pfund grülzstück Bacon Ite für 1 Mifund -fuanrcurcb" Bacon OetToefnetc uno Fruchte in Sannen , ebenso diStgenPrenen. 6 Hubt für inder. Frauen nnd !ün,r, ,u fabelhaft n?e? iu den Pla nicht. N. , West kSashtngto Streße. weorge is. remeiu. Manager CTmTgmELtfcsan T7n e. CaimvSrtss S&MVVH tt.uiiuy-w No.SZ Oft Washington 0tr. Jokn M e i 1 a rk e r, Silentium Anw Hüttig empfiehlt sichali -Klavierstimmer uch übernimmt er die Herrichtung alte, Instrumente ,u ,ivilen Preis. , - ette Referen.en.

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GsscncrSchrcibcbricfdcs Philipp

Aliucrnmpsrr. Copyright 186 bj the Ccrmao PreM & PUte Co.) Mein liewer Herr Redatticnür! Ich sin de häp pigsteMensch von die ganze Welt. Die Lizzie, was mei Altie is, is nämlich sore Rest in die tt o ntrie gange. Off kohrs Un ich uf den Weg auch e diesende Nest, denn, sor die Wahrheit zu spreche, so e Frau duht en Ehemann e gut Diel datiern. Schuhr genug Hots Sache wo mer ohne e Frau gar nit tackele kann, so sor instenz das Schmiede un Schkroppe von ras aus; mer gieicu oocq cmgau im, . r - C Y. ? L !l wann c Haus guckt, als wie enPiajtall; awer es is auch ganz schön, wann mer emal sor e Tschehnsch de Bätscheler sviele kann. Enniwea icb aleicks. E gut Dma is. die Lizzie Hot die Jongs us :i .a . rt r: is, ja 11 uu uc uiiic uiuyiuvmuiv, kahs se Kot gedenkt, bei mich do dehte die Kids doch blos verwahrlose und k.ti. . : . cm.fr i.nn3 "'.Äb , f nKn Sejt ,, n nmm 'y7 . . . ... ' . unb ich brauche' n nit m eem ton zu watsche. Blseids dek :s er auch de gan ze Dag autseit das 5aus. Er sagt, er deht sor cn Schapp suche, awer sell kenne mer schon: in front von denCandvstohr herumhenge oder an die Stritt Behsball spille. das is all. Awer ich qcwwe nit so ang viel drum. ÜJtci Kids hen nit nöthig wie die Schlehfs for annere Leit zu schasse. For was Hot mtr hnnn h2 fiiSsfc lA?ld in die Rank? fm ?A cf,. :n nn(f, v.., i" v. OV"" A ..-7 gar nit gesagt, wo die Lizzie hin is. Do wohnt so ebaut verng Mette von hier e Schwesterschkmd von die izzie. Dere ihrn Mann Hot mich emol fufzig Dahler abgeborgt un ich hen nie keen rothe Pennie kriege könne, un brauchs auch nie nit zu eckspeckte. Well, hen ich gedenkt, das war e gute Tschehns die Lizzie emol for e Zeitlang los zu werde. Ich hen se solang getiest, bis se egried Hot. sich uf e Wochen fünf, sechs mit all die Kids bei die Farmersch emzuquartiere un unser Guthabe :n ,Trehd erauszunemmen. Daß die Kids mennetsche. daß die Interesse auch da bei erausgenomme werde, do sin ich schuhr, bikohs die hen en Eppeteit, dah en Hund jammert. So is dann mei Alin fort. Mer hen en ang nhrende Abschied gehabt. Awer wie des Haus so schön leer war. do warn ich doch froh. Die Lizzie is e arig gutes Diehr. do is nicks dabei, awer wann se ihr Spells kriegt, dann kann mersch puttiniehr nit mehr mit ihr stende. Mei Guttneß, was kann dieFrau so mähd werde! Am Merschte fuäst 's mich, wenn se start iwwer mei Bierche zu kicke. Sehn Se, Herr Redaktionär, ich gleiche emol mei Bierche zu drinke. ich fiehle dann immer e gut Diel besser un e Frau soll doch in mei Opinnien en Mann gleiche wann er gut sieylt. Well jetzt is se fort un ich sin for e Weil emol an die fehfe Seit, un wer 'n nit immer gebähst. IJo, was hen ich mich alles schon sg sch gusgedenkt! Der Wedesweiler Mit den hen ich gar Nicks zu duhn hen wolle, bikahs der Hot immer so drecklge Dncks an mich gespielt un ich sin endlich emol sick von das. Well, Mor gens ist die Lizzie mit die erschte Trehn fort un der Zug war de schönste Zug in ihrem Lkwe. Am selwe Owend sin ich fort for en Wahk. Ich hen mich sein uffgefickst, hen mich en neie Strohhut getackelt, hen mein Wahkin Kehn aus die Wahrdrohb kriegt und hen mich e Dehsie in mei Bottenhohl gesteckt. Ich sage 5yne. ich hen geguckt, wie en re aeler Duhd. Awer den Weg gleich ichs. Die Lehdies. die hen all geschmeilt, wie se mich gesehn hen un os Kohrs hen ich auch aeschmeilt. Mich lacht immer das Herz im Leib, wenn ich gutguckige Lehdies sehe; nit, daß e am nv denke, ich wär eener von die wattjukah!it Mäschers nossex. do sin ich viel zu schmart dazu, es is nor. weil ich gleiche Fonn zu hen. Wie ich so e Keitlanu akbe. do komm ich uf eemol an t Worlekehk. Schie! was hen Po . sor feiner Mädchen gestanne un hen for k Tschehns gewahrt, e Neid zu nemme. Wie ich komme sin. do hen se michPlatz gemacht un hen mit mich geschmeilt. Eem so e kleene schwarzi, mn Backe!cher wie Kersche Hot zu ihr Frend gesaar: .Guck emol, Mackze, was en seiner Schentelmann!" Do Hot se mich mit gemeint. Ich hen gebaut un sagt: .Haudldu Lehdies! En scheener Abend heit Owend, is es nit? Dehte Se vielleicht amaze e 'ieiv zu nemme 5" wo 9 fvy ( r lj I fyn geschnickert UN die SchWarzie saat: .Sertellie. awer werd Jhne Ihr eyTrtlt : 4s.Ni,s?" c,t,t hm ich I U " 7 " -1 -JWV l ' 7 c Lei gesagt. Frau?" hen ich gesagt. i ch h t n i 1 1 3f t a u, ich sin cü Batschcller un bin aus for e gute Zeit zu sen." Das ist der Stoff" sagte do die Görls. mit uns kenne Se e perdollt äuic Ztit Un. Awer ich wischt, mer j5ii- Gläsche ' Eiskriem ohde. Schuhr Ding- sagt ich Ihr sollt einiges hen."' Do sin mer in de neckste Drogstohr gange un hen paar Di irfra sristrTrm ' iinn hpnn nnm bCTs fchiedene SoHde's mit differenj Fleywers, wie trolzviekt, FgMiitte, hemmen und oaelbier ge? nomme un dan sin mer Widder nqch das Worlekehk. Ich sage Jhne. ich hen in nfn Stommeck gefiehlt, als wann ich t Kalb DuKend Brickstem un enSq? voll Marbels drin hätt. Die Görls ben mlch aebattert wie allei, ich sollt mit auf e Horssie. awer ich hen's unne? keine ZttlUMlttnzes gevaon. iieineulff . , ' s ! 1 k.!. (i s? ! Snr . . , rt' . Mt unt Ziärritsches gesetzt. Ich in di, oen icn mi rnii st Mitt von den schmale Siet und rechts ! un links eens von die Lehdies. Of

1 Kobrs hen ich mich aiia jeid an sie fest

gehalte, bikohs ich hen doch nit eraus falle gewollt. Ach. wäs Hot fell so gut

gefiehlt. wie das Worlikehk gestart Hot! So ebbes kann eem doch die Lizzie gar nit biete. Mer hen so ebaut sechs Reids gehabt un die Gorls hen mich immer mehr gegliche, do uf eemol wie das Worlekehk stappt, do steht ich hen gedenkt, es wär en Gohst der Karlle newig mich und hallert: Pa, Du sollst reiteweg heimkomme. DieMa mit die Kids sin schon. Widder retornt." Bei Tschortsch! Do sin ich awer aus die Kerritsch geschumpt, als wenn mich eener e Pin in die 5)ose gesteckt hätt. Die Gorls sin fort gelaufe wie alles un die ganze Kraut Hot deLähf an mich gehatt. Karlie. Du bist das größte Schoof von die Welt. Kannst Du Dich denn gar nit behehfe? Host Du die Ma schon gesehn?" No Pa" sagt der Karlie ich hen den Mister Wedesweiler in Front von sein Saluhn gemiet un der Hot mich mache Dich suche un Dich saae. die Ma wär wtddrt do!" Jsch det so? sagt ich der Wed es weile? Hot's gesagt? Well, mit dem Schuwiak do wer'n ich schon iewen." Of Kohrs war die Geschicht blos ufgemacht, awer. nor Gedult. ieder Hund Hot sem Dag un ich wer'n also mein auch emol hen. Womit ich verbleiwe Jhne Ihr liewer PhilippSauerampfer. Mit heilt man die Tuberkulose ? . Von Dr, weck. C. Kreutschmar. Ueber keine Krankheit ist in unserem Jahrhundert so viel zusammengeschrie den worden als über die Tuberkulose und zwar besonders über jene der Lun gen, usom vatyoiogiiq anatomijcyen Standpunkt wurde diese schlimmste aller Volksseuchen von Vayle im Jahre 1811 zum erstenmale richtig beschrieben, ob wohl kein Zweifel darüber obwaltet, dag sie seit uralten Zeiten bei uns endemisch ist. Seitdem ist eine Literatur, mit der man ganze Bibliotheken füllen könnte, über diesen Gegenstand entstan den, und fast ebenso, zahllos ist die Menge der Heilmittel, welche empfohlen wurden, leider aber bet strenger Prüfung die ihnen nachgerühmte Wirkung nicht ausübten. In aller Erinnerung ist noch die große Enttäuschung, welche eintrat, als Kochs Entdeckung des Tu berkulmS die maßlosen auf sie gesetzten Hoffnungen nicht rechtfertigte. Wa rend nch nun das grobe Publikum einem gewissen medicinischen Nihilis mus überließ, war m ärztlichen Kreisen die Frage der Tuberkulosen Behandlung dadurch erst recht ln den Vordergund des Interesses gestellt wor den. Das ist auch sehr begreiflich, wenn man sich daran erinnert, daß die Tu berkulose zahlreichere Opfer fordert als die blutigsten Kriege, daß etwa ein Siebentel aller Menschen ihr zum Opfer fallen, daß sie den Athleten des Cirkus ebenso wenig verschont wie die abgehärmte Näherin im Dachstübchen, die Kinder des Reichthum? ebenso we nig wie diejenigen der Proletarierfa milie. Fragt man nun, ob denn die Medi cin seit dem Ausblühen der bakteriolo gischen Wissenschaft und ihrer größten Errungenschaft, der Blutserumthexapie, noch immer keine sundamentqlen Fort schritte bezüglich der Tuherculosenbehandlung gemacht hat, so muß man daraus antworten, daß ein wirksames Mittel bis jetzt noch nicht gesunden ist. Alle Versuche sckeitern bis letzt an dem Umstände, daß man die Diagnose auf Tuberkulose nicht bald nach der An steckung, wie bei den qcuten JnfectionS? krantheiten: Masern, Scharlach. Tiph therix, Typhus und so weiter, sondern erst nach mehr oder weniger langer Zeit stellen kann, nachdem bereits eine aroge Ausbreitung des BacfericngisteS sm Körper und beträchtliche VeränderuN' gen in den Lungen stattgefunden haben, und daß die bisher dargestellte Antj toxine diesem intensiven Bakterimgifte gegenüber bet wc;tem nicht wirksam ge nug stnd. Glefchwohl beweisen zahllose Secj tionsbefunde an älteren Leuten, daß die Tuberkulose in ihren Anfängen seh? wohl bnlbgr ist. Ter pathologische Anatom nndet ost genug m den KW genspitzen Vernarbungen, welche d weisen, daß hier vor langen Jahren tn tuberculöser Herd bestanden hat. der meistens ohne ärztliche Behand jung von selber ausgeheilt ist. Unter solchen Umständen darf man natürlich nie an der Möglichkeit der Heilung verzweifeln und wendet mit Recht zunächst der Vorbeugung erhöhte Aufmerksamkeit zu. Man desinncirt den Auswurf der Lungenkranken, der eine stete Ansteckungsgefahr sür die Um gebung bildet: man predigt in hundert Artlleln die Vortheile einer vernünstl aen Abbärtuna der Juaen). wobei freilich nicht verschwiegen werden darf. da oft genug übertriebene Abhär tungsmarne zu Lungenkatarrhen führt und die Disposition zur Tuberkulose erzeugt; die Gesundheitspolizei eifert gegen die Benützung feuchter Keller Wohnungen und wendet ihr Augenmerks der Milch tuberkulöser Kühe zu, welche leider tagtäglich in Taufenden von Elnzenendunqen in die Städte gelangt und, ungenügend abgekocht oder gqr roh getrunken, nicht wenig zur Ve? breitung der Krankheit bestraft. Was die Behandlung bereits Er krankte? betrifft, s a ist man von den o recht widersinnigen Mitteln früherer Zeiten so ziemlich abgekommen Mqy schickt bemittelte Patienten, die unseren nordischen Winter schlecht vertragen. nicht mehr so leichtsinnig $fe früher qn. die Riviera und nach Südtirol, wo es im Winter ost recht empfindlich kalt ist: man räth vielmehr, wenn die Mittel es gestatten, zu emem vor winterlicher Kälte gänzlich geschützten Ausenthalt in Madeira Algier oder Egypten. Bei anderen Kranken verwerthet man den unzweifelhaft wohlthätigen Einfluß. welchen ein Ausenthalt m hoch gelege nen Gebirgsaeaenden auf einen noch

nicht gänzNch gedrochenen Körper aus übt.

Wie aber hilft man dem mäßig be mittelten und armen Kranken? Man hat nicht ohne Erfolg die öffentliche Wohlthätigkeit angerufen und entsendet alljährlich Tausende schwächlicher Kin der, welche früher oder später eine Beute dieser Krankheit sein würden, in die Feriencolonien und hat auf demselben Wege auch für Erwachsene Hilfe gesucht durch Gründung von Heimstätten für Tuberkulose. Der hierbei leitende Ge danke ist so human, daß er auf jede mögliche Weise gesördert werden sollte; gleichwohl darf man sich der Einsicht nicht verschließen, daß die Wohlthat sol cher Anstalten immer nur einem beschränkten Theile aller derjenigen zu gute kommen kann, die ihrer eigentlich bedürftig wären. Wenn man sich näm lich vergegenwärtigt, daß von den rund 1.300,000 Sterbefällen im Deutschen Reiche pro Jahr mindestens 180.000 auf Rechnung der Tuberkulose zu setzen sind, und daß man bei dem langsam schleichenden Charakter der Krankheit eine durchschnittlich mehrjährigeAndauer derselben in Rechnung ziehen muß, so kann man sich eine ungefähre Vorstel lung machen, wie groß daS Heer ' der Turbekulösen ist. Man hat daher immer auf 's Neue nach .Mitteln Umschau gehalten. In manchen Fällen ist, wie bekannt, de? Gebrauch von Leberthran nicht ohne Erfolg; die Welr.Mltchel.Playfansche Mastkur ist gleichfalls nicht ohne Nutzen; in anderen Fällen verabreicht man mit Erfolg leichtverdauliche organische Ei senpräparate, wie sie neuerdings auS Thierblut vielfach hergestellt werden. Am meisten aber hat sich ein schon seit langer Zeit bekanntes Mittel bewährt. welches wegen seiner früheren ungeeig neten Darreichungsweise zahlreichen Le fern ln unangenehmer Erinnerung stehen wird, neuerdings aber in chemi sche Verbindungen übergeführt wird, welche selbst vom heikelsten Patienten ohne Widerwillen genommen werden da? Kreosot. Sommerbrodt'S Verdienst ist eS, darauf hingewiesen zu haben, daß kleine Kreosotmengen keinen Nutzen bringen, und da nur von sehr bedeutenden Quantitäten ein Erfolg zu hoffen ist. Wer aber auch nur einmal bei Zahn schmerzen sich den Mund mit einigen Tropfen Kreosot verbrannt hat, kennt durch den eigenen Schaden die ätzende Wirkung, welche da? sonst eminent bak terienteindliche Mittel aus Schleimhäute ausübt. Es ist daher verständlich, daß mit der Verabreichung großer Kreosot mengen schon sehr viel Unheil gestiftet worden ist. Nur besonders Widerstands sähige Naturen vertragen dieselben; schwächere Individuen magern ab, ver lieren jeden Appetit und verfallen da mit- einer besorgnlkerreaenden rast losiakeit und können, wenn die ätzende Wirkung deS Kreosots fortschreitet, an Gedärmentzündung zu Grunde gehen. Daneben bekommt der Arzt fast täglich die nicht unberechtigten Klagen über den ekelhaften Geschmack des Kreosots zu hören. Diesen entschiedenen Nachtheilen stehen aber wieder zahlreiche günstige Erfolge gegenüber, welche zum Fetbal ten an der Kreosottherapie aufforderten. Sa lag die Sache biZ vor wenigen Iah. ren. als die Ehemie einen Fortschritt brachte. Durch fractionirte Destillation kann man aus dem Rohkreosot, welches ein Gemisch verschiedener, imHolztheer vor kommender Stosse ist, einen unter dem Namen Guqjalpl bekannten, chemisch einheitlichen Körper gewinnen, welchem dje bakterienseindlichen Eigenschaften des Kreosots ln erhöhtem Maße zukom men, welcher aber für lebendes Eiweiß ebenso gistig ist wie jenes und aus Schleimhäuten heftige Entzündung her vorrust, so baß die Heilwirkung durch die gistlge Nebenwirkung wieder aufge hoben wird. Beide Stone gehen aber mit der Kohlensäure Verbindungen em. welche, unteschaoet der Heilkraft, für Ächlelmhäute reizlos sind, als Kreosot karbonat beziehungsweise) Guaiakolkar bonat bezeichnet wenden und wohl daS Beste sind, was unser Arzneischatz uns zur jeft gegen die Tuberkulose bietet. Zuerst im Jabr? 1891 verwendet, sind dieselben seit . 1894 sehr in Ausnahme gekommen. Das Kreosotcarbonat ist eine ölige Substanz, welche völlig reizlos ist und von dem Patienten bequem kaNeelönel weise genommen werden kann. Nur sehr empfindliche Personen stoßen sich an dem öligen und räucherigen Geschmack, der in solchen Fällen durch Fruchtgelee oder Honig leicht zu verdecken ist. TaS Guajakolkarbonat hingegen ist fest und weiß und besteht aus feinen, in Wasser nicht löslichen, sast geruchlosen, schwach aromatisch duftenden Kriställchen. Es wird auch von den sensibelsten Perso nen gut vertragen. Die nächste und auffälligste Wirkung ist daS Wiederermachen des Appetites und die damit in Zusammenhang sie hende Gewichtszunahme und Hebung der ttörperkiäfte. . Wenn. w.,e zetzt. all. aemein bekannt, alle bakteriellen Krank heitserreger nur durch ilzre giftigen Stoffwechselprodukte, die Tozine, d.e,m Menschen so verderblich werden, o kann man sich die Heilwirkung der in Redt stehenden Stoffe nur sa erklären, daß durch die im, Aerdauungskanal befind. lichen Tonne langsam Guaiakol abge spalten wird, welches sich mit jenen zu, unschädlichen Verbindungen vereint, daß langsam m den Säftestrom dringend Guajakolmengen dort denselben Prozeß L & W oouzieyen, uno van y aumamia oen -Batterien der geeignete Nährboden ent zogen wird. Auf diese Welse vollzieh sich langsam, vom Mggen anfangend. eine gründliche Säuberung veS Darm kanals von den ungebetenen Gästen, W w . I r ? mr t rw i" ?' uno oamu yeot nen oas AUgememoefin den der Kranken in der oben beschriebe nen Weise. Später wiederholt sich derselbe Vor gang in den tuberkulösen Herden in der Lunge, die Prüfung des Auswurfs läßt eme Abnahme der Bakterien erken

x. i i ?C X c: - , ' r fr c i nen, Der Husten läßt nach, ebenso wie die nächtlichen Schweiße. Die durch Zerstörung des Lungengewebes in diesen entstandenen Höhlungen werden kleiner, vernarben schließlich, und zu. letzt verschwindet das Fieber ein 3. chen, daß keine Toxine mehr im Kor persatt kreisen. Freilich verlaufen nicht alle Fälle so günstig. Gegenüber den Endstadien de? Phthise, bei denen unersetzbare Lungengewebe in unentbehrlichen Men gen vernichtet ist, find und bleiben wir ohnmächtig: auch Menschen mit aerm ger Lebensenergie werden ost nicht auf ommen; endlich vereiteln Unverstand üß und Leichtsinn oft genug alle Bemühungen. Aber fest steht, nach viel eitlgen Mittheilungen von Autoritäten, daß sich auch vorgeschrittenere Fälle in einem früher nicht beobachtetem Um ange der Ausheilung zugänglich er weisen. Muskerrede eines Ochveizer ,,Ot indePrSs!denten." Werthe Gemeindegenossen und das sim-mer! Ma? händ is hüt ve? sammlat und das hem-mar, und müehan-is berata und das müamer, wie mar d Schuld, wo mar hend und die hem-mar. I meina nand und das köm-mar. I mein hald. ma sött e chli Kopf-StUer uflegga und das meini. Mar hettend scho Alpa, Wälder und Weida und die hätte-mär. aber die ghörent .d'ä rycha Pura und den' ghorans. Er könnend-ni jetzt drüber usspracha und das konnend-ä'r. I ha g'schlosse - und das han-l! LÜHfifHe Lyrik. t Der Gasthof zur goldenen Barschte Is Sie ä gar, staddliches Haus Dort hängen zwee riesige Wärschte , , Zum Kammerfenster heraus. Die, Wärschte sein stets mir ä Gleich- , rnfe: . Sinst liebt ich mit alihendem Durscht, Doch seit eenem freid'gen Ereignib IS des Bärschtenwirths Dochte? mir Wurscht. Hans Schlaukops. r' i Hans Schlaukopf nahm ein Weib Bloß weil es ihn verdroß, ' So oft er einen Knopf Mußt' näh'n an Rock und Hos'. Wie hat e? sich getäuscht! Jetzt muß der Arme leider Die Knöpfe näh'n auö noch An sein Stöftw leider. Di e s olgsame Tochter. Nein. Frau Schulzen." so erzählt die Zrau Ealculator Müller. ..Sie alau. den garnicht, was meine Flora für eil e 9 r rvi folgsame oazier tn. enn uy nur r l r . m P rufe: ölst, oa yopu sie ,a?or . . ll Im Verhör. Richter: Schämen Sie sich nicht, eine wehrlose Frau so mißhandelt zu haden?"Ange tlagter: Meine Schwiegermutter 'ne wehrlose Frau? Da kennen Sie die Al 1- fXI.Xl , IV.!il...CIll ' ie iqlrazi. err ericyisqos: - m ? . m m rf " B 0 s y a s k. Professorin : senken Sie, wie zerstreut mein Mann ist; die sen Morgen giebt er der alten Köchin einen Kuß, wie sie , ihm den Kaffe bringt! Freundin: Er hat gewiß ge dacht, es ist daS hübsche 'Zimmermäd ' ' ' t -r G aVant.' . . Ach. iÄ hätte Dornröschen sein mögen!"' -.Aber glauben Gnädigste denn, daß man Sie hundert Jyhre hätte schlafen lagen?!"

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Aus Sparsamkeit. Ein Schneider, der schon lange auf Bezahlung seiner Rechnung gewartet hat, kommt einmal wieder zu dem Ba. ron von und zu Pumpenhausen, in der Hoffnung Geld von ihm zu bekommen. De? Baron erklärt zum zehnten Male dem Meister Ziegenbock, daß er kein Geld habe, fügt aber tröstend hinzu, daß er voraussichtlich bald werde bezah len können, da er jetzt ungeheuer solide und sparsam geworden sei. In vem selben Augenblick tritt sein Diener herein und bringt das Frühstück, wel ches aus Eiern und russischem Eaviar besteht. Das nennen Sie sparsam sein?" ruft entrüstet der Schneider. Ist daS Sparen, wenn Sie zum Frühstück ein Viertelpfund Eaviar zu zwei Mark fünfzig Pfennige essen?" Gewiß," sagte der Baron lächelnd. Grade das thue ich aus Sparsamkeit. Wenn ich Eier und Eaviar zusammen esse, erspare ich ja das Salz, welches ich verbrauchen müßte, wenn ich die Eier ohne Eaviar äße!" Sächsisches Schnadahüpfel. Der Burgvoigt von Kalbern Wollte Lisel veralbern. Da sprach se: -Sie Bibbchen Sie schlag' ich ä Schnibbchen! Verlangt. Respektable deutsche Männer zu: Uebernahme der Agentur für in jedem Hause leicht verkäufliche Artikel. Er fahrung nicht nothwendig, einfache Arbeit und gute Bezahlung garantirt. Jeder, der sich ein rentable Geschäft zu gründen wünscht, oder sich einen guten Nebenverdienst, verschaffen will, schreibe sofort für Cirkulare und kostenfreie Proben an I. Ochoop 55 Gp., Ng. 235 Statt Straße, Racine Wis. Sausen Gie ihre Gckube bei EL MODEj 93 Gst OSnshington Ltr. Telephon 1269. Unterstützt ifcic -ll betriebe do Uni 9 kSaschmädche. ' No. 133, 140 und 142 Virginia Avenue. $ Q. Qomervills. Manager. Jermalmten nnd ganzen So ös zu hab Vei In ' V ' . -1. ' -' Üud'polia te Co.

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