Indiana Tribüne, Volume 19, Number 308, Indianapolis, Marion County, 25 July 1896 — Page 1
A o w 00 KV AO r1 kS A A w ! 1 W V w v - ttV w i .rV 1. Ä. Offtee : No. 18 Süd Alabama Straße. Jahrgang 19 Indianapolis, Zndiana Samstag, öen 25. Juli 8J6. No 3U8
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Wenn der Brauer für Hopfen und Malz in Folge der Silberwährung mehr bezahlen muß, dann wird er natürlich auch den VreiS deS BiereS höher ansetzen. Der Wirth aber kann für daS GlaS Bier nie mehr als 6 Cent? bekommen. Jeder hat seine eigenen Gründe für seine Stellung in der Silberfrage, manchmal sind sie aber auch darnach. Der Zowaer Silberdemokrat Gouvernör Boies erklärte, daß'er deshalb für die Silberfreipragung sei, weil die Löhne der Landarbeiter so hoch seien, daß der Farmer bei denselben nicht bestehen könne. Die Silberwährung sei nöthig, um dem Farmer billigere Arbeit zu verschaffen. Von seinem Standpunkt aus hat der Mann vollständig Recht, denn der gewünschte Zweck würde erreicht werden. Vom Standpunkte deS Arbeiters sieht sich die Sache freilich anders an. Die belgischen Kammerwahlen endeten mit einem gewaltigen Erfolge der belgischen Sozialisten. Die Herrschaft der Klerikalen ist inS Wanken gebracht. Von dem Drittel der Kammersitze, die neu zu besetzen waren, und von denen die Klerikalen 66 inne hatten, erlangten sie nur 26 in der ersten Wahl. Die Sozialdemokraten aber haben nicht bloß ihren Sitz in Namur behalten, sondern die Ausficht gewonnen, fünf weitere Sitze in Nidelles und Philippeville bei den Stichwahlen zu erlangen, und die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß sie die Hauptstadt Brüssel in die Hand bekommen. Denn hier hat sich ihre Stimmenzahl ungemein vermehrt : 71,000 gegen 38.400 am 16. Oktober 1894; die' Stimmenzahl hat sich in zwei Iahren fast verdoppelt, und nur um 17.000 Stimmen überragt die Sozialdemokraten die klerikale Partei, die ihnen damals um 50,000 zuvorkam. Und in Antwerpen, Belgiens zweiter Stadt, ein ahnlicheö Ereigniß. Die bürgerlichen Blätter melden, daß der fozialdemokratische Wahlsieg in den herrschenden Kreisen allgemeine Bestürzung hervorgerufen habe, daß im ersten Schrecken die Wache am königlichln Schloß verstärkt worden sei. Dem San Franzisko Tagblatt entnehmen wir den genauen Wortlaut der bei der Convention der Californier Sozialisten gefaßten Beschlüsse in der Währungsfrage. Darnach lauten dieselben etwa? vernünftiger als wie sie der Telegraph übermittelt hat und zwar wie folgt : 3n Erwägung, daß wir überzeugt find, daß den Wertherzeugern von keinem Geldsystem Hilfe kommen wird, ausgenommen von einem auf die durchschnittlich geleistete gesellschaftliche Arbeit gegründeten Tauschmittel, und, 3n Erwägung, daß wir in dem Kampfe für und gegen die FreisilberPrägung im Verhältniß von 16 zu 1 nur einen Streit zwischen Kapitalistenlassen über die Theilung der ArbeitSProdukte und eine Phase deS Kampfes der verfchuldten Mittelklasse um die Eziftenz erblicken; und in Erwägung, daß solche Freisilberprägung (wenn überhaupt) einer anderen Klasse zugute kommen würde als der Klasse der Arbeiter, welche kein Eigenthum und keine Hypotheken haben, die aber als Loynarvetter Giauvlger oes ganzen Volkes sind, sei eS Beschlossen, daß wir die freie Silberprägung im Verhältniß von 16 zu 1 durch die Vereinigten Staaten als Klassengesetzgebung zu Gunsten der Schuldnerklasse, als d?n Interessen der Lohnarbeiter verderblich, ihre ArbeitS kraft verbilligend und ihre Kaufkraft reduzirend, verdammen. ES ist nicht die Silberwährung an sich, welche den Kapitalist und Finanzier schädigt, sondern der Ueber gang von der Goldwährung zur Silberwährung. Der Uebergang von der einen zur anderen ist'S, wovor sich der Kapitalist fürchtet. Nach fünf, zehn pder fünfzehn Iahren, je nachdem, wenn die Schäden deS UebergangS überwunden, die Verluste desselben verschmerzt find, wird der Kapitalist sich bei der Silberwährung vohler be finden, als bei der Goldwährung, denn schwankende Werthe und Preise geben dem Geschäfte den Charaster der Sve
kulation, und dabei profitirt der Fi-
n?nzmann immer am meisten. Die Arbeit aber würde nach wie vor die Quelle deS Reichthums bilden, und nach wie vor könnten die Kapitalisten nur auf Kosten der Arbeit Reichthümer ansammeln. Nur würde daS in noch größerem Maße geschehen, als vorher, denn bei schwankenden Preisen sucht daS Kapital immer seinen Vortheil zu wahren. Natürlich haben auch die Arbeiter bei dem Uebergang von der SilberWährung zur Goldwährung zu leiden, man könnte indeß darüber wohl wegsehen, wenn nur die Aussicht vorhanden wäre, daß eS dann späterhin um so btsser werden würde. Allein daS gerade Gegentheil wäre der Fall. Die Kapitalistenklasse würde sich nach einer Reihe von Jahren wieder erholen und, a'ö Klasse betrachtet, die durch den Uebergang verursachten Verluste wieder einbringen, die Arbeiterklasse wäre für immer geschädigt. VDmsjüiacsjridjteih Inland. W e tterbeti ch t. WärmereS, schönes Wetter heute und Sonntag. Gestrig eTemperatur : Mazimum 76 Grad, Minimum 60 Grad. Regenfall 0 09 Zoll. Hl Wollen doch ein Ticket auf. stellen. Chicago, 24. Juli. Die Golddemokraten wollen noch vor dem 2. September eine Convention abhalten. Wo dieselbe stattfinden soll und wie die Delegaten gemahlt werden sollen, ist noch zu bestimmen. ES wird davon gesprochen, die Convention in IndianapoliS abzuhalten. Bei der hiesigen Versammlung waren Jndiana, 3owa, Ohio, Michigan, Keutucky, Missonri, Wisconsin, JllinoiS und NebraSka verreten. ES ist die Abficht der Golddemokraen, ein besonderes Ticket aufzustellen, deß die New Jorker sind vorläufig dagegen und ohne diese wird eS wohl nicht gehen. D i e S i l b e r l e u t e. St. Loui S, 24. Juli. DieConvention der Silberleute (Silberminenbesitze? und Freunde) hat Bryan und Sewall indosfirt und sich vertagt. , Die Populisten. St. Louis,24.3uli. Den Stein des Anstoßes bei den Populisten bildet der Vicepräsidentschaftö - Kandidat Sewall. Die middle of the road Leute, fürchtend, daß wenn einmal Bryan nominirt sei, der Enthusiasmus auch die Nomination Sewall'S herbeiführen würde, beantragten, die Sache umzukehren und zuerst den Vicepräsidenten zu nominiren. Die Anhänger Bryan's sträubten sich mit Händen und Füßen dagegen, aber der Antrag wurde schließlich doch angenammen und dann wurde Thomas E. Watson von Georgia als Vicepräfident nominirt. DaS ist ein großer Sieg der miääle of the road rnen. ES wird mit Bestimmtheit versichert, daß Bryan die Nomination nicht annehmen werde, wenn nicht auch Sewall von den Populisten nominirt wirdr Diese sprechen davon DebS zu nominiren, dieser hat aber wiederholt erklärt, daß er keine Nomination annehmen werde. Die Platsorm, welche die Populisten annahmen, enthält außer der Silberplanke noch folgende Empfehlungen : Die Errichtung von Postsparbanken, progressive Einkommensteuer, - graduelle Uebernahme der Eisenbahnen und anderer Verkehrsmittel durch die Regierung, Einführung der Initiative und deö Referendums, Widerruf der an Corporationen gemachte Land schenkungen, Abschaffung deS Con temptr-erfahrenS in den Gerichten, Anstellung unbeschäftigter Arbeiter u.s.w. Wolkcnbrüch, in Ohio. S p r i n g s i e l d, O., 24. Juli. In der letzten Nacht ging hier ein Wolkenbruch nieder und AlleS ist überschwemmt. Die Bewohner deS OftendeS ziehen in Folge deS AuStretenS deS Buck Creek n die oberen Stockwerke. Die Front Str. und die North Str. stehen zum Theil unter Wasser. Eine Anzahl junger Leute, die bei LZedmondS MillS lagerten, haben die ganze Rächt in den
Zweigen der Bäume zugebracht.. Ein
Hilfs-CorpS ist ausgegangen, um sie zu retten. Der famose Snyder Park, der beinahe $250,000 kostete, ist fast ganz ruinirt. Der Schaden auf dem Lande wird sehr groß sein. Der Mill Run Sewer ist heute geborsten und hat daS Ostende unter Wasser gesetzt. Dreißig Familien haben ihre Wohnungen vertagen, ooer nno rn ote oberen Stockwerke gezogen. Die nach Osten bestimmten Züge der Big Four Bahn gehen über andere Linien. Der traßenbahnverkehr steht still, da daS BetriebshauS überschwemmt ist. Acht Blocks sind überschwemmt, und daS Wasser steigt noch. Die Brücke an der Ost High Straße ist unsicher. Die Geleise der Ohio Southern Bahn siehen unter Wasser und eS ist unmöglich, Züge abgehen zu lassen. ColumbuS, O., 24. Jule. 3n und um ZaneSville sielen in der letzten Nacht 2,17 Zoll Regen. Der MuS-kingum-Fluß steht auf 20 Fuß. Die Bellaire, ZaneSville & Cincinnati Bahn litt am meisten, aber auch die fünf anderen Bahnen wurden im Betrage von Tausenden. von Dollars beschädigt. i , Ruinirte Ernten in Ohio. Finelay. O., 24. 3uli. Die anhaltenden Regen und Ueberschwemmungen haben einen großen Theil der Ernten im nordwest'ichen Ohio zerstört. Die Hälfte deö HeuS ist noch nicht gemäht, der Weizen liegt fast alle im Feld, sproßt und ist für den Markt verloren, und die Haserfelder find so naß, daß keine Maschine hinein gehen und schneiden kann. Huntertausend, von Dollars Schaden wurde in den letzten Tagen angerichtet m , e Ausland. Allerhand au S Deutschland. Berlin, 24. Juli. Der in den Ver. Staaten noch von der letzten Saison her als Mitglied deS Dam-rosch-EnsembleS im besten Andenken stehende Tenorist Maz Alvary, oder wie er elgentll htm A ebenda. schwebt in schwerer Lebensgefahr. Er liegt in Kissingen an der BlinddarmEntzündung erkrankt darnieder und muß sich einer lebensgefährlichen Operation unterziehen. Eleonore Duse, die große Tragödin, muß eine Caprice recht theuer bezahlen. Sie war für die vorige Saison mit einem Mailänder Theater-Unter-nehmer einen Kontrakt für eine Tournee nach Araentlnten elnaeaanaen. brach aber den Kontrakt und ging statt dessen nach New Jork. Der im Stiche gelassene Manager hat sie deshalb auf Bezahlung der in dem Kontrakte festgesetzten Konventionalstrafe verklagt und das Mailänder Gericht hat die Künstlerin daraus zur Zahlung von 7ö,000 Franken verurtheilt. Geradezu verbrecherischer Leichtsinn hat in Zehdenick an der Havel eine förmliche TyphuS-Epidemie hervorgerufen. DaS Badewasser, in welchem ein Typhuskranker gebadet worden war, wurde auf die Straße gegossen, lief in einen Brunnen und vergiftete denselben. 40 Personen find bereits an Typhus erkrankt und neun gestorben. Der Ruck nach Rechts", welchen Stöcker unternommen hat, wird allgemein besprochen. Unter der neuen Firma Kirchlich. Sozial" will Stöcker alle Anhänger deS Pastoren-Sozialik-muS versammeln. Viel Erfolg wird er kaum haben. Alö letzter hoffnungSloser Versuch" wird daS Beginnen des HofpredigerS a. D. allgemein angesehen. Wie seiner Zeit gemeldet, hatte der chinesische Spezialbevollmächtigte Li Hung Tschang bei seinem hiesigen Aufenthalte die Aeußerung gethan, die deutsche Armee sei die beste in der Welt, eine Aeuberung, welche in St. Petersburg sogar eine gewisse Verstimmung hervorrief. Rußland kann sich beruhigen. Dasselbe hat der bezopfte Herr in Paris den Franzosen gesagt : Die französische Armee stünde keiner in der Welt nach. Auf diese Weise complimentirt sich Li so durch. Hier heißt eS bereits, Li drehe seine Gelbe Jacke" nach dem Winde. DaS Befinden deS Fürsten BiSmarck ist ein derartig erfreuliches, daß heute in Friehrichöruh eine musikalische Soi, ree stattgefunden hat. Der Geigerkönig Joachim und der Clavierkünftler
Julius Spengel, letzterer aus Ham
bürg, waren zur- Mitwirkung vom Altkanzler persönlich eingeladen worden. Der Fürst ist ein großer Musikfreund; so mußte ihm in den ersten fiebenziger 3ahren der damalige Botschaftörath von Keudell, der spätere Botschafter in Rom, allabendlich auf dem Clavier etwaS vorspielen ; BiSmarck nannte die Stunde seine Wieteraussrischung". Die Annahme der Polizei, daß sie den Attentäter, welcher in einer Abart deß Londoner AusschlitzerS im Fisch-markt-Viertel sein Unwesen treibt, endlich gefaßt hatte, hat sich alö irrig herausgestellt. Der Kerl sticht, wie gemeldet, mit einer Nadel kleine Mädchen in daS Gefäß. 3n Verbindung damit find bereits eine Reihe Verhaftungen vorgenommen worden, ohne daß der Rechte gefaßt worden wäre. Auch der gestern verhaftete Mann mußte, da keine Beweise gegen ihn vorlagen, wieder entlassen werden. Ulll Kalifornische Obst in England. London, 24. 3uli. Eine Probe hat ergeben, daß die am Mittwoch mit dem Dampfer St. Louiö" in Southampton angekommene erste Sendung Californier Obst nicht von der Qualität ist, welche die höchsten Preise im englischen Markte erzielt. Die Birnen sind zu klein, zu gut für den gewohnlichen Handel und zu gering für die erste Klasse. Sie eignen sich indessen gut für Desert-Früchte. Die bei der heutigen Auktion erzielten Preise waren sehr gut. Die besten Birnen brachten 10 S. 6 P. und die geringsten 4 S. 6 P. DurchschnittSkiften wurden für 6 S. 8 P. verkauft. Die in der Sendung enthaltenen Pflaumen waren ebenfalls zu klein, brachten aber 1 S. 6 P. per 4 Kisten. Nur 13 Kisten der ganzen Sendung waren beschädigt. ES wurde auf die besten Posten eifrig geboten. Die Herren 3ameS und SonS erklärten, wenn die Birnen von der besten Qualität gewesen wären,-so würden sie 14 bis 15 S. per Kiste gebracht haben. O6)isfs. Nachrichten. Angekommen in: N e w I o r k : Palatia" von Hambürg; Lucania" von Liverpool; Adriatic" von Liverpool. Genua: Emö" von New Aork. Antwerpen: JllinoiS" von Philadelphia. Hamburg: Victoria" von New Jork. , v i m Allerlei. 5n einer Weise, die tv o b l noch nie dagewesen sein may. kam ein dreiiäbriaes Söhncken de? Gärtners ssranz Schlickwem, der einige Meilen von VM2oale, anl.ofl.ig tu, um s Leben. Der Knabe trollte hinter der Mutter auf einem Pfi'.de neben der Chaussee emher. als ein Radfahrer an aesaust kam. Das Rad schleuderte einen etwa 4 Unzen schweren, kantigen Stem empor, und dieser verwundete den Kleinen an der Schläfe so schwer. datz er bald darauf eine Leiche war. Der Radfahrer hatte natürlich keine Abnuna von dem Unbeil. welches er angerichtet hatte, und fuhr davon, ohne erkannt zu werden. Es wird befürchtet, daß zwei nach San Francisco bestimmte Schiffe auf hoher See verloren gegangen sind. Es sind dies die Baike .Undaunted- und die City of Phila-delphia-. Die Undaunted" verließ Baltimore mit einer Ladung für San Francisco im Januar, und ist seit dem Passiren von Cap Henry weder gesehen noch gesprochen worden. Sie ist jetzt 168 Tage aus der Reise, während sie die Reise in ungefähr 130 Tagen hätte zurücklegen sollen. Das Schiff stand unter dem Commando von Capitän LewiS und hat eine Besatzung van 25 Mann. Seit der Abfahrt der City of Philadelphia- sind bereits 151Tage verflossen. Im Laufe des am 30. Juni beendeten Fiscaljahres sind auf Ellis Island im Hasen von New York 263.709 Personen gelandet gegen 190.023 im Fiskaljahre 189495. Von der Gesammtzahl der gelandeten Personen sind aber nur 113.030 als wirkliche Einwandere.? zu betrachten, da bereits früher in den Ver. Staaten cmsässig waren und 95.269 hier ansässj gen Familien angehörten. Dtt Ge sammt - Einwanderung jm weiteren Sinne vertheilte sich aus hie. verschicdenen e.uryptzischen Länder unter An, derem folgendermaßen: OesterreichUngarn L2.05L. Deutschland 24.230. Italien 66.445. Runland 39.859. i Schweden und Norwegen- 22.973.
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i OtVQVUtUIIIIUII JUii-ddJf M.kt t.tW ' Griechenland 6249. Die 263.709 Personen brachten $3,534,399 in baarem Gelde in das Land. Zurückgesandt wurden im Ganzen 2624 Personen, darunter 756 Contractarbeiter und 1756 Paupers. Auch in den aewöbnlicb mit Ernst durchsättigter Luft angefüllten Gerichtssalen giebt es glucklicherweise manchmal beitereMomente. die Richter. Beamte. Äubörer und Gefangene ergötzen. Solch' ein Moment ereignete sich jüngst im JeffersonMarket Polizeigencht zu New York. Mit ernster Miene betrat ein lanaer. hagerer Mann in weißen Beinkleidern und dunklem Rock den Gerichtssaal. Langsam schritt er, einen Sitz suchend, die Mittelreihe hinab. Augenscheinucb war er sebr m Gedanken, denn er trua einen Crzlinder auf dem Kovf. unter dem hervor braune Locken in sein ganz bartloses Gesicht hrnemlugten. Erst als er kurz vor dem Gefanaenenraum war. bemerkte ihn ein Volizist. und der Schreck über die Jnsubordination, mit dem Hut vor dem Richter zu erscheinen, fuhr dem Blaurocl so in die Glieder, da er dem Manne mit Stentorstimme zurief: Hut ab! Der fubr zusammen und mit einer eleaanten Geste zoa er den Hut von seinem Haupte. Aber, siehe da., die Locken gingen auch mit. und ein Schädel, blitzblank wie -eine Billardkugel. kam zum Borschein. Ein brausendes Gelächter durchtobte den saal. der Mann ward roth bis in den Kahlkopf und verduftete schleunigst wieder aus dem Gerichte. Es dauerte geraume Äeu. bis wieder Ernst und würdige Stille in der Halle der Tbemis herrschten. seirens ver .Women's Rescue League" von Massachusetts ist dem Radfahren der Madchen und Frauen der Krieg erklärt worden und hat die genannte Liga den Plan gefaßt, eine nationale Bewegung gegen das Radeln der Damen m's Leben m rufen. In einem Aufrufe, in welchem die Liga alle Wohlgesinnten zur Cooperation einladet, heißt es, daß die un lttlichkett unter den mnaen Mädchen und Frauen in den Ver. Staaten infolge der 'gegenwärtig aramrenden Zweirad - Manie in erschreckendem Maße zunehme; daß ferner durch das übermäßige und übertriebene Radfahren Frauenkrankheiten hervorgerufen würden; daß das Fahrrad und die aus demselben oft bis tief in die Nacht hinein und in fragwürdiger Begleitung veranstalteten Ausflüge Zucht und Sittsamkeit unteraraben und für Tausende die nächste Gelegenheit und Gesayr zur (sunde werden; daß endlich durch das Nadfahren die Zahl der übermüthigen, leichtsinniaen und soralosen Mädchen, aus denen sich die Armee der Gefallen? recrutire. bedeutend vergrößert werde. Die Radfahrerverbände, denen bekanntlich auch viele Damen angehören, werden auf diese schweren Anklagen die Antwort wohl nicht schuldig bleiben. Jn der KLnigsau stießen beim Baden der Lehrer Nissen aus Schottburahuus und der Grenzausfeher Hansen auf einen ausgehöhlten Elchenstamm. Der Director des Alterthumsmuseums der Stadt Kolding, von dem Funde benachrichtigt, ließ das Boot, das fast unversehrt ist. aus der Mitte der Au. wo die Tiefe etwa 5 Meter beträgt, herausheben, und constatlrte, daß es em Kahn aus der Steinzeit sei. also etwa 3000 Jahre alt. Das Fahrzeug, welches die Form eines grönländischen Kajaks hat, ist 8 Fuß 4 Zoll lang, in der Mitte 30 Zoll und an beiden . Enden nur 20 Zoll breit, während die Höhe nur 10 Zoll beträgt. Das Boot wurde in das Museum zu Kolding gebracht. E i n von Murnau nach Äarmisch-Partenkirchen fahrender Ei senbahnzug hatte zwischen Ohlstatt und Eschenlohe ein sonderbares Verkehrshinderniß zu überwinden. Auf dem Bahnkörper hatten sich sieben weidende uhe einqcfunden. die dem 3uae in langsamer Gangart vo.'anschritten. Nachdem die Geschwindigkeit des Zuges eine Zeitlang der Schnelligkeit der Thiere angepaßt war, wurde gehalten und Lokomotivführer.Heizer und Kon dukteur. Erstere mit Schürhaken und dergleichen bewaffnet, ruckten den Kuhen auf'S Fell, die sich aber, zum grotzen Gaudium der Passagiere, von ihrer felbstgewählten Rolle als Zugsvorläufer bis Eschenlohe nicht abbringen ließen. Diese Affaire hatte eine halb stündige Zugsverspätuna avlx ftolac Mißverstanden. Herr: ',Sind Sie musikalisch, mein Frau, lein?- AeltereS Fräulein (zögernd): Wücde Ihnen daS angenehm fein?" --(Hn Schwerenöther. Da me (am Flügel): Sie sind ja Kenntr. Herr Lieutenant! Wie finden Sie mein Spiel, namentlich meinen Anschlag?Lieutenant: Entziickend. Gnädigste! Einfach Flügelschlag eines Engels!" -i x um Rheumatismus im Rücken, in den Schultern, Hüften, Aenkeln, Elbogen oder Handgelenken enfteht durch zu diel Säure im Blut. Hood'ö arfapanlla Heilt RheumatlSmuS. Hood'S Pille sind die beste bfuhr-und Leber-Mebizm für Fami lieno.ehrauch. 25.
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