Indiana Tribüne, Volume 19, Number 254, Indianapolis, Marion County, 31 May 1896 — Page 5

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RIALTO

Bssener Zchreibebrief des Philipp Sauerampfer. (Copyright 1I96 ty the Gerrnaa Press & Plate Co.) Mein liewer Herr Redaktionür!

Der Wcoeswcl' ler liot mich schon lanq gebattert, ich sollt emol mit ihm nach sein Schütze (l 1 0 b gehe. Ich hen aber nie recht dazu gesiehlt, bi kobs. wann mer " ' 1 sich bei en Verein blicke läßt, dann duhn se eem so lang tiehse, bis mer die Sasseiete tscheune duht un e Member werd. Bei mich is der Truwel, daß ich schon zu so viele (5lobs un Ladsches und Sasseietes belange, daß ich an mei Koht so cbaut 20 Bottenhohls hen müßt, for all die differente Ladsch Äottens un Bättsches unnerzubringe. Nach die Mietunge kann ich auch nit gehn, bekohs jede Nacht hen so ebaut drei Ladsches, wo ich zu belonge duhn, Mietung un ich kann mich doch nit in Pahrts deile un mei Kopp in die eene, meine Ahrms und Händs in die annere un mei Fuhtsies in die dritte Mietung schicke. 0?or den Riesen steh ich heim un schicke mei Duhs mit en annern Freind, Bruder, Kammerad und so fort in die Mietung. Uf sellen Weg bin ich immer gutstehend un hen e Recht, Sickbenefit zu ziehe, wann ich mich emol en Schliwwer in mein Finger stoße oder wann ich emol kalt ketsche duhn. Well, "m Widder uf den Schitze Clob zurick zu komme; der Wedesweiler Hot mich also immer getruwelt mitzugehn. Ich sin o arig gut ms Schuhte; sell ts e Fäckt, un ich hen's gelernt, wie ich in die alt Kontne bet die Ardollerie gestanne hen. Bei Tschortsch, do hen ich schuhte gekennt, dak en Hund jammert. Seitdem hen ich's nit mehr viel gepracktlst, awer ich sin fchuhr, lch könnt heit noch einigen von dieSchike Clob Membersch biete. Die Lizzie, was mei Altie is ,die gleicht gar nit, wann so sporne sin bekohs se denkt im lner. es oeyl Mlll) eooes yappene. ;z auA t änstlkck.. rf sin io dock MiekliÄ kee Svrinaschicken mehr un beseids das, weiß ich auch gut genug. wie mer so t 0NN yanoem ouyl. xuenn ica aroroer nur crnoi e imiei IjC. - .. , r . , Wort hensalle gelosse, von wege den SchitzeClob tscheune, do is se purtinier lrehslg geworde un Hot gesagt, se deht unner keine Zirkumstenzes leide, daß lch gehn duhn deht. Well do hen ich's schlleßltch usgewwe un hen mich bei den Wedesweüer ledesmol ecksiuhst. wann l 9 Seiann 15 sijordc. 15 paar 5Dag zurück hen ich Awends auch widver mit so e Paar alte Feger bel den Wedesweiler aesosse un hm sei steh! Bier gedrunke, do Hot uns der Wdes Weiler for de neckste Sonndag zu den Schitze Clob inweitet. Ich hen schon e ro:.. ..t.ti v . visuyc oiu ui uuuy yciyaui uu lüic vz Annern all zugesagt un mich gebattert hen, mit zu gehn, do war'n ich fuhllsch genug, Jehs" zu sage. Nau, Sie wer'n gut genug wisse, daß ich immer zu mei Prammch stecke un nit ausbacke wie 's ere Plentie Hot un in den Ziebs hen ich's of Kohrs auch nit anerscht gemacht, (se hen all Hurrah! gehallert, bikohs se aleicke mich all in die Komve. Inte zu hen un biseids das. hen se auch I 4 T V . m m . . . emoi ausslnne gewollt, oo ich in ffaat so gut schuhte konnt, wie ich en immer verzählt hen. Mer hen noch e paar gepackt und ich hen schließlich arig gut qeCT.t.iL n. i- . iieyti. ivait mer yelm sm gange oo den ich noch besser gefiehlt. awer ich hen doch nlt das Hm gehabt, die Lnue ebbes zu sage. De neckste Dag hen ich gesagt: Lizzie", hen ich gesagt, neckste Sonntag muß ich in die Kontrie. ich hen e wenig Bißneß mit en Farmer. awer ich komme bei Zeit Widder heim Die Lizzie Hot kee bische gekickt, blos Kot se Kawwe wolle, hnh ick KZ, Kids mitnehme sollt. Alles Tahke Hot kee gut gedahn, sie Hot eemol for alle?ol gesagt, es deht die Kids gut, wann a aam a! r r je m. o..fi t X- i . . . l?nappc V Hll VlUVt VVII Vlt lulllC. Do war ick in t schöne ?;icks. 5ck konnt doch die Buwe nit mit nach die rr ru"rr.' ? , . , Schuhting Gällerie mitnehme, die hatte mich jo reiteweg weg gewwe. Ich hen awwer doch allrecht gesagt. Wie die Jftate in be Vutscherschapp ist gange. n e nn sJ V Oll s 1'.' rf l uv ytH luj uuu) uic gciQaeil l'N Yen edem en Nickel gepramißt. ioann se all sage dehte, se dehten rnt gleiche, mitzugehn. Ich hen gesagt, dak die Rohds so dostig wäre wie alles un daß mer bei den Farmer nicks zu esse un z,, rnU Witn dofif i,n Vin s. " - s v - w vun, 1 1. sllttisfeit. Wie ihr M heim is komlne. do sagt se: Seh. Ihr Kinner. wann Ihr euch gut behefst un mich hibsch meinde duht, dann nimmt Euch der Pa am Sonntag mit nach dieKontrte. Wie aus ernem Mund, sagte die Kidds: Der Pa kann alleins aebn. mir wolle nit mit." Die Linie war keinder surpreist. awer se Hot nit helfe gekonnt. Uf den Weg Hot das Ding ganz gut geschasst un am neckste lonndag sin ich nach den Schießplatz. Die Schitzebrieder hen e Kehk Bier an Tävp geyadt un ich sage Jhne, das Hot gut tstt ot; w..M r v : uti, u U UlCl IDIC t vier Woche altes Bikkitt un of Kohrs He e paar geplempert morde, befohr dbs Schuhte gestart Hot. Eener nach nach den Annere Hot nach e Scheid aeschosse. e der Hot eemol schuhte aedorft un !ot dann stappe gemißt, for de Neckste ' t Tschehns zu gewwe. Uf eemol war'n ich n ? Tf. . mm ' ncaii. ganze sang yot Nch newig mich gestellt UN Hot mich llohs gewatscht, bekoHs se ben all gedenkt, dak ich se alle zu Pieses biete deht. Well. ich lege an un pomte mn Gönn grad uf das Zentner von die Scheid. Ich hen I e bischen aetrembelt. awer do toc.x das heiße Wetter dafor zu blehme. Dann ben ick de Drmer gepullt un vass! lch hen die Scheid getrosfe. Ich war'n so I sr,r hnh ,ck aanZ keraeffe KeN. daN

Hever nor e e m o l schuhte hol gevorsl

un, was wer'n Se denke, tch hen n o ch emol geschosse. In deselbe Minnitt äßt eens en Krisch, wo tch mel evdaa noch hör'n wer'n un ganz inFront, wo de Scheib angetäckt war. seh ich wie der Scheiwebub zusamme bricht. Hen ch den arme Bub anaeschosse gehatt! Alles is hin gelaufe, awer ich war nit .ct. v .." v..t v; eijoci, oajelwe zu ornjn. u; uui u perreleist, un wie ich uff emol eens aae höre: fto? Gutnes Sehk. schnell en Docktor eebei. der Bub is doht". do in ich gesehnt. Wie ich wldder zu mlch sin komme, do hen ich gesehn wie se den Bub uf e Bohrd fortqetrage'hen. Do hen ich awer mien gefiehlt! Ich hen Gönn tackele un mich kllle gewollt. awer se hen's nit gelitte. Der W:desWeiler, der Schuwiak. Hot gesagt: Sell gtbt's nlt. zu das Ztllle. duht e 'Annerer sende" un dobei Hot er Mohschens gemacht, als wann er sage wollt, ich deht ufgehängt werd'n. Sehn Se, un o en Kerl bot sich lmmer mem bester fremd gerufe! Ich hätt krehsig wer'n önne. Denke Se doch nur emol, der Philipp Sauerampfer war jetzt en Mörderer! Philipp". Hot der WedesWeiler gesagt, mir sin all dei Fremde un wolle Dich sehfe. Wenn Du Jedem e feines Dinner un e feine Battel Rein wein bezahle duhst, denn sin mer reddlg, zu schwelge. Wenn rnt, dann un do Hot er Widder die Moschens gemacht." Ich war of Kohrs zu einigem reddig un mer hen all druff geschworn, daß mer nicks iwwer den Acksident sa ge wolle. Awer was duhn mer mlt das dohte Kid?" hen ich gefragt. Das schmeiße mer in's Wasser" war dieAnt. wort. Well, mer hen e femes Sopper gehabt, es Hot mich für die 30 Mann sechzig Dahler gekost, awer ich denke das war's werth. Uf eemol, wie ich den Wlrth mein Scheck gewwe gehabt hen, do sagt der Wedesweiler: Schenelmanner, sagt er, unser remd iehlt jetzt e gut Diehl besser, awer ich denke mer tende dazu, daß er Widder ganz gut fiehlt." So Hot er mit die Hand gewinkt un eraus kam der Bub, wo ich doht geschosse gehatt hen! Ja, hen ich Dich denn nit doht geschosse? sagt ich. Do hen se all geröhrt un der Bub sagt: Nosser, sell war nor en Dommie un mir hen en Tschok an Jhne gehabt." Ich denke selle Mmrntt hen lch atm dumm geguckt, awer froh war ich doch. daß ich den Bub nit gekillt hatt. Den Wedesweiler, den wer'n ich schon sickse. Womit ich verbleiwe - Jhne Ihr liewer Philipp Sauerampfer. Silber Jubiläum." Erzählung von Tr. A. Porovitz. Ludwig Bauer sak bereits an sei rem Platze. Fünf Minuten später trat Hermann Mühlbauer in's Retaurant, glnq auf semen Freund zu, nichte ihm stumm die Hand und setzte ich nleder. Der Kellner stellte zedem der Herren eine halbe Flasche Gumpoldskirchener auf denTisch; sie schenken glelchzeltlg ern. Muhlbauer wollte das Glas an den Mund führen, da nahm Bauer sein Glas und stieß es an das seines freundes, daß es hell klang. Mühlbauer blickte den alten Kameraden prüfend an und machte plotzllch gar große Augen. Was ist mit Dir heute?" begann er. Du siehst ja heute so feierlich aus! Und, was Tausend! Du hast ja eine Rose im Knopfloch! Bist wohl nicht in Ordnung?" Bauer rnckte bedeutungsvoll und sog die Lungen voll, wie um einen Seufzer zu unterdrücken, dann sprach er: Ich habe heute silberne Hochzeit! Mühlbauer erschrak. Er dachte nichts Anderes, als daß Bauers Berstand umgekippt sei. Zum Henker!" polterte er, Du warst und bist doch meines Wissens nicht verheirathet!" Aber ich konnte es sem. und dann wären es just heute 25 Jahre!" Muhlbauer's Erstaunen war grenzenlos; jetzt konnte er sich nicht mehr halten: Du bist verrückt!" schrie er. daß es die Nachbargaste horten. Ach nein, mem lieber alter Freund!" seufzte Bauer und bemühte sich mit der vernünftigsten Mlene von der Welt, ihn zu beruhigen. Wenn Du erlaubst, will ich Dir die Geschichte erzählen." In Gottesnamen!" murmelte Jener und lehnte sich zurück mit stiller Resignation. Es ist die Geschichte meines Le bens," begann Bauer, nachdem ev einen kraftigen Schluck aus semem Glase gethan hatte. Ich hatte just mein frisches Diplom in der Tasche und empfing von aller Welt Gratulationen zu meiner jungen Doctorwürde. Nur eine nicht, nach der mir besonders bange war: die Gratulation Betty's!" Sein Freund sagte sarkastisch: Betty, na siehst Du. das ist ein seltener Name und die Betty also " Ich liebte sie und sie liebte mich gleichfalls!" Na, und dann?" Dann kam die Sache so: Sie war von drei heirathsfähigen Schwestern die älteste; gleich mir 25 Jahre alt. Die zwei Jüngeren waren schon im Stillen mit heirathsfähigen Männern verlobt, ich aber war nach meiner da maligen Stellung der Heirathsunfä higste. und es war in der Familie ord nungsgemäß festgesetzt, daß die Aelteste zuerst heirathen solltet Plakmachens halber!" Ja! Die' Eltern, welchen unse Liebe kein Geheimniß war, luden mich eines Taaes au sich, legten mir die Sache nahe, zeigten mir unbedingte Werthschätzung meiner Person, mein, ten. was nicht ist. könne ia gewiß werden und bei meinen Fähigkeiten und Kenntnissen wäre sicher zu erwarten, daß ich ihr Kind in jeder Beziehung glücklich machen werde. Sie boten mir

eine anständige Vtitgift an mnd stellten mir für die ersten Iah unserer Ehe, bis meine Praxis ausreichend sein werde, emen Hausbestand selbst zu versorgen, eine entsprechende Nachhilfe in Aussicht." Na, das war ja recht nett; man kann doch nicht artiger in'sJoch gelockt werden! Und Du?" Ich schlug es rund ab!" Trotz Deiner Anbetung Betty's?" Ja wohl! Ich war damals nichts und war zu stolz, mein Glück dev Hilfe Anderer zu verdanken. Das sagte ich den guten Eltern auch. Sie dankten mir mit warmen Worten und meinten: mein Entschluß ehre mich als Mann von besonderen Tugenden. Aber da es nun so sei. baten mich die guten Eltern, meinen liebgewcrdenen Verkehr

mit ihrer ältesten Tochter einzustellen, denn es sei ein vertrauenswürdiger Bewerber da. Es wurde mir noch selbigen Tages eine kurze Unterredung mit Betty gestattet." So, das lnteressirt mich nun. warf Hermann ein. jetzt kommt eine lamentable Scene!" O, im Gegentheil! Die vernünftigste von der Welt! Ich berichtete ihr das Resultat meiner Unterredung mit ihren Eltern; sie horte ruhig zu und sprach: Du weißt, daß ich Dich unaussprechlich und ewig liebe; aber ich bil lige Deinen Stolz, Du thust recht. Zudem gestehe ich Dir im Vertrauen Folgendes: Mem Vater besitzt gar nichts und ich bekomme weder Mitgift, noch irgend welche Nachhilfe. Wir wurden eine kummervolle Ehe führen und wer weiß auch, wie sich Deine ärztliche Praxis gestaltet. Ich aber ich sage es Div ossen und trotz aller Lieb' und Treue, die ich für Dich hege ich hm keine Entbehrung ertragen! Die treue Seele! Und waö meintest Du darauf? Mir gefiel Bct!y noch mehr: ich empfand eine Art Wonneweh, mich ihrem Glücke vollends zu opfe-n und entsagte mit heiligem Schwur, ihr treu zu bleiben! Sie fiel mir um den Hals, wir küßten uns unter heißen Thränen! Sie küßte mir Stirne und Augen mit versengender Liebesgluth, daß ich's noch heute spüre und end lich flüsterte sie mir in's Ohr: Warn ch verheirathet bin, dann können wir ms ja wiedersehen. . ." . i Die gute Betty!" spöttelt: Her mann. a. und Jju kam t auch? Nein! Tags darauf verreiste ich. Eine kleine Erbschaft fetzte mich in den Stand, meinen ersten Trennungsschmerz in Italien zu mildern, dann am ich hierher, erhielt die Anstellung als Gemeinde-Arzt und habe außer elner Mittheilung ihrer stattgehabten Verehelichung Nichts mcbr von ihr er ahren. Wie hieß denn der Glückliche?Mir unbekannt gebliiben." Also heute vor 25 Jahren hattest V? r tntito fiatfnifi... sitVIV tlWfc, uu jb iuutii:i V ,e:; 5 Das war also aw 20. April 1671?" ,5a, stimmt!" Und Deine Angebetete hieß?" ' Betty Du weißt es ja!" Betty Seefelder?!" Bauer riß die Augen qroßmächtiq auf; der Name seiner ersten und einzigen Geliebten, von seinem Freunde ausgesprochen, klang ihm so häßlich m's Ohr: Seefelder! Du kennst sie?" fragte Bauer mit bestürzter Stimme. Was weißt Du von ihr? Sprich! Heute kann ich's ja ruhig erfahren!" Hermann trank ein großes GlaS Wasser, rief den Kellner herbei und bezahlte seine Zeche. Dann sprach er: Ich will Dir noch etwas von Deiner :iugendaottln erzablen: Bettv war drei Jahre lang verheirathet und ging dann mit einem Kunstreiter, zu welchem 'sie eine unbezwingliche Liebe gefaßt, durch. Da hast Du Deine Betty!" Woher weißt Du das?" Sie ist ja meine Frau! Und diese Bestie danke ich Dir! Gute Nacht!" ine offtele, Qnit, ES war im Februar 1767. als der alte Fritz sich in Potsdam bei Tafel nach den Taaesneuiakeiten erkundiate und man ihm berichtete, dieLeute woll ten wissen, es werde wieder Krieg ge den. Wer Konig war hierüber sehr aufgebracht, er äußerte, da die Leute nichts Anderes zu reden hätten, so sprachen sie von Krieg, während n ktck. alle Mühe gebe, die schweren Maden, zu heilen, welche der letzte r.iez der Bevölkerung PrenßM - gelchlagen. Wenige Zeit später, schien auf Befehl des Königs in den damaligen bei den Berlinischen Zeitungen folgend mwi Aus Potsdam wird Folgen des gemeldet: Am 27. 5?ebrua, Abends wurde der Himmel ganz dun. iei; finstere, durch ein Zwitter zu sammengezogene Wvlken. wovon vian wenig Eremvel bat. bedeckten den aan zen Horizont, Es donnerte bei ßar len Blitzen und bet dm verdoppelten Schlägen fiel ein Hagel, dessen man sich bei Menschenaedenken nickt m er. innern gewußt. Bon zwei Ochsen, die ein Bauer an nen Waaen aesvannt um nach der Stadt zu fahren, wurde einer auf der Stelle erschlagen ; viele gemeine Leute wurden m den Straßen verwundet und etn Bauer zerorack da durch den Arm. Die Dächer wurden durch rnc Schwere deS Hagels zer schmettert, alle Fenster in den Säulern die gegen den Wind lagen, der dieses Unaewitter forttrieb, wurden emae schlagen. Man hat in den Straßen aroße Klumpen von öaael wie Kür bisse angetroffen, die nickt eber ala Zwei Stunden, nachdem daS Unaeki. r . t x r jr - i-i i . izt lligcyvrl, gciajOToizm jirt wit ses besondere Phänomen hat, einer sehr großen Eindruck ' gemacht. ' D Naturforscher bMuvjendaL die V

l t-va habe, diese seNen u.Vj zsammeugefrorenen Klumpen zu tragen, und daß die kleinen Hagelkörner in den durch die Heftigkeit des Windes zerrissenen Molken sich wegen ihrer Menge im Herunterfallen vereinigt und nicht eher diese außerordentliche Gestalt bekommen haben, als da sie nicht mehr weit vom Erdboden geWesen. Es mag nun dieses zugegangen sem. wie es will, so ist es doch gewiß, daß dergleichen Vorfall sehr selten und beinahe ohne Exempel ist." Der König erreichte mit dieser Notiz seinen Zweck, die Bewohner seiner ersten Haupt- und Residenzstadt hatten auf längere Zeit Stoff zur Unterhaltung. die Nachricht von dem schweren Gewitter mit kürbißqroßen Schlossen ging durch die- ganze europäische Presse und Professor Titius in Mittenberg wurde sogar zu emer ernsten physikalischen Besprechung veranlaßt. m welcher allerdings auch die skeptische Bemerkung vorkommt: Man weiß noch nickt, ob der Ockle von den haatU körnern erschlagen worden ist. Das größte Erstaunen machte sich natürlich in Potsdam selbst geltend, alle Ricktigstellungen und Briefe an die beiden Zeitungen, welche die Mär in die Welt gesetzt, hatten keinen anderen Erfolg, als eine gelegentliche briefliche Antwort, man sei sehr gut mformirt und wisse genau, das Unqewitter habe in Potsdam stattgefunden. Es fanden sich dann auch sehr viele Potsdamer, die an das Gewitter glaubten und es felbst erlebt haben wollten. Ein Commentreiter. Student A .: Na. wie otim 5i h? kleine StadtrathNochter, die Dich neu naz aus dem Balle so auszeichnete?" Student B.: Nicht übel! Hat aber einen großen Fehler sie klavvt nack beim Küssen! Nerschriavt,!. (Host? Di,, ser Wein ist ja sehr stark gewässert." Wirtb: Na. mir bab'n kalt in hxtbr r TV W ' -vwi Gegend ein Wasser, das noch viel des r ri v nrr . ' jr mi, wie oer auern. M al i t i ö s. 55röul?in lato. Kokette): Heute frug ich Ihren Freund, W C 1TJ W . i . oen cmi sruvliiriier, idic an er MiCQ schätze. Was glauben Sie, daß er ant. wartete?" ftenr: O. dem t' irfi zu, daß er fünfzig Jahre" sagte!" . m ,, m ZaufJ)tlt kann nicht gebeilt werden durch lokale Applikationen, weil sie den kranken Theil deö Ohres nicht erreichen können. Es giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kuriren, und der ist durch konstitutionelle HeilMittel. Taubheit wird durch einen entzündeten Zustand der schleimigen Auskleidung der Eustachischen Röhre verursacht. Wenn diese Röhre sich entzündet, habt Ihr einen rumpelnden Ton oder vollkommenes Gehör ; und und wenn sie ganz geschlossen ist, erfolgt Taubheit, und wenn die Entzun dung nicht gehoben und diese Röhre wieder in ihren gehörigen Zustand derseht werden kann, wird da? Gehör für immer zerstört werden; neun Fälle unter zehn find durch Katarrh derursucht, welcher nichts ali ein entzündender Zustand der schleimigen Oberstächen ist. Wir wollen einhundert Dollars für jeden (durch Katarrh verursachten) Fall von Taubheit geben, den wir nickt durch Einnehmen von Hall'S Ka-tarrh-Kur heilen können. Laßt Euch umsonst Elrculare kommen. F3. Eheney & Co., Toledo. O. CC7 Verkaust von allen Apothekern für 76e. k 2 W ,)SIp

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