Indiana Tribüne, Volume 19, Number 247, Indianapolis, Marion County, 24 May 1896 — Page 7

JoirTs Zlebenliuliler. Erzählung aus dem südlichen Californien von W. v. Lchierbrand.

Jetzt gibt es nur noch einen Mann in Santa Clara, der allgemein gefürchtet wird, aber zur Zeit, da diese Geschichte spielt, war noch ein Zweiter in der Stadt. Das war Gus Axtell, ein Kerl von 6 Zxuß 4 Zoll und dementsprechenden Umfang, mit einem wahren Stiernacken und einem breiten, vollen Gesicht. Er war bei Weitem der Größte und Stärkste in der Stadt und da er sehr roh in seinem Wesen war und stets die grimmigsten Flüche gewoknhcitsmäßig brauchte, so fürchteten sich, wie gesagt, die Meisten vor ihm und glaubten, er sei nachgerade so tapfer wie groß. Das war ein Irrtchiim, wie sich später herausstellte, allein ein verzeihlicher; denn ich habe bemerkt. üaß die Menschen fast immer körperliche Stärke mit Muth derwechseln. Mit Gus Axtell war auch seine junge Frau gekommen, eine reizende Mexikanerin. Sie war sehr kokett und verdrehte den jungen Männern von Santa Clara damals waren sie fast sämmtlich noch nnverheirathet die Köpfe. Ich weiß nicht, ob einer derselben sich ihrer Gunst zu erfreuen hatte, glaube es aber nicht, denn ihr Mann, der dicke Gus. war Cerberus genug, um sie alle abzuschrecken. Außerdem auch schien die schöne Dolores ihre Flirtation" wohl nur als Sport zu betreiben, ohne irgend welche ernstere Absichten zu hegen. Mit einer Ausnahme Will Fair chatte es ihr offenbar angethan. Will Fair war ein merkwürdiger Kauz. Schon seit '49 war er im fernen Westen, hatte sich damals mit Indianern und seitdem mit Weißen herumgeschlagen und war einer jener Menschen, die jetzt immer seltene? werden. OHne irgend ein Aufhebens davon zu machen, als etwas ganz Selbstverständliches, war Fair vor nichts bange. In 'Todesgefahr zu sein, das war ihm ein ngenehmer, aufregender Sport, und da er ein trefflicher Schütze war, dem nie die Hand zitterte, so hatte er stets das Gefühl, das ein Pokerspieler, der 4 Asse in der Hand hält, auch hat das Gefühl, daß er die größerenChancen des Gewinnens habe. Aber be! Fair war dieser vor nichts zurückschreckende Muth etwaö so ruhiges, das sich gar nicht crnfdrängle, daß man auch ihn näher kennen lernen mußte, um das richtige Kaliber des Mannes abzuschätzen. Denn er war mager, unansehnlich, mit großen Pockennarben im Gesicht und einem röthlichen Vollbart, der so aussah, als ob die Ratten daran herumgeknabbert hätten, denn n liefe ihn wachsen aus'2 Gerathewohl. Außerdem war er auch noch sehr schweigsam aber was er sagte, das galt auch; davon ging er nicht wieder ab. Nun, und in diesen Fair verliebte sich Donna Dolore-, die Gattin des dicken Gus Axtell. Wie das eben so bei den Weibern vorkommt er mochte nichts von ihr wissen, war Zeit seines Lebens ein Frauenfeind gewesen. Mer das reizte sie vielleicht gerade ich weiß nicht. Jedenfalls war kein Zweifel, daß sie ihm auf alle Art entgegenkam. Es war eben wieder einmal fo ein Fall Joseph - Potiphar. Die anze Stadt wußte darum, nur Gus "noch nicht, wie's schien. Santa Clara war damals eben erst gegründet worden. Aber die Geschäfte blühten. Auf der Plaza, wo in der Mitte fogar einige fchattige, schnellwachsende Pfefferbäume angepflanzt waren, standen die kühlen Häuser mit der breiten Veranda ringsherum. Da waren auch die Hauptgeschäfte des Ortes Jim Betts mit seiner Bank, ein halbes DutzendSaloons. dazu auch ein Hotel, mehrere Grocerie - Stores und ein Butcher - Shop. Letzteren hatte Gus Axtell inne, und da er ein Monopol hatte, denn er war damals noch der einzige Metzger in der Stadt, so machte er Geld wie Heu. Schräg gegenüber, auf der Südseite der Plaza. hatte Will Fair sein kleines Shebang". Früher war er alles Mögliche gewesen; jetzt kaufte er von den Farmern der Umgegend ihre Fruchte und Gemüse nnd verschiffte sie nach dem Osten und nach San Francisco. So verkaufte er auch Axtell ein?n Theil seiner Waaren. Auf diese Art kam er alle Tage mit der schonen Dolores zusammen, und sie benutzte diese geschäftlichen Gelegenheiten, um fccn spröden Fremdling in ihreNetze zu ziehen. Aber wie gesagt, es gelang Ihr nicht. Und nach einer heftigen Scene eines Tages, als Fair das verführerische Wese kalt zurückgewiesen hatte, schlug ihre Leidenschaft in's Geentheil um. und sie haßte ihn jetzr so glühend, wie sie ihn zuvor geliebt. So stachelte sie denn ihren Mann gegen Will Fair auf. wußte seme Eifersucht und seinen Stolz zu erregen, und so Zam es bei der nächsten Gelegenheit, als eine Rechnung zu bezahlen war und Gus Axtess das Wort Will Fair's in Zweifel zoa. zum offenen Streit. Du lügst!" hatte Äxtell gerufen. Und in der nächsten Secunde lag der große, starke Mann auch schon der Länge nach auf dem Boden seines Ladens einer jener bammergleichen Faustsckiläae. für die Fair in seiner Jugend berühmt gewesen war. hatte ihn am Kinn getroffen und hingestreckt toir einen seiner aefällten Mastochsen. Im nächsten Moment aber war Ar tell wieder auf den Füßen, und er und sein Ladengehilfe zogen vom Leder mit ihren Metzgermessern wollten siz auf den Gegner einbringen. Der aber rannte schnell aus dem Laden, querüber die Plaza nach seinem 'Häuschen und kam daraus wieder hervor mit seiner Büchse. .

Vor dein X!aden hielt er an, und als sich der große, bfcfc Eigenthümer nicht blicken ließ, da feuerte er eine Kugel durch das Schaufenster just for luck," wie er sagte. Aber weder Gus Axtell noch sein ebenso großer Geselle ließen sich sehen. Sie mochten wohl mittlerweile gehört haben, daß Will Fair ein nie fehlender Schütze sei. Auf jeden Fall verschwand Gus Axtell aus der Stadt um Vieh zu kaufen, wie es hieß, und die Leute in Santa Clara hatten mittlerweile eine interessante Unterhaltung ob nämlich ein Duell zu Stande kommen werde, und wenn ja, wer mit dem Leben davon kommen würde. ' In der Stadt war ein Mann Namens Abe Roste, ein unternehmender Capitalist. der Axtell bei dessen Antunft $1500 geliehen hatte zur Einrichtung des Geschäfts. Der fürchtete jetzt, sein Capital zu verlieren, roenn der Zwikampf zu Stande käme, und so ging er zu Will Fair und sagte: Cap'n. ich biete Ihnen zehn Cents auf den Dollar, wenn Sie Gus Axtell zufrieden lassen. Bedenken Sie's wohl $150, rein gefunden!" Aber Fair warf ihn vor die Thür. Tag für Tag promenirte er auf der Plaza. die Büchse schußbereit, aber Gus Axtell ließ sich nicht sehen. Man hörte, wo er sich aufhalte bei Lame Pete". mit dem er Stack Pokerspielte. So rief denn Will Fair, kurz entschlössen, seinen Busenfreund Johnny Mack, der durch seine Hilfe zum Sheriff erwählt worden war, und fchickte -ihn mit einer schriftlichen Herausforderung an Axtell. Dieses Document lautete: Gus Axtell. Du feiger Hund, komme heraus aus Deinem Schlupfwinkel. Komme heraus und kämpfe um Dein Leben. Wegen Einzelheiten verweise ich Dich an meinen Freund und Cartellträger Johnny Mack, Esq., der das Weitere mit Dir ausmachen wird. Der Sheriff sah und sprach auch Gus, aber dieser wollte erst gar nicht darauf eingehen. Er entschuldigte sich damit, daß er eine Wittwe hinterlasse und keine Schulden unbezahlt lassen wolle, im Falle er gelobtet würde. Im Falle!" grunzte Fair verächt. lich. als ihm der Sheriff diese Botschaft brachte. Der Sittl hat 'ne weiße Leber." Und nochmals machte der Sberiff die Reise nach Lame Pete's Farm,' und nach abermaligem Drängen gelang es ihm. eine Zusage zu erhalten. Das Rendezvous sollte auf dem neuen Kirchhofe fein wo sich erst wenige Gräber befanden bei Tagesanbruch. mit Revolvern, jeder zehn Schritte vom Mittelpunkte abschreiten, dann umdrehen und feuern, solange jeder will. Die üblichen Bedingungen im fernen Westen bei derartigen Gelegenheiten, wo eine ernste Beleidigung mit Blut abgewaschen werden soll. Als Johnny Mack den Bescheid brachte, saß Will Fair vor seinem Hause und sagte: Merke Dir meine Worte, Johnny. ich schieße ihn in's rechte Auge!" Johnny lachte blos. Am nächsten Morgen fand die Schießerei statt. Gus feuerte zuerst aber er mochte wohl ein wenig zu sehr in der Eile gewesen sein, denn die Kugel nahm nur ein Stückchen von Will's Ohrläppchen mit. Im selben Moment aber machte auch schon Gus einen Sprung in die Luft und stürzte dann auf den weichen Boden. Fair beugte sich ganz kühl über ihn und fagte dann zu Johnny Mack: Kein schlechter Schuß sieh, mitUn durch's rechte Auge!" Abe Rosie hat nie sein Geld erhalten und war deshalb dem Cap'n" lange Zeit gram. Dolores zog aus der Stadt fort, nachdem sie vergebens versucht hatte, den Gesellen ihres erschossenen Mannes zu einem Attentat auf Will Fair zu bewegen. Jetzt, wie gesagt, ist Will Fair der Einzige in Santa Clara, vor dem sich Viele fürchten. Für gewöhnlich .ist er aber so freundlich und gutmüthig wie ein Kind. J)it Plattfüße und die MWi vortage. Humoreske von Hermann Schmidt 'Wer kennt nicht das Wort: Wahl. Jeder Mensch kommt einmal im Leben in die Lage, zu wählen.' Das Kind wählt sich seine Eltern, der Jüngling einen Beruf, wenn r ihn nicht verfehlt, der Bräutigam wählt sich die Braut, der Mann eine Frau, oder umgekehrt, die Wilden wählen sich ihre Häuptlinge, und die MännerDeutschlands, welche fünfundzwanzig Jahre alt sind, haben das Recht, ihre Abgeordneten zu wählen. Ich bin inEhren zweiundfllnfzia bre alt und grau geworden und habe bereits öfter ein Wahl thun müssen. Als Beruf wählte ich das ehrsame Maurerhandwerk und habe imSchweiße meines Angesichtes manchen Bau vollenden helfen. Zur Gattin wählte ich meine nun fchon seit neunzehn Iahren selige Karoline, und hatte nach dieser Wah auch gleich die Qual. So lange sie mir zur Seite stand alsHandlanger, um unseren häuslichen Herd zu bauen, durfte ich meine Stimme nicht mehr abgeben, nur ein allgemeines Gemurmel war mir gestattet. Es wird mir deshalb wohl Jeder glauben, daß ich mit Vorliebe zu den Reichstagswählen ging, denn da wurde ich doch noch als Mann angesehen. Ja. die Weiber und die Heirath! Wenn diese beiden Uebel abgeschafft

würden, acbe es viel mehr glückliche ' Ehen auf der Welt.

Als ich etliche sechsundzwanztgJah j re alt geworden war, fiel es einem l Freund von mir ein. eine Frau für j

mich zu suchen. Er fand auch ein, angeblich ein Muster aller Tugenden. Sie sollte weder zank-, putz-, eifer- noch sonst wie süchtig sein, sondern sparsam, sanft und von auen fehr angenehm. Da sie zwölf Meilen von mir entfernt war, liebten wir uns längere Zeit schriftlich, und zwar postlagernd unter A. 999. Sie schrieb ohne ", sogar Ehe. Nach kurzer Zeit hatte ich sie am Halse. Sparsam war sie. das merkte ich gleich, denn um die Kosten für denMöbelwagen zu vermeiden, brachte sie ihre Sachen im Taschentuch mit. Die ersten vier Flitterwochen lebten wir wie die Turteltauben, bald aber begannen mich dieEhefesseln zu drücken. Die schönen Montage verloren allmählich ihr herrliches Blau, dafür zeigte mein Rücken öfter diese Farbe. Aus der turtelnden Taube wurde eine schlagende Nachtigall, ein schimpfender Rohrsperling, ein gardinenpredigender, krächzender Rabe, so daß nicht einmal der Storch bei uns einkehren wollte. Ich sah ein. daß ich einen Vogel gehabt hatte, als ich in den Ehestand hineintrat. EineZ Tages, als ich spat Abends, so gegen Morgen nach Hause kam. gab mir mein Weibchen eine Menge Rathschlage, d. h. erst den Rath, dann die Schlage. Da von solchen Sachen nichts im Ehecontraet stand, wurde ich auch aufgeregt, und wir schlugen uns einige Zeit kümmerlich durch. Als sie sah, daß sie in Gutem nicht mit mir fertig wurde, schenkte sie mir in einem Anfalle von Großmuth einen Sohn. Von dieser Zeit an wurde sie krank und segnete bald darauf mich, denJungen und das Zeitliche, worauf sie den Weg alles Irdenen ging. Heirathen mochte ich nicht wieder, denn ein gebratenes Kind scheut das Feuer. Ich versah fleißig mein Handwerk und erzog mit Hilfe einer alten Waschfrau und Timpes Kindernahrung meinen Sohn nach Pestalozzi, ab und auch nach Kloppstock. Er gedieh vortrefflich und wurde täglich älter. Auch befaßte er stch früh mit der Erlernung der deutschen Sprache und konn te bald die Wörter Mama" und Pava" geläufig sprechen. Später ging er fleißig vor und hinter die Schule, um dann nach meinem Wunsche ebenfalls Maurer zu werden. Er hatte jedoch keine Lust dazu, sondern bat mich, Tischler lernen zu dürfen. Ich ging auf den Leim und ließ ihm seinen Willen. So wurde er achtzehn Jahre und Geselle und wollte nun freiwillig zum Militär um den Civilversorgungsschein zu erhalten. Dagegen konnte ich nichts einwenden, denn ich selbst diente demHeere als Ersatzreservist (nichtübungspflichiig). Es giebt ja auch nichts Schöneres, als das Soldatenleben. Das Herz lacht einem im Leibe, wenn es Herbst ist und die Rekruten im ersten Stadium der Menschwerdung begriffen sind. Ich ertheilte also meinem Sohne meine Einwilligung. Darauf gab ich ihm Segen und zehn Mark, womit er nach B., der nahen Garnison des ten" reitenden Dragoner - Cavallerie Regiments fuhr. Aber schonAbends kam er fehr traurig und etwas angeheitert nach Hause. Er machte ein aanz felddienstunfähiges Gesicht, worauf er mir den Erfolg feiner Reise mittheilte. Auf feine Meldung hatte ihn der Stabsarzt gleich in Untersuchung genommen und dabei gefunden, daß er zwei gesunde Plattfüße habe. Wegen dieser Kleinigkeit wurde er zurückgewiesen. Mein Segen und die zehn Mark waren alle geworden. Kurze Zeit darauf fuhr er nach G., wo ein Vußartillerie - Bataillon liegt und auch Infanterie steht. Aber auch hier waren die Füße wieder seine Achillesferse. Man sagte ihm, daß eine Plattfußartillerie gegenwärtig noch eine Frage der Zukunft sei. Nun reiste ich mit ihm nach N.. wo er bei der Infanterie sein Glück als Schreiber versuchen wollte, denn er schreibt eine famose Keilschrift. Wir meldeten uns bei einem Feldwebel, aber auch da stießen seine Füße auf Hindernisse. Aber, Herr Feldwebel." sagte ich, .mein Junge schreibt doch mit denHänden. und benutzt die Füße nur zu seinem Fortkommen!" Aber es half kein Reden. Noch einmal versuchte ich, den Herrn Feldwebel umzustimmen, indem ich sagte, Fritz Reuter seine Verse haben ja auchPlattfüße, und die Pommern sprechen ja sogar platt, trotzdem werden sie Soldat. Freilich, die spenden 'mal der Compagniemutter einige Gänsebrüste, da drückt man eben ein Hühnerauge zu. Jetzt wurde der Mann grob und dann noch gröber. Im Laufe des Gespräches nannte er mich sogar einen Quadratesel. Ich merkte sofort, daß dieses eine versteckte Malice sein sollte. Das Quadrat hätte ich ihm ja geschenkt, aber den Esel konnte ich nicht auf mir sitzen lassen ; ich wurde also auch grob, denn selbst der Bandwurm krümmt sich, wenn er getreten wird. Es dauerte nicht lange, so flog ich zur Thür hinaus, als ob ich ein Handlungsreifender wäre, und auch der Junge ging den Weg meines Fleisches. Meine Nase war bei dieser ungewohnten Bewegung theilweise aus der Haut gefahren, ebenso der Ellbogen meines Sohnes. Wir lausten uns für vierzig Pfennig Heftpflaster und theilten es brüderlich, und in einigen Tagen war unsere ehrliche Haut wieder hergestellt. Da. an einem Montage, blau, wie die Grotte auf Eaprivi, saß ich in mei-' ner Stammwirthschaft und trank m schönen Zügen meinen echten Getreidekümmel. Um die Reden der Gäste küminerte ich mich wenig, bis ich die Worte: Wahl. Reichstag,' Militärvorlage" hörte. Man sprach über dieBerstärkunz des Heeres. Das war Wasser auf meine Windmühle, denn ich sagte mir gleich,

daß es von großem Nutzen sUr memen Jungen wäre, wenn die Vorlage durchginge. Bei einer Vergrößerung des Militärstandes mußten doch unbedingt viele Musketierstellen vacant werden, und die plattonischen Füße meines Sprößlings würden dann kein Hinderniß mehr sein. Darum wählte ich nach meiner Ueberzeugung und erlebte auch die Freude, daß die Vorlage durchging. Jetzt ließ ich eine Annonce los, folgenden Inhalts: Ein junger Mann, welcher Lust hat, unter die Pickelhaube zu kommen, sucht Stellung bei einer möglichst unberittenen Truppe als Musketier. Hierauf reflektirende Regimenter können sich melden bei August Bellmann, Dingskirchen." Wer sich aber nicht meldete, waren die Regimenter. Nach längerem Warten fuhr mein Junge noch einmal nach G., aber der Arzt sagte ihm, daß wegen der Plattform seiner Füße an eine Einstellung im Heere nicht zu denken sei. So blieb ihm nun nichts anderes übrig, als eine andere Lebensstellung zu suchen. Das Glück war dem armen Jungen günstig. Eine Theatergesellschast beglückte unser sonst friedliches Dorf mit einer Reihe von Vorstellungen. Sie spielten so schön, daß man sich gar keine Vorstellung machen konnte. In meinem Jungen erwachte die Liebe zu den Brettern, mit denen die Welt vernagelt ist. Er meldete sich bei dem Director und wurde nach kurzer Prüfung sofort mit fünfzig Mark monatlicher Gage und freier Wäsche engagirt. Er debutirte in dem Drama Genoveva" als Hirschkuh. Alles war von seinem Spiel begeistert, und der Direktor gewährte im 150 Mark Zulage. Bei diesem Beruf spielen seine Füe keineRolle mehr, sondern er selbst. Als er in dem einen Stück die Worte zu sagen hatte: Herr Graf, der Wagen ist vorgesahren," da weinte das ganze Publikum, logar der Souffleurkasten schwamm in Thränen. Der Director drückte ihm einen Thaler in die Hand und seine Zufriedenheit aus, und die jugendliche Liebhaberin wollte ihn sofort zu ihrem ersten Liebhaber machen. Er ist auch nicht abgeneigt, einen Contract mit ihr einzugehen. Das Mädchen ist schon seit fünfundzwanzig Jahren Mitglied der Truppe und hat Aussicht, bei dem Stadttheater in Leitomichel dieStelle der komischen Alten zu bekommen. Folglich hat derSchlingel sein Glück gemacht und läuft jetzt mit seinen Plattfüßen auf Freiersfüßen. Von der Militärcarriere will er nichts mehr wissen, sondern in absehbarer Zeit eine Civilehe schließen. Ich habe ihm zwar von dem Heirathen abgerathen, aber wenn es dem Esel zu wohl geht, läuft er bekanntlich Schlittschuh, und geht es demManne zu wohl, läuft er auf das Standesamt. . mm ,, Gelehrig, Thiere.

Ein Franzose rühmt einem seiner Landsleute gegenüber den außerordent lichen Scharfsinn seines Hundes. Wm ich ein Rebhuhn schieße, rupft es Fox mit seinen Zähnen; wenn ich einen Hasen zur Strecke bringe, zieht er ihm mit einigen Bissen das Fell ab; zu Hause brauche ich dann daS Wild nur noch an den Spieß zu stecken." 0", antwortete lebhaft der Kamerad, da habe ich etwas viel Besseres gesehen: Als ich in Indien jagte, bediente ich mich eines alten Elephanten als Jagd Hund, dem ich am Abend auftrug, mich zeitig am anderen Morgen zu wecken, damit ich mich zur Verfolgung der Tiger aufmachen könne. Niemals ließ er mich im Stich; da aber sein Ge dächtniß in Folge seines Alters schon recht schwach war, so machte er sich jedesmal, ehe er sich schlafen legte, einen Knoten in seinen Rüssel." Feine Erklärung. Be sucher (zur 7vui des Hauses): Ihr Mann scheint a furchtbar fuchtig zu sein! Frau: daraus braucht man sich nichts zu machen. Im Handumdrehen ist er wieder lieb und gut. Er war immer so ein Schwammerling. Besucher: Was heißt denn das: Schwam merling? Frau: Na, so einer, wie er einer ist! Wenn er grad' nit gistig, ist er ein ganz genießbarer Kerl. lieber'S Ziel geschossen. Hausfrau: Ich bin nicht abge neigt, Ihre Tochter in den Dienst zu nehmen, ist sie aber auch an frühes Ausstehen gewöhnt? Mutter: Gewiß! Sie ist immer die erste auf und besorgt Frühstück und macht die Betten, bevor noch irgend ein anderer aufgestanden ist. Brautwerbung. Ban auier (zum Lieutenant, welcher um die Hand seiner Tochter anhüly: Wie ich vernommen habe, sollen feie, Herr Lieutenant, in großer Geldverlegenheit sein und Ihre Gläubiger Sie zur Zah lung drängen? Lieutenant: Reine Ber läumdun'g, Herr Banquier, Gläubiger wollen Alle auf Zahlung bis nach der Hochzeit warten. - Ein Haupthinderniß. Richter (beim lekten Versöhnungsver suche):; Nachdem Ihr Mann sein U. recht einsieht und Ihnen gern wieder die Hano bietet, was für einen Grund haben Sie da noch, auf Scheidung zu beharren?" Ach, ich kann jetzt nicht mehr zurück, Herr Richter ich habe schon all' meine Sachen so schön ge packt!" . i ."::. "" Mißverstand e n. Der kleine Emil ist unartig gewesen und hat sich, als er Mama mit dem Stocke na hen sieht, unter das Bett geflüchtet. Ter Vater will ihn hervorholen. Vater (unter das Bett kriechend): Ta bist Tu ja!" Emil (flüsternd): .Ja, Papa, will sie Dir auch was? Fatales Versprechen. StudiosuS: Fräulein Clara, Sie sind wirttick eine Perle hres Geschlechts! Glücklich derjenige, welcher Sie dereinst auf's'Versaß wollte sagen: Standesamt bringen darf!"

Aranm als Geschworene.

Humoreske von Fred Rerieigh. Angeklagter", sagte ' der Richter, haben Sie noch etwas zu sagen." Der Angeklagte war ein noch junger Mann. Er stand zum ersten Mal vor Gericht und die Anklage, seinem Brodherrn eine größere Summe unterschlagen zu haben, lastete auf ihm. Die Gesichter der Geschworenen waren ernst und hie und da ruhte der Blick einer oder der anderen mit finsterem, mißbilligendem Ausdruck auf dem Unglücklichen, dessen Schicksal besiegelt schien. Wenn ich bitten darf." sagte der Angeklagte sich erhebend, möchte ich an die Damen Geschworenen noch einige Worte richien." Dann wandte er sich mit einer leichten Verbeugung zu derGeschworenenbank hin und begann: Hoher Gerichtshof! Schwer nur lassen sich die Gefühle schildern, mit denen ich hier vor Ihnen stehe, niedergedrückt unter der Last und der Schmach einer infamirenden Anklage. Wie jäh kann daß Schicksal des Menschen sich wenden. Vor einem Jahre noch war ich nicht der. der ich jetzt bin, ein Verbrecher, und meine Hand war noch rein und kein Makel haftete auf meinem Namen. Einige von Ihnen, die Sie hier sitzen, um über mich und über mein Schicksal zu richten, kennen mich ja von früher. Damals lernte ich unter Anderen Ihre Vorsitzende kennen. Lieber Freund," sagte ich eines Tages zu meinem Freunde OdiqoJones, kennst Du das herrliche Mädchen dort? Führe mich in ihrer Familie ein." Gewiß kenne ich sie," erwiderte er, es ist ja meine Frau." Deine Frau?" rief ich. oh Hige doch nicht, Deine Tochter vielleicht. Deine Frau nimmermehr!" Und war's nicht begreiflich, meine Dame auf der Ge schworenenbank? Sieht denn Mistreß Odigo Jones nicht aus, so jung, so schön, so blendend, als ob sie Ihre eigene Tochter wäre?" Der Angeklagte fuhr nach einerPaufc fort: Dann, eines Tages, ich erinnere mich als Wäre es heut, lud mich Mister John Dringles zum Essen ein. Niemals werde ich diese herrlicheMahlzeit vergessen, niemals werde ich ihn vergessen, den kleinen Tom Will, dessen entzückendes Geplauder, dessen für ein zweijähriges Kind bewunderungswerther Geist, dessen sprudelnder Witz mich entzückte. Wie wußte der kleine Mann mich zu fesseln, welch beredtes Zeugniß legte er ab für die Kunst seiner Mutter, ein Kind zum Manne zu erziehen. Oh. hätte auch ich so eine Mutter gehabt!" und hier rang der Angeklagte die Hände und dicke Thrä nen flössen über sein Gesicht. 2ftcine Damen vom hohen GerichtsHof." sprach er mit gebrochener, thränenerstickter Stimme dann weiter, was mich besonders bedrückt, ist. hier als gemeiner Verbrecher vor den Au gen oes Engels an Milde. Tugend und Barmherzigkeit, turn Mistreß Cornelia Hobbs. zu stehen. Wie oft habe ich, wenn ich in der St. Simons - Kirche saß. Gottesdienst, Predigt und Gebet j vergessen, weil ich von dem Ausdruck tt I tY C . C Tl -11.3 s .1 l. ' von 12)UIC, lUUlDt uno onessllliql, veil ich auf dem Antlitz der Mistreß Cornelia las, mich weit mehr erhoben fühlte, als durch die Worte der Predigt. Ihr Antlitz war es. das mich Jahre und Jahre hindurch fern gehalten von der Bahn des Verbrechens. Und wäre sie nicht in die Bäder gereist und hätte ich ' weiter noch bei ihr den Halt meiner Seele zu finden vermocht, heute stände ich nicht hier." Das Schluchzen des jungen Mannes artete beinahe in einen Krampf aus und was konnte Mistreß Hobbs dafür, daß auch ihr die Thränen über die Wangen rannen. . Meine Damen von der Geschworenenbank". fügte der Angeklagte, als er sich soweit erholt hatte, wieder hinzu. ich sehe neun andere jugendlich schöne Damcn vor mir, denen dieMännerwelt zwar zu Füßen liegt, die aber erkannt haben müssen, daß kein Mann, wer es auch sei. werth ist. einen solchen Schatz zu besitzen." Beidiesen Worten des Angeklagten fingen die starren Züge der neun unvermählten Damen, die dort auf der Geschworenenbank saßen, an. sich zi: beleben und weicher zu werden. O, meine Damen, nicht das allein lastet auf mir, daß ich hier stehe, als ein Verbrecher, nicht die Strafe des Kerkers, die mich bedroht, hat ihr Schrecken für mich, o nein!W:it schrecklicher ist es für mich, daß durch meine Verurtheilung. die ich verdiene, der schönste, der süßeste Traum meines Herzens vernichtet wird, jener Trium. der mich zu dem machte, was ich bin, zum Verbrecher." Und wieder machte der Angeklagte eine Kunstpause. Soll ich's bekennen," sagte er dann. Ja, ja, weshalb soll ich's jetzt noch verbergen, was ich solange tief eingeschlossen trug in meinem Herzen. Ich liebte! Ich liebe noch! Mit aller Gluth meines Herzens liebe ich ein Weib, das hoch über mir steht. Jahrelang, habe ich das Bild einer von Ih-nen.-die ich nicht nennen will, deren Namen ich an diesem Orte nicht profaniren darf, als das Idol meines Lebens in mir getragen. Aber ich war arm, und in der Verzweiflung meiner hoffnungslosen Liebe erwachte in mir der furchtbare Drang nach dem Gelde. Reich wollte ich werden wie sie, um dann vor sie hintreten und sagen zu können: Jcb liebe! Und da unterschlug ich das Geld, nicht wissend, was ich that, nicht die Tragweite meines Handelns erkennend. Nun stehe ich da. ein Verbrecher und sehe sie. die ich liebe, bcrt mitten unterJhnen sitzen, um mich zu richten. Und ich. der ich hoffte, mit Rosenketten der Liebe gebunden zu werden, werde nun die rasselnden Ket-

ten des Kerkers tragen. Alles, alles ist jetzt verloren, und selbst das Bild meines Engels werde ich mir aus demHerzen reißen müssen, weil ich nicht werth bin den Trost mit hinüber zu nehmen in das Dunkel der Zelle." Der Angeklagte konnte seine Fas sung nicht länger bewahren, von Rührung und Schmerz überwältigt sank er auf die Anklagebank nieder. Verzweifelt barg er sein Antlitz in beide Hände und sein Schluchzen erfüllte den Raum. Der Gerichtshof zog sich zurück, zwei Minuten fpäter traten die Geschworenen feierlichst wieder ein. Meine Damen Geschworenen," fragte der Richter, haben Sie ihrVerdict wirklich nsch bestem Wissen und Gewissen gefällt, ohne jede Voreingenommenheit für oder gegen den Angeklagten?" Wir haben", erwiderten zwölf Stimmen. Und wie laufet Ihr Urtheil? Schuldig oder Unschuldig?" Unschuldig", riefen einstimmig alle zwölf Stimmen. Nur ein Kuß.

An der Universität Upsala befad sich ein junger, stiller Student, der mit Eifer der Wissenschaft oblag, aber nicht die Mittel besaß, sich ihr ungestört widmen zu können. Trotzdem gab er den Entschluß, sich eine wissenschaftliche Laufbahn zu ebnen, nicht auf und erwarb sich durch schriftliche Arbeiten und Privatunterricht seinen dürftigen Unterhalt, sich mit der Hssfnung einer besseren Zukunft tröstend. Wiewohl er wenig Umgang pflegte, wurde er doch wegen seines trefflichen Charakters wie guten Herzens von Allen, die ihn kannten, geschätzt und geliebt. Eins Tages stand er mit Commilitonen 'iuf dem Markte, ws er ein Stündchen zur Erholung verbrachte, als die Aufmerksamkeit der Studenten durch ein junges, hochelegant gekleidetes, außergewöhnlich schönes Mädchen gefesselt wurde, das an der Seite einer älteren Dame an ihnen vorüberging. Es war die Tochter des Gouverneurs von Upland mit ihrer Mutter. Die Studenten sahen dem anmuthig jungenMädchen vollBewunderung nach und als sie aus der Hörweite gekommen war, rief einer: Wahrhaftig, es wäre eine Mll lion werth, einen Kuß von diesem Munde zu bekommen!" Der Held unserer Erzählung sann ein Weilchen nach und sagte dann wie von plötzlicher Eingebung ergriffen: Ich glaube. ich könnte einen bekommen." Was. bis Du wahnsinnig?" riefen die Anderen. Kennst Du ste?" Durchaus nicht; aber dennoch glaube ich. dah sie mich küßt, wenn ich sie darum bitte." Was hier auf dem Markte und vor uns Allen?" Allerdings!" Aus freien Stücken?" Ganz gewiß; glaubt Ihr denn, ich würde unverschämt sein und sie zwingen wollen?" Nun. wenn Du das wahr machst, gebe ich Dir 1000 Thaler!" rief Einer. Ich auch! Ich auch!" saLten Andere. Durch Handschlag verpflichteten sich die reichen und ehrenhaften jungen Leute, ihr Wori zu halten. Entschlossen ging der hübsche, junge Mann der Dame nach und sate fest: Mein Fräulein, mein Schicksal liegt in Ihrer Hand!" Sie stand still und sah ihn erstaunt an. Er theilte ihr Namen, Lebensstellung, sein Streben, seine Aussichten mit und zrzahlte treuherzig Wort für Wort Alles, wal ?.wifchen ihm und feinen Freunden verabredet worden. Sie hörte ihn aufmerksam an und sagte, als er zu Ende gekommen und sich nochmals ehrerbietig neigte, erröthend, doch freundlich: Nun. wenn ei? geringer Dienst so viel Gutes stiften kann, so wäre es sündhaft von mir. Ihnen denselben zu verweigern." Tann lüßte sie den jungen Mann und ging weiter. Am and?ren Tage wurde der Verwegene zunl Gouverneur befohlen. Er wollte dkn jungen Menschen sehen, der es gewagt hatte, seine Tochter auf öffentlichem Markte um einen Kuß zu bitien und, was noch viel schlimmer, erhalten hatte. Mit gerunzelter Stirne empfing und musterte er ihn von. oben is unten, ließ sich aber doch schließlich in eine Unterredung mit ihm ein, welche eine volle Stunde währte und einen so günstigen Eindruck auf ihn machte, daß er den Jüngling bai. während seiner Studienzeit bei isiin Mittag zu essen. Frei von Mangel betrieb zetzt der jungeStudent seineStudien, und kaum war seit jenem ersten Kuß ein Jahr verflossen, als er die Erlaubniß' crdiclt, der Toch!er des Gouverneurs' einen zweiten zu geben und sie als Braut zu umarmen. Er wurde später eine? der Gelehrten, durch die der schwedische Name im Auslande zu hoher Vedeutung gelangte. Seine Werke werden so lange dauern, wie es eine Naturwissenschaft giebt. Musikalischer Pfeffer. Fremder - (als Besucher im Theater eines kleinen Provinzstädtchens, conversirt während des Zwischenactes mit einem Einbeimischen): Das Lustspiel ist fürchterlich langweilig, die reizende Zwischenactmusik jedoch erquickend. Einheimischer: Ja, unser neuer Director ist ein Pfiffikus, und verläugnet bei keiner Gelegenheit, daß er früher ein. tüchtiger Wirth aewesen. Fremder: Wie so? Einheimischer: Er verwerthet nämlich die oute Musik stets wie ein ausgiebiges Gewürz, bei geschmacklosen Stücken. , , Gute Ausrede. ' Mutter: Schämst Du Dich nicht, Emma, fortwährend denAssessor anzugucken?" Tochter: Aber, Mama, Du sagst doch immer, daß derjenige, der einem andern nicht frei und offen in's Auge sehen könne, kein gutes Gewissen habe. Der Assessor nun sieht mich fortwährend an und ich habe ein autes Ge-wissen."

Tas Tndlcy-Gcschütz. Im Beisein des General Nelson A. Miles und einer Anzahl anderer Officiere von unserer Bundes - Armee haben jüngst auf Mattinicock Point am Long Island Sund Schießversuche mit einem neuen Geschütze stattgefunden. von dessen Verwendung in der Küstenvertheidigung der Erfinder außerordentlichen Nutzen verspricht. Das Geschütz, bei welchem Pulver und comprimirte Luft zur Anwendung gelangen. wird von der Sims-Dudley Defense Company" in New York fabricirt und waren die Schießversuche, welche übrigens durch eine nicht auf

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Geschütz und Projectil. dem Programm stehende Explosion eines Geschosses einen unerwarteten Abschluß erhielten, von dieser arrangirt ; vieielven waren also durchaus privater Natur und General Miles nur als aeladener Zuschauer erschienen. Es ist ein pneumatisches Geschütz, bei welchem das Geschoß durch comprimirte Luft getrieben wird, doch unterscheidet sich das Dudlen - Geschütz von anderen Mordmaschinen dieser Art dadurch. van vie omprejjwn der Lust Nicht durch eine besondere Maschine, sondern durch die Explosion einer PulVerladung bewirkt wird. Das Dudleybeschütz besteht, wie aus der ersten Abbildung ersichtlich, aus drei Robren. welche parallel neben einander angebracht sind. Das mittlere Rohr, welcbes nur 230 Pfund wiegt, dient zur Aufnahme des Geschosses. Die beiden Seitenrohre sind durch eine Luftkammer mit einander verbunden, aber an den vorderen Enden geschlossen. Das hintere Ende des linken Seitenrohres, das ebenfalls verschlossen ist, steht mit dem Hinteren Ende des mittleren Robres in Vbindung; dieses und das rechte Seitenrohr haben Verschlüsse wie VeimVisiren. Hinterlader. Die Manipulation des Geschützes ist überaus einfach. In das rechte Seitenrohr wird eine Pulverpatrone mit Metallhülfe eingeführt und das Rohr verschlossen, worauf das mittlere Rohr mit emsm Torpedo gcladen wird. Alsdann wird die Pulverpatrone abgefeuert, wodurch ein Druck von 860 Pfund erzeugt wird. Die also comprimirte Luft schleudert den Torpedo mit furchtbarer Gewalt aus dem Rohre, wobei man nur geringen Knall hört, aber weder Rauch noch Flamme sieht. Derselbe Effect wird durch die bisher erprobten pneumatischen Geschütze erzielt, doch sind für diese complicirte Maschinen zum Comprimiren der Luft erforderlich. Der Rückstoß, welcher nur gering ist. wird durch Federn aufgehoben. Das Geschütz hat ein Kaliber von 4 Zoll und wiegt mit der Lafette nur 2000 Pfund. Die mit 32 Pfund geladenen Geschosse haben eine Länge von 52 Zoll und werden dieselben mit Merriam-Zündern zum Explodiren. gebracht. Zum Abfeuern dienen Patronen, die mit 15 Unzen rauchlosen Dupont - Pulver geladen sind. Ach sooo! f,&Qj'$X ir Z -1 f . &. V vl ??W JktöiKMM 1 1 ,1 jl . i ir-jrjk.r n di " n ii i mvi . i MW ter?fc l-U-l Vw II i ' JL J r-Y n M ii w mmu 2 . . . ? T rn . Sind denn das noch Geschwister von Dir? Ja. Herr! Aber ich denke. Dein Vater ist schon seit vielen fahren in Amerika. Ja, aber er schreibt oft! Ein origineller Trinker. T Willst Du Wein oder Schnaps. Ricsi?" No, gib mir Glos Wain. Durst hob' ich nicht!" Logisch. Diese Ella ist wirklich eine glänzende Erscheinung!" Hm. hat auch schon manchen verblendet." Wertherhöhung. Fräul'n Lisi. hier bringe ich Ihnen die ersten Le:lchen! Ah ... ! Selbst gepflückt? Sogar selbst gekauft! .

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